Donnerstag, Januar 31, 2008

Es gibt sie noch, die Wunder!

Wundersame, menschlich nicht erklärbare Vermehrung von Gütern!

Hier sieht man mein Hab und Gut:Und mein Zimmer ist immer noch voll! 2 Stunden bevor der Zügelbus kommt und keine Kisten mehr:

Ich glaub ich geh in den Wald spazieren. (und meine Mutter sollte dasselbe tun)

Ungewollte, zum Beispiel: Fragen



Müsste nicht jedes Schreiben ein Schreiben über das Nichtgesagte sein? Über das Nichtbekannte? Über die Gewalt der Mächtigen über die Ohnmächtigen? Müsste nicht Kunst sagen, was alle anderen Medien nicht sagen können? Müsste nicht Kunst mit dem Herz sehen? Müssten nicht Worte aufgeschrieben werden, die Tote nicht mehr sagen können, oder Eingesperrte? Müsste Schreiben nicht über Wichtigeres schreiben sein?

Wie müsste Leben im Hochsicherheitstrakt Europa aussehen, um Leben zu sein und nicht Töten?

Mittwoch, Januar 30, 2008

Kräfte hier und da und dort

am Besten alles fortschmeissen und nie mehr wieder etwas behalten. Bis zum nächsten Mal.

Schlitteln oberhalb Sedrun (und jetzt Muskelkater blaue Flecken aber glücklich)

Was ist hier falsch?

Wandern auf den Üetliberg mit 360° Panoramablick; wovon circa 270° mit Alpen und Jura gefüllt sind, der Rest mit Züri und See. (jetzt noch mehr Muskelkater aber noch glücklicher)

Donnerstag, Januar 24, 2008

Endlich Vordergrundmusik




Morgen ist es soweit! Am Freitag, 25. Januar 2008 kommt endlich das zweite Album von Knackeboul in die Läden. Kauft es! Wenns jemandem nicht gefällt, dem oder der kauf ichs ab! Ich hab nämlich schon eins und brauch keins mehr.

Man kann es zum Beispiel hier kaufen bzw. reinhören oder auch hier kaufen oder hier geht auch, aber am Besten natürlich im Plattenladen um die Ecke.

Dienstag, Januar 22, 2008

viu vor mir vor viu

Der nächste Waldspaziergang folgt bestimmt. Aber im Moment hab ich keine Zeit für sowas. Habe nämlich gerade einen Brief geschrieben, aus dem ich hier exklusiv einige Zeilen zitiere:

"I've been reading a lot lately. About injustice, poverty, refugees, education, economy, power, torture, media, war. History. Society. I need several lives. I want to become a doctor, a pastor, a politician, a writer, a director, a famous rapper, a minister, a mother, a wife, a fighter, a scientist, a farmer, a traveller, a philosoph, a hostel director. I'll be 25 soon. I better start now.... But most of all I want to have TIME."

Anscheinend hab ich ein Uhrengeschäft geerbt und alle Uhren ticken und ticken und ticken und ticken. Um mit einem Zitat von Greis (? oder war es Baze?) abzuschliessen:

"I ha no viu vor. -- I ha no viu vor mir -- Viu meh aus die vor mir."

