Donnerstag, August 23, 2012
Anekdoten im Sturmwind
Als ich nach 10 Stunden Arbeit total erschöpft am Tisch sass - ahhh!!! sitzen!!! - und meine Arbeitsstunden notierte, verabschiedeten sich die zwei letzten Gäste. Da die Frau einen eingegipsten Arm hatte, wünschte ich ihr noch gute Besserung. Ihr Mann antwortete: "Ja, zum Glück hat sie nicht vier ?????? (unverständliches Wort)". Ich: "Entschuldigung?" - Er: "Zum Glück hat sie nicht vier ????? (unverständliches Wort)" - Ich: "zum Glück hat sie nicht vier WAS??" - Er: "zum Glück hat sie nicht vier ????? (unverständliches Wort)" - meine Arbeitskollegin und ich beide: "Aha! Ja genau!" *lächeln*lächeln*lächeln*. Kaum waren die beiden draussen, sagte ich zu meiner Kollegin: "was hat er gesagt?" und sie: "KEINE Ahnung!!". Hahahahaha! Einfach lächeln und "aha ja"...
Dann raste ich auf meinem Slalomboard durch die Strassen (Sturmwind im Rücken), als ich plötzlich ein Hupen aus dem Kanal hörte. Ich sah, dass dort schon ein älteres Paar runterschaute. Ich schloss mich ihnen an, und die Hupe war ein schwarzer Schwan. Aus den Medien bin ich bereits bestens informiert, dass solche Schwäne nicht erlaubt sind in der Schweiz. Also fragte ich das Paar: "Sind die Schwarzen nicht illegal in der Schweiz?" ..........
Letzte Nacht war ich im tiefstmöglichen Tiefschlaf, als es plötzlich von draussen schrie: "BITTEEEE!!!! POLIZEI!!!!!! SCHNELLL!!!!!!!". Ich sprang aus dem Bett zum Fenster, das Handy in der Hand, und riss die Store rauf. Unten beim Kanal waren zwei Männer am kämpfen, bzw. einer verprügelte den andern, der ständig schrie: "Bitte!! Polizei!!!!". Mein Herz klopfte bis zum Hals, mir war schwindlig, meine Hand, die versuchte, die Nummer der Polizei einzutippen, zitterte. Ich rief laut "hey!!" raus, und schaffte es beim besten Willen nicht, 117 zu wählen. Die Männer waren inzwischen um die Hausecke verschwunden. Ich lief auf die andere Seite der Wohnung, konnte sie aber nicht mehr sehen, jedoch immer noch hören. Dafür war unten ein dritter Mann, der mit der Polizei telefonierte.... danach konnte ich zweieinhalb Stunden nicht mehr einschlafen....
Gute Nacht!
Montag, August 20, 2012
Was Kaffee und Schlaf gemeinsam haben
Mein Leben ist das beste der Welt. Das merke ich immer wieder, und es wird mir noch klarer, wenn ich nur kurz die Zeitung lese oder irgendwo in der Stadt die Augen aufmache.
So sollte das Ziel meines Lebens sein: selber möglichst oft ein Segen für andere zu sein.
Ich geniesse die besten Erfindungen überhaupt: Kaffee, Wassermelonen, Trauben, Oropax aus Wachs (Das Original! Bester Kauf meines Lebens) und damit verbunden das Schönste überhaupt: Schlaf.
Sonne.
Ich geniesse heute: Schlafen, ohne einen Wecker zu stellen. Mit einer Tasse Kaffee draussen an der Wärme, im Garten der Eltern, die gesamte Zeitung von A bis Z zu lesen, und im Anschluss noch "Das Magazin".
Sonne.
Ich genoss gestern: Mit dem besten Mann aller Zeiten zusammen ein halbes Kilo Wassermelone zum Frühstück zu essen, und dann in Brügg in der ruhigen Aare gegen die Strömung anzuschwimmen. Während uns eine Österreicherin vom Ufer aus anfeuert: "Kommt's schon! Schon 6 Meter g'schafft!"
Hitze, ah! Sonne!
Dankbarkeit kultivieren, praktizieren, bewässern, hegen und pflegen.
So sollte das Ziel meines Lebens sein: selber möglichst oft ein Segen für andere zu sein.
Ich geniesse die besten Erfindungen überhaupt: Kaffee, Wassermelonen, Trauben, Oropax aus Wachs (Das Original! Bester Kauf meines Lebens) und damit verbunden das Schönste überhaupt: Schlaf.
