Wieder und wieder befasse ich mich damit, was ein gesunder Lebensstil ist. Anfänglich bedeutete dies vor allem Verzicht: Kein Fleisch mehr, kein Gluten, keinen Zucker, keine Fertigprodukte,.... kürzlich aber las ich auf einem veganen Produkt sinngemäss: Es geht uns nicht um Verzicht, sondern darum, die Freude am Leben zu zelebrieren. Dass es tatsächlich die Möglichkeit gibt, mich zu ernähren, ohne dass irgendein Lebewesen leiden oder sterben muss deswegen, weder Mensch noch Tier, ist für mich eine grosse Befreiung und Freude. Ich liebe alles, was Gott erschaffen hat.
Als Gott die Welt erschuf, machte der die Menschen in seinem Ebenbild - wir haben das wunderschöne Privileg, uns so um den Planeten und alles, was darauf ist, zu kümmern, wie Gott selbst es tun würde. Und wie würde sich ein Schöpfer wohl um seine Geschöpfe kümmern, wenn er sie sogar mit Empfindungen, Gefühlen ausgestattet hat?
Ich weiss, ich wiederhole mich. Aber noch nie habe ich mich vielfältiger ernährt. DJ Moby, seit über 16 Jahren Veganer, sagte: Oft werde ich gefragt: Was isst du denn noch?? Aber ist die Frage nicht umgekehrt: Was esst ihr? Fleisch, Käse, Milch, Eier. Wir Veganer essen alles andere.
Ich möchte nicht, dass sich Menschen schlecht fühlen. Was ich liebe ist, Leben zu zelebrieren, den Schöpfer anzubeten, in Verbindung mit Ihm zu sein, in Seinen Armen ruhen, und daraus heraus die Welt - Pflanzen, Tiere, Menschen - so zu behandeln, wie Er selbst es tun würde. Ich bin noch weit davon entfernt, besonders, weil ich so beschäftigt damit bin, aus meiner Kraft so grossartige Dinge zu erreichen wie den Alltag zu meistern mit meinen Ersteweltproblemen. Deshalb wende ich mich jetzt der wunderbaren Bibel und Jesus zu..
Sonntag, Dezember 29, 2013
Donnerstag, Dezember 19, 2013
Warm werden im Basalen wie im Banalen
Womit ich mich vor ein paar Monaten beschäftigt hatte, ist jetzt in der Praxis am erprobt werden. Und da ich letzte Nacht mit starken Bauchkrämpfen erwachte, ist heute wohl der passende Zeitpunkt um zu sagen: Bis jetzt funktioniert die Natürliche Famlien-Planung (NFP) hervorragend. Meine Basaltemperatur ist in der ersten Zyklushälfte wunderbar irgendwo zwischen 36.25°C und 36.55°, obwohl ich mal um 5.38, mal um 11 Uhr aufstehe. Und dann plötzlich macht es -zack- und die Temperatur ist zwischen 36.7 und 37.00°C. Faszinierend!
"Sie, Ihre Blase ist mir im Weg!" wurde mir am Montag gesagt, aber 5 Minuten später war die Sicht frei und es wurde keine Zyste mehr gefunden! Yeah!
Noch drei Tage bzw. Abende servieren, dann sind Betriebsferien. Meine Arbeitskollegin und ich arbeiten praktisch jeden Tag zusammen, da wir noch die beiden einzigen Serviceangestellten sind... im Moment. Wir sind so etwas von eingespielt, dass es richtig Spass macht. Wir laufen beide mit einem Brotkörbchen in der Hand zum selben Tisch. Sie will den Wein bringen? Ich habe ihn grad vor 10 Sekunden eingeschenkt. Ich will abräumen gehen? Sie ist gerade am abräumen. Wir verstehen uns blind und/oder ohne Worte.
Und dann haben wir immer wieder supercoole Gäste. Manchmal gibt es auch nervige Situationen wie z.B. gestern, als ich einen 8-er Tisch bediente, und gerade am Wein einschenken war. 1.Person, 2.Person, 3.Person, 4.Person, alle auf der einen Seite des Tisches. Da winkt der Mann von der andern Seite des Tisches, von zuoberst, weil er auch Wein möchte. JA. NATÜRLICH. GERNE SCHENKE ICH ALLEN 8 GLEICHZEITIG WEIN EIN. Aber damit nicht genug. Grad nachdem ich ihm freundlich zugenickt habe und damit signalisierte, dass ich sein Bedürfnis kenne, schaut die Frau, der ich gerade einschenke, zu mir auf und sagt: "Der Herr dort oben möchte auch noch Wein". ..... ..... ...... Bitte!! Meine absolut grösste Aufgabe in meinem Job besteht nicht darin, Teller zum Tisch zu tragen oder Gläser zu spülen. Meine Haupt- und Lieblingsaufgabe ist es, Bedürfnisse und Wünsche von Gästen wahrzunehmen, bevor sie sie selbst wahrnehmen. Anyway.
Ansonsten hatten wir wunderschöne Begegnungen. Die vegane Kellnerin nimmt der später Wild bestellenden Gästin ihren Echtpelzmantel ab und hängt ihn sorgfältig an der Garderobe auf. Die zwei werden den ganzen Abend über ein super Verhältnis zueinander haben. I love my job.
"Sie, Ihre Blase ist mir im Weg!" wurde mir am Montag gesagt, aber 5 Minuten später war die Sicht frei und es wurde keine Zyste mehr gefunden! Yeah!
Noch drei Tage bzw. Abende servieren, dann sind Betriebsferien. Meine Arbeitskollegin und ich arbeiten praktisch jeden Tag zusammen, da wir noch die beiden einzigen Serviceangestellten sind... im Moment. Wir sind so etwas von eingespielt, dass es richtig Spass macht. Wir laufen beide mit einem Brotkörbchen in der Hand zum selben Tisch. Sie will den Wein bringen? Ich habe ihn grad vor 10 Sekunden eingeschenkt. Ich will abräumen gehen? Sie ist gerade am abräumen. Wir verstehen uns blind und/oder ohne Worte.
Und dann haben wir immer wieder supercoole Gäste. Manchmal gibt es auch nervige Situationen wie z.B. gestern, als ich einen 8-er Tisch bediente, und gerade am Wein einschenken war. 1.Person, 2.Person, 3.Person, 4.Person, alle auf der einen Seite des Tisches. Da winkt der Mann von der andern Seite des Tisches, von zuoberst, weil er auch Wein möchte. JA. NATÜRLICH. GERNE SCHENKE ICH ALLEN 8 GLEICHZEITIG WEIN EIN. Aber damit nicht genug. Grad nachdem ich ihm freundlich zugenickt habe und damit signalisierte, dass ich sein Bedürfnis kenne, schaut die Frau, der ich gerade einschenke, zu mir auf und sagt: "Der Herr dort oben möchte auch noch Wein". ..... ..... ...... Bitte!! Meine absolut grösste Aufgabe in meinem Job besteht nicht darin, Teller zum Tisch zu tragen oder Gläser zu spülen. Meine Haupt- und Lieblingsaufgabe ist es, Bedürfnisse und Wünsche von Gästen wahrzunehmen, bevor sie sie selbst wahrnehmen. Anyway.
Ansonsten hatten wir wunderschöne Begegnungen. Die vegane Kellnerin nimmt der später Wild bestellenden Gästin ihren Echtpelzmantel ab und hängt ihn sorgfältig an der Garderobe auf. Die zwei werden den ganzen Abend über ein super Verhältnis zueinander haben. I love my job.
Mittwoch, Dezember 18, 2013
Wie eine App mein Leben verändert hat.
Gianni ist gerade 7 Tage am Stück am arbeiten, und ich bin in der Mitte von 8 Tagen am Stück... Was für ein Segen, wenn man bedenkt, dass wir anschliessend beide fast 3 Wochen lang keine Arbeit mehr haben werden.
Ausser Jesus, meinem Mann und einigen anderen Dingen hat fast nichts mein Leben so verändert wie YNAB. Das steht für "You Need A Budget" und ist eine Budget-App. Gianni hatte sie sich schon länger gekauft und war total begeistert. Ich hingegen fand, IDNAB, und lebte nach der Devise "Geld kommt und geht und es reicht immer irgendwie". Ich glaubte zwar fest daran, aber unsere Beziehung und Ehe wurde arg strapaziert durch meine wiederkehrenden Geld-Panik-Momente. Wir arbeiten beide im Stundenlohn, also ohne garantierten Monatslohn, und somit kann bereits ein verregneter Sommermonat zu einer Lohneinbusse von bis zu 50% führen, weil wir weniger Gäste zu bewirten haben..
Ich also immer wieder Ängste und Unsicherheiten. In vielen Dingen lebte ich nach "nichts kaufen, was nicht unbedingt lebensnotwendig ist", wollte aber trotzdem im Geben äusserst grosszügig sein, und erlebte immer wieder riesige Grosszügigkeit von andern Menschen zu mir. Aber meine Emotionen waren ständig auf Achterbahnfahrt. Bis YNAB kam.
Endlich willigte ich ein, einen Online-Einsteigerkurs zu machen. Und ich war drin. Mein Leben hat sich verändert. Ich habe das Gefühl, dass wir das Geld verwalten, und nicht dass das Geld uns mal an der kurzen, mal an der langen Leine hat. Dabei hat YNAB nicht viel mit einem konventionellen Budget zu tun, wo alles starr definiert ist und man sich ständig einschränken muss. Ich kann hier nicht alles im Detail erklären, aber die vier Grundsätze von YNAB sind: 1. Gib jedem Dollar/Euro/Franken eine Aufgabe. 2. Spare für verregnete Tage. 3. "Roll with the punches" - Beweg dich mit den Schlägen. 4. Lebe vom Einkommen des letzten Monats.
Da es ein recht junges Unternehmen ist, ist alles nur in English erhältlich. Es hilft also, genug Englisch zu können, um die Anleitungen zu verstehen. Oder man fragt mich :-) Es hilft, wenn man ein Smartphone hat, denn so hat man unterwegs einfachen Zugang zum Budget und kann alle Einkäufe direkt eintragen. Es kostet einmaligungefähr 80/90.-, je nach Währung 60.- Dollar, und man hat dann mit mehreren Computern und Smartphones Zugriff darauf, ist also perfekt für Einzelpersonen, Paare und Familien.
Ich schaue nicht mehr auf unseren Kontostand, ich weiss, dass wir für viele Dinge Geld auf die Seite legen können, und sollte mal etwas unvorhergesehenes kommen, so haben wir eine Kategorie dafür, in die wir monatlich "einzahlen". Wir haben zu zweit nur noch ein Konto (plus zwei 3.Säule-Konten, soeben eröffnet), und Geld verwalten/sparen/ausgeben hat noch nie mehr Spass gemacht und war vor allem noch nie stressfreier!!
Ausser Jesus, meinem Mann und einigen anderen Dingen hat fast nichts mein Leben so verändert wie YNAB. Das steht für "You Need A Budget" und ist eine Budget-App. Gianni hatte sie sich schon länger gekauft und war total begeistert. Ich hingegen fand, IDNAB, und lebte nach der Devise "Geld kommt und geht und es reicht immer irgendwie". Ich glaubte zwar fest daran, aber unsere Beziehung und Ehe wurde arg strapaziert durch meine wiederkehrenden Geld-Panik-Momente. Wir arbeiten beide im Stundenlohn, also ohne garantierten Monatslohn, und somit kann bereits ein verregneter Sommermonat zu einer Lohneinbusse von bis zu 50% führen, weil wir weniger Gäste zu bewirten haben..
Ich also immer wieder Ängste und Unsicherheiten. In vielen Dingen lebte ich nach "nichts kaufen, was nicht unbedingt lebensnotwendig ist", wollte aber trotzdem im Geben äusserst grosszügig sein, und erlebte immer wieder riesige Grosszügigkeit von andern Menschen zu mir. Aber meine Emotionen waren ständig auf Achterbahnfahrt. Bis YNAB kam.
Endlich willigte ich ein, einen Online-Einsteigerkurs zu machen. Und ich war drin. Mein Leben hat sich verändert. Ich habe das Gefühl, dass wir das Geld verwalten, und nicht dass das Geld uns mal an der kurzen, mal an der langen Leine hat. Dabei hat YNAB nicht viel mit einem konventionellen Budget zu tun, wo alles starr definiert ist und man sich ständig einschränken muss. Ich kann hier nicht alles im Detail erklären, aber die vier Grundsätze von YNAB sind: 1. Gib jedem Dollar/Euro/Franken eine Aufgabe. 2. Spare für verregnete Tage. 3. "Roll with the punches" - Beweg dich mit den Schlägen. 4. Lebe vom Einkommen des letzten Monats.
Da es ein recht junges Unternehmen ist, ist alles nur in English erhältlich. Es hilft also, genug Englisch zu können, um die Anleitungen zu verstehen. Oder man fragt mich :-) Es hilft, wenn man ein Smartphone hat, denn so hat man unterwegs einfachen Zugang zum Budget und kann alle Einkäufe direkt eintragen. Es kostet einmalig
Ich schaue nicht mehr auf unseren Kontostand, ich weiss, dass wir für viele Dinge Geld auf die Seite legen können, und sollte mal etwas unvorhergesehenes kommen, so haben wir eine Kategorie dafür, in die wir monatlich "einzahlen". Wir haben zu zweit nur noch ein Konto (plus zwei 3.Säule-Konten, soeben eröffnet), und Geld verwalten/sparen/ausgeben hat noch nie mehr Spass gemacht und war vor allem noch nie stressfreier!!
Sonntag, Dezember 15, 2013
on the eve of construction
Natürlich bin ich extrem viel weniger extrem, als man annehmen könnte. Ich bin überzeugt oder nicht, und liebe es, zu lernen, andere Sichtweisen kennenzulernen. Aber wenn es neblig ist, scheint die Sonne trotzdem nicht, auch wenn sie es darüber tut.
Anyway. Vor gut 9 Jahren begann ich mit diesem Blog, und das war in etwa auch der Punkt, wo mein Leben anfing, sich zum Guten zu verändern. Nie mehr im Leben möchte ich zurück, und jeden einzelnen Tag bin ich dankbar für das, was Gott direkt und durch meine Familie und FreundInnen mir Gutes getan hat.
Kris Vallotton fragte: Sind wir am Anfang der Zerstörung, oder sind wir am Anfang des Aufbaus (destruction or construction) ? Lange Jahre glaubte ich ersterem, und erlebte es auch so. Nun darf ich schon ein paar Jahre das zweite glauben und dementsprechend leben. Ich bin mir bewusst, dass ich das als weisse, gebildete Schweizerin mit intakter Familie sage. Aber wenn ich an einen guten Gott glaube, wie könnte ich etwas anderes glauben, als dass Er in der ganzen Welt Gutes am wirken ist? Wenn wir nun alle partnern damit, wir der Aufbau immer sichtbarer..
Anyway. Vor gut 9 Jahren begann ich mit diesem Blog, und das war in etwa auch der Punkt, wo mein Leben anfing, sich zum Guten zu verändern. Nie mehr im Leben möchte ich zurück, und jeden einzelnen Tag bin ich dankbar für das, was Gott direkt und durch meine Familie und FreundInnen mir Gutes getan hat.
Kris Vallotton fragte: Sind wir am Anfang der Zerstörung, oder sind wir am Anfang des Aufbaus (destruction or construction) ? Lange Jahre glaubte ich ersterem, und erlebte es auch so. Nun darf ich schon ein paar Jahre das zweite glauben und dementsprechend leben. Ich bin mir bewusst, dass ich das als weisse, gebildete Schweizerin mit intakter Familie sage. Aber wenn ich an einen guten Gott glaube, wie könnte ich etwas anderes glauben, als dass Er in der ganzen Welt Gutes am wirken ist? Wenn wir nun alle partnern damit, wir der Aufbau immer sichtbarer..
Samstag, Dezember 14, 2013
Eine ausbalancierte, relativierte Mischung von Dunkel und Hell?
Da ich heute erst am Abend zu arbeiten beginne und ausgeschlafen habe, komme ich richtig zum Schreiben......
Ich bin vom Typ her eher dramatisch und extrem, schwarz und weiss, klar und bestimmt. Natürlich nicht immer. Ich bin ja auch intelligent und liebe es, zu lernen.
Anyway, deshalb war ich nie eine Freundin von "Balance". Ich kriegte immer Hühnerhaut, wenn ich Dinge hörte wie "Gnade und so ist schon gut, aber man muss auch die andere Seite einbeziehen", oder "Ich finde es gut, für Gerechtigkeit einzustehen, aber man sollte immer die Balance halten".
Also was jetzt? Gerechtigkeit oder nicht? Gnade oder Gesetz? Ist das Licht an oder aus? Liebe ich dich oder nicht? Willst du dich gesund ernähren oder nicht?
