Ich meinte ja bekanntlich, ich müsse mich bis gestern Mitternacht anmelden. Dann fand ich heraus, dass "Tuesday" nicht gleich "Thursday" ist. Somit war ich heute Morgen immer noch unangemeldet. Ich hatte einen Favoritentrip, nach LA, mit Obdachlosen und so, aber der war mir ein wenig zu teuer. Jedenfalls ging ich ins Fitnesscenter, zum ersten Mal. Dort traf meine Begleiterin eine Kollegin, die ich nicht kannte. Das Gespräch nahm 1000 Wendungen und plötzlich erwähnte sie, dass sie den Missionstrip nach LA co-leitet, und dass er supercool sei und genau richtig für "Social Justice"-People. Ha. Ich hab den nun als erste Wahl in meiner Anmeldung und schaue mal ob ich genommen werde...


Wir müssen einen Report über eine oder einen Revivalist schreiben. Ich wählte Dorothea Trudel, die in der Schweiz Heilungshäuser hatte im 19.Jahrhundert. Den Sommer durch hatte ich vergessen, mich um Bücher dafür zu kümmern, also bestellte ich auf gut Glück auf Amazon das einzige in den USA erhältliche Buch über sie. Heute ist es angekommen. Yippieh! "Asleep in Jesus" tönt super.


Auf dem Weg zur Schule fuhr ich mit dem Velo über einen zerdrückten Plastikschlauch. Meine Freundin neben mir rief "wäh, eine Schlange!". Tatsächlich, es war eine Schlange.. auf dem Rückweg traf ich dann auf dieses komische Tier. Was ist es??? Es sieht aus wie eine dieser exotischen Heuschrecken, die man im Papillorama betrachten kann. Ich verbrachte etwa 10 Minuten mit ihr. Sie wackelte hin und her und drehte immer den Kopf zu mir, wenn ich um sie herumlief. Wenn ich mich ihr näherte, hob sie ihre beiden Vorderbeine und fuchtelte.
Was auch auf dem Bild zu erkennen ist: Dass ich bald mal neue Schuhe kaufen sollte.
John und Carol Arnott sind in der Stadt! Was sind wir doch für Glückspilze! Letzte Woche die Freidzons aus Argentinien, und nun die Arnotts aus Toronto! Heute war Carol bei uns in der Schule. Sie hat so einen "Buzzer", einen Timer, der alle 10 Minuten piepst. Immer wenn er piepst, betet sie Gott an. Wenn sie mit jemandem im Gespräch ist oder so, halt nur in Gedanken, innerlich, kurz. Sie hat das von einem Arzt in Hamburg gelernt. Der hat das vor einiger Zeit angefangen. Heute sehen er und seine Kollegen
regelmässig unheilbare Krankheiten übernatürlich verschwinden. Krebs im Endstadium und so. Ich will auch so einen Timer.
Eine lustige Geschichte: Kürzlich gab es ja Impartation von den Freidzons. Ich landete unter einer anderen Studentin, und die begann, auf französisch zu beten. Wunderschönes, reinstes Französisch. Ich dachte, wie cool, eine Französin! Ich hörte ihr dann aber bewusst nicht zu, weil ich ja nicht ihre privaten Gebete mitlauschen wollte. Als wir später aufstanden, sah ich auf ihrem Namensschild, dass sie Amerikanerin ist. Ich fragte sie "Do you speak french?" und sie VERNEINTE. Ich so: But you just prayed in french! Worauf sie sagte, sie habe in Sprachen gebetet, und schon einmal habe ihr jemand gesagt, ihr Sprachengebet töne wie französisch.
Hab ich schon die Zulu-Geschichte erzählt? Vermutlich ja. Aber nochmal: Meine Pastorin betete kürzlich auch in Sprachen, nach ihrer Predigt. Später kam ein 1st year Student aus einem afrikanischen Land zu ihr und sagte, sie habe in Zulu gebetet: "God, fill them with your Spirit".
Noch eine Geschichte:
Mein Bibleteacher war - wie viele sehr coole Leute - passionierter Autostopper in seiner Jugend. Als er jedoch zur Jugend gehörte, war die Zeit der Jesuspeople. Er war entschiedener NICHTchrist, wirklich bewusst und überzeugt. Aber plötzlich waren die einzigen Leute, die ihm Lifts gaben, ChristInnen. Und auf einer dieser Autofahrten bekehrte er sich. Später arbeitete er in San Francisco in einem Haus, das Obdachlose aufnahm. Eines Abends hatten sie einen indischen Pastor zu Gast. Er machte spontan, kurz nach seiner Ankunft, den Bibelabend. Ein obdachloses Paar kam an diesem Abend zum ersten Mal in dieses Haus und landete in der Bibelstunde. Am Schluss bekehrten sie sich. Der indische Pastor bat sie, ihre Namen aufzuschreiben, damit er weiterhin für sie beten könne. Sie schrieben ihre zwei Namen auf (sie waren nicht verheiratet). Als der Pastor ihre Namen las, lief er zu seiner Mappe rüber, zog einen Zettel heraus, und dort drauf standen ihre beiden Namen!! Er sagte, der Heilige Geist habe ihm vor drei Monaten diese Namen gegeben, damit er für sie beten könne. Wow!!!!
Alles ist möglich!