Sonne.
Ich geniesse heute: Schlafen, ohne einen Wecker zu stellen. Mit einer Tasse Kaffee draussen an der Wärme, im Garten der Eltern, die gesamte Zeitung von A bis Z zu lesen, und im Anschluss noch "Das Magazin".
Sonne.
Ich genoss gestern: Mit dem besten Mann aller Zeiten zusammen ein halbes Kilo Wassermelone zum Frühstück zu essen, und dann in Brügg in der ruhigen Aare gegen die Strömung anzuschwimmen. Während uns eine Österreicherin vom Ufer aus anfeuert: "Kommt's schon! Schon 6 Meter g'schafft!"
Hitze, ah! Sonne!
Dankbarkeit kultivieren, praktizieren, bewässern, hegen und pflegen.
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Sonntag, August 19, 2012
Heim-ab
Noch zwei Wochen Schweiz. Seit zwei Jahren schon lebe ich immer irgendwo in einem Zwischenraum. Man richtet sich nicht wirklich ein, lebt zur Untermiete, ist temporaer angestellt. Wenn ich Honig kaufen will, rechne ich zuerst aus, ob es sich noch lohnt - kann ich ihn bis zur Abreise aufessen? Will ich Kleider kaufen, sehe ich wieder davon ab, weil ich bereits an den vollen Koffer denke, mit dem ich bald wieder zum Flughafen gehen werde. Spontan Freundinnen in der Nachbarstadt treffen? Aehm nein, ich spare Geld..
Dasselbe in Redding.. es ist mein Zuhause, aber auch nicht. Ich fuehle mich daheim, aber es ist nicht Heimat. Temporaer, voruebergehend, fuer eine Zeit.
Unzaehlige Male habe ich diesen Sommer gesagt: "Wenn ich dann mal wieder richtig hier lebe, sollte ich das oefters tun / werde ich dem nachgehen / das machen / kann ich wieder ein Sozialleben fuehren / etc.". Vielleicht ist diese Haltung nur die zweitbeste. Vielleicht sollte ich ueberall und immer so leben, als waere es richtig und fuer immer. Aber dann tut der Abschied noch mehr weh.
Es waren die zwei besten Jahre meines Lebens, und das dritte wird mich garantiert nicht enttaeuschen. Trotzdem ist dann mal gut mit dem aus dem Koffer leben, mit dem Wochenaufenthalterin sein, mit dem so halb hier und dann wieder weg.
Dasselbe in Redding.. es ist mein Zuhause, aber auch nicht. Ich fuehle mich daheim, aber es ist nicht Heimat. Temporaer, voruebergehend, fuer eine Zeit.
Unzaehlige Male habe ich diesen Sommer gesagt: "Wenn ich dann mal wieder richtig hier lebe, sollte ich das oefters tun / werde ich dem nachgehen / das machen / kann ich wieder ein Sozialleben fuehren / etc.". Vielleicht ist diese Haltung nur die zweitbeste. Vielleicht sollte ich ueberall und immer so leben, als waere es richtig und fuer immer. Aber dann tut der Abschied noch mehr weh.
Es waren die zwei besten Jahre meines Lebens, und das dritte wird mich garantiert nicht enttaeuschen. Trotzdem ist dann mal gut mit dem aus dem Koffer leben, mit dem Wochenaufenthalterin sein, mit dem so halb hier und dann wieder weg.
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Freitag, August 17, 2012
Ein verrückter Tag, unplugged
Es gibt sie doch, die verrückten Tage. Zuerst träume ich, dass ich am Steuer eines Autos sitze und manövrieren will, aber ich kriege den Rückwärtsgang nicht rein, weil es kompliziert ist, und als ich wieder in den ersten Gang schalten will, bricht der Schalthebel ab. All dies, während auf der engen Strasse sich die Autos hinter mir stauen. So einen Traum interpretiere ich am besten gar nicht erst...
