Arbeite nun schon die dritte Woche in den ICN (intercity neigezug) ab Biel. Halbzeitlich im Speisewagen, halb mit einer "Cafébar" -die kleinere Schwester der Railbar- unterwegs. Meine neue alte Arbeit gefällt mir sehr gut, und ich bin sehr froh darüber!! Railbar, so wie früher, wäre zwar immer noch am Besten. Denn im Speisewagen hat man eigentlich nie Pause. Vorgesehen im Arbeitsplan wären 20 Minuten Pause (in 9 Stunden Arbeit) in St.Gallen, doch zuerst putzt man mal noch und muss Kasse ab-/anmelden, und 10 Minuten später kommen schon wieder die ersten Gäste. Auch steht man sehr viel, in der Küche, beim Bestellung aufnehmen/einkassieren, beim warten,... bei der Railbar hingegen ging es nach jedem Kaffee rückwärts, und am Schluss des Zuges konnte man sich in einem abschliessbaren Raum hinsetzten so lange man wollte (theoretisch nicht, praktisch schon). Naja.. aber Speisewagen ist ganz cool! Jetzt werde ich ja noch geschult, mal sehen wie es ist, wenn ich alleine arbeiten muss.... Zuerst hatte ich ja voll die Panik, dass ich keine Arbeit zugeteilt bekomme, weil sie sowieso zuviele Leute haben und um jede Kündigung froh sind. Jetzt sieht es aber eigentlich recht gut aus für mich. Heute kam der Chef vom Speisewagen St.Gallen und sagte mir "ah! Frau Wieland!!! Von ihnen höre ich nur gutes! HerrL.(mein Chef) schwärmt die ganze Zeit 'Frau Wieland' hier, 'Frau Wieland' dort!" --> krass! Denn der Herr L. hat mich nur 2x gesehen; noch nie, als ich richtig am arbeiten war... Denk mal das ist ein gutes Zeichen..... (-:
Am 18.2. habe ich meinen ersten offiziellen Auftritt im "Sous le Pont" in der Reithalle Bern. Wahrscheinlich lasse ich mir extra für den Anlass Dubplates schneiden...!
So.. bald haben wir Jesusfreaks....
Mittwoch, Januar 18, 2006
Montag, Januar 02, 2006
die zunft der zukunft - eine ode an die bildung
Alle Jahre wieder beginnen meine sämtlichen Freunde und Freundinnen, Kolleginnen und Kollegen ein Studium, eine Schule, eine Lehre, einen Auslandaufenthalt, eine Weltreise, ein Praktikum, ein wasessonstnochsoallesgibtdasgutklingt.
Die Matura im Sack, ein Sozialpraktikum abgehakt, Berufserfahrung gesammelt - was will man mehr? Ich hab die besten Voraussetzungen um eine wirklich coole Ausbildung zu beginnen; mir stehen alle Türen offen!
Und doch schwimme ich nicht grad im Glück, nein, ich treibe eher in irgendwelchen Strömungen oder versinke im Treibsand. Sprache interessiert mich, das Schreiben, das Kommunizieren. Die Gesellschaft. Wie funktionieren Gruppen? Wie entstehen Staats- und Wirtschaftssysteme? Wie .... - ach nein, ich klinge schon so wie die 12'685 Homepages, die ich gerade alle durchgelesen habe. Hochgestochen. Arrogant. Elitär. Deutsch geschrieben und doch fremdsprachig.
Ich stehe mitten im Leben, in meinen besten Jahren, dank meiner fast schon abgeschlossenen Psychotherapie habe ich endlich das Gefühl, dass ich nun langsam aber sicher wirklich l-e-b-e !!! Und doch muss man wieder Anforderungen erfüllen, Anmeldetermine einhalten, an Informationstagen teilnehmen...
Dabei ist es doch ein dürfen, eines der grössten Privilegien, das man haben kann in unserer Welt!! Ich sollte nicht nur dankbar sein, ich bin es auch! Und fühle mich dennoch überfordert. Verspüre Glücksgefühle wenn ich bei meinem Onkel auf dem Feld Zuckerrüben ernte (naja, vielleicht nicht grad Zuckerrüben, das ist saumühsam. Eher Kartoffeln). Oder wenn ich mit meiner Railbar durch die ganze Schweiz fahre (Glücksgefühle pur!!). Oder wenn ich in meiner kleinen, im Winter kalten und im Sommer heissen Mansarde gerade ein neues Lied höre, das ich eine Stunde vorher bei www.elwont.ch aufgenommen habe.
Doch was löst es in mir aus, wenn es auf diesen Fachhochschul- und Universitätshomepages nur so wimmelt von Begriffen wie ETCS oder ECTS oderwieauchimmer, Lizenziat, Makroschwerpunkt, populär-ästhetische Fragen, Mobilitätssemester, und so weiter und so fort - sofort fort!!!
Die Matura im Sack, ein Sozialpraktikum abgehakt, Berufserfahrung gesammelt - was will man mehr? Ich hab die besten Voraussetzungen um eine wirklich coole Ausbildung zu beginnen; mir stehen alle Türen offen!
Und doch schwimme ich nicht grad im Glück, nein, ich treibe eher in irgendwelchen Strömungen oder versinke im Treibsand. Sprache interessiert mich, das Schreiben, das Kommunizieren. Die Gesellschaft. Wie funktionieren Gruppen? Wie entstehen Staats- und Wirtschaftssysteme? Wie .... - ach nein, ich klinge schon so wie die 12'685 Homepages, die ich gerade alle durchgelesen habe. Hochgestochen. Arrogant. Elitär. Deutsch geschrieben und doch fremdsprachig.
Ich stehe mitten im Leben, in meinen besten Jahren, dank meiner fast schon abgeschlossenen Psychotherapie habe ich endlich das Gefühl, dass ich nun langsam aber sicher wirklich l-e-b-e !!! Und doch muss man wieder Anforderungen erfüllen, Anmeldetermine einhalten, an Informationstagen teilnehmen...
Dabei ist es doch ein dürfen, eines der grössten Privilegien, das man haben kann in unserer Welt!! Ich sollte nicht nur dankbar sein, ich bin es auch! Und fühle mich dennoch überfordert. Verspüre Glücksgefühle wenn ich bei meinem Onkel auf dem Feld Zuckerrüben ernte (naja, vielleicht nicht grad Zuckerrüben, das ist saumühsam. Eher Kartoffeln). Oder wenn ich mit meiner Railbar durch die ganze Schweiz fahre (Glücksgefühle pur!!). Oder wenn ich in meiner kleinen, im Winter kalten und im Sommer heissen Mansarde gerade ein neues Lied höre, das ich eine Stunde vorher bei www.elwont.ch aufgenommen habe.
Doch was löst es in mir aus, wenn es auf diesen Fachhochschul- und Universitätshomepages nur so wimmelt von Begriffen wie ETCS oder ECTS oderwieauchimmer, Lizenziat, Makroschwerpunkt, populär-ästhetische Fragen, Mobilitätssemester, und so weiter und so fort - sofort fort!!!
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