Das, was andere "exrem" nennen, ist für mich einfach eine natürliche Folge einer Überzeugung. Wie kann ich finden, dass es ungesund, unökologisch und nicht lebensfördernd ist, wenn man Fleisch ist, und dann gleichzeitig für andere Fleisch kaufen und zubereiten? Wie kann ich wissen, dass die Kleider, die vor mir am Kleiderbügel hängen, von ausgebeuteten Menschen (meinen Schwestern und Brüdern in Christus) in Bangladesh produziert wurden, die vielleicht sogar bei einem der vielen Fabrikbränden starben, und wie kann ich dann "es relativ sehen" und trotzdem noch solche Kleider kaufen?
Anyway, mein Mann bringt mir etwas über Balance bei, aber ich kann mich noch nicht ganz damit anfreunden....
Ich bin vom Typ her eher dramatisch und extrem, schwarz und weiss, klar und bestimmt. Natürlich nicht immer. Ich bin ja auch intelligent und liebe es, zu lernen.
Anyway, deshalb war ich nie eine Freundin von "Balance". Ich kriegte immer Hühnerhaut, wenn ich Dinge hörte wie "Gnade und so ist schon gut, aber man muss auch die andere Seite einbeziehen", oder "Ich finde es gut, für Gerechtigkeit einzustehen, aber man sollte immer die Balance halten".
Also was jetzt? Gerechtigkeit oder nicht? Gnade oder Gesetz? Ist das Licht an oder aus? Liebe ich dich oder nicht? Willst du dich gesund ernähren oder nicht?
Das, was andere "exrem" nennen, ist für mich einfach eine natürliche Folge einer Überzeugung. Wie kann ich finden, dass es ungesund, unökologisch und nicht lebensfördernd ist, wenn man Fleisch ist, und dann gleichzeitig für andere Fleisch kaufen und zubereiten? Wie kann ich wissen, dass die Kleider, die vor mir am Kleiderbügel hängen, von ausgebeuteten Menschen (meinen Schwestern und Brüdern in Christus) in Bangladesh produziert wurden, die vielleicht sogar bei einem der vielen Fabrikbränden starben, und wie kann ich dann "es relativ sehen" und trotzdem noch solche Kleider kaufen?
Anyway, mein Mann bringt mir etwas über Balance bei, aber ich kann mich noch nicht ganz damit anfreunden....
Rollenverteilung oder: Wenn Rollen rollen
Als Gianni und ich uns gerade verlobt hatten, machten wir im Rahmen
des "Defining the Relationship"-Kurses eine Art Test, um die Stärken und
Schwächen Wachstumspotenziale unserer Beziehung
herauszufinden. Es war nicht ganz einfach, alle Fragen richtig zu
verstehen, und so missverstand Gianni eine Frage, und antwortete aus
Versehen mit "Ich stimme gar nicht überein" auf etwas, das in etwas so
lautete: "Findest du, dass beide Partner sich an Haushaltsarbeiten
beteiligen sollen?". Er realisierte es sofort, aber es war schon zu
spät, man konnte nicht mehr zurückklicken. Einige Tage darauf hatten wir
ein Auswertungsgespräch, wo die besorgten Berater beruhigt werden
konnten :-)
Nebenbei: Bei der Sexualität hatten wir in diesem Test ganz tiefe Werte, aber nur, weil wir uns damals noch überhaupt nicht über Verhütungsmethoden unterhalten hatten....
Zurück zum Haushalt. Ich bin ja schon noch erstaunt, wie sich die Rollen ziemlich klassisch verteilen... natürlich immer wieder durchbrochen mit anderen Mustern und Ausnahmen. Ich tendiere eher dazu, den Wäscheberg in die Waschmaschine zu verfrachten und anschliessend aufzuhängen, hingegen das mühselige anschliessende Zusammenlegen bringt Gianni perfekt zustande. Ich koche meistens und gehe auch meistens einkaufen, dafür ordnet er alle Lebensmittel perfekt im Küchenschrank ein. Er eröffnet unsere 3.Säule-Konten. Er findet die beste Versicherungsprämie. Ich mache den gesündesten Ingwer-Shot, den die Welt je erlebt hat (unsere Welt).
Mein Punkt ist eigentlich der, dass "gerecht" oder "fair" nicht immer so klar definiert werden können. Am Anfang regte ich mich oft darüber auf, dass ich schon wieder diejenige bin, die daran denkt, dass heute Altpapierabfuhr ist. Oder dass wir weder Essen noch Trinken dabei hätten, wenn wir unterwegs sind, hätte nicht ich daran gedacht. Inzwischen weiss ich einfach, dass wir unterschiedliche Schwächen und Stärken haben. Und ich bin dankbar, dass mein Mann sich nicht so wie ich aufgeregt hat über mich, zum Beispiel wenn ich eine Versicherung abschliessen würde, die wir nicht brauchen und die uns viel Geld kostet. Oder wenn ich wiedermal die trockene Wäsche tagelang hängen lasse. Oder wenn ich sehr schnell gestresst werde, während es seine Stärke ist, ruhig und positiv zu bleiben.
Nebenbei: Bei der Sexualität hatten wir in diesem Test ganz tiefe Werte, aber nur, weil wir uns damals noch überhaupt nicht über Verhütungsmethoden unterhalten hatten....
Zurück zum Haushalt. Ich bin ja schon noch erstaunt, wie sich die Rollen ziemlich klassisch verteilen... natürlich immer wieder durchbrochen mit anderen Mustern und Ausnahmen. Ich tendiere eher dazu, den Wäscheberg in die Waschmaschine zu verfrachten und anschliessend aufzuhängen, hingegen das mühselige anschliessende Zusammenlegen bringt Gianni perfekt zustande. Ich koche meistens und gehe auch meistens einkaufen, dafür ordnet er alle Lebensmittel perfekt im Küchenschrank ein. Er eröffnet unsere 3.Säule-Konten. Er findet die beste Versicherungsprämie. Ich mache den gesündesten Ingwer-Shot, den die Welt je erlebt hat (unsere Welt).
Mein Punkt ist eigentlich der, dass "gerecht" oder "fair" nicht immer so klar definiert werden können. Am Anfang regte ich mich oft darüber auf, dass ich schon wieder diejenige bin, die daran denkt, dass heute Altpapierabfuhr ist. Oder dass wir weder Essen noch Trinken dabei hätten, wenn wir unterwegs sind, hätte nicht ich daran gedacht. Inzwischen weiss ich einfach, dass wir unterschiedliche Schwächen und Stärken haben. Und ich bin dankbar, dass mein Mann sich nicht so wie ich aufgeregt hat über mich, zum Beispiel wenn ich eine Versicherung abschliessen würde, die wir nicht brauchen und die uns viel Geld kostet. Oder wenn ich wiedermal die trockene Wäsche tagelang hängen lasse. Oder wenn ich sehr schnell gestresst werde, während es seine Stärke ist, ruhig und positiv zu bleiben.
Dienstag, Dezember 03, 2013
Über die Kuhmilch
Bekanntlich beschäftige ich mich seit Monaten intensiv mit Ernährung.. Gestern musste mein Mann mir stundenlang beim lauten Nachdenken zuhören..
Häufig höre ich "bist du nicht etwas radikal?", wenn ich von meinen neuen Ernährungsgrundsätzen erzähle.. Das ist wohl, weil niemand ausser mir und vielleicht Gianni meine stundenlangen Gedankengängem miterlebt hat.
Früher liebte ich es, Fleisch zu essen. Heute spüre ich keinerlei Lust darauf, nichtmal auf sogenannten "Fleisch-Ersatz". Ich muss Fleisch nicht ersetzen. Ich habe genug Auswahl an wunderbaren anderen Nahrungsmitteln. Oder Käse. Ich liebte es, Käse zu geniessen. Heute reizt mich das nicht im Geringsten. Dasselbe mit Milch. Gestern assen Gianni und ich Praliné, und plötzlich wurde mir bewusst, dass die auf Butter und Milch basieren, und schon hatte ich gar keine Lust mehr darauf.
Milch.. abgesehen davon, dass ich es komisch finde, wenn Menschenmuttermilch für Menschenbabies perfekt zusammengesetzt ist, Ziegenmilch für Gitzis, Schafmilch für Lämmer, und Kuhmilch für Kälber, - und wir dann Kuhmilch in rohen Mengen verzehren, finde ich es auch tragisch, wie wir zu dieser Milch kommen. Kühe werden meist künstlich besamt - was bestimmt nicht angenehm ist, wenn man sich das mal überlegt - und kurz nach der Geburt des Kalbes werden Kuh und Kalb voneinander getrennt. Sie rufen tagelang (oder noch länger) nacheinander und leiden.
Nun höre ich, dass es ja bloss Tiere seien. Die sind minderwertig als Menschen, und sie sind auch nicht im Ebenbild Gottes geschaffen.
Hier meine grosse Frage: Wenn wir Menschen mehrwertig sind, und im Ebenbild Gottes geschaffen sind, sollten wir dann nicht auch so handeln wie Gott? Wir sind ja in seinem Bild geschaffen und Er lebt in uns. Würde Gott ein Kalb von seiner Kuh trennen? Gott selbst ist es ja, der die Kuh bzw. das Kalb geschaffen hat, und der beide mit einer emotionalen Verbindung zueinander ausgestattet hat, die Kuh mit Mutterinstinkt, das Kalb mit einem Bedürfnis nach Mutter. In freier Wildbahn würde die Kuh sich intensiv um das Kalb kümmern, es Dinge lehren, es beschützen, mehrere Monate ernähren,.. dh., Gott hat sie so geschaffen. Würde er also seinen Geschöpfen das antun, was wir ihnen antun?
Ich glaube, dass es eine kulturelle Sache ist, dass unsere Ernährung dermassen auf Tierprodukten basiert ist. Es ist gratis - man muss die Tiere ja nicht bezahlen. Bezahlen müssen wir nur diejenigen, die die Drecksarbeit tun (Tierkinder wegseparieren, Tiere schlachten), und darum ist es ein interessanter Markt zum Geld verdienen. Und weil wir seit Jahrzehnten und Jahrhunderten uns von Tierprodukten ernähren, scheint es auch unmöglich oder sogar ungesund zu sein, dies nicht mehr zu tun. Dabei ist sich mir eine Welt am eröffnen, die unzählige wundervolle Nahrungsmittel anbietet. Ich geniesse Kochen und Essen mehr als jemals zuvor.
Und zum Schluss - alles Fleisch und alle Tierprodukte sind sauer, also nicht gut für meinen basischen Körper. Alle Tiermilch ist Muttermilch und enthält demnach Wachstumshormone für das jeweilige Junge. Will ich wirklich fremde Hormone in mir haben, die das Wachstum von gewissen Zellen fördern?
Häufig höre ich "bist du nicht etwas radikal?", wenn ich von meinen neuen Ernährungsgrundsätzen erzähle.. Das ist wohl, weil niemand ausser mir und vielleicht Gianni meine stundenlangen Gedankengängem miterlebt hat.
Früher liebte ich es, Fleisch zu essen. Heute spüre ich keinerlei Lust darauf, nichtmal auf sogenannten "Fleisch-Ersatz". Ich muss Fleisch nicht ersetzen. Ich habe genug Auswahl an wunderbaren anderen Nahrungsmitteln. Oder Käse. Ich liebte es, Käse zu geniessen. Heute reizt mich das nicht im Geringsten. Dasselbe mit Milch. Gestern assen Gianni und ich Praliné, und plötzlich wurde mir bewusst, dass die auf Butter und Milch basieren, und schon hatte ich gar keine Lust mehr darauf.
Milch.. abgesehen davon, dass ich es komisch finde, wenn Menschenmuttermilch für Menschenbabies perfekt zusammengesetzt ist, Ziegenmilch für Gitzis, Schafmilch für Lämmer, und Kuhmilch für Kälber, - und wir dann Kuhmilch in rohen Mengen verzehren, finde ich es auch tragisch, wie wir zu dieser Milch kommen. Kühe werden meist künstlich besamt - was bestimmt nicht angenehm ist, wenn man sich das mal überlegt - und kurz nach der Geburt des Kalbes werden Kuh und Kalb voneinander getrennt. Sie rufen tagelang (oder noch länger) nacheinander und leiden.
Nun höre ich, dass es ja bloss Tiere seien. Die sind minderwertig als Menschen, und sie sind auch nicht im Ebenbild Gottes geschaffen.
Hier meine grosse Frage: Wenn wir Menschen mehrwertig sind, und im Ebenbild Gottes geschaffen sind, sollten wir dann nicht auch so handeln wie Gott? Wir sind ja in seinem Bild geschaffen und Er lebt in uns. Würde Gott ein Kalb von seiner Kuh trennen? Gott selbst ist es ja, der die Kuh bzw. das Kalb geschaffen hat, und der beide mit einer emotionalen Verbindung zueinander ausgestattet hat, die Kuh mit Mutterinstinkt, das Kalb mit einem Bedürfnis nach Mutter. In freier Wildbahn würde die Kuh sich intensiv um das Kalb kümmern, es Dinge lehren, es beschützen, mehrere Monate ernähren,.. dh., Gott hat sie so geschaffen. Würde er also seinen Geschöpfen das antun, was wir ihnen antun?
Ich glaube, dass es eine kulturelle Sache ist, dass unsere Ernährung dermassen auf Tierprodukten basiert ist. Es ist gratis - man muss die Tiere ja nicht bezahlen. Bezahlen müssen wir nur diejenigen, die die Drecksarbeit tun (Tierkinder wegseparieren, Tiere schlachten), und darum ist es ein interessanter Markt zum Geld verdienen. Und weil wir seit Jahrzehnten und Jahrhunderten uns von Tierprodukten ernähren, scheint es auch unmöglich oder sogar ungesund zu sein, dies nicht mehr zu tun. Dabei ist sich mir eine Welt am eröffnen, die unzählige wundervolle Nahrungsmittel anbietet. Ich geniesse Kochen und Essen mehr als jemals zuvor.
Und zum Schluss - alles Fleisch und alle Tierprodukte sind sauer, also nicht gut für meinen basischen Körper. Alle Tiermilch ist Muttermilch und enthält demnach Wachstumshormone für das jeweilige Junge. Will ich wirklich fremde Hormone in mir haben, die das Wachstum von gewissen Zellen fördern?
Samstag, November 16, 2013
Ich bin auch eine Reception.
Nach jahrelanger Arbeit jeden Abend im Service, durfte ich vor ein paar Wochen teilzeit ins Hotel wechseln.
Nun sieht ein typischer Alltag so aus:
- Wecker um 05.38
- Heisse Dusche, anziehen etc.
- Bei genug Zeit gibt's Pankcakes, sonst eine Banane.
- 06.29 Uhr: Ich verlasse das Haus.
- 06.30 Uhr: Ich komme beim Hotel an.
- Zeitungen aus dem Briefkasten nehmen. Vor der Tür warten der von der Bäckerei abgestellte Brotkorb, sowie unsere schwarze Katze, die miaut und rein und gefüttert werden will.
- Alles aufschliessen, Licht an, Fenster aufreissen, Katze füttern, und dann muss es mega schnell gehen:
- Das ganze Frühstücksbuffet aufbauen. Müesli, Joghurt, Käseplatte anrichten, Lammwurst, Kräuterdip, Konfitüren, Fruchtsalat schneiden, Brot+Croissants,....... alles muss schön, einladend und grosszügig aussehen. Alles hat Unterteller, Servierbesteck, und kleine Gläschen/Schälchen nebenan.
- Die Tische decken.
- Um 07 Uhr (manchmal auch vorher) kommen die ersten Gäste herunter. Ich bringe ihnen Kaffee, Tee, Cappucino.
- Dann wollen schon die ersten bezahlen. Rechnungen schreiben, einkassieren,...
Weiter geht es mit:
- e-mails beantworten. Reservationsanfragen für Hotel und Restaurant.
- Gutscheine schreiben und verschicken.
- Rechnungen an Firmen mit grossen Namen schreiben, auch ins Ausland. Auf deutsch, französisch, englisch.
- Die Post holen gehen, aufmachen, sortieren, verteilen.
- Unzählige Telefonanrufe beantworten. Deutsch, französisch, englisch.
- Lieferanten begrüssen und Lieferscheine unterschreiben.
- Frühstücksbuffet wegräumen.
- Das Mittagsmenu vom Koch bekommen (um 9.45) und bis 10.15 auf französisch übersetzen sowie online stellen. Die Mittagskarte ausdrucken und in die Aushänge verteilen.
- Telefon, Telefon, Telefon.
- Auschecken, einkassieren.
- Der Hotelputzfee sagen, welche Zimmer heute für wieviele Personen paratgemacht werden müssen, welche Zimmer noch bleiben, welche Gäste bereits abgereist sind, ob man den Container an die Strasse stellen muss,....
11.30 Uhr. Die Mittagsservicefrau kommt. Tische aufdecken, Brot schneiden,.............
11.45-14.30 Uhr: Rennen, servieren, rennen, einschenken, rennen, Kaffee bringen, einkassieren (überall gleichzeitig).
