Mittwoch, Januar 30, 2013

Bostoner Kaffeeparty

Noch 10 Beiträge, und die 1000er Grenze ist überschritten. Noch 199 Tage, und ich bin verheiratet. Noch 2 Tage, und ich bin 30. Noch ein Tag, und ich bin in New York.

Aktuell aber: Boston. Es ist äusserst ungewöhnlich. Bereits zwei Tage ohne Sonne. Da bin ich mir von Redding anderes gewohnt... aber dafür schneite es gestern!!!!! Oh, wie habe ich das vermisst. Kälte, richtige Kälte, nicht so lächerliche 10 Grad, sondern tatsächlich ein paar Minusgrade. Anscheinend war es letzte Woche so richtig tief im minus, aber das haben wir verpasst.... und ich bin schon ein bisschen dankbar dafür.

Ich schlafe in einem Bed and Breakfast auf einer Luftmatraze, und der Kater, den meine Gastgeber haben, ist komisch. Aber er schläft auf meinem Bett, und das macht mich glücklich. Was mich auch glücklich macht: Mit meinem wundervollen Verlobten zusammen in einer alten Kirche auf dem Harvard Campus sitzen und Filme drehen. Mit demselben Mann zusammen Einkäufe in einem Bio-lokalen-alternativen Geschäft tätigen. Oder in der U-Bahn so tun, als würde man sich gerade zum ersten Mal begegnen.

Ausserdem entdeckte ich den Himmel: Der Harvard-Bücherladen. Ich wünschte, ich würde dort ein halbes Jahr lang eingesperrt werden....



Samstag, Januar 19, 2013

I love the Healingrooms

Letzte Woche war ich in den Healingrooms, am mitbeten. Das war wiedermal lustig! Ein ca. 70-jähriger Japaner wünschte sich Heilung für eine Zahnfleischentzündung und für sein Ohrensausen. Er trug einen Hut und war ein ganz lustiger Mann, voller kindlicher Freude. Wir sagten ihm, er solle seinen Hut verkehrt herum in den Händen halten. Dann machten wir eine lustige prophetische Handlung, streckten unsere Hände hinauf "in den Himmel", und "nahmen dort Heilung in unsere Hände" und "schütteten" alles in den Hut. Dann konnte er seinen Hut aufsetzen, so dass all die "Heilung" über seinen Kopf fliessen würde. Er tat es, und sofort waren alle Schmerzen im Zahnfleisch weg. Er steckte seinen Finger in den Mund, drückte auf dem Zahnfleisch herum, strahlte und sagte, es sei alles gut. Dann das Ohr. Es sauste immer noch. Also betete mein Kollege ein kurzes Gebet (10 Sekunden). Der Japaner ging hinaus, wo es stiller war, um das Sausen zu suchen, aber er fand es nicht - komplett geheilt. Das war lustig!

Wir fanden einen jungen Mann, der gar nicht für Gebet gekommen war, sondern nur, um ein bisschen zu schauen, wie das so geht hier. Mein Gebetskollege kannte ihn, und so begann er einfach, für ihn zu beten, so halb im Scherz. Der junge Mann meinte dann plötzlich, dass wir eigentlich für sein halbtaubes Ohr beten könnten. Er habe in seinem Leben zu viel Rock'n'Roll gehört und sei deshalb halb taub. Wir beteten, aber er sagte, er könne es nur ausprobieren, wenn er am Telefon sei und links und rechts vergleichen könne. Also sprach ich "Heilung, Heilung, Heilung, Heilung, Heilung" in ein Aufnahmeprogramm meines Handys, und gab es ihm, so dass er es abspielen und hören konnte. Er probierte es zweimal aus, wechselte von einem Ohr zum andern, und konnte keinen Unterschied mehr feststellen!!

Eine ca. 50-jährige Frau aus Washington State hatte 1999 einen Autounfall gehabt und wurde 2001 operiert: Ihr wurden Schrauben in den Nacken getan, und seit dem konnte sie den Nacken fast gar nicht mehr bewegen. Sie lebte seit dem damit. Nun aber betete ein Team kurz (ein paar Minuten) für sie, und während sie beteten, sah sich die Frau plötzlich in einem Operationssaal. Jesus kam hinein und sagte "Ich bin der grosse Arzt (the great physician), und die Leute, die für dich beten, sind meine AssistentInnen und HilfsärztInnen. Du bist jetzt geheilt". Dann machte die Frau die Augen auf, und begann, vorsichtig den Kopf hin und her zu drehen. Es ging deutlich besser! Das Team segnete sie und ging weiter zur nächsten Person. Die Frau probierte es in den nächsten Minuten weiter aus, und es ging besser und besser und besser!!! Als sie kurz darauf auf der Bühne stand, um das zu erzählen, demonstrierte sie vor uns allen, wie sie TOTALE Bewegungsfreiheit hatte im Nacken!!!!!! Ihre Freundinnen, die mit ihr zusammen aus Washington State gekommen waren, waren völlig sprachlos! Sie hatten sie 12 Jahre gekannt als eine Frau, die den Nacken nicht gebrauchen kann.

