Nun hat die 24. Schwangerschaftswoche angefangen. Schon die letzte Woche des 6. Monats. Ich spüre das Baby immer stärker und immer häufiger. Noch ist es ein eher angenehmes Zappeln und stupsen - ich habe schon von anderen gehört, dass es später sogar schmerzhaft werden kann. Ein Babybauch existiert und manchmal spüre ich ihn stark (Treppenlaufen, auf den Zug rennen), aber handkehrum vergesse ich manchmal immer noch völlig, dass ich schwanger bin.
Neun, beziehungsweise zehn Monate Schwangerschaft sind eigentlich eine lange Zeit. Fast ein Jahr... Und nun bin ich schon gut über der Halbzeit..
Nachdem ich auf sozialen Medien dieses Foto von all meinen Schwangerschafts-, Geburts- und Eltern-Büchern veröffentlichte, hörte ich von verschiedenen Seiten, ich solle vor allem auf meinen Körper hören und nicht so sehr mit dem Kopf wollen (= lesen). Hmm.. ich verstehe diese Einwände, finde es aber schade, wenn mir aufgrund eines Fotos unterstellt wird, ich würde Dinge kontrollieren wollen. Anyway. Sorry. Das musste raus.
Es geht mir nicht darum, perfekt vorbereitet zu sein. Sondern darum, gut informiert zu sein, und zwar von der Seite, die Schwangerschaft und Geburt nicht als Risiko und potentiell gefährlich ("man weiss nie, was passieren kann") ansieht, sondern als natürlich und gut von der Natur eingerichtet. Ja, Tiere lesen keine Bücher und gebären trotzdem problemlos, aber die hören auch nicht von allen Seiten Horrorstories, so dass sie schon Angst vor der Geburt haben, Jahre bevor sie überhaupt ans schwangerwerden denken....! Alles, was ich über Geburt wusste (bevor ich ein Buch dazu auch nur von weitem angeschaut hatte) war, dass es sich um schier unerträgliche Schmerzen handelt, wo man sterben will oder NIE MEHR ein Kind zeugen, wo man schreit und meistens eine Leitung ins Rückenmark gelegt haben will, damit die Schmerzen weggenommen werden. Jetzt, nach einiger Lektüre, weiss ich, dass hauptsächlich Angst und Stress Schmerzen verursacht, da Angst und Stress den Körper verkrampfen lassen, und versuch mal, verkrampft und gestresst schon nur eine Nummer 2 auf dem WC rauszulassen, geschweige denn ein Kind zu gebären! Das hängt übrigens beides zusammen, ist derselbe Schliessmuskel. Es ist vielleicht TMI (too much information), aber eine Atem- und Entspannungstechnik, die ich in einem Buch gelernt habe, übe ich schon jetzt auf dem Klo, und es ist also erstaunlich!!!!, wie man von mühsam zu ohne Aufwand gelangen kann, bloss durch atmen und sich etwas vorstellen.
Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass eine Geburt sich wahrscheinlich viel anders anfühlen wird, als ich es mir vorstelle, und auch, dass es Schmerzen - auch schlimme - geben kann. Aber ich bin enorm froh, auf eine Geburt zugehen zu können im Wissen, dass ich das kann - ich wurde dazu geschaffen!
Donnerstag, April 30, 2015
Mittwoch, April 22, 2015
So Gott will und wir leben / oder: Gott will - wir leben / oder: Wir leben - Gott will
Gottes Wille
Der Wille Gottes
So Gott will
Inscha'allah
So grob gibt es wohl zwei Richtungen, was den Willen Gottes angeht:
- Gott gab uns einen freien Willen, und so egal es ihm ist, ob wir nun Falafel oder Curry essen, genau so hat er auch keine Meinung dazu, wen ich heirate, welchen Beruf ich wähle, in welche Gemeinde (und ob) ich gehe, was ich mit meinem Geld mache, etc. Das wichtige ist die Herzensverbindung, sein Herz ist sein Wille: Güte, Barmherzigkeit, Grosszügigkeit, Heiligkeit,...
- Gott weiss, was das beste für mich ist, darum hat er auch eine Meinung dazu, ob ich das blaue oder das rote Auto kaufen soll, ob ich in diese oder jene Wohnung ziehe, ob ich ein Studium anfange oder weiterjobbe, ob ich jetzt schwanger werden soll oder noch warten (oder gar nicht schwanger werden soll), etc. ...und, in manchen Kreisen: ob ich krank oder gesund sein soll, leben oder sterben soll.
