Donnerstag, Juni 29, 2006

einsiedler in der WG

Hab grad zum zweiten Mal gefrühstückt heute. Meine erste Nacht in der WG war ganz ok, kurz, da ich morgens um 4 mit Georgia zum Flughafen Basel gefahren bin. War um halb 8 zurück, nochmal geschlafen bis -jetzt- geht's los zu Micha, dem frischgeborenen Baby von Christine und Simon!!!

Freitag, Juni 23, 2006

Kurz vor CH-Südkorea

Zuerst möchte ich einen Dank an meine treuen Leserinnen und Leser aussprechen, besonders an Waltraud, Meieli, Sibe und Yolanda! (-: Ihr seid super!
Bin gesund und glücklich wieder gelandet, die Reise war "man hat schon bessere Reisen erlebt". So von wegen immer-wenn-ich-grad-einnicken-kann-niest-meine-nachbarin. Und 4 Flugzeuge mit umsteigen und warten und einchecken usw. War aber auch schön, vorher wusste ich noch nichtmal wo Orte wie "Denver" sind..
Nach meiner Ankunft hab ich zum ersten Mal in meinem Leben in MEINER Dusche geduscht, wenn man die Familiendusche zuhause ausblendet. Ist das nicht einfach herrlich? Morgen werd ich in MEINER Küche zmörgelen!
Wie ich schon geahnt habe, war Gott wieder einmal treuer als mein Glaube gross. Habe ein paar Telefonate gemacht und alle sind bös auf mich, aber ich kann tatsächlich im Juli für 4 Arbeitgeber arbeiten!! Werde sozusagen keine freie Zeit mehr haben und spätestens auf Freakstock tot zusammenbrechen, aber lieber tot und viel Geld als... Moment mal... was sagte ich da grade? Oh... but y'all know what I mean, don't you?

Dienstag, Juni 20, 2006

Mein Heimatort ist sowieso im Kanton Freiburg

Ich räime vo jetzt aa uf züritüütsch. D Stadt Bern hät mer käi Geld geh für e Zeedee ufzneh.
Ach Mann!!!!!!! Nachtschichten, Stunden harter Arbeit von 4 Personen für nichts und wieder nichts und rund 300.- bis 400.- die man für besseres hätte brauchen können, wie Miete oder USA-Reise. Ich ziehe in eine andere Stadt, echt!!!!

Freudig ostwärts

Wie ist denn das nun mit der Liebe? Wird man ein Paar, wenn beide richtig verliebt sind ineinander, oder wenn es von den Umständen her (ähnliche Richtung im Leben) gut passt und man sich -vielleicht deshalb- auch noch gut mag? Gefühle können locker entstehen, Umstände ändern sich eher selten. Andererseits stehen gute Umstände nicht zwingend für gute Beziehung. Letztes Mal hab ich mich vor allem auf meine Verliebtheitsgefühle verlassen (ach ja, und es war Gottes Wille, jaja klar doch...) und es ging definitiv schief aus Gründen, die alle ausser mir schon vorher gesehen hatten (Umstände).
Ich lass mich doch einfach mal überraschen... Mad sagte mir, ich sein ein Oberbünzli, wenn ich sogar meinen Partner zu planen versuche.. (-:

Heute ist mein letzter Tag hier in beautiful California. Warum ich mir hier im Starbucks einen oder zwei abfriere, während es draussen herrlich warm ist, verstehe ich auch jetzt noch nicht.
Meine Reise dauert 22-einhalb Stunden, plus einchecken in San José. Ich reise über San Jose - Denver - Houston - Paris - Zürich und ich fliege durch 9 Zeitzonen. Man sagt, der Jetlag dauert pro Zeitzone einen Tag.. Ich freue mich auf neun Tage Dauermüdigkeit.

