Wo immer man sich in der Welt befindet, es scheint die gleiche Sonne und der gleiche Mond. Manchmal sogar gleichzeitig. Trotz Zeitverschiebung. Die Flora und Faua verändert sich zum Teil wenig bis stark.
Nun bin ich wieder zu Hause. Zuerst rannte ich alle 5 Minuten zum Klo. Nun beginnt die Kohle endlich zu wirken und ich springe schnell ins nächste Lebensmittelgeschäft um meinen Salzhaushalt wieder in Ordnung zu bringen.
Ich habe eine lustige Geschichte erzählt bekommen. Die geschah vor 40 Jahren. Die Frau, die sie mir erzählte, war damals um die 20 und verlobt. Sie befand sich grad im Iran, ihr Verlobter war in der Türkei, in einem abgelegenen Dorf, und verteilte christliche Traktate mit seinen Freunden zusammen. Sie wurden alle verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Der Verlobte, nennen wir ihn Phil, hatte eine Trompete dabei, und wenn sie einmal pro Tag eine Stunde Hofgang hatten, so spielte er die Trompete im Gefängnishof. Angezogen von dieser Musik versammelten sich die Kinder des Dorfes um die Mauern des Gefängnishofes und schauten rein. Der Freund von Phil begann dann jeweils zu predigen. Eines dieser Kinder lief jeden Tag an der Zelle von Phil vorbei. Einmal gab Phil dem Kind ein Brot durch die Gitterstäbe hindurch, und in diesem Brot war ein Brief versteckt an seine Verlobte, also an die Frau die mir die Geschichte erzählte. Der Junge arbeitete nämlich als Aushilfe auf der Post. So schickte er den Brief nach Teheran und die Frau erfuhr endlich, wo Phil war. - - - ca.30 Jahre später war Phil in Deutschland an einer Konferenz. Er lernte einen türkischen Pastor kennen und fragte ihn, woher er sei. Der Pastor sagte, das sei so ein Dorf im Gaggo draussen, das kenne Phil sicher nicht. Aber als er dann den Namen des Dorfes nannte, sagte Phil, doch, dort sei er schon gewesen.. Phil fragte den Pastor, wie er zum Glauben gekommen sei. Der Pastor erzählte, dass, als er ein kleiner Junge gewesen sei, einmal Männer bei ihnen im Dorf im Gefängnis waren und einer habe immer Trompete gespielt und ein anderer gepredigt. Und einmal habe er, der Pastor, für diese Männer einen Brief aus dem Gefängnis geschmuggelt. Er und viele seiner Freunde hätten sich dazumal bekehrt und seien Jesus nachgefolgt, auch als die Männer längst wieder entlassen worden und abgereist seien. !! Wahre Geschichte!! Yippieh!
Freitag, Mai 28, 2010
Sonntag, Mai 16, 2010
1848? 1868!
Ich möchte heute nicht über Fussball sprechen.
Ich habe eine Bibel von 1868 geschenkt bekommen! Was für eine schöne, alte Sprache! Zum Beispiel: "Deine Augen sahen meinen Keim; und alle waren sie auf deinem Buche geschreiben, die Tage, die bestimmt waren, als derselben noch keiner war". (Psalm 139,16).
Apropos Keim: Im Januar wurden zwei meiner Freundinnen schwanger, und es war irgendwie einfach "nur ein Keim", so hörte ich es manchmal von kommentierenden Leuten. Als die Keime erst 12 Wochen alt waren, sah ich auf einem Ultraschallbild bereits Finger und alles, und eines war mit 14 Wochen bereits beim Daumenlutschen fotografiert worden! Und heute, nach 20 Wochen, kicken sie ihre Mutter schon in den Bauch, von innen, haha, und das erst noch je nach Musik stärker oder schwächer. Einmal war eine dieser Freundinnen in einer "speziellen" Bar (die einzige der ganzen Stadt, die nach 3 Uhr noch aufhat...) und es lief schreckliche Schlagermusik - da hat das 20-wöchige Baby heftig protestiert. Oder getanzt. Man weiss es nicht.
"Und mir, wie theuer sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie mächtig ist ihre Summe! Will ich sie zählen, so sind ihrer mehr als des Sandes; wenn ich aufwache, so bin ich noch bei dir" (Verse 17+18).
Morgen fahre ich für 10 Tage weg. Ah, 10 Tage ohne Internet, Telefon,...
"Er erquicket meine Seele, er leitet mich auf der Strasse der Gerechtigkeit, um seines Namens willen" (Psalm 23,3)
*1848: Gründung des "Bundesstaates" Schweiz, Bundesverfassung
Ich habe eine Bibel von 1868 geschenkt bekommen! Was für eine schöne, alte Sprache! Zum Beispiel: "Deine Augen sahen meinen Keim; und alle waren sie auf deinem Buche geschreiben, die Tage, die bestimmt waren, als derselben noch keiner war". (Psalm 139,16).
