Montag, April 27, 2009

Aus dem Alltag einer Nacht bei uns

Um elf Uhr abends komme ich nach Hause. Beim Mitbewohner brennt noch Licht, obwohl er immer früh schlafen geht. Er ist gerade mitten im Sorgerechtsstreit mit seiner Ex-Partnerin. Vom Zimmer über mir kommt die Mitbewohnerin herunter, bleich und übermüdet. Sie hat gerade ihre zweite schlaflose Nacht, wieder einmal, und stürzt nun ein Bier, das sie nicht mag, hinunter, in der Hoffnung, danach vielleicht noch vor Beginn ihrer Frühschicht schlafen zu können. Im Zimmer neben mir streiten meine andere Mitbewohnerin und ihr Freund. Sie kann nicht schlafen wegen den Schmerzen, die ihre Muskelentzündung verursacht, er nervt sich weil sie erstens sich ständig dreht, zweitens deswegen Schmerzen hat und dann vor Schmerzen stöhnt, denn er muss morgen wieder früh aufstehen und hat einen strengen Tag vor sich. (Wir bewohnen ein sehr ringhöriges Haus, ich verstehe jedes Wort). Ich muss morgen 15 Seiten abgeben und schreibe nun noch ein wenig. Hoffentlich fällt mir nicht in einer Stunde, wenn alle vier um mich herum endlich eingeschlafen sind, irgendwas aus Versehen zu Boden. Hoffentlich muss ich nicht niesen. Hoffentlich explodiert mein Computer nicht. Hoffentlich stürzt kein Flugzeug in den Garten. Hoffentlich stolpere ich nicht über eine Katze und wenn, hoffentlich miaut sie dann nicht.

Samstag, April 25, 2009

Heute

Intensiv Station.
Schlafen. Zehn Stunden wann immer es geht. Arbeiten, acht Stunden, ununterbrochen. Schreiben, immer wenn ich nicht arbeite, esse oder schlafe. Lesen, während dem Laufen und Essen. Weinen, im Zug.
Ich hole das Bündel Minze vom Dachboden herunter, wo ich es aufgehängt hatte zum trocknen, im Herbst, damit wir im Winter Tee kochen können damit. Ich sitze im Garten und breche die verschrumpelten, gedörrten Blätter ab, bis das Säckchen halbvoll ist.
Die Karte der Mittelmeerländer. Europa ist kaum grösser als die halbe Sahara, lächerlich die Strecken die mir weit erscheinen.
Ich träume intensiv, von der Queen und meiner Familie, ich liebe intensiv, da wo ich bin dass was da ist und all die Pflanzen die jede Nacht wachsen. Die Tanne und das Gras und die Insekten, die Mücken, alles ist üppig und intensivgrün und

Wuchern als gäbe es kein morgen.

Montag, April 20, 2009

Which way to go?

We try to live our lives in protected homes. Don't worry 'bout no one and get your own. The weak people is just a stepping stone on the road to the riches we're heading fo'. Anybody come in our way we gun 'em away. Whoever got supm to say better be runnin away. But I'll stay to see through the peepholes cus people like that is all we know and all of these lies and false promises. That shit will com eback with the God Nemesis. (...) Heading for a crossroad. Which way to go? Heaven or hell? Only you can say you know 'bout... Fort Europa
Promoe in "Fort Europa"

Sind wir nicht Männer und Frauen?

Hab da mal eine Frage an Dich.
Hättest Du das Hochsicherheitseuropa in Ceuta oder Melilla anders erlebt, wenn Du nicht vorher den Film "La Forteresse" gesehen hättest?

Im Jahr 2005 veröffentlichte eine meiner Lieblingsbands dieses Album:

Ich zitiere aus dem Titelsong "Fort Europa": ...this way some people snuck in. Only to become second-class citizens, not listed in the system - not existin' in a sence. Illiegal immigratns - the word left a bitter scent. This place is cold and evil - I should've never went.. to Fort Europa, my so-called utopia, where I can't find no culture, feel the walls getting closer and closer and closer.