Aber noch viel mehr freue ich mich auf einen Schwumm in der Aare, auf meine Freundinnen, auf meine Familie, auf Schweiz-Südkorea (?) in den 3Eidgenossen und vor allem auf ein vernünftiges Bier (-: Ausserdem auf die Jesusfreaks, auf Arbeit, auf das Gurtenfestival, auf wieder-ein-Velo, auf meine neuen WG-Gspänli, auf die erste Nacht in meinem neuen Zuhause, auf musigen mit Elwont und Knackeboul, auf die Vineyard, auf Berndeutsch, auf Französisch, auf nicht-in-Fett-getränktes Essen, auf MEIN Bett, auf mein SM58 und auf den Brief vom Literaturinstitut!

Montag, Juni 19, 2006

Ueber zwei Platten

Father's Day... war heute DAS Thema... Wir haben Freunde meiner Verwandten besucht, wirklich sehr sehr sehr nette Leute! Der Vater hatte einen Schlaganfall, und jetzt kommen oft voellig andere Worte aus ihm heraus, als er eigentlich sagen will. Krass.. Der Sohn studiert an einer "Film-Universitaet" oder sowas.. jedenfalls war es sehr spannend, mit ihm und meinem Cousin ueber Massenverbloedung per TV, Medienkontrolle und staatlich geregeltes Angstmachen zu reden. Wir drei sind zum San Andreas Fault gefahren. Das ist dort, wo zwei Erdplatten zusammenkommen. Beim 'big bang', quasi dem schlimmstmoeglichen Erbeben, koennten die Platten sich dort trennen.... Gluecklicherweise ist nichts passiert, und wir konnten in der Sonne auf dem Weg entlang des Faults spazieren und Pfeffer (!) von den Baeumen pfluecken.
Morgen muss ich noch einiges regeln, wie zum Beispiel "wie bezahle ich meine Parkbusse?" oder "Wo kann ich die frisch gepflueckten Zitronen in mein Gepaeck reinstunggen?". Dienstagmorgen gehts zum San Jose Flughafen. Dann nach Denver, nach 2 Stunden Aufenthalt zum George Bush Airport in Houston. Dort warte ich noch einmal 4 Stunden, bevor es heisst: Auf, der Sonne entgegen!

Samstag, Juni 17, 2006

Isn't he beautiful?!

Komme rot verbrannt aus San Francisco zurueck. Mein lieber Cousin ist heute mit mir zum Flughafen gefahren um das Mietauto abzugeben und hat mich dann in seinem Auto an die absolut schoensten Orte von SF gefahren. I'm telling you, I DO want to come back here! Hab an die 300 Fotos gemacht....
Ein eher unschoenes Erwachen hatte ich heute morgen: "Salome, wake up, you have to drive your car away!" - eh merde!!! Vergass voellig, dass heute Strassenarbeiten sind und man ab 06 Uhr nicht mehr parkieren darf. Sonst wird das Auto abgeschleppt! Wollte das Auto gestern Abend wegstellen, aber im TV lief ein Michael Moore-Film und dann der Colbert Report.. und dann schlief ich friedlich ein... Jedenfalls, bin ich dann immer noch schlafend und im Schlaf-TShirt aus dem Haus gerannt und hab das Auto weggestellt.... irgendwie... Kam relativ glimpflich davon, eine Busse von 36 Bucks.. Nervig, wirklich muehsam aber 4000 mal besser als 1x Abschleppen zu bezahlen...
Schon naht mein letztes Wochenende hier. Freue mich sehr darauf, meine Freunde wiederzusehen, wieder vertraute Umgebung um mich zu haben. Andererseits bin ich voller Angst vor dem was auf mich zukommt. Kriege ich genug Arbeit? Hab ich wieder etwas fuer die Miete? Bin ich jetzt WIRKLICH in die Schule aufgenommen worden? (Hab nur eine e-mail gekriegt und kann es immer noch nicht ganz glauben...). Wie kann ich meine Rechnungen bezahlen? Falle ich wieder in meine Alltagsmuster vor USA zurueck? Komme ich klar mit umziehen, einrichten und einleben?
Naja... jeder Tag hat seine eigenen Sorgen... Und es ist ein riesen Privileg darf ich jetzt hier sein!

