Die letzten drei Jahre waren für mich nicht nur geistlich eine interessante Erfahrung, sondern auch in politischer Hinsicht. Während Kalifornien eher demokratisch geprägt ist, ist Redding definitiv eine Republikaner-Hochburg. Schon nur das war für mich neu: Dass hier die allermeisten Menschen sich entweder dem einen oder dem andern Lager zugehörig fühlen. Und die jeweils andere Seite total verachten.
Bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen, die ich an einer Hand abzählen kann, waren alle AmerikanerInnen, mit denen ich zu tun hatte, überzeugte RepublikanerInnen. Eine der Ausnahmen ist die Hausbesitzerin, bei der ich die ersten zwei Jahre lebte: Sie ist überzeugte Tea Party Frau, also noch tausendmal rechter als RepublikanerInnen es sind. Das bedeutet: Der Staat ist nicht nur unnötig, sondern eine direkte Bedrohung von Freiheit. Es gilt, ihn in jeder Hinsicht zu bekämpfen. Am besten legt man gleich Nahrungsmittellager an, falls die Sozialisten übernehmen und es kein Essen mehr in den Supermärkten hat. - kein Witz!!!
Und ausgerechnet ich zog in dieses Haus ein. Ich, die ich bei unzähligen Demos von "Linksextremen" dabeigewesen war und mich selbst oft als "linker als links" bezeichnet hatte. Und ich, die ich zu der Zeit extrem politisch interessiert war, und die ich mir jede Woche die WOZ in dieses Haus schicken liess. Ich, die ich eine politische Diskussion sehr schnell emotional und lautstärkenmässig eskalieren lassen kann..... ask my family.
Ich wusste also, dass es überlebensnotwendig für alle Beteiligten war, wenn ich in diesem Haus gar nicht erst zu diskutieren anfange. Dies bedeutete für mich oft: Rückzug in mein Zimmer..... Mit der Zeit konnte ich es besser nehmen, und liess mir auch einige ihrer Standpunkte erklären. Ich verstand ihre Gedankengänge, aber fand sie natürlich realitätsfremd.
Auch in der Schule und in der Gemeinde wurde ich immer wieder schockiert. Ich merkte immer mehr, wie sehr ich Europäerin bin und die AmerikanerInnen AmerikanerInnen. Dinge wie Irakkrieg, Terrorismus, Waffen und Waffengesetze (RepublikanerInnen und Tea Party Leute nennen das "Waffenkontrolle"), Obama, Krankenkasse, Steuern,... Was ich überall und jederzeit sah, auch von Leiterinnen und Leitern, die ich äusserst ehre und liebe: Alles staatliche kann eine sozialistische Bedrohung sein, Gesetze zerstören Eigenverantwortung, obligatorische Krankenkasse ist der Anfang vom Untergang der USA, den freien Waffenzugang einschränken zu wollen sowie jegliche polizeiliche Verkehrskontrollen sind Kontrollstaat und beginnender Kommunismus, und alle Steuern sind vom Teufel.
Ahhh..... jetzt brauche ich 10 Minuten Meditation auf dem See.
...
ok. Ich kann nicht ewig so weiterfahren, weil der Blogeintrag sonst ewig dauert. Aber die gute Nachricht ist: Nach drei Jahren habe ich definitiv ein tieferes Verständnis - ja, Verständnis! - für obige Sichtweisen, auch wenn es nicht meine Sichtweisen sind. Aber ich verstehe, wo sie herkommen, und ich kann sogar eingestehen, dass gewisse (ganz wenige, hahaha) Gedankengänge auch Sinn machen. Mein Horizont ist definitiv erweitert. Alle EuropäerInnen haben jetzt Angst, ich werde zur FDP übertreten. NEIN.
Etwas anderes, was mir gut tut, ist zu wissen, dass Jesus über dem allem steht. Wir können unterschiedliche Meinungen haben und uns trotzdem lieben. Ich bin es noch am lernen, in politischer Hinsicht. Aber ich weiss, dass es geht.
Zum Abschluss drei Höhepunkte:
- Ein Schweizer Student, der auch hier ist, gehört in der Schweiz einer rechts-aussen Partei an. Was mich schockierte, denn er war und ist mir äusserst sympatisch. Er fragte mich nach meinen Ansichten zum Asylwesen. Nachdem ich Auskunft gegeben hatte, fragte ich ihn nach seinen Ansichten, obwohl ich Angst hatte, nicht damit umgehen zu können. Aber dann begann er zu erzählen, und ich merkte, dass sein Herz völlig den Menschen - allen Menschen - zugewandt ist, und dass er alle Menschen liebt. Aber dass er gewisse Dinge anders zu lösen versuchen würde. Wow!
- Kurz vor dem Wahlen erzählte eine Leiterin dieser Gemeinde in einem Kurs, dass sie seit immer und ewig registrierte Republikanerin sei. Aber sie habe über diese Wahlen gebetet und werde am Wahltag selbst zur Urne fahren, dort den Heiligen Geist fragen, wen sie wählen soll, und das dann tun, sogar wenn es Obama wäre. Denn nur Gott wisse, welcher der beiden Männer sein Herz in Zukunft für Jesus öffnen werde.
- Eine gute Bekannte von mir, ebenfalls seit sie denken kann Republikanerin, war vor den Wahlen intensiv am beten, dass ein Republikaner gewinnt. Als sie von Obamas Sieg erfuhr, begann sie zu weinen und dachte echt, das sei der Anfang vom Untergang!! Aber dann begann sie, mit Gott zu connecten, und ihr Herz veränderte sich radikal, und seit dem habe ich sie schon mehrmals aufrichtig und voller Liebe FÜR Präsident Obama beten hören.
Trotzdem gut, kann ich wieder in ein Land wohnen gehen, wo nicht jeder Zweite eine Pistole auf sich trägt.
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Dienstag, Mai 07, 2013
Samstag, April 27, 2013
In der Hitze die Kühle des Tages umarmen
TRANSITION!!!
Wieder einmal eine Übergangszeit. Von Kalifornien in die Schweiz, aus einer Schule bzw. einem Praktikum zu einer Arbeitsstelle, aus dem Single-Leben-in-Fernbeziehung - schliesslich lebe ich ja nebst skypen ein ziemlich unabhängiges Leben - hin zu Zusammen-Wohnung-einrichten und die letzten drei Monate Hochzeitsvorbereitung. Von 35° Sommer zu 10°-30°-es-wechselt-jeden-Tag-Sommer. Von Wieland zu Guida. Von Freundin zu Frau. Von Ausländerin zu Schweizerin.
Man könnte versuchen, es zu verdrängen, aber das lässt den unbewussten Stresspegel dennoch stetig raufsteigen. Somit bleibt nur das Umarmen. Wie schön, "Umarmen". Embracing the transition. Das drückt sich aus in: Jeden Morgen die Kolibris vor dem Fenster bestaunen und auf dem Weg zum Briefkasten bewusst die Sonne und Wärme geniessen, gleichzeitig jeden Tag etwas mehr erledigen, wie z.B. Wohnung kündigen, Auto-Verkaufspreis errechnen, noch einen letzten Ausflug zum See planen.
Ich möchte gähnen können, aber es geht nicht. Somit bleibe ich im Zustand zwischen genug Luft zum Leben haben aber nicht genug zum Atmen.
Tief Luft holen: Schlafen gehen mitten am Nachmittag. Ein neues Buch zu lesen beginnen. An ein Fussballturnier gehen. Einen Bio-Bison-Burger essen gehen, schon nur wegen der Alliteration. Und jetzt konnte ich auch gähnen.
Etwas abschliessen bedeutet auch, neue Pläne zu schmieden oder Raum für neue Ideen zu haben. Soll ich jetzt eine Vernuftsentscheidung machen, und etwas "Richtiges" studieren gehen, oder soll ich das richtige tun und ein Künstlerleben umarmen? Ich sehe, wie Menschen um mich herum etwas Richtiges lernen und arbeiten, und dennoch keine Sicherheit oder nicht unbedingt daraus folgend einen Lebenssinn erfahren. First world problems, ich weiss. Das gut tun, was vor mir liegt. Träume träumen, die gross genug sind, damit ich sie ohne göttliches Wirken nicht ausleben kann. Der Herr wandelte im Garten, als der Tag kühl war, und ich wandle mit Ihm, bleibe cool und plane, coole Dinge zu tun.
Wieder einmal eine Übergangszeit. Von Kalifornien in die Schweiz, aus einer Schule bzw. einem Praktikum zu einer Arbeitsstelle, aus dem Single-Leben-in-Fernbeziehung - schliesslich lebe ich ja nebst skypen ein ziemlich unabhängiges Leben - hin zu Zusammen-Wohnung-einrichten und die letzten drei Monate Hochzeitsvorbereitung. Von 35° Sommer zu 10°-30°-es-wechselt-jeden-Tag-Sommer. Von Wieland zu Guida. Von Freundin zu Frau. Von Ausländerin zu Schweizerin.
Man könnte versuchen, es zu verdrängen, aber das lässt den unbewussten Stresspegel dennoch stetig raufsteigen. Somit bleibt nur das Umarmen. Wie schön, "Umarmen". Embracing the transition. Das drückt sich aus in: Jeden Morgen die Kolibris vor dem Fenster bestaunen und auf dem Weg zum Briefkasten bewusst die Sonne und Wärme geniessen, gleichzeitig jeden Tag etwas mehr erledigen, wie z.B. Wohnung kündigen, Auto-Verkaufspreis errechnen, noch einen letzten Ausflug zum See planen.
Ich möchte gähnen können, aber es geht nicht. Somit bleibe ich im Zustand zwischen genug Luft zum Leben haben aber nicht genug zum Atmen.
Tief Luft holen: Schlafen gehen mitten am Nachmittag. Ein neues Buch zu lesen beginnen. An ein Fussballturnier gehen. Einen Bio-Bison-Burger essen gehen, schon nur wegen der Alliteration. Und jetzt konnte ich auch gähnen.
Etwas abschliessen bedeutet auch, neue Pläne zu schmieden oder Raum für neue Ideen zu haben. Soll ich jetzt eine Vernuftsentscheidung machen, und etwas "Richtiges" studieren gehen, oder soll ich das richtige tun und ein Künstlerleben umarmen? Ich sehe, wie Menschen um mich herum etwas Richtiges lernen und arbeiten, und dennoch keine Sicherheit oder nicht unbedingt daraus folgend einen Lebenssinn erfahren. First world problems, ich weiss. Das gut tun, was vor mir liegt. Träume träumen, die gross genug sind, damit ich sie ohne göttliches Wirken nicht ausleben kann. Der Herr wandelte im Garten, als der Tag kühl war, und ich wandle mit Ihm, bleibe cool und plane, coole Dinge zu tun.
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Mittwoch, April 17, 2013
Gedanken zur Verhütung, und zum Leben allgemein
In vier Monaten heirate ich. Zeit also, sich ausgiebiger mit der Frage der Verhütung auseinanderzusetzen. Würde ich hormonell verhüten wollen, wäre es sinnvoll, schon einige Monate vorher anzufangen, damit der Körper umstellen und sich daran gewöhnen kann. Bei der natürlichen Verhütung muss sich nicht der Körper an etwas gewöhnen, sondern ich mich an den Körper.
Ich habe früher die Pille genommen, weil ich sehr starke Blutungen und Schmerzen hatte. Ich nahm in wenigen Wochen 8 Kilo zu. Heutzutage sind die Verhütungspillen besser dosiert, was Nebeneffekte angeht, aber noch immer höre oder lese ich von Frauen, die sich über Nebenwirkungen wie Migräne, Gewichtszunahme, abnehmende Libido oder weniger starke Emotionen - sowohl negative wie auch positive - beklagen. Weitere Verhütungsmethoden sind entweder in der Kategorie Barriere: Kondome, oder aber in der anderen, meist hormonellen, Gruppe: Nuva-Ring, Spirale/Kupferspirale, Stäbchen, oder Dreimonatsspritze. Plus noch vereinzelte andere, mit hohem Pearl-Index (hohe "Versagerquote").
Was Gianni und ich im Zuge unserer ausgiebigen (!) Nachforschungen herausgefunden haben, hat uns überrascht und schockiert. Und zwar ist das einerseits, dass anscheinend alle (!) Verhütungsmethoden ausser dem Kondom und der natürlichen Verhütung (z.B. sympto-thermal) nicht nur eine Befruchtung verhindern können, sondern sie verhindern auch das Einnisten eines bereits befruchteten Eis, falls es ein Spermium trotz Hormonen/Kupfer bis zum Ei geschafft hat. Was doch immer mal wieder vorkommt...
