Das neue Jahr kann kommen!
Zwei Drittel meines Studiums sind abgeschlossen, wer kann das glauben? Gerade erst war ich noch arbeitslos, und gerade erst tingelte ich noch mit meiner Railbar durch die Züge und wusste nicht was mit meinem Leben anfangen. Und gerade erst hatte ich noch kein Plan und war jung und hilflos.
Und jetzt kommen mehr Geschenke als ich in den Händen halten, als ich fassen kann. Es war mal anders, aber jetzt ist es anders als es mal war.
So, ich muss. Das neue Jahr wartet. Na dann Prost!
Mittwoch, Mai 28, 2008
Dienstag, Mai 20, 2008
Good Night, and good luck
Die Kugel Welt, auf der wir alle leben, ist ausgestattet mit einer dünnen Hautschicht namens Erde. Der Humus, also die Erde, in der auch was wächst, ist wenige cm bis mehrere Meter dick, und zwar weltumspannend. Von meinem Gärtchen angefixt, besorgte ich mir ein Buch namens "Der Bio-Garten", geschrieben von Marie-Luise Kreuter (sic!), und lernte bis jetzt folgendes:
-In einer Handvoll Kompost sind mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Welt gibt.
-Unkraut wächst nur, wenn der Boden sonst nackt wäre und deshalb Schutz braucht vor dem Austrocknen/ausgeschwemmt werden.
-Vor rund 5000 Jahren wurden zum ersten Mal Felder bebaut. Waren sie ausgelaugt, zogen die Menschen einfach weiter und rodeten ein neues Gebiet.
-Zu germanischen Zeiten entstand die Zweifelderwirtschaft. Immer ein Feld lag brach, erholte sich.
-800 n.Chr. wurde die Düngung erfunden, aus der Not heraus, dass es viel mehr Menschen gab, die ernährt werden mussten. So entstand die Dreifelderwirtschaft mit Düngung. Das funktionierte fast 1000 Jahre lang und alle waren zufrieden.
-Mit Beginn des Industriezeitalters entstanden riesige Monokulturen, die nur durch hohe Düngergaben und Schädlingsbekämpfung überhaupt noch was hergaben.
-Die Wüste Sahara war einmal die Kornkammer Nordafrikas; römische Misswirtschaft richtete sie zugrunde.
-Die Ureinwohner Nordamerikas lebten Jahrtausende lang auf fruchtbarem Land. In 200 Jahren weisser Herrschaft wurden weite Regionen des Kontinents in unfruchtbare Steppen verwandelt.
-1980 stand für jeden Menschen etwa 1 Hektar Land zur Verfügung. Im 2000 waren es noch ein halber Hektar. Fruchtbares Land versteppt immer mehr, hauptsächlich wegen dem Mensch: Abholzung der Wälder (alle 2 Sekunden ein fussballfeldgrosses Stück Wald) = Boden trocknet aus, Regen wäscht Mineralstoffe aus, Boden wird unfruchtbar. Besiedelung. Vergiftung. Riesige Monokulturen = Boden ist nach ein paar Jahren ausgelaugt und unfruchtbar. Unfassbar grosse Flächen Boden werden sogar als Monokulturen für Biotreibstoff, also nicht mal für Nahrung, benutzt.
-Welche Langzeitfolgen haben unnatürliche Eingriffe wie Genmanipulation für Böden und Vegetation?
Wenn die Erdhaut, die die Welt umgibt, einmal soweit verschwunden und vergiftet ist, dass sie nichts mehr hergibt für uns Menschen, dann ist fertig. Mir wurde soeben bewusst, dass wir immer noch genau so abhängig sind von der Natur wie die Steinzeitmenschen. Geht die Entwicklung so weiter (und sie geht so weiter), gibts in ein paar Jahrzehnten schon kein Gemüse mehr, kein Getreide mehr, keine Tiere mehr, kein Essen mehr, keine meine und deine Kinder mehr.
Um nicht mit dieser unumstösslichen Wahrheit abzuschliessen, rufe ich dazu auf, heisse Steine zu beträufeln. Ich versuche, den fruchtbaren Boden, der mir anvertraut ist, zu pflegen und zu erhalten. Überall auf der Welt gibt es Menschen, die neue Grünflächen und Gärten schaffen auf verlassenen Schutthalden, in Hinterhöfen, auf Verkehrsinseln, auf Dächern von Wohnblocks. Läden bieten das an, was gekauft wird. Wer kauft ein? Ich kaufe ein, du kaufst ein, er kauft ein, sie kauft ein, wir kaufen ein, sie kaufen ein, ihr kauft ein. Wer bestimmt also, woher, aus was für einem Anbau, von welchen Produzenten die Produkte kommen, die in den Läden stehen? Ich bestimme, du bestimmst, ...
