Donnerstag, Dezember 31, 2009
Wie die Träumenden
Ich habe einige sms und mails bekommen, ich könne froh sein, nicht in der verregneten und grauen Schweiz zu sein. Ich kann euch beruhigen: Ich bin im verregneten und grauen Kalifornien. Wir sind dick angezogen und schlafen unter 4 Decken. Aber es ist toll hier. Ich darf ein Velo benutzen und wir cruisen so durch die Stadt. Es ist Ende Jahr; das Auto wird gerade repariert und wir träumen viel und interpretieren fleissig. Wir erledigen unser Homework (E: Writing about Smith Wigglesworth. S: Tag zwei von "Eine wachsende Vision in 50 Tagen" by Rick Joyner), trinken einen zweiten Kaffee. Dann kommen Mitstudenten von E. vorbei und einer erzählt seinen Traum und wir interpretieren gemeinsam. Bald ist in Europa Jahreswechsel: Happy new year!!
Autostop ist einfacher, aber es hat sich alles gelohnt
Die Reise, in der meine Gefühle von enthusiastischer Begeisterung zu konsternierter Genervtheit wechselten und wieder zurück zu seliger Gelassenheit und über Angst und Glück am Schluss bei Müdigkeit landeten.
03.32 Uhr: Tagwacht. 06.00 Uhr Ankunft am Flughafen Genf und der erste Zusammenstoss mit einem Sicherheitsmann: Vous avez des liquides avec vous? - ouai, mais seulement.. - PAS DE LIQUIDES!! - mais regardez, c`est seulement 10ml - LA SECURITE C´EST MOI ET JE DIS PAS DE LIQUIDES. Boarding, Abflug. Ich habe mich als Vegetarierin angemeldet und bekomme leckerstes Essen, zum Beispiel ein warmer Gemüsewrap mit Fruchtsalat, Mandarine und Apfel, während die andern auf einem trockenen Weissbrot-Schinkensandwich herumkauen und anschliessend fast an einem Muffin ersticken. Ha. Dann müssen wir runter und meine Ohren schmerzen unendlich.
Beim Landeanflug vor Newark sehe ich die Skyline von New York, yeah, und die Freiheitsstatue. Awesome! Dann fliegen wir so tief über eine Autobahn, dass ich mit meinem Leben abschliesse, landen aber dann glücklich. Nun habe ich genau 35 Minuten bis zur Boarding time meines Anschlussfluges. Mein Rucksack kommt als ALLERLETZTES Gepäckstück raus!!!! Ich renne durch die Immigration und zur nächsten Sicherheitskontrolle, vor der die Schlange unendlich lang ist. Ich zeige mein Ticket einer Polizistin und sie sagt, dass ich meinen Flug mit Sicherheit verpasse, sie könne nichts für mich tun. Ich versuche im Frieden zu bleiben und mich weder zu nerven noch zu weinen, schliesslich ist es ja nicht mein Problem. Und dann reicht es mir tatsächlich auf den Flug. Erinnerung an Newark: Mit offenen Schuhen und Gurt in der Hand durch ein ganzes Terminal sprinten.
Newark-Houston: Immer wieder ein paar Minuten schlafen. Ratatouille schauen. Landung: Meine Ohren schmerzen unendlich. Ich will nie mehr wieder in ein Flugzeug steigen!! Nie mehr!!!
Houston: Ich bin taub, schaffe es aber, den Airtrain zum anderen Terminal zu nehmen. Erinnerung an Kia, Erinnern von allem von damals (als Kia hingerichtet wurde). Unser Flug wird verspätet abfliegen, wir müssen warten. Ich nutze die Zeit, um einen Liter Wasser zu trinken, endlich, und um Kaugummis zu kaufen für die nächste Landung, und um zu laufen, laufen, laufen.
Houston-Sacramento: Endlich Sitznachbaren, die auch ein bisschen kommunikativ sind, sehr nett. Aber ich schlafe die meiste Zeit. Landung in Sacramento um 21.30 local time, das wäre wohl ungefähr 07.30 Uhr für mich. Seit über 24 Stunden unterwegs und nie länger als eine halbe Stunde am Stück geschlafen.. Landung: Ich übe mich im Rekord-Kaugummi-kauen und tatsächlich ist der Schmerz nun aushaltbar. Nichtsdestotrotz bleibe ich halbtaub bis jetzt..
Mein netter Sitznachbar lässt mich bei der Gepäckausgabe mit seinem Handy Ernestyna anrufen. And guess what happened: Ihr Auto begann mitten auf dem Weg zu streiken und nun ist sie auf irgendeiner Tankstelle im Nirgendwo, 45 Minuten vor Sacramento, und muss auf den Abschleppwagen warten und auf ihre Mitbewohnerin, die mit ihrem Auto sie und mich abholen kommt. Ich mache es mir in der zugigen Flughafenhalle "bequem", schlafe und träume wirr. n-o-n-s-t-o-p werden Durchsagen wie "Lassen sie ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und geben sie es keinem Fremden in Obhut. Sonst wird es von unseren Sicherheitsleuten verbrannt" abgespielt. Es wird 23 Uhr, es wird Mitternacht, es wird 01 Uhr. Dann sind sie da! Bei einer Tankstelle kaufe ich mir ein Sandwich, dessen Ingredients-Liste ich nicht durchlese. Ich komme mir vor als wäre ich in irgendeinem Film gelandet. Um 04 Uhr (für mich ist es 13 Uhr) kommen wir in Redding an. Um 14 Uhr - zuhause ist es 23 Uhr - erwache ich.
Wir fahren mit den Velos an den Sacramento River und zur Sundial Bridge. Herrlich. Es ist Vollmond und jetzt bereitet Ernestyna uns einen Salat zu.
03.32 Uhr: Tagwacht. 06.00 Uhr Ankunft am Flughafen Genf und der erste Zusammenstoss mit einem Sicherheitsmann: Vous avez des liquides avec vous? - ouai, mais seulement.. - PAS DE LIQUIDES!! - mais regardez, c`est seulement 10ml - LA SECURITE C´EST MOI ET JE DIS PAS DE LIQUIDES. Boarding, Abflug. Ich habe mich als Vegetarierin angemeldet und bekomme leckerstes Essen, zum Beispiel ein warmer Gemüsewrap mit Fruchtsalat, Mandarine und Apfel, während die andern auf einem trockenen Weissbrot-Schinkensandwich herumkauen und anschliessend fast an einem Muffin ersticken. Ha. Dann müssen wir runter und meine Ohren schmerzen unendlich.
Beim Landeanflug vor Newark sehe ich die Skyline von New York, yeah, und die Freiheitsstatue. Awesome! Dann fliegen wir so tief über eine Autobahn, dass ich mit meinem Leben abschliesse, landen aber dann glücklich. Nun habe ich genau 35 Minuten bis zur Boarding time meines Anschlussfluges. Mein Rucksack kommt als ALLERLETZTES Gepäckstück raus!!!! Ich renne durch die Immigration und zur nächsten Sicherheitskontrolle, vor der die Schlange unendlich lang ist. Ich zeige mein Ticket einer Polizistin und sie sagt, dass ich meinen Flug mit Sicherheit verpasse, sie könne nichts für mich tun. Ich versuche im Frieden zu bleiben und mich weder zu nerven noch zu weinen, schliesslich ist es ja nicht mein Problem. Und dann reicht es mir tatsächlich auf den Flug. Erinnerung an Newark: Mit offenen Schuhen und Gurt in der Hand durch ein ganzes Terminal sprinten.
Newark-Houston: Immer wieder ein paar Minuten schlafen. Ratatouille schauen. Landung: Meine Ohren schmerzen unendlich. Ich will nie mehr wieder in ein Flugzeug steigen!! Nie mehr!!!
Houston: Ich bin taub, schaffe es aber, den Airtrain zum anderen Terminal zu nehmen. Erinnerung an Kia, Erinnern von allem von damals (als Kia hingerichtet wurde). Unser Flug wird verspätet abfliegen, wir müssen warten. Ich nutze die Zeit, um einen Liter Wasser zu trinken, endlich, und um Kaugummis zu kaufen für die nächste Landung, und um zu laufen, laufen, laufen.
Houston-Sacramento: Endlich Sitznachbaren, die auch ein bisschen kommunikativ sind, sehr nett. Aber ich schlafe die meiste Zeit. Landung in Sacramento um 21.30 local time, das wäre wohl ungefähr 07.30 Uhr für mich. Seit über 24 Stunden unterwegs und nie länger als eine halbe Stunde am Stück geschlafen.. Landung: Ich übe mich im Rekord-Kaugummi-kauen und tatsächlich ist der Schmerz nun aushaltbar. Nichtsdestotrotz bleibe ich halbtaub bis jetzt..
Mein netter Sitznachbar lässt mich bei der Gepäckausgabe mit seinem Handy Ernestyna anrufen. And guess what happened: Ihr Auto begann mitten auf dem Weg zu streiken und nun ist sie auf irgendeiner Tankstelle im Nirgendwo, 45 Minuten vor Sacramento, und muss auf den Abschleppwagen warten und auf ihre Mitbewohnerin, die mit ihrem Auto sie und mich abholen kommt. Ich mache es mir in der zugigen Flughafenhalle "bequem", schlafe und träume wirr. n-o-n-s-t-o-p werden Durchsagen wie "Lassen sie ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und geben sie es keinem Fremden in Obhut. Sonst wird es von unseren Sicherheitsleuten verbrannt" abgespielt. Es wird 23 Uhr, es wird Mitternacht, es wird 01 Uhr. Dann sind sie da! Bei einer Tankstelle kaufe ich mir ein Sandwich, dessen Ingredients-Liste ich nicht durchlese. Ich komme mir vor als wäre ich in irgendeinem Film gelandet. Um 04 Uhr (für mich ist es 13 Uhr) kommen wir in Redding an. Um 14 Uhr - zuhause ist es 23 Uhr - erwache ich.
Wir fahren mit den Velos an den Sacramento River und zur Sundial Bridge. Herrlich. Es ist Vollmond und jetzt bereitet Ernestyna uns einen Salat zu.
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Montag, Dezember 28, 2009
Happy am I to live such a life


Die Anzeichen häufen sich, dass die Zeit in Redding super werden wird. Jack and I will keep you updated.
Vermutlich wird das Programm so aussehen: 2x Healingrooms, 3x Sonntagsgottesdienste, 4 Tage "Girls just want to have FUN"-Konferenz u.a. mit Beni Johnson , 4 Tage "School of Healing and Impartation" -Konferenz
Bin ich nicht ein glückliches Kind?
Sonntag, Dezember 27, 2009
Jeder Mensch verdächtig
Vorerst gelten die schärferen Sicherheitsbestimmungen für Flüge in die USA. Auf Anordnung der US-Behörden müssen Passagiere in der letzten Stunde vor der Landung in den USA sitzen bleiben. Ausserdem dürfen die Reisenden in diesem Zeitraum nicht mehr an ihr Handgepäck. Während des gesamten Flugs dürfen sie keine Gegenstände auf dem Schoss haben.
Na Bravo! Darf man auch kein Buch auf dem Schoss haben? Und kein Schreibzeug? Kein mp3-player? hoffentlich nicht.. Bei der 22-Stunden-Reise, die mich am Dienstagmorgen erwartet.
Whatever, ich freue mich eh mega, und es wird sowieso super!
Na Bravo! Darf man auch kein Buch auf dem Schoss haben? Und kein Schreibzeug? Kein mp3-player? hoffentlich nicht.. Bei der 22-Stunden-Reise, die mich am Dienstagmorgen erwartet.
Whatever, ich freue mich eh mega, und es wird sowieso super!
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Mittwoch, Dezember 23, 2009
Au bord de la mer - 1. Auflage!

Das Baby ist da! Auflage 48 Stück. Text "Au bord de la mer", mit Illustrationen, Tuschezeichnungen und einem Fotoanhang.
Die Basler Zeitung schreibt über den Text:
"Au bord de la
mer" schliesslich ist ein
fiebriger Bildersturz durch
Europa, Afrika, die Brutalität
der real existierenden Ungerechtigkeit
und die Verunsicherung
der reisenden
Betrachterin. Und obwohl er
gelegentlich etwas flapsig
daherkommt, fährt er einem
in den Leib und macht deutlich,
wie ruhig der Ort der
anderen Texte ist, und wie
gefahrlos betretbar.
Au bord de la mer kann jetzt bestellt werden, der Preis ist CHF 32 oder gerne auch mehr, zuzüglich eventuelle Portokosten. Ich könnte am Montag 28. Dezember einige abschicken, danach erst wieder ab 20. Januar. Herzlichen Dank für alle Bestellungen an swieland (-at-) gmx (-punkt-) ch!
Nach Kalifornien liefere ich persönlich aus :-)
aus dem Frieden leben
"Der Friede, der von Christus kommt, regiere euer Herz und alles, was ihr tut!" - Diesen Vers aus Kolosser 3,15 las ich gestern Morgen und dachte, ja, das will ich.
Im Frieden ging ich zur Arbeit und sah, dass wir 9 Reservationen haben (bei ca. 30 Plätzen). Da ausserdem weder Freitag noch Samstag war, dachte ich, das schaffe ich locker alleine. Im Frieden rief ich die Arbeitskollegin an und sagte ihr, sie brauche nicht arbeiten zu kommen. Sie freute sich sehr. Dann kamen Leute rein, die nicht reserviert hatten, und das Telefon klingelte immer wieder und Leute wollten noch reservieren für "in einer Viertelstunde". Ich begann im Frieden zu rennen, im Frieden Bestellungen zu vergessen. Und als ich in einem kurzen Moment im Auge des Sturms stillstand, zählte ich die Menschen und es waren 26. Dazu muss man sagen, dass wir auch zu zweit bei 26 Leuten am rennen sind, wenn alle gleichzeitig was wollen. Und das wollten sie natürlich gestern. Eigentlich wollte ich irgendwann noch den Heiligen Geist um Hilfe bitten, hatte aber keine Zeit dazu. Dafür sprang meine Chefin während einer Stunde in die Bresche. Es war ein lustiger Abend. Als um 22 Uhr bereits alle weg waren, genehmigte ich mir erstmal zwei Suze Tonic.
Wenn ich wiedermal was vergessen hatte oder zu spät dran war, dachte ich einfach "jetzt in einer Woche bin ich schon in Kalifornien".
