Donnerstag, Februar 28, 2013

Was man als Bethel Intern so macht


Wir sind noch ca. 300-400 PraktikantInnen dieses Jahr.... unsere einst so grosse Klasse hat sich massiv verkleinert. Aber wir sehen uns nun kaum mehr. Deswegen gibt es alle paar Monate einen social event, wo man zusammen etwas unternimmt. Heute gingen wir auf Schnitzeljagd, in Viererteams, in der ganzen Stadt. Jedes Team bekam ein ganzes A4-Blatt mit einer kleingedruckten Liste von Dingen, die wir entweder auf Video oder Foto festhalten mussten, oder sammeln und mitbringen. Wir hatten anderthalb Stunden Zeit, so viele Punkte wie nur möglich zu sammeln. Wir taten Sachen wie "Mach einen Flash Mob in einem Frozen Yogurt shop", "Setze dich an den Tisch einer völlig fremden Person und rede mit ihr", "fotografiere einen Mann mit weissem Schnauz", "Finde einen Ehering ohne Diamant, der einer Frau gehört". Zu diesem letzten Beispiel erlebten wir die ganze Bandbreite von Geschichten: Die erste Frau, die ich fragte, antwortete mir, dass sie ab morgen (!) geschieden sei. uuuuupppss....... soooo sorry!!!!!! Danach fragte ich ein Paar. Die Frau hatte tatsächlich so einen Ring, und dann erzählten sie uns, dass heute ihr 32. Hochzeitstag sei!!! Yeahhh!!!
Oben im Video: "Frage einen Angestellten in einem Geschäft, von welchem Terminal der Flug DF265 abfliegt. Verhalte dich verwirrt, wenn du herausfindest, dass dies gar nicht der Flughafen ist".

Unser Team gewann!!!!!!!!! Yeeeeahhhh!!!!!!

Samstag, Februar 23, 2013

Lektion 1 ist auch Lektion 55 und 8593.

Kürzlich wurde ich gefragt, was ich hier so am meisten lerne dieses Jahr. Eines der Dinge, die in meinem dritten Jahr hervorgehoben wurden, ist Beziehungen/Persönlichkeitsstile. Nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass wir uns Anfang Schuljahr verlobten, ich dieses Jahr das Zimmer teile und in einer WG wohne, die viel mehr ein Zusammenleben ist, als es die letzten zwei Jahre der Fall war. Zudem wurde mein Knie schon in den ersten Monaten verletzt, so dass ich nicht mehr unabhängig mit dem Velo umherfahren kann seit da.

Warum komme ich nach Redding, wo es Goldstaub und Krebsheilungen gibt, und lerne über Beziehungen? Weil sogar Gott mit sich selbst eine Dreierbeziehung lebt. Und weil Er es so eingerichtet hat, dass Mann und Frau eins werden können. Und weil die zweite Hälfte des obersten und wichtigsten Gebotes lautet "liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Und weil das gesamte Neue Testament voll ist mit dem Aufruf, einander zu lieben.

Ich bin also sachorientiert und schnell in Entscheidungen+Handlungen (meistens zu schnell), und plane eine Hochzeit mit drei Leuten, die alle eher easygoing sind, sich weniger stressen, und die mehr personenorientiert sind. Ich glaube, ich muss das Bild gar nicht mehr weiter malen....

Ich wohne zusammen mit drei Frauen, die alles SEHR gerne VIEL Besuch da haben. Ausserdem sind zwei davon 9 und 6 Jahre jünger als ich, und ihre Kollegen (meistens männlich) auch erst so um die 20. Somit gibt es also viele Abende, an denen eine Gruppe sehr nette junge Menschen in unserer nicht isolierten, dünnwandigen Wohnung sind - und ich bin von meiner Persönlichkeit so, dass ich auftanken bzw. abschalten kann, wenn es ruhig ist und ich allein bin. Weil ich die ganze Zeit Gefühle und Atmosphären von anderen Menschen spüre und noch nicht gelernt habe, damit umzugehen. Resultat: Anspannung, Interessenskonflikt,....

Andere, mir nahestehende Menschen, können wochenlang etwas mit sich herumtragen, es im Kopf und Herzen verarbeiten, und danach kommen klare, gefilterte, angenehme Worte heraus. Bei mir gibt es ein Gefühlserdbeben, das einen Geysir an die hübsche Oberfläche sprudeln lässt, und dann komme ich mit verschiedenen Sieben, fahre durch das aufgewühlte Wasser, und versuche herauszufischen, was Sinn macht. Bloss: Die Menschen, die oben in der Blumenwiese sitzen und kontemplieren, die haben das Erdbeben nicht gespürt und sind dann überfordert mit dem Geysir. Was soll ich tun? Auf 10 zählen nützt da nicht viel..... Wir arbeiten daran. Und soooooo schlimm ist es ja hoffentlich auch nicht.

