Samstag, September 29, 2007

Mon avenir

Nach dem Studium wandere ich an den Yukon River aus.
Nach dem Studium heirate ich und werde schwanger.
Nach dem Studium studiere ich Pharmazie.
Nach dem Studium werde ich Biobäuerin im Jura.
Nach dem Studium schreibe ich ein Buch und lebe von Performancelesungen.
Nach dem Studium kaufe ich mir ein Häuschen in den Masuren und bewirte Touristen.
Nach dem Studium werde ich Sanitäterin und arbeite in einem Flüchtlingslager.
Nach dem Studium lasse ich mich für den Nationalrat aufstellen, werde gewählt und präge die Politlandschaft mit ungewöhnlich innovativen Vorstössen.
Nach dem Studium widme ich mein Leben der Forschung.

Alles ist gut.

Und was macht ihr in Zukunft so?

Mittwoch, September 26, 2007

Ist es mir geglückt, unglücklich zu sein?

Hat man Glück, wenn man glücklich ist?
Ist man glücklich, wenn man Glück hat?
Kann man glücklich sein, ohne Glück zu haben?
Kann man Glück haben und unglücklich sein?

Wydartowo

In Wydartowo lebt der grösste Hahn, den ich jemals gesehen habe.

Dienstag, September 25, 2007

Ganz fest gegen Rassismus


Wer sich die Hetze der SVP gegen Ausländer anschauen möchte, darf dies gerne hier tun, einfach besser vorher einen Kotzeimer bereitstellen.

Samstag, September 22, 2007

Ich habe die Wahl, du hast die Wahl

Gestern Freitagabend um 17 Uhr im Schweizer Radio: Ein Mann macht eine Art Kolumne über die anstehenden Parlamentswahlen. Er sagt: Man sieht ja jetzt überall diese Wahlplakate, haha, zum Beispiel auch von den Linken, haha, diese zwei Frauen. Die eine sieht aus wie eine Kinderkrankenschwester, die andere wie eine Dentalhygienikerin, hahahahaha.

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Heute hab ich im Zug von Biel nach Bern einen halben Songtext geschrieben, jetzt mach ich mich noch an die zweite Hälfte. Dann nehm ich alles auf und stell den Song ins Netz. Es geht um die Wahlen und dass wir die Wahl haben!

Samstag, September 15, 2007

cee erstickt und startet durch

Gestern hab ich im Zug ein neues Lied geschrieben, das alle Ohrwurmrekorde brechen wird. Es heisst "Ässet ke Thonbrötli im Zug" ("Esst keine Thonbrote im Zug") und handelt von den Konsumgewohnheiten der Reisenden.

Donnerstag, September 13, 2007

Living on the cee-site of the world

Da ich schon als Kind nie zuviel Geld hatte, beziehungsweise es in den Kauf von Eishockeysammelkarten investierte, was mich, nebenbei bemerkt, ruinierte und, ebenfalls nebenbei bemerkt, noch heute, etwa 12 Jahre später, immer noch wurmt, (jetzt wären die Nebensätze vorbei und es ginge jetzt also weiter) konnte ich mir auch nie den Zug nach Burgdorf oder Bern leisten, um dort CDs zu erwerben. So begann ich, selber Texte zu schreiben, und rappte diese über die Anfänge derselben 2, 3 Lieder, die ich besass. Einmal gab es eine Party, an der ein HipHop-DJ auflegte. Ich legte auch auf, und zwar einen alten Kassettenrecorder auf den Zigarettenautomaten. So nahm ich die gespielte Musik auf Kassette auf und hörte dann die bis zum abwinken. Nachdem ich nun genug meine Jugend verromantisiert habe, kann ich ja auch mal zum Punkt kommen: Es geht nun also glaubich wieder einen Schritt vorwärts in meiner Rapkarriere. Habe heute mit einem Studiobesitzer gesprochen und kann dort aufnehmen gehen. Natürlich nicht gratis, aber im Vergleich zu üblichen Preisen spottbillig. Also etwa 4-5 Monatslöhne von mir, dich ich in einem Zeitraum von 4-5 Monaten bezahlen müsste.... Nach den Studioaufnahmen kommt dann noch das Mastern; wer sich auskennt, weiss, welch horrende Summen man dafür bezahlt. Und danach muss die CD erst mal noch gepresst werden, was auch noch ein paar Lappen schluckt. Noch nicht dabei ist hierbei das Cover, Booklet, der Druck, geschweige denn der Vertrieb und die Werbung.
Vielleicht hätte ich doch als Kind eifach immer die BravoHits-CD's kaufen sollen und mich damit zufrieden geben. Aber während ich dies schreibe, läuft aus der Box das Lied, was ich gerade aufgenommen habe, und schon kann ich es kaum erwarten, ins Studio zu gehen!

