Wieder und wieder befasse ich mich damit, was ein gesunder Lebensstil ist. Anfänglich bedeutete dies vor allem Verzicht: Kein Fleisch mehr, kein Gluten, keinen Zucker, keine Fertigprodukte,.... kürzlich aber las ich auf einem veganen Produkt sinngemäss: Es geht uns nicht um Verzicht, sondern darum, die Freude am Leben zu zelebrieren. Dass es tatsächlich die Möglichkeit gibt, mich zu ernähren, ohne dass irgendein Lebewesen leiden oder sterben muss deswegen, weder Mensch noch Tier, ist für mich eine grosse Befreiung und Freude. Ich liebe alles, was Gott erschaffen hat.
Als Gott die Welt erschuf, machte der die Menschen in seinem Ebenbild - wir haben das wunderschöne Privileg, uns so um den Planeten und alles, was darauf ist, zu kümmern, wie Gott selbst es tun würde. Und wie würde sich ein Schöpfer wohl um seine Geschöpfe kümmern, wenn er sie sogar mit Empfindungen, Gefühlen ausgestattet hat?
Ich weiss, ich wiederhole mich. Aber noch nie habe ich mich vielfältiger ernährt. DJ Moby, seit über 16 Jahren Veganer, sagte: Oft werde ich gefragt: Was isst du denn noch?? Aber ist die Frage nicht umgekehrt: Was esst ihr? Fleisch, Käse, Milch, Eier. Wir Veganer essen alles andere.
Ich möchte nicht, dass sich Menschen schlecht fühlen. Was ich liebe ist, Leben zu zelebrieren, den Schöpfer anzubeten, in Verbindung mit Ihm zu sein, in Seinen Armen ruhen, und daraus heraus die Welt - Pflanzen, Tiere, Menschen - so zu behandeln, wie Er selbst es tun würde. Ich bin noch weit davon entfernt, besonders, weil ich so beschäftigt damit bin, aus meiner Kraft so grossartige Dinge zu erreichen wie den Alltag zu meistern mit meinen Ersteweltproblemen. Deshalb wende ich mich jetzt der wunderbaren Bibel und Jesus zu..
Sonntag, Dezember 29, 2013
Donnerstag, Dezember 19, 2013
Warm werden im Basalen wie im Banalen
Womit ich mich vor ein paar Monaten beschäftigt hatte, ist jetzt in der Praxis am erprobt werden. Und da ich letzte Nacht mit starken Bauchkrämpfen erwachte, ist heute wohl der passende Zeitpunkt um zu sagen: Bis jetzt funktioniert die Natürliche Famlien-Planung (NFP) hervorragend. Meine Basaltemperatur ist in der ersten Zyklushälfte wunderbar irgendwo zwischen 36.25°C und 36.55°, obwohl ich mal um 5.38, mal um 11 Uhr aufstehe. Und dann plötzlich macht es -zack- und die Temperatur ist zwischen 36.7 und 37.00°C. Faszinierend!
"Sie, Ihre Blase ist mir im Weg!" wurde mir am Montag gesagt, aber 5 Minuten später war die Sicht frei und es wurde keine Zyste mehr gefunden! Yeah!
Noch drei Tage bzw. Abende servieren, dann sind Betriebsferien. Meine Arbeitskollegin und ich arbeiten praktisch jeden Tag zusammen, da wir noch die beiden einzigen Serviceangestellten sind... im Moment. Wir sind so etwas von eingespielt, dass es richtig Spass macht. Wir laufen beide mit einem Brotkörbchen in der Hand zum selben Tisch. Sie will den Wein bringen? Ich habe ihn grad vor 10 Sekunden eingeschenkt. Ich will abräumen gehen? Sie ist gerade am abräumen. Wir verstehen uns blind und/oder ohne Worte.