Hier kommt die Grundsatzfrage: Wo beginnt das Leben? Ist es bei der Befruchtung, wenn Samen und Ei verschmelzen und zwei verschiedene DNA-Stränge zu einem neuen werden? Oder ist es ein paar Stunden später, oder bei der Einnistung in der Gebärmutter, oder erst 12 Wochen danach, oder gar erst bei der Geburt? Für Gianni und mich ist das ein sogenannter "no-brainer": Bei der Befruchtung ist ein klarer Beginn von neuem Leben, und nicht irgendwo später. Für uns ist auch klar, dass ein Töten (oder "abbrechen") solchen Lebens vielleicht weniger qualvoll für das Kind selbst, aber nicht weniger schlimm insgesamt ist, wenn es in den ersten paar Stunden anstatt in den ersten paar Monaten passiert. Denn diese Kombination von DNA, das Wachstum genau dieses Lebens, wird es nach einem "Abbruch" nie mehr wieder geben. Das ist etwas völlig anderes, als wenn das Spermium daran gehindert wird, zum Ei zu kommen, und dabei abstirbt....
Das andere, das uns überrascht und schockiert hat, ist das weit verbreitete Unwissen darüber oder der Unwille, davon wissen zu wollen. Ich spreche hier hauptsächlich von Christen, weil die ja allermeistens pro-life, gegen Abtreibung, sind. Die meisten wissen nichts davon, oder dann will man es nicht wissen, weil es so ungünstig, unbequem ist.
Mehr ins Thema reinzugehen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, aber ich habe viele Stunden nachgeforscht und Artikel gelesen. Ich habe auch ein äusserst gutes Buch über die Pille und deren abtreibende Wirkung, allerdings nur auf englisch und spanisch.
Ich bin mir bewusst, dass dies Wirken kann wie Johannes der Täufer.... Leuten ein schlechtes Gewissen machen etc.. aber seit ich das weiss, kann ich nicht einfach nichts sagen.... eine Frage, die Randy Alcorn in seinem soeben erwähnten Buch gestellt hat, lautet so: Während früher Kinder dem Götzen Moloch geopfert wurden, opfern wir heute Kinder dem Götzen Bequemlichkeit?
Zum Abschluss noch etwas Hoffnungsvolles: Ich bzw. wir haben festgestellt, dass natürliche Familienplanung, also die sympto-thermale Methode, gar nicht so eine komplizierte und mühsame Sache ist, wie ich angenommen hatte. Wenn man es einmal begriffen hat, ist es sehr einfach. Ausserdem ist es äusserst zuverlässig, und hat sogar einen besseren Pearl-Index als alle anderen Verhütungsmethoden! Nichts also mit "Du bist schwanger? Habt ihr natürlich verhütet, hihihi?"..... das trifft höchstens zu, wenn man sich nicht an die "Regeln" der Methode hält. Man muss nur im Zeitraum von Menstruation bis kurz nach dem Eisprung jeden Morgen als allererstes die Temperatur messen, ausserdem den Ausfluss beobachten und notieren, und dann alle Beobachtungen und Messungen nach einem einfach zu erlernenden Prinzip auswerten. Und natürlich in der fruchtbaren Zeit entweder nicht zusammen schlafen, oder halt Kondome benutzen - dann hat man aber den deutlich höheren Pearl-Index von Kondomen. Aber alles in allem finde ich es eine wunderbare Methode, das Schwangerwerden zu steuern. Und es ist auch die einzige Methode, in der beide Partner zusammen beitragen können, indem beide es lernen, eintragen und auswerten können.
Zudem ist Schwangerschaft meiner Meinung nach nicht eine um alles in der Welt zu vermeidende Krankheit, sondern grundsätzlich ein Segen Gottes...schliesslich wäre ich ohne Schwangerschaft ja auch nicht hier... Und die paar Tage, die man fruchtbar ist, abstinent zu sein bzw. Kondome zu benutzen, ist eine völlig andere Art "Opfer", als in Kauf zu nehmen, einzigartiges Leben zu vernichten.
Ich habe früher die Pille genommen, weil ich sehr starke Blutungen und Schmerzen hatte. Ich nahm in wenigen Wochen 8 Kilo zu. Heutzutage sind die Verhütungspillen besser dosiert, was Nebeneffekte angeht, aber noch immer höre oder lese ich von Frauen, die sich über Nebenwirkungen wie Migräne, Gewichtszunahme, abnehmende Libido oder weniger starke Emotionen - sowohl negative wie auch positive - beklagen. Weitere Verhütungsmethoden sind entweder in der Kategorie Barriere: Kondome, oder aber in der anderen, meist hormonellen, Gruppe: Nuva-Ring, Spirale/Kupferspirale, Stäbchen, oder Dreimonatsspritze. Plus noch vereinzelte andere, mit hohem Pearl-Index (hohe "Versagerquote").
Was Gianni und ich im Zuge unserer ausgiebigen (!) Nachforschungen herausgefunden haben, hat uns überrascht und schockiert. Und zwar ist das einerseits, dass anscheinend alle (!) Verhütungsmethoden ausser dem Kondom und der natürlichen Verhütung (z.B. sympto-thermal) nicht nur eine Befruchtung verhindern können, sondern sie verhindern auch das Einnisten eines bereits befruchteten Eis, falls es ein Spermium trotz Hormonen/Kupfer bis zum Ei geschafft hat. Was doch immer mal wieder vorkommt...
Hier kommt die Grundsatzfrage: Wo beginnt das Leben? Ist es bei der Befruchtung, wenn Samen und Ei verschmelzen und zwei verschiedene DNA-Stränge zu einem neuen werden? Oder ist es ein paar Stunden später, oder bei der Einnistung in der Gebärmutter, oder erst 12 Wochen danach, oder gar erst bei der Geburt? Für Gianni und mich ist das ein sogenannter "no-brainer": Bei der Befruchtung ist ein klarer Beginn von neuem Leben, und nicht irgendwo später. Für uns ist auch klar, dass ein Töten (oder "abbrechen") solchen Lebens vielleicht weniger qualvoll für das Kind selbst, aber nicht weniger schlimm insgesamt ist, wenn es in den ersten paar Stunden anstatt in den ersten paar Monaten passiert. Denn diese Kombination von DNA, das Wachstum genau dieses Lebens, wird es nach einem "Abbruch" nie mehr wieder geben. Das ist etwas völlig anderes, als wenn das Spermium daran gehindert wird, zum Ei zu kommen, und dabei abstirbt....
Das andere, das uns überrascht und schockiert hat, ist das weit verbreitete Unwissen darüber oder der Unwille, davon wissen zu wollen. Ich spreche hier hauptsächlich von Christen, weil die ja allermeistens pro-life, gegen Abtreibung, sind. Die meisten wissen nichts davon, oder dann will man es nicht wissen, weil es so ungünstig, unbequem ist.
Mehr ins Thema reinzugehen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, aber ich habe viele Stunden nachgeforscht und Artikel gelesen. Ich habe auch ein äusserst gutes Buch über die Pille und deren abtreibende Wirkung, allerdings nur auf englisch und spanisch.
Ich bin mir bewusst, dass dies Wirken kann wie Johannes der Täufer.... Leuten ein schlechtes Gewissen machen etc.. aber seit ich das weiss, kann ich nicht einfach nichts sagen.... eine Frage, die Randy Alcorn in seinem soeben erwähnten Buch gestellt hat, lautet so: Während früher Kinder dem Götzen Moloch geopfert wurden, opfern wir heute Kinder dem Götzen Bequemlichkeit?
Zum Abschluss noch etwas Hoffnungsvolles: Ich bzw. wir haben festgestellt, dass natürliche Familienplanung, also die sympto-thermale Methode, gar nicht so eine komplizierte und mühsame Sache ist, wie ich angenommen hatte. Wenn man es einmal begriffen hat, ist es sehr einfach. Ausserdem ist es äusserst zuverlässig, und hat sogar einen besseren Pearl-Index als alle anderen Verhütungsmethoden! Nichts also mit "Du bist schwanger? Habt ihr natürlich verhütet, hihihi?"..... das trifft höchstens zu, wenn man sich nicht an die "Regeln" der Methode hält. Man muss nur im Zeitraum von Menstruation bis kurz nach dem Eisprung jeden Morgen als allererstes die Temperatur messen, ausserdem den Ausfluss beobachten und notieren, und dann alle Beobachtungen und Messungen nach einem einfach zu erlernenden Prinzip auswerten. Und natürlich in der fruchtbaren Zeit entweder nicht zusammen schlafen, oder halt Kondome benutzen - dann hat man aber den deutlich höheren Pearl-Index von Kondomen. Aber alles in allem finde ich es eine wunderbare Methode, das Schwangerwerden zu steuern. Und es ist auch die einzige Methode, in der beide Partner zusammen beitragen können, indem beide es lernen, eintragen und auswerten können.
Zudem ist Schwangerschaft meiner Meinung nach nicht eine um alles in der Welt zu vermeidende Krankheit, sondern grundsätzlich ein Segen Gottes...schliesslich wäre ich ohne Schwangerschaft ja auch nicht hier... Und die paar Tage, die man fruchtbar ist, abstinent zu sein bzw. Kondome zu benutzen, ist eine völlig andere Art "Opfer", als in Kauf zu nehmen, einzigartiges Leben zu vernichten.
Sonntag, Februar 17, 2013
Kulturenfestival
| Handgemaltes Fotosujet mit Matterhorn und Kühen, und mit Heidi+Peter |
| Züpfe, Biberli, Basler Läckerli, Schoggi, Chäs |
| Einige der anderen ca. 40 Ländertischen |
Montag, Dezember 24, 2012
85 Einträge später...!
Alle sind sie weg. Das ist auf eine Art traurig, aber wer mich kennt, weiss, dass ich die Ruhe liebe. Ahhh!! In Ruhe denken. Sein. Aus dem Fenster schauen. Aber gleichzeitig freue ich mich wie ein kleines Kind auf in 17 Tagen!!!!!! Und das kam so:
31.Dezember 2011 - vor etwa einem Jahr also. Da verfasste ich diesen Blogeintrag und schrieb von einem "Drama", dass sich ereignet habe. Das war auch mein 900. Blogeintrag. Damals ging ich nicht näher auf das Drama ein. Heute kann ich das schmunzelnd tun. Also, ich fuhr nämlich an besagtem Tag mit dem Auto nach Hause, und plötzlich überkam mich das riesig wirkende Gefühl, dass mich NIE ein Mann lieben und heiraten wollen würde. Worauf ich sofort den Heiligen Geist sagen hörte "äähm..nein. Du wirst einen haben". Ok. Wenn du es sagst.
Es folgte, einige Tage darauf, ein neuer Blogeintrag, in dem ich schrieb: "Und ich hatte eine super Zeit mit den Leuten dort, mit Besuchern und Besucherinnen"..... - ja, wer war denn da noch ein Besucher, nebst meinem Pastor und dessen Frau? Ja, wer wohl?! Ja genau, mein zukünftiger Ehemann, den ich in dieser Woche kennenlernte. Das war am 20.1.
Am 23.1. erhielt ich die erste e-mail von diesem Traummann. Und am 27.1. bloggte ich: ""Crazy". Ich weiss nicht, wie oft ich dieses Wort in den vergangenen zwei Wochen benutzt habe... Ich glaub ich komme nicht nur in eine neue Season, sondern in einen neuen Lebensabschnitt hinein. Manches fängt an und wirkt sich auf alles in mir aus, aber es ist noch zu frisch, zu unbekannt, als dass ich es einfach so geniessen könnte, ohne gleichzeitig auch verunsichert zu sein. Je mehr ich weiss, umso mehr Fragen scheine ich zu haben. Und je mehr Fragen, umso besser gelingt es mir, das Jetzt zu geniessen. Alles wird gut, es ist schön."
Crazy town indeed!
Natürlich gab es dieses Jahr auch viele Tränen und viel Schmerz. Ich machte Fehler und richtete "messes" an. Die wieder aufgeräumt werden mussten. Und es passiert auch weiterhin ab und zu. Aber in dem drin zu lernen, dass das nicht bedeuten muss, dass ich jetzt nicht mehr geliebt werde. Oder dass ich mich nicht selbst bestrafen muss und hart sein zu mir. Oder zu andern. Und zu lernen, mich ganz in den Schmerz hineinzulehnen, anstatt zu versuchen, ihn zu betäuben. Und dann mich heilen zu lassen. Im Intimität haben mit einem liebenden Gott. Und die Freude des Moments in dem ich feststelle, dass ich tatsächlich nun in einer ähnlichen Situation anders, weniger impulsiv, weniger stark, weniger verletzend reagiert habe.... Was für ein Prozess!
Weiter im Jahresrückblick:
- Ich begann, einen Mann zu lieben. Ich lernte, geliebt zu werden zuzulassen. Ich begann zu vertrauen.