Spenden an PC 30-579673-9, Vermerk "cee"

Mittwoch, September 12, 2007

Ein Deliriümchen macht den Braten auch nicht feiss

Zwei Duvets, eine Wolldecke und eine Wärmeflasche (und fröstelnd in der Embryostellung). 38,6°, was nicht haarsträubend ist aber doch ein bisschen und vor allem blitzt einem gleissendes Weiss entgegen wenn man in meinen Rachen schaut (mmh! bon app'!). Arbeiten in Biel knapp hinter mich gebracht, im Zug erfrierend geschlafen - und jetzt liege ich wach und die Reime sprudeln nur so in meinem Kopf und müssen aufgeschrieben werden. Was gut ist, da ich überraschend vier Stunden Studiozeit gekriegt habe für Donnerstag und Chancen auf Veröffentlichung durchaus bestehen und wenn nicht, ist auch nicht schlimm sondern auch schön. In meinem Kopf hab ich schon ein halbes Buch geschrieben und nun sitze ich da und möchte nur schlafen. In einem Fieberdeliriümchen entstehen Texte und morgen oder so schau ich dann ob sie wirklich so gut sind wie ich jetzt meine. Bonne nuit, dobranoc und schlafen's wohl, ausser der Mad in Neuseeland der gemäss Skype auf ist und dessen Blog noch spannender als der von E.v.O. ist.

Montag, September 10, 2007

Entscheidungsfreudig





Ein Beschluss, den Winter durch, also ab jetzt, mehr ins Kino zu gehen.

Von Polizeikontrollen, Duschmitteln und Händewaschen

15-jährige Jugendliche in Pariser Vorortsozialsiedlungen hängen herum um die Zeit totzuschlagen. Einige spielen in einer Theatergruppe mit, andere kiffen und diskutieren darüber, wer mit wem geht und wer wen gefragt hat. Einer ist in eine verliebt und hat sie gefragt, aber sie hat bis jetzt weder Ja noch Nein gesagt. Durch diese Ungewissheit kommt eine schreckliche Unruhe auf in den Banlieus. Der Kumpel des Verliebten geht zur Freundin der Unentschiedenen, klaut ihr Handy und schlägt sie. Sie solle gefälligst der Unentschiedenen dazu verhelfen, einen Entscheid zu fällen.
Soweit der sehr tiefgründige und einen vielschichtigen Einblick in die Gesellschaft gebende Film, der letzte Nacht nach den Sonntagabendfilmen und nach den Filmen nach den Sonntagabendfilmen im Fernsehen gezeigt wurde. Doch als ich mein zweites Honigbrot beinahe fertig gegessen hatte und gerade den Fernseher abstellen wollte, blieb mir ein Bissen Züpfe im Hals stecken. Es gab eine dramatische Wendung im Geschehen. Plötzlich waren zwei Polizisten und ein Polizistin da, die die Teenager aus Gründen die keine sind kontrollierten. "Kontrollieren" gleich: Arme nach hinten verdrehen, Gesicht auf Kühlerhaube pressen, rum"schubsen", agressive Wort- und Tonwahl sowie wiederholtes und damit nach dem ersten Mal unnötiges Körperabtasten. Aha, dachte ich, nun kommt die Banlieue-Thematik doch noch in einem anderen Licht daher. Litt mit, ass mein Honigbrot fertig, kam beim nach der Polizeiszene ultra plötzlichen Schluss nicht nach (ist das jetzt ein Happy End oder nicht? Der Film ist doch noch gar nicht fertig? Wieso jetzt schon der Abspann?) und ging schlafen. Doch auch da ging es weiter. Ich in Brasilien. Im Auto mit Freunden, alles ist gut. Plötzlich eine Polizeikontrolle. Wir werden genötigt, ein Duschmittel zu kaufen. Also sitzen wir alle da mit einem Duschmittel in der Hand und werden von den Polizisten angebellt.