Und dann haben wir immer wieder supercoole Gäste. Manchmal gibt es auch nervige Situationen wie z.B. gestern, als ich einen 8-er Tisch bediente, und gerade am Wein einschenken war. 1.Person, 2.Person, 3.Person, 4.Person, alle auf der einen Seite des Tisches. Da winkt der Mann von der andern Seite des Tisches, von zuoberst, weil er auch Wein möchte. JA. NATÜRLICH. GERNE SCHENKE ICH ALLEN 8 GLEICHZEITIG WEIN EIN. Aber damit nicht genug. Grad nachdem ich ihm freundlich zugenickt habe und damit signalisierte, dass ich sein Bedürfnis kenne, schaut die Frau, der ich gerade einschenke, zu mir auf und sagt: "Der Herr dort oben möchte auch noch Wein". ..... ..... ...... Bitte!! Meine absolut grösste Aufgabe in meinem Job besteht nicht darin, Teller zum Tisch zu tragen oder Gläser zu spülen. Meine Haupt- und Lieblingsaufgabe ist es, Bedürfnisse und Wünsche von Gästen wahrzunehmen, bevor sie sie selbst wahrnehmen. Anyway.
Ansonsten hatten wir wunderschöne Begegnungen. Die vegane Kellnerin nimmt der später Wild bestellenden Gästin ihren Echtpelzmantel ab und hängt ihn sorgfältig an der Garderobe auf. Die zwei werden den ganzen Abend über ein super Verhältnis zueinander haben. I love my job.
"Sie, Ihre Blase ist mir im Weg!" wurde mir am Montag gesagt, aber 5 Minuten später war die Sicht frei und es wurde keine Zyste mehr gefunden! Yeah!
Noch drei Tage bzw. Abende servieren, dann sind Betriebsferien. Meine Arbeitskollegin und ich arbeiten praktisch jeden Tag zusammen, da wir noch die beiden einzigen Serviceangestellten sind... im Moment. Wir sind so etwas von eingespielt, dass es richtig Spass macht. Wir laufen beide mit einem Brotkörbchen in der Hand zum selben Tisch. Sie will den Wein bringen? Ich habe ihn grad vor 10 Sekunden eingeschenkt. Ich will abräumen gehen? Sie ist gerade am abräumen. Wir verstehen uns blind und/oder ohne Worte.
Und dann haben wir immer wieder supercoole Gäste. Manchmal gibt es auch nervige Situationen wie z.B. gestern, als ich einen 8-er Tisch bediente, und gerade am Wein einschenken war. 1.Person, 2.Person, 3.Person, 4.Person, alle auf der einen Seite des Tisches. Da winkt der Mann von der andern Seite des Tisches, von zuoberst, weil er auch Wein möchte. JA. NATÜRLICH. GERNE SCHENKE ICH ALLEN 8 GLEICHZEITIG WEIN EIN. Aber damit nicht genug. Grad nachdem ich ihm freundlich zugenickt habe und damit signalisierte, dass ich sein Bedürfnis kenne, schaut die Frau, der ich gerade einschenke, zu mir auf und sagt: "Der Herr dort oben möchte auch noch Wein". ..... ..... ...... Bitte!! Meine absolut grösste Aufgabe in meinem Job besteht nicht darin, Teller zum Tisch zu tragen oder Gläser zu spülen. Meine Haupt- und Lieblingsaufgabe ist es, Bedürfnisse und Wünsche von Gästen wahrzunehmen, bevor sie sie selbst wahrnehmen. Anyway.
Ansonsten hatten wir wunderschöne Begegnungen. Die vegane Kellnerin nimmt der später Wild bestellenden Gästin ihren Echtpelzmantel ab und hängt ihn sorgfältig an der Garderobe auf. Die zwei werden den ganzen Abend über ein super Verhältnis zueinander haben. I love my job.
Mittwoch, Dezember 18, 2013
Wie eine App mein Leben verändert hat.
Gianni ist gerade 7 Tage am Stück am arbeiten, und ich bin in der Mitte von 8 Tagen am Stück... Was für ein Segen, wenn man bedenkt, dass wir anschliessend beide fast 3 Wochen lang keine Arbeit mehr haben werden.