Dienstag, Januar 15, 2008

Kleine Waldgeschichte. -Auszüge; Teil 2

Kapitel 3: Was weiter geschah
Das Sirren war regelmässig wie von einer Maschine, pulsierend wie die Bewegung des Ozeans zwei Meter unter der Wasseroberfläche, heiss dampfend wie ein Vulkan, obwohl ich noch nie einen Vulkan aus der Nähe gesehen hatte, ja, noch nicht mal aus der Ferne. Ein Dampfen und Blitzen drang durch die vor mir stehenden Bäume hindurch zu mir. Und wie ich weiterging, keuchend, blutend, schwitzend, vernahm ich plötzlich in all dem Lärm wieder das Zirpen, welches ursprünglich durch den Wald zu mir gedrungen war. Es war ein liebliches Geräusch. Es war mehr ein Singen denn ein Zirpen, ich fühlte mich zurückversetzt in meine Kindheit, in der ich oft mitten in einer Wiese gesessen war, in der rings um mich unzähliche Grillen gezirpt hatten jeden Abend. Und dann wurde der Dampf lichter, drangen Lichtstrahlen von oben durch den Dampf zu mir, es waren Sonnenstrahlen, wie ich sie noch nie gesehen hatte. Ein singendes Zirpen umgab mich, es pulsierte in meinen Adern anstelle von Blut, es war in meinen Lungenbläschen anstelle von Luft, es war in meinem Kopf, ich hörte es singen und zirpen unter meinen Zehennägeln, fühlte es singen auf der ganzen Fläche meiner Kopfhaut, das Singen und Zirpen war überall, es gab nichts anderes mehr, ich selbst war ein vibrierendes Singen und Zirpen geworden. Um mich herum standen keine Bäume mehr, obwohl da noch Bäume zu sehen waren. Aber auch sie zirpten, pulsierten im Rhythmus des Dampfes, der nun nur noch zu erahnen war. Und als ich selbst ein Zirpen geworden war, sah ich mich angekommen an der Quelle davon: Vor mir lag ein Becken, und das Becken war gefüllt mit einer dampfenden Flüssigkeit, welche in einer welligen Aufruhr war und zeitweise überschwappte. Daher also der Dampf, dachte ich, nein, ich zirpte den Gedanken. Hier musste die Welt entstanden sein, durchfuhr es mich plötzlich mit einem hellen Klirren wie von unzähligen Glöckchen. Ich sah keine Engel, ich schien vielmehr allein zu sein und überhaupt der erste Mensch, der je an diesem Ort war. Ich war mir unschlüssig, ob ich meine Hand in die Flüssigkeit tauchen sollte. Also blieb ich noch eine Weile dort stehen, ich schätze, dass es gegen drei Tage und drei Nächte gewesen sein mussten. Allerdings gab es dort weder Tag noch Nacht, es gab nur den Dampf und diese Sonnenstrahlen, die dadurch hindurch drangen zu mir und mich wärmten mit einer zirpenden Wärme. Vielleicht war dies das Paradies, dachte ich eine Weile. Eine andere Weile lang dachte ich, dass dies vielleicht ein nuklearer Reaktor war, aber dann müsste es mehr Sicherheitsmassnahmen geben, wie einen Zaun darum herum, und das hatte es nicht. Also dachte ich auch einmal kurz daran, dass das Becken vielleicht eine Vision war von einer zukünftigen Energiequelle. Denn das Becken war voll von einer Energie, dass es nur so zirpte und klirrte, so sehr, wie ich es sonst noch nirgends vergleichbar erlebt hatte. Es gab auch Momente, in denen ich mir nicht sicher war, ob ich nicht auch schon selbst Dampf ausstiess.