Mittwoch, Juni 14, 2006

star*ucks WiFi

Sitze im Starfucks, äh, Starbucks Coffeeshop, eher unfreiwillig.. Obwohl ich ein eigenes Mietauto habe, bin ich tapfer den ganzen Weg inklusive Verirren hierher gelaufen, da ich mich endlich mal wieder etwas bewegen wollte und es hier Internet gibt... Jetzt hat gerade Deutschland-Polen begonnen, will mich schleunigst auf den Weg machen und dem Polen-Sieg zuschauen.. Nichts gegen Deutschland, im Gegenteil, aber da eine äusserst sympatische Polin in meinem engeren Freundeskreis ist, bin ich eher Ostblockorientiert..

be a p.i.m.p. at least once in your life...

Was gibt es schoeneres, als mit einem Mercedes Cabrio bei offenem Dach ueber den interstate highway in den Sonnenuntergang zu brausen? Besonders wenn man von einem huebschen jungen Mann chauffiert wird und dazu lauten Sellout-Punkrock und House hoert? God bless America, aber das war wirklich eine sehr schoene 2-Stunden-Fahrt! Wir froren uns einen ab... in der Schweiz mag es ja jetzt warm sein, aber hier kamen wir nicht auf sommerliche Temperaturen... dafuer hatten wir im Auto -mit dem Dach weg- die Aircondition voll am laufen.. Energieverschwendung pur. Aber da mein Chauffeur und Cousin ab und zu fuer die Mercedes Firma hier Autos hin- und her transferiert, mussten wir dieses Privileg ausnutzen...

Dienstag, Juni 13, 2006

Stanley vs. World Cup

Morgen Dienstag um 09 Uhr frueh kann ich hier Frankreich-Schweiz anschauen... Jetzt laeuft grad Stanley Cup: Carolina gegen die EDMONTON OILERS, fuer die ich natuerlich schreie, da mein Cousin nebst Schweizer und US-Amerikaner auch noch Kanadier ist!!
Sonst bin ich ja nicht so auf Sport aber mit einem kuehlen kanadischen Bierchen und weit weg von der Heimat sage ich natuerlich nicht nein... (-:

Habe 50 Muecken-Stiche auf meinem Koerper gezaehlt...

Sonntag, Juni 11, 2006

Meine Freunde, die Mosquitos

Auf meinem Rücken findet man kaum eine Stelle, die noch weiss ist. Nicht wegen Sonnenbrand, sondern dank den lieben kleinen Tierchen, die sich von Blut ernähren.... Trotz Anti-Brumm en masse und trotz unzähligen Mückenkadavern, die ich gestern von meinen Händen gestreift habe...
Zum Glück gibt es Fenistil und vor drei Minuten hat der Gottesdienst begonnen; bin ich nicht gut, halb neun morgens in der Kirche? Ist gleich im Nachbarraum...

Samstag, Juni 10, 2006

Klondike im Swimmingpool

Unser Campingplatz liegt etwa 15 Minuten Fahrt ausserhalb der Stadt hier. In der Nähe gibt es einen Stausee, Shasta Lake, auf dem Grund des Sees liegen mehrere Dörfer, die in der Goldrauschzeit gegründet wurden und bis zu 5000 Einwohner hatten. Sie waren Geisterstädte, als die Staudamm-Arbeiten begannen. Ein Damm-Arbeiter ging einmal nach Feierabend in eines dieser Dörfer, um ein bisschen herumzulaufen und all die leeren Häuser anzuschauen. Er fand hinter Bar-tresen, unter Treppen und an anderen Orten so viele Goldklümpchen, dass er sich damit zwei Häuser kaufen konnte. Vielleicht gehe ich heute Nachmittag mal tauchen.. Oder im Bach hinter unserem Zelt graben..
Meine Augen sind immer noch nicht gutsichtig. Aber das Gebet an sich war ja schon mal ziemlich krass.... das kann ich hier gar nicht beschreiben..! Vielleicht passiert ja noch was.. Der Prediger gestern hatte mal für eine Frau mit einem handgrossen, offenen (!) Tumor am Fuss gebetet. Nichts passierte. Aber in der darauffolgenden Nacht konnte die Frau nicht schlafen, weil der Tumor schrumpfte. Und schrumpfte. Und schrumpfte.... Bis er ganz weg war!!
Jetzt mal auf zum Campingplatzpool!!!