Ausser Jesus, meinem Mann und einigen anderen Dingen hat fast nichts mein Leben so verändert wie YNAB. Das steht für "You Need A Budget" und ist eine Budget-App. Gianni hatte sie sich schon länger gekauft und war total begeistert. Ich hingegen fand, IDNAB, und lebte nach der Devise "Geld kommt und geht und es reicht immer irgendwie". Ich glaubte zwar fest daran, aber unsere Beziehung und Ehe wurde arg strapaziert durch meine wiederkehrenden Geld-Panik-Momente. Wir arbeiten beide im Stundenlohn, also ohne garantierten Monatslohn, und somit kann bereits ein verregneter Sommermonat zu einer Lohneinbusse von bis zu 50% führen, weil wir weniger Gäste zu bewirten haben..
Ich also immer wieder Ängste und Unsicherheiten. In vielen Dingen lebte ich nach "nichts kaufen, was nicht unbedingt lebensnotwendig ist", wollte aber trotzdem im Geben äusserst grosszügig sein, und erlebte immer wieder riesige Grosszügigkeit von andern Menschen zu mir. Aber meine Emotionen waren ständig auf Achterbahnfahrt. Bis YNAB kam.
Endlich willigte ich ein, einen Online-Einsteigerkurs zu machen. Und ich war drin. Mein Leben hat sich verändert. Ich habe das Gefühl, dass wir das Geld verwalten, und nicht dass das Geld uns mal an der kurzen, mal an der langen Leine hat. Dabei hat YNAB nicht viel mit einem konventionellen Budget zu tun, wo alles starr definiert ist und man sich ständig einschränken muss. Ich kann hier nicht alles im Detail erklären, aber die vier Grundsätze von YNAB sind: 1. Gib jedem Dollar/Euro/Franken eine Aufgabe. 2. Spare für verregnete Tage. 3. "Roll with the punches" - Beweg dich mit den Schlägen. 4. Lebe vom Einkommen des letzten Monats.
Da es ein recht junges Unternehmen ist, ist alles nur in English erhältlich. Es hilft also, genug Englisch zu können, um die Anleitungen zu verstehen. Oder man fragt mich :-) Es hilft, wenn man ein Smartphone hat, denn so hat man unterwegs einfachen Zugang zum Budget und kann alle Einkäufe direkt eintragen. Es kostet einmaligungefähr 80/90.-, je nach Währung 60.- Dollar, und man hat dann mit mehreren Computern und Smartphones Zugriff darauf, ist also perfekt für Einzelpersonen, Paare und Familien.
Ich schaue nicht mehr auf unseren Kontostand, ich weiss, dass wir für viele Dinge Geld auf die Seite legen können, und sollte mal etwas unvorhergesehenes kommen, so haben wir eine Kategorie dafür, in die wir monatlich "einzahlen". Wir haben zu zweit nur noch ein Konto (plus zwei 3.Säule-Konten, soeben eröffnet), und Geld verwalten/sparen/ausgeben hat noch nie mehr Spass gemacht und war vor allem noch nie stressfreier!!
Ausser Jesus, meinem Mann und einigen anderen Dingen hat fast nichts mein Leben so verändert wie YNAB. Das steht für "You Need A Budget" und ist eine Budget-App. Gianni hatte sie sich schon länger gekauft und war total begeistert. Ich hingegen fand, IDNAB, und lebte nach der Devise "Geld kommt und geht und es reicht immer irgendwie". Ich glaubte zwar fest daran, aber unsere Beziehung und Ehe wurde arg strapaziert durch meine wiederkehrenden Geld-Panik-Momente. Wir arbeiten beide im Stundenlohn, also ohne garantierten Monatslohn, und somit kann bereits ein verregneter Sommermonat zu einer Lohneinbusse von bis zu 50% führen, weil wir weniger Gäste zu bewirten haben..