Im Frieden ging ich zur Arbeit und sah, dass wir 9 Reservationen haben (bei ca. 30 Plätzen). Da ausserdem weder Freitag noch Samstag war, dachte ich, das schaffe ich locker alleine. Im Frieden rief ich die Arbeitskollegin an und sagte ihr, sie brauche nicht arbeiten zu kommen. Sie freute sich sehr. Dann kamen Leute rein, die nicht reserviert hatten, und das Telefon klingelte immer wieder und Leute wollten noch reservieren für "in einer Viertelstunde". Ich begann im Frieden zu rennen, im Frieden Bestellungen zu vergessen. Und als ich in einem kurzen Moment im Auge des Sturms stillstand, zählte ich die Menschen und es waren 26. Dazu muss man sagen, dass wir auch zu zweit bei 26 Leuten am rennen sind, wenn alle gleichzeitig was wollen. Und das wollten sie natürlich gestern. Eigentlich wollte ich irgendwann noch den Heiligen Geist um Hilfe bitten, hatte aber keine Zeit dazu. Dafür sprang meine Chefin während einer Stunde in die Bresche. Es war ein lustiger Abend. Als um 22 Uhr bereits alle weg waren, genehmigte ich mir erstmal zwei Suze Tonic.
Wenn ich wiedermal was vergessen hatte oder zu spät dran war, dachte ich einfach "jetzt in einer Woche bin ich schon in Kalifornien".
Montag, Dezember 21, 2009
Transition? Übergang!
Seit ich meine CD letzten Januar fertiggestellt habe, mochte ich kaum mehr rappen. Ich hab kein einziges neues Lied geschrieben und hatte null Bock, mich irgendwie um Konzerte zu kümmern oder sonst gross Promotion zu machen. Natürlich äusserst dumm, wenn man bedenkt, dass ich jede Nacht auf 900-sonstwas CD's von mir schlafe. Aber hangkerum verbrachte ich dieses Jahr mehr Zeit denn je mit Gott, und es war sehr, sehr gut.
Seit ich im September mein Studium abgeschlossen habe, habe ich sozusagen keinen neuen Text mehr geschrieben und hatte auch null Bock, zu schreiben. Ich arbeite als Kellnerin und bin glücklich dabei, sehr glücklich, und daneben hänge ich mit Gott herum und werde zur glücklichsten Frau der Welt. Kurz zusammengefasst.
Seit einigen Tagen hat mich eine unbändige Lust begonnen zu überkommen, zu schreiben. Einen Text zu schreiben, der an Au bord de la mer anschliesst. Lieder zu schreiben. Alles zu schreiben. Zu rappen. Ich plane nichts, weil es nichts zu planen gibt. Ich versuche, nah an meinem Gott zu bleiben und bin gespannt, was werden wird!
Seit ich im September mein Studium abgeschlossen habe, habe ich sozusagen keinen neuen Text mehr geschrieben und hatte auch null Bock, zu schreiben. Ich arbeite als Kellnerin und bin glücklich dabei, sehr glücklich, und daneben hänge ich mit Gott herum und werde zur glücklichsten Frau der Welt. Kurz zusammengefasst.
Seit einigen Tagen hat mich eine unbändige Lust begonnen zu überkommen, zu schreiben. Einen Text zu schreiben, der an Au bord de la mer anschliesst. Lieder zu schreiben. Alles zu schreiben. Zu rappen. Ich plane nichts, weil es nichts zu planen gibt. Ich versuche, nah an meinem Gott zu bleiben und bin gespannt, was werden wird!
Vor 13 Jahren: Cee erwacht zum Leben
Ich dreh durch! Soeben wurde ich in die Zeit versetzt, als ich 12/13-jährig war. Via ca. 15 andere KünstlerInnen kam ich beim itunes-Shop-stöbern auf die Rapper GRITS und deren Album "Mental Releases", genauer das Lied "Screen Door". Der Anfang dieses Liedes war 1995 oder 96 auf einer Kassette, die ein Versandhaus von christlicher Musik damals verschickte. Es war das erste Mal, dass ich HipHop hörte. Bis anhin hatte ich Hardrock und Deathmetal (!!) gehört :-) Auf der Kassette war nur eine halbe Minute des Liedes, und ich erinnere mich genau, wie ich wieder und wieder zurückgespult habe um es nochmal zu hören. Meine ersten Gedichtversuche versuchte ich über genau diese 30 Sekunden Beat zu rappen.
Nostalgie pur!
Danach war ich einige Zeit im Besitz von US-Rap-CD's, die Rapper waren alles Afroamerikaner. Ich kopierte im Büro meiner Gemeinde die CD-Cover zu Postern und hängte diese in meinem Zimmer auf. Irgendwann hatte ich meinen ersten Freund, den ich allerdings nur dreimal sah, bis ich Schluss machte, und das war der Grund: Als er mich das erste Mal besuchte, betrat er mein Zimmer, sah die Poster und sagte: "Aha, du kannst also mit Schwarzen etwas anfangen!".
...
Nostalgie pur!
Danach war ich einige Zeit im Besitz von US-Rap-CD's, die Rapper waren alles Afroamerikaner. Ich kopierte im Büro meiner Gemeinde die CD-Cover zu Postern und hängte diese in meinem Zimmer auf. Irgendwann hatte ich meinen ersten Freund, den ich allerdings nur dreimal sah, bis ich Schluss machte, und das war der Grund: Als er mich das erste Mal besuchte, betrat er mein Zimmer, sah die Poster und sagte: "Aha, du kannst also mit Schwarzen etwas anfangen!".
...
Versuch über zwei Räusche
Berauscht sein von Gottes Geist, von dieser Liebe die überwältigt und die zu gross ist, als dass sie gefasst werden könnte - deshalb ja auch berauscht sein. Dise Trunkenheit also hat zur Folge, dass alles viel klarer hervortritt. Ich spüre, dass ich weiss, wer ich bin. Mein Geist ist wach und gut drauf. Gottes Kraft und Liebe ist in mir und treibt mich an. Mein Handeln kommt aus dem heraus und auch mein Denken. Ich habe Lust, zu lachen, Gutes zu tun. Ängste und Stress haben an Einfluss verloren und sind nebensächlich. Gottes Möglichkeiten treten hervor und sind möglicher denn je. Es kommt vor, dass mir reden und schreiben nicht mehr gelingt, oder dass meine Beine nicht mehr wissen, wie Laufen geht. Doch nie bin ich ausgeliefert, nie bin ich allein - im Gegenteil: Nie bin ich weniger allein als dann! Diese Präsenz, die alles einnimmt und auffüllt. Eine Wolke voll Leben, die Leben hervorbringt.
Wie anders ist der Rausch des Alkohols! Ich kann mir dann nicht mehr vertrauen, weil meine Sinne nur noch verschwommen wahrnehmen. Ich wanke, verschütte, stosse an. Was ich sagen will, weiss ich nicht mehr. Stattdessen höre ich mich Dinge sagen - viel zu laut - von denen etwas in mir gleichzeitig denkt "was für ein Blödsinn". Ich werde nicht ernstgenommen. Ich mache mich abhängig. Druck ist da, gross, und muss betäubt werden. Ich kann nicht weiter denken als: Jetzt laufe ich von hier zu dieser Tür - - hier das Klo - - etc. Ich verschwinde, mein Selbst wird verwischt. Eine Wolke, die mich und mir die Sicht verstellt. Der Alkohol betäubt, und betäubt regiert es sich schlecht.
Aber was für eine Ausgangslage, wenn ich weiss, dass der König in mich verliebt ist!
Wie anders ist der Rausch des Alkohols! Ich kann mir dann nicht mehr vertrauen, weil meine Sinne nur noch verschwommen wahrnehmen. Ich wanke, verschütte, stosse an. Was ich sagen will, weiss ich nicht mehr. Stattdessen höre ich mich Dinge sagen - viel zu laut - von denen etwas in mir gleichzeitig denkt "was für ein Blödsinn". Ich werde nicht ernstgenommen. Ich mache mich abhängig. Druck ist da, gross, und muss betäubt werden. Ich kann nicht weiter denken als: Jetzt laufe ich von hier zu dieser Tür - - hier das Klo - - etc. Ich verschwinde, mein Selbst wird verwischt. Eine Wolke, die mich und mir die Sicht verstellt. Der Alkohol betäubt, und betäubt regiert es sich schlecht.
Aber was für eine Ausgangslage, wenn ich weiss, dass der König in mich verliebt ist!
Freitag, Dezember 18, 2009
bewegte welt 2
Und weil sich Videos selbst hochladen während man dringendere Sachen erledigt, grad noch so eines. Zur Förderung der Seekrankheit. Mein Beitrag zur Völkerverständigung.
Dienstag, Dezember 15, 2009
Buchproduktion
Ausdrucken, schneiden, falten - während 7 Stunden ohne Pause. Danach: Fülle den grössten Rollkoffer, der dir jemals über den Weg gerollt ist, bis oben hin mit dem sorgsam verpackten Papier, renne in 8 Minuten zum Bahnhof um den letzten Zug noch zu erwischen (wohlgemerkt mit dem Rollkoffer), hieve den Koffer anschliessend zu dritt in ein Taxi und fahre nach Hause. Heute folgt das Zusammensetzen der einzelnen Seiten, morgen eine Fahrt zum Buchbinder. Yippieh!!
Dienstag, Dezember 08, 2009
Von der Faltparty zu dir!
2'000 Blatt Papier bestellt, gerechnet, gerechnet, und nochmal gerechnet, Schriften ausprobiert, korrektur gelesen - AU BORD DE LA MER erscheint endlich als Buch. Vermutlich sogar noch vor Weihnachten. Wenn alles gut geht, drucken wir nächste Woche und falten 2000 Blatt von Hand und zu zweit.... dann gehts zum Buchbinder und heraus kommen 50 schöne Büchlein!
Diesen April waren eine Illustratorin und ich in Marokko, wo wir mit Migranten aus Subsaharaländern gesprochen und ihre illegalen Camps gesehen haben. Der Text der Reise wurde zu meiner Diplomarbeit, und zusammen mit den Illustrationen und Tusche-Zeichnungen kann man bald die Buchform erstehen. An der Abstimmung rechts in der Leiste kann man Interesse bekunden, sofern solches vorhanden ist.
Diesen April waren eine Illustratorin und ich in Marokko, wo wir mit Migranten aus Subsaharaländern gesprochen und ihre illegalen Camps gesehen haben. Der Text der Reise wurde zu meiner Diplomarbeit, und zusammen mit den Illustrationen und Tusche-Zeichnungen kann man bald die Buchform erstehen. An der Abstimmung rechts in der Leiste kann man Interesse bekunden, sofern solches vorhanden ist.
Donnerstag, Dezember 03, 2009
Was Fenchel und CO2-Emissionsabbau gemeinsam haben


Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Fenchel gekauft. Und gekocht und gegessen. Auch in meinem Alter gibt es noch viele erste Male zu begehen. Passend dazu, beziehungsweise apropos erste Schritte, habe ich in der heute erschienenen WOZ einen sehr guten Artikel zur "Klimaerwärmung" ("Ein deutscher Vorschlag zeigt, wie der globale Klimawandel gerade noch zu bewältigen wäre. Es wird auf jeden Fall verdammt eng.") gelesen - - -
Ich werde zurzeit grad auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig verändert. Sollte Leben nicht immer so sein?
Dienstag, Dezember 01, 2009
Apropos Schnee
So ein schönes Gebet:
Senke meine Tritte ein in deine Fussstapfen,
damit mein Gang nicht wankend sei!
Psalm 17, 5 (Schlachterübersetzung, Version 2000)
Senke meine Tritte ein in deine Fussstapfen,
damit mein Gang nicht wankend sei!
Psalm 17, 5 (Schlachterübersetzung, Version 2000)
Sonntag, November 29, 2009
Good night Switzerland

Dass so viele Menschen (darunter so viele ChristInnen) von ANGST motiviert handeln, macht mir Angst. Auch dass eine grosse Mehrheit von Blutgeld leben will.
Ich habe mich schon 2006 bei der Annahme des neuen Ausländer- und Asylgesetzes von der Welt verabschiedet.
Samstag, November 28, 2009
Spartipps Top 3
Jetzt, wo es in grossen Schritten auf die Adventszeit zugeht und angesichts der globalen Finanzkrise, sind Spartipps gefragter denn je. Hier mein Beitrag und meine aktuellen Top 3:
- Vor dem Einkaufen einen Liter Tee trinken. Mitten im Laden wird man plötzlich sehr schnell nur das Nötigste kaufen und schleunigst nach Hause eilen.
- Zu faul sein um einkaufen zu gehen. Diesen Tipp wende ich regelmässig an. Irgendwas gegen den Hunger findet sich immer im Haushalt, und sonst ist es auch nicht so schlimm.
- Sich im Supermarkt vom Heiligen Geist ablenken lassen, so dass man ständig vergisst, warum man eigentlich gerade zwischen Ladenregalen steht und sich darauf konzentrieren muss, wieder heil nach Hause zu kommen.
- Vor dem Einkaufen einen Liter Tee trinken. Mitten im Laden wird man plötzlich sehr schnell nur das Nötigste kaufen und schleunigst nach Hause eilen.
- Zu faul sein um einkaufen zu gehen. Diesen Tipp wende ich regelmässig an. Irgendwas gegen den Hunger findet sich immer im Haushalt, und sonst ist es auch nicht so schlimm.
- Sich im Supermarkt vom Heiligen Geist ablenken lassen, so dass man ständig vergisst, warum man eigentlich gerade zwischen Ladenregalen steht und sich darauf konzentrieren muss, wieder heil nach Hause zu kommen.
Mittwoch, November 25, 2009
Bilder zum Feierabend



Das Leben kann so spannend sein. Besonders wenn Gott einem immer wieder herausfordert, mal in dieser, mal in jener Sache Schritte zu tun. Oder wenn plötzlich Türen aufgehen.
Meine Mandeln haben wieder Hochsaison. Wenn sie sich nicht langsam an die Regeln halten, lass ich sie rausschneiden.
Zwei Nächte hintereinander praktisch denselben Traum haben und einige Wochen später von vier verschiedenen Leuten Interpretationen bekommen, die sich decken und mich verblüffen. Yes!
Dieses Jahr war ich wider Willen am Zibelemärit und ich hab es unter grosser Anstrengung geschafft, keinen zu erwürgen, der oder die mich mit Konfetti bewarf. Es war aber knapp. Anschliessend lernte ich von meiner Grossmutter ein grossartiges Wort für Zibelechueche (Zwiebelkuchen): Bölletünne. Ostschweiz olé!
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Freitag, November 20, 2009
TräumerInnen
Letzte Nacht träumte ich, dass ich einen Brief an irgendjemanden schreibe, und ich verwendete konsequent immer das Binnen-i, zum Beispiel "So wie alle KünstlerInnen gestern an der Ausstellung über die ÄrztInnen sprachen,..". Der Brief dauerte ewig und als ich aufwachte, war ich so stolz auf mich.
Dienstag, November 17, 2009
Novembermassnahme
This postcard of Plonk&Replonk says it all.....selbst wenn die Sonne mal scheinen würde - die eine Hälfte der Sonnenscheindauer schlafe ich noch, die andere Hälfte verbringe ich damit, in ein Buch, eine Zeitung, oder in einen Bildschirm zu schauen. Wenn ich arbeiten gehe, fahre ich schon im Licht der Strassenlaternen. Konsequenz: Lichtmangel - übergrosse Müdigkeit. Das war meine Offenbarung auf dem Nachhauseweg gestern. Deshalb suchte ich heute die Sonne und fuhr bergauf und durch den Findlingswald auf einen Hügel einige wenige Kilometer ausserhalb Biels.