Als ich frustriert war, als es nicht gleich im ersten Zyklus klappte mit schwanger werden, hörte ich einige Male, dass Gott schon wisse, wann der beste Zeitpunkt sei für eine Schwangerschaft. Hmmm. Dann bräuchte man auch nicht mehr verhüten.
Ich persönlich glaube an einen freien Willen des Menschen, der sich für das entscheidet, was sich richtig anfühlt, was sich auch in der Bibel - im Leben von Jesus zum Beispiel - wiederspiegelt, was mit Gottes Wort übereinstimmt. Den Rest finde ich relativ egal. Soll ich jetzt nach Redding fliegen oder das Geld für die Armen spenden? Tja, das sind so Fragen... aber ich glaube nicht, dass Gott in einem solchen Fall eine Meinung dazu hätte im Sinne von "kein Amerika. Spenden" oder umgekehrt.
Oder Fehlgeburten. "Es sollte wohl nicht sein". "Es war nur ein Engel, der uns kurz hallo sagen gekommen ist". "Es war wohl etwas mit der DNA nicht gut, darum ist es besser so", undsoweiterundsofort. Ich: undsofortweiter. Nein. Gott, der perfekte Gott, nach dessen Ebenbild wir (auch alle Embryos) geschaffen sind, richtet seine Schöpfung doch nicht so ein, dass ein Drittel aller befruchteten Eizellen DNA-technisch nicht gut ausgebildet sind und nach 3, 7, 12 Wochen absterben? "Ach, wir haben's mal versucht", würde Gott im Himmel dann sagen, "eines der nächsten Male klappt's sicher". Hallo? Ich kann und will das einfach nicht glauben. Klar war etwas mit der DNA nicht gut und das Kind nicht lebensfähig, aber das würde doch niemals der Wille Gottes sein!
Anderes Thema: Wir haben genug Probleme und können nicht Milliarden ausgeben, um Schleppern quasi in die Hände zu spielen, damit die seeuntüchtige Boote vollstopfen und wir die Leute dann retten. Zudem können wir ja auch nicht alle aufnehmen, wo würden wir den ganz Afrika bei uns unterbringen können, und überhaupt, Jobs gibt es ja nicht mal für uns genug. - - - Heisst das, dass es dementsprechend auch die beste Entscheidung ist, keine Resourcen zu organisieren, um Menschenleben im Mittelmeer zu retten? Was wäre jetzt Gottes Wille hier? Natürlich ist das Problem Komplex und die Ursachen woanders (hmm, ja, nochmal ein anderes Thema, ich fange jetzt lieber nicht an), aber ganz konkret stehen unsere Regierungen (von uns gewählt und an der Macht gehalten) vor der Entscheidung: Leben retten oder nicht. Um jeden Preis oder nicht. Da ist für mich der Wille, das Herz Gottes, klar. Sternenklar. Sonnenklar. Und dementsprechend auch meine Meinung.
Anyway, es ist ein riesiges Thema. Und es schliessen sich Subthemen daran an, zum Beispiel "Gebet". Wie bete ich, wenn es Gott relativ egal ist, was ich jetzt konkret mache? Wie bete ich, wenn ich an himmlischen Örtern sitze und unbeschränkten Zugang zum Kühlschrank habe? Bei mir wurde es dann fast so, dass ich fast gar nicht mehr betete, weil ich verzweifelte, langweilige Gebete so leid war. Zum Glück gibt es auch andere Formen. Mit Gottes Herz in Verbindung kommen ist dann meist schon das Gebet, finde ich. Oder auch nur den Psalm einer Person lesen, die vor tausenden Jahren mit Gottes Herz in Verbindung gekommen ist. Daraus lese ich dann manchmal auch wieder Seinen Willen ab. Was zu einer Entscheidung meinerseits führt.
Der Wille Gottes
So Gott will
Inscha'allah
So grob gibt es wohl zwei Richtungen, was den Willen Gottes angeht:
- Gott gab uns einen freien Willen, und so egal es ihm ist, ob wir nun Falafel oder Curry essen, genau so hat er auch keine Meinung dazu, wen ich heirate, welchen Beruf ich wähle, in welche Gemeinde (und ob) ich gehe, was ich mit meinem Geld mache, etc. Das wichtige ist die Herzensverbindung, sein Herz ist sein Wille: Güte, Barmherzigkeit, Grosszügigkeit, Heiligkeit,...
- Gott weiss, was das beste für mich ist, darum hat er auch eine Meinung dazu, ob ich das blaue oder das rote Auto kaufen soll, ob ich in diese oder jene Wohnung ziehe, ob ich ein Studium anfange oder weiterjobbe, ob ich jetzt schwanger werden soll oder noch warten (oder gar nicht schwanger werden soll), etc. ...und, in manchen Kreisen: ob ich krank oder gesund sein soll, leben oder sterben soll.