Ich also immer wieder Ängste und Unsicherheiten. In vielen Dingen lebte ich nach "nichts kaufen, was nicht unbedingt lebensnotwendig ist", wollte aber trotzdem im Geben äusserst grosszügig sein, und erlebte immer wieder riesige Grosszügigkeit von andern Menschen zu mir. Aber meine Emotionen waren ständig auf Achterbahnfahrt. Bis YNAB kam.
Endlich willigte ich ein, einen Online-Einsteigerkurs zu machen. Und ich war drin. Mein Leben hat sich verändert. Ich habe das Gefühl, dass wir das Geld verwalten, und nicht dass das Geld uns mal an der kurzen, mal an der langen Leine hat. Dabei hat YNAB nicht viel mit einem konventionellen Budget zu tun, wo alles starr definiert ist und man sich ständig einschränken muss. Ich kann hier nicht alles im Detail erklären, aber die vier Grundsätze von YNAB sind: 1. Gib jedem Dollar/Euro/Franken eine Aufgabe. 2. Spare für verregnete Tage. 3. "Roll with the punches" - Beweg dich mit den Schlägen. 4. Lebe vom Einkommen des letzten Monats.
Da es ein recht junges Unternehmen ist, ist alles nur in English erhältlich. Es hilft also, genug Englisch zu können, um die Anleitungen zu verstehen. Oder man fragt mich :-) Es hilft, wenn man ein Smartphone hat, denn so hat man unterwegs einfachen Zugang zum Budget und kann alle Einkäufe direkt eintragen. Es kostet einmalig
Ich schaue nicht mehr auf unseren Kontostand, ich weiss, dass wir für viele Dinge Geld auf die Seite legen können, und sollte mal etwas unvorhergesehenes kommen, so haben wir eine Kategorie dafür, in die wir monatlich "einzahlen". Wir haben zu zweit nur noch ein Konto (plus zwei 3.Säule-Konten, soeben eröffnet), und Geld verwalten/sparen/ausgeben hat noch nie mehr Spass gemacht und war vor allem noch nie stressfreier!!
Sonntag, Dezember 15, 2013
on the eve of construction
Natürlich bin ich extrem viel weniger extrem, als man annehmen könnte. Ich bin überzeugt oder nicht, und liebe es, zu lernen, andere Sichtweisen kennenzulernen. Aber wenn es neblig ist, scheint die Sonne trotzdem nicht, auch wenn sie es darüber tut.
Anyway. Vor gut 9 Jahren begann ich mit diesem Blog, und das war in etwa auch der Punkt, wo mein Leben anfing, sich zum Guten zu verändern. Nie mehr im Leben möchte ich zurück, und jeden einzelnen Tag bin ich dankbar für das, was Gott direkt und durch meine Familie und FreundInnen mir Gutes getan hat.
Kris Vallotton fragte: Sind wir am Anfang der Zerstörung, oder sind wir am Anfang des Aufbaus (destruction or construction) ? Lange Jahre glaubte ich ersterem, und erlebte es auch so. Nun darf ich schon ein paar Jahre das zweite glauben und dementsprechend leben. Ich bin mir bewusst, dass ich das als weisse, gebildete Schweizerin mit intakter Familie sage. Aber wenn ich an einen guten Gott glaube, wie könnte ich etwas anderes glauben, als dass Er in der ganzen Welt Gutes am wirken ist? Wenn wir nun alle partnern damit, wir der Aufbau immer sichtbarer..
Anyway. Vor gut 9 Jahren begann ich mit diesem Blog, und das war in etwa auch der Punkt, wo mein Leben anfing, sich zum Guten zu verändern. Nie mehr im Leben möchte ich zurück, und jeden einzelnen Tag bin ich dankbar für das, was Gott direkt und durch meine Familie und FreundInnen mir Gutes getan hat.
Kris Vallotton fragte: Sind wir am Anfang der Zerstörung, oder sind wir am Anfang des Aufbaus (destruction or construction) ? Lange Jahre glaubte ich ersterem, und erlebte es auch so. Nun darf ich schon ein paar Jahre das zweite glauben und dementsprechend leben. Ich bin mir bewusst, dass ich das als weisse, gebildete Schweizerin mit intakter Familie sage. Aber wenn ich an einen guten Gott glaube, wie könnte ich etwas anderes glauben, als dass Er in der ganzen Welt Gutes am wirken ist? Wenn wir nun alle partnern damit, wir der Aufbau immer sichtbarer..