Ich wusste damals noch nicht wirklich viel über Grenzen, aber kannte durchaus schon Immigranten, vor allem Asylsuchende die in unserem Dorf einquartiert waren. Später, Ende 2004, als ich als ich als Minibar-Stewardess zu arbeiten begann, war ich nebst einem Studenten die einzige Schweizerin der Berner Abteilung und arbeitete zusammen mit zum Beispiel einem irakischen Lehrer, einem afghanischen Literaturstudenten (der natürlich in der CH nicht mehr studieren konnte), einem chilenischen Anwalt, mit unzähligen Kurden aus verschiedensten Ländern, mit Eritreern, Tamilen und vielen mehr.

La Forteresse war für mich eine eindrückliche Dokumentation von etwas, was ich zum grössten Teil schon wusste durch den Kontakt mit verschiedensten Asylbewerbern. In den letzten Monaten hat mich das Thema "Migration" aber noch viel viel stärker zu beschäftigen begonnen, und ich las alles über das Thema, was ich kriegen konnte. Als wir in der Schweiz über neue Ausländer- und Asylgesetze abstimmen konnten oder über den Schengener Beitritt, erfuhr ich noch mehr über die Grenzsicherung um Europa herum.

Ich denke also, dass ich den Besuch in Melilla nicht anders empfunden hätte ohne vorher den Film gesehen zu haben. Trotzdem war es für mich etwas ganz anderes, von der Grenze zu wissen, und dann eben direkt davor zu stehen bzw. sie zu überqueren. Es ist auch etwas anderes, ob du im Film Menschen erzählen hörst, dass sie unterwegs viele Menschen sterben sahen, oder ob du selbst Menschen gegenüber sitzst, die dir erzählen, dass sie in 4 Tagen Wüstendurchquerung über 60 Menschen sterben sahen.

Ich möchte im Zusammenhang mit dem Wissen über Zustände, das wir ja haben, und der Verantwortung, die uns damit übertragen ist, den Schriftsteller Hans Koning zitieren:
"Ein schwarzer Bursche verkaufte auf der achten Strasse Zeitungen der Bewegung. 'Aktion!' rief er immer wieder. 'Wacht auf, Leute. Hört auf, Kinder zu sein. Seid Männer und Frauen!' "
Seien wir Männer und Frauen.

Freitag, April 17, 2009

Kurzrückschau

Spain is no good....... beachte auch den genervten Gesichtsausdruck, um nicht zu sagen den sauren.. Gleich anschliessend nahm mich ein Zitronenhändler mit. Biozitronenhändler.

represent...

Auf obigem Bild sehen sie, verehrte Leserinnen und Leser, über die Hügel zwischen Algeciras und Tarifa hinunter auf die nebelüberwaberte Strasse von Gibraltar und hinüber nach Afrika. Da hat sich die durchgemachte Nacht auch schon gelohnt.

Et voilà: Ein Meisterwerk der europäischen Geschichte. Teils elektrisch geladen, oben gibts Klappen, die nach innen fallen, so dass man 4m runter stürzt, wo praktischerweise Drahtseile quer durcheinander gespannt sind, dass man sich auch ja überall einschneidet. Gleichzeitig wird CS-Gas ausgelöst und natürlich der Alarm. Dann kommt noch ein 6m hoher Zaun und alle hundert Meter oder so ein Grenzwachthäuschen. Nicht zu vergessen den Natostacheldraht und die Überwachungskameras und Flutlichter. Ich würde sagen: Teure Symptombekämpfung...

Mehr Fotos folgen, wenn die Diafilme entwickelt sind und die Dias eingescannt.