- Ich lernte ganz ganz viel über Beziehungen. Und bin immer noch daran.
- Ich begann, italienisch zu lernen.
- Ich flog ein Flugzeug.
- Ich erhielt einen Heiratsantrag.
- Ich begann, ein Buch zu schreiben.
- Ich durfte mein absolutes Traumpraktikum anfangen.
Und vieles weiteres mehr. Ich bin überaus dankbar und überwältigt.
Was hab ich nun von den drei Jahren hier? Mehr Wissen über Heilung und das Übernatürliche? Eine Goldstaubwolke erlebt? Mehr Bibelkenntnis? Lehre über Leiterschaft verinnerlicht?
Ja.
Aber vor allem, und ich meine VOR ALLEM - vor!!! all dem - durfte ich heil werden. Alleine der Ausdruck "heil werden". Ich könnte einfach mal an einem Morgen sagen "heil werden" und den ganzen restlichen Tag darin schwelgen.
Ich wurde heil an dem Tag, als Jesus am Kreuz starb. Fertig. In genau diesem Moment trat ich in den "Raum des Heil seins" (dieses Bild des Raums habe ich von Eric Johnson gestohlen). Nur wusste ich das eine laaaaange Zeit nicht. Die letzten zweieinhalb Jahre durfte ich an einem wundervollen Ort verbringen, und diesen Raum des Heil seins entdecken, ausprobieren, erleben. Jetzt weiss ich so viel mehr, was Jesus für mich getan hat - für jeden Menschen getan hat. Wow!!!
31.Dezember 2011 - vor etwa einem Jahr also. Da verfasste ich diesen Blogeintrag und schrieb von einem "Drama", dass sich ereignet habe. Das war auch mein 900. Blogeintrag. Damals ging ich nicht näher auf das Drama ein. Heute kann ich das schmunzelnd tun. Also, ich fuhr nämlich an besagtem Tag mit dem Auto nach Hause, und plötzlich überkam mich das riesig wirkende Gefühl, dass mich NIE ein Mann lieben und heiraten wollen würde. Worauf ich sofort den Heiligen Geist sagen hörte "äähm..nein. Du wirst einen haben". Ok. Wenn du es sagst.
Es folgte, einige Tage darauf, ein neuer Blogeintrag, in dem ich schrieb: "Und ich hatte eine super Zeit mit den Leuten dort, mit Besuchern und Besucherinnen"..... - ja, wer war denn da noch ein Besucher, nebst meinem Pastor und dessen Frau? Ja, wer wohl?! Ja genau, mein zukünftiger Ehemann, den ich in dieser Woche kennenlernte. Das war am 20.1.
Am 23.1. erhielt ich die erste e-mail von diesem Traummann. Und am 27.1. bloggte ich: ""Crazy". Ich weiss nicht, wie oft ich dieses Wort in den vergangenen zwei Wochen benutzt habe... Ich glaub ich komme nicht nur in eine neue Season, sondern in einen neuen Lebensabschnitt hinein. Manches fängt an und wirkt sich auf alles in mir aus, aber es ist noch zu frisch, zu unbekannt, als dass ich es einfach so geniessen könnte, ohne gleichzeitig auch verunsichert zu sein. Je mehr ich weiss, umso mehr Fragen scheine ich zu haben. Und je mehr Fragen, umso besser gelingt es mir, das Jetzt zu geniessen. Alles wird gut, es ist schön."
Crazy town indeed!
Natürlich gab es dieses Jahr auch viele Tränen und viel Schmerz. Ich machte Fehler und richtete "messes" an. Die wieder aufgeräumt werden mussten. Und es passiert auch weiterhin ab und zu. Aber in dem drin zu lernen, dass das nicht bedeuten muss, dass ich jetzt nicht mehr geliebt werde. Oder dass ich mich nicht selbst bestrafen muss und hart sein zu mir. Oder zu andern. Und zu lernen, mich ganz in den Schmerz hineinzulehnen, anstatt zu versuchen, ihn zu betäuben. Und dann mich heilen zu lassen. Im Intimität haben mit einem liebenden Gott. Und die Freude des Moments in dem ich feststelle, dass ich tatsächlich nun in einer ähnlichen Situation anders, weniger impulsiv, weniger stark, weniger verletzend reagiert habe.... Was für ein Prozess!
Weiter im Jahresrückblick:
- Ich begann, einen Mann zu lieben. Ich lernte, geliebt zu werden zuzulassen. Ich begann zu vertrauen.
- Ich lernte ganz ganz viel über Beziehungen. Und bin immer noch daran.
- Ich begann, italienisch zu lernen.
- Ich flog ein Flugzeug.
- Ich erhielt einen Heiratsantrag.
- Ich begann, ein Buch zu schreiben.
- Ich durfte mein absolutes Traumpraktikum anfangen.
Und vieles weiteres mehr. Ich bin überaus dankbar und überwältigt.
Was hab ich nun von den drei Jahren hier? Mehr Wissen über Heilung und das Übernatürliche? Eine Goldstaubwolke erlebt? Mehr Bibelkenntnis? Lehre über Leiterschaft verinnerlicht?
Ja.
Aber vor allem, und ich meine VOR ALLEM - vor!!! all dem - durfte ich heil werden. Alleine der Ausdruck "heil werden". Ich könnte einfach mal an einem Morgen sagen "heil werden" und den ganzen restlichen Tag darin schwelgen.
Ich wurde heil an dem Tag, als Jesus am Kreuz starb. Fertig. In genau diesem Moment trat ich in den "Raum des Heil seins" (dieses Bild des Raums habe ich von Eric Johnson gestohlen). Nur wusste ich das eine laaaaange Zeit nicht. Die letzten zweieinhalb Jahre durfte ich an einem wundervollen Ort verbringen, und diesen Raum des Heil seins entdecken, ausprobieren, erleben. Jetzt weiss ich so viel mehr, was Jesus für mich getan hat - für jeden Menschen getan hat. Wow!!!
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Weltgeschehen
Freitag, Oktober 26, 2012
Von Luft und Liebe... - es stimmt!
Ich sollte schlafen, aber bin grad so im Schreibfieber. Und da ich auch ein Hungergefühl verspüre, wurde ich erinnert an meine lustige Hungerzeit im März. Lustige Hungerzeit? Das war so:
Im Herbst 2010 begann ich mein First Year an der BSSM. Ich lernte eine andere Schweizerin, C. kennen, und es stellte sich heraus, dass sie jeweils in die gleiche Richtung nach Hause laufen muss wie ich. Also liefen wir ab und zu zusammen heim (45 Minuten). Im Oktober sprach Che Ahn an der Schule und ermutigte uns, RechenschaftspartnerInnen zu haben. Ich wollte das unbedingt, und dachte, C. wäre praktisch, da wir eh immer in dieselbe Richtung laufen oder Velofahren. Sie war einverstanden. Bald waren wir beste Freundinnen. Und bald verliebte sich R., ein Tessiner, in C. C. und ich waren uns einig - R. war definitiv nicht der Typ Mann für sie! Wir beteten, dass er sich anderweitig verlieben würde. Doch das ganze First Year hindurch war der arme R. in C. verliebt. Sommer in der Schweiz. Secondyear.
Kaum hatte das Secondyear begonnen, gestand mir C., dass sich ihr Herz gegenüber R. verändert habe. Sie hatte sich in ihn verliebt. Ich war so schockiert, dass ich minutenlang nicht reden konnte. Ich dachte "nein! nein! nein!". Aber dann checkte ich ihn bewusster aus, und bemerkte, dass er eigentlich ein ziemlich cooler Typ ist. Es dauerte nicht lange, da waren sie am "daten", sprich, sie gingen regelmässig zusammen aus und lernten sich kennen. Kurz vor Weihnachten 2011 wurden sie ein richtiges Paar. Ich war am Anfang ihres Datens etwas deprimiert, weil ich dachte, ich würde meine Freundin nun nicht mehr haben. Tatsächlich sahen wir uns von nun an deutlich weniger. Aber wir begannen Witze darüber zu reissen, dass ich mir ja R.'s Zwillingsbruder G. schnappen könne. Hahaha! Wie lustig das doch wäre! Aber nein, völlig unmöglich. Ich war viel zu alt für ihn. Dennoch schaute ich ihn mir mal auf facebook an. Ich hatte ihn bereits im 1st year mal gesehen und ihm hallo gesagt, aber ihn damals überhaupt nicht interessant gefunden. Nun aber, kurz vor Weihnachten, wusste ich, dass er im Januar nach Redding kommen würde, um seinen Bruder R. zu besuchen. C. und ich beteten mehrere Male über die Weihnachtsferien, dass es zumindest Gelegenheit geben würde für mich, G. kennenzulernen. C. fand nämlich, dass wir super zueinander passen würden.
Als er im Januar ankam, fand ich ihn dann doch süsser, als ich ihn in Erinnerung gehabt hatte. Nach ein paar Tagen war Swiss meeting, und da konnte ich gar nicht mehr aufhören, ihn anzuschauen. Ich positionierte mich so, dass ich für ihn übersetzen konnte.
Die nächste Woche war Konferenz. Und prompt sassen wir jeden Tag nebeneinander!! Und sprachen die ganzen Pausen hindurch. Ich war auch immer zur Stelle, wenn er von irgendwo nach irgendwo gefahren werden musste. In der Zwischenzeit hatte auch R. ihm gesagt, er solle doch mal ein bisschen mit mir reden, denn er, R., denke, dass wir zueinander passen würden. Aber R. und C. hatten NIE zusammen über das gesprochen!!! Sie wiesen unabhängig voneinander auf uns hin.
Ich verliebte mich total in G. Als ich ihn am Sonntagabend zum letzten Mal sah, war ich ein emotionales Chaos. G. flog am Montagmorgen an die Ostküste. Am Montagabend, kaum angekommen, schrieb er mir eine e-mail, er wolle mich gern besser kennen lernen, und zwar in der Absicht, eventuell dann eine Beziehung zu starten.
Wir schrieben ein paar Mails, und schon nach zwei Tagen schrieb er mir, dass er im März wieder nach Redding fliegen würde, um mich (mich! nicht R.!) zu besuchen. Wow! Er meinte es wohl wirklich ernst! Die Woche darauf schenkte mir R. einen kompletten Italienischkurs. Wow!! Sein Bruder meinte es wohl WIRKLICH ernst. Wir begannen zu skypen. Bald skypten wir jeden Tag. Eine Stunde, zwei, drei Stunden.
Im März fuhr ich klopfenden Herzens nach Sacramento an den Flughafen. Auf der Rückfahrt erzählte ich ihm meine ganze chaotische Vergangenheit, denn ich wollte ihm das erzählen, so dass er danach immer noch frei war, das ganze abzubrechen. Aber meine Geschichte änderte für ihn überhaupt nichts. Wir fuhren zusammen mit C. und R. und einer weiteren Freundin an eine Konferenz. Dort, im Hotel, begann der Hunger. Denn wir gingen immer zu fünft essen. Frühstück, Mittag- und Abendessen. Und ich war immer superhungrig, aber sobald ich den ersten Bissen im Magen hatte, aufschaute und G. sah, war bei mir fertig mit Essen. Einfach zu. C. und die andere Freundin wussten davon und schmunzelten immer, während sie fröhlich weiter assen. Nach drei Tagen wurden G. und ich ein Paar.
Fortsetzung folgt...
Im Herbst 2010 begann ich mein First Year an der BSSM. Ich lernte eine andere Schweizerin, C. kennen, und es stellte sich heraus, dass sie jeweils in die gleiche Richtung nach Hause laufen muss wie ich. Also liefen wir ab und zu zusammen heim (45 Minuten). Im Oktober sprach Che Ahn an der Schule und ermutigte uns, RechenschaftspartnerInnen zu haben. Ich wollte das unbedingt, und dachte, C. wäre praktisch, da wir eh immer in dieselbe Richtung laufen oder Velofahren. Sie war einverstanden. Bald waren wir beste Freundinnen. Und bald verliebte sich R., ein Tessiner, in C. C. und ich waren uns einig - R. war definitiv nicht der Typ Mann für sie! Wir beteten, dass er sich anderweitig verlieben würde. Doch das ganze First Year hindurch war der arme R. in C. verliebt. Sommer in der Schweiz. Secondyear.