Sonntag, Januar 13, 2008

Kleine Waldgeschichte. -Auszüge; Teil 1

Kapitel 1: Was geschah

Kürzlich beschloss ich, in den Wald spazieren zu gehen. (...) Ich lief der Hauptstrasse entlang bis zu einem Waldrand. War es der Beginn des Waldes, oder dessen Ende, oder doch nur ein kleiner Ausläufer in die Stadt hinein? Ich wusste es nicht. Aber es zog mich hinein, auf direktestem Weg, allerdings war dieser Weg ziemlich breit und darauf kamen mir in kurzen Abständen Menschen entgegen, meist Frauen in Begleitung eines Hundes. (...)
Nach einigen Metern bog ich nach rechts ab. Der breite Weg, all die Hunde und Frauen und auch vereinzelten Männer auf sich führend, ging weiter gen Norden, ich richtete mich nach Osten aus und folgte einem kleinen Trampelpfad, bis die Äste so tief zu hängen begannen, dass ich beinahe kriechen musste, um weiter zu kommen. Von weit her vernahm ich nur noch ab und zu den Motor eines Lastwagens. (..) Meine Schuhe waren bereits nass von der waldigen Feuchtigkeit, oben schwitzte ich und öffnete den Reissverschluss meiner Jacke. Grillen zirpten. Grillen? Grillen konnten es nicht sein, was war es also, was ich von Ferne hörte? Ich ging auf das Geräusch zu, schon lange nicht mehr auf dem Trampelpfad, sondern Lücken zwischen den Gebüschen folgend. Lange dauerte es, bis das Zirpen lauter wurde. Ich lief und lief, öffnete mittlerweile auch eines der zwei Jäckchen und entband mich meines Schals, ich suchte nach einem Bach, um meinen Durst zu stillen, doch es gab keinen. Das Zirpen wurde lauter. So laut, dass es zu einem sägenden Klirren, einem klirrenden Schrei wurde, dass es weh tat in den Ohren, dass die Ohren schmerzten und ich mir meinen Schal um die Ohren binden musste, und ein Taschentuch zerrupfen und unter dem Schal in die Ohren stopfen. Doch ich kehrte nicht um. Ich hätte umkehren können, jederzeit. Zwar wusste ich nicht mehr, auf welchem Weg ich hierhin gelangt war, doch eine Umkehr wäre einfach gewesen, ich hätte nur in die Richtung laufen müssen, in der das Schreien wieder zu einem Kreischen und das Kreischen wieder zu einem Klirren und das Klirren zu einem Zirpen geworden wäre. Ich kehrte nicht um. Ich wollte wissen, woher dieses Geräusch kam, warum es derart schmerzte und was als Ursache dahinter steckte.

Donnerstag, Januar 10, 2008

Action in der Länggasse

Eine Grippe bahnt sich ihren Weg durch die Schweiz und will auch einen Zwischenstopp bei mir einlegen. Was tun? Tee. Bett? Spaziergang! Denn der Himmel ist so blau und die Sonne so hell. Postauto in Richtung Biel, auf halbem Weg aussteigen. Blick Biel-wärts: Man kann knapp den Jura erkennen, vor ihm allerdings eine riesige Nebelwalze, welche selbstverständlich auch Biel unter sich vergraben hat:Also weiter durch den Wald, bis ich mich verlaufe und sowieso gar nicht mehr mag und nur noch heimmöchte. Plötzlich lichten sich die Bäume, ich wende meinen Blick Bern zu und sehe:
Irgendwann fährt auch irgendwo ein Postauto, welches genau vor meiner Haustüre hält. Ich ins Bett, Tiefschlaf, erwache gegen Abend wieder und höre, wie der Feierabendverkehr über die regennassen Strassen rauscht und zischt. Regennasse Strassen?? Nein, eine Wasserleitung.. leider musste ich wirklich dringend in die Apotheke, welche nur ein paar Schritte weg liegt - aber ennet des Flusses. Jetzt also nasse Schuhe stopfen und heissen Tee und Brausetabletten gegen die Grippe - doch natürlich ist jetzt das Wasser im Quartier abgestellt.

Mittwoch, Januar 09, 2008

Montag, Januar 07, 2008

Druck entweicht durch alle Löcher

Lustigerweise zeige ich mich am produktivsten unter Druck. Je grösser der Druck, desto produktiver. Ist doch toll. Leider muss ich diese Feststellung relativieren. Unter Druck arbeite ich zwar, aber längst nicht für das, welches Druck ausübt.

Ein Beispiel: Ich muss extrem dringend eine Arbeit für die Schule schreiben. Andere würden in der Situation, in der ich mich zurzeit befinde, laut schreien und weinen oder sich betrinken und nach Mexiko auswandern (wo ja zurzeit grad der Vulkan Popocateplakkdzesl Druck abbaut). Ich hingegen wache auf und bin total unter Strom. Gehe einkaufen, koche Suppe, putze, bring den Abfall runter, spiele Schiffeversenken, schreibe Briefe, möchte alle Freunde anrufen, zeichne, lese Zeitung, schaue Fotos an, putze nochmal, putze auch noch den Flur, esse Suppe, beantworte Mails. Kurz: Ich mache alles, nur nicht die Arbeit schreiben. Danach schreibe ich einen Blogeintrag und den Rest des Tages verbringe ich damit, mir zu überlegen, warum dies alles wohl so ist. Und dann - - - - - - - - - - - - - - - - - -