Samstag, Dezember 31, 2011

900 Posts, 1 Drama, 2 Bilder

Heute war wieder mal ein Drama an der Käsetheke. Drama an der Käsetheke ist ein Lied von Allurarot, glaubich. Jedenfalls bin ich froh, dass es vorbei ist. Jetzt ist alles wieder gut.

Ein Projekt für diese Ferien war und ist: Malen. Da ich ja im Arts-Team schreibe, und zwar explizit nur schreibe, sah sich meine Teamleiterin genötigt, mir anzukünden, ich müsse mindestens einmal während dem Worship malen. OK. Darum übte ich. Hier sind die zwei ALLERersten Acryl-Malereien meines Lebens, abgesehen von Kindergartenmalereien:

"Der Tag, an dem alle das Weite suchten":

und "Der Güterzug aus dem Himmel":

However. An Technik ist noch viel Feilbedarf.. aber es macht auf jeden Fall grossen Spass.

Morgen gehts nach Santa Cruz.

Sonntag, Dezember 25, 2011

Getting there on the happy road

Achthundertneunundneunzig Mal habe ich schon auf diesen Blog geschrieben. Und so fest hat sich mein Leben verändert. Ich dachte ja immer, dass eine gewisse Grunddepressionsstimmung zu meiner Persönlichkeit gehört. Aber kürzlich fand ich heraus, dass dem gar nicht so ist! Nun geht es mir seit Wochen psychisch einfach gut, einfach so, und zwar konstant. Das hatte ich sonst nie länger als vielleicht zwei Tage am Stück. wow, what a life!

Ruhe. Heute Morgen früh fuhren meine MitbewohnerInnen weg, auf einen Roadtrip nach Utah. Das wäre etwas auf meiner Traumliste. Aber ich kann nicht. Ich brauche so viel Ruhe wie nur irgendwie möglich. Reserven auffüllen. Bewusst Tage ohne Plan. Einmal den Wecker nicht stellen. Über Perfektion nachdenken und was dahinter alles so steckt. Meine Rettung, die ein Prozess ist zur Zeit, ist die Verbindung mit Gott und die Verbindung mit mir selber.

Der erste Tag seit etwa zwei Wochen, an dem ich nicht meterweise Kleenex verschneuze. Morgen ist Weihnachtstag, und ich darf in der Bethel Church in Redding in den Gottesdienst gehen. Ich liebe mein Leben.

Und das ist einfach herrlich:

Samstag, Dezember 24, 2011

Zwei Zuhause haben

Kein Schnee, aber "Frohe Weihnachten" in englisch, deutsch, französisch, spanisch, singhalesisch, maori, portugiesisch und polnisch.

Kartoffeln mit Käse, Süsskartoffeln mit Marshmallows, Süsskartoffeln mit Kräutern, Süsskartoffeln ohne etwas, Bohnen, Lamm mit Minzgelée, Truthahn, Rindschmorbraten. Anschliessend als Dessert ein Tobleronemousse.

Unser Weihnachtsbaum mit Geschenken. Das runde war meins. Es ist ein Subwoofer fürs Auto! Von meinem Mitbewohner, der Automech ist.

Meine ersten Weihnachten ohne Familie. Bzw. kurz mit, am Bildschirm. Ich kann mich nicht beklagen.. eine Freundin von mir hat kein einziges Wort mit ihrer Familie gesprochen (bzw. ihre Familie mit ihr) seit über 5 Jahren... seit dem Moment, als sie sich vom Is. zum Christentum bekehrt hat....

Es folgen zwei weitere Weihnachtsfestivitäten. Stomach, you can do it!