Kaum hatte das Secondyear begonnen, gestand mir C., dass sich ihr Herz gegenüber R. verändert habe. Sie hatte sich in ihn verliebt. Ich war so schockiert, dass ich minutenlang nicht reden konnte. Ich dachte "nein! nein! nein!". Aber dann checkte ich ihn bewusster aus, und bemerkte, dass er eigentlich ein ziemlich cooler Typ ist. Es dauerte nicht lange, da waren sie am "daten", sprich, sie gingen regelmässig zusammen aus und lernten sich kennen. Kurz vor Weihnachten 2011 wurden sie ein richtiges Paar. Ich war am Anfang ihres Datens etwas deprimiert, weil ich dachte, ich würde meine Freundin nun nicht mehr haben. Tatsächlich sahen wir uns von nun an deutlich weniger. Aber wir begannen Witze darüber zu reissen, dass ich mir ja R.'s Zwillingsbruder G. schnappen könne. Hahaha! Wie lustig das doch wäre! Aber nein, völlig unmöglich. Ich war viel zu alt für ihn. Dennoch schaute ich ihn mir mal auf facebook an. Ich hatte ihn bereits im 1st year mal gesehen und ihm hallo gesagt, aber ihn damals überhaupt nicht interessant gefunden. Nun aber, kurz vor Weihnachten, wusste ich, dass er im Januar nach Redding kommen würde, um seinen Bruder R. zu besuchen. C. und ich beteten mehrere Male über die Weihnachtsferien, dass es zumindest Gelegenheit geben würde für mich, G. kennenzulernen. C. fand nämlich, dass wir super zueinander passen würden.
Als er im Januar ankam, fand ich ihn dann doch süsser, als ich ihn in Erinnerung gehabt hatte. Nach ein paar Tagen war Swiss meeting, und da konnte ich gar nicht mehr aufhören, ihn anzuschauen. Ich positionierte mich so, dass ich für ihn übersetzen konnte.
Die nächste Woche war Konferenz. Und prompt sassen wir jeden Tag nebeneinander!! Und sprachen die ganzen Pausen hindurch. Ich war auch immer zur Stelle, wenn er von irgendwo nach irgendwo gefahren werden musste. In der Zwischenzeit hatte auch R. ihm gesagt, er solle doch mal ein bisschen mit mir reden, denn er, R., denke, dass wir zueinander passen würden. Aber R. und C. hatten NIE zusammen über das gesprochen!!! Sie wiesen unabhängig voneinander auf uns hin.
Ich verliebte mich total in G. Als ich ihn am Sonntagabend zum letzten Mal sah, war ich ein emotionales Chaos. G. flog am Montagmorgen an die Ostküste. Am Montagabend, kaum angekommen, schrieb er mir eine e-mail, er wolle mich gern besser kennen lernen, und zwar in der Absicht, eventuell dann eine Beziehung zu starten.
Wir schrieben ein paar Mails, und schon nach zwei Tagen schrieb er mir, dass er im März wieder nach Redding fliegen würde, um mich (mich! nicht R.!) zu besuchen. Wow! Er meinte es wohl wirklich ernst! Die Woche darauf schenkte mir R. einen kompletten Italienischkurs. Wow!! Sein Bruder meinte es wohl WIRKLICH ernst. Wir begannen zu skypen. Bald skypten wir jeden Tag. Eine Stunde, zwei, drei Stunden.
Im März fuhr ich klopfenden Herzens nach Sacramento an den Flughafen. Auf der Rückfahrt erzählte ich ihm meine ganze chaotische Vergangenheit, denn ich wollte ihm das erzählen, so dass er danach immer noch frei war, das ganze abzubrechen. Aber meine Geschichte änderte für ihn überhaupt nichts. Wir fuhren zusammen mit C. und R. und einer weiteren Freundin an eine Konferenz. Dort, im Hotel, begann der Hunger. Denn wir gingen immer zu fünft essen. Frühstück, Mittag- und Abendessen. Und ich war immer superhungrig, aber sobald ich den ersten Bissen im Magen hatte, aufschaute und G. sah, war bei mir fertig mit Essen. Einfach zu. C. und die andere Freundin wussten davon und schmunzelten immer, während sie fröhlich weiter assen. Nach drei Tagen wurden G. und ich ein Paar.
Fortsetzung folgt...
Montag, Oktober 22, 2012
Promi-Alarm - oder doch ganz normale Menschen?
Auf unserem Flug kürzlich beschlossen wir, nach einer Stunde auf einem kleinen Flugplatz zwischenzulanden. Es gab dort nichts ausser einem kleinen Kühlschrank mit ein paar Dosen Pepsi darin. Wir fragten einen Mann, der auf dem Flughafen herumstand, ob er zufällig in die Stadt fahre und uns mitnehmen könne. Aber er wies uns ab - er hole hier Leute ab, die bald landen würden. Wir gingen also ins Gebäude rein für eine WC-Pause, und plauderten ein wenig mit dem einzigen Angestellten. Der informierte uns, dass in wenigen Minuten die XYZ-Familie landen würde - eine sehr bekannte Familie, die sehr berühmte Hosen erfunden hat. Wir freuten uns über die unvorhergesehene Promi-Überraschung und lungerten vor dem Eingang des Gebäudes herum. Tatsächlich hörte man etwas über Funk, und kurz danach landete ein etwas grösseres Flugzeug als unseres. Ein Mann in Uniform liess die Treppe herunter, unser Mann von vorhin fuhr mit einem grossen Auto neben das Flugzeug, und zusammen trugen die beiden ein paar wenige Koffer und Taschen vom Flugzeug ins Auto. Dann stiegen aus: ein Hund, zwei Frauen und ein Mann. Sie trugen schöne Hosen :-) und führten als erstes den Hund spazieren. Dann mussten die Frauen aufs WC, liefen also an uns vorbei ins Gebäude. Wir plauderten mit dem jungen Mann, und der war wirklich äusserst nett. Wir liessen natürlich niemanden merken, dass wir wussten, wer sie sind.
Anyway. Gestern sprach ich mit einem äusserst tollen Mann, der als Geschäftsmann sehr sehr hart gearbeitet hatte und sehr erfolgreich war. Er erzählte uns davon, dass er, obwohl er das jahrelang immer gemacht habe, gar nicht mehr mit einem Privatflugzeug umherfliegen wolle. Er geniesse es richtig, mal die Erfahrung zu machen, anzustehen. Zum Beispiel im Supermarkt an der Kasse zu warten, oder in der Bank Schlange zu stehen. Das sei ein völlig neues Gefühl, und er geniesse es, so viel langsamer leben zu dürfen.
Das fand ich noch interessant und berührend.
Morgen beginnt die Regenzeit. Das gibt dann auch ein ganz neues Lebensgefühl. Ich freue mich aber - das bedeutet nämlich, dass der Winter schon bald kommt und mit ihm auch der Januar und damit das beste Wiedersehen aller Zeiten!
Anyway. Gestern sprach ich mit einem äusserst tollen Mann, der als Geschäftsmann sehr sehr hart gearbeitet hatte und sehr erfolgreich war. Er erzählte uns davon, dass er, obwohl er das jahrelang immer gemacht habe, gar nicht mehr mit einem Privatflugzeug umherfliegen wolle. Er geniesse es richtig, mal die Erfahrung zu machen, anzustehen. Zum Beispiel im Supermarkt an der Kasse zu warten, oder in der Bank Schlange zu stehen. Das sei ein völlig neues Gefühl, und er geniesse es, so viel langsamer leben zu dürfen.
Das fand ich noch interessant und berührend.
Morgen beginnt die Regenzeit. Das gibt dann auch ein ganz neues Lebensgefühl. Ich freue mich aber - das bedeutet nämlich, dass der Winter schon bald kommt und mit ihm auch der Januar und damit das beste Wiedersehen aller Zeiten!
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Samstag, Oktober 20, 2012
Von Zähnen und im Wind wehenden Mähnen
Wir nähern uns der 1000-Eintrag-Grenze!
Und so wie man 1000 Blogeinträge auch nur erreicht, indem man immer den nächsten Beitrag verfasst, so ist es auch sonst im Leben. Felix, der kürzlich aus der Stratosphäre sprang, sagte, dass er als Jugendlicher nicht wusste, dass er das mal tun würde. Aber er wusste schon immer, dass er fliegen will. Also nahm er immer den nächsten Schritt in Angriff. Wann immer sich ihm eine Gelegenheit ergab, dazuzulernen, oder eine andere Form von Fliegen auszuprobieren, packte er sie beim Schopf.
Und so blickte ich heute Morgen in den Spiegel und sah: Meine Zähne. Und zwar: Die Schaufeln praktisch ganz beieinander. Die untere Zahnreihe nicht mehr wild hinter- und durcheinander, sondern fast perfekt in Reih und Glied. Die beiden Seitenreihen links sind direkt übereinander - fast. ABER: Wenn ich zusammenbeisse, dann passt es noch nicht. Es fühlt sich komisch an, unbefriedigend, ich kann nicht richtig beissen und kauen.
Seit Anfang Februar dieses Jahres trage ich eine Spange. Alle zwei Wochen kommt eine neue Schiene dran, und dann tut es immer am meisten weh. In all den Monaten seit Februar fiel mir nur mehr und mehr auf, dass die Lücke vorne kleiner wurde, und das Beissen schwieriger. Aber ansonsten nahm ich eigentlich nur die mühsamen Begleiterscheinungen der Spange wahr.
Logischerweise gibt es auch hier die Pointe: Durchbrüche sind super - und daneben gibt es auch Umbrüche, deren Effekt nicht weniger toll ist. Aber sie passieren manchmal über so lange Zeit, dass sie einem kaum auffallen. Aber plötzlich stehen Alpen da.
Manchmal ist es auch so: BÄM - Durchbruch: eine Spange auf den Zähnen! Und dann der Prozess der Umsetzung.. das ist der Lebensstil, Gedankenmuster, tägliche Entscheidungen.
Immer wieder geht es auch so: Du schreibst einen Traum auf (ein kleines Flugzeug fliegen - als Pilotin) und denkst dir noch während des Schreibens, ja ja, vielleicht in 25 Jahren mal.. und nichts geschieht, nichts, nichts, nichts, bis 10 Monate später: BÄM:
Und so wie man 1000 Blogeinträge auch nur erreicht, indem man immer den nächsten Beitrag verfasst, so ist es auch sonst im Leben. Felix, der kürzlich aus der Stratosphäre sprang, sagte, dass er als Jugendlicher nicht wusste, dass er das mal tun würde. Aber er wusste schon immer, dass er fliegen will. Also nahm er immer den nächsten Schritt in Angriff. Wann immer sich ihm eine Gelegenheit ergab, dazuzulernen, oder eine andere Form von Fliegen auszuprobieren, packte er sie beim Schopf.
Und so blickte ich heute Morgen in den Spiegel und sah: Meine Zähne. Und zwar: Die Schaufeln praktisch ganz beieinander. Die untere Zahnreihe nicht mehr wild hinter- und durcheinander, sondern fast perfekt in Reih und Glied. Die beiden Seitenreihen links sind direkt übereinander - fast. ABER: Wenn ich zusammenbeisse, dann passt es noch nicht. Es fühlt sich komisch an, unbefriedigend, ich kann nicht richtig beissen und kauen.
Seit Anfang Februar dieses Jahres trage ich eine Spange. Alle zwei Wochen kommt eine neue Schiene dran, und dann tut es immer am meisten weh. In all den Monaten seit Februar fiel mir nur mehr und mehr auf, dass die Lücke vorne kleiner wurde, und das Beissen schwieriger. Aber ansonsten nahm ich eigentlich nur die mühsamen Begleiterscheinungen der Spange wahr.
Logischerweise gibt es auch hier die Pointe: Durchbrüche sind super - und daneben gibt es auch Umbrüche, deren Effekt nicht weniger toll ist. Aber sie passieren manchmal über so lange Zeit, dass sie einem kaum auffallen. Aber plötzlich stehen Alpen da.
Manchmal ist es auch so: BÄM - Durchbruch: eine Spange auf den Zähnen! Und dann der Prozess der Umsetzung.. das ist der Lebensstil, Gedankenmuster, tägliche Entscheidungen.
Immer wieder geht es auch so: Du schreibst einen Traum auf (ein kleines Flugzeug fliegen - als Pilotin) und denkst dir noch während des Schreibens, ja ja, vielleicht in 25 Jahren mal.. und nichts geschieht, nichts, nichts, nichts, bis 10 Monate später: BÄM:
Sonntag, Oktober 14, 2012
Beziehungen, lernen, lernen, lernen und staunen
Es sind allgemein intensive Zeiten für mich. Natürlich vermisse ich Gianni, jeden Tag, immer. Zuerst spielte ich mit dem Gedanken, das Vermissen einfach unterdrücken zu versuchen... indem ich beschäftigt bin mit anderen Sachen. Aber dann las ich weiter im "The gift of imperfection" von Dr.Brené Brown, und lernte, dass wenn man negative Gefühle betäubt (mit facebook, Alkohol, Filmeschauen,....), dass dann auch die positiven Gefühle betäubt werden. Dass man dann auch weniger fähig ist, die positiven Gefühle wie z.B. Liebe oder Freude in ihrer Fülle wahrzunehmen. Sie schlägt vor, dass man, anstatt negative Gefühle zu betäuben, sich in sie "hineinlehnt". Das sage ich mir jetzt immer. Leaning into the pain. Und es wäre ja sowieso besorgniserregend, wenn ich ihn nicht vermissen würde.