Als ich frustriert war, als es nicht gleich im ersten Zyklus klappte mit schwanger werden, hörte ich einige Male, dass Gott schon wisse, wann der beste Zeitpunkt sei für eine Schwangerschaft. Hmmm. Dann bräuchte man auch nicht mehr verhüten.
Ich persönlich glaube an einen freien Willen des Menschen, der sich für das entscheidet, was sich richtig anfühlt, was sich auch in der Bibel - im Leben von Jesus zum Beispiel - wiederspiegelt, was mit Gottes Wort übereinstimmt. Den Rest finde ich relativ egal. Soll ich jetzt nach Redding fliegen oder das Geld für die Armen spenden? Tja, das sind so Fragen... aber ich glaube nicht, dass Gott in einem solchen Fall eine Meinung dazu hätte im Sinne von "kein Amerika. Spenden" oder umgekehrt.
Oder Fehlgeburten. "Es sollte wohl nicht sein". "Es war nur ein Engel, der uns kurz hallo sagen gekommen ist". "Es war wohl etwas mit der DNA nicht gut, darum ist es besser so", undsoweiterundsofort. Ich: undsofortweiter. Nein. Gott, der perfekte Gott, nach dessen Ebenbild wir (auch alle Embryos) geschaffen sind, richtet seine Schöpfung doch nicht so ein, dass ein Drittel aller befruchteten Eizellen DNA-technisch nicht gut ausgebildet sind und nach 3, 7, 12 Wochen absterben? "Ach, wir haben's mal versucht", würde Gott im Himmel dann sagen, "eines der nächsten Male klappt's sicher". Hallo? Ich kann und will das einfach nicht glauben. Klar war etwas mit der DNA nicht gut und das Kind nicht lebensfähig, aber das würde doch niemals der Wille Gottes sein!
Anderes Thema: Wir haben genug Probleme und können nicht Milliarden ausgeben, um Schleppern quasi in die Hände zu spielen, damit die seeuntüchtige Boote vollstopfen und wir die Leute dann retten. Zudem können wir ja auch nicht alle aufnehmen, wo würden wir den ganz Afrika bei uns unterbringen können, und überhaupt, Jobs gibt es ja nicht mal für uns genug. - - - Heisst das, dass es dementsprechend auch die beste Entscheidung ist, keine Resourcen zu organisieren, um Menschenleben im Mittelmeer zu retten? Was wäre jetzt Gottes Wille hier? Natürlich ist das Problem Komplex und die Ursachen woanders (hmm, ja, nochmal ein anderes Thema, ich fange jetzt lieber nicht an), aber ganz konkret stehen unsere Regierungen (von uns gewählt und an der Macht gehalten) vor der Entscheidung: Leben retten oder nicht. Um jeden Preis oder nicht. Da ist für mich der Wille, das Herz Gottes, klar. Sternenklar. Sonnenklar. Und dementsprechend auch meine Meinung.
Anyway, es ist ein riesiges Thema. Und es schliessen sich Subthemen daran an, zum Beispiel "Gebet". Wie bete ich, wenn es Gott relativ egal ist, was ich jetzt konkret mache? Wie bete ich, wenn ich an himmlischen Örtern sitze und unbeschränkten Zugang zum Kühlschrank habe? Bei mir wurde es dann fast so, dass ich fast gar nicht mehr betete, weil ich verzweifelte, langweilige Gebete so leid war. Zum Glück gibt es auch andere Formen. Mit Gottes Herz in Verbindung kommen ist dann meist schon das Gebet, finde ich. Oder auch nur den Psalm einer Person lesen, die vor tausenden Jahren mit Gottes Herz in Verbindung gekommen ist. Daraus lese ich dann manchmal auch wieder Seinen Willen ab. Was zu einer Entscheidung meinerseits führt.