Lesetipp: "Notes from nowhere: WIR SIND ÜBERALL. weltweit. unwiderstehlich.antikapitalistisch" Nautilus Verlag. Tausendundeine Geschichten, dass es doch geht!
-In einer Handvoll Kompost sind mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Welt gibt.
-Unkraut wächst nur, wenn der Boden sonst nackt wäre und deshalb Schutz braucht vor dem Austrocknen/ausgeschwemmt werden.
-Vor rund 5000 Jahren wurden zum ersten Mal Felder bebaut. Waren sie ausgelaugt, zogen die Menschen einfach weiter und rodeten ein neues Gebiet.
-Zu germanischen Zeiten entstand die Zweifelderwirtschaft. Immer ein Feld lag brach, erholte sich.
-800 n.Chr. wurde die Düngung erfunden, aus der Not heraus, dass es viel mehr Menschen gab, die ernährt werden mussten. So entstand die Dreifelderwirtschaft mit Düngung. Das funktionierte fast 1000 Jahre lang und alle waren zufrieden.
-Mit Beginn des Industriezeitalters entstanden riesige Monokulturen, die nur durch hohe Düngergaben und Schädlingsbekämpfung überhaupt noch was hergaben.
-Die Wüste Sahara war einmal die Kornkammer Nordafrikas; römische Misswirtschaft richtete sie zugrunde.
-Die Ureinwohner Nordamerikas lebten Jahrtausende lang auf fruchtbarem Land. In 200 Jahren weisser Herrschaft wurden weite Regionen des Kontinents in unfruchtbare Steppen verwandelt.
-1980 stand für jeden Menschen etwa 1 Hektar Land zur Verfügung. Im 2000 waren es noch ein halber Hektar. Fruchtbares Land versteppt immer mehr, hauptsächlich wegen dem Mensch: Abholzung der Wälder (alle 2 Sekunden ein fussballfeldgrosses Stück Wald) = Boden trocknet aus, Regen wäscht Mineralstoffe aus, Boden wird unfruchtbar. Besiedelung. Vergiftung. Riesige Monokulturen = Boden ist nach ein paar Jahren ausgelaugt und unfruchtbar. Unfassbar grosse Flächen Boden werden sogar als Monokulturen für Biotreibstoff, also nicht mal für Nahrung, benutzt.
-Welche Langzeitfolgen haben unnatürliche Eingriffe wie Genmanipulation für Böden und Vegetation?
Wenn die Erdhaut, die die Welt umgibt, einmal soweit verschwunden und vergiftet ist, dass sie nichts mehr hergibt für uns Menschen, dann ist fertig. Mir wurde soeben bewusst, dass wir immer noch genau so abhängig sind von der Natur wie die Steinzeitmenschen. Geht die Entwicklung so weiter (und sie geht so weiter), gibts in ein paar Jahrzehnten schon kein Gemüse mehr, kein Getreide mehr, keine Tiere mehr, kein Essen mehr, keine meine und deine Kinder mehr.
Um nicht mit dieser unumstösslichen Wahrheit abzuschliessen, rufe ich dazu auf, heisse Steine zu beträufeln. Ich versuche, den fruchtbaren Boden, der mir anvertraut ist, zu pflegen und zu erhalten. Überall auf der Welt gibt es Menschen, die neue Grünflächen und Gärten schaffen auf verlassenen Schutthalden, in Hinterhöfen, auf Verkehrsinseln, auf Dächern von Wohnblocks. Läden bieten das an, was gekauft wird. Wer kauft ein? Ich kaufe ein, du kaufst ein, er kauft ein, sie kauft ein, wir kaufen ein, sie kaufen ein, ihr kauft ein. Wer bestimmt also, woher, aus was für einem Anbau, von welchen Produzenten die Produkte kommen, die in den Läden stehen? Ich bestimme, du bestimmst, ...
Lesetipp: "Notes from nowhere: WIR SIND ÜBERALL. weltweit. unwiderstehlich.antikapitalistisch" Nautilus Verlag. Tausendundeine Geschichten, dass es doch geht!