Samstag, Dezember 14, 2013
Eine ausbalancierte, relativierte Mischung von Dunkel und Hell?
Da ich heute erst am Abend zu arbeiten beginne und ausgeschlafen habe, komme ich richtig zum Schreiben......
Ich bin vom Typ her eher dramatisch und extrem, schwarz und weiss, klar und bestimmt. Natürlich nicht immer. Ich bin ja auch intelligent und liebe es, zu lernen.
Anyway, deshalb war ich nie eine Freundin von "Balance". Ich kriegte immer Hühnerhaut, wenn ich Dinge hörte wie "Gnade und so ist schon gut, aber man muss auch die andere Seite einbeziehen", oder "Ich finde es gut, für Gerechtigkeit einzustehen, aber man sollte immer die Balance halten".
Also was jetzt? Gerechtigkeit oder nicht? Gnade oder Gesetz? Ist das Licht an oder aus? Liebe ich dich oder nicht? Willst du dich gesund ernähren oder nicht?
Das, was andere "exrem" nennen, ist für mich einfach eine natürliche Folge einer Überzeugung. Wie kann ich finden, dass es ungesund, unökologisch und nicht lebensfördernd ist, wenn man Fleisch ist, und dann gleichzeitig für andere Fleisch kaufen und zubereiten? Wie kann ich wissen, dass die Kleider, die vor mir am Kleiderbügel hängen, von ausgebeuteten Menschen (meinen Schwestern und Brüdern in Christus) in Bangladesh produziert wurden, die vielleicht sogar bei einem der vielen Fabrikbränden starben, und wie kann ich dann "es relativ sehen" und trotzdem noch solche Kleider kaufen?
Anyway, mein Mann bringt mir etwas über Balance bei, aber ich kann mich noch nicht ganz damit anfreunden....
Ich bin vom Typ her eher dramatisch und extrem, schwarz und weiss, klar und bestimmt. Natürlich nicht immer. Ich bin ja auch intelligent und liebe es, zu lernen.
Anyway, deshalb war ich nie eine Freundin von "Balance". Ich kriegte immer Hühnerhaut, wenn ich Dinge hörte wie "Gnade und so ist schon gut, aber man muss auch die andere Seite einbeziehen", oder "Ich finde es gut, für Gerechtigkeit einzustehen, aber man sollte immer die Balance halten".
Also was jetzt? Gerechtigkeit oder nicht? Gnade oder Gesetz? Ist das Licht an oder aus? Liebe ich dich oder nicht? Willst du dich gesund ernähren oder nicht?
Das, was andere "exrem" nennen, ist für mich einfach eine natürliche Folge einer Überzeugung. Wie kann ich finden, dass es ungesund, unökologisch und nicht lebensfördernd ist, wenn man Fleisch ist, und dann gleichzeitig für andere Fleisch kaufen und zubereiten? Wie kann ich wissen, dass die Kleider, die vor mir am Kleiderbügel hängen, von ausgebeuteten Menschen (meinen Schwestern und Brüdern in Christus) in Bangladesh produziert wurden, die vielleicht sogar bei einem der vielen Fabrikbränden starben, und wie kann ich dann "es relativ sehen" und trotzdem noch solche Kleider kaufen?
Anyway, mein Mann bringt mir etwas über Balance bei, aber ich kann mich noch nicht ganz damit anfreunden....