Montag, Dezember 19, 2011

Der Heilige Geist hat Begabungen von denen ich noch gar nichts wusste

Healingrooms gestern Vormittag. In der zweiten Hälfte war ich bei den Skype-Teams eingeteilt. Es passierte eine der lustigsten und coolsten Geschichten, die ich je erlebt habe:
Ein Amerikaner rief an und sagte, dass er seit 6 Jahren unter starken Rückenschmerzen leidet. Er nimmt regelmässig starke Medikamente, doch es hilft nicht viel. Er sagte, er hat konstant Schmerzen. Er arbeite 60 Stunden pro Woche und habe oft das Gefühl, er trage wie eine "Last" von den Leuten mit denen er arbeite. Er sagte aber nicht, was er arbeitet.
Wir beteten für ihn und hatten diverse Eindrücke, was der Heilige Geist tun will oder ihm sagen. Der Mann begann zu weinen, und wir liessen ihn selbst mit Gott connecten und auf Gott hören. Der Heilige Geist sagte ihm einige Sachen und wir beteten diese zusammen. Plötzlich sagte der Mann: "Jetzt fühlt es sich grad so an, also ob jemand mir eine Salbe auf den Rücken streichen und mir den Rücken massieren würde. Mein ganzer Rücken ist warm. Ich spüre zwei Hände auf meinem Rücken, die mich massieren!" - wir waren natürlich hin und weg und sagten ihm lachend, er solle beten dass wir das auch spüren. Dann sagte der Mann "Lustig, denn ich bin Physiotherapeut, und ich mache das, was 'diese Hände' jetzt grad machen, die ganze Woche durch". Wir freuten uns alle sehr, und das ganze dauerte mehrere Minuten. Schliesslich hängten wir auf und liessen ihn weiter diese Massage geniessen. Hahaha!! I love it!
Als wir am Schluss in der ganzen Runde aller Healingrooms-BeterInnen dieses Zeugnis erzählten, rief der Moderator ins Mikrofon "wow! Wer will das auch?", worauf natürlich alle riefen, sie wollten das auch. Und einige begannen dann tatsächlich eine Wärme am Rücken zu spüren.

Bam, take it!! It's yours!

Mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst: Ein ibethel.tv-Abo.

Mittwoch, Dezember 14, 2011

Politik zwischen Himmel und Erde

Hausaufgaben machen: Einen Brief an unsere Bundespräsidentin schreiben. Ich liebe meinen Track "International Transformation".

Allerdings finden JETZT gerade Neuwahlen statt. Ich geh jetzt schlafen und werde in ein, zwei Stunden kurz nachschauen, wie es steht.

Donnerstag, Dezember 08, 2011

He's alive, now I'm alive

Heute hatten wir einen 60-jährigen, grossen Mann als Gastredner in der Klasse. David Hogan. Er schlug seine Bibel auf und nahm einen Stapel Fotos hervor. Das erste Foto schaute er einige Sekunden an, zeigte es dann uns und sagte: "Hier ist eine Mutter mit ihrem Baby zu sehen. Als sie im neunten Monat schwanger wurde, wurde auf sie geschossen. Im Spital starb das Baby. Sie schickten sie in der Ambulanz zu einem anderen Spital, und unterwegs dorthin starb auch die junge Frau. Aber hier auf dem Foto sind beide lebendig!" ....und er erzählte uns die Geschichte: Im anderen Spital angekommen, lag die tote Frau mit dem toten Kind im Bauch in der Aufbahrungshalle. Das Kind war nun schon etwa neun Stunden tot, die Frau sechs Stunden. Es war ein Arzt dort und Verwandte der Frau. Beide Todeszertifikate waren schon ausgestellt. Die damals tote, aber heute lebendige Frau erzählte, was passiert war:

Ich lag dort, und plötzlich sah ich einen anderen Arzt hereinkommen. Er trug ein langes Gewand mit einem gelblichen grossen Gurt. Sein Haar war weiss wie Wolle, seine Augen waren wie das Feuer in meiner Küche, wenn ich koche, und seine Stimme klang wie der Fluss, wenn Hochwasser ist. Er kam zu mir und sagte in Aztec-Sprache (die Frau war Aztekin): "Ich liebe dich"

Das war der Moment, als der Arzt und die Verwandten in Panik ausbrachen und die Aufbahrungshalle fluchtartig verliessen. Die tote Frau hatte sich nämlich aufgesetzt. Die rannte aber den Leuten hinterher und rief, sie sollen warten, sie brauche einen Arzt. Es hatten nämlich Wehen eingesetzt.