HeBrews

So heisst die Caféteria der Gemeinde hier, und die haben wireless zugang!!! Wir sind in Redding CA in der Bethel Church. Sie ist schon ziemlich berühmt, weil sehr viele Heilungen und Wunder passieren. Bethel Church, also known as "wonderland"! Ich kam ziemlich genervt, weil hungrig, müde, ungeduscht und musste-im-feierabendverkehr-fahren, kam also ziemlich genervt hier an. Nach 2 Strophen Worship musste ich kapitulieren. Ich sagte Gott "ok Gott, ich weiss du willst mich jetzt berühren, aber ich habe ziemlich Angst davor, denn ich bin so ein schlechter Mensch, dass ich dich gar nicht aushalte". Aber Gott ist super, also hat er mich nicht überfordert, sondern auf eine Art beschenkt, dass ich es gar nicht gemerkt habe. So fromm hab ich wahrscheinlich hier noch nie geschrieben... (-: Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Es wurden heute Abend an diesem Ort die unmöglichsten Krankheiten "aufgerufen", die Betroffenen standen auf, und sehr sehr sehr viele wurden geheilt!!! Ich stand auf, nachdem Ohrenprobleme zum 3.Mal genannt wurde. Ob mein Tinnitus weg ist, weiss ich erst, wenn ich wieder an einem ruhigen Ort bin. Aber ich wäre nicht überrascht. Morgen ist von 9-11 "Healing Room" angesagt. Wäre schön, wenn ich nach meiner Rückkehr den Termin beim Kontaktlinsenmann absagen und meine Brille hier drüben lassen könnte. Mal schauen...
Abgesehen davon war ich schon lange nicht mehr in einem Gottesdienst, wo alle zucken und schreien und lachen und hüpfen und Ausdruckstanz und so... zum Glück berührt mich Gott auf eine andere (=unauffälligere) Weise... (-:
Bevor ich in die Staaten ging, hörte ich u.a., dass ich bestimmt oberfromm zurückkommen werde. Ich komme anders zurück, aber bin kein sündenloserer oder besserer Mensch geworden. In der Schweiz hab ich mir sozusagen nie Zeit genommen, Gott zu geniessen, Gott reden zu lassen oder einfach mal mit ihm zu SEIN. Warum ich jetzt hier bin, weiss ich auch nicht. Es ging alles so schnell, der ganze UNREIFE und UNÜBERLEGTE und eigentlich FALSCHE Enscheid (ich sollte Arbeiten und Geld verdienen, da Pleite!). Aber ganz offensichtlich musste Gott mich aus meinem sorgen- und sonst vollen Alltag reissen, damit er überhaupt auch mal was sagen oder tun kann. Sowas wie hier kann auch in der Schweiz oder sonstwo passieren. Alles was Gott braucht, um wirken zu können, ist der Raum dazu.
jaja, wir wissen es doch eigentlich alle... Dann kommt halt nach Amerika. We are living in America, America, is wundabaa!! (-:

Donnerstag, Juni 08, 2006

Orange frisch ab Baum...