15 Uhr: Essenspause. Theoretisch eine halbe Stunde, aber meistens sind es 5 Minuten oder höchstens 15 Minuten.
Danach: Weiter aufräumen vom Mittag, e-mails beantworten,..... Blumensträusse im ganzen Haus neu machen oder zumindest das Wasser wechseln. Fruchtschale im Hotel aufmotzen. Bankettanfragen beantworten (Menuvorschläge,...). Dazwischen immer Gäste bedienen. Erste check-ins haben.
Um 16 Uhr kommt die Abendschicht. Danach habe ich ENDLICH Ruhe, etwas im Büro machen zu können, ohne das Telefon abnehmen oder vorne Kaffee machen zu müssen.
Irgendwann zwischen 16 Uhr und 17 Uhr checke ich aus.
Immer noch mache ich ab und zu Abendservice, oder Mittag- und Abendservice. So wird es einem nie langweilig. Ich liebe meinen Job.
Nun sieht ein typischer Alltag so aus:
- Wecker um 05.38
- Heisse Dusche, anziehen etc.
- Bei genug Zeit gibt's Pankcakes, sonst eine Banane.
- 06.29 Uhr: Ich verlasse das Haus.
- 06.30 Uhr: Ich komme beim Hotel an.
- Zeitungen aus dem Briefkasten nehmen. Vor der Tür warten der von der Bäckerei abgestellte Brotkorb, sowie unsere schwarze Katze, die miaut und rein und gefüttert werden will.
- Alles aufschliessen, Licht an, Fenster aufreissen, Katze füttern, und dann muss es mega schnell gehen:
- Das ganze Frühstücksbuffet aufbauen. Müesli, Joghurt, Käseplatte anrichten, Lammwurst, Kräuterdip, Konfitüren, Fruchtsalat schneiden, Brot+Croissants,....... alles muss schön, einladend und grosszügig aussehen. Alles hat Unterteller, Servierbesteck, und kleine Gläschen/Schälchen nebenan.
- Die Tische decken.
- Um 07 Uhr (manchmal auch vorher) kommen die ersten Gäste herunter. Ich bringe ihnen Kaffee, Tee, Cappucino.
- Dann wollen schon die ersten bezahlen. Rechnungen schreiben, einkassieren,...
Weiter geht es mit:
- e-mails beantworten. Reservationsanfragen für Hotel und Restaurant.
- Gutscheine schreiben und verschicken.
- Rechnungen an Firmen mit grossen Namen schreiben, auch ins Ausland. Auf deutsch, französisch, englisch.
- Die Post holen gehen, aufmachen, sortieren, verteilen.
- Unzählige Telefonanrufe beantworten. Deutsch, französisch, englisch.
- Lieferanten begrüssen und Lieferscheine unterschreiben.
- Frühstücksbuffet wegräumen.
- Das Mittagsmenu vom Koch bekommen (um 9.45) und bis 10.15 auf französisch übersetzen sowie online stellen. Die Mittagskarte ausdrucken und in die Aushänge verteilen.
- Telefon, Telefon, Telefon.
- Auschecken, einkassieren.
- Der Hotelputzfee sagen, welche Zimmer heute für wieviele Personen paratgemacht werden müssen, welche Zimmer noch bleiben, welche Gäste bereits abgereist sind, ob man den Container an die Strasse stellen muss,....
11.30 Uhr. Die Mittagsservicefrau kommt. Tische aufdecken, Brot schneiden,.............
11.45-14.30 Uhr: Rennen, servieren, rennen, einschenken, rennen, Kaffee bringen, einkassieren (überall gleichzeitig).
15 Uhr: Essenspause. Theoretisch eine halbe Stunde, aber meistens sind es 5 Minuten oder höchstens 15 Minuten.
Danach: Weiter aufräumen vom Mittag, e-mails beantworten,..... Blumensträusse im ganzen Haus neu machen oder zumindest das Wasser wechseln. Fruchtschale im Hotel aufmotzen. Bankettanfragen beantworten (Menuvorschläge,...). Dazwischen immer Gäste bedienen. Erste check-ins haben.
Um 16 Uhr kommt die Abendschicht. Danach habe ich ENDLICH Ruhe, etwas im Büro machen zu können, ohne das Telefon abnehmen oder vorne Kaffee machen zu müssen.
Irgendwann zwischen 16 Uhr und 17 Uhr checke ich aus.
Immer noch mache ich ab und zu Abendservice, oder Mittag- und Abendservice. So wird es einem nie langweilig. Ich liebe meinen Job.
Donnerstag, November 14, 2013
Essen ist auch so eine gute Erfindung
Seit ich bio-vegetarisch-vegan-glutenundlaktosefrei lebe, entdecke ich immer mehr wunderbare Nahrungsmittel.
Ich liebe es, zu kochen, aber ich kann so etwas von nicht mit Rezepten umgehen. Was beim backen anders ist - da halte ich mich penibel an jede Gramm-Angabe.
Kochen hingegen geht bei mir so: Ich öffne den Kühlschrank und schaue, was da ist. Mein liebstes Utensil ist mein super Messer und ein Schneidebrett. Meine Lieblingspfanne ist die Bratpfanne mit dem hohen Rand (eines Tages werde ich einen Wok haben) und gleich anschliessend der Dampfkochtopf, besonders im Winter. Dann werfe ich alles zusammen in einen Topf (das mache ich allgemein gerne), und schaue dabei auf optimale Ressourcennutzung. Den Stampfer werde ich später ohnehin brauchen? Dann benutze ich ihn doch gleich mal schon als Rührwerkzeug.
Während alles schön am brutzeln oder köcheln ist, öffne ich den Küchenschrank und stelle mir eine zufällige Auswahl von Gewürzen zusammen. Island-Salz, 52 organic non-salt-seasonings, Herbamare, Kurkuma (für die Farbe), und warum nicht noch etwas Peperoncinigewürz. Und dann: Kokosmilch. Meine Entdeckung des Jahres. Kokosöl, Kokosmilch, Kokosflocken, was würde ich ohne euch tun.
Alles wird entweder nun verrührt, zerstampft, oder wild durcheinander - manchmal auch geordnet - angerichtet, währenddessen mit der anderen Hand der Wein aufgetan, und während dem Tischdecken wasche ich gerne auch schon mal kurz eine Pfanne ab.
Wir haben weder Ofen noch Herd, aber dafür zwei Camping-Herdplatten. Das reicht vollkommen! Manchmal muss man ein bisschen jonglieren. Aber während der Glühwein warm wird, werden nebenan die Kartoffeln weich, und dann nutze ich die Restwärme der Glühweinplatte für die Sauce.
So bringe ich schnell und ohne viel Aufwand etwas auf den Tisch. Was mit sich bringt, dass ich dann beim essen denke..... mmmmmmmmhhhh..... zu trocken, zu fade, oder auch: definitiv nicht gelungen.
Mein Mann, der dann immer sehr nett ist zu mir, und mir sagt, es sei gut, ist hingegen der Profi, ausgefallene Rezepte zu suchen (1h), alle benötigten Zutaten einkaufen zu gehen (1h), alles sorgfältig zuzubereiten mit Schälchen und Behältern überall in der Küche verteilt, weil es soviele sind (3h), dann schön anzurichten und zu dekorieren (30min). Unglaublich.
Ich liebe es, zu kochen, aber ich kann so etwas von nicht mit Rezepten umgehen. Was beim backen anders ist - da halte ich mich penibel an jede Gramm-Angabe.
Kochen hingegen geht bei mir so: Ich öffne den Kühlschrank und schaue, was da ist. Mein liebstes Utensil ist mein super Messer und ein Schneidebrett. Meine Lieblingspfanne ist die Bratpfanne mit dem hohen Rand (eines Tages werde ich einen Wok haben) und gleich anschliessend der Dampfkochtopf, besonders im Winter. Dann werfe ich alles zusammen in einen Topf (das mache ich allgemein gerne), und schaue dabei auf optimale Ressourcennutzung. Den Stampfer werde ich später ohnehin brauchen? Dann benutze ich ihn doch gleich mal schon als Rührwerkzeug.
Während alles schön am brutzeln oder köcheln ist, öffne ich den Küchenschrank und stelle mir eine zufällige Auswahl von Gewürzen zusammen. Island-Salz, 52 organic non-salt-seasonings, Herbamare, Kurkuma (für die Farbe), und warum nicht noch etwas Peperoncinigewürz. Und dann: Kokosmilch. Meine Entdeckung des Jahres. Kokosöl, Kokosmilch, Kokosflocken, was würde ich ohne euch tun.
Alles wird entweder nun verrührt, zerstampft, oder wild durcheinander - manchmal auch geordnet - angerichtet, währenddessen mit der anderen Hand der Wein aufgetan, und während dem Tischdecken wasche ich gerne auch schon mal kurz eine Pfanne ab.
Wir haben weder Ofen noch Herd, aber dafür zwei Camping-Herdplatten. Das reicht vollkommen! Manchmal muss man ein bisschen jonglieren. Aber während der Glühwein warm wird, werden nebenan die Kartoffeln weich, und dann nutze ich die Restwärme der Glühweinplatte für die Sauce.
So bringe ich schnell und ohne viel Aufwand etwas auf den Tisch. Was mit sich bringt, dass ich dann beim essen denke..... mmmmmmmmhhhh..... zu trocken, zu fade, oder auch: definitiv nicht gelungen.
Mein Mann, der dann immer sehr nett ist zu mir, und mir sagt, es sei gut, ist hingegen der Profi, ausgefallene Rezepte zu suchen (1h), alle benötigten Zutaten einkaufen zu gehen (1h), alles sorgfältig zuzubereiten mit Schälchen und Behältern überall in der Küche verteilt, weil es soviele sind (3h), dann schön anzurichten und zu dekorieren (30min). Unglaublich.
Montag, November 11, 2013
Zeit und Geld
Letzten Monat verdiente ich so viel wie noch nie in meinem ganzen Leben. Jahrelang verdiente ich zwischen 1000.- und 2'000.- im Monat, manchmal auch fast 3000.-. Weil ich studierte oder einfach als Aushilfe arbeitete. Und wenn ich mal voll arbeitete und um die 3000.- verdiente, dann war ich am sparen für die BSSM (3 Jahre), für eine Reise nach Afgh, oder kürzlich für die Hochzeit. Dies war möglich durch die Unterstützung meiner Familie, und weil ich günstig, in einem in eine Küche eingebauten Zimmer, wohnen konnte. Und durch Autostop natürlich. Ich trug jahrelang Kleider, die mir vor langer Zeit geschenkt worden waren von Freundinnen, und ging fast nie auswärts essen oder ins Kino. Dafür konnte ich reisen und dreimal 9 Monate ohne zu arbeiten in Kalifornien wohnen, und sogar ein neues Velo und ein Auto kaufen. Und komplett geheilt und verändert werden. Und die Goldstaubwolke erleben.
Nun verdiente ich also viel, aber hatte dafür keine Zeit für gar nichts anderes ausser Arbeit, und nach einiger Zeit auch keine Nerven mehr. Jetzt habe ich die Wahl.... will ich so weiterfahren mit viel Arbeiten, oder sage ich meiner Chefin, ich möchte reduzieren? Mir hat sich nun eine völlig neue Welt aufgetan. Zum Beispiel nehme ich jetzt manchmal, wenn es so richtig regnet und stürmisch ist, den Bus zum Bahnhof. Oder ich kaufe mir ab und zu heisse Maroni. Oder esse etwas im Tibits, diesem super vegetarischen Restaurant.
Wir müssen immer noch sparen, da ich in den drei Wochen Betriebsferien nichts verdienen werde, und da wir beide nächsten Herbst zu studieren anfangen wollen. Das sind Luxus-Herausforderungen. Irgendwann möchte ich wieder reduzieren, und Zeit haben, Texte zu schreiben, Auftritte zu planen, mit meinem Mann und Freunden auf Tournee zu gehen und Träume zu leben. Jetzt ist die Saison da, ein Fundament zu bauen, den Segen einer Versorgung durch eine schöne Arbeitsstelle zu geniessen, und viel wegzugeben. Wir sind wirklich gesegnet. Aber ich geniesse einen freien Tag wie noch nie zuvor...
Nun verdiente ich also viel, aber hatte dafür keine Zeit für gar nichts anderes ausser Arbeit, und nach einiger Zeit auch keine Nerven mehr. Jetzt habe ich die Wahl.... will ich so weiterfahren mit viel Arbeiten, oder sage ich meiner Chefin, ich möchte reduzieren? Mir hat sich nun eine völlig neue Welt aufgetan. Zum Beispiel nehme ich jetzt manchmal, wenn es so richtig regnet und stürmisch ist, den Bus zum Bahnhof. Oder ich kaufe mir ab und zu heisse Maroni. Oder esse etwas im Tibits, diesem super vegetarischen Restaurant.
Wir müssen immer noch sparen, da ich in den drei Wochen Betriebsferien nichts verdienen werde, und da wir beide nächsten Herbst zu studieren anfangen wollen. Das sind Luxus-Herausforderungen. Irgendwann möchte ich wieder reduzieren, und Zeit haben, Texte zu schreiben, Auftritte zu planen, mit meinem Mann und Freunden auf Tournee zu gehen und Träume zu leben. Jetzt ist die Saison da, ein Fundament zu bauen, den Segen einer Versorgung durch eine schöne Arbeitsstelle zu geniessen, und viel wegzugeben. Wir sind wirklich gesegnet. Aber ich geniesse einen freien Tag wie noch nie zuvor...
Montag, November 04, 2013
An einem Herbsttag
Wie würden wir alle auf der Welt Platz haben, wenn niemand mehr stürbe?
Was, wenn es keine Pension mehr gäbe, wenn alt sein nicht mehr alt sein bedeutete? Altsein ohne Krankheit, ohne Schwäche, die Ärmel hoch und die Welt umkrempeln. Krempel gab es früher mal, erinnern sich die 200-jährigen.
Wir sind jetzt 150 Jahre verheiratet; wir haben uns erst mit 30 kennengelernt.
Ich liebe diese Herbsttage, an denen ich vom Sturm aufgeweckt werde und dann trotzdem nochmal durchschlafe. Wenn die Wolken tief hängen und das Licht grau einfärben, wenn man sich nur mit grosser Anstrengung vorstellen kann, dass da oben tatsächlich eine Sonne im Himmel steht, dann ist gleichzeitig meine persönliche Welt klarer definiert. Hier die Nachbarshäuser, dort die Hauptstrasse, ich umgeben von Bäumen, an der warmen Heizung sitzend, oben schüttelt die Waschmaschine alles durch, und sonst gibt es hier nichts mehr. Das Universum kenne ich nur aus dem Film. Dabei bin ich erst kürzlich öfters mal im Flugzeug gesessen, näher an der Stratosphäre als an der Erde.
Vor fast zwei Monaten wurde mir eine Zyste diagnostiziert, 4cm gross, auf der linken Eileiter. Tägliche Schmerzen, auch nach der Mens. Ich so zu Gianni: Jetzt hab ich immer noch diese täglichen Schmerzen, vermutlich ist die Zyste noch nicht weg. Er legt kurzerhand seine Hand auf meinen Bauch, für 3 Sekunden, während er sagt: "Zyste, geh weg, im Namen von Jesus". Ich spüre eine Kraft in meinem Bauch. Die nächsten drei Tage habe ich Blutungen, aber seit da keine Schmerzen mehr. Wow, wow, wow. Manchmal muss es einem genug nerven, damit man etwas unternimmt. Oder aber man hat soviel Hoffnung, dass man etwas unternimmt.
Was, wenn es keine Pension mehr gäbe, wenn alt sein nicht mehr alt sein bedeutete? Altsein ohne Krankheit, ohne Schwäche, die Ärmel hoch und die Welt umkrempeln. Krempel gab es früher mal, erinnern sich die 200-jährigen.
Wir sind jetzt 150 Jahre verheiratet; wir haben uns erst mit 30 kennengelernt.
Ich liebe diese Herbsttage, an denen ich vom Sturm aufgeweckt werde und dann trotzdem nochmal durchschlafe. Wenn die Wolken tief hängen und das Licht grau einfärben, wenn man sich nur mit grosser Anstrengung vorstellen kann, dass da oben tatsächlich eine Sonne im Himmel steht, dann ist gleichzeitig meine persönliche Welt klarer definiert. Hier die Nachbarshäuser, dort die Hauptstrasse, ich umgeben von Bäumen, an der warmen Heizung sitzend, oben schüttelt die Waschmaschine alles durch, und sonst gibt es hier nichts mehr. Das Universum kenne ich nur aus dem Film. Dabei bin ich erst kürzlich öfters mal im Flugzeug gesessen, näher an der Stratosphäre als an der Erde.