Anyway, auch sonst. Die ganze Zeit kommt irgendwas hoch, besonders was Beziehungen angeht. Ich, die ich viele viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, mir Unabhängigkeit gross auf die Fahne schrieb, finde mich plötzlich ÜBERALL in Beziehungen. In meinem Zimmer wohnt noch jemand anderes. Im Zimmer gegenüber nochmals zwei. Meine Mentorin hat noch 5 weitere Interns. Ich habe einen Verlobten und bin eine Verlobte. Die Swissmeetings sind Familientreffen. Dann die Beziehungen in die Schweiz, über skype. Beziehungen nach Polen. Beziehungen zu lieben Menschen hier. Und ich lerne, lerne, lerne. Lerne, lerne, lerne. Manchmal verhalte ich mich nicht richtig, und manchmal sogar ziemlich pubertär. Leute um mich herum benutzen "brave communication": Sie sprechen Dinge an, liebevoll, aber ehrlich. Ich werde konfrontiert. Und es ist ein sicherer Ort hier; ich darf Sachen auf den Grund gehen, Wurzeln ausgraben und ausheilen.
Und dann sagt mir Gott, das sei eigentlich der Hauptgrund, warum ich nochmal hier bin. Um noch mehr "whole", ganzheitlich gesund zu werden.
Kaum weiss ich das, bekommt auch die "Nebensache", mein Praktikum, wieder solch eine Wendung, dass es trotzdem die Hauptsache ist, auch wenn mein Herz die Hauptsache ist. Kann nicht auch alles Hauptsache sein?
Plötzlich finde ich, die ich doch schon immer die Welt verändern wollte, mich wieder in einem Treffen von drei Leuten, die alle dazu angestellt sind, die Welt zu verändern. Einer hat mit seinem ca. 20-köpfigen Team einen 40-Jahresplan ausgearbeitet, mit dem global players ihr Wissen und ihre Erfahrung zugänglich machen, und mit dem hunderttausende bis zu Millionen von Leuten sich vernetzen können. Unglaublich. Nächste Woche trifft er sich mit jemandem aus dem engsten Wahlkampfteam des US-Präsidenten. Ein anderer aus dem Treffen hat einen Zehnjahresplan ausgearbeitet, wie eine ganze Generation von Menschen wieder aktiv träumen kann, also wirklich ihre Träume Realität werden lassen kann. -----dass es überhaupt so ein Treffen gibt! Und dass ich Teil davon sein durfte! Wow! Ich denke, ich werde in 40 Jahren mal auf dieses Treffen zurückschauen und staunen.
Daneben Hochzeitsplanung! Und Lesen, lesen, lesen. Es kam auch, wie es kommen musste: Ich habe mir schon ein neues Buch gekauft (ich habe noch X weitere in der Warteliste....). Es ist ein DISC Training Workbook. So kann ich noch mehr lernen, wie und warum Leute reagieren und leben.
Anyway, auch sonst. Die ganze Zeit kommt irgendwas hoch, besonders was Beziehungen angeht. Ich, die ich viele viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, mir Unabhängigkeit gross auf die Fahne schrieb, finde mich plötzlich ÜBERALL in Beziehungen. In meinem Zimmer wohnt noch jemand anderes. Im Zimmer gegenüber nochmals zwei. Meine Mentorin hat noch 5 weitere Interns. Ich habe einen Verlobten und bin eine Verlobte. Die Swissmeetings sind Familientreffen. Dann die Beziehungen in die Schweiz, über skype. Beziehungen nach Polen. Beziehungen zu lieben Menschen hier. Und ich lerne, lerne, lerne. Lerne, lerne, lerne. Manchmal verhalte ich mich nicht richtig, und manchmal sogar ziemlich pubertär. Leute um mich herum benutzen "brave communication": Sie sprechen Dinge an, liebevoll, aber ehrlich. Ich werde konfrontiert. Und es ist ein sicherer Ort hier; ich darf Sachen auf den Grund gehen, Wurzeln ausgraben und ausheilen.
Und dann sagt mir Gott, das sei eigentlich der Hauptgrund, warum ich nochmal hier bin. Um noch mehr "whole", ganzheitlich gesund zu werden.
Kaum weiss ich das, bekommt auch die "Nebensache", mein Praktikum, wieder solch eine Wendung, dass es trotzdem die Hauptsache ist, auch wenn mein Herz die Hauptsache ist. Kann nicht auch alles Hauptsache sein?
Plötzlich finde ich, die ich doch schon immer die Welt verändern wollte, mich wieder in einem Treffen von drei Leuten, die alle dazu angestellt sind, die Welt zu verändern. Einer hat mit seinem ca. 20-köpfigen Team einen 40-Jahresplan ausgearbeitet, mit dem global players ihr Wissen und ihre Erfahrung zugänglich machen, und mit dem hunderttausende bis zu Millionen von Leuten sich vernetzen können. Unglaublich. Nächste Woche trifft er sich mit jemandem aus dem engsten Wahlkampfteam des US-Präsidenten. Ein anderer aus dem Treffen hat einen Zehnjahresplan ausgearbeitet, wie eine ganze Generation von Menschen wieder aktiv träumen kann, also wirklich ihre Träume Realität werden lassen kann. -----dass es überhaupt so ein Treffen gibt! Und dass ich Teil davon sein durfte! Wow! Ich denke, ich werde in 40 Jahren mal auf dieses Treffen zurückschauen und staunen.
Daneben Hochzeitsplanung! Und Lesen, lesen, lesen. Es kam auch, wie es kommen musste: Ich habe mir schon ein neues Buch gekauft (ich habe noch X weitere in der Warteliste....). Es ist ein DISC Training Workbook. So kann ich noch mehr lernen, wie und warum Leute reagieren und leben.
Mittwoch, September 12, 2012
Draussen schlafen
Das ging so: Um 22 Uhr zügeln meine Mitbewohnerin und ich unsere Matratzen auf den Balkon. Noch immer ist es warm, wahrscheinlich über 20 Grad. Man sieht die Sundial Bridge durch die Äste des Baumes leuchten, links und rechts davon die Lichter der Stadt, oben sind Sterne auszumachen. Unten lärmt eine riesen Lüftungsanlage. Die Nachbarin sitzt auf ihrem Balkon in der Sitzhängematte und liest.
Gegen 22.30 Uhr schlafen wir ein. Die Lüftung hat aufgehört zu lärmen. Plötzlich erwache ich, weil eine Frau hysterisch schreit. Sie regt sich unendlich über irgendetwas wegen Auto und 20 Minuten und anderen Leuten auf. Zwischendurch antwortet eine ruhige Männerstimme: "Ich hab's im Griff, Schatz, ich werde mit ihnen reden", "Ich will nicht, dass das zu einer grossen Beziehungssache wird, Honey", etc. Unsere Nachbarn. Ich schaue auf die Uhr: 2.30h. Und gehe mal aufs WC. Als ich zurückkomme, ist die Frau ruhig, und der Mann telefoniert mit einer Mietautofirma, aber das nächste jetzt verfügbare Auto ist am Flughafen Los Angeles. Der Mann bedankt sich trotzdem höflich, und raucht eine Zigarette. Meine Mitbewohnerin und ich rauchen passiv mit.
Als es tagt, erwache ich wieder. Direkt über mir ist trotz der Dämmerung der grosse Wagen und der Mond. Minutenlang starre ich in den Himmel, bevor ich wieder einschlafe. Dann erwache ich wieder, weil Rauch im Hals kratzt. Der Nordwind ist aufgekommen und hat wieder Waldbrandrauch hergeblasen. Ich bin froh, als es 7 Uhr ist, und ich aufstehen kann für die Schule. Trotzdem war es wunderschön.
Gegen 22.30 Uhr schlafen wir ein. Die Lüftung hat aufgehört zu lärmen. Plötzlich erwache ich, weil eine Frau hysterisch schreit. Sie regt sich unendlich über irgendetwas wegen Auto und 20 Minuten und anderen Leuten auf. Zwischendurch antwortet eine ruhige Männerstimme: "Ich hab's im Griff, Schatz, ich werde mit ihnen reden", "Ich will nicht, dass das zu einer grossen Beziehungssache wird, Honey", etc. Unsere Nachbarn. Ich schaue auf die Uhr: 2.30h. Und gehe mal aufs WC. Als ich zurückkomme, ist die Frau ruhig, und der Mann telefoniert mit einer Mietautofirma, aber das nächste jetzt verfügbare Auto ist am Flughafen Los Angeles. Der Mann bedankt sich trotzdem höflich, und raucht eine Zigarette. Meine Mitbewohnerin und ich rauchen passiv mit.
Als es tagt, erwache ich wieder. Direkt über mir ist trotz der Dämmerung der grosse Wagen und der Mond. Minutenlang starre ich in den Himmel, bevor ich wieder einschlafe. Dann erwache ich wieder, weil Rauch im Hals kratzt. Der Nordwind ist aufgekommen und hat wieder Waldbrandrauch hergeblasen. Ich bin froh, als es 7 Uhr ist, und ich aufstehen kann für die Schule. Trotzdem war es wunderschön.
Donnerstag, August 23, 2012
Anekdoten im Sturmwind
Als ich nach 10 Stunden Arbeit total erschöpft am Tisch sass - ahhh!!! sitzen!!! - und meine Arbeitsstunden notierte, verabschiedeten sich die zwei letzten Gäste. Da die Frau einen eingegipsten Arm hatte, wünschte ich ihr noch gute Besserung. Ihr Mann antwortete: "Ja, zum Glück hat sie nicht vier ?????? (unverständliches Wort)". Ich: "Entschuldigung?" - Er: "Zum Glück hat sie nicht vier ????? (unverständliches Wort)" - Ich: "zum Glück hat sie nicht vier WAS??" - Er: "zum Glück hat sie nicht vier ????? (unverständliches Wort)" - meine Arbeitskollegin und ich beide: "Aha! Ja genau!" *lächeln*lächeln*lächeln*. Kaum waren die beiden draussen, sagte ich zu meiner Kollegin: "was hat er gesagt?" und sie: "KEINE Ahnung!!". Hahahahaha! Einfach lächeln und "aha ja"...
Dann raste ich auf meinem Slalomboard durch die Strassen (Sturmwind im Rücken), als ich plötzlich ein Hupen aus dem Kanal hörte. Ich sah, dass dort schon ein älteres Paar runterschaute. Ich schloss mich ihnen an, und die Hupe war ein schwarzer Schwan. Aus den Medien bin ich bereits bestens informiert, dass solche Schwäne nicht erlaubt sind in der Schweiz. Also fragte ich das Paar: "Sind die Schwarzen nicht illegal in der Schweiz?" ..........
Letzte Nacht war ich im tiefstmöglichen Tiefschlaf, als es plötzlich von draussen schrie: "BITTEEEE!!!! POLIZEI!!!!!! SCHNELLL!!!!!!!". Ich sprang aus dem Bett zum Fenster, das Handy in der Hand, und riss die Store rauf. Unten beim Kanal waren zwei Männer am kämpfen, bzw. einer verprügelte den andern, der ständig schrie: "Bitte!! Polizei!!!!". Mein Herz klopfte bis zum Hals, mir war schwindlig, meine Hand, die versuchte, die Nummer der Polizei einzutippen, zitterte. Ich rief laut "hey!!" raus, und schaffte es beim besten Willen nicht, 117 zu wählen. Die Männer waren inzwischen um die Hausecke verschwunden. Ich lief auf die andere Seite der Wohnung, konnte sie aber nicht mehr sehen, jedoch immer noch hören. Dafür war unten ein dritter Mann, der mit der Polizei telefonierte.... danach konnte ich zweieinhalb Stunden nicht mehr einschlafen....
Gute Nacht!
Sonntag, August 19, 2012
Heim-ab
Noch zwei Wochen Schweiz. Seit zwei Jahren schon lebe ich immer irgendwo in einem Zwischenraum. Man richtet sich nicht wirklich ein, lebt zur Untermiete, ist temporaer angestellt. Wenn ich Honig kaufen will, rechne ich zuerst aus, ob es sich noch lohnt - kann ich ihn bis zur Abreise aufessen? Will ich Kleider kaufen, sehe ich wieder davon ab, weil ich bereits an den vollen Koffer denke, mit dem ich bald wieder zum Flughafen gehen werde. Spontan Freundinnen in der Nachbarstadt treffen? Aehm nein, ich spare Geld..