Zum Schluss möchte ich noch ein Bild weitergeben, das gestern Abend bei der Arbeit entstanden ist. Ich muss nämlich immer, wenn ich am Abend die Beiz schliesse, die Abfallkübel in den WC's leeren. Auf untenstehendem Bild sieht man die beiden Kübel nebeneinander, nach einem durchschnittlichen 11-stündigen Sonntagsbetrieb. Links der Kübel aus dem Frauen-WC, rechts der des Männer-WCs. Schlussfolgerungen aus dem Bild darf sich jede und jeder selbst ziehen, bitte aber nachher trotzdem Hände waschen (auch Männer).(im Kübel rechts - dem aus dem Männerklo - befinden sich 2 Papiere)

Samstag, September 08, 2007

Sozial und so

Dieses Wochenende findet in Biel-Bienne das Sozialforum statt. Eine Freundin von mir hat mich eingeladen, daran teilzunehmen. Dabei gab es einen ganz lustigen SMS-Wechsel, der vor lauter Alternativität nur so sprüht und den ich euch nicht vorenthalten möchte:

"Sieht man sich nun in Biel? Bin am Vormittag im Marxismusworkshop und am Nachmittag bei Schritte zu 0.7% Entwicklungshilfe. Machs gut!" - "Hmm weiss nicht. Entwicklungszusammenarbeit und Korruption wäre auch spannend, und in Bern ist um 14.30 eine Demo gegen den Bau von neuen AKW's. Mal schauen."

Angemeldet habe ich mich nun für einen Nachmittagsworkshop in Biel. Schliesslich ist auch schon nach 02 Uhr morgens und ich hab erst gerade Feierabend gemacht in meiner Beiz. Morgen also Lernen über Antisemitismus. Es werden Fehlinformationen über das Judentum betrachtet. Ich bin eben doch ein bisschen sozi und so.

Mittwoch, September 05, 2007

"...solang dr Wäg no üses Ziu isch..."

Am 27. September kommt Chrigu in die Schweizer Kinos. Auf dem Filmblog oder untenstehend kann man jetzt auch den dazugehörigen Videoclip schauen. Trifft tief...

Und was habt ihr letzte Woche so gemacht?


Das Bild täuscht allerdings ein bisschen. Ich war nur etwa für eine Stunde am Strand und während dieser Stunde hat auch nur etwa 10 Minuten lang die Sonne geschienen. Aber so herrlich wies auf dem Foto aussieht, wars auch. Weite! Luft! Natur!

In Gdansk hab ich mich schon ein bisschen verliebt. Nicht in der Stadt, sondern in die Stadt. Wobei das ja auch in der Stadt war.

Wroclaw war auch schön wie immer und auch mit Bier wie immer. Die Neuentdeckung war das selbstgebraute Honigbier im Spiz (auf dem "z" wäre jetzt ein . und das würde dann "spisch" heissen). Da wurde der bisherige Genussrekord noch einmal bei weitem überboten.

An die Grenze mit Zug (billig und 1 Stunde 15 Minuten Verspätung), von der Grenze via Dresden per Auto (insgesamt 7mal umsteigen, nie länger als 20 Minuten warten, letzte Fahrt bis vor die Haustür) und ja, ich weiss, alleine sollte man das als Frau schon gar nicht machen aber ich habe ungefähr 100-150 Euro gespart dadurch.

Heute wird in meiner Küche ein Film gedreht, vielleicht kann ich ja als Statistin kurz was kochen gehen.

Samstag, September 01, 2007

Auf nach Wroclaw!

11 Stunden Reise gestern. Von Gdansk nach Bydgoszcz. Dort Gulasz zum Mittagessen und weiter nach Poznan. Der Beschluss, maeandrieren zu wollen. Sich treiben lassen durch die Stadt. Ploetzlich merken, dass der Zug in 40 Minuten abfaehrt. Weiter feststellen, dass der Bahnhof 1400m entfernt ist. 5 Minuten vor Zugsabfahrt in den Bahnhof rennen. Gepaeck aus dem Schliessfach zerren, zum Zug. Einen komplett ueberfuellten Zug antreffen. Es ist unmoeglich, durch die Gaenge zu laufen, man kann nicht mal umfallen bei einer Vollbremse, weil man so dicht aneinander gedraengt steht. Die Fahrt von Poznan nach Wroclaw dauert 2 Stunden und 15 Minuten und keiner steigt aus unterwegs. Wie sich der Billetkontrolleur durchquetschen konnte ist mir noch immer ein Raetsel. In Wroclaw erst mal sitzen. Und essen. Und Biertrinken. 'Ein Bier' in einer Bar ist 5dl gross und kostet 4 Zloty, das heisst ungefaehr 1 Franken 70 Rappen. Tatsaechlich einen Nachtbus erwischen und tatsaechlich an der richtigen Haltestelle aussteigen. Nach Hause laufen und 'I see something yellow what you don't see' spielen. Nachmitternachtsimbiss.

Jetzt vielleicht zum Coiffeur.

Nur die Mitfahrzentraleleute antworten nicht, so weiss ich noch nicht, ob und wie ich nach Hause gelangen werden..... Aber bis jetzt hat noch alles geklappt.