Am Anfang war die Sonne zu erahnen, aber nach einer Stunde stand ich wie im Frühling mit geschlossenen Augen am Waldrand und liess mich bescheinen. Dazu im Ohr eine Predigt von Bill Johnson über Gnade. Alles passte perfekt zusammen. Die Sonne schien zu den passenden Momenten stärker durch die Wolken, und wie auf Kommando liessen die Bäume ab und zu Blätter runtersegeln. Am Schluss, als ich gerade den mp3-player abgestellt hatte, hüpfte ein Reh vorüber (!).
Montag, November 16, 2009
Freitag, November 13, 2009
Die Zukunftstrasse liegt direkt neben der Zentralstrasse
Transition... irgendwas hat sich dieses Jahr zu bewegen begonnen, und ich habe noch keine Ahnung, wohin es geht, but I embrace it. Ich befinde mich zwischen Studienabschluss und 27. Geburtstag. In der Schublade "Ausweise" liegt ein blaues Papier, das mein Diplom darstellt und das ich für nichts brauchen kann. Menschen zeigen sich interessiert an "Au bord de la mer", aber wir finden noch keine Zeit, in die Druckerei zu gehen. Ich sollte weiterschreiben. Unter meinem Bett liegen Kartons mit CD's. Ich sollte die verschicken, an Radiostationen, Zeitungen, Magazine, Konzertveranstalter. Aber es ist mir egal, so egal. Wenn ich dasitze und zurückschaue auf mein Leben, dann sehe ich Gottes Güte so deutlich, dass sie mich durchflutet und ich beinahe das Bewusstsein verliere. Abends gehe ich arbeiten und tagsüber erledige ich Sachen (interessant, wieviele "Sachen" man so zu erledigen hat, ohne es zu wollen), aber ich befinde mich in einem Schwebezustand zwischen hier und dort, oben und unten. Heaven is here now. Ich fahre nachts durch die Stadt und treffe auf leere Blicke oder auf Wut. Und überall stirbt jemand an Krebs oder ist immer noch arbeitslos. Was ist meine Vision, werde ich gefragt. Was will ich im Leben noch machen? (Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?) Nachdem ich aufgehört habe, in der Vergangenheit zu leben, will ich nicht beginnen, mir etwas in der Zukunft zu suchen. Und selbst wenn ich wollte: Es ginge nicht. Ich brauch das Wasser jeden Tag, und jeder Atemzug ist nötig zum leben; Gott ist mir Sauerstoff. Alles was gut ist, nehme ich an. So fliegt mir die Zukunft entgegen während ich stehe. Oder liegt sie schon da und ich laufe hinein?
PS. Die Zukunftstrasse liegt wirklich neben der Zentralstrasse. Als auf der Zentralstrasse Baustelle war, musste ich immer den Umweg über die Zukunftstrasse machen. Aber es war eine nette Abwechslung, eigentlich.
PS. Die Zukunftstrasse liegt wirklich neben der Zentralstrasse. Als auf der Zentralstrasse Baustelle war, musste ich immer den Umweg über die Zukunftstrasse machen. Aber es war eine nette Abwechslung, eigentlich.
Donnerstag, November 12, 2009
Fruchtzwerge? Fruchtengel!
Unter den Christinnen und Christen gibt es einige, die würden etwas erst als Das Reden Gottes bezeichnen, wenn es in Neonfarben auf einem blinkenden grossen Schild stehen würde, das unter Erdbeben und Vulkanausbrüchen vom Himmel heruntergelassen würde. Dann gibt es andere, die jede ihrer neusten Erkenntnissen mit den Worten "So sprach der Herr: ..." einleiten, bloss weil ihre Topfpflanze Blätter verlor oder weil gerade ein Käfer die Fensterscheibe hochgelaufen ist - alles ist ein Zeichen und eine Botschaft. Ich verspüre in meinem Leben eine deutliche Tendenz zur zweitgenannten Gruppe. Im Zweifelsfall: nehmen. Wenn es gut ist: Machen. Oder ausprobieren.
So kommt man auch zu Fruchtengeln. Ich mag eigentlich Früchte, einige wenigstens, aber ich habe immer wieder Phasen im Leben, da würde es mir in einem Laden nie einfallen, Früchte zu kaufen. Und esse dann auch wochenlang keine. So merke ich ab und zu, dass ich mehr Vitamine bräuchte. Vor einigen Jahren z.B. hat mir das sogar der Arzt gesagt. Trotzdem versiffte ich es immer, Früchte zu essen. Eines Tages setzte ich mich in einen Zug. Da kam plötzlich eine Frau auf mich zu, sie trug einen Korb voller Früchte. Ohne gross etwas zu sagen, streckte sie mir den Korb hin, und zwar nicht nur "anbietend", sondern richtig aufdringlich: "nimm!!!!". Ich lehnte zuerst höflich, dankend ab, aber dann blieb mir keine Wahl, die Frau ging nämlich nicht weiter. Also nahm und ass ich Früchte. Die Frau tat dies nur bei mir, und lief dann weiter, ich habe sie nie mehr gesehen (sie war ziemlich auffällig).
So kommt man auch zu Fruchtengeln. Ich mag eigentlich Früchte, einige wenigstens, aber ich habe immer wieder Phasen im Leben, da würde es mir in einem Laden nie einfallen, Früchte zu kaufen. Und esse dann auch wochenlang keine. So merke ich ab und zu, dass ich mehr Vitamine bräuchte. Vor einigen Jahren z.B. hat mir das sogar der Arzt gesagt. Trotzdem versiffte ich es immer, Früchte zu essen. Eines Tages setzte ich mich in einen Zug. Da kam plötzlich eine Frau auf mich zu, sie trug einen Korb voller Früchte. Ohne gross etwas zu sagen, streckte sie mir den Korb hin, und zwar nicht nur "anbietend", sondern richtig aufdringlich: "nimm!!!!". Ich lehnte zuerst höflich, dankend ab, aber dann blieb mir keine Wahl, die Frau ging nämlich nicht weiter. Also nahm und ass ich Früchte. Die Frau tat dies nur bei mir, und lief dann weiter, ich habe sie nie mehr gesehen (sie war ziemlich auffällig).
Waffen importieren
Tolle Lobpreislieder schreiben und spielen und aufnehmen und dann zum Gratisdownload anbieten. Danke, Pfingstpanzer!
Dienstag, November 10, 2009
Fahrt nach Zürich
Um 15 Uhr 30 Uhr stand ich im beinahe strömenden Regen mit "Zürich"-Schild an der Autobahnauffahrt in Biel. Nach wenigen Sekunden schon hielt eine junge Frau an, die mich mitnehmen konnte bis zur allseits beliebten Raststätte Deitingen. Leider waren sowohl Parkplatz wie auch Tankstelle leer, aber dafür fiel mir spontan ein Lied ein, das ich singen konnte ohne dass jemand blöd schaute. Gottes Güte erfüllte mich und gut, konnte ich mich gerade noch auf den Beinen halten. Nach etwa 5-10 Minuten kam ein kleines Auto gefahren, darin sassen zwei Jungs im Alter von etwa 14 Jahren. 14?? Am Steuer?? Sie fuhren an mir vorbei, hielten an und fuhren rückwärts zurück. Der Fahrer kurbelte das Fenster runter und sagte, sie könnten mich mitnehmen. Ich musste mich zusammenreissen, um nicht nach seinem Führerausweis zu fragen. Die Situation fand ich aber so lustig (ich, die ältere Dame, mit den zwei fahrenden Teenagern), dass ich einstieg.. Es stellte sich heraus, dass sie Landmaschinenmechanikerlehrlinge (was für ein Wort) sind und für ihre Abschlussarbeit unterwegs waren. Mit wie alt schliesst man eine Lehre ab? Jedenfalls fuhren sie mich sicher bis zur Raststätte Kölliken bei Aarau. Auf der war ich noch nie gewesen. Sie wurde gerade umgebaut und war deshalb zu. Na bravo! Zum Glück funktionierte die Tankstelle noch. Es befanden sich zwei (2) Autos auf der ganzen Raststätte, im einen schlief der Fahrer.. Ich blieb zuversichtlich, immer noch erheitert vom vorherigen Erlebnis und voll von Gottes Gegenwart. Tatsächlich setzte sich auch schon das andere Auto - ein Offroader - in Bewegung, fuhr auf mich zu und hielt an! Ein grauhaariger, sehr sympathisch wirkender Mann war am Steuer. Ein Thurgauer. Wir unterhielten uns wunderbar, er war wirklich einer der nettesten Fahrer, den ich je gehabt hatte. Da er an Zürich vorbei in den Osten fuhr, stieg ich beim Fressbalken aus. Würde ich hier ein Auto finden, das mich in die City fuhr? Da mein netter Fahrer noch tanken musste, stieg ich an der Zapfsäule aus. Vor uns stand ein Auto mit ZH-Nummernschild, die junge Fahrerin in einer FlightAttendant-Uniform war grad am tanken. Ich sprach sie an und sie sagte, sie fahre zum Flughafen, ich könne gern mitkommen, wenn ich wolle, und dort die S-Bahn oder das Tram nehmen. Ich wollte unbedingt mit einer Flight Attendant mitfahren! Und den Flughafen liebe ich auch! It's about living, baby, not about achieving goals (=pünktlich sein). Also los. Kaum eingestiegen, bot sie mir diverse Früchte an und fragte, ob die Kabinentemperatur, äh, die Temperatur im Auto ok sei für mich (!). Sie erzählte mir von ihrem Job, sie arbeitet nämlich für Charterflugzeuge, also Wenigplätzer, und bedient nationale und internationale PolitikerInnen, ManagerInnen, Militärs. Ich bekam Einblicke in eine völlig fremde Welt - das ist es, warum ich trampe. Super. Am Flughafen erledigte ich meine üblichen Rituale (Flughafebeck, Postkarte verschicken) und erwischte dann ohne zu Hetzen in der letzten Sekunde einen Zug, der direkt in den Stadtteil fuhr, in den ich musste.
Samstag, November 07, 2009
BJ
"Show me somebody who will earnestly pray without a crisis, and I'll show you someone who will solve the crisis when it comes."
"The christian life is an invitation to live in between two conflicting realities.. .. and living with trust and praise at the same time"
- Bill Johnson
Freitag, November 06, 2009
Bahnhofträume
Es gibt ja bekanntlich Leute, die dauernd Flughafenträume haben.
Ich hatte die beiden letzten Nächte zwei Bahnhofträume.. In der ersten Nacht war ich in Deutschland an einem kleinen Bahnhof, in der zweiten Nacht in einem Pariser Vorort. Beide Male wollte ich am Schalter fragen, wie teuer ein Ticket in die Schweiz ist. Und beide Male musste ich ewig lange warten, bzw. wachte auf, während ich noch wartete. Hmm..
Ich frage mich, ob es Menschen gibt, die Fahrradunterstandträume haben.
Ich hatte die beiden letzten Nächte zwei Bahnhofträume.. In der ersten Nacht war ich in Deutschland an einem kleinen Bahnhof, in der zweiten Nacht in einem Pariser Vorort. Beide Male wollte ich am Schalter fragen, wie teuer ein Ticket in die Schweiz ist. Und beide Male musste ich ewig lange warten, bzw. wachte auf, während ich noch wartete. Hmm..
Ich frage mich, ob es Menschen gibt, die Fahrradunterstandträume haben.
Donnerstag, November 05, 2009
Virus vs. Cee: 1:0
Es ist erstaunlich, was so ein kleines Virüsschen anrichten kann. War man gerade noch superproduktiv und vital, im Kiesertraining, am Wäsche waschen und Wohnung putzen, so liegt man plötzlich im Bett und mag nichtmal auf Klo gehen. Jeder Muskel schmerzt, die Bronchien tun weh, und man ist einfach: schwach. Dabei ist es nur ein kleines Grippchen. Nichtmal richtig hohes Fieber. Erstaunlich auch, wie man dann hauptsächlich Körper ist. Geist und Seele sind in den Ferien, so scheint es. Man mag nicht lesen, nicht essen, nicht reden, nichts hören, nichts sehen. Dafür kann man plötzlich schlafen, und zwar immer. Der Schlaf wird nur unterbrochen für Kleiderwechsel, Klo oder zum trinken (weil man ja viel trinken sollte und so viel geschwitzt hat).
Gestern um 21 Uhr schlafen gegangen, heute um 10 Uhr 30 erwacht. Jetzt langsam back to normal life. Hallo Geist, hallo Seele, hallo Welt!
23h50 Nachhausekommen von der Arbeit. 00h15 Im Bett sein aber frieren. 02h30 Schweissgebadet erwachen. 05h00 Schweissgebadet erwachen. 10h30 Erwachen, duschen, Tee kochen, schlafen. 13h Erwachen, kalten Tee trinken, 5 Darvida essen, schlafen. 15h Erwachen, zur Apotheke. 16h schlafen. 17h erwachen, Tee trinken, schlafen. 19.30 Krankenbesuch bekommen. 20h Erkältungsbad nehmen. 21h Schlafen. 10h30 Erwachen.
Gestern um 21 Uhr schlafen gegangen, heute um 10 Uhr 30 erwacht. Jetzt langsam back to normal life. Hallo Geist, hallo Seele, hallo Welt!
23h50 Nachhausekommen von der Arbeit. 00h15 Im Bett sein aber frieren. 02h30 Schweissgebadet erwachen. 05h00 Schweissgebadet erwachen. 10h30 Erwachen, duschen, Tee kochen, schlafen. 13h Erwachen, kalten Tee trinken, 5 Darvida essen, schlafen. 15h Erwachen, zur Apotheke. 16h schlafen. 17h erwachen, Tee trinken, schlafen. 19.30 Krankenbesuch bekommen. 20h Erkältungsbad nehmen. 21h Schlafen. 10h30 Erwachen.
Mittwoch, November 04, 2009
Körper
Es begann mit einem verspannten Nacken und Kopfschmerzen, vor etwa drei Wochen. Nachdem sich noch ein Schnupfen, Husten und Hals-, Ohren-, Zahnschmerzen dazugesellt hatten, wurde es letzte Nacht. Schon beim Schlafengehen tat mir jeder Muskel weh und ich fror. Ich lag unter Schlafsack und Duvet, trug Wollsocken und hatte eine heisse Bettflasche an mich gedrückt. Und fror. Nach etwa zwei Stunden, in denen ich nie recht wusste, ob ich schlief oder nicht, erwachte ich klatschnass und musste Kleider wechseln. Als ich aufstand, fror ich wieder. Ich mass Fieber und hatte 38.4. Mein Puls und meine Gedanken rasten. Zwei Stunden später musste ich wieder die Kleider wechseln. Dann schlief ich endlich durch bis in den Vormittag hinein. Hoffentlich war's das jetzt.
