Dienstag, Juli 28, 2009

2001-2009

Ende Juli 2001 fuhr ich zum ersten Mal ans Freakstock.. das war glaubich auch das einzige Jahr, wo ich nicht mitgearbeitet hab?! Egal, ich freu mich sowieso wie ein kleines Kind, jetzt wieder gepackt zu haben und in 15 Stunden loszufahren!

Au revoir!

Montag, Juli 27, 2009

Statement einer Serviceangestellten und einer, die gern lebt

In wenigen Tagen wird es einen Monat her sein, seit man im Kanton Bern in Restaurants etc. nicht mehr rauchen darf.

Ich liebe es, zu rauchen. Ah, dieses Ritual, eine Zigarette zu drehen, den noch feuchten Tabak zwischen den Fingern zu haben, der erste Zug: Ziehen, Rauch behalten, und wieder ausatmen.

Gleichzeitig finde ich das Rauchen etwas vom Schlimmsten. Im Zug kurz vor dem Einfahrt in einen Bahnhof hinter Menschen stehen, die die Zigi schon zwischen den Lippen haben und das Feuerzeug in der Hand, die aus der Tür stürzen und sich sofort die Zigi anzünden. Mit Raucherinnen und Rauchern an einer Hochzeit sein, und dann den halben Abend allein am Tisch sitzen, weil alle draussen am rauchen sind. Menschen kennen und sehr sehr gern haben, und wissen, dass sie bald sterben werden, weil das Gift unzähliger Zigaretten ihren Körper kaputtgemacht hat (das ist das Schlimmste. Ich sollte keine RaucherInnen mögen - es tut zu fest weh, später). Menschen kennen, die nicht genug Geld haben, um mit dem Bus in die Stadt fahren zu können oder um sich Gemüse zu kaufen, aber die alles, was sie haben, einem riesigen Nikotinkonzern opfern.

Es gibt kein Rauchverbot. Jede und jeder darf immer noch rauchen, so oft sie oder er will. Erst seit knapp einem Monat muss man dazu von einem Restauranttisch aufstehen und die paar Schritte nach draussen machen.

Seit knapp einem Monat bin ich nicht mehr gezwungen, drei- oder viermal pro Woche während 7-9 Stunden mitzurauchen.

Ein Journalist schrieb mal "Wenn sich einer in einem geschlossenen Raum, wo sich noch andere Menschen befinden, eine Zigarette anzündet, dann handelt er so, als ob er mit ausgestrecktem Mittelfinger einen Raum betreten würde". Think about it.

Freitag, Juli 24, 2009

Ich will auch Alphirtin sein





Auf dem Holzfeuerherd kochen, auf der offenen Wiese "duschen", Tagwacht um 06.30 Uhr, Rinder zählen (85) auf 2'500müM, am Himmel fast mehr Sterne sehen als Dunkelheit, Textkonzepte erarbeiten, Eier aus dem Hühnerstall holen, auf einem Plumpsklo sitzen das nur hinten und auf den Seiten Wände hat, Holz den Steilhang hochschleppen, Murmeltiere beobachten, sich einen Weg über eine Sumpfwiese suchen.

Ausblick von morgens um halb 7 bis abends nach Sonnenuntergang: Berninapass, Nationalpark, Ofenpass, Italien, Österreich, Flüelapass.

Hin- und Rückweg per Autostop. Auf dem Rückweg (über den Flüelapass) auf einer Raststätte stehen, als ein Auto nebenan auf der Autobahn vorbeirast, abrupt bremst, auf dem Pannenstreifen rückwärts fährt, wegen einem aus der Raststätte herausfahrenden LKWs wieder vorwärts fahren muss, dann wieder rückwärts fährt bis auf die Raststätte und neben mich, und mich dann bis vor meine Haustür fährt.

Mittwoch, Juli 22, 2009

Mit 90'000 Zeichen auf 2'000 Höhenmeter

90'000 Zeichen - die erforderte Textmasse hab ich heute erreicht. Jetzt muss es auch noch gut werden.. Deshalb ziehe ich mich morgen für drei Tage auf eine Alp zurück.
Viva la Grischa!