Vor fast zwei Monaten wurde mir eine Zyste diagnostiziert, 4cm gross, auf der linken Eileiter. Tägliche Schmerzen, auch nach der Mens. Ich so zu Gianni: Jetzt hab ich immer noch diese täglichen Schmerzen, vermutlich ist die Zyste noch nicht weg. Er legt kurzerhand seine Hand auf meinen Bauch, für 3 Sekunden, während er sagt: "Zyste, geh weg, im Namen von Jesus". Ich spüre eine Kraft in meinem Bauch. Die nächsten drei Tage habe ich Blutungen, aber seit da keine Schmerzen mehr. Wow, wow, wow. Manchmal muss es einem genug nerven, damit man etwas unternimmt. Oder aber man hat soviel Hoffnung, dass man etwas unternimmt.
Freitag, November 01, 2013
Doppelhochzeit wurde gebloggt
Und weil's so schön ist, hier der Link zum Blog unserer Hochzeitsfotografen. Soeben wurde unsere Doppelhochzeit gebloggt!
Donnerstag, Oktober 31, 2013
Es geht um Leben oder Tod
Vor etwa zwei Wochen bekam die Schwester eines Kollegen ein Baby. Zwei Tage später starb es völlig überraschend.
Es gab dann einige Gespräche und natürlich sehr viel Nachdenken über das Geschehene. Allgemein, seit ich mich intensiver mit Tod/Leben beschäftige, höre ich immer wieder weitverbreitete Haltungen, über die ich dann tage- und wochenlange nachsinniere. "Der Tod gehört halt zum Leben dazu".
Stimmt. Stimmt? Wie geht denn das zusammen, dass Jesus der zweite Adam ist - also von ihm stammen wir ALLE ab, nicht mehr von dem Adam, der mit Eva zusammen war. Und dieser zweite Adam, Jesus, bei dem war es umgekehrt. Das Leben gehörte zum Tod dazu. Der starb, und wenig später war er wieder am Leben. Diesmal für immer. Und er hatte erst noch den Tod besiegt. Seit über 2000 Jahren sucht man den Stachel des Todes vergebens. Oder auch nicht. Aber theoretisch ist er weg. Und ich lese auch gerade ein Buch mit 500 wahren Geschichten von Totenauferstehungen.
"Durch ihren Tod sind ihr jahrelange/lebenslange Leiden erspart geblieben". Stimmt. Stimmt? Wie geht das zusammen mit all den Wundern, den Heilungen, die passieren? Gut, es stimmt natürlich, dass wir alle Kinder oder Erwachsene kennen, die leiden und bis jetzt vergeblich auf ein Wunder plangen. Aber ist das Ziel nicht Heilung? Ich kann sehr gut verstehen, dass niemand vom Himmel zurück auf die Erde gehen und dort leiden will. Aber allgemein finde ich, dass das übergeordnete Hinstreben von uns allen die Heilung von denen, die leiden, sein muss, und nicht deren Tod. Ich glaube, dass jeder Mensch, der gezeugt wird, leben soll. Gott kannte ihn ja bereits, bevor dieser Mensch genauere Formen annahm im Mutterleib. Menschen bringen Freude, Lösungen, Weiterentwicklungen, Schönheit, Diversität, Liebe, Hoffnung, Frieden, und vor allem: Leben auf diesen Planeten. Genau das, was Gott sich wünschte.
Darum leide ich bei jedem Todesfall, über den ich in der Zeitung lese, mit. Wenn irgendwo auf der Welt eine Autobombe explodierte und 70 Menschen in den Tod riss, dann leide ich für 70 Menschen mit.
Ich verabscheue den Tod so sehr, dass ich Fleisch, so sehr ich es früher über alles geliebt habe, nicht einmal mehr vermisse auf meinem Teller. Ich verabscheue den Tod so sehr, dass ich nicht mal mehr eine Mücke totschlagen kann. Wie kann ich schlagen, wenn es den Tod bringt. Ich schlage Leben vor.
Es gab dann einige Gespräche und natürlich sehr viel Nachdenken über das Geschehene. Allgemein, seit ich mich intensiver mit Tod/Leben beschäftige, höre ich immer wieder weitverbreitete Haltungen, über die ich dann tage- und wochenlange nachsinniere. "Der Tod gehört halt zum Leben dazu".
Stimmt. Stimmt? Wie geht denn das zusammen, dass Jesus der zweite Adam ist - also von ihm stammen wir ALLE ab, nicht mehr von dem Adam, der mit Eva zusammen war. Und dieser zweite Adam, Jesus, bei dem war es umgekehrt. Das Leben gehörte zum Tod dazu. Der starb, und wenig später war er wieder am Leben. Diesmal für immer. Und er hatte erst noch den Tod besiegt. Seit über 2000 Jahren sucht man den Stachel des Todes vergebens. Oder auch nicht. Aber theoretisch ist er weg. Und ich lese auch gerade ein Buch mit 500 wahren Geschichten von Totenauferstehungen.
"Durch ihren Tod sind ihr jahrelange/lebenslange Leiden erspart geblieben". Stimmt. Stimmt? Wie geht das zusammen mit all den Wundern, den Heilungen, die passieren? Gut, es stimmt natürlich, dass wir alle Kinder oder Erwachsene kennen, die leiden und bis jetzt vergeblich auf ein Wunder plangen. Aber ist das Ziel nicht Heilung? Ich kann sehr gut verstehen, dass niemand vom Himmel zurück auf die Erde gehen und dort leiden will. Aber allgemein finde ich, dass das übergeordnete Hinstreben von uns allen die Heilung von denen, die leiden, sein muss, und nicht deren Tod. Ich glaube, dass jeder Mensch, der gezeugt wird, leben soll. Gott kannte ihn ja bereits, bevor dieser Mensch genauere Formen annahm im Mutterleib. Menschen bringen Freude, Lösungen, Weiterentwicklungen, Schönheit, Diversität, Liebe, Hoffnung, Frieden, und vor allem: Leben auf diesen Planeten. Genau das, was Gott sich wünschte.
Darum leide ich bei jedem Todesfall, über den ich in der Zeitung lese, mit. Wenn irgendwo auf der Welt eine Autobombe explodierte und 70 Menschen in den Tod riss, dann leide ich für 70 Menschen mit.
Ich verabscheue den Tod so sehr, dass ich Fleisch, so sehr ich es früher über alles geliebt habe, nicht einmal mehr vermisse auf meinem Teller. Ich verabscheue den Tod so sehr, dass ich nicht mal mehr eine Mücke totschlagen kann. Wie kann ich schlagen, wenn es den Tod bringt. Ich schlage Leben vor.
Dienstag, Oktober 22, 2013
Komplementär, ungefähr
Ich befinde mich auf einer äusserst interessanten Reise. Phase.
Wenn wir alle gesund wären, keinem würde es an nichts fehlen, und niemand stürbe - - - Krankeit ist überall ein bisschen oder sogar sehr präsent, aber gleichzeitig wird Gesundheit immer präsenter, zumindest in meiner Wahrnehmung.
Beni Johnson befasst sich seit ein paar Jahren intensiv damit; ich lese Bücher und Blogs über Ernährung, befasse mich mit Paläo-, glutenfreier-, veganer-, vegetarischer Ernährung, wäge in Gedanken ständig ab zwischen "was ist jetzt natürlicher? Quinoa aus Südamerika oder Gluten-Weizen aus dem Nachbardorf?" und "wie konnte ich jemals Tiere essen vs. waren Jäger und Sammler nicht die naturverbundensten Leute?"
Basisch- oder saure Ernährung. Der pH des Körpers und von Nahrungsmitteln. Und gestern entdeckte ich die Aromatherapie. Ätherische Öle. Der Apotheker gab mir ein Fläschchen davon als Therapie gegen die Blasenentzündung. Ich auf Internet und recherchiert.
Und dann rettete ich heute morgen einem Vogel das Leben.
Machte gluten- und laktosefreie Bananenpancakes.
Und trank 3 Liter Blasentee.
Wenn wir alle gesund wären, keinem würde es an nichts fehlen, und niemand stürbe - - - Krankeit ist überall ein bisschen oder sogar sehr präsent, aber gleichzeitig wird Gesundheit immer präsenter, zumindest in meiner Wahrnehmung.
Beni Johnson befasst sich seit ein paar Jahren intensiv damit; ich lese Bücher und Blogs über Ernährung, befasse mich mit Paläo-, glutenfreier-, veganer-, vegetarischer Ernährung, wäge in Gedanken ständig ab zwischen "was ist jetzt natürlicher? Quinoa aus Südamerika oder Gluten-Weizen aus dem Nachbardorf?" und "wie konnte ich jemals Tiere essen vs. waren Jäger und Sammler nicht die naturverbundensten Leute?"
Basisch- oder saure Ernährung. Der pH des Körpers und von Nahrungsmitteln. Und gestern entdeckte ich die Aromatherapie. Ätherische Öle. Der Apotheker gab mir ein Fläschchen davon als Therapie gegen die Blasenentzündung. Ich auf Internet und recherchiert.
Und dann rettete ich heute morgen einem Vogel das Leben.
Machte gluten- und laktosefreie Bananenpancakes.
Und trank 3 Liter Blasentee.
Mittwoch, Oktober 16, 2013
2 Monate später
Die "Flitterwochen" dauerten 5 Tage. Seit dem sind schon fast zwei Monate vergangen. Morgen sind wir zwei Monate verheiratet.
Dass muss ich erst einmal auf mich wirken lassen.
Der Druck für den ersten Blogeintrag nach der Heirat ist gross. Von mir selbst. Schreibe ich etwas wie "10 Weisheiten, die ich nun über die Ehe weiss"? Oder "Unsere Hochzeitsnacht"? Oder "Kommunikation im Konflikt - wie wir unsere date nights verbringen"?
Die Realität ist so: Während an unserer Haustür der Brautstrauss in Wind und Wetter verwittert, eingerahmt von den "just married"-Bändern, renne ich tagein, tagaus, zu ebendieser Tür hinaus zur Arbeit, und komme 8, 9, 10, 11 Stunden später müde zurück.
Zurück finde ich meinen Mann vor. Und das ist eben gerade der Unterschied. Arbeiten macht immer noch müde, und es ist definitiv besser, vor der Klärung von Meinungsunterschieden zuerst wieder mal genug zu schlafen. Aber ich erwache neben meinem Ehemann. Ich gehe einkaufen mit meinem Mann. Wir putzen die Zähne zusammen. Und bereits wird es kitschig.
Ehe rockt. Sie bringt neue Herausforderungen und manchmal scheint es, als gäbe es keinen Ausweg mehr aus dem Konflikt, aber schneller als gedacht ist man wieder zurück beieinander.
Kein Sex vor der Ehe, und danach stellt man fest: Hollywood lügt. Unglaublich, dass ich unzählige verheiratete Freundinnen und Bekannte habe, und niemand hat mich gewarnt. Oder vielleicht war es auch so, dass ich einfach weggehört und ignoriert hatte. Anyway, seit dem sind ja ein paar Wochen vergangen, und jetzt ist es schon lustig, zurückzuschauen.
Der Winter ist eingezogen. Unrasierte Beine. Vulnerability. Verfroren aufwachen und die Decke wieder zurückerobern. Um Mitternacht heimkommen und der Mann hat gekocht. Zusammen ein Bier trinken. Sich gegenseitig Tränen abwischen. Tränen lachen. Ihm meine eiskalte Hand unters T-Shirt schieben. Nicht zusammen duschen weil er geschätzte 20 Grad kälter seine Maximaltemperatur eingestellt hat. Ihn Klavierspielen hören. Krankenkassenprämien vergleichen. Zusammen den Müll raustragen. Stunden vor ihm aufstehen müssen und ihn """unabsichtlich""" wecken.
Nie wollte ich so lange Blogpause machen.
Dass muss ich erst einmal auf mich wirken lassen.
Der Druck für den ersten Blogeintrag nach der Heirat ist gross. Von mir selbst. Schreibe ich etwas wie "10 Weisheiten, die ich nun über die Ehe weiss"? Oder "Unsere Hochzeitsnacht"? Oder "Kommunikation im Konflikt - wie wir unsere date nights verbringen"?
Die Realität ist so: Während an unserer Haustür der Brautstrauss in Wind und Wetter verwittert, eingerahmt von den "just married"-Bändern, renne ich tagein, tagaus, zu ebendieser Tür hinaus zur Arbeit, und komme 8, 9, 10, 11 Stunden später müde zurück.
Zurück finde ich meinen Mann vor. Und das ist eben gerade der Unterschied. Arbeiten macht immer noch müde, und es ist definitiv besser, vor der Klärung von Meinungsunterschieden zuerst wieder mal genug zu schlafen. Aber ich erwache neben meinem Ehemann. Ich gehe einkaufen mit meinem Mann. Wir putzen die Zähne zusammen. Und bereits wird es kitschig.
Ehe rockt. Sie bringt neue Herausforderungen und manchmal scheint es, als gäbe es keinen Ausweg mehr aus dem Konflikt, aber schneller als gedacht ist man wieder zurück beieinander.
Kein Sex vor der Ehe, und danach stellt man fest: Hollywood lügt. Unglaublich, dass ich unzählige verheiratete Freundinnen und Bekannte habe, und niemand hat mich gewarnt. Oder vielleicht war es auch so, dass ich einfach weggehört und ignoriert hatte. Anyway, seit dem sind ja ein paar Wochen vergangen, und jetzt ist es schon lustig, zurückzuschauen.
Der Winter ist eingezogen. Unrasierte Beine. Vulnerability. Verfroren aufwachen und die Decke wieder zurückerobern. Um Mitternacht heimkommen und der Mann hat gekocht. Zusammen ein Bier trinken. Sich gegenseitig Tränen abwischen. Tränen lachen. Ihm meine eiskalte Hand unters T-Shirt schieben. Nicht zusammen duschen weil er geschätzte 20 Grad kälter seine Maximaltemperatur eingestellt hat. Ihn Klavierspielen hören. Krankenkassenprämien vergleichen. Zusammen den Müll raustragen. Stunden vor ihm aufstehen müssen und ihn """unabsichtlich""" wecken.
Nie wollte ich so lange Blogpause machen.
Montag, August 19, 2013
Mittwoch, August 14, 2013
Basisch in die Hocke gehen
In den letzten Jahren fand ich mehr und mehr heraus, dass das, was ich in mich hineinlasse, sehr viel damit zu tun hat, was in mir drin ist. Mein Film-schauen, Musikhören und Lesen hat sich komplett und radikal verändert. Und parallel beschäftigte ich mich auch zunehmend mit dem, was durch meinen Mund in mich hineinkommt: Ernährung. Was mit Fairtrade anfing, schnell weiterging zu Bio, schliesslich im teilweisen Vegetarismus landete, hat sich nun weiterentwickelt zu einer Ernährung, für die kein Tier sterben musste, sowie zu einer fast komplett glutenfreien und laktose-freien Kost. Warum halten wir daran fest, von der Brust einer Kuh zu trinken? Ist nicht menschliche Muttermilch perfekt für Menschenkinder, Pferdemilch perfekt für die Ernährung für Fohlen, Ziegenmilch passend zusammengesetzt für junge Ziegen, Katzenmilch perfekt verdaubar für Katzenwelpen, und Kuhmilch bestehend aus Dingen, die super sind für....... Kälber??? Nur eine Frage...
Ausserdem habe ich angefangen, darauf zu achten, welchen pH-Wert Nahrungsmittel bilden. Sind sie Säure-bildend oder Basen-bildend? Unser Körper ist leicht alkalisch. Fallen wir schon nur ein bisschen zu fest ins Saure hinein, sterben wir. Nahrungsmittel bilden entweder Säuren oder Basen. Ich habe schon mal darüber gesprochen in diesem Blog. Es ist solch ein interessantes Thema. Ich bin immer noch Anfängerin, aber habe nun viele Tabellen ausgedruckt, die mir beim Einkaufen helfen werden.
Da ich mich schon fast vegan ernähre, hatte ich kürzlich auch eine äusserst interessante Unterhaltung mit einer guten Bekannten, die sich seit vielen Jahren vegan ernährt. Sie erkrankte vor ein paar Jahren an Brustkrebs. Ihre Onkologin, die in einem der besten Spitäler der Schweiz arbeitet, kam gerade von einer Weiterbildung über Ernährung zurück, und erzählte meiner Bekannten, dass ihr Tumor mit hoher Wahrscheinlichkeit viel viel agressiver gewesen wäre, hätte sich meine Bekannte nicht vegan ernährt..
Zudem las ich gerade einen interessanten Artikel über den Toilettengang. In den USA ist Darmkrebs anscheinend die zweithäufigste Todesursache (?). Oder jedenfalls sehr weit oben. In asiatischen und afrikanischen Kulturen hingegen, wo man sich für den Stuhlgang nicht hinsetzt, sondern in die Hocke geht, ist Darmkrebs sozusagen nicht vorhanden. Unser Darm ist nur in der Hocke ganz gerade gestreckt; im Sitzen ist es nicht möglich, dass er ganz entleert wird. Hmmmmmmm..............