Apropos Keim: Im Januar wurden zwei meiner Freundinnen schwanger, und es war irgendwie einfach "nur ein Keim", so hörte ich es manchmal von kommentierenden Leuten. Als die Keime erst 12 Wochen alt waren, sah ich auf einem Ultraschallbild bereits Finger und alles, und eines war mit 14 Wochen bereits beim Daumenlutschen fotografiert worden! Und heute, nach 20 Wochen, kicken sie ihre Mutter schon in den Bauch, von innen, haha, und das erst noch je nach Musik stärker oder schwächer. Einmal war eine dieser Freundinnen in einer "speziellen" Bar (die einzige der ganzen Stadt, die nach 3 Uhr noch aufhat...) und es lief schreckliche Schlagermusik - da hat das 20-wöchige Baby heftig protestiert. Oder getanzt. Man weiss es nicht.
"Und mir, wie theuer sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie mächtig ist ihre Summe! Will ich sie zählen, so sind ihrer mehr als des Sandes; wenn ich aufwache, so bin ich noch bei dir" (Verse 17+18).
Morgen fahre ich für 10 Tage weg. Ah, 10 Tage ohne Internet, Telefon,...
"Er erquicket meine Seele, er leitet mich auf der Strasse der Gerechtigkeit, um seines Namens willen" (Psalm 23,3)
*1848: Gründung des "Bundesstaates" Schweiz, Bundesverfassung
Mittwoch, Mai 12, 2010
Montag, Mai 10, 2010
aii!! aiiii! aiiiiiii!
Kürzlich träumte ich, dass jemand erzählte wie ein Junge von Krebs geheilt worden sei. Alle Leute im Raum, die das hörten, klatschten brav in die Hände, Kevin Dedmon würde es "golf clap" nennen. Zu meinem Glück benahm ich mich in diesem Traum anders und rannte jubelnd und schreiend um den Tisch.
So gibt es auch Sportmoderatoren welche objektiv kommentieren und andere subjektiv, aber fair:
Einfach herrlich! Das Tor sowie der Kommentator.
So gibt es auch Sportmoderatoren welche objektiv kommentieren und andere subjektiv, aber fair:
Einfach herrlich! Das Tor sowie der Kommentator.
Sonntag, Mai 09, 2010
Lieber Wein als Weinen
Was für ein Abend gestern! Der fünfte Abend in einer Reihe, und von Arbeitsbeginn bis zum Stunden aufschreiben dauerte es über 10 Stunden mit zwei 10-Minuten Pausen dazwischen..
Eine Gruppe, die das ganze Hotel mietete und somit unter sich war. Die Bude voll, 32x Schaumwein, 32x Wasser (mit oder ohne Kohlensäure?), 32x Amuse-bouche, Vorspeise 1, Vorspeise 2, Hauptgang, Käsebuffet und Dessert. Und Kaffee. Und Whisky. Weisswein, Rotwein. Ich liebe meinen Job. Gestern fings irgendwann zu harzen an. Wir waren nur zu zweit im Service, und während ich die Käsesorten erklärte und schnitt, war meine Kollegin ein paar Gläser am abwaschen, damit wir wieder welche hatten.. Dann riefen sie aus allen Ecken und Enden: "Wasser!" "Kaffee!" "Rotwein!" "Weisswein!" "Zucker!" "Käse!" "Dessert!" "Kein Dessert für mich aber ein Bier!" "Brot!" "Wasser ohne Kohlensäure!" "Ein Löffel!" "Ein Glas!" "Was für Whisky haben Sie?".
Dann macht doch tatsächlich einer einen macho-Spruch zu meiner Kollegin. Ich reagiere mich am Koch ab, er nimmt es gelassen und schneidet mir noch ein bisschen Lammrücken auf. Butterzart!
Als Mitternacht vorbei ist bringen wir die Desserts.
Gegen 1 Uhr verabschieden sich die meisten, die nicht im Hotel übernachten. Eine Frau kommt zu uns an die Bar und sagt "Danke für diesen Abend! Das war ein super Service und alles sehr lecker. Ich wünsche Ihnen noch einen guten Abend!" Balsam für die Kellnerinnenseele!
Eine Gruppe, die das ganze Hotel mietete und somit unter sich war. Die Bude voll, 32x Schaumwein, 32x Wasser (mit oder ohne Kohlensäure?), 32x Amuse-bouche, Vorspeise 1, Vorspeise 2, Hauptgang, Käsebuffet und Dessert. Und Kaffee. Und Whisky. Weisswein, Rotwein. Ich liebe meinen Job. Gestern fings irgendwann zu harzen an. Wir waren nur zu zweit im Service, und während ich die Käsesorten erklärte und schnitt, war meine Kollegin ein paar Gläser am abwaschen, damit wir wieder welche hatten.. Dann riefen sie aus allen Ecken und Enden: "Wasser!" "Kaffee!" "Rotwein!" "Weisswein!" "Zucker!" "Käse!" "Dessert!" "Kein Dessert für mich aber ein Bier!" "Brot!" "Wasser ohne Kohlensäure!" "Ein Löffel!" "Ein Glas!" "Was für Whisky haben Sie?".
Dann macht doch tatsächlich einer einen macho-Spruch zu meiner Kollegin. Ich reagiere mich am Koch ab, er nimmt es gelassen und schneidet mir noch ein bisschen Lammrücken auf. Butterzart!