Montag, Juli 20, 2009

Biel-Tarifa

44 Stunden unterwegs, davon sind 8 Stunden Schlaf...
9 Autos, drei Länder. 2'092 km.

Der Bericht darüber ist jetzt auf cee trampt online.

Donnerstag, Juli 16, 2009

Spanische Wahrheiten

Beim Durchlesen des Notizbuchs, das ich auf meiner Reise dabeihatte, fand ich meine Notizen aus Barcelona. Hier die

"Wahrheiten ohne Anspruch auf Vollständigkeit":

1. Man ist nicht in einer Stadt gewesen, wenn man nicht mit dem Bus gefahren ist.
2. Man ist nicht richtig in einem Land gewesen, wenn man nicht auch einmal in einer Stadt war, welche nicht eine Landesmetropole ist.
3. Man hat nicht richtig gegeben, wenn es einem nichts gekostet hat.
4. Man ist erst in einer richtig touristischen Stadt gewesen, wenn man dort Leute aus dem eigenen Ort getroffen hat. (hat sich bei mir erfüllt in Barcelona)
5. Man fühlt sich erst richtig fremd in einer Stadt, wenn einem dauernd Menschen an Leute erinnern, die man kennt.
6. Man fühlt sich wohl in einer Stadt, wenn plötzlich ein Tag später ist.
7. Man fühlt sich nicht wohl in einer Stadt, wenn dauernd immer noch heute ist.
8. Wenn der Körper kämpft, wird der Geist verwirrt.
9. Wenn die Seele kämpft, wird der Körper verwirrt.
10. Wenn der Geist kämpft, wird die Seele verwirrt.

im Allgemeinen Überhaupt

Bekanntlich sitze ich Tag und Nacht an meinem Text. Wenn ich mich jeweils ausgepresst fühle, vergnüge ich mich mit dem Durchlesen des Geschriebenen und mit Korrekturarbeiten. Wie zum Beispiel bei diesem Satz:

schon diskutieren wir die Korruption in Afrika, das Bankgeheimnis in der Schweiz und die Mentalität der Menschen im Allgemeinen.


Beim Durchlesen bin ich über das im Allgemeinen gestolpert. Im allgemeinen? Im Allgemeinen?
Nach eingehendem Nachdenken und Nach Forschungen im Internet habe ich das Problem so gelöst:

schon diskutieren wir die Korruption in Afrika, das Bankgeheimnis in der Schweiz und die Mentalität der Menschen überhaupt.

Montag, Juli 13, 2009

Sonntag, Juli 12, 2009

Gratis-Abend

Heute Nachmittag musste ich arbeiten, und das ist immer so eine Sache mit den Sonntagnachmittagdiensten. Je nach dem, wieviele Gäste da sind, und je nach spät ankommenden Hotelgästen reicht es mir noch nach Bern in den Gottesdienst, oder eben nicht. Vor ein paar Monaten noch war ich manchmal ganz froh, dass es "leider" nicht mehr reichte. Das hat sich natürlich geändert :-).

Heute wollte ich auch unbedingt wieder in den Gottesdienst. Aber natürlich kamen die letzten Gäste zu spät, und es war auch sonst irgendwie viel zu tun. Jack war so nett, zu warten, bis ich an der Tramp-Stelle eingetroffen war. Als wir die Daumen raushielten, hatte der Gottesdienst bereits seit einer Viertelstunde begonnen. Nach Bern ist es etwa eine halbe Stunde Fahrt.

Niemand nahm uns mit.. Mit jeder Minute, die wir dort standen, drängte sich die Frage, ob sich die Fahrt nach Bern noch lohnt, mehr auf. Aber wir konnten uns doch nicht entschliessen, aufzugeben. Gerade als wir sagten "also, wir warten noch das Auto ab, das da vorne um die Ecke kommt", hielt dieses Auto auch an. Ich war sicher, dass wir nur noch den Schluss der Predigt mitkriegen würden. Aber ausgerechnet heute begann die Predigt erst superspät - 3 Minuten nachdem wir angekommen waren. Dann ergänzte die Predigt auch voll die Sachen, die ich mir heute Morgen aufgeschrieben hatten. Und es war auch eine kurze Predigt - so dass wir beschlossen, es mit zurück-trampen zu versuchen!! (jede Fahrt kostet ja über 7.-)