Dann, Mittagsservice bei um die 30 Grad. 25 Gäste sind normal am Mittag, wir haben 39. Gerade, als wir ca. 25 Leute durch haben und eine 10er Gruppe servieren wollen, ist plötzlich der Strom weg. Und es sind nicht die Sicherungen. Aber alles ist aus: In der Küche der Ofen, der Steamer, die Kühlschränke, Gefriertruhen - alles aus. Bei uns vorne die Kaffeemaschine, die Abwaschmaschine, alle Kühlschränke - aus. Die fensterlosen Toiletten - dunkel. Der Keller, in dem grad unser wichtigster Weinlieferant harassenweise Wein liefert - stockdunkel. Die Nachbarin kommt angerannt. Ob bei uns auch der Strom aus sei. Wir wollen der Stromversorgung telefonieren. Aber das Telefon ist auch aus. Auf Internet nachschauen? Geht auch nicht. Haha! Also per Handy der Auskunft anrufen, mit dem Pikettdienst der Energiewerke verbunden werden, aber dort ist besetzt. Inzwischen müssen wir aber weitermachen, die Gäste draussen im sonnigen Garten wollen trotzdem essen und trinken und zahlen. Wir improvisieren. Der Koch kocht auf dem Gasherd alles, was sonst im Ofen wäre. Wir verkaufen den Gästen Glace, weil die schmilzt ja nur.... Irgendwann rufen wir mal die Polizei an, und die sagt uns, es sei in der ganzen Stadt so. Das Geschirr türmt sich überall.... und dann ist der Strom plötzlich wieder da. Musik, Summen von Maschinen, Licht.
Es war irgendwie noch schön.....
Noch nicht erwähnt sind die verschiedensten komischen Gäste, die allesamt HEUTE zu uns kamen. Irgendeiner, der irgendjemanden sucht und uns fragt, ob wir uns denn WIRKLICH nicht erinnern können, dass ein Mann die Kreditkartenquittung mit dem Namen V. unterschrieben habe. Er müsse doch bestimmt schon mal hier gegessen habe, oder zumindest etwas getrunken. Der Mann lässt sich nicht abwimmeln, aber wir bleiben auch im grössten Stress freundlich. Ein anderer bestellt ein Sorbet, und ich erkläre ihm freundlich, dass die Küche inzwischen geschlossen sei, aber ich könne ihm sehr gerne ein eingekauftes, also nicht hausgemachtes Sorbet bringen. Er lässt mich nicht ausreden: Es sei ihm egal, irgend ein hundsgewöhliches Sorbet einfach. Also gut, ich bringe es, und da haut er mit der Faust auf den Tisch und herrscht mich an, das sei imfall kein Sorbet. Ein Sorbet serviere man im hohen Glas und mit Alkohol obendrüber. Seine Frau, vis-à-vis, sagt mir gleichzeitig pausenlos "ist schon gut, es ist schon gut, kein Problem". Mir tut der Mann leid, und ich bin extra freundlich zu ihm, von ganzem Herzen. Am Schluss frage ich ihn, ob das Sorbet gut war, und er bejaht. Uff. Dann kommen Gäste, die schon gestern Abend hier waren, und fragen mich, ob ich denn nie müde sei? Ähm, ja, schon, ich hätte auch schon seit einer halben Stunde Feierabend, aber könne wohl noch eine Weile nicht gehen.....
Anyway. Ich liebe meinen Job nach wie vor sehr sehr sehr. Noch zwei Wochen....
Dann, Mittagsservice bei um die 30 Grad. 25 Gäste sind normal am Mittag, wir haben 39. Gerade, als wir ca. 25 Leute durch haben und eine 10er Gruppe servieren wollen, ist plötzlich der Strom weg. Und es sind nicht die Sicherungen. Aber alles ist aus: In der Küche der Ofen, der Steamer, die Kühlschränke, Gefriertruhen - alles aus. Bei uns vorne die Kaffeemaschine, die Abwaschmaschine, alle Kühlschränke - aus. Die fensterlosen Toiletten - dunkel. Der Keller, in dem grad unser wichtigster Weinlieferant harassenweise Wein liefert - stockdunkel. Die Nachbarin kommt angerannt. Ob bei uns auch der Strom aus sei. Wir wollen der Stromversorgung telefonieren. Aber das Telefon ist auch aus. Auf Internet nachschauen? Geht auch nicht. Haha! Also per Handy der Auskunft anrufen, mit dem Pikettdienst der Energiewerke verbunden werden, aber dort ist besetzt. Inzwischen müssen wir aber weitermachen, die Gäste draussen im sonnigen Garten wollen trotzdem essen und trinken und zahlen. Wir improvisieren. Der Koch kocht auf dem Gasherd alles, was sonst im Ofen wäre. Wir verkaufen den Gästen Glace, weil die schmilzt ja nur.... Irgendwann rufen wir mal die Polizei an, und die sagt uns, es sei in der ganzen Stadt so. Das Geschirr türmt sich überall.... und dann ist der Strom plötzlich wieder da. Musik, Summen von Maschinen, Licht.