Wow wow wow!!!!

Mittwoch, Januar 16, 2013

the dam tour

Heute besuchten wir den zweitgrössen Betonstaudamm der USA. Eine knappe halbe Stunde Autofahrt von zuhause. Und zwar wollten wir eine Führung erleben. Um 15 Uhr war eine angesagt. Um 14.50 erreichten wir den Eingang des Infozentrums. Die Frau dort war am Telefon und fragte uns zwischen zwei Sätzen per Lippenbewegung, was wir wollen. Ob wir zu spät seien für die Führung? Nein, aber wir sollen uns alle verboteten Gegenstände auf dem Poster anschauen, und nichts davon mitnehmen, und dann RENNEN RENNEN RENNEN!!!!! Die Tour begänne nämlich in 10 Minuten beim zweiten Turm - und der war weit weg. Wir sahen, dass Pistolen, Messer, ipods, Videokameras, Aufnahmegeräte sowie alle möglichen Taschen verboten waren. Ob iphones erlaubt seien? "Was ist ein iphone??", fragte die Frau. Äähm.. ein Telefon?! Das ist ok, meinte sie, und: NOW RUN!! RUN!!!
Wir rannten. Und kamen um 14.58 keuchend beim zweiten Turm, mitten auf dem Damm, an. Wir waren die einzigen, die eine Führung wollten. Der Tourguide bat uns, uns schon mal auf eine ähnliche Sicherheitskontrolle wie am Flughafen vorzubereiten. Wir namen all unsere Sachen aus den Hosentaschen, entfernten den Gürtel und warteten. Da kam der Polizist raus, zeigte auf Gianni's iphone-Kopfhörer und sagte, das sei verboten. Einer von uns müsse draussen bleiben. Es war die letzte Führung des Tages. Ich hatte mich soooooo darauf gefreut. Ausserdem nahte meine Periode. Dunkle Gewitterwolken brauten sich zusammen. Ein Erdbeben. Ich war den Tränen nahe und soo enttäuscht. Wir liefen weg, zurück zum Auto, ich aufgebracht. Ich war wütend auf niemanden, einfach enttäuscht von der Situation.
Am Ende des Dammes blieben wir stehen und ich beruhigte mich. Wir beobachteten eine Rehfamilie in der Nähe. Plötzlich sahen wir ein weisses Auto mit der Frau vom Eingang drin vorbeibrausen. Sie stoppte an der Sicherheitskontrolle am Anfang des Dammes, und ich hörte Wortfetzen wie "ich habe sie zuwenig informiert.... ....wurden zurückgeschickt... ....fühle mich richtig schlecht....". Dann brauste sie über den Damm zum zweiten Turm. Wenige Minuten später kehrte sie zurück, stoppte in unserer Nähe, hupte und rief zum Fenster raus: "HURRY!!! HURRY!!!!! HURRYYY!!!!!!!!". Wir rannten auf ihr Auto zu, und sie rief: "Schnell, steigt ein!". Dann brauste sie mit uns zurück zum zweiten Turm. Befahl uns, alle verbotenen Gegenstände im Auto zu lassen.
Der Polizist war uns inzwischen sichtbar abgeneigt, aber er fand nichts, was verboten wäre. Der Tourguide war auch mürrisch drauf, plötzlich, und sagte der Frau, das gäbe höchstens eine 10 Minuten Tour (normal ist 1h).  Aber dann fing er an, und rezitierte tausendfach aufgesagte Sätze. "..zweitgrösste der USA...", "...der Hooover-Dam ist der bekannteste. Location, Location, Location.", "so und so viele Kubikfeet Beton, so und so viele Yards, pounds, feet". Wir brav: "Aaah!! OOoooh!". Aber wir waren auch wirklich beeindruckt. Dann der Lift: Wir fuhren 16 Stockwerke hinunter, bis wir Ohrendruck hatten, und befanden uns dort in einem langen Gang. Wirklich lang. Dies sei die BREITE des Dammes!!!! WHaaaaat?? Er ist unendlich breit.
Würde ich hier die gesamte Führung wiedergeben, wärst du noch morgen am lesen. Denn wir bekamen eine einstündige Führung. Es war unglaublich. wow!!!
Nur noch ein Nugget: Der lange Gang ist anscheinend "akustisch perfekt". Dh. er hat genau die perfekte Grösse, Luftfeuchtigkeit und Temperatur, so dass man eine Schallwelle hören kann. Wir stellten uns gegen die Wand hin, schlossen die Augen, und der Guide klatschte einmal in die Hände. frschsch! - eilte die Schallwelle an uns vorbei zum andern Ende des Ganges und zurück. Unglaublich!!!