Mittwoch, Oktober 28, 2009
Aus dem Kellnerinnenleben 2
Gestern bediente ich drei eher obskure Gestalten. Ein sehr sehr netter Deutscher, der mit zwei finster dreinblickenden, gebrochen englisch sprechenden Männern essen ging. Es seien seine Geschäftspartner, sagte er, und tat sein Bestes, dass sie sich wohlfühlten. Der eine sagte während des ganzen Abends kein (!) Wort und als er fertig gegessen hatte, aber die anderen zwei noch bei weitem nicht, winkte er mich an den Tisch und reichte mir seinen Teller zum abräumen - wie gesagt obwohl die andern zwei noch mitten am essen waren.. Andere Länder, andere Sitten, vermutlich. Sein Kollege nebenan trank schon zu Beginn zwei Schnäpse und dann fleissig Weisswein, bevor er wieder zu den Schnäpsen überging. Nach dem Essen wollte er die Hotelzimmer sehen. Zufällig waren fast alle frei (wir sind sonst fast jeden Abend ausgebucht) und so zeigte ich ihm und dem Deutschen die Zimmer. Als wir in der Dachsuite ankamen, sagte der ausländische Kollege zu mir "this would be a good room to make movies.. you know.." und zwinkerte mir zu. Es war sofort klar, welche Art von "movies" er meinte. In den dreieinhalb Jahren, die ich dort arbeite und in denen ich unzählige Male Gäste in die Zimmer geführt hatte, musste ich noch nie auf eine solche Aussage antworten und war dementsprechend überrumpelt. Und abgesehen davon wüsste ich auch nicht, was an diesem Raum sexuell erregend sein sollte. Leider fielen mir alle guten Antworten erst ein, als die Typen schon lange weg waren (und nachdem DER Kollege eben beim Verabschieden noch nach meiner Privatnummer gefragt hatte - HALLO?!?!?!). Ich dachte dann: Mann! Männer! aber das ist fies, denn schliesslich waren die anderen 10 Männer, die an dem Abend bei uns assen, die Freundlichkeit und Anständigkeit in Person.
Samstag, Oktober 24, 2009
Trophäenjagd
Diese hübschen süssen kleinen Kätzchen! Wie sie unschuldig daliegen!
Mitten in der Nacht, auf dem Weg zum Klo...
Kürzlich erwachte ich, weil meine Mitbewohnerin frühmorgens auf dem Weg ins Bad einen Schreckensschrei ausstiess. Sie war auf etwas getreten (barfuss), das sich nacher als Vogelkopf herausstellte.
Donnerstag, Oktober 22, 2009
Ling finden

Seit über anderthalb Jahren wohne ich, wo ich wohne. Dank Jack verschlug es mich diesen Sommer auch ein, zweimal in den Wald in der Nähe. Heute wollte der neue, von mir montierte Pneu an meinem Velo mal einen anderen Untergrund befahren als Asphalt. Also fuhr ich am Waldrand entlang und gelangte bald in eine andere Welt: Weite Äcker, Felder, Wiesen. Ruhe..., und Ausblick in drei Himmelsrichtungen: Links die Alpen im Dunst, geradeaus der See im Dunst, rechts der Jura im Dunst. Ich stiess auf mehrere Schilder aus dem Jahr 1980, die eine Skizze des Waldstücks zeigten, mit den Standorten der vielen Findlinge! Ein Findlingswald - 10 Fahrradminuten von mir entfernt. Ich nehme das als prophetisch und werde wieder hingehen.
Dienstag, Oktober 20, 2009
Gott beim Wort nehmen
Wie aus dem letzten Eintrag gut ersichtlich ist, gibt es auch in meinem (haha) Leben Situationen, in denen ich am Ende meines Lateins bin. Wie Greis rappt:
"Du bisch ei Teil vo dr Lösig oder du bisch ei Teil vom Problem" (Du bist ein Teil der Lösung oder du bist ein Teil des Problems).
Und: "Mir si am beschte Ort, zur beschte Zit / Privilegie zieh Verantwortig mit, wäu dini Site" (Wir sind am besten Ort, zur besten Zeit / Privilegien ziehen Verantwortig mit, wähl deine Seite").
Ausserdem lebe nicht mehr länger ich, sondern Er in mir. Das heisst, ich nehme das ernst was er sagt:
"Gütig ist der Herr, eine Zuflucht am Tag der Not; und er kennt die, welche auf ihn vertrauen" (Nahum 1, 7, Schlachter 2000)
Ich nehme Gott beim Wort. Wie gut ist es, nicht selbst eine Lösung finden zu müssen, wenn man selbst keine Lösung finden kann. So ziehe ich mich jetzt zurück an den geheimen Ort und frage Gott, was seine Strategie ist, wie er mich im Leben von Y. brauchen will.
"Du bisch ei Teil vo dr Lösig oder du bisch ei Teil vom Problem" (Du bist ein Teil der Lösung oder du bist ein Teil des Problems).
Und: "Mir si am beschte Ort, zur beschte Zit / Privilegie zieh Verantwortig mit, wäu dini Site" (Wir sind am besten Ort, zur besten Zeit / Privilegien ziehen Verantwortig mit, wähl deine Seite").
Ausserdem lebe nicht mehr länger ich, sondern Er in mir. Das heisst, ich nehme das ernst was er sagt:
"Gütig ist der Herr, eine Zuflucht am Tag der Not; und er kennt die, welche auf ihn vertrauen" (Nahum 1, 7, Schlachter 2000)
Ich nehme Gott beim Wort. Wie gut ist es, nicht selbst eine Lösung finden zu müssen, wenn man selbst keine Lösung finden kann. So ziehe ich mich jetzt zurück an den geheimen Ort und frage Gott, was seine Strategie ist, wie er mich im Leben von Y. brauchen will.
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Montag, Oktober 19, 2009
Bürgerrecht im Himmel aber leben in der Welt
Was tust du, wenn du die einzige Person bist, die ein Migrant in Europa kennt? Und du hast ein sicheres, schönes Leben, kannst dir einiges mehr leisten als das, was man zum Leben so braucht. Er weiss nicht mal, wie sich Essen kaufen. Mit dem einzigen Geld, das er hat, ruft er dich an, und sagt, dass er Hilfe braucht, und dass du die einzige Person bist, die er um Hilfe fragen kann.
Du weisst, dass seine Situation so gut wie aussichtslos ist. Du kennst die Gesetzgebung und die gängigen Verfahren ein bisschen. Aber, er ist keine Situation. Er ist kein Fall, nein, du hast ihm in die Augen geschaut und seine Geschichte gehört, du hast seine Tränen gesehen und ja, das tönt jetzt pathetisch. Was tust du, wenn du beschlossen hast, nach dem Herz zu handeln? Kannst du noch länger sagen "ich kann nicht", "geht halt nicht", und dann das Telefon auf lautlos stellen und Parties mit dem Heiligen Geist schmeissen?
Ich bin absolut angewiesen auf jedes einzelne Gebet, auf fachkundige Ratschläge (Anlaufstellen und Asylwesen in Spanien/Frankreich/Schweiz), und noch vielmehr Y. Danke schon jetzt für die vielen kleinen Schritte, die die Welt anders drehen lassen.
Du weisst, dass seine Situation so gut wie aussichtslos ist. Du kennst die Gesetzgebung und die gängigen Verfahren ein bisschen. Aber, er ist keine Situation. Er ist kein Fall, nein, du hast ihm in die Augen geschaut und seine Geschichte gehört, du hast seine Tränen gesehen und ja, das tönt jetzt pathetisch. Was tust du, wenn du beschlossen hast, nach dem Herz zu handeln? Kannst du noch länger sagen "ich kann nicht", "geht halt nicht", und dann das Telefon auf lautlos stellen und Parties mit dem Heiligen Geist schmeissen?
Ich bin absolut angewiesen auf jedes einzelne Gebet, auf fachkundige Ratschläge (Anlaufstellen und Asylwesen in Spanien/Frankreich/Schweiz), und noch vielmehr Y. Danke schon jetzt für die vielen kleinen Schritte, die die Welt anders drehen lassen.
Sonntag, Oktober 18, 2009
Musikempfehlung
Nachdem ich dem Rat meines Bruders gefolgt bin und nun das Lied höre, hier ebenfalls eine dringende Aufforderung, sich "Teil vom Problem" von Greis vom Netz runterzuladen. Sofern man berndeutsch versteht.. auch sonst natürlich..
Nachtrag:
Eigentlich ist es eine dringende Aufforderung, sich den Text aufmerksam anzuhören und zu Herzen zu nehmen.
Nachtrag:
Eigentlich ist es eine dringende Aufforderung, sich den Text aufmerksam anzuhören und zu Herzen zu nehmen.
Donnerstag, Oktober 15, 2009
Gute Nachricht von der Grenze
Im April habe ich ihn getroffen, Y., in Marokko, nahe der algerischen Grenze. Wir haben uns einige Tage lang immer wieder gesehen, stundenlang hat er von seiner Reise erzählt, von Ghana durch die Wüste nach Libyen, über das Meer nach Italien, Ausschaffung, nochmal durch die Wüste. Er hat so viele Menschen - Freunde, Kinder, Wegbegleiterinnen - sterben sehen und musste sie liegen lassen. Er hat miterlebt wie die Polizei sein Boot im Meer absichtlich angefahren hat und erst wieder zurückgekehrt ist um ihn und andere aus dem Wasser zu fischen, als die Mehrheit bereits ertrunken war.
Ich kehrte zurück und habe meine Diplomarbeit geschrieben, und Y. kommt ganz oft vor, zu ihm hatte ich den grössten Bezug während meiner Zeit dort.
Heute erreicht mich die Nachricht, dass er es geschafft hat. Er ist in Europa! Er lebt noch! Selten so eine schöne Nachricht gehört!
Ich kehrte zurück und habe meine Diplomarbeit geschrieben, und Y. kommt ganz oft vor, zu ihm hatte ich den grössten Bezug während meiner Zeit dort.
Heute erreicht mich die Nachricht, dass er es geschafft hat. Er ist in Europa! Er lebt noch! Selten so eine schöne Nachricht gehört!
Dienstag, Oktober 13, 2009
Chum, versuum mi
"..ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüsst habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde.." (Philipper 3, 8+9, Schlachter revidiert)
beziehungsweise:
"Aber alles, was mir früher sonst wie wichtig gewesen ist, bedeutet für mich heute nur einen Haufen Scheisse, wenn ich es mit dem vergleiche, was ich jetzt mit Jesus habe! Mir ist echt klar geworden, dass im Vergleich mit den unbeschreiblichen geilen Sachen, die ich jetzt mit Jesus habe, mir alles andere in der Welt echt am Arsch vorbeigeht. Solange ich Jesus habe, kannst du mir alles andere echt schenken! (...) Es geht mir nur um ihn. Ich möchte immer besser kapieren, wie er drauf ist. Ich will ihn immer besser kennenlernen, möchte immer mehr so werden wie er. Die Kraft, die durch seine Auferstehung freigesetzt wurde, will ich auch erleben" (Philipper 3, 7-10, Volxbibel)
Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich.. (Psalm 73, 28, Schlachter revidiert)
..
Aus isch Füdle im Vergliich zu däm!
beziehungsweise:
"Aber alles, was mir früher sonst wie wichtig gewesen ist, bedeutet für mich heute nur einen Haufen Scheisse, wenn ich es mit dem vergleiche, was ich jetzt mit Jesus habe! Mir ist echt klar geworden, dass im Vergleich mit den unbeschreiblichen geilen Sachen, die ich jetzt mit Jesus habe, mir alles andere in der Welt echt am Arsch vorbeigeht. Solange ich Jesus habe, kannst du mir alles andere echt schenken! (...) Es geht mir nur um ihn. Ich möchte immer besser kapieren, wie er drauf ist. Ich will ihn immer besser kennenlernen, möchte immer mehr so werden wie er. Die Kraft, die durch seine Auferstehung freigesetzt wurde, will ich auch erleben" (Philipper 3, 7-10, Volxbibel)
Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich.. (Psalm 73, 28, Schlachter revidiert)
..
Aus isch Füdle im Vergliich zu däm!
Sonntag, Oktober 04, 2009
In der Gegenwart, alles
Mal wieder Soaking ausprobiert (beim letzten Mal bekam ich nach 23 Sekunden unbändige Lust, die Brombeeren zu schneiden, und schnitt dann während den nächsten anderthalb Stunden Brombeeren). Vorgestern also: Bisschen liegen, nichts sagen, bisschen die Gedanken kommen und vor allem gehen lassen. Aaah, und dann bin ich irgendwann ganz auf diesen Heiligen Geist ausgerichtet. Und er beginnt zu wirken. Tags darauf irgendwo auf jemanden warten und dabei lesen, und plötzlich diese Herrlichkeit spüren und nicht mehr aufrecht sitzen können, nicht mehr lesen können - die Buchstaben verschwimmen vor meinen Augen - ... uff...wow. Dann arbeiten gehen und mich unendlich aufregen über eine Kleinigkeit. Nach fünf Minuten denken, wie lächerlich diese Aktion doch gerade war. Inzwischen liebe ich es, mich über Sachen wahnsinnig aufzuregen und im Anschluss über diese Enerviertheit zu lachen. Love me and embrace a minefield. Ich habe überall so HeiligGeist-Gegenwarts-Bomben in meinem Leben, und ab und zu geht eine hoch. Dann ist es am tollsten.
Heute erfahren, dass eine junge Frau gestorben ist, jünger als ich, einfach so. Ihre Familie gehört fest zu einer langen Zeitspanne meines bisherigen Lebens. Dann macht sich diese Ohnmacht breit und welche Worte sage ich jetzt, denke ich jetzt.
Die Gitarre nehmen und diese Leere singen wollen, weil nur mit Tönen etwas formuliert werden kann, gerade jetzt. Da gits keni Wort wo häufe, s git kei Wort wo nütze, drum füu du dä Ruum mit dire Gägewart.
Die Gegenwart von Gott ist wieder mal das einzige, was nicht fehl am Platz ist. Diese Heiligkeit bringt immer Frieden und eine Freude, aber genau jetzt ist sie schlicht und einfach grösser und mächtiger als die Trauer und die Leere, obwohl letzteres immer noch da ist, da sein kann und darf. Es bleibt mir keine Option als diese Gegenwart hineinzulassen.
Heute erfahren, dass eine junge Frau gestorben ist, jünger als ich, einfach so. Ihre Familie gehört fest zu einer langen Zeitspanne meines bisherigen Lebens. Dann macht sich diese Ohnmacht breit und welche Worte sage ich jetzt, denke ich jetzt.
Die Gitarre nehmen und diese Leere singen wollen, weil nur mit Tönen etwas formuliert werden kann, gerade jetzt. Da gits keni Wort wo häufe, s git kei Wort wo nütze, drum füu du dä Ruum mit dire Gägewart.