Wir bleiben dran im Lernen und in der Weiterentwicklung.
Ausserdem habe ich angefangen, darauf zu achten, welchen pH-Wert Nahrungsmittel bilden. Sind sie Säure-bildend oder Basen-bildend? Unser Körper ist leicht alkalisch. Fallen wir schon nur ein bisschen zu fest ins Saure hinein, sterben wir. Nahrungsmittel bilden entweder Säuren oder Basen. Ich habe schon mal darüber gesprochen in diesem Blog. Es ist solch ein interessantes Thema. Ich bin immer noch Anfängerin, aber habe nun viele Tabellen ausgedruckt, die mir beim Einkaufen helfen werden.
Da ich mich schon fast vegan ernähre, hatte ich kürzlich auch eine äusserst interessante Unterhaltung mit einer guten Bekannten, die sich seit vielen Jahren vegan ernährt. Sie erkrankte vor ein paar Jahren an Brustkrebs. Ihre Onkologin, die in einem der besten Spitäler der Schweiz arbeitet, kam gerade von einer Weiterbildung über Ernährung zurück, und erzählte meiner Bekannten, dass ihr Tumor mit hoher Wahrscheinlichkeit viel viel agressiver gewesen wäre, hätte sich meine Bekannte nicht vegan ernährt..
Zudem las ich gerade einen interessanten Artikel über den Toilettengang. In den USA ist Darmkrebs anscheinend die zweithäufigste Todesursache (?). Oder jedenfalls sehr weit oben. In asiatischen und afrikanischen Kulturen hingegen, wo man sich für den Stuhlgang nicht hinsetzt, sondern in die Hocke geht, ist Darmkrebs sozusagen nicht vorhanden. Unser Darm ist nur in der Hocke ganz gerade gestreckt; im Sitzen ist es nicht möglich, dass er ganz entleert wird. Hmmmmmmm..............
Wir bleiben dran im Lernen und in der Weiterentwicklung.
Freitag, August 09, 2013
Zum Vater rennen und nebst Ehefrau vor allem Tochter sein
Wie schön es ist, an etwas erinnert werden zu können.
Da verbringe ich viele Jahre in sogenannt prekären finanziellen Umständen, und die ganze Zeit erfahre ich Gottes Güte und Grösse, und unglaubliche Grosszügigkeit, und werde die Angst los. Und jetzt plötzlich ist die Angst wieder da. Und führt zu Aussagen, die ich mache, die allem widersprechen, was ich glaube und predige. Führt zu stundenlangen spannungsvollen Diskussionen mit meinem Mann. Aber ich muss nur wieder erinnert werden.
Der ganze Übergang in eine Ehe, zu einer Ehefrau, mit einem Ehemann, ist eben ein Übergang, kein Schalter. Wenn ich mich überwältigen lasse von Emotionen, Eindrücken, Unsicherheiten, und Anspannung, dann muss ich einfach wieder erinnert werden.
Zum Glück organisierte die Bethel Church extra für mich eine Konferenz, die aktuell gerade läuft. Jedes Lied, das sie dort singen, haben sie nur für mich ins Programm aufgenommen. Und gestern sprach Sheri Silk; sie wählte extra für mich ein passendes Thema aus: Als wir kleine Kinder waren, konnten wir einfach zu Mama und Papa rennen, und die machten alles wieder gut. Wenn irgendwas war - wir rannten einfach zu Mama/Papa. Und alles wurde gut. Ist der Vater im Himmel nicht der perfekte Vater? Ist er nicht immer da? Aber was mache ich? Ich rufe Gianni an, ich rufe eine Freundin an, ich google etwas, ich drehe im Privaten durch. Anstatt zu meinem Vater im Himmel zu rennen. Anstatt im Thronraum aufzutanken.
Eine so simple Wahrheit. So einfach, daran erinnert zu werden.
Da verbringe ich viele Jahre in sogenannt prekären finanziellen Umständen, und die ganze Zeit erfahre ich Gottes Güte und Grösse, und unglaubliche Grosszügigkeit, und werde die Angst los. Und jetzt plötzlich ist die Angst wieder da. Und führt zu Aussagen, die ich mache, die allem widersprechen, was ich glaube und predige. Führt zu stundenlangen spannungsvollen Diskussionen mit meinem Mann. Aber ich muss nur wieder erinnert werden.
Der ganze Übergang in eine Ehe, zu einer Ehefrau, mit einem Ehemann, ist eben ein Übergang, kein Schalter. Wenn ich mich überwältigen lasse von Emotionen, Eindrücken, Unsicherheiten, und Anspannung, dann muss ich einfach wieder erinnert werden.
Zum Glück organisierte die Bethel Church extra für mich eine Konferenz, die aktuell gerade läuft. Jedes Lied, das sie dort singen, haben sie nur für mich ins Programm aufgenommen. Und gestern sprach Sheri Silk; sie wählte extra für mich ein passendes Thema aus: Als wir kleine Kinder waren, konnten wir einfach zu Mama und Papa rennen, und die machten alles wieder gut. Wenn irgendwas war - wir rannten einfach zu Mama/Papa. Und alles wurde gut. Ist der Vater im Himmel nicht der perfekte Vater? Ist er nicht immer da? Aber was mache ich? Ich rufe Gianni an, ich rufe eine Freundin an, ich google etwas, ich drehe im Privaten durch. Anstatt zu meinem Vater im Himmel zu rennen. Anstatt im Thronraum aufzutanken.
Eine so simple Wahrheit. So einfach, daran erinnert zu werden.
Dienstag, August 06, 2013
Entstehung einer neuen Familie
Hinter mir das Rascheln von Taschentuch-Packungen, und ein immer wiederkehrendes Schneuzen. Oje, was hab ich bloss angerichtet.
Und dann beantwortet der Mann neben mir, dessen Hand ich ganz fest drücke, die Frage, ob er mich zur Frau nehmen will, mit Si, lo voglio. Anschliessend werde ich noch ein allerletztes Mal mit meinem Nachnamen, meinem Familiennamen, den ich 30-einhalb Jahre und 5 Tage lang hatte, angesprochen, und zwar auch in der Frage, ob ich den Mann neben mir zu meinem Ehemann nehmen will. Mein Herz klopft ganz fest. Die Frage wird noch vom Italienischen ins Deutsche übersetzt. "Ja, i wott", sage ich, und dann werden wir zu Mann und Frau, Ehemann und Ehefrau, erklärt. Wow!!! Wir unterschreiben, ich erhalte meinen neuen Pass, es gibt letzte Ratschläge der Standesamtbeamtin, und dann schreiten wir hinaus in die Hitze, als Mann und Frau. Nun warten wir aber noch knapp 12 Tage, bis wir noch einmal Ja zueinander sagen, vor einem Pastor, und dann werden wir noch einmal zu Mann&Frau erklärt, und dann sind wir es auch wirklich, obwohl wir es jetzt auch schon wirklich sind. Mein Ehemann ist am andern Ende der Schweiz, und ich gehe jetzt mit neuem Namen ins Bett, voller Gefühle und voller Freude und Friede.
Donnerstag, August 01, 2013
Von Bäumen aus Gold essen
Mitten im ganzen Heiratsstress - nebst Vollzeit im Service - überwiegen das Überwältigtsein und die Freude. Manchmal sind sie irgendwo im Hintergrund und scheinen fast überlagert zu werden von den tausend kleinen Dingen, die sich aufschichten und sich auf einen zubewegen wie eine Wanderdüne. Aber dann erwache ich wieder und denke: Zwei Wochen und zwei Tage. Oder: Noch viermal schlafen, bis ich mich entscheiden muss, ob ich mit einem "G" oder mit einem grossen "solchen g" unterschreibe. Und alles, was damit zusammenhängt. Ein neuer Familienname. Meine Familie ist mir näher als jemals zuvor.
Ich bin überwältigt von Gottes Güte. Ringsherum müssen meine Freundinnen mit Trennung und Scheidung ihrer Eltern oder ihrer eigenen Beziehung klarkommen. Eine Gästin erzählt mir, dass sie zwar geschieden sei, aber dass ihr Ex-Mann immer noch ihr bester Freund sei. Ich darf meinen besten Freund heiraten. Einen, der auch an Gott als die Quelle allen Lebens glaubt, und der deshalb auch ans Leben glaubt. Der Träumen folgt und mich ermutigt, dasselbe zu tun. Einen, dessen Vertrauen in seinen himmlischen Vater so gross ist, dass ich noch nie eine Spur Angst in ihm gesehen habe. Ich darf den Mann so bald meinen Ehemann nennen, der konsequent liebt. Der meine Schwächen nicht blosslegt, sondern meine wahre Identität wieder und wieder hervorruft.
All das lässt mich innerlich in einer konstanten Anbetung Gottes sein. Eine konstante Dankbarkeit, die sich gar nicht so ausdrücken lässt, wie sie sich anfühlt. Um es mit den Worten von Benjamin Dunn im Lied "Sing" zusagen: "Oh, schau nur, wie du mich geliebt hast. Oh, du atmest Luft in meine Lungen. Oh, ich folgte Löwen in dich hinein. Ich esse von Bäumen aus Gold".
Ich bin überwältigt von Gottes Güte. Ringsherum müssen meine Freundinnen mit Trennung und Scheidung ihrer Eltern oder ihrer eigenen Beziehung klarkommen. Eine Gästin erzählt mir, dass sie zwar geschieden sei, aber dass ihr Ex-Mann immer noch ihr bester Freund sei. Ich darf meinen besten Freund heiraten. Einen, der auch an Gott als die Quelle allen Lebens glaubt, und der deshalb auch ans Leben glaubt. Der Träumen folgt und mich ermutigt, dasselbe zu tun. Einen, dessen Vertrauen in seinen himmlischen Vater so gross ist, dass ich noch nie eine Spur Angst in ihm gesehen habe. Ich darf den Mann so bald meinen Ehemann nennen, der konsequent liebt. Der meine Schwächen nicht blosslegt, sondern meine wahre Identität wieder und wieder hervorruft.
All das lässt mich innerlich in einer konstanten Anbetung Gottes sein. Eine konstante Dankbarkeit, die sich gar nicht so ausdrücken lässt, wie sie sich anfühlt. Um es mit den Worten von Benjamin Dunn im Lied "Sing" zusagen: "Oh, schau nur, wie du mich geliebt hast. Oh, du atmest Luft in meine Lungen. Oh, ich folgte Löwen in dich hinein. Ich esse von Bäumen aus Gold".
Donnerstag, Juli 18, 2013
Leben freisetzen
Heute kam eine alte Frau mit zwei ihrer Kinder und deren Tochter essen. Sie kommt seit Jahren regelmässig vorbei, aber jetzt braucht sie jemanden, der sie stützt beim Gehen, und sie kann nicht mehr einfach so allein aus dem Haus.
Als sie alle so am essen waren, sagten einige unserer Mitarbeiterinnen, die sie schon lange kennen, dass sie wohl bald stirbt, und dass sie hoffen, sie vielleicht noch einmal vorher sehen zu können. Ich wandte ein, dass ich nicht denke, sie sterbe bald, und überhaupt, ich sei gegen's Sterben. "Auch wenn jemand alt sei?", wurde ich gefragt. "Ja, was heisst denn alt", fragte ich zurück.... "80? 100? 120?..." Aber diese Frau habe ja jetzt ein reiches Leben gehabt, und sie sei jetzt schwach, und bereit, zu gehen...
Ich bediente den ganzen Tisch immer wieder, und mich dünkte überhaupt nicht, dass diese Frau kurz vorm Sterben war. Im Gegenteil - ich liebte ihren Schalk in den Augen, und sie lobte jedesmal, wenn ich vorbeikam, das Essen in allen Tönen. Ich beschloss, etwas gegen diese negativen Festlegungen über ihr zu unternehmen...... ich betete über ihrem Essen, bevor ich es servierte, und segnete sie heimlich mit Leben, Gesundheit, und Wohlergehen. Als sich die Familie verabschiedete, sagte ich, direkt an die besagte Frau gewandt: "Bis bald wieder!" - "Ja, wenn es die Gesundheit noch zulässt....", meinte sie. "Sie sehen doch SUPER!!!! aus", rief ich aus. "Meinen Sie?" - "Ja, sie haben ganz viel Leben in den Augen und so ein schönes Schmunzeln im Gesicht, da ist doch ganz viel Leben in Ihnen!" - "...schön, dass das jemand sieht!". ...voilà! Nicht "aber ich denke, dass ich bald sterbe", sondern "Schön, dass das jemand sieht" !!!
Als sie alle so am essen waren, sagten einige unserer Mitarbeiterinnen, die sie schon lange kennen, dass sie wohl bald stirbt, und dass sie hoffen, sie vielleicht noch einmal vorher sehen zu können. Ich wandte ein, dass ich nicht denke, sie sterbe bald, und überhaupt, ich sei gegen's Sterben. "Auch wenn jemand alt sei?", wurde ich gefragt. "Ja, was heisst denn alt", fragte ich zurück.... "80? 100? 120?..." Aber diese Frau habe ja jetzt ein reiches Leben gehabt, und sie sei jetzt schwach, und bereit, zu gehen...
Ich bediente den ganzen Tisch immer wieder, und mich dünkte überhaupt nicht, dass diese Frau kurz vorm Sterben war. Im Gegenteil - ich liebte ihren Schalk in den Augen, und sie lobte jedesmal, wenn ich vorbeikam, das Essen in allen Tönen. Ich beschloss, etwas gegen diese negativen Festlegungen über ihr zu unternehmen...... ich betete über ihrem Essen, bevor ich es servierte, und segnete sie heimlich mit Leben, Gesundheit, und Wohlergehen. Als sich die Familie verabschiedete, sagte ich, direkt an die besagte Frau gewandt: "Bis bald wieder!" - "Ja, wenn es die Gesundheit noch zulässt....", meinte sie. "Sie sehen doch SUPER!!!! aus", rief ich aus. "Meinen Sie?" - "Ja, sie haben ganz viel Leben in den Augen und so ein schönes Schmunzeln im Gesicht, da ist doch ganz viel Leben in Ihnen!" - "...schön, dass das jemand sieht!". ...voilà! Nicht "aber ich denke, dass ich bald sterbe", sondern "Schön, dass das jemand sieht" !!!
Die Baby-Falle
Während sie mir erzählte, wie sie nicht mehr atmen konnte und wirklich dachte, sie sterbe vor Schmerzen, und wie schlimm es gewesen sei, hielt ich das 12-Stunden alte Baby in den Armen und dachte immer nur: ich will auch eins. Jetzt grad. Sofort.
Und als ich mich schlafen legte mitten in der Nacht, hörte ich die Nachbarin mit ihrem schreienden Baby auf und ab gehen, und dachte, ich will auch eins, jetzt, sofort.
Hhhhhhhhhhhhormone.
Anyway. Bis dahin geniesse ich noch meinen Kaffee, Bier und Wein, und langen Schlaf.
Und als ich mich schlafen legte mitten in der Nacht, hörte ich die Nachbarin mit ihrem schreienden Baby auf und ab gehen, und dachte, ich will auch eins, jetzt, sofort.
Hhhhhhhhhhhhormone.
Anyway. Bis dahin geniesse ich noch meinen Kaffee, Bier und Wein, und langen Schlaf.
Dienstag, Juli 09, 2013
Ohne jegliche Erfahrung im Heiraten heiraten
Wenn es weniger als 6 Wochen bis zur Hochzeit geht, wird es Zeit, zu planen... wir planen ja schon seit Monaten. Aber planen bisher hiess: Ideen bekommen und umherbewegen.
Planen jetzt heisst: Also wer konkret holt die Übersetzungsgeräte, und wer bringt sie wieder zurück? Wer sitzt an welchem Tisch? (das ist überhaupt die grösste Frage der ganzen Hochzeit) Wie können wir endlich in dieser Tischordnungsfrage vorankommen? Wie sollen wir die Tischplanfrage bloss lösen? Wie kommen wir von der Hochzeit genau nach Hause? Wer trinkt keinen Wein und fährt uns dann? Wieviel Geld geben wir aus für Blumen? Sollen wir noch 4.-/Person mehr ausgeben, und dafür Schokolade im Desserbuffet haben? Wo kann ich Strümpfe kaufen gehen, und wann tue ich es wirklich? Wen soll ich fragen, um meine Freundin aus Neuseeland ein paar Tage zu beherbergen? Wie können wir es lösen, dass unsere HelferInnen trotz Helfen auch noch etwas vom Apéro haben?
Ohne meine Schwester und die andere Brautführerin wären wir ja völlig überfordert. Diese lieben Frauen nehmen uns riesige Lasten ab und haben ausserdem noch den Nerv, uns schöne Überraschungen vorzubereiten.
Die allergrösste Herausforderung ist es, nicht jede freie Minute damit zu verbringen, Hochzeitssachen zu erledigen. Ich versage kläglich. Nehme mir vor, einen Tag lang etwas ganz anderes zu tun. Und verbringe einen weiteren sonnigen Tag drinnen, am Computer. Henuh.