Als Mitternacht vorbei ist bringen wir die Desserts.
Gegen 1 Uhr verabschieden sich die meisten, die nicht im Hotel übernachten. Eine Frau kommt zu uns an die Bar und sagt "Danke für diesen Abend! Das war ein super Service und alles sehr lecker. Ich wünsche Ihnen noch einen guten Abend!" Balsam für die Kellnerinnenseele!
nicht bei dieser Zahl bewenden lassen
dies ist der sechshundertsechsund-sechzigste Eintrag und wir darum schnell übersprungen, hehehe.
Donnerstag, Mai 06, 2010
Mittwoch, Mai 05, 2010
La gloire et la fortune
Nebst Geschichten wie der letzten, wo mein Zimmer voll wunderlicher Dinge ist und ich schliesse vor Angst die Augen, gibt es auch solche, wo ich die Heldin markiere. Zum Beispiel heute auf der Zielgeraden zum Feierabend: Die Madame vom Zimmer 1 kommt zu mir und fragt, ob ich nicht etwas habe um Spinnen zu töten? Ich lasse mir das Spinnchen zeigen, es ist verhältnismässig klein und zuoberst an der Wand. Ich finde ein genug langes Instrument, aber schlage extra ein wenig neben die Spinne. Sie fällt zu Boden. Die Dame wird bleich und macht einen Schritt zurück (jetzt steht sie mit dem Rücken an der gegenüberliegenden Wand). Ich suche die Spinne am Boden, finde sie und fange sie todesmutig mit meinen Händen ein. Die Frau: "elle est VRAIMENT dans votre MAIN?? vous n'avez pas PEUR?!?", hach, es kann so einfach sein jemandem eine Freude zu machen und sich dabei gut zu fühlen.
Schön auch dies: Ich erwachte und erinnerte mich nicht mehr an meinen Traum, wusste aber dass ich einen gehabt hatte, es war schon viel zu spät und ich war schlecht gelaunt. Schlecht gelaunt fuhr ich zur Arbeit und dachte, ich mag überhaupt nicht schlecht gelaunt sein. Was, wenn mich jetzt jemand fragt wie's mir geht? Ich beschloss, dass es mir gut geht, denn objektiv gesehen geht es mir sehr gut. Und es ging mir von nun an gut und besser, sogar meine Gefühle machten mit.
Ja, und andere warten auf den Entscheid der Kunsthochschule. Oder interpretieren Werther. Oder erfahren göttliche Beschleunigung oder bepflanzen Hochbeete. Das Leben bleibt spannend.
Schön auch dies: Ich erwachte und erinnerte mich nicht mehr an meinen Traum, wusste aber dass ich einen gehabt hatte, es war schon viel zu spät und ich war schlecht gelaunt. Schlecht gelaunt fuhr ich zur Arbeit und dachte, ich mag überhaupt nicht schlecht gelaunt sein. Was, wenn mich jetzt jemand fragt wie's mir geht? Ich beschloss, dass es mir gut geht, denn objektiv gesehen geht es mir sehr gut. Und es ging mir von nun an gut und besser, sogar meine Gefühle machten mit.
Ja, und andere warten auf den Entscheid der Kunsthochschule. Oder interpretieren Werther. Oder erfahren göttliche Beschleunigung oder bepflanzen Hochbeete. Das Leben bleibt spannend.
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Sonntag, Mai 02, 2010
Von Fingern und Hasen
Die Bundeslade (der rollende Kasten mit dem Wunderstuhlequipment darin) ist in meinen Finger gefahren. Mein Finger war dann etwa doppelt so gross wie sein Zwillingsbruder auf der anderen Seite. Naja, nicht gerade doppelt, aber deutlich dicker.. So zu kellnern war ein Erlebnis.Letzte Nacht hatte ich den lustigsten und komischsten Traum von allen Träumen an die ich mich erinnere. Bereits vor einigen Wochen träumte ich etwas so lustiges, dass ich lachend erwachte. Dieses Mal befand ich mich in einem Wald, und es hüpften dauernd Hasen vorbei: Sie kamen von der einen Seite her eine kleine Böschung hoch, hüpften in die Luft und flogen seitwärts an mir vorbei, also so, dass sie mich anschauten im Vorbeiflug. Immer wenn sie direkt vor mir waren, legten sie den Kopf auf die Seite. Dann landeten sie und hüpften weiter. So ging das ziemlich lange, einer nach dem andern. Ich konnte fast nicht mehr atmen und stehen vor lauter Lachen, das sah so lustig aus. Dann erwachte ich aprupt und hatte das Gefühl, mein ganzes Zimmer sei voller glitzernder und leuchtender Punkte und Kristalle. Und weil das so ungewöhnlich war bekam ich ein wenig Angst und schloss die Augen. Ich sah aber diese Lichtpunkte (in allen möglichen Farben) trotzdem, egal ob Augen geschlossen oder offen. Es war so eine Schwere, eine Präsenz da, aber ganz schön. Dann schlief ich wieder ein.
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