Das wichtigste, was ich bisher gelernt habe, lautet: Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren. Ruhig erklären, SOBALD man etwas merkt. Dinge bis auf den Grund klären. Einander zu verstehen versuchen, um jeden Preis. "Wenn du das tust, dann fühle ich mich so" anstatt "Du machst das falsch". "Was brauchst du jetzt gerade?" fragen.

Das schönste daran: Es gibt verschiedene "normal". Mein "normal" ist nicht sein "normal", aber sein normal ist auch normal. Und: Ich darf meine Bedürfnisse mitteilen. Und: Ich mache Dinge nicht nicht, weil es ungerecht ist, sondern ich mache sie, weil es das Bedürfnis der Person ist, die ich liebe. Sei es meine Mitbewohnerin oder mein Verlobter.

Und dann, am anderen Ende, hat man eine wunderbar tiefere Verbindung.

Zum Glück lebe ich für immer und ewig; somit habe ich genug Zeit, das zu lernen. 

Mittwoch, Februar 20, 2013

übernatürlich natürlich

Gestern wachte ich auf mit starken Kopfschmerzen und Schwindel. Den Schwindel hab ich ab und zu, aber Kopfweh ist ungewöhnlich.
Es ist kein Problem für mich, Schmerztabletten zu nehmen. Ich bin da ziemlich pragmatisch eingestellt - Kopfweh? -> Tablette. Aber plötzlich habe ich einen Gedanken, der mich zurückhält.. Moment einmal - wäre das Normale nicht, keine Schmerzen zu haben? Vermutlich ist irgendwas aus dem Normalen rausgefallen. Ernährung, zu wenig getrunken, Schlaf,.... hmm. Ich habe das starke Verlangen, meine Chiropraktikerin anzurufen. Und sie kann mich tatsächlich noch in ihre volle Agenda reinschieben. Eine Stunde später liege ich auf ihrem Tisch. Sie untersucht mich und stellt fest: Es gibt drei Stellen an der Nackenwirbelsäule, die Kopfweh verursachen können. Bei dir sind alle drei verschoben. Zack, zack, zack, noch einige weitere Anpassungen im oberen Rückenbereich, und ich laufe wieder nach Hause. Das Kopfweh wird weniger und weniger, und etwa zwei Stunden später ist es ganz weg.

Als ich so bei ihr auf dem Tisch lag, erzählte ich ihr, dass ich nach Redding gekommen sei, um über übernatürliche Heilung zu lernen, aber erstaunlicherweise lerne ich sehr viel über natürliche Heilung. Ja, sagte sie, sie frage sich oft, warum Gott nicht immer einfach so heile. Aber ihre Vermutung sei, dass es gut sei, wenn wir einander brauchen. Ich fand das einen schönen Gedanken. Füreinander beten, einander segnen, ermutigen und erinnern, und einander chiropraktisch und anderweitig heilen.
Und übrigens hat meine Chiropraktikerin zuerst für mich gebetet, und mich danach behandelt. Yes!

Ich bin soooooo ein Fan von Chiropraktik. Ich finde, es ist eine der besten Erfindungen nebst Schlaf, Velos, Pizza und Müesli.

Es folgen weitere Gesundheitsbeiträge.

Montag, Februar 18, 2013

Und weil's so schön ist,

nochmal ein Foto von gestern:


Sonntag, Februar 17, 2013

Kulturenfestival

Mit den Frauen vom Afghanistan-Tisch. Ich habe mir eine riesige Schweizerfahne umgebunden, und werde ständig mit Helvetia verwechselt. Das ist übrigens auch das einzige Mal in meinem (bisherigen) Leben, wo ich mit einer Schweizerfahne herumlaufe.

