Sonntag, November 29, 2009

Good night Switzerland


Dass so viele Menschen (darunter so viele ChristInnen) von ANGST motiviert handeln, macht mir Angst. Auch dass eine grosse Mehrheit von Blutgeld leben will.

Ich habe mich schon 2006 bei der Annahme des neuen Ausländer- und Asylgesetzes von der Welt verabschiedet.

That's why I believe in a life before birth :-)

Samstag, November 28, 2009

Spartipps Top 3

Jetzt, wo es in grossen Schritten auf die Adventszeit zugeht und angesichts der globalen Finanzkrise, sind Spartipps gefragter denn je. Hier mein Beitrag und meine aktuellen Top 3:

- Vor dem Einkaufen einen Liter Tee trinken. Mitten im Laden wird man plötzlich sehr schnell nur das Nötigste kaufen und schleunigst nach Hause eilen.
- Zu faul sein um einkaufen zu gehen. Diesen Tipp wende ich regelmässig an. Irgendwas gegen den Hunger findet sich immer im Haushalt, und sonst ist es auch nicht so schlimm.
- Sich im Supermarkt vom Heiligen Geist ablenken lassen, so dass man ständig vergisst, warum man eigentlich gerade zwischen Ladenregalen steht und sich darauf konzentrieren muss, wieder heil nach Hause zu kommen.

Mittwoch, November 25, 2009

Bilder zum Feierabend



Das Leben kann so spannend sein. Besonders wenn Gott einem immer wieder herausfordert, mal in dieser, mal in jener Sache Schritte zu tun. Oder wenn plötzlich Türen aufgehen.
Meine Mandeln haben wieder Hochsaison. Wenn sie sich nicht langsam an die Regeln halten, lass ich sie rausschneiden.
Zwei Nächte hintereinander praktisch denselben Traum haben und einige Wochen später von vier verschiedenen Leuten Interpretationen bekommen, die sich decken und mich verblüffen. Yes!
Dieses Jahr war ich wider Willen am Zibelemärit und ich hab es unter grosser Anstrengung geschafft, keinen zu erwürgen, der oder die mich mit Konfetti bewarf. Es war aber knapp. Anschliessend lernte ich von meiner Grossmutter ein grossartiges Wort für Zibelechueche (Zwiebelkuchen): Bölletünne. Ostschweiz olé!

Freitag, November 20, 2009

TräumerInnen

Letzte Nacht träumte ich, dass ich einen Brief an irgendjemanden schreibe, und ich verwendete konsequent immer das Binnen-i, zum Beispiel "So wie alle KünstlerInnen gestern an der Ausstellung über die ÄrztInnen sprachen,..". Der Brief dauerte ewig und als ich aufwachte, war ich so stolz auf mich.

Dienstag, November 17, 2009

Novembermassnahme

This postcard of Plonk&Replonk says it all...

..selbst wenn die Sonne mal scheinen würde - die eine Hälfte der Sonnenscheindauer schlafe ich noch, die andere Hälfte verbringe ich damit, in ein Buch, eine Zeitung, oder in einen Bildschirm zu schauen. Wenn ich arbeiten gehe, fahre ich schon im Licht der Strassenlaternen. Konsequenz: Lichtmangel - übergrosse Müdigkeit. Das war meine Offenbarung auf dem Nachhauseweg gestern. Deshalb suchte ich heute die Sonne und fuhr bergauf und durch den Findlingswald auf einen Hügel einige wenige Kilometer ausserhalb Biels.




Am Anfang war die Sonne zu erahnen, aber nach einer Stunde stand ich wie im Frühling mit geschlossenen Augen am Waldrand und liess mich bescheinen. Dazu im Ohr eine Predigt von Bill Johnson über Gnade. Alles passte perfekt zusammen. Die Sonne schien zu den passenden Momenten stärker durch die Wolken, und wie auf Kommando liessen die Bäume ab und zu Blätter runtersegeln. Am Schluss, als ich gerade den mp3-player abgestellt hatte, hüpfte ein Reh vorüber (!).

