Samstag, Februar 28, 2009

3000 bis 500

Rückblick...
Dies ist mein 500-ster Eintrag auf diesem Blog! Die Zahl "3000" wählte ich damals, weil es die PLZ von Bern ist und ich Lokalpatriotin war. So hiess auch unsere Jesusfreaksgruppe "JF 3000". Kürzlich kaufte ein befreundeter Theologiestudent ein dickes Buch, in dem sämtliche religiösen Gruppierungen des Kantons Bern beschrieben sind. Als einzige Jesusfreaks-Vertretung sind in dem Buch die "Jesus Freaks 3000" beschrieben, deren Band "KOFR" regelmässig an den Gottesdiensten spiele.. Hach.. das waren noch Zeiten. Als ich ganz frisch bei den Freaks dabei war, hatte die Band niemanden der oder die Schlagzeug spielte. Also war ich die nächsten Jahre Schlagzeugerin.. Zum Glück für alle, ausser für mich, sind diese Zeiten vorbei.


Ein kurzer Ausflug ins Diemtigtal letzten Mittwoch. Bern-Talstation Wierihorn: 1h15 Minuten, 5 Autos. Talstation Wierihorn-Bern: 35 Minuten, 1 Auto. Kosten: 15.- für den Sessellift.

Aufgabe: Beschneide alle Sträucher im Garten, schneide alles Schilf und Farn ab, bündle dann alles geschnittene sowie alle Äste die im letzten Halbjahr geschnitten worden waren.
Weiss jemand, wie ich abgebrochene Spitzen von Dornen aus meinen Händen wieder rauskriege?

Hinten im Bild liegt noch Schnee, vorne spriessen die Blumen, und ganz zuvorderst im Bild wieder mein gesundes Brot.

Montag, Februar 23, 2009

Thanksalot for the flowers

Ich habs nicht geschrieben, ehrlich!!

Knoblauch für die Gemeinden!

Gestern in der besten Gemeinde der ...Welt? Nein, also in einer sehr sehr guten Gemeinde: Vor dem Gottesdienst gab es Essen, es war herrlich. Mit viel Knoblauch. Dann begann der Gottesdienst, und nach einem Aufruf standen einige Leute auf um für sich beten zu lassen, ich hab dann für eine gebetet aber mich vorher entschuldigt für meine Knoblauchfahne. Kurz darauf war offenes Mikrofon, der Gottesdienstmanager hielt das Mikrofon und eine junge Frau erzählte ihr Erlebnis, aber vorher entschuldigte sie sich noch beim Moderator für ihre Knoblauchfahne. Später war ich hinten beim Infotisch, neben mir sprach jemand mit jemandem und entschuldigte sich auch gerade für ihre Knoblauchfahne.
Ich fand das irgendwie lustig. Ein ganz anderes Gefühl von "Gemeinsam" (dem Jahresmotto der Vineyard Bern).

Donnerstag, Februar 19, 2009

Kein Beziehungsstress - zwischen Freiheit und Alleinsein

Mit abnehmender Jugend werde ich zunehmend von Mitmenschen mit der Frage konfrontiert, ob ich denn glücklich sei, so allein, also als Single. Da ich zurzeit sehr glücklich bin, habe ich auf einer Zugfahrt ein wenig über diese Frage sinniert und mir ein Modell ausgedacht, eine zehnstufige Skala, die die verschiedenen Stadien der Gefühlswelt einer Solofrau ausdrückt. Da es nur eine 25-minütige Zugfahrt war, ist die Skala nicht ausgereift. Hier ist sie:

Stufe 0 - Mann! Bin ich froh, allein zu sein!!!
Stufe 1 - Ich bin ganz glücklich allein, mir fehlt nichts
Stufe 2 - Zu einem Mann würde ich nicht nein sagen - aber bitte nicht schon grad jetzt
Stufe 3 - Ein Mann an meiner Seite wäre schön - aber es geht auch so ganz gut
Stufe 4 - Ich bin glücklich, und ein Mann wäre jetzt noch der Oberhammer
Stufe 5 - Wenn jetzt mein Mann auftauchen würde, wäre ich endlich ganz glücklich
Stufe 6 - So langsam könnte er schon erscheinen - Mann!
Stufe 7 - Bleibe ich eigentlich ewig allein? Ich will einen Mann!
Stufe 8 - Ich werde aktiv und suche überall (Konferenzen, alle Gemeinden in 100km Umgebung, etc)
Stufe 9 - Der nächstbeste, der mich nett findet, kriegt einen Heiratsantrag
Stufe 10 - (diesen Grad der Verzweiflung kann ich noch nicht beschreiben)

Jetzt müsste ich mich noch einteilen. Um den Eisprung herum ist es meist zwischen 5-7, ansonsten zwischen 0-3. Mit Ausnahmen, natürlich. Manchmal bin ich bei einer 11, begegne dann einem Pärchen und bekomme deren Probleme mit und -zack- bin schon auf 0 runter...