Die Gegenwart von Gott ist wieder mal das einzige, was nicht fehl am Platz ist. Diese Heiligkeit bringt immer Frieden und eine Freude, aber genau jetzt ist sie schlicht und einfach grösser und mächtiger als die Trauer und die Leere, obwohl letzteres immer noch da ist, da sein kann und darf. Es bleibt mir keine Option als diese Gegenwart hineinzulassen.
Dienstag, September 29, 2009
Ich und die Faulheit
Zuerst stand das Velo auf dem Kopf vor der Haustür. Irgendwann hinter dem Haus. Das Ersatzvelo fuhr sich immer mühsamer. Dann ein erster Reparaturversuch. Ein zweiter. Nach Wochen und Wochen des mühevollen Unterwegssein endlich mal der Kauf eines neuen Schlauchs.
Das Leben ist so viel einfacher, schneller, bequemer, fliegender, wunderbarer, mit einem funktionierenden, gut gepumpten Velo und mit neuen Pneus.
Das Leben ist so viel einfacher, schneller, bequemer, fliegender, wunderbarer, mit einem funktionierenden, gut gepumpten Velo und mit neuen Pneus.
Montag, September 28, 2009
Heilig
Heute eine Predigt von Cindy Jacobs über "Heiligkeit" gehört. Yes, genau das ist es.
Schliesslich heisst es nicht der "Wunderbare Geist" oder der "Schöne Geist" oder der "Starke Geist" sondern der "Heilige Geist". Dieses Wesen Gottes, diese Eigenschaft, soll sich in meinem Leben "manifestieren", sprich: sichtbar werden, Realität sein. Und es ist unglaublich toll. Keine Gesetzlichkeit! Kein Muss! Es ist ein Ich will.. wow.. und die ganze Welt ändert sich.
Die Predigt kann mit Kreditkarte hier gehört werden. ($1 Audio bis $5 fast-DVD-qualität)
Noch eine andere lustige Anekdote aus der Predigt. Anscheinend wurde die Frau von Billy Graham mal gefragt, ob sie jemals eine Scheidung in Betracht gezogen habe. Sie antwortete: Mord, ja, aber Scheidung nein.
Schliesslich heisst es nicht der "Wunderbare Geist" oder der "Schöne Geist" oder der "Starke Geist" sondern der "Heilige Geist". Dieses Wesen Gottes, diese Eigenschaft, soll sich in meinem Leben "manifestieren", sprich: sichtbar werden, Realität sein. Und es ist unglaublich toll. Keine Gesetzlichkeit! Kein Muss! Es ist ein Ich will.. wow.. und die ganze Welt ändert sich.
Die Predigt kann mit Kreditkarte hier gehört werden. ($1 Audio bis $5 fast-DVD-qualität)
Noch eine andere lustige Anekdote aus der Predigt. Anscheinend wurde die Frau von Billy Graham mal gefragt, ob sie jemals eine Scheidung in Betracht gezogen habe. Sie antwortete: Mord, ja, aber Scheidung nein.
Sonntag, September 27, 2009
Gut, nicht gut, gut, nicht gut, gut
Viel Wissen zu hören, lesen, zu sammeln und horten ist gut!
Das richtige Wissen zum richtigen Zeitpunkt präsent zu haben ist das Beste.. und Gnade..
Stapelweise Bücher über den Heiligen Geist, Salbung, Heilung und Fürbitte zu lesen ist gut!
Megabyteweise Predigten über Gottes Herrlichkeit, Wunder und Prophetie zu hören ist gut!
Eine Martha zu werden ist nicht gut!
In der Gegenwart von Gott liegen sitzen stehen gehen schlafen essen fahren ist das Beste...
..."und besser als für Jesus Sandwiches zu machen, die er nicht bestellt hat" (Bill Johnson)
Das richtige Wissen zum richtigen Zeitpunkt präsent zu haben ist das Beste.. und Gnade..
Stapelweise Bücher über den Heiligen Geist, Salbung, Heilung und Fürbitte zu lesen ist gut!
Megabyteweise Predigten über Gottes Herrlichkeit, Wunder und Prophetie zu hören ist gut!
Eine Martha zu werden ist nicht gut!
In der Gegenwart von Gott liegen sitzen stehen gehen schlafen essen fahren ist das Beste...
..."und besser als für Jesus Sandwiches zu machen, die er nicht bestellt hat" (Bill Johnson)
Samstag, September 26, 2009
Trampen im Jura
Wieder einmal hitchhiking at its best. Gestern war ich eingeladen, an einem Fest einer Kollegin zu rappen. Seit Tagen hatte ich verzweifelt meinen Schweizer Strassenatlas gesucht und ihn nicht gefunden (Hinweise vom Heiligen Geist, z.B. via Träume, sind herzlich willkommen). Also den Routenplaner von g.maps befragt und mit einer alten Schweizerkarte von 1969 oder so losgetrampt. g-maps wies mich an, die Autobahn in Richtung Neuchâtel-Yverdon in einem kleinen Kaff zu verlassen und dort eine Strasse zu nehmen, welche quer durch den Jura direkt in das Dorf führt, in das ich will. Die Reise ist hier nachzulesen.
Aber weil die Rückreise so schön war, hier ein Auszug (Neuchâtel-Biel):
Dann kommt das Tramp-Erlebnis des Jahres dahergefahren: Ein Partymobil. Es ist ein oranger kleiner Bus, aus dem lauter Techno dröhnt. Innen sitzen sieben (7) Jungs im Alter von ca. 20-24 Jahren. Es ist morgens um 10 Uhr, Zeit für ein erstes Bierchen und den ersten Joint… Als sie neben mir anhalten, johlen alle und klopfen an die Decke. Ich muss so fest lachen ob diesem Anblick, dass mir alle guten Vorsätze von wegen “nicht einsteigen bei mehreren Männern” vergessen gehen. Das hier sind Jugendliche im Partymobil und ich habe ein gutes Bauchgefühl. So steige ich unter Gejohle ein und kriege Bierchen, Suze und Joint angeboten. Die Jungs sind aus Genf und fahren nach Zürich. Testosteron pur. Sie haben zu siebt in diesem VW-Bus geschlafen letzte Nacht und sehen auch dementsprechend aus. Aber sie sind sehr nett, und in Biel fahren sie mich sogar durch die ganze Stadt bis zu einer grossen Kreuzung kurz vor meinem Zuhause. Als ich aussteige, singen sie alle zusammen “Joyeux Anniversaire!” für mich, so dass sich alle PassantInnen der Umgebung verwundert umdrehen. Wieder mal ein einmaliges Erlebnis, das einem nur beim Trampen passieren kann.
Aber weil die Rückreise so schön war, hier ein Auszug (Neuchâtel-Biel):
Dann kommt das Tramp-Erlebnis des Jahres dahergefahren: Ein Partymobil. Es ist ein oranger kleiner Bus, aus dem lauter Techno dröhnt. Innen sitzen sieben (7) Jungs im Alter von ca. 20-24 Jahren. Es ist morgens um 10 Uhr, Zeit für ein erstes Bierchen und den ersten Joint… Als sie neben mir anhalten, johlen alle und klopfen an die Decke. Ich muss so fest lachen ob diesem Anblick, dass mir alle guten Vorsätze von wegen “nicht einsteigen bei mehreren Männern” vergessen gehen. Das hier sind Jugendliche im Partymobil und ich habe ein gutes Bauchgefühl. So steige ich unter Gejohle ein und kriege Bierchen, Suze und Joint angeboten. Die Jungs sind aus Genf und fahren nach Zürich. Testosteron pur. Sie haben zu siebt in diesem VW-Bus geschlafen letzte Nacht und sehen auch dementsprechend aus. Aber sie sind sehr nett, und in Biel fahren sie mich sogar durch die ganze Stadt bis zu einer grossen Kreuzung kurz vor meinem Zuhause. Als ich aussteige, singen sie alle zusammen “Joyeux Anniversaire!” für mich, so dass sich alle PassantInnen der Umgebung verwundert umdrehen. Wieder mal ein einmaliges Erlebnis, das einem nur beim Trampen passieren kann.
Freitag, September 25, 2009
mah no meh
Danke, Knackeboul! (siehe Minute 1.45-1.50)
Knackeboul hat übrigens ein Mixtape gemacht, das zu kaufen sich auf jeden Fall lohnt. Cee ist auch darauf vertreten. Es ist erhältlich ab Mitternacht auf knackeboul.com!
Nachtrag: Es ist GRATIS erhältlich bzw. downloadbar.
Um jegliche Gerüchte vorweg zu entkräften: Knackebouls langjährige Freundin heisst nicht Salome. And I'm married to Jesus anyway.
Mittwoch, September 23, 2009
Alles
Ich fahre mit einem Kollegen im Zug von Bern nach Biel. Er fragt mich: "Und, was hörst du so für Musik zur Zeit?" - Ich: "ääähm.... also.... hauptsächlich so Bands von einer christlichen Gemeinde in Kalifornien.. Kim Walker und so..". Später fragt er: "Was für Bücher liest du gerade?" - Ich: "ööööhm... also... hauptsächlich so christliche Sachbücher.. zum Beispiel über übernatürliche Heilung, oder über Prophetie und so" - "aha".
Auf meinem Nachttisch stapeln sich zur Zeit 9 Bücher, in denen ich immer lese wenn ich nicht grad Wäsche aufhänge, Gott anbete, mit dem Geist rumhänge (siehe Beitrag unten), Predigten höre, Himbeeren pflücke oder arbeite. Von Benny Hinn über Shane Claiborne (Javejavour: Ja! Endlich! Es ist super!) bis zu Beni Johnson, Storch und Andreas Herrmann. Daneben verschiedene Bibelübersetzungen.
Ah, es ist ein schönes Leben, so.
Es ist mir sowieso ein Rätsel, warum nicht alle Menschen mit Gott leben:
- Es macht Spass ("it's fun" klingt besser und es stimmt)
- Es ist unglaublich spannend
- Es verändert einen zum Guten - immer und immer wieder
- Es befreit (! Nicht: Es unterstellt einem tausend Regeln)
- Es gibt Sauerstoff
- It's so much fun
- Alles andere wird so unwichtig bzw. verliert an Gewicht
- Ach.. am besten selbst ausprobieren, jede Beschreibung versagt schlussendlich weil sie es nie ganz einfangen kann.
Auf meinem Nachttisch stapeln sich zur Zeit 9 Bücher, in denen ich immer lese wenn ich nicht grad Wäsche aufhänge, Gott anbete, mit dem Geist rumhänge (siehe Beitrag unten), Predigten höre, Himbeeren pflücke oder arbeite. Von Benny Hinn über Shane Claiborne (Javejavour: Ja! Endlich! Es ist super!) bis zu Beni Johnson, Storch und Andreas Herrmann. Daneben verschiedene Bibelübersetzungen.
Ah, es ist ein schönes Leben, so.
Es ist mir sowieso ein Rätsel, warum nicht alle Menschen mit Gott leben:
- Es macht Spass ("it's fun" klingt besser und es stimmt)
- Es ist unglaublich spannend
- Es verändert einen zum Guten - immer und immer wieder
- Es befreit (! Nicht: Es unterstellt einem tausend Regeln)
- Es gibt Sauerstoff
- It's so much fun
- Alles andere wird so unwichtig bzw. verliert an Gewicht
- Ach.. am besten selbst ausprobieren, jede Beschreibung versagt schlussendlich weil sie es nie ganz einfangen kann.
Montag, September 21, 2009
ha ess und ich
CINCINNATI — Mike Thomas, 23, enjoys cultivating a close relationship with the Holy Spirit, but some friends say he’s become too familiar with the third person of the Trinity.
When they call to ask what Mike is doing, he now tells them, "Me and HS are down at the coffee shop."
"It took me a while to figure out who ‘HS’ was, especially when I would get there and Mike was alone," says a friend.
Lately, Mike tells friends he’s "hanging with the Ghost."
"We all know the Holy Spirit is with us, but it’s hard for us to relate to him like Mike does," says one friend.
When the group heads out to dinner or a movie Mike sometimes pauses and says, "Hey guys, let’s not forget the Ghost."
When they meet new people, Mike introduces himself — and the Holy Spirit.
"It’s a little awkward when you’re meeting girls," says one friend. "They’re like, ‘Who else you got with you, Casper?’"
When Mike arrives at church for worship he has started announcing, "Woohoo! Another dose of the Ghost." He has even been heard to say during praise time, "You are the Ghostest with the mostest."
Mike also insists that people call the third person of the trinity "Holy Spirit" rather than "the Holy Spirit."
"Holy Spirit is a person, not a thing," he chides. "Do you want people to call you ‘The John Smith’?"
Friends say they appreciate Thomas’s close relationship with the Holy Spirit, even though it’s making their social lives challenging.
"We’re asking Holy Spirit to talk with him about it," they say. •
Von: LarkNews.com
When they call to ask what Mike is doing, he now tells them, "Me and HS are down at the coffee shop."
"It took me a while to figure out who ‘HS’ was, especially when I would get there and Mike was alone," says a friend.
Lately, Mike tells friends he’s "hanging with the Ghost."
"We all know the Holy Spirit is with us, but it’s hard for us to relate to him like Mike does," says one friend.
When the group heads out to dinner or a movie Mike sometimes pauses and says, "Hey guys, let’s not forget the Ghost."
When they meet new people, Mike introduces himself — and the Holy Spirit.
"It’s a little awkward when you’re meeting girls," says one friend. "They’re like, ‘Who else you got with you, Casper?’"
When Mike arrives at church for worship he has started announcing, "Woohoo! Another dose of the Ghost." He has even been heard to say during praise time, "You are the Ghostest with the mostest."
Mike also insists that people call the third person of the trinity "Holy Spirit" rather than "the Holy Spirit."
"Holy Spirit is a person, not a thing," he chides. "Do you want people to call you ‘The John Smith’?"
Friends say they appreciate Thomas’s close relationship with the Holy Spirit, even though it’s making their social lives challenging.
"We’re asking Holy Spirit to talk with him about it," they say. •
Von: LarkNews.com
Donnerstag, September 17, 2009
vom murmeln zum rappen
Mittwoch, September 16, 2009
Vielleicht doch Vegetarierin werden?
Heute habe ich Murmeltier gegessen. Ein junges. So wie das links auf dem Bild. Ich fühlte mich zuerst ein wenig schlecht. Aber es war herrlich. Mmmh. Richtig würzig. Aus dem Bündnerland. Von einem vernünftigen, sympatischem Jäger geschossen. Es hatte ein kurzes, aber äusserst glückliches und gesundes Leben.
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Frau SAW,
Leben im Kleinzoo,
Leben Mit Menschen
Montag, September 14, 2009
Fest ernten, danke
Heute durfte ich mein Diplom entgegennehmen, ganz offiziell mit Festansprache und Apéro und einzeln aufgerufen werden etc., und sogar richtigem Essen danach.