Donnerstag, April 16, 2009

Fuer diesen Eintrag brauchte ich 17 Minuten

Schon wieder ich.
Was tue ich in einer Stadt, die so voll ist, die so durchorganisiert ist? Es gibt sogar Metro, und wenn man auf einen Zug wartet, zeigt eine digitale Uhr die noch zu wartende Zeit an. Alle paar Meter stehen irgendwelche Wegweiser. Will ich Wegweiser? Also nehme ich wie immer den Weg, den kein Wegweiser weist. Ich finde zugemauerte Haeuser. Vor so einem setze ich mich auf eine Bank und schreibe bis es regnet. Warum werden Haeuser zugemauert? Jeder Grund, ein Haus zuzumauern, ist kein Grund um ein Haus zuzumauern. Ich laufe um das zugemauerte Haus herum und hoere Musik. Hinten im Haus ist eine Tuer nicht zugemauert, sie ist offen und ich sehe Menschen die beieinander stehen, es ist eine kleine Bar mit lautem Trompetenjazz.
Der Regen hat aufgehoert, aber in den engen Gaesschen tropft es immer noch herunter von all den Waescheleinen mit den vielen Kleidern, die immer und immer wieder nassgeregnet werden heute.
Noch fuenf Stunden bis der Zug faehrt. Zweifellos befinde ich mich in einer faszinierenden Stadt. Aber mit immer wieder heraufzuendelndem Fieber nur halb so lustig. Ich laufe herum und versuche aufzusaugen, was noch geht, was noch reinpasst.
All diese Menschen, eine alte Frau schimpft aus dem Fenster durch die runtergelassenen Storen hindurch auf die Teenager, die darunter rauchen und Skateboard fahren. Eine andere Frau ruft nach ihrem Hund, der nicht erscheint, dann laeuft sie weiter.
Ein Roller faehrt vorbei, darauf ein Mann und eine Frau, beide mit farbig gesprenkeltem Helm, der mich an 80er-Jahre-Trainingsanzuege erinnert.
Ich versuche das Haus zu zeichnen, die Perspektive gelingt mir nicht ganz, immer wieder laufen mir Fehler in das Heft hinein und bleiben festgezeichnet liegen.
All diese Menschen. Vorgestern noch spreche ich mit Migranten auf afrikanischem Boden, heute sehe ich Migranten von afrikanischem Boden mitten im Strom von Touristen stehen mit vier Schnueren in der Hand. Die vier Schnuere sind je an einer Ecke eines Tuchs festgebunden, auf dem Schuhe liegen oder Sonnenbrillen. Wenn die Polizei kommt muss der Verkaeufer nur noch weglaufen, das Tuch mit den Schuhen oder den Sonnenbrillen kommt von selbst hinterher ohne das was verlorengeht.
All diese Kameras. Da wo ich bin, habe ich noch keine gesehen. Aber ueber jedem Wegweiser haengen mindestens zwei, immer verschiedene Modelle. Die Strassenlampenaehnlichen Kugelkameras natuerlich und die altbekannten ueberdachten langen Kameras.
Als sich ploetzlich dunkle Wolken auftuermen und es gefaehrlich blitzt, laufe ich die Treppe zur Metro hinunter und kaufe eine Einzelfahrt. Ich wechsle zweimal die Linie. Unterwegs steigen Menschen ein mit Regenschutz ueber dem Rucksack, auf diesen sind kleine Tropfen. Die Frau gegenueber mir steigt aus. Als ich spaeter auch aussteige, sehe ich, dass sie ihren Schirm vergessen hat. Bilanz fuer mich: + ein Schirm. Jetzt liegt ein Schirm vor mir und begleitet mich heim.
Neben mir sitzt eine, die zuerst auch einen Blogeintrag geschrieben hat. Jetzt schaut sie Fotos an von maennlichen Models und weiblichen Saengerinnen. Ich sollte nicht in anderer Leute Bildschirm starren. Aber wenn sie so laut Musik hoeren, dass es aus ihrem Kopfhoerer zu mir herueberdroehnt, sind sie selbst schuld.

Wie sagt man doch gleich? Kulturschock?