Dienstag, Februar 17, 2009

Zwei Träume

Letzte Nacht träumte mir.. Ich war an einem christlichen Festival - Freakstock? - an einem Gottesdienst, ziemlich gross. Ich wurde gefragt, bei einem Theaterstück mitzuspielen, allerdings nur als Statistin die ab und zu auf direkte Fragen antworten soll. Ich hatte nicht mal Text den ich lernen musste. Zwei Frauen, die hauptsächlich spielten, konnten aber ihren Text überhaupt nicht auswendig und das Stück war todlangweilig. Wir waren zuvorderst an diesem Gottesdienst am spielen, ich stand mit dem Rücken zur christlichen Menge und nippte ab und zu an meinem Bier (ein Indiz für Freakstock). Ich fand das Stück eine Zumutung für die Zuschauerinnen und Zuschauer, und begann deshalb, ab und zu einen Witz oder einen Satz, zwei, mehr einzubauen. Was die zwei Schauspielerinnen völlig aus dem Konzept brachte, so dass plötzlich der Regisseur das Spiel unterbrach und mich anfuhr, ich solle mich gefälligst raushalten und wir müssen nochmal beginnen. Da wurde ich so wütend, dass ich mein Bier voll gegen die Wand neben mir schmiss - BAM!
Ein super Gefühl, obwohl es mir nachher ein bisschen peinlich war.

Ausserdem träumte ich, dass ich mich in einen Polen verliebt hatte (keiner den ich aus dem echten Leben kenne) und mir sicher war, dass es gegenseitig war. Ich erzählte es jemandem und sagte, ich würde ihn so gerne mal küssen. Da erfuhr ich, dass eine meiner besten Freundinnen am Abend vorher mit ihm rumgeknutscht hatte, obwohl sie von meinen Gefühlen wusste! Leider hatte ich da kein Bier dabei, um es gegen die Wand (oder diese Freundin) zu schmeissen.

Montag, Februar 16, 2009

Als ich eine wilde Katze zur Tierärztin bringen wollte


beachte auch den leidenden Blick

Und was macht ihr so?


Vor einigen Tagen sass plötzlich dieses kleine, abgemagerte Bündel Katze auf unserem Fenstersims. Zuerst noch schüchtern, liess es sich schon am zweiten Tag streicheln. Es war nur Fell und Knochen. Inzwischen haben wir es schon den dritten Tag draussen gefüttert, und das arme Ding sass dann tagaus, tagein auf dem Fenstersims, schaute hinein und miaute. Nun ist in unserer WG eine Diskussion entbrannt, ob wir es reinlassen - behalten - oder nicht. Gestern habe ich ihm ein Kartonhäuschen gemacht, so gut isoliert wie nur möglich, mit Wärmeflaschen! Und tatsächlich hat es die ganze Nacht dort drin verbracht. Heute Nachmittag gehts zur Tierärztin. Und dann behalten wirs entweder oder bringen es ins Heim...

Abgesehen davon hab ich am Freitagabend meine Theoriearbeit abgegeben und dann endlich wieder mal mehr als 5 Stunden geschlafen. Mit der Abgabe der Arbeit waren auch meine Semester"ferien" vorbei und heute geht's ins letzte Semester!! Danach werde ich Missionarin bei Iris Min. Wäre doch super. Mal schauen...

Montag, Februar 09, 2009

Der Rebenweg

Nur damit ich es nicht vergesse. Damit es festgehalten ist. Auf meinem allnächtlichen Spaziergang im beginnenden Wintersturm war anzutreffen:

- Der Lichtbaum
- Der Palmenbaum (keine Palme! die steht zwei Häuser weiter)
- Der Anbetungsbaum
- Der Spiegelbaum
- Der Busch
- Der Faustbaum
- Der V-Baum
- Der Kerzenbaum
- Der Wolkenbaum
- Der kein Baum
- Der Sturmwindbaum

Das nächste Mal nehme ich einen Fotoapparat mit.

Engel sind überall - du musst sie nur sehen wollen

Mir fiel soeben eine lustige Geschichte ein, die mir mal passiert ist. Vor ungefähr 3-4 Jahren, als ich in den Schweizer Zügen als Railbar-Stewardess arbeitete, begab es sich einmal, dass eine Freundin von mir in dem Zug von Bern nach Zürich fuhr, in dem ich gerade arbeitete. Kurz vor Zürich war ich mit meiner Railbar zuvorderst im Zug, wo auch sie sass. Das war im Vorraum zur 1.Klasse, wo bereits Reisende standen, um als erste aussteigen zu können. Ich unterhielt mich ein wenig mit dieser Freundin, und da sie noch kein Frühstück gehabt hatte, schenkte ich ihr von meiner Railbar einen Ovo-Drink und ein Gipfeli. Sie wollte es zuerst nicht annehmen, aber ich bestand darauf, und dann waren wir auch schon in Zürich und sie stieg aus. Soweit so banal.