Donnerstag, Mai 15, 2008
Wie du mir, so ich nicht

Seit ungefähr 7 Jahren fahre ich mit einem GA herum (für meine deutschen Freunde: Generalabonnement - wie Sparcard 100, was es ja nicht gibt in D, aber in der CH kann ich mit dem GA ein ganzes Jahr lang in der ganzen Schweiz jederzeit alle Züge, Schiffe, Busse/Trams usw. gratis benützen! Kostet viel, aber ich ging noch als "Kind" durch und hatte es um einiges billiger). Seit Februar aber sind meine "Kind"-Zeiten endgültig vorbei, ab 25 ist man alt genug um pro Monat 4 Riesen zu verdienen oder mehr. Das heisst: Kein GA mehr. Und wie das so ist mit Dingen, die man einfach so hat - schätzen tut man sie erst richtig, wenn es zu Ende geht. Bis Samstag muss es also noch mindestens einen Panikausflug geben.
Im Bahnhof Bern gilt seit ein paar Wochen: Kein Alkohol mehr ab 22 Uhr. Jugendgewalt, Jugendverrohung und Jugendliche mit Alkoholvergiftung führten zu dieser Massnahme. Tönt nach guter Idee, aber ich fühl mich schon ein wenig entmündigt, wenn ich mir um Viertel nach Zehn ein Bierchen für den Heimweg kaufen will und nicht darf. Andrea und ich haben uns nach den Freaks dann halt in einem Restaurant einen "leider" etwas kalten, etwas gelblichen "Cappuccino" mit "Milch-"schaum zum mitnehmen geholt und die Zugfahrt mit unserem Feierabend---kaffee genossen!
Dienstag, Mai 13, 2008
auch auf den Literaturnobelpreis
Also mein Dossier 2008 ist gemacht. Wenn ich damit die Prüfungen bestehe, muss ich nur noch auf den Literaturnobelpreis warten.
Warten auf verschiedene Arten (im Garten, auf Ausfahrten, vor Einfahrten)



Sechs Randen, eine Gurke und 54 Läuche gepflanzt. 17 Seiten Text in eine Form gebracht, die 30 Seiten ergibt. Text, Text und Text, bis ich genug habe von Text und nie mehr wieder Text bearbeiten will. Deshalb die hiesigen Samariter gesucht und eine e-mail geschrieben und für Informationen zu Kursen gefragt. 3 Minuten später (!) klingelt das Telefon. Soll ich jetzt einmal im Monat in Samariterkurse gehen? Mir wird sonst ja nur langweilig. Meine 30 Seiten liegen neben mir und warten auf Überarbeitung. Ich überarbeite mich mit Warten auf den Juni.
Sonntag, Mai 11, 2008
Mein Garten
Ich habe sieben Gartenbeete. Im ersten wachsen Träume. Immer wieder sterben einige ab und ich muss gut aufpassen, dass ich nicht einzelne überdünge und andere vertrocknen lassen. Im zweiten habe ich Erinnerungen gesäät, die erst noch überwintern müssen, bevor ich sie giesse und sie keimen können. Im dritten Beet stecken Schmerzknollen. Sie sind tief im Boden und oben schauen Blätter heraus, mache grösser als andere, die nicht anzeigen, wie gross die Knollen schon gewachsen sind oder welche abgestorben. Ins vierte habe ich viel Wissen gesetzt. Immer wieder muss ich zwischen den Pflänzchen ausjäten und Zwischenräume gut mit gelesenem Kompost bedecken, damit der Boden nicht austrocknet. Im fünften Beet reifen Wünsche heran und treiben bei gutem Wetter seltsame Blüten. Angst und Mut bilden die zwei Reihen im sechsten Beet. Als optimale Mischkultur brauchen sie unterschiedliche Nährstoffe und gedeihen bei jedem Wetter gut. Das siebte Beet ist zur Zeit überwuchert von falschen Hoffnungen und unerfüllten Erwartungen und beherbergt sogar ein verzerrtes Selbstbild. Schon lange möchte ich dort mal richtig jäten, aber im Moment verbringe ich meine Zeit am liebsten beim Bodenlockern im dritten und fünften Beet.
Mittwoch, Mai 07, 2008
Ich schmiede einen Plan und es kommt heraus:
Ich möchte ein Hostel eröffnen. Der Plan ist, so fair wie möglich zu arbeiten. Kein Luxus, nichts unnötiges, so günstig wie möglich, aber dennoch sauber und nett. Fairtradeprodukte und lokale Lieferanten, Bio statt Massenschlachtereifleisch. Arbeitsplätze für Menschen, die kaum Chancen auf einen Job haben, Teilzeitarbeit, Jobsharing usw. Das Hostel selbst auch als Kulturplattform.
Nur wo? In der Schweiz sind die Städte = der Markt zu klein.