Samstag, April 18, 2015
Wieder und noch einmal in den Ausgang (Ausgehen)
Gestern waren Gianni und ich am Konzert der neuseeländischen Künstlerin Brooke Fraser. Und das kam so:
Vor einigen Wochen sahen wir, dass sie in Bern spielen würde. Wir freuten uns riesig, bemerkten aber auch den Eintrittspreis: 33.- im Vorverkauf, 36.- an der Abendkasse.. Huch. (für meinen Mann weniger ein Problem als für mich). Wir schrieben es mal in unsere Agenda und liessen die Zeit vergehen. Am Donnerstagabend sah ich, dass das Konzert am nächsten Tag wäre, wusste aber auch um unsere Finanzen und dass wir gerne diesen Sommer noch ein letztes Mal zusammen in die Ferien gehen würden, bevor das Baby kommt. Darum liess ich innerlich das Konzert los... in dem Moment hatte ich das Gefühl, dass der Heilige Geist mir sagt: "Ihr könnt imfall an das Konzert gehen". Ich war nicht wirklich überrascht, dass Er das sagen würde, beachtete es aber nicht weiter und vergass es schnell wieder, ohne es Gianni erzählt zu haben.
Am Freitagvormittag schrieb mir Gianni eine sms, ob ich nun an das Konzert gehen möchte oder nicht. Ich schrieb zurück, es wäre ja schon schön, aber auch etwas teuer..... er fand dann, komm, wir gehen dennoch. Dann begann meine Arbeitsschicht und ich schaute erst wieder am späten Nachmittag auf mein Handy. Dort warteten diverse sms auf mich, im Sinne von: "Im Radio haben sie gerade gesagt, dass sie 2 Tickets für Brooke Fraser verlosen" - - - "Mein Arbeitskollege hat für mich angerufen" - - - "Wir haben gewonnen!!!!! Wir haben zwei Tickets für heute Abend!!". Da fiel mir dann auch wieder ein, was der Heilige Geist mir am Abend zuvor gesagt hatte, und musste schmunzeln. Das war ja wiedermal typisch. Er schafft es immer wieder, mich zu überraschen!!!!
Dazu kam dann noch, dass Gianni ein Auto für uns organisierte und ich sofort dachte "oh nein, Auto! Parkplatzsuche ohne Ende!" aber sofort spürte, dass Gott sagt, er habe auch einen Parkplatz für uns. Ok, ein bisschen widerwillig und undankbar, obwohl ich sehr dankbar war, aber vielleicht weisst du was ich meine, fuhren wir mit dem Auto nach Bern. Ich glaube, es war mehr das Ding, dass ich manchmal das Bedürfnis habe, Recht zu haben. Auch wenn es noch so blöd ist. Und wenn ich denke, dass Autos prinzipiell blöd sind, da sie die Umwelt verschmutzen und die Strassen verstopfen, und dass es keine Parkplätze gäbe, dann wäre es ja "blöd", wenn wir einfach gemütlich vor die Hütte fahren und parkieren könnten. Dann wären meine negativen Voraussagen nicht eingetroffen. So schlimm!!!!!! Anyway. Trotzdem war ich froh, nicht mehr durch den Bahnhof zu müssen und auf einen Bus warten etc. Wir begannen also, einen Parkplatz zu suchen. Wie ich gedacht hatte: Alles voll, voll, voll, und X andere Autos suchend am herumkurven. Ich sagte aber nichts, da ich ja von Gott gehört hatte.... nach einiger Zeit konnte ich es aber nicht lassen... "vielleicht habe ich falsch gehört.." .... "mit dem öffentlichen Verkehr wären wir schon längst dort" .... (ui ui ui). Und schlussendlich: "Ich glaube, ich habe falsch gehört" (wobei mich das erstaunen würde). Und just da biegen wir um die Kurve und was sehen wir? Einen freien Parkplatz, und zwar sage und schreibe nur genau 5 Autos vom Konzertlokal entfernt!!! Näher würde es fast nicht gehen! Es war sogar ein Parkplatz am Ende der Reihe, so dass sogar das einparken ein Kinderspiel war. Einfach perfekt!
Das Konzert war super. Ich kannte die Sängerin eigentlich gar nicht wirklich, und war dann umso beeindruckter von ihr. Sie hatte es nicht nötig, tiefe Ausschnitte und kurze Kleider zu tragen. Sie war einfach sich, frei, stark, wunderschön, selbstbewusst. Und sie war schwanger, hatte etwa denselben Bauch wie ich. Einmal musste sie während einer Ansage sich kurz vom Mikrofon wegdrehen - "excuse me" - und rülpsen. Herrlich.
Da sie auch Christin ist (aber nicht in dem Sinn "christliche Musik" macht), waren wir natürlich gespannt, ob wir Leute aus unserer Gemeinde treffen würden. Und tatsächlich. Schlussendlich waren wir ein ganzes Grüppchen. Das halbe ICF war auch da und wohl auch viele andere Glaubensgeschwister..