Ich mache einen Coiffeuse-Termin für 7 Uhr morgens ab. An einem Tag, an dem ich bis 01 Uhr nachts oder so volles Programm haben werde. Oh Lord Jesus. Das heisst, um 6.22 auf den Zug. Da will ich gar nicht überlegen, wann ich aufstehen muss.
Ich freue mich wie wahnsinnig auf diesen Tag!
Und währenddessen ist meine Freundin gerade kurz davor, ein Kind zu gebären.
Und das ganze Weltgeschehen.
Gott ist gut.
Planen jetzt heisst: Also wer konkret holt die Übersetzungsgeräte, und wer bringt sie wieder zurück? Wer sitzt an welchem Tisch? (das ist überhaupt die grösste Frage der ganzen Hochzeit) Wie können wir endlich in dieser Tischordnungsfrage vorankommen? Wie sollen wir die Tischplanfrage bloss lösen? Wie kommen wir von der Hochzeit genau nach Hause? Wer trinkt keinen Wein und fährt uns dann? Wieviel Geld geben wir aus für Blumen? Sollen wir noch 4.-/Person mehr ausgeben, und dafür Schokolade im Desserbuffet haben? Wo kann ich Strümpfe kaufen gehen, und wann tue ich es wirklich? Wen soll ich fragen, um meine Freundin aus Neuseeland ein paar Tage zu beherbergen? Wie können wir es lösen, dass unsere HelferInnen trotz Helfen auch noch etwas vom Apéro haben?
Ohne meine Schwester und die andere Brautführerin wären wir ja völlig überfordert. Diese lieben Frauen nehmen uns riesige Lasten ab und haben ausserdem noch den Nerv, uns schöne Überraschungen vorzubereiten.
Die allergrösste Herausforderung ist es, nicht jede freie Minute damit zu verbringen, Hochzeitssachen zu erledigen. Ich versage kläglich. Nehme mir vor, einen Tag lang etwas ganz anderes zu tun. Und verbringe einen weiteren sonnigen Tag drinnen, am Computer. Henuh.
Ich mache einen Coiffeuse-Termin für 7 Uhr morgens ab. An einem Tag, an dem ich bis 01 Uhr nachts oder so volles Programm haben werde. Oh Lord Jesus. Das heisst, um 6.22 auf den Zug. Da will ich gar nicht überlegen, wann ich aufstehen muss.
Ich freue mich wie wahnsinnig auf diesen Tag!
Und währenddessen ist meine Freundin gerade kurz davor, ein Kind zu gebären.
Und das ganze Weltgeschehen.
Gott ist gut.
Donnerstag, Juli 04, 2013
Vom Leben und vom leben
Wenn der Tod besiegt ist, und sein Stachel unauffindbar ist, warum sterben dann noch die meisten Menschen?
Ich frage mich.... Jesus wurde zum Fluch, damit der Fluch nicht mehr auf uns ist. Somit gilt eigentlich wieder der Standard von vor dem Fluch/Fall. Gäbe es wohl Möglichkeiten, länger bzw. ewig zu leben, und wir müssen sie nur noch entdecken? Habakuk 2:14: Die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn,... mehr und mehr Erkenntnis kommt. Die Herrlichkeit ist schon da. Lose Gedanken, Assoziationen.
Es gibt den Bericht von diesem chinesischen Mann, der anscheinend 256 Jahre lang gelebt hat. Und ich habe Leute gehört in Bethel, die uns StudentInnen erzählten, dass sie jemanden persönlich kennen, der persönlich Leute getroffen hat, die mehrere hundert Jahre alt sind.
Was macht man damit? Mein Interesse ist geweckt.
Ich lese davon, dass alles, was lebt (Pflanzen, Zellen, Organismen,..) in Schwingung ist. Das lernte ich bereits vor vielen Jahren in der Schule. Unsere Organe zum Beispiel haben eine Frequenz von etwa 70 Megahertz, ebenso frisches grünes Gemüse, Kräuter, Gräser... Dosennahrung hingegen hat eine Frequenz von etwa Null. Fleisch, alles Gekochte, ebenfalls sehr tief. (Quelle: unter anderem diese Seite). Füge ich also meinem Körper ständig etwas zu, was weniger Energie hat, als meine eigenen Körperzellen/Organzellen, was ist dann die Schlussfolgerung? Und was ist das Resultat, wen ich etwas mit höherer Frequenz esse?
Es sind einfach so Gedanken...
Und da ich den Tod so nicht mag und vermeide, wird es für mich auch immer schwerer, Fleisch zu essen. Ich verstand Menschen nie, die mir sagten, dass ihnen Fleisch nicht schmeckt. Ich liebte es immer! Aber seit einigen Monaten, je mehr ich mir Gedanken mache, schmeckt es mir immer weniger bzw. kaum mehr... Und dann treffen wir uns mit dem Restaurant, wo wir das Hochzeitsessen machen, und ich bin der Spezialfall, für den man jetzt noch extra etwas Vegetarisches machen muss. Dabei ist es unter anderem meine Hochzeit. Und ich möchte doch nicht, dass sich meine Gäste in einem System wiederfinden, das ich persönlich nicht mehr lebe, und das nicht zu meinen Grundwerten gehört. Aber es scheint fast nicht anders möglich zu sein.
Dabei ist es mir unverständlich, wie es im 2013 immer noch der Standard ist, Fleisch zu essen. Langsam gibt es ein Umdenken. Vor kurzem erst wurde ich im Flugzeug gefragt, ob ich Rindfleisch oder Hühnchen wolle. Zum Glück hatte ich mich als Vegetarierin vorangemeldet. Aber letztes Mal gab es tatsächlich für ALLE die Wahl zwischen Fleisch oder Fleischlos.
Ich kann mich nicht mehr von etwas ernähren, für das dem Tod Raum gegeben wurde.
Ich weiss, es klingt eso-hippie-newage-weleda, wie schon so vieles in meinem Blog, aber ich vermute, so ist es nun mal... :-)
Ich frage mich.... Jesus wurde zum Fluch, damit der Fluch nicht mehr auf uns ist. Somit gilt eigentlich wieder der Standard von vor dem Fluch/Fall. Gäbe es wohl Möglichkeiten, länger bzw. ewig zu leben, und wir müssen sie nur noch entdecken? Habakuk 2:14: Die Erde wird erfüllt werden von der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn,... mehr und mehr Erkenntnis kommt. Die Herrlichkeit ist schon da. Lose Gedanken, Assoziationen.
Es gibt den Bericht von diesem chinesischen Mann, der anscheinend 256 Jahre lang gelebt hat. Und ich habe Leute gehört in Bethel, die uns StudentInnen erzählten, dass sie jemanden persönlich kennen, der persönlich Leute getroffen hat, die mehrere hundert Jahre alt sind.
Was macht man damit? Mein Interesse ist geweckt.
Ich lese davon, dass alles, was lebt (Pflanzen, Zellen, Organismen,..) in Schwingung ist. Das lernte ich bereits vor vielen Jahren in der Schule. Unsere Organe zum Beispiel haben eine Frequenz von etwa 70 Megahertz, ebenso frisches grünes Gemüse, Kräuter, Gräser... Dosennahrung hingegen hat eine Frequenz von etwa Null. Fleisch, alles Gekochte, ebenfalls sehr tief. (Quelle: unter anderem diese Seite). Füge ich also meinem Körper ständig etwas zu, was weniger Energie hat, als meine eigenen Körperzellen/Organzellen, was ist dann die Schlussfolgerung? Und was ist das Resultat, wen ich etwas mit höherer Frequenz esse?
Es sind einfach so Gedanken...
Und da ich den Tod so nicht mag und vermeide, wird es für mich auch immer schwerer, Fleisch zu essen. Ich verstand Menschen nie, die mir sagten, dass ihnen Fleisch nicht schmeckt. Ich liebte es immer! Aber seit einigen Monaten, je mehr ich mir Gedanken mache, schmeckt es mir immer weniger bzw. kaum mehr... Und dann treffen wir uns mit dem Restaurant, wo wir das Hochzeitsessen machen, und ich bin der Spezialfall, für den man jetzt noch extra etwas Vegetarisches machen muss. Dabei ist es unter anderem meine Hochzeit. Und ich möchte doch nicht, dass sich meine Gäste in einem System wiederfinden, das ich persönlich nicht mehr lebe, und das nicht zu meinen Grundwerten gehört. Aber es scheint fast nicht anders möglich zu sein.
Dabei ist es mir unverständlich, wie es im 2013 immer noch der Standard ist, Fleisch zu essen. Langsam gibt es ein Umdenken. Vor kurzem erst wurde ich im Flugzeug gefragt, ob ich Rindfleisch oder Hühnchen wolle. Zum Glück hatte ich mich als Vegetarierin vorangemeldet. Aber letztes Mal gab es tatsächlich für ALLE die Wahl zwischen Fleisch oder Fleischlos.
Ich kann mich nicht mehr von etwas ernähren, für das dem Tod Raum gegeben wurde.
Ich weiss, es klingt eso-hippie-newage-weleda, wie schon so vieles in meinem Blog, aber ich vermute, so ist es nun mal... :-)
Sonntag, Juni 30, 2013
Ich bin ja total für den ÖV, aber es ist trotzdem cool
Meine Stadt ist berüchtigt für verstopfte Strassen und zuwenig Parkplätze. Ich versuchte es auch schon ein paar mal per Auto, aber man ist wirklich schneller mit dem Velo, fast egal wohin, jedenfalls zu Stosszeiten. Und was Parkplätze angeht, erlebe ich praktisch jeden Tag, wie Hotelgäste verzweifelt um Rat fragen, und wie Restaurant-BesucherInnen 20-40 Minuten zu spät ankommen, weil sie noch so lange am Parkplatz suchen waren.
Direkt neben meinem Haus hat es 5 Blaue Zone Parkplätze, ein wenig daneben nochmal 4. Alle sind praktisch immer besetzt. Und ständig fahren Autos in die enge Sackgasse hinein, in der Hoffnung, einen freien Parkplatz zu finden, nur um dann mühsam wenden zu müssen. Als Gianni eine Woche lang da war, wurden wir fit, weil wir immer fast 10 Minuten den Berg hochlaufen mussten, wo wir noch einen Blaue Zone Platz gefunden hatten..
Kürzlich besuchte mich meine Freundin, die immer unglaubliche Gunst, oder "Glück", hat. Ich dachte mir noch "bestimmt wird sie einen Parkplatz direkt neben meinem Haus haben", aber warnte sie schon mal, sie solle mich sonst bei ihrer Ankunft anrufen, so dass wir zusammen einen Parkplatz suchen gehen können. Und prompt: Gerade dann, als sie ankam, wurde der Parkplatz direkt an der Hausmauer frei.
Letzte Nacht war das grösste Stadtfest des Jahres. Von überall her kamen sie in Scharen, und sie kamen auch in Autos. Und parkierten alles zu. Ich lief kurz vor Mitternacht vom Bahnhof nach Hause und sah die vollen Parkplätze, plus all die falsch parkierten Autos.. und alle, die noch am suchen waren. Ich wusste, dass Gianni in etwa einer Stunde auch in Biel ankommen würde, mit dem Auto. Ich hatte ihm schon mehrmals gesagt, dass es schwierig werden würde.. aber plötzlich ging mir auf, dass ich besser nicht Schwierigkeiten prophezeie. Und ich fragte nach, ob es eigentlich ein Parkplatz-Reservations-System gäbe im Himmel? Ja, das sei vorhanden. Also reservierte ich einen der 5 Parkplätze vor meinem Haus, für in ungefähr 45 Minuten, am liebsten den direkt am Haus. Und dann ging ich schlafen. Als Gianni nach Hause kam, erwachte ich. Ging raus und fragte, wo er parkiert habe. Er sagte: "Rate mal" - "Grad hier?" - "Ja, der dritte in der Reihe, vor dem Haus".
Heute Morgen ging ich um 7.30 Uhr arbeiten. Die Hotelgäste erzählten mir, wie sie um Mitternacht herum während etwa einer Stunde verzweifelt versucht hatten, einen Parkplatz zu finden! Es sei unmöglich gewesen! (Das Hotel ist sozusagen mein Nachbarhaus... es handelt sich also um dieselben 5 Plätze..) Sie hätten vor dem Haus aufeinander gewartet, bis die letzten einen Platz gefunden hätten. Somit muss "Gianni's Parkplatz" bis äusserst kurz vor seiner Ankunft ständig besetzt gewesen sein.
Direkt neben meinem Haus hat es 5 Blaue Zone Parkplätze, ein wenig daneben nochmal 4. Alle sind praktisch immer besetzt. Und ständig fahren Autos in die enge Sackgasse hinein, in der Hoffnung, einen freien Parkplatz zu finden, nur um dann mühsam wenden zu müssen. Als Gianni eine Woche lang da war, wurden wir fit, weil wir immer fast 10 Minuten den Berg hochlaufen mussten, wo wir noch einen Blaue Zone Platz gefunden hatten..
Kürzlich besuchte mich meine Freundin, die immer unglaubliche Gunst, oder "Glück", hat. Ich dachte mir noch "bestimmt wird sie einen Parkplatz direkt neben meinem Haus haben", aber warnte sie schon mal, sie solle mich sonst bei ihrer Ankunft anrufen, so dass wir zusammen einen Parkplatz suchen gehen können. Und prompt: Gerade dann, als sie ankam, wurde der Parkplatz direkt an der Hausmauer frei.
Letzte Nacht war das grösste Stadtfest des Jahres. Von überall her kamen sie in Scharen, und sie kamen auch in Autos. Und parkierten alles zu. Ich lief kurz vor Mitternacht vom Bahnhof nach Hause und sah die vollen Parkplätze, plus all die falsch parkierten Autos.. und alle, die noch am suchen waren. Ich wusste, dass Gianni in etwa einer Stunde auch in Biel ankommen würde, mit dem Auto. Ich hatte ihm schon mehrmals gesagt, dass es schwierig werden würde.. aber plötzlich ging mir auf, dass ich besser nicht Schwierigkeiten prophezeie. Und ich fragte nach, ob es eigentlich ein Parkplatz-Reservations-System gäbe im Himmel? Ja, das sei vorhanden. Also reservierte ich einen der 5 Parkplätze vor meinem Haus, für in ungefähr 45 Minuten, am liebsten den direkt am Haus. Und dann ging ich schlafen. Als Gianni nach Hause kam, erwachte ich. Ging raus und fragte, wo er parkiert habe. Er sagte: "Rate mal" - "Grad hier?" - "Ja, der dritte in der Reihe, vor dem Haus".
Heute Morgen ging ich um 7.30 Uhr arbeiten. Die Hotelgäste erzählten mir, wie sie um Mitternacht herum während etwa einer Stunde verzweifelt versucht hatten, einen Parkplatz zu finden! Es sei unmöglich gewesen! (Das Hotel ist sozusagen mein Nachbarhaus... es handelt sich also um dieselben 5 Plätze..) Sie hätten vor dem Haus aufeinander gewartet, bis die letzten einen Platz gefunden hätten. Somit muss "Gianni's Parkplatz" bis äusserst kurz vor seiner Ankunft ständig besetzt gewesen sein.
Samstag, Juni 22, 2013
Warum ich meinen Job liebe
Zum zweiten: Der Gäste wegen. Manche sind gestresst, ungeduldig oder mühsam. Aber die meisten sind freundlich, dankbar, und wundervoll. Sie kommen hierher, um den Garten zu geniessen, oder um sich ein gutes Essen zu gönnen, oder weil es etwas zu feiern gibt. Jede Person ist einzigartig verschieden, und ich liebe es, jeden Tag oder jeden Abend wieder komplett andere Menschen zu sehen. Während der einfachen Handlung von Bestellung aufnehmen und dem Servieren derselben, läuft im Hintergrund ein Abtasten und Einschätzen ab: Wie ist diese Person drauf? Soll ich etwas zum Wetter fragen? Die Person duzen oder siezen? Einen Apfelsaft vorschlagen oder doch lieber ein gutes Glas Wein? Ist es dem Gast wichiger, prompt bedient zu werden, oder sucht er ein bisschen menschlichen Kontakt? Soll ich mich diskret abwesend anwesend verhalten beim Wein öffnen, oder ist dies der Moment, aktiv die Stimmung zu lockern?
Und die schönsten Momente: Wenn Gäste glücklich nach Hause gehen. Was sozusagen immer vorkommt. Und wenn ich nach 9 Monaten USA zurückkehre und Gäste sagen: Oh, schön, Sie sind wieder zurück!