Freitag, November 13, 2009

Die Zukunftstrasse liegt direkt neben der Zentralstrasse

Transition... irgendwas hat sich dieses Jahr zu bewegen begonnen, und ich habe noch keine Ahnung, wohin es geht, but I embrace it. Ich befinde mich zwischen Studienabschluss und 27. Geburtstag. In der Schublade "Ausweise" liegt ein blaues Papier, das mein Diplom darstellt und das ich für nichts brauchen kann. Menschen zeigen sich interessiert an "Au bord de la mer", aber wir finden noch keine Zeit, in die Druckerei zu gehen. Ich sollte weiterschreiben. Unter meinem Bett liegen Kartons mit CD's. Ich sollte die verschicken, an Radiostationen, Zeitungen, Magazine, Konzertveranstalter. Aber es ist mir egal, so egal. Wenn ich dasitze und zurückschaue auf mein Leben, dann sehe ich Gottes Güte so deutlich, dass sie mich durchflutet und ich beinahe das Bewusstsein verliere. Abends gehe ich arbeiten und tagsüber erledige ich Sachen (interessant, wieviele "Sachen" man so zu erledigen hat, ohne es zu wollen), aber ich befinde mich in einem Schwebezustand zwischen hier und dort, oben und unten. Heaven is here now. Ich fahre nachts durch die Stadt und treffe auf leere Blicke oder auf Wut. Und überall stirbt jemand an Krebs oder ist immer noch arbeitslos. Was ist meine Vision, werde ich gefragt. Was will ich im Leben noch machen? (Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?) Nachdem ich aufgehört habe, in der Vergangenheit zu leben, will ich nicht beginnen, mir etwas in der Zukunft zu suchen. Und selbst wenn ich wollte: Es ginge nicht. Ich brauch das Wasser jeden Tag, und jeder Atemzug ist nötig zum leben; Gott ist mir Sauerstoff. Alles was gut ist, nehme ich an. So fliegt mir die Zukunft entgegen während ich stehe. Oder liegt sie schon da und ich laufe hinein?

PS. Die Zukunftstrasse liegt wirklich neben der Zentralstrasse. Als auf der Zentralstrasse Baustelle war, musste ich immer den Umweg über die Zukunftstrasse machen. Aber es war eine nette Abwechslung, eigentlich.

Donnerstag, November 12, 2009

Fruchtzwerge? Fruchtengel!

Unter den Christinnen und Christen gibt es einige, die würden etwas erst als Das Reden Gottes bezeichnen, wenn es in Neonfarben auf einem blinkenden grossen Schild stehen würde, das unter Erdbeben und Vulkanausbrüchen vom Himmel heruntergelassen würde. Dann gibt es andere, die jede ihrer neusten Erkenntnissen mit den Worten "So sprach der Herr: ..." einleiten, bloss weil ihre Topfpflanze Blätter verlor oder weil gerade ein Käfer die Fensterscheibe hochgelaufen ist - alles ist ein Zeichen und eine Botschaft. Ich verspüre in meinem Leben eine deutliche Tendenz zur zweitgenannten Gruppe. Im Zweifelsfall: nehmen. Wenn es gut ist: Machen. Oder ausprobieren.

So kommt man auch zu Fruchtengeln. Ich mag eigentlich Früchte, einige wenigstens, aber ich habe immer wieder Phasen im Leben, da würde es mir in einem Laden nie einfallen, Früchte zu kaufen. Und esse dann auch wochenlang keine. So merke ich ab und zu, dass ich mehr Vitamine bräuchte. Vor einigen Jahren z.B. hat mir das sogar der Arzt gesagt. Trotzdem versiffte ich es immer, Früchte zu essen. Eines Tages setzte ich mich in einen Zug. Da kam plötzlich eine Frau auf mich zu, sie trug einen Korb voller Früchte. Ohne gross etwas zu sagen, streckte sie mir den Korb hin, und zwar nicht nur "anbietend", sondern richtig aufdringlich: "nimm!!!!". Ich lehnte zuerst höflich, dankend ab, aber dann blieb mir keine Wahl, die Frau ging nämlich nicht weiter. Also nahm und ass ich Früchte. Die Frau tat dies nur bei mir, und lief dann weiter, ich habe sie nie mehr gesehen (sie war ziemlich auffällig).