Rollenverteilung oder: Wenn Rollen rollen
Als Gianni und ich uns gerade verlobt hatten, machten wir im Rahmen
des "Defining the Relationship"-Kurses eine Art Test, um die Stärken und
Schwächen Wachstumspotenziale unserer Beziehung
herauszufinden. Es war nicht ganz einfach, alle Fragen richtig zu
verstehen, und so missverstand Gianni eine Frage, und antwortete aus
Versehen mit "Ich stimme gar nicht überein" auf etwas, das in etwas so
lautete: "Findest du, dass beide Partner sich an Haushaltsarbeiten
beteiligen sollen?". Er realisierte es sofort, aber es war schon zu
spät, man konnte nicht mehr zurückklicken. Einige Tage darauf hatten wir
ein Auswertungsgespräch, wo die besorgten Berater beruhigt werden
konnten :-)
Nebenbei: Bei der Sexualität hatten wir in diesem Test ganz tiefe Werte, aber nur, weil wir uns damals noch überhaupt nicht über Verhütungsmethoden unterhalten hatten....
Zurück zum Haushalt. Ich bin ja schon noch erstaunt, wie sich die Rollen ziemlich klassisch verteilen... natürlich immer wieder durchbrochen mit anderen Mustern und Ausnahmen. Ich tendiere eher dazu, den Wäscheberg in die Waschmaschine zu verfrachten und anschliessend aufzuhängen, hingegen das mühselige anschliessende Zusammenlegen bringt Gianni perfekt zustande. Ich koche meistens und gehe auch meistens einkaufen, dafür ordnet er alle Lebensmittel perfekt im Küchenschrank ein. Er eröffnet unsere 3.Säule-Konten. Er findet die beste Versicherungsprämie. Ich mache den gesündesten Ingwer-Shot, den die Welt je erlebt hat (unsere Welt).
Mein Punkt ist eigentlich der, dass "gerecht" oder "fair" nicht immer so klar definiert werden können. Am Anfang regte ich mich oft darüber auf, dass ich schon wieder diejenige bin, die daran denkt, dass heute Altpapierabfuhr ist. Oder dass wir weder Essen noch Trinken dabei hätten, wenn wir unterwegs sind, hätte nicht ich daran gedacht. Inzwischen weiss ich einfach, dass wir unterschiedliche Schwächen und Stärken haben. Und ich bin dankbar, dass mein Mann sich nicht so wie ich aufgeregt hat über mich, zum Beispiel wenn ich eine Versicherung abschliessen würde, die wir nicht brauchen und die uns viel Geld kostet. Oder wenn ich wiedermal die trockene Wäsche tagelang hängen lasse. Oder wenn ich sehr schnell gestresst werde, während es seine Stärke ist, ruhig und positiv zu bleiben.
Nebenbei: Bei der Sexualität hatten wir in diesem Test ganz tiefe Werte, aber nur, weil wir uns damals noch überhaupt nicht über Verhütungsmethoden unterhalten hatten....
Zurück zum Haushalt. Ich bin ja schon noch erstaunt, wie sich die Rollen ziemlich klassisch verteilen... natürlich immer wieder durchbrochen mit anderen Mustern und Ausnahmen. Ich tendiere eher dazu, den Wäscheberg in die Waschmaschine zu verfrachten und anschliessend aufzuhängen, hingegen das mühselige anschliessende Zusammenlegen bringt Gianni perfekt zustande. Ich koche meistens und gehe auch meistens einkaufen, dafür ordnet er alle Lebensmittel perfekt im Küchenschrank ein. Er eröffnet unsere 3.Säule-Konten. Er findet die beste Versicherungsprämie. Ich mache den gesündesten Ingwer-Shot, den die Welt je erlebt hat (unsere Welt).
Mein Punkt ist eigentlich der, dass "gerecht" oder "fair" nicht immer so klar definiert werden können. Am Anfang regte ich mich oft darüber auf, dass ich schon wieder diejenige bin, die daran denkt, dass heute Altpapierabfuhr ist. Oder dass wir weder Essen noch Trinken dabei hätten, wenn wir unterwegs sind, hätte nicht ich daran gedacht. Inzwischen weiss ich einfach, dass wir unterschiedliche Schwächen und Stärken haben. Und ich bin dankbar, dass mein Mann sich nicht so wie ich aufgeregt hat über mich, zum Beispiel wenn ich eine Versicherung abschliessen würde, die wir nicht brauchen und die uns viel Geld kostet. Oder wenn ich wiedermal die trockene Wäsche tagelang hängen lasse. Oder wenn ich sehr schnell gestresst werde, während es seine Stärke ist, ruhig und positiv zu bleiben.