Wir liefen gemütlich den Hügel in Richtung Autobahnauffahrt Neufeld hoch, und wenn ein Auto vorbeifuhr (alle 3 Minuten eines, oder so, und es war schon 21h30, am eindunkeln) hielten wir unser Biel-Schild auf. Wer sich da ein bisschen auskennt weiss, dass die Wahrscheinlichkeit sehr klein ist, dass jemand um diese Uhrzeit nach Biel fährt. Aber natürlich hatten wir unser Auto, lange bevor wir an der Auffahrt angekommen waren. In Biel setzte uns direkt bei unseren Fahrrädern ab. YES!

PS. Das Thema der heutigen Predigt war übrigens, dass Gott unser Versorger ist (Römer 8.28ff.) (höre Podcast der Vineyard Bern)

Tägliche Mausjagd

Ein normaler Sonntagmorgen:

Ich erwache, liege ein bisschen, strecke mich. Ich höre die Klappe der Katzentüre, anschliessend ein verzweifeltes Fiepen. Oh nein! Wir haben immer noch eine Eidechse in der Küche, die von unserer Katze reingeschleppt wurde und sich dann verstecken konnte. Heute kommt eine Maus in die Opferfamilie. Ich also im Pyjama raus, ins Wohnzimmer. Die Maus rennt im Kreis um die Blumentöpfe herum, der Kater hinterher. Dreimal so rum, dann Richtungswechsel, fünfmal andersrum. Ich klinke mich ins Spiel ein. Der Kater lauert der Maus von links auf, ich auf der anderen Seite. Er will sie töten, ich sie befreien. Leider schnallt die Maus den Unterschied nicht. Ich spreche ihr liebevoll zu. Sie schaut mich aus ihren verängstigten Knopfaugen an, zittert.

etc.
etc.

Eine Stunde später: Die Maus ist hinter einem Möbel verschwunden. Der Kater wartet geduldig vorne dran.
Vermutlich werde ich den Kadaver der Maus heute Abend zusammenputzen dürfen. Die Eidechse liegt sicher auch bald tot irgendwo herum.

Samstag, Juli 11, 2009

Warum die Nadeln im Nähkästchen suchen, wenn es auch Heuhaufen gibt?

Ich bin mir gewohnt, inmitten von Papiertürmen zu wohnen. Schliesslich bin ich eine Schreibende.. Ich finde eigentlich alles ziemlich schnell, ich muss nur die drei Papierberge durchblättern, irgendwo dort drin ist alles. Heute habe ich im Schrank fein säuberlich angeschriebene Schubladen angeschaut und neugierig die geöffnet, die mit "Ausweise, Dokumente" beschriftet ist. Zum Vorschein kamen wundersamerweise Dinge wie: Mein Führerausweis. Mein Arbeitsvertrag. Garantiescheine. Meine Bankunterlagen von früher. Ein Wohnungsvertrag von meiner früheren WG (das Original). Meine Bieler Aufenthaltserlaubnis. Alles Dinge, die ich verloren geglaubt hatte. Sowas passiert, wenn einem Leute beim aufräumen helfen... Ich hab noch nicht ganz gelernt, mich in meiner neuen Ordnung zu bewegen.

Freitag, Juli 10, 2009

Ich sauge mir einen Apfel aus dem gefrorenen Ast

Ich habe kürzlich eine interessante Definition von "Sünde" gelesen:
"Der Versuch, etwas mit Gewalt zu nehmen, was Gott aus Gnade gegeben hätte." Also etwa so, "als würde man versuchen, schon nach zwei und nicht nach neun Monaten ein Baby zur Welt zu bringen: Eine Fehlgeburt wäre die Folge."

(Quelle: John Paul Jackson, "Vermeidbare Verluste im geistlichen Kampf", S.85, Verlag Gottfried Bernard, Solingen 2008)

Wieviele "Fehlgeburten" habe ich schon gehabt in meinem Leben, und hab danach Gott nicht verstanden, anstatt den Grund für die Fehlgeburt zu suchen?