Alle paar Tage Landwechsel, Kulturwechsel, Sprachwechsel... Von Berndeutsch zu Franzoesisch, zu Deutsch, zu Spanisch (ich spreche kein Spanisch... aber wenns keine andere Option gibt) zu Arabisch (ich spreche kein Arabisch.. aber wenns keine andere Option gibt) zu wieder Franzoesisch, wieder Spanisch (siehe oben), wieder Arabisch, wieder Spanisch. Dann noch Catalan.
Inzwischen befinde ich mich in einer Stadt aber vergisse immer wieder, welche es ist. Ah ja, stimmt, Barcelona, die vielen Touristen erinnern mich daran. Ploetzlich so viele Westler. Schweizerinnen, Deutsche, US-Amerikaner, Franzoesinnen, Polen. Ich weiss nicht mehr was fuer ein Tag ist, nur noch dass ich heute Abend den Zug nehme, morgen Vormittag nach Hause komme und am Tag darauf arbeite.
Ich hoffe, das kommt nicht klagend rueber. Ich versuche, eine fuer mich interessante und ziemlich neue Erfahrung aufzuschreiben, die das Reisen mit sich bringt. Tarifa, Malaga, Oujda, Tanger, Elche, Barcelona. Jede dieser Staedte unterscheidet sich so krass von den anderen. All diese Menschen. Alle wollen mich auffuellen, ich muss fluechten. Alle lernen mich arabische Woerter, spanische, alle erzaehlen mir von ihrer Kultur, zeigen mir wie sie ihr Brot backen. Ich lerne so viel. Nur bin ich irgendwann uebervoll und kann nicht mehr schlafen vor lauter traeumen. Jedesmal wenn ich auf einer Raststaette in ein Auto steige, fuellt mich der Fahrer oder die Fahrerin weiter auf und all diese Eindruecke unterwegs, all diese Eindruecke. Deshalb habe ich gestern Abend um 21 Uhr beschlossen, in Barcelona zu bleiben, ein Bett in einem Hostel zu nehmen und heute den Zug. Ich muss alleine sein und erstmal sortieren, obwohl das unmoeglich ist.
Dieses Erleben der letzten 13 Tage war und ist unglaublich, und ich bin sehr dankbar, dass sich diese Moeglichkeit ergeben hat! Ich muss erst wieder nach Hause kommen waehrend der naechsten Zeit, zur Ruhe kommen.. Ruhe..... hat es schon lange nicht mehr gegeben.
Ich gehe jetzt in den Zoo oder soo. Lege mich in einen Park und hoffe dass das Fieber nicht wieder kommt... dann kommt dafuer mein Zug und es gab keine Sitzplaetze mehr. Schlafen!! Und wenn ich aufwache, ist Bern da.. Krass....

Samstag, April 11, 2009

am strand scheint die sonne

Besuch im Zentrum einer Organisation, die den Migr. hilft. Erfahren, dass man wahrscheinlich beschaddet (extra falsch...) wird. Dass alle Europaerinnen und Europaer (habe in 4 Tagen hiersein erst 2 andere gesehen) riskieren, besc xhattet zu werden. Der Typ, mit dem wir die letzten 2 stunden verbracht haben, wird konstant ueberwacht, sein telefon auch. Leute, die mit ihm gesprochen haben, werden von Zivis angehalten etc.. Nur deswegen, weil die Situation der Migr nicht ans Licht soll. Ich schreibe jetzt auch hier nicht zu viel.
Es leben ca. 2000 Migr hier, Kinder, immer wieder Babies (da ja die Plizisten immer wieder die Frauen vergew.). Wer ihnen Essen und Kleider bringt, riskiert Gefaengnis. Alle paar Tage wird ihnen frueh am morgen alles weggenommen und verbrannt. Dies alles, weil Europa Druck macht und diesem Land hier Geld gibt zur Loesung des Migr Problems.
Trotz aller Repressi. wird uns nichts passieren, fuer unseren Besuch bezahlen die Besuchten.
Morgen vielleicht Besuch eines der Lager, am Montag Abreise.
Merci fuers Lesen und Interesse!

Donnerstag, April 09, 2009

von der medina in den souk und zurouk

da die tastatur unglaublich schwierig ist, schreibe ich spaeter mehr...
sind durch couchsurfing bei einer marokkanischen familie gelandet.. unglaublich.... das essen, die mengen, die gastfreundschaft........
bin bitzli krank, erkaeltung und temperatur..
mit dem projekt..immigranten und grenze...geht es so çava voran, da die familie uns so stark bei sich behaelt.. schwierig, weil wir nicht unhoeflich sein wollen...
krass der kulturschock, aber ich liebe es hier zu sein, dans les rues.
lernen bitzli arabisch.
mehr spaeter, es gibt essen... schon wieder..

SHOUKRAN ...danke danke danke!!!!!

Dienstag, April 07, 2009

Ueber Nacht

Gestern spontan auf die Nachtfaehre gerannt, der schaurigen kath Osterprozession in Malagà entflohen. Endlich wieder geschlafen, wenn auch nur ein paar Stunden. Heute Morgen habe ich also zum ersten Mal afrikanischen Boden betreten, geographisch zumindest, den Kontinent. Ich wollte eigentlich bei meiner Ankunft den Boden kuessen, aber bis jetzt fand ich noch keine geeignete Stelle.
Wir sind noch in Spanien und wollen heute die Grenze anschauen gehen, bzw. schauen wie krass gesichert sie ist. Eigentlich ist die Stadt, in der ich gerade bin, ein Hochsicherheitsgefaengnis. Ich besitze ein kleines rotes Buechlein mit einem Foto von mir drin, daher durfte ich es betreten.