Handgemaltes Fotosujet mit Matterhorn und Kühen, und mit Heidi+Peter


Züpfe, Biberli, Basler Läckerli, Schoggi, Chäs

Einige der anderen ca. 40 Ländertischen
Es war wieder soweit! Das fünfte Festival of Cultures. Mein drittes. Was vor vier Jahren noch in einem Nebenraum der Gemeinde stattfand, danach in den Gottesdienstraum wechseln musste, stösst nun bereits im städtischen Konferenzzentrum an seine Grenzen. Alle ausländischen StudentInnen können einen Tisch haben, auf dem sie ihr Land vorstellen mit typischem Essen, Fotos, etc. Und dann gibt es noch Live-Performances; Musik, Theater, Tanz,.. Wir SchweizerInnen spielten dieses Mal die Heidi-Geschichte. Zuerst geht sie nach Deutschland, hat mega Heimweh und reist wegen dem zurück in die Alpen. Dann aber geht sie noch einmal nach Deutschland, diesmal für eine School of Supernatural Ministry. Sie kehrt manifestierend zurück, heilt ihre blinde Grossmutter, macht ein Sozo mit dem pfeifenrauchenden Alpöhi, der daraufhin das Rauchen aufgibt und sein Leben Jesus übergibt, und als auch noch Klara im Rollstuhl auftaucht, heilt sie auch Klara, und zusammen tanzen sie herum, und eine Schweizer Rapperin rappt einen Text dazu, den sie jedoch zum grossen Teil vergisst, aber das ist auch egal, Spass macht es trotzdem. Zu guter Letzt verloben sich Heidi+Peter, und heiraten bereits, so richtig amerikanisch (und so, wie ich es auch gern hätte) bereits drei Wochen später.

Donnerstag, Februar 14, 2013

Aus einer Maus einen Gott machen

Gestern begann die Power&Love Prophetic Conference. Am Abend sprach Stacey Campbell, und es war unglaublich. Sie erzählte als Illustration:
Ihr Mann und sie nahmen einmal eine junge, obdachlose Frau bei sich auf, und diese Frau hatte zwei Feldmäuse als Haustiere. Die Mäuse entwischten aber, und waren unauffindbar. Eines Abends begleitete Stacey ihren Mann an sein Fussballspiel, zog ihre Jeanshose an und setzte sich im Auto auf den Beifahrersitz. Er fuhr los. Plötzlich merkte Stacey, dass sie wohl ein Taschentuch im Hosenbein drinn hatte. Sie wollte es herausziehen, und spürte FELL!! Die Maus!!! Sie drehte voll durch, hysterisch, schrie und strampelte und riss sich die Hose vom Leib und packte ihren autofahrenden Mann am Arm und kollabierte beinahe. Er hingegen blieb ruhig, hielt am Strassenrand an, packte die Maus und warf sie hinaus. Nun die Aussage der Geschichte: Stacey's Mann wusste, dass da eine Maus ist - er wusste es im Kopf/mit dem Verstand. Stacey selbst wusste ebenfalls, dass da eine Maus ist - aber sie wusste es im Herz/aus der Erfahrung, dem Erleben. Und was für einen Unterschied das machte im Leben der beiden!

Und so ist es mit Gott: Gottes grösster Wunsch ist es, dass wir ihn immer besser und besser kennen. Aber nicht so, dass wir noch mehr Fakten und Tatsachen über ihn wissen, sondern dass wir ihn KENNEN, begreifen, erleben, erfahren, spüren, fühlen, hören, sehen. Dass wir mit unseren Fingern das Fell spüren. Mit ihm zusammen SIND. Dass wir im Herz spüren, was Er spürt, wenn er auf die Welt schaut. Dass wir nicht nur wissen, dass Gott Liebe ist, sondern dass wir WISSEN, dass Gott Liebe ist. Weil wir es erfahren, erleben.
Wenn wir wissen, dass Gott heilt, dann ist das schon mal super. Aber wenn wir WISSEN, dass Gott heilt, dann gehen wir ganz anders ans Leben heran. Wir können wissen, dass Gott allmächtig ist. Aber was verändert sich, wenn wir WISSEN - im Herz - dass Gott allmächtig ist?

Mittwoch, Februar 13, 2013

Fragen zur Sprache und zu Matthäus 10,7

Sprache prägt unsere Wahrnehmung.... ist etwas "kaputt", "en panne" oder "out of order"? Je nach dem fühlt sich das anders an. Dasselbe mit Menschen, die aus schwierigen Umständen heraus ins Ungewisse gehen. Früher hiessen sie "Flüchtlinge", heute "illegale Immigranten". Was für ein Unterschied... ist es nicht einfacher, "illegale Immigranten" "abzuschieben", als "Flüchtlinge" abzuweisen?