Waffen importieren


Tolle Lobpreislieder schreiben und spielen und aufnehmen und dann zum Gratisdownload anbieten. Danke, Pfingstpanzer!

Dienstag, November 10, 2009

Fahrt nach Zürich

Um 15 Uhr 30 Uhr stand ich im beinahe strömenden Regen mit "Zürich"-Schild an der Autobahnauffahrt in Biel. Nach wenigen Sekunden schon hielt eine junge Frau an, die mich mitnehmen konnte bis zur allseits beliebten Raststätte Deitingen. Leider waren sowohl Parkplatz wie auch Tankstelle leer, aber dafür fiel mir spontan ein Lied ein, das ich singen konnte ohne dass jemand blöd schaute. Gottes Güte erfüllte mich und gut, konnte ich mich gerade noch auf den Beinen halten. Nach etwa 5-10 Minuten kam ein kleines Auto gefahren, darin sassen zwei Jungs im Alter von etwa 14 Jahren. 14?? Am Steuer?? Sie fuhren an mir vorbei, hielten an und fuhren rückwärts zurück. Der Fahrer kurbelte das Fenster runter und sagte, sie könnten mich mitnehmen. Ich musste mich zusammenreissen, um nicht nach seinem Führerausweis zu fragen. Die Situation fand ich aber so lustig (ich, die ältere Dame, mit den zwei fahrenden Teenagern), dass ich einstieg.. Es stellte sich heraus, dass sie Landmaschinenmechanikerlehrlinge (was für ein Wort) sind und für ihre Abschlussarbeit unterwegs waren. Mit wie alt schliesst man eine Lehre ab? Jedenfalls fuhren sie mich sicher bis zur Raststätte Kölliken bei Aarau. Auf der war ich noch nie gewesen. Sie wurde gerade umgebaut und war deshalb zu. Na bravo! Zum Glück funktionierte die Tankstelle noch. Es befanden sich zwei (2) Autos auf der ganzen Raststätte, im einen schlief der Fahrer.. Ich blieb zuversichtlich, immer noch erheitert vom vorherigen Erlebnis und voll von Gottes Gegenwart. Tatsächlich setzte sich auch schon das andere Auto - ein Offroader - in Bewegung, fuhr auf mich zu und hielt an! Ein grauhaariger, sehr sympathisch wirkender Mann war am Steuer. Ein Thurgauer. Wir unterhielten uns wunderbar, er war wirklich einer der nettesten Fahrer, den ich je gehabt hatte. Da er an Zürich vorbei in den Osten fuhr, stieg ich beim Fressbalken aus. Würde ich hier ein Auto finden, das mich in die City fuhr? Da mein netter Fahrer noch tanken musste, stieg ich an der Zapfsäule aus. Vor uns stand ein Auto mit ZH-Nummernschild, die junge Fahrerin in einer FlightAttendant-Uniform war grad am tanken. Ich sprach sie an und sie sagte, sie fahre zum Flughafen, ich könne gern mitkommen, wenn ich wolle, und dort die S-Bahn oder das Tram nehmen. Ich wollte unbedingt mit einer Flight Attendant mitfahren! Und den Flughafen liebe ich auch! It's about living, baby, not about achieving goals (=pünktlich sein). Also los. Kaum eingestiegen, bot sie mir diverse Früchte an und fragte, ob die Kabinentemperatur, äh, die Temperatur im Auto ok sei für mich (!). Sie erzählte mir von ihrem Job, sie arbeitet nämlich für Charterflugzeuge, also Wenigplätzer, und bedient nationale und internationale PolitikerInnen, ManagerInnen, Militärs. Ich bekam Einblicke in eine völlig fremde Welt - das ist es, warum ich trampe. Super. Am Flughafen erledigte ich meine üblichen Rituale (Flughafebeck, Postkarte verschicken) und erwischte dann ohne zu Hetzen in der letzten Sekunde einen Zug, der direkt in den Stadtteil fuhr, in den ich musste.