Dasselbe in Redding.. es ist mein Zuhause, aber auch nicht. Ich fuehle mich daheim, aber es ist nicht Heimat. Temporaer, voruebergehend, fuer eine Zeit.
Unzaehlige Male habe ich diesen Sommer gesagt: "Wenn ich dann mal wieder richtig hier lebe, sollte ich das oefters tun / werde ich dem nachgehen / das machen / kann ich wieder ein Sozialleben fuehren / etc.". Vielleicht ist diese Haltung nur die zweitbeste. Vielleicht sollte ich ueberall und immer so leben, als waere es richtig und fuer immer. Aber dann tut der Abschied noch mehr weh.
Es waren die zwei besten Jahre meines Lebens, und das dritte wird mich garantiert nicht enttaeuschen. Trotzdem ist dann mal gut mit dem aus dem Koffer leben, mit dem Wochenaufenthalterin sein, mit dem so halb hier und dann wieder weg.
Dasselbe in Redding.. es ist mein Zuhause, aber auch nicht. Ich fuehle mich daheim, aber es ist nicht Heimat. Temporaer, voruebergehend, fuer eine Zeit.
Unzaehlige Male habe ich diesen Sommer gesagt: "Wenn ich dann mal wieder richtig hier lebe, sollte ich das oefters tun / werde ich dem nachgehen / das machen / kann ich wieder ein Sozialleben fuehren / etc.". Vielleicht ist diese Haltung nur die zweitbeste. Vielleicht sollte ich ueberall und immer so leben, als waere es richtig und fuer immer. Aber dann tut der Abschied noch mehr weh.
Es waren die zwei besten Jahre meines Lebens, und das dritte wird mich garantiert nicht enttaeuschen. Trotzdem ist dann mal gut mit dem aus dem Koffer leben, mit dem Wochenaufenthalterin sein, mit dem so halb hier und dann wieder weg.
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Freitag, August 17, 2012
Ein verrückter Tag, unplugged
Es gibt sie doch, die verrückten Tage. Zuerst träume ich, dass ich am Steuer eines Autos sitze und manövrieren will, aber ich kriege den Rückwärtsgang nicht rein, weil es kompliziert ist, und als ich wieder in den ersten Gang schalten will, bricht der Schalthebel ab. All dies, während auf der engen Strasse sich die Autos hinter mir stauen. So einen Traum interpretiere ich am besten gar nicht erst...
Dann, Mittagsservice bei um die 30 Grad. 25 Gäste sind normal am Mittag, wir haben 39. Gerade, als wir ca. 25 Leute durch haben und eine 10er Gruppe servieren wollen, ist plötzlich der Strom weg. Und es sind nicht die Sicherungen. Aber alles ist aus: In der Küche der Ofen, der Steamer, die Kühlschränke, Gefriertruhen - alles aus. Bei uns vorne die Kaffeemaschine, die Abwaschmaschine, alle Kühlschränke - aus. Die fensterlosen Toiletten - dunkel. Der Keller, in dem grad unser wichtigster Weinlieferant harassenweise Wein liefert - stockdunkel. Die Nachbarin kommt angerannt. Ob bei uns auch der Strom aus sei. Wir wollen der Stromversorgung telefonieren. Aber das Telefon ist auch aus. Auf Internet nachschauen? Geht auch nicht. Haha! Also per Handy der Auskunft anrufen, mit dem Pikettdienst der Energiewerke verbunden werden, aber dort ist besetzt. Inzwischen müssen wir aber weitermachen, die Gäste draussen im sonnigen Garten wollen trotzdem essen und trinken und zahlen. Wir improvisieren. Der Koch kocht auf dem Gasherd alles, was sonst im Ofen wäre. Wir verkaufen den Gästen Glace, weil die schmilzt ja nur.... Irgendwann rufen wir mal die Polizei an, und die sagt uns, es sei in der ganzen Stadt so. Das Geschirr türmt sich überall.... und dann ist der Strom plötzlich wieder da. Musik, Summen von Maschinen, Licht.
Es war irgendwie noch schön.....
Noch nicht erwähnt sind die verschiedensten komischen Gäste, die allesamt HEUTE zu uns kamen. Irgendeiner, der irgendjemanden sucht und uns fragt, ob wir uns denn WIRKLICH nicht erinnern können, dass ein Mann die Kreditkartenquittung mit dem Namen V. unterschrieben habe. Er müsse doch bestimmt schon mal hier gegessen habe, oder zumindest etwas getrunken. Der Mann lässt sich nicht abwimmeln, aber wir bleiben auch im grössten Stress freundlich. Ein anderer bestellt ein Sorbet, und ich erkläre ihm freundlich, dass die Küche inzwischen geschlossen sei, aber ich könne ihm sehr gerne ein eingekauftes, also nicht hausgemachtes Sorbet bringen. Er lässt mich nicht ausreden: Es sei ihm egal, irgend ein hundsgewöhliches Sorbet einfach. Also gut, ich bringe es, und da haut er mit der Faust auf den Tisch und herrscht mich an, das sei imfall kein Sorbet. Ein Sorbet serviere man im hohen Glas und mit Alkohol obendrüber. Seine Frau, vis-à-vis, sagt mir gleichzeitig pausenlos "ist schon gut, es ist schon gut, kein Problem". Mir tut der Mann leid, und ich bin extra freundlich zu ihm, von ganzem Herzen. Am Schluss frage ich ihn, ob das Sorbet gut war, und er bejaht. Uff. Dann kommen Gäste, die schon gestern Abend hier waren, und fragen mich, ob ich denn nie müde sei? Ähm, ja, schon, ich hätte auch schon seit einer halben Stunde Feierabend, aber könne wohl noch eine Weile nicht gehen.....
Anyway. Ich liebe meinen Job nach wie vor sehr sehr sehr. Noch zwei Wochen....
Dann, Mittagsservice bei um die 30 Grad. 25 Gäste sind normal am Mittag, wir haben 39. Gerade, als wir ca. 25 Leute durch haben und eine 10er Gruppe servieren wollen, ist plötzlich der Strom weg. Und es sind nicht die Sicherungen. Aber alles ist aus: In der Küche der Ofen, der Steamer, die Kühlschränke, Gefriertruhen - alles aus. Bei uns vorne die Kaffeemaschine, die Abwaschmaschine, alle Kühlschränke - aus. Die fensterlosen Toiletten - dunkel. Der Keller, in dem grad unser wichtigster Weinlieferant harassenweise Wein liefert - stockdunkel. Die Nachbarin kommt angerannt. Ob bei uns auch der Strom aus sei. Wir wollen der Stromversorgung telefonieren. Aber das Telefon ist auch aus. Auf Internet nachschauen? Geht auch nicht. Haha! Also per Handy der Auskunft anrufen, mit dem Pikettdienst der Energiewerke verbunden werden, aber dort ist besetzt. Inzwischen müssen wir aber weitermachen, die Gäste draussen im sonnigen Garten wollen trotzdem essen und trinken und zahlen. Wir improvisieren. Der Koch kocht auf dem Gasherd alles, was sonst im Ofen wäre. Wir verkaufen den Gästen Glace, weil die schmilzt ja nur.... Irgendwann rufen wir mal die Polizei an, und die sagt uns, es sei in der ganzen Stadt so. Das Geschirr türmt sich überall.... und dann ist der Strom plötzlich wieder da. Musik, Summen von Maschinen, Licht.
Es war irgendwie noch schön.....
Noch nicht erwähnt sind die verschiedensten komischen Gäste, die allesamt HEUTE zu uns kamen. Irgendeiner, der irgendjemanden sucht und uns fragt, ob wir uns denn WIRKLICH nicht erinnern können, dass ein Mann die Kreditkartenquittung mit dem Namen V. unterschrieben habe. Er müsse doch bestimmt schon mal hier gegessen habe, oder zumindest etwas getrunken. Der Mann lässt sich nicht abwimmeln, aber wir bleiben auch im grössten Stress freundlich. Ein anderer bestellt ein Sorbet, und ich erkläre ihm freundlich, dass die Küche inzwischen geschlossen sei, aber ich könne ihm sehr gerne ein eingekauftes, also nicht hausgemachtes Sorbet bringen. Er lässt mich nicht ausreden: Es sei ihm egal, irgend ein hundsgewöhliches Sorbet einfach. Also gut, ich bringe es, und da haut er mit der Faust auf den Tisch und herrscht mich an, das sei imfall kein Sorbet. Ein Sorbet serviere man im hohen Glas und mit Alkohol obendrüber. Seine Frau, vis-à-vis, sagt mir gleichzeitig pausenlos "ist schon gut, es ist schon gut, kein Problem". Mir tut der Mann leid, und ich bin extra freundlich zu ihm, von ganzem Herzen. Am Schluss frage ich ihn, ob das Sorbet gut war, und er bejaht. Uff. Dann kommen Gäste, die schon gestern Abend hier waren, und fragen mich, ob ich denn nie müde sei? Ähm, ja, schon, ich hätte auch schon seit einer halben Stunde Feierabend, aber könne wohl noch eine Weile nicht gehen.....
Anyway. Ich liebe meinen Job nach wie vor sehr sehr sehr. Noch zwei Wochen....
Sonntag, August 05, 2012
Arbeit um der Freude Willen, Freude um der Arbeit Willen
Gestern, als ich 12h arbeitete (passend zu diesem Beitrag), rief ein Freund unseres Restaurants an - er brauchte Hilfe, weil er zusammengebrochen war. Jemand von uns fuhr sofort zu ihm, und er wurde ins Spital eingeliefert, wo sie ihn grad über Nacht behielten. Vermutlich passierte es wegen Stress und Überarbeitung. In letzter Zeit begegnen mir immer wieder Menschen, die ein Burnout haben, nicht mehr zur Ruhe finden, überarbeitet sind und kaum mehr funktionieren können.
Warum? überarbeitet man sich so schnell? Ich verstehe es nicht. Natürlich gibt es tausend Gründe. Es gibt einem Anerkennung, man wird gebraucht, hat Erfolg. Man ist abgelenkt von sich selbst, von Verletzungen, Fragen, Hunger. Ist es, wie Karl Kraus schrieb: "...where man is dying of spiritual starvation though feeling no spiritual hunger..." ? Dann halte ich es lieber mit Misty Edwards: "Happy am I to live a hungry life".
Anyway, das sind einfach ein paar Gedanken, und ausserdem tief empfundene Dankbarkeit, dass ich diesen Sommer zwar 100 Prozent arbeiten möchte um des Geldes Willen, aber nur 70% bekommen habe. Danke, danke, danke!!! Gott schuf uns doch nicht, damit wir alle mit 40 ein Burnout haben.
Die 12 Stunden Arbeit gestern waren zum Glück auch lustig: Unzählige Cocktails machen, im plötzlich und überraschend einsetzenden Regen Zelte über den Gästen aufstellen, da wir 60 Gäste hatten, aber nur 30 Plätze drinnen. Um 2 Uhr morgens die DJ-Technik abbauen, ebenfalls im Regen. I love my life.
Warum? überarbeitet man sich so schnell? Ich verstehe es nicht. Natürlich gibt es tausend Gründe. Es gibt einem Anerkennung, man wird gebraucht, hat Erfolg. Man ist abgelenkt von sich selbst, von Verletzungen, Fragen, Hunger. Ist es, wie Karl Kraus schrieb: "...where man is dying of spiritual starvation though feeling no spiritual hunger..." ? Dann halte ich es lieber mit Misty Edwards: "Happy am I to live a hungry life".
Anyway, das sind einfach ein paar Gedanken, und ausserdem tief empfundene Dankbarkeit, dass ich diesen Sommer zwar 100 Prozent arbeiten möchte um des Geldes Willen, aber nur 70% bekommen habe. Danke, danke, danke!!! Gott schuf uns doch nicht, damit wir alle mit 40 ein Burnout haben.
Die 12 Stunden Arbeit gestern waren zum Glück auch lustig: Unzählige Cocktails machen, im plötzlich und überraschend einsetzenden Regen Zelte über den Gästen aufstellen, da wir 60 Gäste hatten, aber nur 30 Plätze drinnen. Um 2 Uhr morgens die DJ-Technik abbauen, ebenfalls im Regen. I love my life.
Donnerstag, Juli 26, 2012
Die kleinen Freuds und Leids des Morgens
Freud:
Am Morgen erwachen, auf die Uhr schauen, und merken, dass ich problemlos weiterschlafen darf.
Beim Frühstück Kaffee einschenken, wenn ich Kaffee einschenke.
Leid:
Am Morgen erwachen, auf die Uhr schauen, und merken, dass der Wecker in 2min oder 20min läuten wird.