Und kürzlich ist mir das auch in einem anderen Zusammenhang aufgefallen. Niemals würden wir sagen: "Bill Johnson hat 11 Menschen von Krebs geheilt", sondern "Bill Johnson hat für 11 Menschen gebetet, und sie wurden geheilt", oder "Jesus hat sie geheilt". Hingegen sagen wir "David Hogan hat schon 400 Menschen von den Toten auferweckt". Gibt das nicht den Eindruck, dass jeder Mensch für Kranke beten kann, und dann ist es an Gott, sie zu heilen, aber wenn jemand stirbt, dann haben nur gewisse Menschen eine Salbung, einen Ruf, oder sind verrückt genug dafür? Dabei sagt doch Jesus in einem Atemzug: "Heilt die Kranken, weckt die Toten auf,...". Jesus hat den vollen Preis für beides bezahlt. Inzwischen ist es so viel normaler, für Heilung zu beten, wenn jemand krank ist, als früher. Hingegen wenn jemand stirbt, dann wartet man meistens darauf, wirklich ganz deutlich von Gott zu hören, ob man für Auferstehung beten soll. Oder man denkt, die Person habe ihr Leben erfüllt und sei nun von Gott gerufen worden. Oder andere Sachen. Warum diese Unterscheidung? Es heisst doch in Matthäus 10,7 nicht "Heilt die Kranken, und wenn ihr wirklich ganz deutlich von Gott hört und wenn die Person unter 20 Jahre alt ist und ganz sicher nicht im Himmel bleiben will, dann weckt sie von den Toten auf". Ich provoziere hier ein bisschen, aber ich stelle mir in letzter Zeit einfach vermehrt solche Fragen!!!!

Übrigens gibt es mehr Totenauferweckung, als man denkt. Im Januar gab es hier eine, und die Person, die da für Auferweckung gebetet hat, hat mir die Geschichte höchstpersönlich erzählt. Und gerade vor zwei Wochen noch eine andere in Kalifornien, wo ich es direkt von einem Freund des Beters gehört habe. Ich kenne Leute, die werden regelmässig, also jede Woche mindestens einmal, gerufen zu beten, weil jemand gestorben ist. Bis jetzt gab es bei ihnen noch keine Auferweckung. Aber ich denke, das ist nur eine Frage der Zeit.

Noch eine andere Frage: Ist es einfacher, jemanden von Kopfweh zu heilen, als jemanden von Krebs zu heilen? Ist es einfacher, jemanden von Krebs zu heilen, als von den Toten aufzuwecken? Ist es einfacher, ein Kopfweh zu heilen, als jemanden von den Toten zu erwecken?

Sonntag, Februar 03, 2013

Wenn das vierte Jahrzehnt kalt beginnt, wird es super

Ich habe jetzt also bereits drei Jahrzehnte hinter mir. Erstes Jahrzehnt: Entdecken. Zweites: Jung werden und jung sein. Drittes: Erwachsen werden, heil&gesund werden, gesund leben lernen. Viertes: (Oh Gott, habe ich wirklich soeben "viertes" gesagt?) - Endlich das Leben in vollen Zügen geniessen. Ha!

Ich wurde also reich gesegnet, so dass ich my man, meinen zukünftigen Ehemann, an der Ostküste besuchen durfte. Nach Boston kam New York. Es war EISkalt. Aber wir hörten, bevor wir gekommen seien, sei es NOCH kälter gewesen... Aber es war herrlich. Viel viel laufen, die Subway kennenlernen, und sehr gut essen. Wir unternahmen in zwei Wochen eine Weltreise, in dem wir wie folgt assen: Schweizerisch (Fondue!!), Thai, Italienisch, Polnisch, Türkisch, Amerikanisch, sowie Libanesisch?! (Schawarma).

Am Donnerstag trafen wir uns mit einer Freundin von mir, die Polin ist. Sie zeigte uns einen grossen Teil von New York und danach "Little Poland". Ein Quartier wo alles polnisch ist. Polnisch angeschriebene, original polnische Produkte, Restaurants, Musik,... und die Leute dort sprechen zum Teil nur polnisch, gar nicht englisch. Wir gingen polnisch essen, es war herrlich, und ich bekam erst noch mein Lieblingsbier, Zywiec, dazu.

Am nächsten Tag erhielten wir von ihrem Freund Gratistickets, um zuoberst auf das Rockefeller Center zu können. Normalerweise wäre es 25.- pro Person. Wow. Was für ein umwerfendes Geburtstagsgeschenk. Es war wirklich der schönste Geburtstag ever. Besonders zusammen mit my man Gianni. Um den Tag abzurunden, kauften wir uns im Hummusparadies einen getrocknete Tomaten Hummus und Pitabrot, und schauten Superman in der Hostellobby.

Nun sind wir zurück in Boston, von wo wir morgen zurück in die Schweiz bzw. nach Redding fliegen. Und so geht die Fernbeziehung weiter. Aber jetzt ist es nicht mehr so schlimm.

Weil hier sind noch die Päärlifotos: hier.

Blick in den Süden von Manhattan
Blick in Manhattans Norden

Man entkommt ihr einfach nicht