Es war irgendwie noch schön.....
Noch nicht erwähnt sind die verschiedensten komischen Gäste, die allesamt HEUTE zu uns kamen. Irgendeiner, der irgendjemanden sucht und uns fragt, ob wir uns denn WIRKLICH nicht erinnern können, dass ein Mann die Kreditkartenquittung mit dem Namen V. unterschrieben habe. Er müsse doch bestimmt schon mal hier gegessen habe, oder zumindest etwas getrunken. Der Mann lässt sich nicht abwimmeln, aber wir bleiben auch im grössten Stress freundlich. Ein anderer bestellt ein Sorbet, und ich erkläre ihm freundlich, dass die Küche inzwischen geschlossen sei, aber ich könne ihm sehr gerne ein eingekauftes, also nicht hausgemachtes Sorbet bringen. Er lässt mich nicht ausreden: Es sei ihm egal, irgend ein hundsgewöhliches Sorbet einfach. Also gut, ich bringe es, und da haut er mit der Faust auf den Tisch und herrscht mich an, das sei imfall kein Sorbet. Ein Sorbet serviere man im hohen Glas und mit Alkohol obendrüber. Seine Frau, vis-à-vis, sagt mir gleichzeitig pausenlos "ist schon gut, es ist schon gut, kein Problem". Mir tut der Mann leid, und ich bin extra freundlich zu ihm, von ganzem Herzen. Am Schluss frage ich ihn, ob das Sorbet gut war, und er bejaht. Uff. Dann kommen Gäste, die schon gestern Abend hier waren, und fragen mich, ob ich denn nie müde sei? Ähm, ja, schon, ich hätte auch schon seit einer halben Stunde Feierabend, aber könne wohl noch eine Weile nicht gehen.....
Anyway. Ich liebe meinen Job nach wie vor sehr sehr sehr. Noch zwei Wochen....
Freitag, August 10, 2012
Was ist eigentlich Mut? und andere Fragen
Häufig bin ich dankbar für Tage, weil ich mich da vom Stress meiner nächtlichen Träume erholen kann. So auch heute. Ich habe noch jetzt spürbar Mühe, richtig atmen zu können. Ich träumte, dass ich von weitem sah, wie ein Lastwagen auf eine Frau fiel. Sofort rannte ich dorthin, und während ich rannte, rief ich meiner Familie zu, sie sollen sofort Feuerwehr und Ambulanz rufen. Sie verstanden nicht, warum, weil sie den Unfall nicht gesehen hatten. Ich kam beim Lastwagen an und dort war schon ein Passant, der den Lastwagen genug anhob, so dass die junge Frau darunter befreit wurde. Es stellte sich heraus, dass der Lastwagen genau dort, wo sie lag, eine Art Einbuchtung hatte, so dass die Frau komplett unversehrt war. Hätte sie auch nur einen Zentimeter weiter oben gelegen, so wäre sie jetzt tot. Ich war so erleichtert, dass ich nur weinte, weinte, weinte. Ich schluchzte derart vor lauter Erleichterung, dass ich gar nicht mehr atmen konnte. Noch jetzt spüre ich das... I don't know what's up with all those dreams..
Auf der Arbeit läuft es so gut, dass wir vom eigenen Erfolg überrollt werden.. Es ist toll, dass wir jeden Abend aus- und überbucht sind, aber man kommt gar nicht mehr dazu, wieder mal alles gut aufzufüllen, zu putzen, vorzubereiten... aber ich liebe es nach wie vor sehr.
Sonntag, August 05, 2012
Arbeit um der Freude Willen, Freude um der Arbeit Willen
Gestern, als ich 12h arbeitete (passend zu diesem Beitrag), rief ein Freund unseres Restaurants an - er brauchte Hilfe, weil er zusammengebrochen war. Jemand von uns fuhr sofort zu ihm, und er wurde ins Spital eingeliefert, wo sie ihn grad über Nacht behielten. Vermutlich passierte es wegen Stress und Überarbeitung. In letzter Zeit begegnen mir immer wieder Menschen, die ein Burnout haben, nicht mehr zur Ruhe finden, überarbeitet sind und kaum mehr funktionieren können.