Einige Wochen (!) darauf war ich gerade fertig mit arbeiten, als mein Chef mich ins Büro rief und sagte, er habe einen Brief vom Hauptsitz gekriegt, der anscheinend mich betrifft. Es sei eine positive Kundenrückmeldung, er gratuliere mir. Ich nahm den Brief mit nach draussen und las ihn. Da schrieb ein Mann, dass er von Bern nach Zürich gefahren sei und Zeuge geworden sei von einer wunderbaren Begebenheit. Es sei nämlich eine "schwächlich aussehende Frau" (!) im Vorraum gesessen, und ich hätte ihr, wohl aus Mitleid, ein Frühstück geschenkt. Dies sei ihm, dem Schreibenden, so nahe gegangen, denn er sei Christ und diese Geste der Railbarfrau sei wie "die Hilfe eines Engels" gewesen. Er sei so berührt gewesen, dass er gar nichts hätte sagen können. Deshalb hoffe er, auf diesem Weg doch noch eine Rückmeldung geben zu können.
In dem Brief waren auch noch 50 Franken.

Ich stand draussen und las den Brief wieder und wieder. Ich hatte KEINE Ahnung von was der sprach, ich versuchte die letzten paar Dienste durchzugehen und durchforstete meine Erinnerung nach einer alten, schwachen, armen Frau, aber da war keine... Plötzlich ging mir dann ein Licht auf und ich habe selten in der Öffentlichkeit so gelacht! Leider habe ich es dann versifft, mich bei dem Mann mal zu melden, aber das ist vielleicht besser so. Seine Version der Geschichte ist schöner..

Sonntag, Februar 08, 2009

Hingezogen

Ich fühle mich gezogen zu gehen, ich fühle mich gezogen zu sehen, ich fühle mich gezogen zu schauen, gezogen zu suchen und gezogen zu finden. Ich fühle mich gezogen zu lernen, gezogen zu handeln, gezogen zu wissen und gezogen, mehr zu wissen. Ich will fühlen, aufnehmen, schwanger gehen damit und rausgeben. Ich will auffassen, auffangen und einfassen, auspacken und aufmachen.
Soll ich Raum lassen einem wandelhaften, wankelmütigen Gefühl? Soll ich die Schranken heben und ihm Einlass gewähren in meine Gedanken, in meine Gefühle, in mein Herz und in meine Zeit, meine Energie, in meine Träume und in das, was mir wichtig ist?

Donnerstag, Februar 05, 2009

Mittwoch, Februar 04, 2009

Die gesündesten Fragen essen! Und verdauen!

Gibt es Faulheit?

Gibt es Zeitverschwendung?

Oder sind beides bloss Begriffe, benutzt zum Beurteilen was uns nicht zu beurteilen zusteht?

Oben im Bild ist das gesündeste Brot der Welt zu sehen. Wenn ich das weiterhin so regelmässig backe, werde ich bald Oberarme wie Baumstämme haben.

Langsam hält der Frühling Einzug. Ich traue mich inzwischen auch ab und zu ohne Thermowäsche raus. Apropos, kürzlich beim Arzt: Der Arzt findet einfach nicht raus was ich habe und will grad aufgeben, als er noch eine letzte Frage stellt "Aber Ihnen ist nicht zufällig häufig kalt?" - "Mir ist IMMER kalt!! Immer!". Was das jetzt mit meinem Ausschlag unter dem Auge zu tun hat wissen wir noch nicht, und wenn auch das Blut nichts zu deuten hergibt, werd ich mich wohl mal auf den Wunderstuhl setzen nächsten Samstag. Apropos: Bis vor nicht so langer Zeit dachte ich immer, wenn meine Augen - also jetzt nicht der Ausschlag - mal geheilt würden, wäre das ein unglaubliches, extrem krasses und unwahrscheinliches Wunder. Ich war mir aber immer sicher, dass es mal passieren wird. Inzwischen denke ich: Je länger ich lebe, desto weniger lang muss ich warten, und wenn es dann mal passiert ist das das Normalste der Welt. Quatsch, ich werde mich UNGLAUBLICH freuen. Aber etwas unwahrscheinliches ist es wirklich nicht. Vielleicht betet jemand gegen den Ausschlag und dann bleibt er, dafür sehe ich gut?

Aber wozu gesunde Augen haben, wenn sie eh nur diesen Ausblick haben... One week to go!