Dienstag, Januar 08, 2013

Weise verwalten = Grosszügig geben?!

Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit. (Psalm 111,10) oder in der NGÜ: Weisheit beginnt damit, dass man dem Herrn mit Ehrfurcht begegnet.

John Crowder sagte einmal, dass Ehrfurcht bedeutet, dass man sich einfach bewusst ist, dass Gott 1000 Volt Starkstrom ist, der in uns 3 Volt Glühbirnchen reinfliesst.

Was ich mir nun überlege........

..wenn ich einen tiefen Kontostand habe, aber grosse Träume... dann brauche ich Weisheit. Wenn am Anfang der Weisheit das Bewusstsein von Gottes Grösse, Macht und Güte steht, dann werde ich anders als die Herausforderung rangehen, als wenn am Anfang meiner Weisheit das tiefe Bewusstsein meiner nicht vorhandenen Einkunftsquellen und nicht vorhandenen Berufsabschlüsse steht. Dann kann ich nämlich zum Beispiel sagen: Oh wow Gott, du riesiger, allmächtiger Schöpfer voller Güte und Treue! Ich danke dir, dass du mir Möglichkeiten zum Gelderwerb eröffnen wirst - Jobs and better Jobs - und ich danke dir für die Träume, die du in mein Leben gegeben hast.

Einfach ein Gedankenspiel. Das in vielerlei Bereichen fortgesetzt und angewendet werden wird...

PS. In 35 Stunden sehe ich die Liebe meines Lebens in echt!!!!!

Donnerstag, Januar 03, 2013

schon wieder ein Gesundheitseintrag

Ein Leben ohne Velofahren. Wer hätte das gedacht. Da macht man Sport wie verrückt, indem man überall hin mit dem Velo fährt, und dann streikt das Knie. Dafür lerne ich u viel. Wie schon in einem früheren Eintrag geschildert. Zum Beispiel begann ich mit gezieltem Muskeltraining zuhause. Besonders die Muskeln, die meinen Körper stabilisieren und somit die Gelenke und Wirbelsäule schonen. Bauchmuskeln - da beginne ich ganz ganz unten... aber hey, wenn ich das regelmässig mache, sieht die Lage in ein paar Monaten ganz anders aus. Die Oberschenkelrückseite zu trainieren ist auch etwas ganz neues..
Und gestern ging ich zum ersten Mal zum Lasertherapeuten. Mein Knie wird jetzt mit Laser behandelt. Es kostet 33.- pro Mal, wird nicht von der Krankenkasse bezahlt, es ist nicht sicher, ob es mein Knie heilen wird, und ich muss sicher bis zu 10x gehen.. aber gemäss der Aussage von zwei ÄrztInnen ist es die einzige Alternative zu einem MRI (2000.-) und Operation. Ich mache nun also freudig Muskeltraining um das Knie herum, lege mir selbst Hände auf und setze göttliche Heilungsenergie frei, und gehe lasern.

Bereits seit ein paar Jahren lebe ich ziemlich gesund. Was neu angefangen hat: Theraband Übungen, Pilates-Übungen, Rohkost, mehr Proteine und weniger Kohlenhydrate/Zucker, und mehr Wasser trinken. Was noch folgen muss: Nicht mehr so viel Schoggi (merci, Besucherinnen aus der CH), und weniger Alkohol (merci, feine kalifornische Weine zu Festtagsessen), sowie mehr schnelle Spaziergänge (adieu, liebes Velo auf dem Balkon).

Meine Chiropraktorin erzähle mir, dass ihre Mutter - ebenfalls eine Chiropraktorin - sie seit Babyalter regelmässig ausgerichtet (adjust) hat, chiropraktorisch. Sie war NIE krank, hatte nie eine Kinderkrankheit, hatte ihr Leben lang nicht ein einziges Mal ein Kopfweh oder eine Grippe. Krass, nicht?! Und sie hat einen Berufskollegen, der hat sich mal in ein Spital "eingeschlichen" (sneak in) zu den Babies, die im Sterben lagen (!), und hat sie schnell chiropraktorisch (ist das überhaupt ein Wort?) ausgerichtet, und die Babies begannen, tiefer zu atmen und wurden innert Kürze völlig gesund. Da stellt sich mir die Frage, ob ich nicht einfach anfangen will, tiefere Krankenkassenprämien zu zahlen und das gesparte Geld auf die Seite zu tun, um in Zukunft regelmässige Chiropraktorbesuche für meine Kinder bezahlen zu können?!

Ich habe heute gebetet, dass der Heilige Geist mir ein tieferes Verständnis für meinen Körper gibt. Hat nicht Gott den Körper erschaffen, und ist nicht Krankheit völlig unnötig? Wäre es evtl. möglich, dass wir vom Heiligen Geist mehr lernen und verstehen können, und dann unseren Lebensstil anpassen, und in Gesundheit leben können?