Warum? überarbeitet man sich so schnell? Ich verstehe es nicht. Natürlich gibt es tausend Gründe. Es gibt einem Anerkennung, man wird gebraucht, hat Erfolg. Man ist abgelenkt von sich selbst, von Verletzungen, Fragen, Hunger. Ist es, wie Karl Kraus schrieb: "...where man is dying of spiritual starvation though feeling no spiritual hunger..." ? Dann halte ich es lieber mit Misty Edwards: "Happy am I to live a hungry life".
Anyway, das sind einfach ein paar Gedanken, und ausserdem tief empfundene Dankbarkeit, dass ich diesen Sommer zwar 100 Prozent arbeiten möchte um des Geldes Willen, aber nur 70% bekommen habe. Danke, danke, danke!!! Gott schuf uns doch nicht, damit wir alle mit 40 ein Burnout haben.
Die 12 Stunden Arbeit gestern waren zum Glück auch lustig: Unzählige Cocktails machen, im plötzlich und überraschend einsetzenden Regen Zelte über den Gästen aufstellen, da wir 60 Gäste hatten, aber nur 30 Plätze drinnen. Um 2 Uhr morgens die DJ-Technik abbauen, ebenfalls im Regen. I love my life.
Warum? überarbeitet man sich so schnell? Ich verstehe es nicht. Natürlich gibt es tausend Gründe. Es gibt einem Anerkennung, man wird gebraucht, hat Erfolg. Man ist abgelenkt von sich selbst, von Verletzungen, Fragen, Hunger. Ist es, wie Karl Kraus schrieb: "...where man is dying of spiritual starvation though feeling no spiritual hunger..." ? Dann halte ich es lieber mit Misty Edwards: "Happy am I to live a hungry life".
Anyway, das sind einfach ein paar Gedanken, und ausserdem tief empfundene Dankbarkeit, dass ich diesen Sommer zwar 100 Prozent arbeiten möchte um des Geldes Willen, aber nur 70% bekommen habe. Danke, danke, danke!!! Gott schuf uns doch nicht, damit wir alle mit 40 ein Burnout haben.
Die 12 Stunden Arbeit gestern waren zum Glück auch lustig: Unzählige Cocktails machen, im plötzlich und überraschend einsetzenden Regen Zelte über den Gästen aufstellen, da wir 60 Gäste hatten, aber nur 30 Plätze drinnen. Um 2 Uhr morgens die DJ-Technik abbauen, ebenfalls im Regen. I love my life.
Freitag, August 03, 2012
Nicht wie im Traum
Was für ein anstrengender Traum letzte Nacht: Ich war in Kalifornien, und hatte einen Flug von Florida nach Europa. Bloss: Wie nach Florida kommen? Zumal der Flug am nächsten Tag losging. Gepackt und Zimmer geputzt hatte ich auch noch nicht. Ich überlegte... Greyhound Bus? Nein, dachte ich, das ist doch viel zu langsam. Ich werde Autostop machen. Irgendwann wachte ich dann endlich auf und war froh, dass ich nicht so dumme Flüge buchen würde..
Ansonsten hält sich der Stress in Grenzen. Ja, ich versuche, noch eine gute internationale Krankenkasse zu finden, und andere so Sächelchen zu erledigen, und habe nur noch eine Handvoll Frei-Tage bis zu meinem Abflug in exakt einem Monat. Aber dafür konnte ich den badewannenwarmen Lago di Lugano aus-checken, und zum ersten Mal in diesem Jahr schwamm ich die Aare runter - 20 Grad warm!! Anschliessend mit dem besten Mann im Sous le Pont fein Znacht essen. What a life.
Ansonsten hält sich der Stress in Grenzen. Ja, ich versuche, noch eine gute internationale Krankenkasse zu finden, und andere so Sächelchen zu erledigen, und habe nur noch eine Handvoll Frei-Tage bis zu meinem Abflug in exakt einem Monat. Aber dafür konnte ich den badewannenwarmen Lago di Lugano aus-checken, und zum ersten Mal in diesem Jahr schwamm ich die Aare runter - 20 Grad warm!! Anschliessend mit dem besten Mann im Sous le Pont fein Znacht essen. What a life.
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