Heute sind beide quicklebendig. David Hogan traf sie und sie erzählte ihm alles. Sie hatte keine Ahnung von Jesus. Ihre Beschreibung von Jesus (David Hogan sagte, sie habe das wortwörtlich so erzählt! Wortwörtlich!) passt genau auf Offenbarung 1,13!!! Crazy!!

wow... Gott existiert und er ist ein guter Gott, ein unglaublich guter Gott!!! Er ist sooo gut! Und so real.

David Hogan (hat selbst schon über 20 Tote auferweckt bzw. für sie gebetet und sie wurden lebendig. Sein Dienst hat über 400 Auferweckungen gesehen. Allerdings auch einige Ermordungen miterleben müssen) sagte uns auch Sachen wie: Ihr denkt vielleicht, sowas wie ich werdet ihr nie erleben. Aber es geht überhaupt nicht um euch oder um mich! Es ist JESUS der es tut!

David ist ein grosser, starker Mann, aber seine Liebe zu Gott kann man unglaublich stark spüren. Er begann heute zu weinen, als er sagte, wie gern er Gott anbete. Er sagte, er lese täglich bis zu 70 Kapitel in der Bibel, weil er es einfach so liebe. Und er bete Gott ständig an, ständig.
Er brachte auch seine Liebe zu seiner Frau immer wieder zum Ausdruck, und er sagte, es sei das grösse Wunder und Geschenk, wenn Ehen und Familien intakt und zusammenbleiben, gerade in der Mission, wo es manchmal krass zugeht. Er sagte, er werde die MexikanerInnen, die irgendwo abgelegen wohnen und die noch niemals von Jesus gehört haben, mit seinem Leben verteidigen, wenn es sein müsse. Er liebe sie alle so sehr. Er sei am liebsten irgendwo im Busch, mit diesen Leuten, und mit Gott. Er wolle keine Kameras, keine Popularität.

Wow... man kann ihn auch auf ibethel.tv schauen, aber glaubich nicht gratis. Sein Dialekt ist auch eher schwer zu verstehen. Aber es lohnt sich!

Und weil ichs grad auf fb gelesen habe, hier der aktuelle Eintrag einer Mitstudentin:
On saturday, my bike was stolen... they cut the lock and took it while I was at work. When I got home, I decided (after crying) to ask God to encounter and follow the thief around. I declared that everywhere they went with the bike that they would have divine appointments and Jesus encounters. By tuesday, they had had enough, and brought my bike back to work.

(Am Samstag wurde mein Fahrrad gestohlen... sie schnitten das Schloss auf und nahmen es als ich am arbeiten war. Als ich nach Hause kam, entschied ich (nach dem Weinen), Gott zu bitten, dass er dem Dieb begegnen und ihm folgen würde. Ich deklarierte, dass überall wo sie mit dem Rad hingehen, sie göttliche Begegnungen und Jesus-Erfahrungen/Begegnungen haben würde. Am Dienstag hatten sie genug gehabt, und brachten mein Rad zurück zur Arbeit)

Come on!!!

Freitag, Dezember 02, 2011

Wie spannend ist spannend?

Was für ein Tag! Am Morgen den am Vortag aus der Schweiz eingetroffenen Adventskalender auspacken und feststellen, dass das Couvert "1" fehlt. Und dass überhaupt viele Tage fehlen. Circa die Hälfte. Fast weinen müssen. Dann aber schleunigst, ohne Kaffee, zum Kieferorthopäden fahren. Röntgenbilder, und ein Zahnabdruck. Wuäh.... in eine riesengrosse, gummige Masse beissen müssen und während 30 Sekunden so verharren. Urgh. Wie gesagt, ohne Kaffee. Danach die Rückfahrt im Auto. Ich warte an einer grossen Kreuzung, mit drei Spuren in alle Richtungen. Ich will links abbiegen. Es wird grün, die Autos rechts neben mir fahren los. Ich fahre auch los. NEIIINNNN!! Nach wenigen Metern merke ich, dass der linksabbiege-Pfeil rot ist. Knallrot. Ich stehe mitten auf der Kreuzung. Panikmodus. Überall sind Autos. Mein Autopilot übernimmt und wir biegen bei rot links ab, schnell, bevor wir überfahren werden.