Beim Frühstück Kaffee einschenken wollen, und merken, dass die Kaffeekanne schon leer geworden ist.
Am Morgen erwachen, auf die Uhr schauen, und merken, dass ich problemlos weiterschlafen darf.
Beim Frühstück Kaffee einschenken, wenn ich Kaffee einschenke.
Leid:
Am Morgen erwachen, auf die Uhr schauen, und merken, dass der Wecker in 2min oder 20min läuten wird.
Beim Frühstück Kaffee einschenken wollen, und merken, dass die Kaffeekanne schon leer geworden ist.
Mittwoch, Juli 04, 2012
Arbeitstag mit Schicksalen...
Haha, ich hatte ja bereits Angst, zuwenig arbeiten zu können. Jetzt kann ich mich der Arbeit kaum erwehren.
Gestern Abend reservierte jemand telefonisch ein Zimmer. Später checkte das Paar dann bei mir ein. Sie hatten Mühe, zu reden und zu laufen, schienen auf Drogen zu sein.. Die Frau war schwanger, und zwar schon im 8.Monat. Heute Morgen arbeitete ich wieder. Beim Frühstück schilderten sie mir ihre Probleme - das Baby, keine wirkliche Wohnung, immer nur eine Wohnmöglichkeit für ein paar Tage, zwischendurch Hotel,... sie wankten, fielen zeitweise fast um, und aus dem (rauchfreien) Zimmer stank es nach Rauch... Sie bezahlten (uff) und reisten ab. Meine Chefin und ich gingen schnurstracks ins Zimmer. Intensiver Rauchgestank, und ein Brandloch im Duvet, und in die Matraze hinein! Glück, dass das Haus über Nacht nicht abgebrannt ist...!!! Die zwei sind davon, den Schaden tragen wir. Die nächsten Gäste, die ich ein paar Stunden danach eincheckte, wollten verständlicherweise nicht in dieses Zimmer; es stank noch zu sehr. Zum Glück hatte ich grad noch ein freies Zimmer, das wir zwar normalerweise 80.- teurer vermieten, weil es so viel grösser ist... Hmmm.. was macht man da? Es ist einfach nur traurig... schissdroge.
Gestern Abend reservierte jemand telefonisch ein Zimmer. Später checkte das Paar dann bei mir ein. Sie hatten Mühe, zu reden und zu laufen, schienen auf Drogen zu sein.. Die Frau war schwanger, und zwar schon im 8.Monat. Heute Morgen arbeitete ich wieder. Beim Frühstück schilderten sie mir ihre Probleme - das Baby, keine wirkliche Wohnung, immer nur eine Wohnmöglichkeit für ein paar Tage, zwischendurch Hotel,... sie wankten, fielen zeitweise fast um, und aus dem (rauchfreien) Zimmer stank es nach Rauch... Sie bezahlten (uff) und reisten ab. Meine Chefin und ich gingen schnurstracks ins Zimmer. Intensiver Rauchgestank, und ein Brandloch im Duvet, und in die Matraze hinein! Glück, dass das Haus über Nacht nicht abgebrannt ist...!!! Die zwei sind davon, den Schaden tragen wir. Die nächsten Gäste, die ich ein paar Stunden danach eincheckte, wollten verständlicherweise nicht in dieses Zimmer; es stank noch zu sehr. Zum Glück hatte ich grad noch ein freies Zimmer, das wir zwar normalerweise 80.- teurer vermieten, weil es so viel grösser ist... Hmmm.. was macht man da? Es ist einfach nur traurig... schissdroge.
Montag, Mai 21, 2012
Annular Solar Eclipse, NorCal May '12
Heute war es soweit!! Es gab ja tatsächlich Menschen, denen die Sonnenfinsternis egal war, und die drinnen blieben. Mir unverständlich. Ich freute mich schon seit drei Wochen! Man sieht ja sowas normalerweise nur einmal im Leben. 1999 fuhr meine Schulklasse extra nach Stuttgart, nur um dort unter einem wolkenverhangenen Himmel zu stehen. Die Dunkelheit war dennoch eindrücklich. Heute war es keine totale Sonnenfinsternis, und es ist unglaublich, wie hell und warm es noch ist, mit nur 4% Sonnenlicht. Ich hatte eine spezielle Brille, um die Sonne anschauen zu können, und hielt sie für Fotos vor die Kameralinse:
Sonntag, März 04, 2012
5.- geben und ermutigt sein, als hätte man 500.- bekommen!
Eine kleine Geschichte vom heutigen Outreach! Wir brachten wie jeden Samstag frisch gekochtes, köstliches Essen in den Stadtpark, wo es um die 50 Obdachlose hat. Es kamen 58 Leute (drei davon kleine Kinder...) und wir hatten Essen für genau 60 Leute! Yes!
Well, ein Mann fragte, ob es Zwiebeln im Essen habe. Wir sagten, wir wissen es nicht, aber es könnte gut sein. Er zeigte auf seinen Hals, wo er eine rundliche Narbe hatte, und sagte, das letzte Mal als er in die Nähe von Zwiebeln kam, musste der Notarzt ihm ein Loch in die Luftröhre stechen..... und so ging er mit leerem Teller weg. Ich fand das sehr schade und wollte ihm 5.- geben, so dass er sich etwas ohne Zwiebeln kaufen konnte. Zuerst musste ich aber über den ganzen Platz laufen, um den Autoschlüssel zu holen, damit ich an mein Geld kam.
Dann suchte ich Joseph, diesen jungen Mann. Ich sagte ihm, er solle sich etwas zwiebelfreies kaufen gehen, und gab ihm die 5.- Dollar. AUGENBLICKLICH drehte er sich zu seinem Kollegen um und rief: "Ich hab dir gesagt dass es funktioniert!!!" - und dann wendet er sich wieder mir zu und berichtet: "Gerade SOEBEN habe ich zu Jeshua gebetet, dass er mir jemanden schickt, der mir 5 Dollar gibt, damit ich mir eine Pizza kaufen kann!!". hahaha!!!
Ich gab ihm dann schlussendlich mehr, damit es sicher reicht, aber lustig, dass er für 5.- gebetet hatte und ich ihm eine 5-er Note entgegenstreckte, in derselben Minute. Hahaha. Und hätte ich nicht noch den Autoschlüssel so weit weg holen müssen, wäre ich dem Gebet zuvorgekommen und dann wäre es nicht halb so lustig gewesen. Ich liebe solche Geschichten!!
Well, ein Mann fragte, ob es Zwiebeln im Essen habe. Wir sagten, wir wissen es nicht, aber es könnte gut sein. Er zeigte auf seinen Hals, wo er eine rundliche Narbe hatte, und sagte, das letzte Mal als er in die Nähe von Zwiebeln kam, musste der Notarzt ihm ein Loch in die Luftröhre stechen..... und so ging er mit leerem Teller weg. Ich fand das sehr schade und wollte ihm 5.- geben, so dass er sich etwas ohne Zwiebeln kaufen konnte. Zuerst musste ich aber über den ganzen Platz laufen, um den Autoschlüssel zu holen, damit ich an mein Geld kam.
Dann suchte ich Joseph, diesen jungen Mann. Ich sagte ihm, er solle sich etwas zwiebelfreies kaufen gehen, und gab ihm die 5.- Dollar. AUGENBLICKLICH drehte er sich zu seinem Kollegen um und rief: "Ich hab dir gesagt dass es funktioniert!!!" - und dann wendet er sich wieder mir zu und berichtet: "Gerade SOEBEN habe ich zu Jeshua gebetet, dass er mir jemanden schickt, der mir 5 Dollar gibt, damit ich mir eine Pizza kaufen kann!!". hahaha!!!
Ich gab ihm dann schlussendlich mehr, damit es sicher reicht, aber lustig, dass er für 5.- gebetet hatte und ich ihm eine 5-er Note entgegenstreckte, in derselben Minute. Hahaha. Und hätte ich nicht noch den Autoschlüssel so weit weg holen müssen, wäre ich dem Gebet zuvorgekommen und dann wäre es nicht halb so lustig gewesen. Ich liebe solche Geschichten!!
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Sonntag, Januar 29, 2012
Dream big and you'll have a Dreamcenter
Oh my goodness! I love and miss LA! Wir waren ziemlich genau 24 Stunden dort... etwas, was ich eigentlich nie machen würde. Es war intensiv aber gut!
Ankunft am Freitagabend, 21 Uhr. Keine Ahnung, wo schlafen, keine Ahnung, wie in die Stadt reinkommen. Taxi undenkbar, Shuttle auch teuer, und öV? Niemand kann uns helfen. Wir nehmen einen Shuttlebus zur Autovermietung und fragen den Busfahrer nach der Metro. Er antwortet, er sei früher Busfahrer gewesen für die öffentlichen Busse!! Perfekt. So laufen wir mitten im Nirgendwo durch die Dunkelheit und warten auf einen Bus. Im Bus sind wir die einzigen Weissen. Beim Umsteigen müssen wir fast eine Stunde auf den nächsten Bus warten. Wir haben keinen blassen Schimmer, wo wir sind. Mit uns warten zwei Afroamerikaner. Nach wenigen Minuten sind wir alle fünf am beten :-) Mein Begleiter hat das Gefühl, er solle einem der Männer ein bisschen Geld geben. Als er das tut, weint der Mann fast: Soeben habe er die einzigen 4 Cents, die er noch besass, ins Opfer der Kirche gegeben!! Er hatte kein Essen mehr zuhause. Jetzt kann er Essen kaufen gehen. ....wir fahren mit den beiden eine weitere Stunde durch LA; der eine der beiden predigt uns nonstop zu und zwischendurch lässt er ein prophetisches Wort über uns fallen, das voll zutrifft.
Um halb 2 haben wir noch nichts zum Schlafen gefunden. Wir sind mitten in Hollywood. Um uns herum sind halbnackte, betrunkene junge Frauen, ganze Gruppen rappender Jungs, und zwischendurch brausen Polizeiautos heran, Polizisten stürmen an uns vorbei und verhaften eine ganze Gruppe Jugendlicher. Es fahren keine Busse mehr und hier hat es nur teure Hotels. Schliesslich nehmen wir halt so eines.. Um 7 Uhr laufen wir los, 20 Minuten zur nächsten Bushaltestelle. Dann fahren wir 25 Minuten auf dem Sunset Boulevard und laufen zum Dreamcenter. Wir treffen einen der Hauptleiter dort, 24-jährig. Er kam als 17-jähriger direkt vom Jugendgefängnis dorthin, mit Drogenproblemen. Dort lernte er Jesus kennen, und heute leitet er das Programm "Adopt-a-block". Jeden Mittwoch und Samstag fahren mehrere Busse in die ganze Stadt, um Essen zu verteilen und den Menschen praktisch zu dienen. Am Sonntag können Leute aus allen armen Stadtteilen für Frühstück, Gottesdienst und Mittagessen zum Dreamcenter fahren; sie werden mit den Bussen abgeholt. Täglich fahren Busse zum "Skid Row" und verteilen um die 300 Mahlzeiten. Im Dreamcenter selbst leben Hunderte von Familien und alleinerziehenden Müttern, die sonst obdachlos wären. Ausserdem leben dort Dutzende von Männern und Frauen, die einen Drogenentzug und Rehabilitation machen, sowie Teenager für dasselbe. 40% der Angestellten sind Absolventen von so einen Programm! Ich traf mehrere Gruppen- und EinsatzleiterInnen Anfang 20, die als Jugendliche in so ein Programm kamen und die heute komplett verändert sind.
Fotos: Oben das Dreamcenter-Hauptgebäude, unten die Sicht vom Dach des Dreamcenters, auf LA und im Vordergrund die Busse des Centers.
Wir liefen den ganzen Tag bei allem möglichen mit, sprachen in Long Beach, einer der ärmsten Gegenden von Los Angeles, mit Leuten, die dort wohnen. Ich unterhielt mich lange mit einer 29-jährigen Frau, die eine fast zweijährige Tochter bei sich hatte. Vor wenigen Wochen wurde sie obdachlos, weil ihr bei ihrem Job Stunden gekürzt wurden. Sie wohnt jetzt auch im Dreamcenter und spart Geld, um Sozialarbeit studieren zu können.
Wir trafen uns mit allen möglichen Leiterinnen und Leitern, um herauszufinden, wie sie das alles machen. Wir wollen hier in Redding unsere Outreach-Sachen auf ein neues Level bringen. Vielleicht bin ich nächstes Jahr ein Teil davon.