Dienstag, Dezember 03, 2013
Über die Kuhmilch
Bekanntlich beschäftige ich mich seit Monaten intensiv mit Ernährung.. Gestern musste mein Mann mir stundenlang beim lauten Nachdenken zuhören..
Häufig höre ich "bist du nicht etwas radikal?", wenn ich von meinen neuen Ernährungsgrundsätzen erzähle.. Das ist wohl, weil niemand ausser mir und vielleicht Gianni meine stundenlangen Gedankengängem miterlebt hat.
Früher liebte ich es, Fleisch zu essen. Heute spüre ich keinerlei Lust darauf, nichtmal auf sogenannten "Fleisch-Ersatz". Ich muss Fleisch nicht ersetzen. Ich habe genug Auswahl an wunderbaren anderen Nahrungsmitteln. Oder Käse. Ich liebte es, Käse zu geniessen. Heute reizt mich das nicht im Geringsten. Dasselbe mit Milch. Gestern assen Gianni und ich Praliné, und plötzlich wurde mir bewusst, dass die auf Butter und Milch basieren, und schon hatte ich gar keine Lust mehr darauf.
Milch.. abgesehen davon, dass ich es komisch finde, wenn Menschenmuttermilch für Menschenbabies perfekt zusammengesetzt ist, Ziegenmilch für Gitzis, Schafmilch für Lämmer, und Kuhmilch für Kälber, - und wir dann Kuhmilch in rohen Mengen verzehren, finde ich es auch tragisch, wie wir zu dieser Milch kommen. Kühe werden meist künstlich besamt - was bestimmt nicht angenehm ist, wenn man sich das mal überlegt - und kurz nach der Geburt des Kalbes werden Kuh und Kalb voneinander getrennt. Sie rufen tagelang (oder noch länger) nacheinander und leiden.
Nun höre ich, dass es ja bloss Tiere seien. Die sind minderwertig als Menschen, und sie sind auch nicht im Ebenbild Gottes geschaffen.
Hier meine grosse Frage: Wenn wir Menschen mehrwertig sind, und im Ebenbild Gottes geschaffen sind, sollten wir dann nicht auch so handeln wie Gott? Wir sind ja in seinem Bild geschaffen und Er lebt in uns. Würde Gott ein Kalb von seiner Kuh trennen? Gott selbst ist es ja, der die Kuh bzw. das Kalb geschaffen hat, und der beide mit einer emotionalen Verbindung zueinander ausgestattet hat, die Kuh mit Mutterinstinkt, das Kalb mit einem Bedürfnis nach Mutter. In freier Wildbahn würde die Kuh sich intensiv um das Kalb kümmern, es Dinge lehren, es beschützen, mehrere Monate ernähren,.. dh., Gott hat sie so geschaffen. Würde er also seinen Geschöpfen das antun, was wir ihnen antun?
Ich glaube, dass es eine kulturelle Sache ist, dass unsere Ernährung dermassen auf Tierprodukten basiert ist. Es ist gratis - man muss die Tiere ja nicht bezahlen. Bezahlen müssen wir nur diejenigen, die die Drecksarbeit tun (Tierkinder wegseparieren, Tiere schlachten), und darum ist es ein interessanter Markt zum Geld verdienen. Und weil wir seit Jahrzehnten und Jahrhunderten uns von Tierprodukten ernähren, scheint es auch unmöglich oder sogar ungesund zu sein, dies nicht mehr zu tun. Dabei ist sich mir eine Welt am eröffnen, die unzählige wundervolle Nahrungsmittel anbietet. Ich geniesse Kochen und Essen mehr als jemals zuvor.