Im Anschluss taten wir noch etwas, was in den letzten Jahren total untypisch für mich geworden war: Wir gingen mit einer Gruppe von Leuten, die wir dort getroffen hatten (wir kannten nur eine), und die alle etwa 8-10 Jahre jünger waren als ich, ein Bier trinken. Also wir waren die einzigen, die Bier tranken, alkoholfrei natürlich. Anyway, es wurde spät, ziemlich spät, und dann mussten wir auch noch durch den strömenden Regen zum Auto laufen und hatten auf der Heimfahrt einen Disput über Verkehrsregeln, aber nichtsdestotrotz war es toll, wieder mal so einen Abend erlebt zu haben. Ich schätze es gleich viel mehr, jetzt wo ich weiss, dass wir das mit dem Baby wohl nicht mehr so bald machen werden können....
Brooke's neues Album "Brutal Romantic" kann nur empfehlen, oder natürlich auch ihre älteren Sachen. 12 Franken auf itunes. Lohnt sich auf jeden Fall.
Vor einigen Wochen sahen wir, dass sie in Bern spielen würde. Wir freuten uns riesig, bemerkten aber auch den Eintrittspreis: 33.- im Vorverkauf, 36.- an der Abendkasse.. Huch. (für meinen Mann weniger ein Problem als für mich). Wir schrieben es mal in unsere Agenda und liessen die Zeit vergehen. Am Donnerstagabend sah ich, dass das Konzert am nächsten Tag wäre, wusste aber auch um unsere Finanzen und dass wir gerne diesen Sommer noch ein letztes Mal zusammen in die Ferien gehen würden, bevor das Baby kommt. Darum liess ich innerlich das Konzert los... in dem Moment hatte ich das Gefühl, dass der Heilige Geist mir sagt: "Ihr könnt imfall an das Konzert gehen". Ich war nicht wirklich überrascht, dass Er das sagen würde, beachtete es aber nicht weiter und vergass es schnell wieder, ohne es Gianni erzählt zu haben.
Am Freitagvormittag schrieb mir Gianni eine sms, ob ich nun an das Konzert gehen möchte oder nicht. Ich schrieb zurück, es wäre ja schon schön, aber auch etwas teuer..... er fand dann, komm, wir gehen dennoch. Dann begann meine Arbeitsschicht und ich schaute erst wieder am späten Nachmittag auf mein Handy. Dort warteten diverse sms auf mich, im Sinne von: "Im Radio haben sie gerade gesagt, dass sie 2 Tickets für Brooke Fraser verlosen" - - - "Mein Arbeitskollege hat für mich angerufen" - - - "Wir haben gewonnen!!!!! Wir haben zwei Tickets für heute Abend!!". Da fiel mir dann auch wieder ein, was der Heilige Geist mir am Abend zuvor gesagt hatte, und musste schmunzeln. Das war ja wiedermal typisch. Er schafft es immer wieder, mich zu überraschen!!!!
Dazu kam dann noch, dass Gianni ein Auto für uns organisierte und ich sofort dachte "oh nein, Auto! Parkplatzsuche ohne Ende!" aber sofort spürte, dass Gott sagt, er habe auch einen Parkplatz für uns. Ok, ein bisschen widerwillig und undankbar, obwohl ich sehr dankbar war, aber vielleicht weisst du was ich meine, fuhren wir mit dem Auto nach Bern. Ich glaube, es war mehr das Ding, dass ich manchmal das Bedürfnis habe, Recht zu haben. Auch wenn es noch so blöd ist. Und wenn ich denke, dass Autos prinzipiell blöd sind, da sie die Umwelt verschmutzen und die Strassen verstopfen, und dass es keine Parkplätze gäbe, dann wäre es ja "blöd", wenn wir einfach gemütlich vor die Hütte fahren und parkieren könnten. Dann wären meine negativen Voraussagen nicht eingetroffen. So schlimm!!!!!! Anyway. Trotzdem war ich froh, nicht mehr durch den Bahnhof zu müssen und auf einen Bus warten etc. Wir begannen also, einen Parkplatz zu suchen. Wie ich gedacht hatte: Alles voll, voll, voll, und X andere Autos suchend am herumkurven. Ich sagte aber nichts, da ich ja von Gott gehört hatte.... nach einiger Zeit konnte ich es aber nicht lassen... "vielleicht habe ich falsch gehört.." .... "mit dem öffentlichen Verkehr wären wir schon längst dort" .... (ui ui ui). Und schlussendlich: "Ich glaube, ich habe falsch gehört" (wobei mich das erstaunen würde). Und just da biegen wir um die Kurve und was sehen wir? Einen freien Parkplatz, und zwar sage und schreibe nur genau 5 Autos vom Konzertlokal entfernt!!! Näher würde es fast nicht gehen! Es war sogar ein Parkplatz am Ende der Reihe, so dass sogar das einparken ein Kinderspiel war. Einfach perfekt!