However, später, am Abend bin ich wieder mit dem Auto unterwegs. Ich bitte Jesus, mich zu einem schönen Secondhand-Mantel zu führen. Und im "Rags" - ein DANKE an Ernestyna - finde ich prompt einen! Es fehlt nur noch ein Knopf, aber das wird noch. Anschliessend finde ich einen Secondhandladen, der "Bibles, Books and more" heisst. Ich finde ein NT von 1924, das von einer Frau übersetzt wurde. Enthusiastisch gehe ich zur Verkäuferin und sage "this bible was even translated by a WOMAN!!!", worauf sie kind of verkniffen antwortet "I'm in a lutheran church. Women aren't allowed to do anything here" - "ooh.. ok..." und Themawechsel. Gekauft habe ich es natürlich trotzdem. Bibel Nummer 27 oder so... I just can't resist.

Teetrinken aus dem Tomatensaucenglas. Das hab ich schon vor drei Jahren hier gelernt. Herrlich.

In meiner "Activation" (Den Obdachlosen Essen bringen) bin ich ja eine Gruppenleiterin. Eine aus meiner Gruppe, eine 1st year, die lustigerweise Rebecca heisst, 26 ist, in Brasilien gewesen war und portugiesisch spricht, spielte heute mit uns dieses Spiel: 4 truths and one lie. Sie machte fünf Aussagen, und wir mussten erraten, welche davon nicht stimmt. Sie sagte:
- Ich bin schonmal beim surfen von Haien umzingelt worden.
- Einmal verlief ich mich auf einem Vulkan und musste über flüssige Lava springen um einen Weg zurück zu finden.
- Ich brach einmal durch Eis in einen See.
- Ich brach mir beim Kunstturnen die Nase.
- Es wurde zweimal auf mich geschossen.

Was nicht stimmt? Das mit dem Eis. Krasse junge Frau... dagegen ist mein Leben ein einziges langes Gähnen. Hahaha.

Die Auflösung beim Adventskalender: Nein, es hat nicht der Postbote die Hälfte gestohlen. Es ist noch ein Couvert, das gleichzeitig mit dem andern abgeschickt wurde, irgendwo unterwegs.

Donnerstag, Dezember 01, 2011

Joy...... immer wieder.

Unser Haus wird immer wie belichteter. Oben im Quartier gibt es Häuser, die samt ihren Bäumen im Garten komplett in Lichterketten eingewickelt sind. Ich mag unser "Joy"-Licht.

Circa alle drei Wochen mach ich die Overheads beim Worship, also bin verantwortlich, dass die Liedtexte richtig projiziert werden. Apropos projiziert: Ich hab erst kürzlich festgestellt, dass der "Beamer" - ein durchaus englisches Wort - hier gar kein Beamer ist, sondern ein "Projector".

Heute zeigte uns Anne K. einen Antwortbrief vom Präsidenten!!! Er antwortete auf unsere prophetischen Worte, die wir ihm vor ein paar Wochen geschickt hatten!!! Wow! Und er liest nur jeden Tag 10 Briefe von 20'000 die er kriegt! Davon inspiriert, verbrachte unsere Projektgruppe heute einen spannenden Abend: Wir fragten Gott um Worte für acht europäische Länder. Und es kamen so viele spannende Sachen raus. Und interessant, wie einige Länder fast identische Worte von verschiedenen Leuten bekamen. Wir werden die Briefe in den nächsten zwei Wochen abschicken.

Gestern predigte ich. Ich fühlte mich gar nicht nervös, aber meine Hände zitterten dermassen, dass ich sie in meine Hosentaschen stecken musste zum predigen! Abgesehen davon ging alles gut. Am Schluss betete ich auf berndeutsch für alle, und alle fanden das natürlich super. Ich will dann mal probieren, eine Zusammenfassung hier zu veröffentlichen.

Morgen zum Zahnarzt... meine Spange naht... drum geh ich jetzt mal schlafen... und morgen kann ich auch mein erstes Adventskalendercouvert auftun... I love my mom!