Heute habe ich es in die Apotheke geschafft. Ich verbrauche ein Taschentuch pro Minute, durchschnittlich, aber kein Fieber. Solange mir die Stimme nicht abhanden kommt, ist mir alles egal.
Heute war ich kurz im Garten und erblickte plötzlich Kartoffelstauden. Kartoffelstauden? Ach ja, richtig, wir haben ja was eingegraben diesen Frühling. Ich scharrte ein bisschen und musste anschliessend richtig suchen, um eine genug grosse Kiste zu finden. I know what I'll be doing next spring!
Heute las ich krasse Alttestamentgeschichten und hörte Predigten, die mich zu verändern begonnen haben. Ich habe Hunger und will Siege über Krebs feiern, Siege über Migräne feiern, Siege über den Tod feiern. Um es mit den Worten einer mir nahe stehenden Bewegung (Bewegung - stehend?) auszudrücken: Du willst auch ein Stück vom Kuchen? Ich nehm die ganze Bäckerei.
Es gibt nur eine Bäckerei und die gehört meinem Vater, hehe. Jemand hat Saatkartoffeln vergraben, und ich verbringe jetzt meine Tage damit, den Boden umzupflügen. Ich nehm den ganzen Acker. Ich kaufe Öl für meine Lampe - - -
Heute habe ich es in die Apotheke geschafft. Ich verbrauche ein Taschentuch pro Minute, durchschnittlich, aber kein Fieber. Solange mir die Stimme nicht abhanden kommt, ist mir alles egal.
Heute war ich kurz im Garten und erblickte plötzlich Kartoffelstauden. Kartoffelstauden? Ach ja, richtig, wir haben ja was eingegraben diesen Frühling. Ich scharrte ein bisschen und musste anschliessend richtig suchen, um eine genug grosse Kiste zu finden. I know what I'll be doing next spring!
Heute las ich krasse Alttestamentgeschichten und hörte Predigten, die mich zu verändern begonnen haben. Ich habe Hunger und will Siege über Krebs feiern, Siege über Migräne feiern, Siege über den Tod feiern. Um es mit den Worten einer mir nahe stehenden Bewegung (Bewegung - stehend?) auszudrücken: Du willst auch ein Stück vom Kuchen? Ich nehm die ganze Bäckerei.
Es gibt nur eine Bäckerei und die gehört meinem Vater, hehe. Jemand hat Saatkartoffeln vergraben, und ich verbringe jetzt meine Tage damit, den Boden umzupflügen. Ich nehm den ganzen Acker. Ich kaufe Öl für meine Lampe - - -
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Donnerstag, September 10, 2009
Auch alte Christinnen können Gott entdecken
Es ist unglaublich, wie sich die Tage füllen, wenn sie nicht schon voll sind. Sobald die Konzerte vorbei sind, stelle ich mir eine Tagesstruktur auf für die nächsten drei Monate. Welch ein Privileg. Welch eine Notwendigkeit. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder 100% für jemand anders zu arbeiten.
Es ist unglaublich, wie Gottes Gegenwart Raum einnimmt, wenn ich ihr Raum gebe, und was es verändert. Ich habe schon immer an Gott geglaubt, aber gleichzeitig lebte ich auch sehr atheistisch: Beten für Dinge, von denen ich aber im innersten glaubte, dass sie unveränderbar sind. Das hat sich jetzt zu ändern begonnen (has been changing), und plötzlich tun sich so viele Möglichkeitsräume auf. Aha, wenn Gott wirklich nichts unmöglich ist, und wenn da wirklich ein Gott ist, der lebt, und der eben Gott ist, dann könnte ja diese Person wirklich frei werden?! Und diese Sache wirklich verändert, nachhaltig?! Wenn das, was mich bewegt, den Gott bewegt ("what moves you, moves him"- Bill Johnson), dann hat Gebet ja tatsächlich Kraft?! Dann krieg ich ja voll Lust, zu beten, viel zu beten, immer zu beten! Und so weiter.
Es ist sehr schön, zu merken, dass ein Leben mit Gott nicht zwingend so aussehen muss, wie es die letzten 10 Jahre ausgesehen hat. Also nicht nur so. Es waren ja auch wahnsinnig viele tolle Sachen in den letzten 10 Jahren. Ich meinte: Da liegt noch so viel bereit.
Und wir laufen hinein!!
Es ist unglaublich, wie Gottes Gegenwart Raum einnimmt, wenn ich ihr Raum gebe, und was es verändert. Ich habe schon immer an Gott geglaubt, aber gleichzeitig lebte ich auch sehr atheistisch: Beten für Dinge, von denen ich aber im innersten glaubte, dass sie unveränderbar sind. Das hat sich jetzt zu ändern begonnen (has been changing), und plötzlich tun sich so viele Möglichkeitsräume auf. Aha, wenn Gott wirklich nichts unmöglich ist, und wenn da wirklich ein Gott ist, der lebt, und der eben Gott ist, dann könnte ja diese Person wirklich frei werden?! Und diese Sache wirklich verändert, nachhaltig?! Wenn das, was mich bewegt, den Gott bewegt ("what moves you, moves him"- Bill Johnson), dann hat Gebet ja tatsächlich Kraft?! Dann krieg ich ja voll Lust, zu beten, viel zu beten, immer zu beten! Und so weiter.
Es ist sehr schön, zu merken, dass ein Leben mit Gott nicht zwingend so aussehen muss, wie es die letzten 10 Jahre ausgesehen hat. Also nicht nur so. Es waren ja auch wahnsinnig viele tolle Sachen in den letzten 10 Jahren. Ich meinte: Da liegt noch so viel bereit.
Und wir laufen hinein!!
Donnerstag, September 03, 2009
Amazing grace, how sweet the sound of my cell phone when it rings today
Es ist sehr schön, eine Maus mit USB-Anschluss zu haben. Danke Erne.
Es ist sehr schön, dass es heute regnet.
Es ist sehr schön, mit meiner Bliss Sister Kaffee zu trinken, während sie noch schläft, hehe
Es ist sehr schön, während dem Schreiben dieses Blogeintrags, den ich nur zu schreiben begonnen habe, um die kaum aushaltbare Wartezeit bis zum Anruf meiner Studiengangsleiterin zu überbrücken, während also eben diesem Verfassen dieses Blogeintrages von meiner Studiengangsleiterin angerufen zu werden, die mir sagt: Ich habe dir eine gute Nachricht - du hast bestanden!
Es ist sehr schön, dass es heute regnet.
Es ist sehr schön, mit meiner Bliss Sister Kaffee zu trinken, während sie noch schläft, hehe
Es ist sehr schön, während dem Schreiben dieses Blogeintrags, den ich nur zu schreiben begonnen habe, um die kaum aushaltbare Wartezeit bis zum Anruf meiner Studiengangsleiterin zu überbrücken, während also eben diesem Verfassen dieses Blogeintrages von meiner Studiengangsleiterin angerufen zu werden, die mir sagt: Ich habe dir eine gute Nachricht - du hast bestanden!
Mittwoch, September 02, 2009
Jesus starb für mich, weil ich so ein superguter Mensch bin und so toll und brilliant
Wochenlang oder sogar Monate himmelhochjauchzend. Gott ist gut, mein Leben ist gut, alles ist voller wunder und herrlich. Man ahnt es schon. Irgendwann kommt der Punkt, wo ich im Bett liege und merke, dass ich zwar ein Abbild Gottes bin, aber nicht perfekt. Oh, mein Charakter. Meine Muster. Fehleinschätzungen, Fehlentscheide, Fehler. Ich habe FreundInnen vor den Kopf gestossen, was jetzt? Dann das Wissen, dass Gott immer noch gut ist, seine Liebe zu mir immer noch da, er selbst immer noch da. Sind das jetzt leere Worte? Ich muss und will an meinem Charakter arbeiten und Gott an mir arbeiten lassen. Ich will Gott suchen, weil nur von dort Leben kommt. Alles andere, was ich suche und mich damit fülle, saugt Leben aus mir ab und lässt mir leer zurück.
Einen ganzen Tag wie eine dieser halb ausgedörrten Fliegen auf dem Fensterbrett herumzappeln. Selbstverdammnis kommt immer wieder hoch, das habe ich verdient. Früher hätte ich mich in einer solchen Situation, wenn es innerlich drückt und reisst und weh tut, selbst verletzt und bestraft, oder mich betäubt, oder alles wegzudrängen versucht mit Ablenkung. Aber ich will nicht im Kampf sein um zu verlieren.
Wie kann ich Gottes Nähe suchen, wenn ich mich selbst ablehne? Wenn ich mich selbst abstosse, kann ich mich auch nicht in Gottes Thronsaal reinbugsieren, weil ich es nicht verdiene.
Ich ertappe mich dabei, wie ich bete "Du bist auch für das gestorben, was ich schlecht mache - - äh.. also gerade für das, eigentlich".
Mit Jesus in der Badewanne liegen und Gnade spüren. Merken, dass Gott tatsächlich lebendig ist und somit auf einen eingeht und etwas verändert. Den Atheismus in mir aufdecken und abwaschen.
Gott ist immer gut, und seine Nähe zu suchen immer die beste Lösung und immer möglich. Das sind jetzt keine leeren Worte sondern soeben erlebt.
Yeah yeah yeah
Einen ganzen Tag wie eine dieser halb ausgedörrten Fliegen auf dem Fensterbrett herumzappeln. Selbstverdammnis kommt immer wieder hoch, das habe ich verdient. Früher hätte ich mich in einer solchen Situation, wenn es innerlich drückt und reisst und weh tut, selbst verletzt und bestraft, oder mich betäubt, oder alles wegzudrängen versucht mit Ablenkung. Aber ich will nicht im Kampf sein um zu verlieren.
Wie kann ich Gottes Nähe suchen, wenn ich mich selbst ablehne? Wenn ich mich selbst abstosse, kann ich mich auch nicht in Gottes Thronsaal reinbugsieren, weil ich es nicht verdiene.
Ich ertappe mich dabei, wie ich bete "Du bist auch für das gestorben, was ich schlecht mache - - äh.. also gerade für das, eigentlich".
Mit Jesus in der Badewanne liegen und Gnade spüren. Merken, dass Gott tatsächlich lebendig ist und somit auf einen eingeht und etwas verändert. Den Atheismus in mir aufdecken und abwaschen.
Gott ist immer gut, und seine Nähe zu suchen immer die beste Lösung und immer möglich. Das sind jetzt keine leeren Worte sondern soeben erlebt.
Yeah yeah yeah
Montag, August 31, 2009
Aus dem Kellnerinnenleben
Samstag, 16 Uhr, Ende August. Das schönste Hotel/Restaurant weit und breit. Als ich von der Hotelfrau übernehme, sind wir schon längst ausgebucht. Draussen sitzen Leute im Garten und verlangen immer wieder etwas, drinnen versuche ich, die Tische so anzuordnen, dass alle irgendwie reinpassen, denn es wird kalt werden draussen. Im Hotelbetrieb herrscht ziemliches Durcheinander, da wir ausgebucht sind mit KünstlerInnen und GaleristInnen aus aller Welt, die sich weder um das Rauchverbot kümmern noch darum, ihre Konsumationen zu bezahlen. (Einige. Die meisten waren superlieb).
Dauernd klingelt das Telefon. Französisch, Englisch, Deutsch. Non, désolée, on a plus de place. Sollen ich draussen aufdecken? Oder wird es heute definitiv zu kalt? Die Küchencrew und wir zwei Kellnerinnen essen. Nach zehn Minuten steht ein Paar aus Deutschland da, zum einchecken. Ich frage nach Passnummer und erkläre die Schlüssel, führe sie zum Zimmer. Wir betreten es, es stinkt nach Rauch!! (Rauchverbot seit 1.Juli). Die beiden fragen mich empört, ob wir denn keine Nichtraucherzimmer hätten. Doch doch, es ist alles Nichtraucher, aber anscheinend hätten die letzten Gäste sich nicht daran gehalten, es täte mir sehr leid. Es ist noch nicht genug: Das zweite Bett ist nicht bezogen. Ein Missverständnis. Ich entschuldige mich noch einmal und hole sofort Bettzeugs, beziehe vor den beiden das Bett und versuche derweilen, mit Smalltalk die Stimmung zu retten und die Zeit zu überbrücken, in der ich krampfhaft versuche, entspannt und sicher zu wirken beim Decken-in-den-Anzug-stopfen. Ein Kissen fehlt auch. Im Schrank, der mit "Ersatzkissen" angeschrieben ist, gähnende Leere. Ich entschuldige mich ein drittes Mal und renne im Hotel umher. Währenddessen ist der Restaurationsbetrieb losgegangen. Ausser Atem will ich das Kissen bringen, aber da sind sie grad im Bad. Also deponiere ich es im Putzraum nebenan.
Direkt runter in den Service. Eine Gruppe von 7 Frauen kommt rein: "Warum ist unser Tisch hier, können wir nicht in den Wintergarten". - Wir haben nur 4er Tische im Wintergarten, sorry. "Ja aber da könnte man doch die Tische so und so zusammenschieben, das würde schon gehen". -AAAAAAHH, ich bin ja nicht dumm und habe mir von halb 5 bis 6 die beste Lösung für alle überlegt und ausserdem warten schon 12 andere Leute darauf, an ihre Tische geführt zu werden. Einige sitzen draussen und fragen nach Decken, andere stehen drinnen herum und können sich nicht entscheiden. Dann wollen alle gleichzeitig bestellen. Wir rennen und lächeln, schenken "ruhig" teuren Rotwein ein, machen Essensempfehlungen. Aus der Küche läutet es und läutet und läutet. Ja, ja, welchen Tisch? 32? Haben die nicht Auberginenröllchen bestellt? Ah, Suppenlöffel vergessen. Brot? Ja, bringe ich sofort. Oh, 24 möchte schon lange bestellen. Keine Zeit, Tisch 9 hat noch keinen Rotwein und der Hauptgang ist schon fast da.
An einem Tisch sitzt eine Frau, die, wenn sie ein Mann wäre, bestimmt schon lange General der Schweizer Armee wäre. Nun ist sie aber weiblich und kommandiert mich herum als wäre ich ihr Ganggo. Ich hetze in die Küche und mache mein Statement: "Morgen suche ich mir einen ruhigeren Job!". Das Telefon klingelt: "Hello, we are staying in your hotel tonight. Now we're at the trainstation with our bikes, can you give us the directions how to get to you?" - sure.
Zwei Stunden später. Wir bringen Desserts und Grappa, an einem Tisch sitzen drei Leute und sind wunderbar lieb. Die 7-er Gruppe hält meine 22-jährige Arbeitskollegin und mich für die Chefinnen des Hauses!! Draussen sitzt ein junges Zürcherpäärchen und ist supersympa. In der Küche läuft Electro und die velofahrenden Australier haben endlich das Hotel gefunden. Sie ist ursprünglich Polin und ich grabe meinen polnischen Wortschatz aus. Dobra. Ich habe den besten Job der Welt. Nie will ich etwas anderes arbeiten.