Das Dreamcenter hat eine unglaubliche Geschichte!!! Unglaublich!!!!!!!! Es begann klein, mit einem grossen Traum, und wurde schnell riesig und wird ständig grösser. Wo immer ein Bedürfnis auftaucht, wird sofort gehandelt, auch wenn es zuerst unmöglich aussieht. Sie sind extrem treu und sehr exzellent in dem, was sie tun, und bekommen bei Gott und der Stadt viel Gunst.
Die Haustür von Aimee Semple McPherson!
Ankunft am Freitagabend, 21 Uhr. Keine Ahnung, wo schlafen, keine Ahnung, wie in die Stadt reinkommen. Taxi undenkbar, Shuttle auch teuer, und öV? Niemand kann uns helfen. Wir nehmen einen Shuttlebus zur Autovermietung und fragen den Busfahrer nach der Metro. Er antwortet, er sei früher Busfahrer gewesen für die öffentlichen Busse!! Perfekt. So laufen wir mitten im Nirgendwo durch die Dunkelheit und warten auf einen Bus. Im Bus sind wir die einzigen Weissen. Beim Umsteigen müssen wir fast eine Stunde auf den nächsten Bus warten. Wir haben keinen blassen Schimmer, wo wir sind. Mit uns warten zwei Afroamerikaner. Nach wenigen Minuten sind wir alle fünf am beten :-) Mein Begleiter hat das Gefühl, er solle einem der Männer ein bisschen Geld geben. Als er das tut, weint der Mann fast: Soeben habe er die einzigen 4 Cents, die er noch besass, ins Opfer der Kirche gegeben!! Er hatte kein Essen mehr zuhause. Jetzt kann er Essen kaufen gehen. ....wir fahren mit den beiden eine weitere Stunde durch LA; der eine der beiden predigt uns nonstop zu und zwischendurch lässt er ein prophetisches Wort über uns fallen, das voll zutrifft.
Um halb 2 haben wir noch nichts zum Schlafen gefunden. Wir sind mitten in Hollywood. Um uns herum sind halbnackte, betrunkene junge Frauen, ganze Gruppen rappender Jungs, und zwischendurch brausen Polizeiautos heran, Polizisten stürmen an uns vorbei und verhaften eine ganze Gruppe Jugendlicher. Es fahren keine Busse mehr und hier hat es nur teure Hotels. Schliesslich nehmen wir halt so eines.. Um 7 Uhr laufen wir los, 20 Minuten zur nächsten Bushaltestelle. Dann fahren wir 25 Minuten auf dem Sunset Boulevard und laufen zum Dreamcenter. Wir treffen einen der Hauptleiter dort, 24-jährig. Er kam als 17-jähriger direkt vom Jugendgefängnis dorthin, mit Drogenproblemen. Dort lernte er Jesus kennen, und heute leitet er das Programm "Adopt-a-block". Jeden Mittwoch und Samstag fahren mehrere Busse in die ganze Stadt, um Essen zu verteilen und den Menschen praktisch zu dienen. Am Sonntag können Leute aus allen armen Stadtteilen für Frühstück, Gottesdienst und Mittagessen zum Dreamcenter fahren; sie werden mit den Bussen abgeholt. Täglich fahren Busse zum "Skid Row" und verteilen um die 300 Mahlzeiten. Im Dreamcenter selbst leben Hunderte von Familien und alleinerziehenden Müttern, die sonst obdachlos wären. Ausserdem leben dort Dutzende von Männern und Frauen, die einen Drogenentzug und Rehabilitation machen, sowie Teenager für dasselbe. 40% der Angestellten sind Absolventen von so einen Programm! Ich traf mehrere Gruppen- und EinsatzleiterInnen Anfang 20, die als Jugendliche in so ein Programm kamen und die heute komplett verändert sind.
Wir liefen den ganzen Tag bei allem möglichen mit, sprachen in Long Beach, einer der ärmsten Gegenden von Los Angeles, mit Leuten, die dort wohnen. Ich unterhielt mich lange mit einer 29-jährigen Frau, die eine fast zweijährige Tochter bei sich hatte. Vor wenigen Wochen wurde sie obdachlos, weil ihr bei ihrem Job Stunden gekürzt wurden. Sie wohnt jetzt auch im Dreamcenter und spart Geld, um Sozialarbeit studieren zu können.
Wir trafen uns mit allen möglichen Leiterinnen und Leitern, um herauszufinden, wie sie das alles machen. Wir wollen hier in Redding unsere Outreach-Sachen auf ein neues Level bringen. Vielleicht bin ich nächstes Jahr ein Teil davon.
Das Dreamcenter hat eine unglaubliche Geschichte!!! Unglaublich!!!!!!!! Es begann klein, mit einem grossen Traum, und wurde schnell riesig und wird ständig grösser. Wo immer ein Bedürfnis auftaucht, wird sofort gehandelt, auch wenn es zuerst unmöglich aussieht. Sie sind extrem treu und sehr exzellent in dem, was sie tun, und bekommen bei Gott und der Stadt viel Gunst.
Die Haustür von Aimee Semple McPherson!
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Freitag, Januar 20, 2012
Wieder ein Toter weniger!
Was für ein Tag! Was für Tage!! Wir haben Randy Clark Healingschool. Dort war ich ja vor zwei Jahren, als ich Ernestyna besuchte. Item, am Anfang der Konferenz gab es eine Zeit, wo wir alle dazu aufgerufen wurden, Gott unsere Wünsche und Erwartungen für die nächsten 72 Stunden mitzuteilen. Ich hatte ein paar Sachen. Und guess what... alle wurden übertroffen! Ja, ich lernte wieder mal viel über Heilung. Ich lernte auch sonst viel. Zum Beispiel: Du kannst nicht kontrollieren, ob die Person für die du betest, geheilt wird. Aber du kannst kontrollieren, ob sie sich anschliessend geliebt fühlt (Randy Clark).
Und ich hatte eine super Zeit mit den Leuten dort, mit Besuchern und Besucherinnen. Zum Beispiel mein Pastor aus Bern und seine Frau und Tochter. Und hier ist das, was gestern passierte:
Kurz bevor die Abendsession beginnt, fragt mich die Verantwortliche des "Testimony Table", ob ich für sie Zeugnisse entgegennehmen kann, bis sie zurück ist. Sie muss dringend jemanden suchen. Also setze ich mich hin und versuche, den Computer zum Laufen zu bringen. Es geht nicht, also arbeite ich mit Stift und Papier. Eine Frau aus El Salvador kommt und erzählt, sie hätte die letzten Jahre fehlender Knorpel in beiden Knien gehabt und deshalb immer Schmerzen beim aufstehen und knien. Nach einem Gebet gestern sei alles wieder 100% tiptop. Ich schreibe auf, und grad als ich fertig bin, kommt eine andere Frau zum Tisch. Sie schaut auf ihr iPhone und sagt: "Gerade hat mir mein Mann eine sms geschrieben. Er schreibt: ‘Ich ging gerade zum Mini Mart. Auf dem Parkplatz hörte ich eine Frau schreien. Ich lief hinüber und sie war in Panik. Ich befehl der Angst, zu gehen. Dann sah ich auf dem Rücksitz ihres Autos einen toten Mann. Er war tot, kein Puls. Wir riefen eine Ambulanz. Ich legte ihm die Hände auf und befahl im Namen von Jesus, Leben solle zurückkommen. Der Mann atmete tief ein und lebte wieder‘." - - Die Frau war ausser sich! Ich war ausser mir!! Sie konnte kaum reden! Und dann sprudelte es aus ihr heraus: Ihr ganzes Leben lang beten ihr Mann und sie für ihre Stadt, eine Kleinstadt in Kalifornien. Sie geht seit Jahren regelmässig auf den Parkplatz dieses MiniMarts und betet für die Muslime, die den betreiben. Jetzt schaut die Frau mich an und sagt mit Tränen in den Augen: It's real! It's real! God is tangible!
Später, nachdem sie mit ihrem Mann telefoniert hatte, erfuhr ich noch mehr: Der Mann, Randy, hatte die Healingschool auf ibethel.tv mitverfolgt. Nach der Nachmittagssession fuhr er zum MiniMart und blieb im Auto sitzen, weil ihn das Gehörte der Konferenz beschäftigte. Er sagte zu Gott: Gott, bist du wirklich echt? Und das war der Moment, wo er das Schreien hörte. Der tote Mann, John, hatte einen epileptischen Anfall gehabt und war danach gestorben. Und wieder zurückgekommen als Randy betete.
Wir waren alle extrem excited! Natürlich ging das Zeugnis sofort an Bill (inzwischen funktionierte auch der Computer), der unten im Worship war. Der wollte es weiserweise zuerst verifiziert haben, bevor es an der Konferenz erzählt würde. Ich stand ja direkt neben der Frau, als sie mit ihrem Mann telefonierte. Ich sah das sms. Darum dachte ich, ich kann das hier im kleinen Rahmen ja schon mal erzählen.
Wow wow wow!!! Eine Kleinstadt in Kalifornien. Das könnte irgendwo sein. Ich liebe es!
Was sagte Jesus, was seine Nachfolger tun sollen? Keinen Alkohol trinken, nicht Rauchen, nicht vor der Ehe zusammen schlafen. Oder? Ähm oder was steht in meiner Bibel? Heilt die Kranken, reinigt die Leprakranken, treibt Dämonen aus, weckt die Toten auf.
Come on!
Und ich hatte eine super Zeit mit den Leuten dort, mit Besuchern und Besucherinnen. Zum Beispiel mein Pastor aus Bern und seine Frau und Tochter. Und hier ist das, was gestern passierte:
Kurz bevor die Abendsession beginnt, fragt mich die Verantwortliche des "Testimony Table", ob ich für sie Zeugnisse entgegennehmen kann, bis sie zurück ist. Sie muss dringend jemanden suchen. Also setze ich mich hin und versuche, den Computer zum Laufen zu bringen. Es geht nicht, also arbeite ich mit Stift und Papier. Eine Frau aus El Salvador kommt und erzählt, sie hätte die letzten Jahre fehlender Knorpel in beiden Knien gehabt und deshalb immer Schmerzen beim aufstehen und knien. Nach einem Gebet gestern sei alles wieder 100% tiptop. Ich schreibe auf, und grad als ich fertig bin, kommt eine andere Frau zum Tisch. Sie schaut auf ihr iPhone und sagt: "Gerade hat mir mein Mann eine sms geschrieben. Er schreibt: ‘Ich ging gerade zum Mini Mart. Auf dem Parkplatz hörte ich eine Frau schreien. Ich lief hinüber und sie war in Panik. Ich befehl der Angst, zu gehen. Dann sah ich auf dem Rücksitz ihres Autos einen toten Mann. Er war tot, kein Puls. Wir riefen eine Ambulanz. Ich legte ihm die Hände auf und befahl im Namen von Jesus, Leben solle zurückkommen. Der Mann atmete tief ein und lebte wieder‘." - - Die Frau war ausser sich! Ich war ausser mir!! Sie konnte kaum reden! Und dann sprudelte es aus ihr heraus: Ihr ganzes Leben lang beten ihr Mann und sie für ihre Stadt, eine Kleinstadt in Kalifornien. Sie geht seit Jahren regelmässig auf den Parkplatz dieses MiniMarts und betet für die Muslime, die den betreiben. Jetzt schaut die Frau mich an und sagt mit Tränen in den Augen: It's real! It's real! God is tangible!
Später, nachdem sie mit ihrem Mann telefoniert hatte, erfuhr ich noch mehr: Der Mann, Randy, hatte die Healingschool auf ibethel.tv mitverfolgt. Nach der Nachmittagssession fuhr er zum MiniMart und blieb im Auto sitzen, weil ihn das Gehörte der Konferenz beschäftigte. Er sagte zu Gott: Gott, bist du wirklich echt? Und das war der Moment, wo er das Schreien hörte. Der tote Mann, John, hatte einen epileptischen Anfall gehabt und war danach gestorben. Und wieder zurückgekommen als Randy betete.
Wir waren alle extrem excited! Natürlich ging das Zeugnis sofort an Bill (inzwischen funktionierte auch der Computer), der unten im Worship war. Der wollte es weiserweise zuerst verifiziert haben, bevor es an der Konferenz erzählt würde. Ich stand ja direkt neben der Frau, als sie mit ihrem Mann telefonierte. Ich sah das sms. Darum dachte ich, ich kann das hier im kleinen Rahmen ja schon mal erzählen.
Wow wow wow!!! Eine Kleinstadt in Kalifornien. Das könnte irgendwo sein. Ich liebe es!
Was sagte Jesus, was seine Nachfolger tun sollen? Keinen Alkohol trinken, nicht Rauchen, nicht vor der Ehe zusammen schlafen. Oder? Ähm oder was steht in meiner Bibel? Heilt die Kranken, reinigt die Leprakranken, treibt Dämonen aus, weckt die Toten auf.
Come on!
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