Und drittens: Mein Betrieb. Jeden Tag höre ich unzählige Male: Es ist so schön bei ihnen! Das Essen war herrlich!!! Ein unglaubliches Haus! Wir verkaufen alles Sachen, hinter denen ich voll und ganz stehen kann. Bio-Essen, vom benachbarten Gemüsemarkt, vom Bio-Bauernhof, und wenn es weiter her ist, dann ist es meistens fair gehandelt. Der Koch kommt am Morgen in die Küche, und weiss noch nicht, was das Mittagsmenu sein wird. Er oder sie schaut zuerst einmal, was heute Frisches geliefert wurde. Die Abendkarte enthält keine Gerichte, die man überall bekommt und die alle wollen, sondern auch mal Fleischstücke, die nicht so begehrt sind, oder alte Gemüsesorten, deren Namen man noch nie gehört hat. Ja, wir haben Prosecco, aber wir empfehlen immer auch den Schaumwein vom Bio-Winzer vom See. Meine Chefinnen sind mir SOO zugeneigt. Ich bin unglaublich gesegnet mit meiner Arbeitsstellen, und wenn du auch so eine brauchst, dann receive my testimony! :-)
Donnerstag, Juni 20, 2013
Ein Tag aus dem Leben einer Kellnerin
Ein immer noch ziemlich warmer Tag, an dem es in einem Moment grau bewölkt und im andern wieder klar und sonnig-heiss ist. Zwischendurch tröpfelt es ein wenig. Angekündigt sind immer wieder mögliche Regenschauer und gegen Abend Gewitter, eventuell auch schon Mittags.
Als meine Chefin und ich um 11.30 Uhr die Tische aufdecken - wir haben 35 Reservationen, das heisst: drinnen komplett ausgebucht - ist es grau am Himmel, und es hat sogar ein paar Regentropfen. Wenn wir so die Tischsets, Servietten etc. rauslegen, dann sind die bald nass. Also machen wir alles für drinnen parat. Natürlich, punkt 12 Uhr, als die Gäste eintreffen, reisst die Wolkendecke auf und alle wollen nach draussen sitzen.
Ausserdem haben wir unablässig Telefonate von Leuten, die auch noch essen kommen wollen. Wir sagen ihnen klar und deutlich, dass wir im Fall von Regen keinen einzigen Tisch am Trockenen haben, und dass es ausserdem sowieso schon ausgebucht sei - sie können noch kommen, aber es wird lange Wartezeiten geben.
Nach wenigen Minuten sitzen an fast allen Tischen Leute, meistens Zweierpaare, aber hinten auch eine 12-er Gruppe. Alle haben nur eine Stunde Mittagspause und wollen bestellen. Meine Chefin und ich rennen: Alles draussen aufdecken, Tischset, Serviette, Gabel, Messer, Glas, Karaffe Wasser, Menukarte. Gleichzeitig bestellen die Gäste schon. Sie sind hungrig und werden ungeduldig. Wir rennen und tun, was wir können. Zwischendurch immer noch Tropfen vom Himmel.
Als es ganz besonders hektisch ist, stehe ich am Tisch einer jungen Mutter, und nehme ihre Bestellung auf. Da ruft der Mann vom Nebentisch, der spontan noch eingetrudelt ist und nicht mal gefragt hat, ob es noch Platz hat, zu mir herüber: "Wir nehmen dann noch zwei Cola Zero, einmal mit Eis ohne Zitrone, einmal mit Eis und Zitrone". Ich bin ein bisschen irritiert, da ich ja eigentlich gerade bei der Frau am Bestellung aufnehmen bin, aber rufe zurück "ja, ist gut". In diesem Moment kommt eine Frau vom hintersten Tisch hergelaufen und herrscht mich an: "Sie, ich warte immer noch auf mein Getränk und mein Essen! Meine Kollegin isst schon!! Kann ich noch mein Getränk und mein Essen haben?!!". Genau jetzt bin ich mir bewusst, dass in genau diesem Moment mindestens noch 4 Tische auf ihre Getränke warten und gerne das Essen bestellen möchten, dass ich noch zwei Tische aufdecken muss, und dass in der Küche bereits warme Suppe bereitsteht für zwei Tische. Ich sage der Frau, dass es mir leid tut, aber dass ihre Kollegin ja Suppe und Salat bestellt hat, und dass wir nomalerweise die Salate zusammen bringen, dass sie darum jetzt noch nichts hat, weil sie keine Suppe hat. Aber ich bringe es sofort. Die Frau ist wieder genervt: "Nein, ich nehme meinen Salat immer mit dem Hauptgang zusammen!!". ok.... nun sind mir die Tränen in den Augen und ich beginne zu zittern... Ich rennen ins Haus, und meine Chefin fragt mich: "Was kann ich tun?" - Ich weiss es nicht, ich weiss es nicht, ich weiss es nicht. Da geht die Chefin zu der Frau an den Tisch und fragt sie energisch, was ihr eigentlich einfalle, mich so zu behandeln. Später bringe ich der Frau ihr Getränk, und sie fragt nun mich, warum denn meine Chefin sie so angeherrscht habe... Ich schwanke zwischen einer Erklärung, warum sie heute ihr Getränk nicht gerade sofort erhalten hat, sondern ein paar Minuten warten musste, und einer Entschuldigung, dass ich sie warten liess. Da sagt sie mir: "Wissen Sie, ich bin hier oft zu Gast, und bis jetzt kam das immer grad prompt". Ich entschuldige mich freundlich und gehe zum nächsten Tisch. Ich sage ihr nicht, wieviele Jahre ich schon hier arbeite und wieviele Mittage ich schon gemacht habe... und später erfahre ich von meiner Chefin, dass es gerade DIESE Frau war, die noch unbedingt essen kommen wollte, obwohl ausgebucht war, und dass meine Chefin DIESER Frau gesagt hatte, sie werde mit "sehr langen" (!) Wartezeiten rechnen müssen. ... was kann man da noch machen ...
Wir schwimmen und schwimmen, und versuchen nicht zu ertrinken, und dann kommt der Regen und alle stürzen ins Haus. Gleichzeitig läutet es aus der Küche, die Hauptgänge sind bereit, und die Gruppe bestellt Kaffee und Dessert. Wir haben kein sauberes Besteck mehr, ich muss nach draussen rennen und das verregnete holen, damit die Gäste, die unbedingt draussen essen wollten, jetzt ihren Hauptgang im Trockenen geniessen können. Und genau diese Gäste rufen mir, während ich für sie renne, zu: "Können wir bitte noch Brot haben?", "Es fehlen noch die Servietten", "Können Sie uns die Wasserkaraffe nochmal auffüllen?"
Als endlich alle weg sind, und ich etwas essen könnte, habe ich einen Berg Geschirr und Besteck zum abwaschen, trocken und polieren. Draussen scheint die Sonne, und es kommen schon die ersten Nachmittagsgäste für Kaffee und Kuchen, Antipasti und Eistee. Ich gebe der Küche Bescheid, dass ich heute leider nicht essen kann, und bereite zwischen zwei Ladungen Abwasch einige Teller Kuchen zu.
Nun bin ich endlich zuhause, und in einer Stunde gehe ich schon wieder in den Abendservice. Besser, endlich mal etwas zu essen.....
Als meine Chefin und ich um 11.30 Uhr die Tische aufdecken - wir haben 35 Reservationen, das heisst: drinnen komplett ausgebucht - ist es grau am Himmel, und es hat sogar ein paar Regentropfen. Wenn wir so die Tischsets, Servietten etc. rauslegen, dann sind die bald nass. Also machen wir alles für drinnen parat. Natürlich, punkt 12 Uhr, als die Gäste eintreffen, reisst die Wolkendecke auf und alle wollen nach draussen sitzen.
Ausserdem haben wir unablässig Telefonate von Leuten, die auch noch essen kommen wollen. Wir sagen ihnen klar und deutlich, dass wir im Fall von Regen keinen einzigen Tisch am Trockenen haben, und dass es ausserdem sowieso schon ausgebucht sei - sie können noch kommen, aber es wird lange Wartezeiten geben.
Nach wenigen Minuten sitzen an fast allen Tischen Leute, meistens Zweierpaare, aber hinten auch eine 12-er Gruppe. Alle haben nur eine Stunde Mittagspause und wollen bestellen. Meine Chefin und ich rennen: Alles draussen aufdecken, Tischset, Serviette, Gabel, Messer, Glas, Karaffe Wasser, Menukarte. Gleichzeitig bestellen die Gäste schon. Sie sind hungrig und werden ungeduldig. Wir rennen und tun, was wir können. Zwischendurch immer noch Tropfen vom Himmel.
Als es ganz besonders hektisch ist, stehe ich am Tisch einer jungen Mutter, und nehme ihre Bestellung auf. Da ruft der Mann vom Nebentisch, der spontan noch eingetrudelt ist und nicht mal gefragt hat, ob es noch Platz hat, zu mir herüber: "Wir nehmen dann noch zwei Cola Zero, einmal mit Eis ohne Zitrone, einmal mit Eis und Zitrone". Ich bin ein bisschen irritiert, da ich ja eigentlich gerade bei der Frau am Bestellung aufnehmen bin, aber rufe zurück "ja, ist gut". In diesem Moment kommt eine Frau vom hintersten Tisch hergelaufen und herrscht mich an: "Sie, ich warte immer noch auf mein Getränk und mein Essen! Meine Kollegin isst schon!! Kann ich noch mein Getränk und mein Essen haben?!!". Genau jetzt bin ich mir bewusst, dass in genau diesem Moment mindestens noch 4 Tische auf ihre Getränke warten und gerne das Essen bestellen möchten, dass ich noch zwei Tische aufdecken muss, und dass in der Küche bereits warme Suppe bereitsteht für zwei Tische. Ich sage der Frau, dass es mir leid tut, aber dass ihre Kollegin ja Suppe und Salat bestellt hat, und dass wir nomalerweise die Salate zusammen bringen, dass sie darum jetzt noch nichts hat, weil sie keine Suppe hat. Aber ich bringe es sofort. Die Frau ist wieder genervt: "Nein, ich nehme meinen Salat immer mit dem Hauptgang zusammen!!". ok.... nun sind mir die Tränen in den Augen und ich beginne zu zittern... Ich rennen ins Haus, und meine Chefin fragt mich: "Was kann ich tun?" - Ich weiss es nicht, ich weiss es nicht, ich weiss es nicht. Da geht die Chefin zu der Frau an den Tisch und fragt sie energisch, was ihr eigentlich einfalle, mich so zu behandeln. Später bringe ich der Frau ihr Getränk, und sie fragt nun mich, warum denn meine Chefin sie so angeherrscht habe... Ich schwanke zwischen einer Erklärung, warum sie heute ihr Getränk nicht gerade sofort erhalten hat, sondern ein paar Minuten warten musste, und einer Entschuldigung, dass ich sie warten liess. Da sagt sie mir: "Wissen Sie, ich bin hier oft zu Gast, und bis jetzt kam das immer grad prompt". Ich entschuldige mich freundlich und gehe zum nächsten Tisch. Ich sage ihr nicht, wieviele Jahre ich schon hier arbeite und wieviele Mittage ich schon gemacht habe... und später erfahre ich von meiner Chefin, dass es gerade DIESE Frau war, die noch unbedingt essen kommen wollte, obwohl ausgebucht war, und dass meine Chefin DIESER Frau gesagt hatte, sie werde mit "sehr langen" (!) Wartezeiten rechnen müssen. ... was kann man da noch machen ...
Wir schwimmen und schwimmen, und versuchen nicht zu ertrinken, und dann kommt der Regen und alle stürzen ins Haus. Gleichzeitig läutet es aus der Küche, die Hauptgänge sind bereit, und die Gruppe bestellt Kaffee und Dessert. Wir haben kein sauberes Besteck mehr, ich muss nach draussen rennen und das verregnete holen, damit die Gäste, die unbedingt draussen essen wollten, jetzt ihren Hauptgang im Trockenen geniessen können. Und genau diese Gäste rufen mir, während ich für sie renne, zu: "Können wir bitte noch Brot haben?", "Es fehlen noch die Servietten", "Können Sie uns die Wasserkaraffe nochmal auffüllen?"
Als endlich alle weg sind, und ich etwas essen könnte, habe ich einen Berg Geschirr und Besteck zum abwaschen, trocken und polieren. Draussen scheint die Sonne, und es kommen schon die ersten Nachmittagsgäste für Kaffee und Kuchen, Antipasti und Eistee. Ich gebe der Küche Bescheid, dass ich heute leider nicht essen kann, und bereite zwischen zwei Ladungen Abwasch einige Teller Kuchen zu.
Nun bin ich endlich zuhause, und in einer Stunde gehe ich schon wieder in den Abendservice. Besser, endlich mal etwas zu essen.....
Dienstag, Juni 18, 2013
über Würde vs. Prüde, Sexyness vs. Attraktivität, und über's Menschsein
Gestern beim Wäsche falten, genauer gesagt beim Unterwäsche falten, kam ich ins Nachdenken. Ich hatte immer mehr oder weniger normale Unterwäsche getragen. Erst in meiner Zeit in den USA kam sogenannte Reizunterwäsche oder einfach Spitzenunterwäsche vermehrt in mein Bewusstsein.
Wohlgemerkt: Ich trug nicht Grossmutter's Unterhosen. Sondern solche, die ich persönlich schön, cool, stilvoll und angenehm fand. Aber einige Begegnungen in den USA liessen mich zweifeln, ob ich überhaupt eine normale junge Frau bin... besonders an den Bridal Showers, an denen ich war. Das ist ein Anlass, an dem eine verlobte Frau sich vor der Hochzeit noch mit all ihren Freundinnen trifft. Klassischerweise macht man da Spiele (Küchengegenstände, in Papiersäcken verpackt, erraten), und alle Gäste bringen möglichst schöne bzw. sexy - hier verschiebt sich eben schon der Begriff für "schön" - Unterwäsche mit für die angehende Braut.
Bei diesen Bridal Showers war ich selbst auch bereits verlobt. Und bereitete mich auf die Hochzeit vor. Ich fragte vorsichtshalber mal beim zukünftigen Bräutigam nach, was er sich denn so wünsche im Bezug auf meine Unterwäsche. Er hatte aber nicht wirklich Wünsche oder Gedanken dazu. Ich hingegen hatte tausend Gedanken, die rasten. Gianni und ich gehen im Bereich der Sexualität einen wunderschönen, vertrauenbauenden, ehrenden Weg. Wir freuen uns aneinander und auf unsere Ehe, logischerweise gerade auch im Bezug auf Sexualität. Ich fühle mich freigesetzt neben ihm, und ganz als Frau. Gerade deshalb ist es für mich umso komischer, plötzlich von der Umwelt in eine Box gepresst zu werden: Verpackte Schwingbesen und Kochlöffel erraten? Pinke String-Tangas erhalten? Wirklich?? Das als Einstimmung auf die Hochzeit und Ehe, von den besten Freundinnen? Nein danke. Selbst führte ich keine Bridal Shower durch, und wenn, dann hätte sie anders ausgesehen. In mir begann etwas weh zu tun.
Aber ich begann, auch mehr Unterwäsche in diese Richtung zu kaufen. Obwohl ich von meinem zukünftigen Mann keinen Druck dafür spürte (das wäre ja sowieso eine red flag). Mehr und mehr jedoch fühlte ich mich unwohl und nicht ganz mich, wenn ich sie trug. Ich las auch Artikel über das Geschäft, in dem ich all das gekauft hatte (V*** Geheimnis).
Gleichzeitig will ich schön aussehen. Und ich sehe schön aus. Will ich sexy aussehen? Ich will vor allem begehrt werden, und zwar von meinem zukünftigen Mann. Und wir begehren uns. Weil wir uns lieben.
Heute war ich dann an der Aare in Bern, und merkte, dass ich mir dringend einen neuen Bikini kaufen muss für diese Saison. Ich hatte bisher nie ein grosses Problem mit Bikinis. Aber so ganz wohl war mir nie, besonders, wenn andere Männer herum waren. Und ganz besonders, wenn Gianni nicht dabei war.
Und nun entdeckte ich per Zufall dieses Video einer jungen Frau, in dem sie die Geschichte von Badebekleidung von Frauen erzählt, und Studien zitiert, die gezeigt haben, dass wenn Männer Frauen in Bikinis anschauen, dass dann die Gehirnregionen aktiviert sind, die normalerweise beim anschauen von Objekten aktiviert sind. Die Gehirnregionen jedoch, die aktiv sind, wenn sich Männer mit anderen Menschen unterhalten und auseinandersetzen, waren komplett inaktiv. Das Video erzählt noch mehr. Aber ich begann mich zu fragen, was ich denn um Himmels Willen sonst anziehen soll??? Da gab die junge Frau gerade die Antwort darauf. Sie hatte sich nämlich selbst diese Frage gestellt. Und eine eigene Kollektion von Schwimmanzügen entworfen. Es ist das mit Abstand teuerste Badekleid, das ich mir je bestellte. Aber noch nie habe ich 100.- mit solcher Erleichterung ausgegeben.
Frauen, wir sind schön! Wir sind attraktiv!!