Das Konzert war super. Ich kannte die Sängerin eigentlich gar nicht wirklich, und war dann umso beeindruckter von ihr. Sie hatte es nicht nötig, tiefe Ausschnitte und kurze Kleider zu tragen. Sie war einfach sich, frei, stark, wunderschön, selbstbewusst. Und sie war schwanger, hatte etwa denselben Bauch wie ich. Einmal musste sie während einer Ansage sich kurz vom Mikrofon wegdrehen - "excuse me" - und rülpsen. Herrlich.
Da sie auch Christin ist (aber nicht in dem Sinn "christliche Musik" macht), waren wir natürlich gespannt, ob wir Leute aus unserer Gemeinde treffen würden. Und tatsächlich. Schlussendlich waren wir ein ganzes Grüppchen. Das halbe ICF war auch da und wohl auch viele andere Glaubensgeschwister..
Im Anschluss taten wir noch etwas, was in den letzten Jahren total untypisch für mich geworden war: Wir gingen mit einer Gruppe von Leuten, die wir dort getroffen hatten (wir kannten nur eine), und die alle etwa 8-10 Jahre jünger waren als ich, ein Bier trinken. Also wir waren die einzigen, die Bier tranken, alkoholfrei natürlich. Anyway, es wurde spät, ziemlich spät, und dann mussten wir auch noch durch den strömenden Regen zum Auto laufen und hatten auf der Heimfahrt einen Disput über Verkehrsregeln, aber nichtsdestotrotz war es toll, wieder mal so einen Abend erlebt zu haben. Ich schätze es gleich viel mehr, jetzt wo ich weiss, dass wir das mit dem Baby wohl nicht mehr so bald machen werden können....
Brooke's neues Album "Brutal Romantic" kann nur empfehlen, oder natürlich auch ihre älteren Sachen. 12 Franken auf itunes. Lohnt sich auf jeden Fall.
Freitag, April 10, 2015
Früh nach Hause, spät ins Bett
Es gibt Menschen, die geniessen einen Anlass, ein Treffen, eine Unterhaltung,.... in vollen Zügen, und dann geht es weiter mit dem Leben. Mir geht es manchmal auch so. Meistens aber geniesse ich einen Anlass, ein Treffen, eine Unterhaltung..... und denke gleichzeitig schon "wenn ich nicht in 10 Minuten den Zug nehme, bin ich zu spät zuhause, um noch 8 Stunden schlafen zu können". Oder so ähnlich. Und gehe dann. Ist das langweilig? Normal ab 30? Erwachsen? Ängstlich? Egal. Ich lebe irgendwie lieber so.
Dann bin ich zuhause, habe schön eine Stunde Zeit, um mich Bettbereit zu machen, und setze mich noch hurti vor den Computer. Ans iphone. Checke dies. Und das. Und nochmal dies. Nichts neues. Nochmal das. Auch nichts neues. Also zurück zu diesem. Oha, etwas neues, wenn auch nicht aufregend. Ich schaue auf die Uhr. Eine Stunde um.
Gute Nacht!
Dann bin ich zuhause, habe schön eine Stunde Zeit, um mich Bettbereit zu machen, und setze mich noch hurti vor den Computer. Ans iphone. Checke dies. Und das. Und nochmal dies. Nichts neues. Nochmal das. Auch nichts neues. Also zurück zu diesem. Oha, etwas neues, wenn auch nicht aufregend. Ich schaue auf die Uhr. Eine Stunde um.
Gute Nacht!
Donnerstag, April 09, 2015
Erfahrung in einem mehrbesseren Hotel-WC
Heute fuhren MitstudentInnen und ich in die grosse Stadt Z., weil wir da bei einem Kunstwettbewerb mitgemacht und es in die letzte Runde geschafft hatten - Jurypräsentation. Die Präsentation vor der Jury - Architekt, Kuratorin,..... - fand in einem mehrbesseren Hotel (Zimmerpreise ab 315.-) in einem Konferenzraum statt. Wir waren viel zu früh dran und gingen noch auf Klo. Tür auf: Wow! Die ganze linke Wand besteht nur aus Fensterglas, vier Stockwerke weiter unten strömt ein Fluss vorbei. Darüber Sicht auf die Stadt. Die einzelnen WC-Kabinen sind geräumig, sauber und indirekt beleuchtet. Das Farbkonzept ist angenehm. Vor dieser Glaswand nun stehen drei einzelne "Säulen", die Lavabos. Darüber perfekt ausgeleuchtete Spiegel. Und jetzt der Hammer: Es gibt eine Art Kasten, auf dessen einen Seite kleine Becherchen gestapelt sind. Man kann sich so einen ziehen und unter den Kasten halten. Eine blaue Flüssigkeit strömt in das Becherchen: Mundspülung!! So spülen wir alle unsere Münder und fühlen uns danach perfekt erfrischt, um in die Runde zu lächeln und unser Projekt vorzustellen. Ob es was genützt hat, erfahren wir nächste Woche.