Ich moechte mich an der Stelle bedanken fuer all die lieben Menschen, die mich in Gedanken begleiten und die beten. All diese Gebete haben bewirkt dass meine Reise bis jetzt unglaublich war. Es gab immer wieder Momente in denen ich einfach nur dachte, wie krass ist das denn! Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass ich echten Engeln begegnet bin, welche mir weitergeholfen haben. Merci!!!

Morgen gehts dann weiter nach Marokko.
Sonst: Sonne, aber sehr sehr starker Wind, daher eher kuehl. Alles ist zu von Mittag bis 17 Uhr (mit Ausnahme dieses Internetcafes). Spanisch ist definitiv eine wunderbare Sprache, schade dass ich in Marokko sie nicht weiter lernen kann. Der Sueden ist super, da will ich wiederkommen und bleiben. 90% der netten Menschen wohnen im Sueden.

Montag, April 06, 2009

Frankreich-Tarifa-Malagà

Sitze in Algeciras im Internetcafe, voellig uebermuedet. Mein Ziel war ja Malagà. Da wir auf der Autobahn aber um circa 3 Uhr frueh an Malagà vorbeirasten und es sehr kalt war (8grad, im Vergleich zu den 20 Grad tagsueber), beschloss ich, mit meinen aeusserst netten Fahrern bis Tarifa mitzugehen. Er ist Marokkaner, hat auch den neuseelaendischen Pass und hat jahrelang als "Bee-Keeper", also Imker oder Bienenzuechter, gearbeitet. Ein sehr feinfuehliger, sensibler Mann, und wir haben, kaum bin ich eingestiegen, schon ueber G20, Korruption und den Irakkrieg diskutiert. Nice! Fuhr aber nur bis zur ersten Tankstelle mit ihm, dann wechselte ich ins Auto seiner Freundin, wegen mehr Platz. Sie ist Deutsche und wandert jetzt nach Marokko aus. Wir haben also von ca. 16 Uhr bis heute morgen um 07 Uhr nonstop miteinander geredet... So ab 5 Uhr morgens war ich nervlich am Ende und ich musste mich sehr zusammenreissen, nett zu bleiben und zu antworten und sogar ab und zu Rueckfragen zu stellen.
In Tarifa nahmen die beiden die Schnellfaehre nach Tanger. Ich wankte ins Staedtchen rein und stellte fest, dass in einer Viertelstunde ein Bus nach Algeciras fuhr, fuer 2 Euro. Die erste Viertelstunde schaute ich mit offenem Mund zum Fenster raus: AFRIKA!! Das war wahrscheinlich die schoenste Aussicht, die ich jemals in meinem Leben gehabt habe! Von spanischen Kuestenhuegeln runter freie Sicht auf die Strasse von Gibraltar, die von Nebel ueberwabert wird, in den die Morgensonne scheint. Aus dem Nebel auftauchend in geringer Entfernung die Nordkueste Afrikas. Rechts davon den Blick auf den Atlantik.
Die naechste halbe Stunde habe ich mit offenem Mund geschlafen, vermutlich.
Aufgrund meines Zustandes beschloss ich, ein Busticket nach Malagà zu kaufen. 11 Euro.
Jetzt schau ich mir noch den Hafen an und die Trampmoeglichkeiten, da ich morgen in einer Woche von hier aus zurueckstoepplen werde.
Ich koennte seitenlang weiterschreiben.. Die Reise dahin war schlicht unglaublich!
Bueno. ¡Adios!

Samstag, April 04, 2009

Donnerstag, April 02, 2009

Noch zweimal schlafen





Vorbereitet für die Zweijahressafari.

Werde diesmal zum ersten Mal den ultimativen SMS-Blog ausprobieren, mit Echtzeit-(ca. 5 Minuten verschoben)-Update über die Trampreise (ich schreibe aus jeder Stadt, wie teuer die Tram-Preise sind). Aus Kostengründen werde ich allerdings nicht zu häufig schreiben. Aber wer mag, kann meine Reise so verfolgen und darf natürlich auch je nach Situation beten.. MERCI!