Die Frau vom Raucherzimmer-ohne-Kopfkissen steht im Schlafanzug im Treppenhaus und fragt nach dem versprochenen Kissen. Sh**, das ist untergegangen.
22 Uhr. Ich muss DRINGEND auf Klo. Ah, besetzt. Da ruft schon wieder jemand und will Kaffee. Ich mache Kaffee. Der Tisch nebenan will bezahlen. Ich kassiere ein. Nun aber wirklich!! Da läutet die Küche. Sorbet, schnell, sonst schmilzts (blitzts z züri?). 22.30. Endlich.
23 Uhr. Ich bringe die Küchencrew auf den Geschmack von Suze Tonic.
01 Uhr 15. Checkliste. Sind alle Konsumationen der Hotelgäste an den richtigen Meldescheinen? Ist die Küche kontrolliert? Alles Material aufgefüllt? Stimmt die Kasse?
Gegen 3 einschlafen...
Dauernd klingelt das Telefon. Französisch, Englisch, Deutsch. Non, désolée, on a plus de place. Sollen ich draussen aufdecken? Oder wird es heute definitiv zu kalt? Die Küchencrew und wir zwei Kellnerinnen essen. Nach zehn Minuten steht ein Paar aus Deutschland da, zum einchecken. Ich frage nach Passnummer und erkläre die Schlüssel, führe sie zum Zimmer. Wir betreten es, es stinkt nach Rauch!! (Rauchverbot seit 1.Juli). Die beiden fragen mich empört, ob wir denn keine Nichtraucherzimmer hätten. Doch doch, es ist alles Nichtraucher, aber anscheinend hätten die letzten Gäste sich nicht daran gehalten, es täte mir sehr leid. Es ist noch nicht genug: Das zweite Bett ist nicht bezogen. Ein Missverständnis. Ich entschuldige mich noch einmal und hole sofort Bettzeugs, beziehe vor den beiden das Bett und versuche derweilen, mit Smalltalk die Stimmung zu retten und die Zeit zu überbrücken, in der ich krampfhaft versuche, entspannt und sicher zu wirken beim Decken-in-den-Anzug-stopfen. Ein Kissen fehlt auch. Im Schrank, der mit "Ersatzkissen" angeschrieben ist, gähnende Leere. Ich entschuldige mich ein drittes Mal und renne im Hotel umher. Währenddessen ist der Restaurationsbetrieb losgegangen. Ausser Atem will ich das Kissen bringen, aber da sind sie grad im Bad. Also deponiere ich es im Putzraum nebenan.
Direkt runter in den Service. Eine Gruppe von 7 Frauen kommt rein: "Warum ist unser Tisch hier, können wir nicht in den Wintergarten". - Wir haben nur 4er Tische im Wintergarten, sorry. "Ja aber da könnte man doch die Tische so und so zusammenschieben, das würde schon gehen". -AAAAAAHH, ich bin ja nicht dumm und habe mir von halb 5 bis 6 die beste Lösung für alle überlegt und ausserdem warten schon 12 andere Leute darauf, an ihre Tische geführt zu werden. Einige sitzen draussen und fragen nach Decken, andere stehen drinnen herum und können sich nicht entscheiden. Dann wollen alle gleichzeitig bestellen. Wir rennen und lächeln, schenken "ruhig" teuren Rotwein ein, machen Essensempfehlungen. Aus der Küche läutet es und läutet und läutet. Ja, ja, welchen Tisch? 32? Haben die nicht Auberginenröllchen bestellt? Ah, Suppenlöffel vergessen. Brot? Ja, bringe ich sofort. Oh, 24 möchte schon lange bestellen. Keine Zeit, Tisch 9 hat noch keinen Rotwein und der Hauptgang ist schon fast da.
An einem Tisch sitzt eine Frau, die, wenn sie ein Mann wäre, bestimmt schon lange General der Schweizer Armee wäre. Nun ist sie aber weiblich und kommandiert mich herum als wäre ich ihr Ganggo. Ich hetze in die Küche und mache mein Statement: "Morgen suche ich mir einen ruhigeren Job!". Das Telefon klingelt: "Hello, we are staying in your hotel tonight. Now we're at the trainstation with our bikes, can you give us the directions how to get to you?" - sure.
Zwei Stunden später. Wir bringen Desserts und Grappa, an einem Tisch sitzen drei Leute und sind wunderbar lieb. Die 7-er Gruppe hält meine 22-jährige Arbeitskollegin und mich für die Chefinnen des Hauses!! Draussen sitzt ein junges Zürcherpäärchen und ist supersympa. In der Küche läuft Electro und die velofahrenden Australier haben endlich das Hotel gefunden. Sie ist ursprünglich Polin und ich grabe meinen polnischen Wortschatz aus. Dobra. Ich habe den besten Job der Welt. Nie will ich etwas anderes arbeiten.
Die Frau vom Raucherzimmer-ohne-Kopfkissen steht im Schlafanzug im Treppenhaus und fragt nach dem versprochenen Kissen. Sh**, das ist untergegangen.
22 Uhr. Ich muss DRINGEND auf Klo. Ah, besetzt. Da ruft schon wieder jemand und will Kaffee. Ich mache Kaffee. Der Tisch nebenan will bezahlen. Ich kassiere ein. Nun aber wirklich!! Da läutet die Küche. Sorbet, schnell, sonst schmilzts (blitzts z züri?). 22.30. Endlich.
23 Uhr. Ich bringe die Küchencrew auf den Geschmack von Suze Tonic.
01 Uhr 15. Checkliste. Sind alle Konsumationen der Hotelgäste an den richtigen Meldescheinen? Ist die Küche kontrolliert? Alles Material aufgefüllt? Stimmt die Kasse?
Gegen 3 einschlafen...
Montag, August 24, 2009
Quer durch meine kleine grosse Welt
(Den zweiten Steinpilz von rechts in der dritten Reihe, die zwei kleinen darunter sowie sämtliche Eierschwämme hab ich gefunden. Die andern waren da erfolgreicher. Dafür war meiner al dente.)In 2 Lifts nach Leverkusen stöpplen und unbeschreibbar gottimprägnierte 20 Stunden dort verbringen (BLISS). Beim zurückstöpplen hinter einer Raststätte in die Aare springen und Schwimmversuche unternehmen. Am nächsten Tag: Mit einem KardiologInnen-Ehepaar und ihrem Baby ins Graubünden brausen. Bei einem urchigen, bärtigen Sockenverkäufer ein Paar Wandersocken für 17.- kaufen wollen und dann zwei solche für insgesamt 15.- bekommen. Direkt vor das Verladeportal für den Autozug des Vereinatunnels gefahren werden. In einem LKW sitzen und 20 Minuten lang durch den Tunnel brausen. Anderthalbstunden bergauf keuchen. Buch fertig layouten. Steinpilze suchen gehen (2,2kg in einer Stunde!)(zu viert). Um 6 Uhr morgens aufstehen und ins Tal hüpfen. Predigten hörend vier Stunden Zug fahren. Arbeiten. In den Gottesdienst stöpplen. Wieder einmal denken: Bin ich nicht einfach in der besten Gemeinde der Welt? Kaum mehr atmen können, weil Gottes Gegenwart meine Lungen ausfüllt. Mit meiner Bliss-Sister nach Hause fahren und Honigwaffeln essen und wunderbare mails lesen. Nächste Woche ist Rapwoche und zum Buchbinder geh ich auch. Gott ist unglaublich gut!
Samstag, August 15, 2009
Eine Jury liest 750 Seiten - - -
Life goes on and God is good!
Im September wird eine CD von "Wolfpack" erscheinen, wo ich auch mitrappe. Wolfpack ist eine Jazzcombo, und es ist demnach eine Verschmelzung von Jazz, Beats, Rap und Lyrik. Mit auf Tournee darf ich auch:
DO 10.9., Les Amis, Wohnzimmer, Bern
FR 11.9., Chäsi, Gysenstein
MI 16.9., Moods, Zürich
SA 19.9., Mokka, Thun
Siehe auch Links zu den Veranstaltungsorten auf der cee-site.
Nun heisst es üben, Buch produzieren, gärtnern, und arbeiten. Ab Anfang Oktober werde ich jeden DI/DO/FR/SA Abend arbeiten. MI/SO bin ich jeweils auch weg am Abend; bleibt noch der Montagabend übrig, aber da kann ich vielleicht alben ins Studio, zur Pflege meiner etwas vernachlässigten Rapkarriere. Ist dann mein Sozialleben tot? Ich lade halt jeweils die Menschheit zum Frühstück in meinen Garten ein. Es ist sowieso herrlich, tagsüber nicht arbeiten zu müssen. Abends draussen servieren ist wunderbar, und nach Mitternacht durch die schlafende Stadt nach Hause zu fahren, immer ein Vergnügen.
Im September wird eine CD von "Wolfpack" erscheinen, wo ich auch mitrappe. Wolfpack ist eine Jazzcombo, und es ist demnach eine Verschmelzung von Jazz, Beats, Rap und Lyrik. Mit auf Tournee darf ich auch:
DO 10.9., Les Amis, Wohnzimmer, Bern
FR 11.9., Chäsi, Gysenstein
MI 16.9., Moods, Zürich
SA 19.9., Mokka, Thun
Siehe auch Links zu den Veranstaltungsorten auf der cee-site.
Nun heisst es üben, Buch produzieren, gärtnern, und arbeiten. Ab Anfang Oktober werde ich jeden DI/DO/FR/SA Abend arbeiten. MI/SO bin ich jeweils auch weg am Abend; bleibt noch der Montagabend übrig, aber da kann ich vielleicht alben ins Studio, zur Pflege meiner etwas vernachlässigten Rapkarriere. Ist dann mein Sozialleben tot? Ich lade halt jeweils die Menschheit zum Frühstück in meinen Garten ein. Es ist sowieso herrlich, tagsüber nicht arbeiten zu müssen. Abends draussen servieren ist wunderbar, und nach Mitternacht durch die schlafende Stadt nach Hause zu fahren, immer ein Vergnügen.
Montag, August 10, 2009
Au bord de la mer

9x 53 Seiten ausgedruckt und abgegeben. Jetzt Zuckerloch. Wo ist der nächste Laden?Am 1.9. Jurygespräch, 2.9. der Entscheid, 4.9. Lesung hier in Biel und dann fort, ihr Ziegen!
Montag, August 03, 2009
Freakstock 2009


Vier Tage lang gefühlt und jetzt spontan gesagt: Mein bisher schönstes und bestes Freakstock!
Mit meinem Freund, Versorger, Tröster, Lover, König Jesus rumgehangen, mit meinem Freund, Versorger, Tröster, Lover, König Jesus rumgehangen, mit meinem Freund, Versorger, Tröster, Lover, König Jesus rumgehangen. Getanzt. Gegessen (wow... da war aber ein guter Schichtleiter in der Küche). Raketenklub! Mit Erne und Marco beten, mit Pas-du und Conny Abendmahl feiern (ohne Wespen), mit Julia, Muck und Rettungsdecke Polonaise durch den Raketenklub tanzen, mich mit Erne als Astronautin verkleiden. Storch-Predigt, Kuky-Predigt. Dieses Jahr nur drei Stromausfälle mitbeheben müssen (Eingepacktes Utensil des Jahres: Stirnlampe). Ein BETT haben. GEDUSCHT haben (einmal).
Hinfahrt: 7 Autos und 1 Reisebus, 12 Stunden. Rückfahrt: 7 Autos, eines davon mit integrierter Popcornmaschine, 12 Stunden.
Fehler des Freakstocks: Keine Turnschuhe (jetzt, wo ich nicht mehr stark sein muss, dachte ich, ich könne ein Freakstock mit nur FlipFlops und Chinesenschlarpen mitmachen).
Anderes eingepacktes Utensil des Jahres: Pulverkaffee (pimp my freakstockcoffee)
Kauf des Jahres: Jumbo Jet: bang bang headshot EP!!!!
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Autostop,
Gott und Bliss,
Jack,
Leben Mit Menschen
Dienstag, Juli 28, 2009
2001-2009
Ende Juli 2001 fuhr ich zum ersten Mal ans Freakstock.. das war glaubich auch das einzige Jahr, wo ich nicht mitgearbeitet hab?! Egal, ich freu mich sowieso wie ein kleines Kind, jetzt wieder gepackt zu haben und in 15 Stunden loszufahren!
Au revoir!
Au revoir!
Montag, Juli 27, 2009
Statement einer Serviceangestellten und einer, die gern lebt
In wenigen Tagen wird es einen Monat her sein, seit man im Kanton Bern in Restaurants etc. nicht mehr rauchen darf.
Ich liebe es, zu rauchen. Ah, dieses Ritual, eine Zigarette zu drehen, den noch feuchten Tabak zwischen den Fingern zu haben, der erste Zug: Ziehen, Rauch behalten, und wieder ausatmen.
Gleichzeitig finde ich das Rauchen etwas vom Schlimmsten. Im Zug kurz vor dem Einfahrt in einen Bahnhof hinter Menschen stehen, die die Zigi schon zwischen den Lippen haben und das Feuerzeug in der Hand, die aus der Tür stürzen und sich sofort die Zigi anzünden. Mit Raucherinnen und Rauchern an einer Hochzeit sein, und dann den halben Abend allein am Tisch sitzen, weil alle draussen am rauchen sind. Menschen kennen und sehr sehr gern haben, und wissen, dass sie bald sterben werden, weil das Gift unzähliger Zigaretten ihren Körper kaputtgemacht hat (das ist das Schlimmste. Ich sollte keine RaucherInnen mögen - es tut zu fest weh, später). Menschen kennen, die nicht genug Geld haben, um mit dem Bus in die Stadt fahren zu können oder um sich Gemüse zu kaufen, aber die alles, was sie haben, einem riesigen Nikotinkonzern opfern.
Es gibt kein Rauchverbot. Jede und jeder darf immer noch rauchen, so oft sie oder er will. Erst seit knapp einem Monat muss man dazu von einem Restauranttisch aufstehen und die paar Schritte nach draussen machen.
Seit knapp einem Monat bin ich nicht mehr gezwungen, drei- oder viermal pro Woche während 7-9 Stunden mitzurauchen.
Ein Journalist schrieb mal "Wenn sich einer in einem geschlossenen Raum, wo sich noch andere Menschen befinden, eine Zigarette anzündet, dann handelt er so, als ob er mit ausgestrecktem Mittelfinger einen Raum betreten würde". Think about it.
Ich liebe es, zu rauchen. Ah, dieses Ritual, eine Zigarette zu drehen, den noch feuchten Tabak zwischen den Fingern zu haben, der erste Zug: Ziehen, Rauch behalten, und wieder ausatmen.