Wer hilft mit? Wann eröffnen wir? 2011? 2017? 2020?
Apropos: Kürzlich sah ich das Verfallsdatum meines Honigs, welches der September 2010 ist, und dachte: Wow, das dauert ja noch eeeeeeeeeeeewig! -Bis mir einfiel, dass wir ja schon im 2008 leben! Ich bin irgendwie immer noch im 19-irgendwas, gefühlsmässig.
Nur wo? In der Schweiz sind die Städte = der Markt zu klein.
Wer hilft mit? Wann eröffnen wir? 2011? 2017? 2020?
Apropos: Kürzlich sah ich das Verfallsdatum meines Honigs, welches der September 2010 ist, und dachte: Wow, das dauert ja noch eeeeeeeeeeeewig! -Bis mir einfiel, dass wir ja schon im 2008 leben! Ich bin irgendwie immer noch im 19-irgendwas, gefühlsmässig.
Montag, Mai 05, 2008
1:0 für Moshé
Nachdem ich in einem Feldenkraiskurs bemerkt hatte, dass ich auch noch Körper unterhalb meines Kopfes habe, besuchte ich einzelne Pilates- und heute zum ersten Mal Yogastunden. Ausserdem erstand ich ein Buch von Moshé Feldenkrais selbst, "Bewusstheit durch Bewegung". Nach dem Yoga las ich also die neunseitige Einführung dieses Buchs, in welcher es vor allem darum geht, wie wir uns selbst sehen und empfinden. Dass wir genetische Anlagen haben, die uns einzigartig machen und die festgelegt sind, und dass es Erziehung von aussen und Selbsterziehung gibt. Und über die Gesellschaft, und Selbstwahrnehmung, und so weiter.
Während der Lektüre hatte ich ständig Gedanken im Hinterkopf wie "stimmt, was Feldenkrais da sagt, aber ich gehöre ja nicht zu diesen Menschen. Alle anderen müssten das mal lesen" usw.
Dann blätterte ich um zur letzten halben Seite, war schon halb im Begriff, aufzustehen, als Feldenkrais zum entscheidenden Schlag ausholte und schrieb: "An seine Adresse geht alles bisher hier Gesagte: an ihn, der da meint, nicht er sei gemeint und betroffen; an den gewöhnlichen Menschen, der glaubt, gerade ihn gehe das gar nichts an."
1:0 für dich, Moshé!
Während der Lektüre hatte ich ständig Gedanken im Hinterkopf wie "stimmt, was Feldenkrais da sagt, aber ich gehöre ja nicht zu diesen Menschen. Alle anderen müssten das mal lesen" usw.
Dann blätterte ich um zur letzten halben Seite, war schon halb im Begriff, aufzustehen, als Feldenkrais zum entscheidenden Schlag ausholte und schrieb: "An seine Adresse geht alles bisher hier Gesagte: an ihn, der da meint, nicht er sei gemeint und betroffen; an den gewöhnlichen Menschen, der glaubt, gerade ihn gehe das gar nichts an."
1:0 für dich, Moshé!
Donnerstag, Mai 01, 2008
Grosse Show, kurzer Aufwand, und umgekehrt.
Werbeblock: Morgen gibts die längste Solo-Show ever. Vielleicht nicht ever, aber toll ist es dennoch. Knackeboul performt 12 Stunden lang in Bern! Am Freitag, 2. Mai, von 14 Uhr bis 02 Uhr nachts in der HKB an der Papiermühlestrasse. Wer zufällig gerade nicht in der Nähe ist, kann dank Internet live dabei sein!
Wir haben auch überlegt, im Gegenzug die kürzeste Show mit dem grössten Aufwand zu machen. Ich muss nämlich in einem Monat 5 Minuten "lang" etwas in meiner Schule präsentieren. Wir dachten dann, dass wir eine richtige Live-Band und Lichtanlage und noch eine Tanzgruppe und so weiter mitbringen könnten für das. Nur ist die Zeit etwas knapp. Und ich brauche noch jemanden, der oder die Flöte spielt während einem Takt.
Wir haben auch überlegt, im Gegenzug die kürzeste Show mit dem grössten Aufwand zu machen. Ich muss nämlich in einem Monat 5 Minuten "lang" etwas in meiner Schule präsentieren. Wir dachten dann, dass wir eine richtige Live-Band und Lichtanlage und noch eine Tanzgruppe und so weiter mitbringen könnten für das. Nur ist die Zeit etwas knapp. Und ich brauche noch jemanden, der oder die Flöte spielt während einem Takt.
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