Sonntag, April 05, 2015
Hallo April
Erst ein mail der treuen Frau Vorgarten reisst mich aus meinem aktuellen Alltag und zurück zur Besinnung. Wie unangenehm ich inaktive Blogs finde - und nun wird meiner auch so einer? Nein, nein, nein. Danke, Frau Vorgarten!!
Unzählige Male forschte ich in den vergangenen vier Monaten der Schwangerschaftsübelkeit nach. Wie lange sie normalerweise dauert. In welcher Woche sie meistens nachlässt. Und wann spätestens (die Ausnahmen, die bis zur Geburt hin dauern, klammern wir mit dieser Klammer aus). Überall hiess es, spätestens in/nach der 16. Woche sollte sie abklingen. Auch mein Hausarzt, der mich zeitenweise gar zu 100% arbeitsunfähig schreiben musste, prophezeite eine Wende in dieser Woche. Und es kam so. Irgendwann in der 16. Woche hatte ich plötzlich mehr Energie und Appetit. In der 17. Woche kaufte ich mir endlich einen homöopatischen Spray - man mag davon halten, was man will, ich inklusive - den mir meine Hebamme schon lange lange vorher empfohlen hatte. Enzian. Er schmeckte bitter wie mein lieblingsalkoholisches Getränk, Suze. Nun weiss ich nicht, ob es der Spray war oder schlichtweg die 17. Woche, wahrscheinlich vor allem letzteres - aber das Elend löste sich auf wie Frühnebel in der Morgensonne.
Mir ist immer noch manchmal schlecht, aber das Elend ist weg. Weg, weg, weg!!!! Hallelujah!!
Nun bin ich in der 20. Woche, in wenigen Tagen wird bereits die Hälfte der Schwangerschaft vorbei sein. Unglaublich.
Gibt es für mich noch andere Themen als Schwangerschaft und Baby? Ja und nein. Ich denke jeden Tag die ganze Zeit an diesen Themen herum. Gleichzeitig kam mit der neuen Energie auch viel anderes in Schwung. Ich konnte wieder schreiben, wieder aktiv werden im Studium, ging wieder arbeiten, packte bei weiteren Projekten mit an - darum auch die Bloginaktivität, so sehr ich mich ihrer schäme.
Durch meinen wachsenden Bauch wird gerade für die Umwelt meine Schwangerschaft viel realer. Ich werde vermehrt darauf angesprochen. Es wird nachgefragt. Sich mitgefreut. Weiss ich schon das Geschlecht? Haben wir schon einen Namen? Lustig, dabei vergesse ich jetzt manchmal schlichtweg, dass ich schwanger bin, bloss weil die Übelkeit weg ist. Dabei haben die anderen typischen "Beschwerden" angefangen. Heute bei der Arbeit zum Beispiel: Ich kehre den Boden und will am Schluss das Häufchen Dreck mit Schaufel und Besen aufnehmen. Äh, schwieriger als gedacht. Der Bauch, so klein er auch noch ist, ist im Weg. Dasselbe mit Schuhe binden. Für die kommenden Monate muss ich definitiv auf Modelle umsteigen, in die ich einfach hineinschlüpfen kann. Und das Schlafen!!!! Erstens tun mir sowieso die Beine ständig weh und der untere Rücken, trotz regelmässiger chiropraktischer Behandlung. Meine Lieblingsposition, auf dem Bauch, fällt weg. Empfohlen ist die linke Seite. Aber ich finde mich immer wieder auf dem Rücken wieder, wenn ich alle zwei Stunden erwache, um pinkeln zu gehen.
Seit etwa einer Woche spüre ich das Baby. Ein unglaubliches Gefühl!! Noch ist es ganz sanft, fast wie Luft, die sich in meinen Gedärmen bewegt. Manchmal schläft es den ganzen Tag und ich werde fast ein bisschen besorgt. Aber meine befreundete Hebamme winkt ab. Ach, in der 20. Woche! Das sei sowieso noch früh, um es wirklich zu spüren.