Gleichzeitig finde ich das Rauchen etwas vom Schlimmsten. Im Zug kurz vor dem Einfahrt in einen Bahnhof hinter Menschen stehen, die die Zigi schon zwischen den Lippen haben und das Feuerzeug in der Hand, die aus der Tür stürzen und sich sofort die Zigi anzünden. Mit Raucherinnen und Rauchern an einer Hochzeit sein, und dann den halben Abend allein am Tisch sitzen, weil alle draussen am rauchen sind. Menschen kennen und sehr sehr gern haben, und wissen, dass sie bald sterben werden, weil das Gift unzähliger Zigaretten ihren Körper kaputtgemacht hat (das ist das Schlimmste. Ich sollte keine RaucherInnen mögen - es tut zu fest weh, später). Menschen kennen, die nicht genug Geld haben, um mit dem Bus in die Stadt fahren zu können oder um sich Gemüse zu kaufen, aber die alles, was sie haben, einem riesigen Nikotinkonzern opfern.
Es gibt kein Rauchverbot. Jede und jeder darf immer noch rauchen, so oft sie oder er will. Erst seit knapp einem Monat muss man dazu von einem Restauranttisch aufstehen und die paar Schritte nach draussen machen.
Seit knapp einem Monat bin ich nicht mehr gezwungen, drei- oder viermal pro Woche während 7-9 Stunden mitzurauchen.
Ein Journalist schrieb mal "Wenn sich einer in einem geschlossenen Raum, wo sich noch andere Menschen befinden, eine Zigarette anzündet, dann handelt er so, als ob er mit ausgestrecktem Mittelfinger einen Raum betreten würde". Think about it.
Freitag, Juli 24, 2009
Ich will auch Alphirtin sein



Auf dem Holzfeuerherd kochen, auf der offenen Wiese "duschen", Tagwacht um 06.30 Uhr, Rinder zählen (85) auf 2'500müM, am Himmel fast mehr Sterne sehen als Dunkelheit, Textkonzepte erarbeiten, Eier aus dem Hühnerstall holen, auf einem Plumpsklo sitzen das nur hinten und auf den Seiten Wände hat, Holz den Steilhang hochschleppen, Murmeltiere beobachten, sich einen Weg über eine Sumpfwiese suchen.Ausblick von morgens um halb 7 bis abends nach Sonnenuntergang: Berninapass, Nationalpark, Ofenpass, Italien, Österreich, Flüelapass.
Hin- und Rückweg per Autostop. Auf dem Rückweg (über den Flüelapass) auf einer Raststätte stehen, als ein Auto nebenan auf der Autobahn vorbeirast, abrupt bremst, auf dem Pannenstreifen rückwärts fährt, wegen einem aus der Raststätte herausfahrenden LKWs wieder vorwärts fahren muss, dann wieder rückwärts fährt bis auf die Raststätte und neben mich, und mich dann bis vor meine Haustür fährt.
Mittwoch, Juli 22, 2009
Mit 90'000 Zeichen auf 2'000 Höhenmeter
90'000 Zeichen - die erforderte Textmasse hab ich heute erreicht. Jetzt muss es auch noch gut werden.. Deshalb ziehe ich mich morgen für drei Tage auf eine Alp zurück.
Viva la Grischa!
Viva la Grischa!
Montag, Juli 20, 2009
Biel-Tarifa
44 Stunden unterwegs, davon sind 8 Stunden Schlaf...
9 Autos, drei Länder. 2'092 km.
Der Bericht darüber ist jetzt auf cee trampt online.
9 Autos, drei Länder. 2'092 km.
Der Bericht darüber ist jetzt auf cee trampt online.
Donnerstag, Juli 16, 2009
Spanische Wahrheiten
Beim Durchlesen des Notizbuchs, das ich auf meiner Reise dabeihatte, fand ich meine Notizen aus Barcelona. Hier die
"Wahrheiten ohne Anspruch auf Vollständigkeit":
1. Man ist nicht in einer Stadt gewesen, wenn man nicht mit dem Bus gefahren ist.
2. Man ist nicht richtig in einem Land gewesen, wenn man nicht auch einmal in einer Stadt war, welche nicht eine Landesmetropole ist.
3. Man hat nicht richtig gegeben, wenn es einem nichts gekostet hat.
4. Man ist erst in einer richtig touristischen Stadt gewesen, wenn man dort Leute aus dem eigenen Ort getroffen hat. (hat sich bei mir erfüllt in Barcelona)
5. Man fühlt sich erst richtig fremd in einer Stadt, wenn einem dauernd Menschen an Leute erinnern, die man kennt.
6. Man fühlt sich wohl in einer Stadt, wenn plötzlich ein Tag später ist.
7. Man fühlt sich nicht wohl in einer Stadt, wenn dauernd immer noch heute ist.
8. Wenn der Körper kämpft, wird der Geist verwirrt.
9. Wenn die Seele kämpft, wird der Körper verwirrt.
10. Wenn der Geist kämpft, wird die Seele verwirrt.
"Wahrheiten ohne Anspruch auf Vollständigkeit":
1. Man ist nicht in einer Stadt gewesen, wenn man nicht mit dem Bus gefahren ist.
2. Man ist nicht richtig in einem Land gewesen, wenn man nicht auch einmal in einer Stadt war, welche nicht eine Landesmetropole ist.
3. Man hat nicht richtig gegeben, wenn es einem nichts gekostet hat.
4. Man ist erst in einer richtig touristischen Stadt gewesen, wenn man dort Leute aus dem eigenen Ort getroffen hat. (hat sich bei mir erfüllt in Barcelona)
5. Man fühlt sich erst richtig fremd in einer Stadt, wenn einem dauernd Menschen an Leute erinnern, die man kennt.
6. Man fühlt sich wohl in einer Stadt, wenn plötzlich ein Tag später ist.
7. Man fühlt sich nicht wohl in einer Stadt, wenn dauernd immer noch heute ist.
8. Wenn der Körper kämpft, wird der Geist verwirrt.
9. Wenn die Seele kämpft, wird der Körper verwirrt.
10. Wenn der Geist kämpft, wird die Seele verwirrt.
im Allgemeinen Überhaupt
Bekanntlich sitze ich Tag und Nacht an meinem Text. Wenn ich mich jeweils ausgepresst fühle, vergnüge ich mich mit dem Durchlesen des Geschriebenen und mit Korrekturarbeiten. Wie zum Beispiel bei diesem Satz:
Beim Durchlesen bin ich über das im Allgemeinen gestolpert. Im allgemeinen? Im Allgemeinen?
Nach eingehendem Nachdenken und Nach Forschungen im Internet habe ich das Problem so gelöst:
schon diskutieren wir die Korruption in Afrika, das Bankgeheimnis in der Schweiz und die Mentalität der Menschen im Allgemeinen.
Beim Durchlesen bin ich über das im Allgemeinen gestolpert. Im allgemeinen? Im Allgemeinen?
Nach eingehendem Nachdenken und Nach Forschungen im Internet habe ich das Problem so gelöst:
schon diskutieren wir die Korruption in Afrika, das Bankgeheimnis in der Schweiz und die Mentalität der Menschen überhaupt.
Montag, Juli 13, 2009
Sonntag, Juli 12, 2009
Gratis-Abend
Heute Nachmittag musste ich arbeiten, und das ist immer so eine Sache mit den Sonntagnachmittagdiensten. Je nach dem, wieviele Gäste da sind, und je nach spät ankommenden Hotelgästen reicht es mir noch nach Bern in den Gottesdienst, oder eben nicht. Vor ein paar Monaten noch war ich manchmal ganz froh, dass es "leider" nicht mehr reichte. Das hat sich natürlich geändert :-).
Heute wollte ich auch unbedingt wieder in den Gottesdienst. Aber natürlich kamen die letzten Gäste zu spät, und es war auch sonst irgendwie viel zu tun. Jack war so nett, zu warten, bis ich an der Tramp-Stelle eingetroffen war. Als wir die Daumen raushielten, hatte der Gottesdienst bereits seit einer Viertelstunde begonnen. Nach Bern ist es etwa eine halbe Stunde Fahrt.
Niemand nahm uns mit.. Mit jeder Minute, die wir dort standen, drängte sich die Frage, ob sich die Fahrt nach Bern noch lohnt, mehr auf. Aber wir konnten uns doch nicht entschliessen, aufzugeben. Gerade als wir sagten "also, wir warten noch das Auto ab, das da vorne um die Ecke kommt", hielt dieses Auto auch an. Ich war sicher, dass wir nur noch den Schluss der Predigt mitkriegen würden. Aber ausgerechnet heute begann die Predigt erst superspät - 3 Minuten nachdem wir angekommen waren. Dann ergänzte die Predigt auch voll die Sachen, die ich mir heute Morgen aufgeschrieben hatten. Und es war auch eine kurze Predigt - so dass wir beschlossen, es mit zurück-trampen zu versuchen!! (jede Fahrt kostet ja über 7.-)
Wir liefen gemütlich den Hügel in Richtung Autobahnauffahrt Neufeld hoch, und wenn ein Auto vorbeifuhr (alle 3 Minuten eines, oder so, und es war schon 21h30, am eindunkeln) hielten wir unser Biel-Schild auf. Wer sich da ein bisschen auskennt weiss, dass die Wahrscheinlichkeit sehr klein ist, dass jemand um diese Uhrzeit nach Biel fährt. Aber natürlich hatten wir unser Auto, lange bevor wir an der Auffahrt angekommen waren. In Biel setzte uns direkt bei unseren Fahrrädern ab. YES!
PS. Das Thema der heutigen Predigt war übrigens, dass Gott unser Versorger ist (Römer 8.28ff.) (höre Podcast der Vineyard Bern)
Heute wollte ich auch unbedingt wieder in den Gottesdienst. Aber natürlich kamen die letzten Gäste zu spät, und es war auch sonst irgendwie viel zu tun. Jack war so nett, zu warten, bis ich an der Tramp-Stelle eingetroffen war. Als wir die Daumen raushielten, hatte der Gottesdienst bereits seit einer Viertelstunde begonnen. Nach Bern ist es etwa eine halbe Stunde Fahrt.
Niemand nahm uns mit.. Mit jeder Minute, die wir dort standen, drängte sich die Frage, ob sich die Fahrt nach Bern noch lohnt, mehr auf. Aber wir konnten uns doch nicht entschliessen, aufzugeben. Gerade als wir sagten "also, wir warten noch das Auto ab, das da vorne um die Ecke kommt", hielt dieses Auto auch an. Ich war sicher, dass wir nur noch den Schluss der Predigt mitkriegen würden. Aber ausgerechnet heute begann die Predigt erst superspät - 3 Minuten nachdem wir angekommen waren. Dann ergänzte die Predigt auch voll die Sachen, die ich mir heute Morgen aufgeschrieben hatten. Und es war auch eine kurze Predigt - so dass wir beschlossen, es mit zurück-trampen zu versuchen!! (jede Fahrt kostet ja über 7.-)
Wir liefen gemütlich den Hügel in Richtung Autobahnauffahrt Neufeld hoch, und wenn ein Auto vorbeifuhr (alle 3 Minuten eines, oder so, und es war schon 21h30, am eindunkeln) hielten wir unser Biel-Schild auf. Wer sich da ein bisschen auskennt weiss, dass die Wahrscheinlichkeit sehr klein ist, dass jemand um diese Uhrzeit nach Biel fährt. Aber natürlich hatten wir unser Auto, lange bevor wir an der Auffahrt angekommen waren. In Biel setzte uns direkt bei unseren Fahrrädern ab. YES!
PS. Das Thema der heutigen Predigt war übrigens, dass Gott unser Versorger ist (Römer 8.28ff.) (höre Podcast der Vineyard Bern)
Tägliche Mausjagd
Ein normaler Sonntagmorgen:
Ich erwache, liege ein bisschen, strecke mich. Ich höre die Klappe der Katzentüre, anschliessend ein verzweifeltes Fiepen. Oh nein! Wir haben immer noch eine Eidechse in der Küche, die von unserer Katze reingeschleppt wurde und sich dann verstecken konnte. Heute kommt eine Maus in die Opferfamilie. Ich also im Pyjama raus, ins Wohnzimmer. Die Maus rennt im Kreis um die Blumentöpfe herum, der Kater hinterher. Dreimal so rum, dann Richtungswechsel, fünfmal andersrum. Ich klinke mich ins Spiel ein. Der Kater lauert der Maus von links auf, ich auf der anderen Seite. Er will sie töten, ich sie befreien. Leider schnallt die Maus den Unterschied nicht. Ich spreche ihr liebevoll zu. Sie schaut mich aus ihren verängstigten Knopfaugen an, zittert.
etc.
etc.
Eine Stunde später: Die Maus ist hinter einem Möbel verschwunden. Der Kater wartet geduldig vorne dran.
Vermutlich werde ich den Kadaver der Maus heute Abend zusammenputzen dürfen. Die Eidechse liegt sicher auch bald tot irgendwo herum.
Ich erwache, liege ein bisschen, strecke mich. Ich höre die Klappe der Katzentüre, anschliessend ein verzweifeltes Fiepen. Oh nein! Wir haben immer noch eine Eidechse in der Küche, die von unserer Katze reingeschleppt wurde und sich dann verstecken konnte. Heute kommt eine Maus in die Opferfamilie. Ich also im Pyjama raus, ins Wohnzimmer. Die Maus rennt im Kreis um die Blumentöpfe herum, der Kater hinterher. Dreimal so rum, dann Richtungswechsel, fünfmal andersrum. Ich klinke mich ins Spiel ein. Der Kater lauert der Maus von links auf, ich auf der anderen Seite. Er will sie töten, ich sie befreien. Leider schnallt die Maus den Unterschied nicht. Ich spreche ihr liebevoll zu. Sie schaut mich aus ihren verängstigten Knopfaugen an, zittert.
etc.
etc.
Eine Stunde später: Die Maus ist hinter einem Möbel verschwunden. Der Kater wartet geduldig vorne dran.
Vermutlich werde ich den Kadaver der Maus heute Abend zusammenputzen dürfen. Die Eidechse liegt sicher auch bald tot irgendwo herum.
Samstag, Juli 11, 2009
Warum die Nadeln im Nähkästchen suchen, wenn es auch Heuhaufen gibt?
Ich bin mir gewohnt, inmitten von Papiertürmen zu wohnen. Schliesslich bin ich eine Schreibende.. Ich finde eigentlich alles ziemlich schnell, ich muss nur die drei Papierberge durchblättern, irgendwo dort drin ist alles. Heute habe ich im Schrank fein säuberlich angeschriebene Schubladen angeschaut und neugierig die geöffnet, die mit "Ausweise, Dokumente" beschriftet ist. Zum Vorschein kamen wundersamerweise Dinge wie: Mein Führerausweis. Mein Arbeitsvertrag. Garantiescheine. Meine Bankunterlagen von früher. Ein Wohnungsvertrag von meiner früheren WG (das Original). Meine Bieler Aufenthaltserlaubnis. Alles Dinge, die ich verloren geglaubt hatte. Sowas passiert, wenn einem Leute beim aufräumen helfen... Ich hab noch nicht ganz gelernt, mich in meiner neuen Ordnung zu bewegen.
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