Und zum Schluss - alles Fleisch und alle Tierprodukte sind sauer, also nicht gut für meinen basischen Körper. Alle Tiermilch ist Muttermilch und enthält demnach Wachstumshormone für das jeweilige Junge. Will ich wirklich fremde Hormone in mir haben, die das Wachstum von gewissen Zellen fördern?
Häufig höre ich "bist du nicht etwas radikal?", wenn ich von meinen neuen Ernährungsgrundsätzen erzähle.. Das ist wohl, weil niemand ausser mir und vielleicht Gianni meine stundenlangen Gedankengängem miterlebt hat.
Früher liebte ich es, Fleisch zu essen. Heute spüre ich keinerlei Lust darauf, nichtmal auf sogenannten "Fleisch-Ersatz". Ich muss Fleisch nicht ersetzen. Ich habe genug Auswahl an wunderbaren anderen Nahrungsmitteln. Oder Käse. Ich liebte es, Käse zu geniessen. Heute reizt mich das nicht im Geringsten. Dasselbe mit Milch. Gestern assen Gianni und ich Praliné, und plötzlich wurde mir bewusst, dass die auf Butter und Milch basieren, und schon hatte ich gar keine Lust mehr darauf.
Milch.. abgesehen davon, dass ich es komisch finde, wenn Menschenmuttermilch für Menschenbabies perfekt zusammengesetzt ist, Ziegenmilch für Gitzis, Schafmilch für Lämmer, und Kuhmilch für Kälber, - und wir dann Kuhmilch in rohen Mengen verzehren, finde ich es auch tragisch, wie wir zu dieser Milch kommen. Kühe werden meist künstlich besamt - was bestimmt nicht angenehm ist, wenn man sich das mal überlegt - und kurz nach der Geburt des Kalbes werden Kuh und Kalb voneinander getrennt. Sie rufen tagelang (oder noch länger) nacheinander und leiden.
Nun höre ich, dass es ja bloss Tiere seien. Die sind minderwertig als Menschen, und sie sind auch nicht im Ebenbild Gottes geschaffen.
Hier meine grosse Frage: Wenn wir Menschen mehrwertig sind, und im Ebenbild Gottes geschaffen sind, sollten wir dann nicht auch so handeln wie Gott? Wir sind ja in seinem Bild geschaffen und Er lebt in uns. Würde Gott ein Kalb von seiner Kuh trennen? Gott selbst ist es ja, der die Kuh bzw. das Kalb geschaffen hat, und der beide mit einer emotionalen Verbindung zueinander ausgestattet hat, die Kuh mit Mutterinstinkt, das Kalb mit einem Bedürfnis nach Mutter. In freier Wildbahn würde die Kuh sich intensiv um das Kalb kümmern, es Dinge lehren, es beschützen, mehrere Monate ernähren,.. dh., Gott hat sie so geschaffen. Würde er also seinen Geschöpfen das antun, was wir ihnen antun?
Ich glaube, dass es eine kulturelle Sache ist, dass unsere Ernährung dermassen auf Tierprodukten basiert ist. Es ist gratis - man muss die Tiere ja nicht bezahlen. Bezahlen müssen wir nur diejenigen, die die Drecksarbeit tun (Tierkinder wegseparieren, Tiere schlachten), und darum ist es ein interessanter Markt zum Geld verdienen. Und weil wir seit Jahrzehnten und Jahrhunderten uns von Tierprodukten ernähren, scheint es auch unmöglich oder sogar ungesund zu sein, dies nicht mehr zu tun. Dabei ist sich mir eine Welt am eröffnen, die unzählige wundervolle Nahrungsmittel anbietet. Ich geniesse Kochen und Essen mehr als jemals zuvor.
Und zum Schluss - alles Fleisch und alle Tierprodukte sind sauer, also nicht gut für meinen basischen Körper. Alle Tiermilch ist Muttermilch und enthält demnach Wachstumshormone für das jeweilige Junge. Will ich wirklich fremde Hormone in mir haben, die das Wachstum von gewissen Zellen fördern?
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