Samstag, November 07, 2009

BJ

"Show me somebody who will earnestly pray without a crisis, and I'll show you someone who will solve the crisis when it comes."
"The christian life is an invitation to live in between two conflicting realities.. .. and living with trust and praise at the same time"

- Bill Johnson

Freitag, November 06, 2009

Bahnhofträume

Es gibt ja bekanntlich Leute, die dauernd Flughafenträume haben.
Ich hatte die beiden letzten Nächte zwei Bahnhofträume.. In der ersten Nacht war ich in Deutschland an einem kleinen Bahnhof, in der zweiten Nacht in einem Pariser Vorort. Beide Male wollte ich am Schalter fragen, wie teuer ein Ticket in die Schweiz ist. Und beide Male musste ich ewig lange warten, bzw. wachte auf, während ich noch wartete. Hmm..
Ich frage mich, ob es Menschen gibt, die Fahrradunterstandträume haben.

Donnerstag, November 05, 2009

Virus vs. Cee: 1:0

Es ist erstaunlich, was so ein kleines Virüsschen anrichten kann. War man gerade noch superproduktiv und vital, im Kiesertraining, am Wäsche waschen und Wohnung putzen, so liegt man plötzlich im Bett und mag nichtmal auf Klo gehen. Jeder Muskel schmerzt, die Bronchien tun weh, und man ist einfach: schwach. Dabei ist es nur ein kleines Grippchen. Nichtmal richtig hohes Fieber. Erstaunlich auch, wie man dann hauptsächlich Körper ist. Geist und Seele sind in den Ferien, so scheint es. Man mag nicht lesen, nicht essen, nicht reden, nichts hören, nichts sehen. Dafür kann man plötzlich schlafen, und zwar immer. Der Schlaf wird nur unterbrochen für Kleiderwechsel, Klo oder zum trinken (weil man ja viel trinken sollte und so viel geschwitzt hat).

Gestern um 21 Uhr schlafen gegangen, heute um 10 Uhr 30 erwacht. Jetzt langsam back to normal life. Hallo Geist, hallo Seele, hallo Welt!

23h50 Nachhausekommen von der Arbeit. 00h15 Im Bett sein aber frieren. 02h30 Schweissgebadet erwachen. 05h00 Schweissgebadet erwachen. 10h30 Erwachen, duschen, Tee kochen, schlafen. 13h Erwachen, kalten Tee trinken, 5 Darvida essen, schlafen. 15h Erwachen, zur Apotheke. 16h schlafen. 17h erwachen, Tee trinken, schlafen. 19.30 Krankenbesuch bekommen. 20h Erkältungsbad nehmen. 21h Schlafen. 10h30 Erwachen.

Mittwoch, November 04, 2009

Körper

Es begann mit einem verspannten Nacken und Kopfschmerzen, vor etwa drei Wochen. Nachdem sich noch ein Schnupfen, Husten und Hals-, Ohren-, Zahnschmerzen dazugesellt hatten, wurde es letzte Nacht. Schon beim Schlafengehen tat mir jeder Muskel weh und ich fror. Ich lag unter Schlafsack und Duvet, trug Wollsocken und hatte eine heisse Bettflasche an mich gedrückt. Und fror. Nach etwa zwei Stunden, in denen ich nie recht wusste, ob ich schlief oder nicht, erwachte ich klatschnass und musste Kleider wechseln. Als ich aufstand, fror ich wieder. Ich mass Fieber und hatte 38.4. Mein Puls und meine Gedanken rasten. Zwei Stunden später musste ich wieder die Kleider wechseln. Dann schlief ich endlich durch bis in den Vormittag hinein. Hoffentlich war's das jetzt.