...gab's heute zum Frühstück. Dafür fiel der Beach in's Wasser, er war echt zu kalt, der Pazifikwind. Bin dafür warm eingepackt am Strand laufen gegangen, hab die Surfkünste der Neopren-Burschen analysiert, über Fliegen und Raben philosophiert und ein bisschen gebetet. Was wohl dringend nötig ist in meinem Leben... jedenfalls hat Gott prompt geantwortet, kaum dass ich den ersten Satz beendet hatte...
Nach einem Abstecher in die erste (?) Foursquare-Kirche verschlugs uns an den Strand von Santa Cruz. Vor 23 Jahren und 11 Monaten waren meine Eltern an diesem Ort gewesen, und zwar mit MIR im Bauch meiner Mama!! In Santa Cruz haben wir den berühmten "Felsen der Seelöwen" fotographiert. Er war ziemlich weit draussen im Meer, so dass man die Seelöwen kaum erkennen konnten. Als dann einige plötzlich auf und davonflogen, wurde uns klar, dass wir wohl wegen ein paar Pelikanen auf die Klippen raus geklettert waren... Eine halbe Stunde später fanden wir schliesslich doch noch zwei Seelöwen.
Gestern hab ich zum ersten Mal meinen 25-jährigen Cousin Philipp kennengelernt! Er wird Juli und August nach Europa kommen, vielleicht kommt er auch ans Freakstock! Ist das nicht super, einen fast gleichaltrigen bzw. etwas älteren kalifornischen Cousin zu haben? Ausserdem hat er ein schickes Auto und wird mich in 13 Tagen zum Flughafen fahren (-:

Sonntag, Juni 04, 2006

Where the fuck is Simi Valley????

Am Willow Freak empfahl mir Doug, ein Pastor aus Minnesota, u-n-b-e-d-i-n-g-t in die "The Bridge Community" in Ventura, im Norden L.A.'s, zu gehen. Eine junge Gemeinde mit interaktivem Gottesdienst, wo alle 200-300 Leute im Kreis sitzen. Kurz vor meinem Abflug hab ich im riesen Stress per google diese Kirche gesucht, und unter Dutzenden Bridge Communities eine in L.A., Nähe Ventura gefunden.
Heute sind mein Vater und ich dorthingefahren, er hat extra wegen mir auf den Gottesdienst mit eines seiner Favoriten-Pastors gestrichen. Wir fanden eine Mini-Kirche, vor der etwa 15 Leute mit Durchschnittsalter 50 standen. Sie hiessen uns freundlich-erstaunt willkommen, luden uns ein, auch ein bisschen vom Salat-Buffetchen zu nehmen. Der Pastor fragte uns, was uns zu ihnen führe. Komischerweise wusste er nichts von Doug (Doug sagte mir, der Pastor sei ein Freund von ihm), nichts von interaktiver Kirche. Hmm.. Langsam realisierte ich, dass ich mich wohl ziemlich getäuscht hatte... wir waren in irgendeinem Quartier in irgendeinem Kaff im Simi Valley, etwa 45min von Ventura entfernt. Es waren 15-20 Leute da. Ich war MIT ABSTAND die jüngste. Es gab keine Möglichkeit zu entkommen - wir waren sozusagen schon in die Familie aufgenommen und von freundlichen Gemeindemitgliedern umringt. In mir weinte ich, kochte ich, verprügelte ich mich.
Stand nach meinem Salat konsterniert vor dem Kirchchen, als mich ein Mann begrüsste. Es war der Gastprediger, und mit ihm zu reden war äusserst interessant. Sehr sogar. Ein Familientherapeut, Pastor, und erfolgreicher Schriftsteller!! Mein Vater und ich redeten mit ihm, bis der Gottesdienst schon begonnen hatte. Beim Hineingehen nahm er ein Buch vom Büchertisch und schenkte es mir. Dann der Worship. Ich fiel einfach fast um; erwartet hätte ich eine alte Jungfer am Klavier, es spielte eine 7-köpfige Band auf einem Niveau, von dem sich manche 500-er Gemeinde eine Scheibe abschneiden sollte. Und richtig coole Lieder!! Die Predigt war auch super, es ging um Sommerferien und war v.a. an Eltern mit Kindern gerichtet, sehr praktisch, lebensnah, locker aber mit ein paar Punkten, die sich alle merken sollten. Natürlich wurde die Attraktion des Jahres, mein Vater und ich, noch vom Gemeindepastor erwähnt. Nach dem GD lernten wir einen messianischen Rabbi kennen, der bereits in den Niederlanden, in Deutschland, der Schweiz, Japan, Israel und in den USA gelebt hatte und alle diese Sprachen beherrschte. ("Are you really from Switzerland? Grüess Gott!"). Dann zwei Frauen, eine interessanter als die andere, beide waren auch schon in der Schweiz unterwegs gewesen.
Krass... wir wurden echt von Gott dahingeschickt, denn mein Vater suchte schon lange nach einem Typ wie diesem Familientherapeut, als "Inspiration" für seinen Kollegen.
Echt geil... Gott führt... Gott verwöhnt... Gott überrascht...!