Ich plange auf den Sommer, weil es mir einfach zu kalt ist. Der kommt schon bald. Heute sass ich in der Sonne, als es plötzlich zu schneien begann. Hallo April!
Apropos April. Es war ja klar, dass meine Familie mir nicht glauben würde, dass es Zwillinge sind, die man komischerweise im letzten Ultraschall vor zwei Monaten nicht entdeckt hatte. Nächstes Jahr muss ich mir etwas besseres ausdenken.
Unzählige Male forschte ich in den vergangenen vier Monaten der Schwangerschaftsübelkeit nach. Wie lange sie normalerweise dauert. In welcher Woche sie meistens nachlässt. Und wann spätestens (die Ausnahmen, die bis zur Geburt hin dauern, klammern wir mit dieser Klammer aus). Überall hiess es, spätestens in/nach der 16. Woche sollte sie abklingen. Auch mein Hausarzt, der mich zeitenweise gar zu 100% arbeitsunfähig schreiben musste, prophezeite eine Wende in dieser Woche. Und es kam so. Irgendwann in der 16. Woche hatte ich plötzlich mehr Energie und Appetit. In der 17. Woche kaufte ich mir endlich einen homöopatischen Spray - man mag davon halten, was man will, ich inklusive - den mir meine Hebamme schon lange lange vorher empfohlen hatte. Enzian. Er schmeckte bitter wie mein lieblingsalkoholisches Getränk, Suze. Nun weiss ich nicht, ob es der Spray war oder schlichtweg die 17. Woche, wahrscheinlich vor allem letzteres - aber das Elend löste sich auf wie Frühnebel in der Morgensonne.
Mir ist immer noch manchmal schlecht, aber das Elend ist weg. Weg, weg, weg!!!! Hallelujah!!
Nun bin ich in der 20. Woche, in wenigen Tagen wird bereits die Hälfte der Schwangerschaft vorbei sein. Unglaublich.
Gibt es für mich noch andere Themen als Schwangerschaft und Baby? Ja und nein. Ich denke jeden Tag die ganze Zeit an diesen Themen herum. Gleichzeitig kam mit der neuen Energie auch viel anderes in Schwung. Ich konnte wieder schreiben, wieder aktiv werden im Studium, ging wieder arbeiten, packte bei weiteren Projekten mit an - darum auch die Bloginaktivität, so sehr ich mich ihrer schäme.
Durch meinen wachsenden Bauch wird gerade für die Umwelt meine Schwangerschaft viel realer. Ich werde vermehrt darauf angesprochen. Es wird nachgefragt. Sich mitgefreut. Weiss ich schon das Geschlecht? Haben wir schon einen Namen? Lustig, dabei vergesse ich jetzt manchmal schlichtweg, dass ich schwanger bin, bloss weil die Übelkeit weg ist. Dabei haben die anderen typischen "Beschwerden" angefangen. Heute bei der Arbeit zum Beispiel: Ich kehre den Boden und will am Schluss das Häufchen Dreck mit Schaufel und Besen aufnehmen. Äh, schwieriger als gedacht. Der Bauch, so klein er auch noch ist, ist im Weg. Dasselbe mit Schuhe binden. Für die kommenden Monate muss ich definitiv auf Modelle umsteigen, in die ich einfach hineinschlüpfen kann. Und das Schlafen!!!! Erstens tun mir sowieso die Beine ständig weh und der untere Rücken, trotz regelmässiger chiropraktischer Behandlung. Meine Lieblingsposition, auf dem Bauch, fällt weg. Empfohlen ist die linke Seite. Aber ich finde mich immer wieder auf dem Rücken wieder, wenn ich alle zwei Stunden erwache, um pinkeln zu gehen.
Seit etwa einer Woche spüre ich das Baby. Ein unglaubliches Gefühl!! Noch ist es ganz sanft, fast wie Luft, die sich in meinen Gedärmen bewegt. Manchmal schläft es den ganzen Tag und ich werde fast ein bisschen besorgt. Aber meine befreundete Hebamme winkt ab. Ach, in der 20. Woche! Das sei sowieso noch früh, um es wirklich zu spüren.
Ich plange auf den Sommer, weil es mir einfach zu kalt ist. Der kommt schon bald. Heute sass ich in der Sonne, als es plötzlich zu schneien begann. Hallo April!
Apropos April. Es war ja klar, dass meine Familie mir nicht glauben würde, dass es Zwillinge sind, die man komischerweise im letzten Ultraschall vor zwei Monaten nicht entdeckt hatte. Nächstes Jahr muss ich mir etwas besseres ausdenken.
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