Wenn ich nicht aus der Ruhe heraus agieren kann, muss ich anhalten und wieder den Ort der Ruhe suchen. Gerade dann, wenn dies nicht drinliegt. Erinnert mich daran, wenn ich das nächste Mal in so einer Situation bin.

Überall dort, wo ich ein grosses Bedürfnis nach etwas habe, ist es elementar zu merken, dass ich genau DA zuerst einmal Gottes Nähe brauche, seiner Gegenwart Platz lassen kann, die ist sowieso besser als alles. Und der Rest kommt von selbst. Wer ist der Versorger? Wer ist der Schöpfer? Die Dinge wieder ins rechte Verhältnis rücken.

Montag, Juli 06, 2009

Plaudern mit der Pflege

Es ist sehr spannend, mit zwei Krankenschwestern beim Abendessen zu sitzen. Eine der Pflegefachfrauen arbeitet auf der Intensivstation, die andere in der Anästhesie.
Letzte Woche habe ich in der Zeitung von einem Unfall gelesen. Der Verunfallte landete zuerst bei "meiner" Intensivkrankenschwester. Später wurde sein Hirntod diagnostiziert, so dass er dann bei der anderen, der Anästhesie"schwester" landete, weil ihm die Organe entnommen wurden.

Sowieso höre ich viele Geschichten von der Intensivstation. So viele Leute, die zum Teil schon weit über 80-jährig sind (einer war 101) und deren Körper zum Beispiel völlig vom Krebs zerfressen sind, werden mit modernster und demensprechend teuerster Technik lange an der Grenze zum Tod entlanggeschleift.. hmm.. Aber man muss alles im Bereich des Möglichen tun, wer würde denn sonst die Grenzen festlegen? Und wo?

Ausserdem erfuhr ich, dass ich vor meiner letzten Operation noch Dinge gemacht habe wie zum Beispiel vom Bett auf den Operationstisch umsteigen, mit den AnästhesiepflegerInnen reden, etc. Dabei kann ich mich an NICHTS mehr erinnern. Dies nur, weil sie mir vorher, noch auf der Station, eine kleine Tablette gegeben haben, die mich nicht nur sediert hat, sondern mir auch die Erinnerung "genommen" hat - Dormicum olé. Dafür erinnere ich mich sehr gut, dass ich im Aufwachraum zu einer Krankenschwester gesagt habe "I chönnt bige wi ne Mäidröscher" (Ich könnte essen wie ein Mähdrescher) und dann wieder eingeschlafen bin; Narkose olé!

Samstag, Juli 04, 2009

Nie mehr Apotheke?


Was tut man an einem Samstagabend, nachdem man unverhofft früher von der Arbeit nach Hause durfte? Vielleicht die Apotheke ausmisten? Ich präsentiere hier die schönsten Fundstücke. Im Vordergrund sehen Sie, geehrte Leserin, geehrter Leser, die Kanüle, mit der mir am Willo Freak in Hamburg (vor 7 Jahren??) mein Piercing gestochen wurde. In einer Küche. Yolanda erinnert sich bestimmt!! Hoffentlich finde ich bald die Fotoserie wieder, die diesen Akt des Schmerzes dokumentiert.
Apropos Schmerz: Im Hintergrund ein Fläschchen Novalgin (Metamizolum natricum) und zwei Tramadol.. Von meinem kranken Frühling 2006 weiss ich nicht mehr viel. Aber der Moment, wo plötzlich der Schmerz weggeht - unbeschreiblich... Deshalb träume ich auch davon, dass noch viel viel viel mehr Heilungen passieren. Dass immer mehr Menschen schmerzfrei werden. Hunger ist die Währung des Himmels, habe ich gehört...

PS. Wer meine CD hat - "Troscht für di" wurde dank und unter Tramal aufgenommen. Während der Aufnahme bin ich zweimal eingeschlafen und anschliessend hab ich gekotzt... ai!

Mittwoch, Juli 01, 2009

Auf nach Borgentreich

Guess who's the tramper:
Freakstock wird super!