Samstag, Juni 03, 2006

VaKi-talk

Es gab doch immer diese MuKi (MutterKind) und VaKi (VaterKind) - Turnen früher... Jetzt bin ich ja dauernd mit meinem Vater zusammen. Gemeinsame Zeit mit ihm kam unendlich selten vor, seit ich vor 3 Jahren ausgezogen bin. Ist schon spannend, wie ähnlich wir uns sind, was so passiert, wenn ich mit meinen Macken und Persönlichkeitsstörungen (oder so) auf ihn treffe, der das vor 20-30 Jahren auch so kannte wie ich jetzt... Ich lerne sehr viel von ihm und es ist ein RIIIIIESEN PRIVILEG, darf ich Zeit haben, um so was zu erleben. Ich bin so viel so hart mit ihm. Weiss alles besser. Vielleicht war es auch nur, weil ich praktisch nichts geschlafen habe...
Ich erzählte ihm von meinem Ablehnungs-Syndrom, worauf er antwortete, dass das in unserer Familie, also alle Wieland's, praktisch alle haben... Wir könnten beim nächsten Familientreffen (mein Vater hatte 12 Geschwister, die bis auf 2 alle Kinder und Kindeskinder haben) mal eine 3-wöchige-Gruppentherapie machen... (-:

wireless is more

Sitze in Hollywood in einem geilen Hotel im Gang am Boden. Hier ist das Signal für wireless am Besten!
Am Donnerstag Morgen um 6 Uhr sind mein Vater und ich in Houston aufgebrochen. In San Antonio besuchten wir kurz Kia's Bruder und seinen Stiefsohn, dann gings nonstop durch die Steppe. Immer der mexikanischen Grenze zu, El Paso, dann der Grenze und dem Rio Grande entlang bis Arizona. In Arizona, um Mitternacht, mussten wir 4 Stunden Pause machen und in der Hitze etwas schlafen. Dann weiter bis Kalifornien. Morgens um 6 Uhr, 24 Stunden nach dem Start, tankten wir zum 3.mal. Das war krass: Wir bogen auf den Platz zur Tankstelle, es war so dunkel dass wir nicht sahen, ob wir nun auf den Asphalt fuhren oder daneben auf's Feld. Während mein Vater tankte, ging ich auf's Klo. Als ich rauskam, war es so hell wie um 10 Uhr vormittags!
Dann fuhr ich weiter, und bald einmal ging die Steppe immer mehr in richtige Wüste über. Und plötzlich nur noch Sand, Dünen!! Ich kam mir vor wie in Afrika!! Immer noch Mexiko in Sichtweite, Grenzpatrouillen. Dann kamen Berge, krasse Berge, nur RIESIGE STEINHAUFEN!!! Lauter riesen Steine und Felsbrocken aufeinander, durch die eine Passstrasse-Autobahn führte. Um 10 Uhr vormittags Ankunft in San Diego. Um 11 weiter nach Los Angeles, gegen 3 einchecken in unserem jungen, freakigen Hotel.
Dieses Wochenende besuchen wir etwa 4 Gemeinden. Am Montag Death Valley und das Pärklein mit den grossen Bäumen. Dann nach San Francisco und San José, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben meinen "kalifornischen" Onkel, seine Frau und meinen Cousin kennenlernen werde.