Wohlgemerkt: Ich trug nicht Grossmutter's Unterhosen. Sondern solche, die ich persönlich schön, cool, stilvoll und angenehm fand. Aber einige Begegnungen in den USA liessen mich zweifeln, ob ich überhaupt eine normale junge Frau bin... besonders an den Bridal Showers, an denen ich war. Das ist ein Anlass, an dem eine verlobte Frau sich vor der Hochzeit noch mit all ihren Freundinnen trifft. Klassischerweise macht man da Spiele (Küchengegenstände, in Papiersäcken verpackt, erraten), und alle Gäste bringen möglichst schöne bzw. sexy - hier verschiebt sich eben schon der Begriff für "schön" - Unterwäsche mit für die angehende Braut.
Bei diesen Bridal Showers war ich selbst auch bereits verlobt. Und bereitete mich auf die Hochzeit vor. Ich fragte vorsichtshalber mal beim zukünftigen Bräutigam nach, was er sich denn so wünsche im Bezug auf meine Unterwäsche. Er hatte aber nicht wirklich Wünsche oder Gedanken dazu. Ich hingegen hatte tausend Gedanken, die rasten. Gianni und ich gehen im Bereich der Sexualität einen wunderschönen, vertrauenbauenden, ehrenden Weg. Wir freuen uns aneinander und auf unsere Ehe, logischerweise gerade auch im Bezug auf Sexualität. Ich fühle mich freigesetzt neben ihm, und ganz als Frau. Gerade deshalb ist es für mich umso komischer, plötzlich von der Umwelt in eine Box gepresst zu werden: Verpackte Schwingbesen und Kochlöffel erraten? Pinke String-Tangas erhalten? Wirklich?? Das als Einstimmung auf die Hochzeit und Ehe, von den besten Freundinnen? Nein danke. Selbst führte ich keine Bridal Shower durch, und wenn, dann hätte sie anders ausgesehen. In mir begann etwas weh zu tun.
Aber ich begann, auch mehr Unterwäsche in diese Richtung zu kaufen. Obwohl ich von meinem zukünftigen Mann keinen Druck dafür spürte (das wäre ja sowieso eine red flag). Mehr und mehr jedoch fühlte ich mich unwohl und nicht ganz mich, wenn ich sie trug. Ich las auch Artikel über das Geschäft, in dem ich all das gekauft hatte (V*** Geheimnis).
Gleichzeitig will ich schön aussehen. Und ich sehe schön aus. Will ich sexy aussehen? Ich will vor allem begehrt werden, und zwar von meinem zukünftigen Mann. Und wir begehren uns. Weil wir uns lieben.
Heute war ich dann an der Aare in Bern, und merkte, dass ich mir dringend einen neuen Bikini kaufen muss für diese Saison. Ich hatte bisher nie ein grosses Problem mit Bikinis. Aber so ganz wohl war mir nie, besonders, wenn andere Männer herum waren. Und ganz besonders, wenn Gianni nicht dabei war.
Und nun entdeckte ich per Zufall dieses Video einer jungen Frau, in dem sie die Geschichte von Badebekleidung von Frauen erzählt, und Studien zitiert, die gezeigt haben, dass wenn Männer Frauen in Bikinis anschauen, dass dann die Gehirnregionen aktiviert sind, die normalerweise beim anschauen von Objekten aktiviert sind. Die Gehirnregionen jedoch, die aktiv sind, wenn sich Männer mit anderen Menschen unterhalten und auseinandersetzen, waren komplett inaktiv. Das Video erzählt noch mehr. Aber ich begann mich zu fragen, was ich denn um Himmels Willen sonst anziehen soll??? Da gab die junge Frau gerade die Antwort darauf. Sie hatte sich nämlich selbst diese Frage gestellt. Und eine eigene Kollektion von Schwimmanzügen entworfen. Es ist das mit Abstand teuerste Badekleid, das ich mir je bestellte. Aber noch nie habe ich 100.- mit solcher Erleichterung ausgegeben.
Frauen, wir sind schön! Wir sind attraktiv!!
Dienstag, Juni 11, 2013
11.6.2003 - 11.6.2013
Zehn Jahre sind es her. 10 Jahre. Vor zehn Jahren verabreichte ein demokratischer Rechtsstaat einem unschuldigen Mann tödliches Gift, unter polizeilicher Aufsicht. Die zwei Jahre vorher hatte ich mit diesem Mann eine Brieffreundschaft gepflegt, und mehr und mehr über seinen Fall herausgefunden. Andere UnterstützerInnen und ich hatten Geld gesammelt, kamen im Lokalfernsehen und in einer grossen Tageszeitung, hatten einen amerikanischen Ermittler engagiert und bezahlt, und dieser hatte unglaubliche Beweismittel gefunden. Aber es war zu spät. Am 11.Juni 2003 stand ich um 18 Uhr in der texanischen Hitze vor einem roten Backsteingebäude, beobachtet von schwer bewaffneten Polizisten, und versuchte, die Mutter dieses Mannes festzuhalten, während sie zusammenbrach. Ihr Sohn kämpfte in diesen längsten und schlimmsten Minuten meines Lebens um Luft, aber all seine Muskeln waren gelähmt, so dass er langsam erstickte.Wir holten seine persönlichen Sachen ab, fuhren mehrere Stunden lang nach Houston, wo ich ein Sandwich essen ging. Am nächsten Morgen fuhren wir zur Aufbahrungshalle, wo sein Körper lag. Danach weiter zum Flughafen. Ich flog weinend nach Hause.
Ich erlebte unglaubliche Unterstützung von FreundInnen, Bekannten, aber auch völlig Unbekannten. Anteilnahme, finanzielle Unterstützung für Kia's Familie und für meinen Flug, und unzählige Gebete. Kia bleibt vermisst, auch wenn es ihm jetzt gut geht. Es war nicht so gedacht von Gott, als Er ihn schuf. Ist die Ungerechtigkeit irgendwann vorbei und man geht zum nächsten Kapitel?
10 Jahre, aber der Schmerz ist nicht weniger geworden.
TXTX - spoken word
11.6. - das Lied
Sonntag, Juni 09, 2013
Gedanken über Tod und Leben, und über Himmeltransporte
Ich hasse den Tod. Ich benutze sonst selten so drastische Worte, weil ich so vieles liebe. Aber der Tod nimmt einem Menschen fort, bringt ein Fehlen in die Welt, und ist schlicht unnötig. Wir müssen nicht durch die Tür des Todes, um in den Himmel zu gelangen. Wir sind bereits an himmlische Örter versetzt. Der Fluch fiel auf Jesus, und Jesus stand von den Toten auf und ist das ewige Leben. Das in uns lebt.
Anyway. Ich lesen von schrecklichen Unfällen und leide schrecklich darunter, dass es noch nicht viel mehr Totenauferweckungen gibt. Oder noch besser: Dass es gar nicht mehr zu Unfällen und Krankheiten kommt. Aber solange es dies alles gibt, gilt Matthäus 10,8: Heilt die Kranken, weckt die Toten auf, treibt Dämonen aus, reinigt die Aussätzigen.
Unzählige, unsortierte, noch nicht durchgedachte Gedankensplitter.... könnte es mehr Auferstehungen geben, wenn wir aufhören würden, den Tod als Freund zu betrachten? "Sie wurde von ihren Leiden erlöst". Ich verstehe, dass eine Person, die gestorben ist, nun nicht mehr leidet und es im Himmel super hat. Aber der Tod erlöst nie. Klar, die Schmerzen hören auf, aber das ist, weil die Person jetzt im Himmel ist. Der Tod selbst ist nicht der Erlöser. Jesus ist der Erlöser. Und wir sind befähigt worden, den Himmel auf die Erde zu bringen.
Eine junge Frau, Elizabeth, ging drei Jahre lang mit mir in dieselbe Klasse in Redding. Sie verlor beide Elternteile, einen davon an Suizid. Heute ist sie eine der feurigsten Personen, die ich kenne. Aktuell ist sie gerade in einer grossen amerikanischen Stadt, wo sie mit ihrem Team das tut, wozu wir alle befähigt und bevollmächtigt sind. An einem Morgen in der U-Bahn trafen sie einen jungen Mann, der verkatert war vom Vorabend. Nach einem Gebet verschwanden alle Symptome. Das Team prophezeite dann die ganze restliche Fahrt Worte der Hoffung und Ermutigung über ihn. Später gingen sie in ein Spital zur Notfallaufnahme, wo Leute zum Teil mehrere Stunden lang (oder die ganze Nacht..) auf Behandlung warten. Elizabeth hatte ein Wort der Erkenntnis für Nervenbeschwerden im Rücken. Sie fragte eine Frau, ob sie das habe. Die Frau stand überrascht auf und bejahte. Elizabeth fragte, ob sie für sie beten könne. Die Frau verneinte entschlossen. So sagte Elizabeth ihr, dass jetzt, während das Team hinausging, eine Wärme in den Rücken der Frau kommen werde, und alle Schmerzen weggehen würden. Dann lief sie hinaus. Als sie bei der Tür war, schrie die Frau hinten im Raum: "Gott ist mit diesen Leuten! Mein Rücken ist warm und alle Schmerzen sind weg!!". Danach holte diese soeben geheilte Frau Elizabeth und das Team zurück und zerrte sie zur Intensivstation, wo ihr junger Sohn lag, dem in den Kopf geschossen worden war. Die Rettungssanitäter hatten ihn reanimiert, aber es sah nicht gut aus. Elizabeth und das Team beteten, und wurden dann von Zimmer zu Zimmer gebracht, wo sie mehrere Leute heilten. Wie es dem jungen Mann weiter erging, wissen wir leider nicht.
Aber mein Punkt ist: Elizabeth ist eine wie du und ich. Ein Kind Gottes. Sie sagte einmal: Es ist besser, Gott 30 Sekunden lang zu glauben, als ihn 3 Stunden lang anzuflehen.
Warum werden manchmal Leute nicht geheilt oder sterben sogar? Ich weiss es nicht.
Aber was, wenn wir alle wissen und glauben würden, dass Jesus in uns lebt, wir das ewige Leben haben, und dass weder Krankheit noch Tod normal sind?
Die Dead Raising Teams von Tyler Johnson haben schon neun Auferweckungen erlebt seit 2006. Sie haben aber für Dutzende, wenn nicht Hunderte von Toten gebetet und dort keinen Durchbruch erlebt. War es das alles wert für die bisherigen 9 Erweckungen? Natürlich!! Ich bin SO motiviert, kontinuierlich für Kranke und Tote zu beten, dass Leben zurückkommt.
Ein anderer Bekanner von mir Brian Blount, ist ein "gewöhnlicher Geschäftsmann". Aber eines Tages hat er einfach angefangen, Worte der Erkenntnis auszuprobieren. Unzählige Male lag er völlig falsch! Unzählige! Aber je länger er das tat, umso öfter hatten die von ihm angesprochenen Leute tatsächlich die Krankheiten, die er fühlte/dachte. Und wurden geheilt. Manchmal in einem 20-Sekunden-Zeitrahmen im Burger King Drive-through. Heute berichtet er fast täglich von Heilungszeugnissen, die er unterwegs in seinem Alltag erlebt.
Vor zwei Tagen war ich am Bahnschalter, um meine Adressänderung zu melden. Es waren 8 Schalter offen, und etwa 15 Leute waren vor mir dran. Ich bemerkte, dass eine der Bahn-Angestellten eine Handgelenkschiene trug.... hmm....... Etwa 10 Minuten später wurde meine Nummer angerufen. Und ja, ich kam zu ihr an den Schalter. Sie war sehr zackig, gestresst. Kein Wunder, der Raum war VOLL von wartenden Leuten. Dementsprechend war ich auch gehemmt, Gebet anzubieten... aber während sie meine Daten im Computer eintrug, fragte ich sie, ob die Handgelenkschmerzen schlimm seien. Ja, sehr sehr schlimm!!!, sagte sie. Als sie mir meine Karte zurückgab und bereits die nächste Person aufrief, sagte ich ihr: "Ich bete, dass die Schmerzen in Ihrem Handgelenk komplett verschwinden. Jetzt gerade!". Während ich das sagte, spürte ich eine Welle von Gottes Gegenwart kommen... Sie schaute mich überrascht und erstaunt an, und sagte danke. Dann war schon die nächste Person da und ich weg. Ich habe keine Ahnung, ob irgendwas geschah. Aber hätte ich nicht gebetet, würde ich es bereuen. So, wie ich unzählige!! Gelegenheiten bereut habe und bereue. Es ist ein Weg, aber er macht Spass!
Anyway. Ich lesen von schrecklichen Unfällen und leide schrecklich darunter, dass es noch nicht viel mehr Totenauferweckungen gibt. Oder noch besser: Dass es gar nicht mehr zu Unfällen und Krankheiten kommt. Aber solange es dies alles gibt, gilt Matthäus 10,8: Heilt die Kranken, weckt die Toten auf, treibt Dämonen aus, reinigt die Aussätzigen.
Unzählige, unsortierte, noch nicht durchgedachte Gedankensplitter.... könnte es mehr Auferstehungen geben, wenn wir aufhören würden, den Tod als Freund zu betrachten? "Sie wurde von ihren Leiden erlöst". Ich verstehe, dass eine Person, die gestorben ist, nun nicht mehr leidet und es im Himmel super hat. Aber der Tod erlöst nie. Klar, die Schmerzen hören auf, aber das ist, weil die Person jetzt im Himmel ist. Der Tod selbst ist nicht der Erlöser. Jesus ist der Erlöser. Und wir sind befähigt worden, den Himmel auf die Erde zu bringen.
Eine junge Frau, Elizabeth, ging drei Jahre lang mit mir in dieselbe Klasse in Redding. Sie verlor beide Elternteile, einen davon an Suizid. Heute ist sie eine der feurigsten Personen, die ich kenne. Aktuell ist sie gerade in einer grossen amerikanischen Stadt, wo sie mit ihrem Team das tut, wozu wir alle befähigt und bevollmächtigt sind. An einem Morgen in der U-Bahn trafen sie einen jungen Mann, der verkatert war vom Vorabend. Nach einem Gebet verschwanden alle Symptome. Das Team prophezeite dann die ganze restliche Fahrt Worte der Hoffung und Ermutigung über ihn. Später gingen sie in ein Spital zur Notfallaufnahme, wo Leute zum Teil mehrere Stunden lang (oder die ganze Nacht..) auf Behandlung warten. Elizabeth hatte ein Wort der Erkenntnis für Nervenbeschwerden im Rücken. Sie fragte eine Frau, ob sie das habe. Die Frau stand überrascht auf und bejahte. Elizabeth fragte, ob sie für sie beten könne. Die Frau verneinte entschlossen. So sagte Elizabeth ihr, dass jetzt, während das Team hinausging, eine Wärme in den Rücken der Frau kommen werde, und alle Schmerzen weggehen würden. Dann lief sie hinaus. Als sie bei der Tür war, schrie die Frau hinten im Raum: "Gott ist mit diesen Leuten! Mein Rücken ist warm und alle Schmerzen sind weg!!". Danach holte diese soeben geheilte Frau Elizabeth und das Team zurück und zerrte sie zur Intensivstation, wo ihr junger Sohn lag, dem in den Kopf geschossen worden war. Die Rettungssanitäter hatten ihn reanimiert, aber es sah nicht gut aus. Elizabeth und das Team beteten, und wurden dann von Zimmer zu Zimmer gebracht, wo sie mehrere Leute heilten. Wie es dem jungen Mann weiter erging, wissen wir leider nicht.
Aber mein Punkt ist: Elizabeth ist eine wie du und ich. Ein Kind Gottes. Sie sagte einmal: Es ist besser, Gott 30 Sekunden lang zu glauben, als ihn 3 Stunden lang anzuflehen.
Warum werden manchmal Leute nicht geheilt oder sterben sogar? Ich weiss es nicht.
Aber was, wenn wir alle wissen und glauben würden, dass Jesus in uns lebt, wir das ewige Leben haben, und dass weder Krankheit noch Tod normal sind?
Die Dead Raising Teams von Tyler Johnson haben schon neun Auferweckungen erlebt seit 2006. Sie haben aber für Dutzende, wenn nicht Hunderte von Toten gebetet und dort keinen Durchbruch erlebt. War es das alles wert für die bisherigen 9 Erweckungen? Natürlich!! Ich bin SO motiviert, kontinuierlich für Kranke und Tote zu beten, dass Leben zurückkommt.
Ein anderer Bekanner von mir Brian Blount, ist ein "gewöhnlicher Geschäftsmann". Aber eines Tages hat er einfach angefangen, Worte der Erkenntnis auszuprobieren. Unzählige Male lag er völlig falsch! Unzählige! Aber je länger er das tat, umso öfter hatten die von ihm angesprochenen Leute tatsächlich die Krankheiten, die er fühlte/dachte. Und wurden geheilt. Manchmal in einem 20-Sekunden-Zeitrahmen im Burger King Drive-through. Heute berichtet er fast täglich von Heilungszeugnissen, die er unterwegs in seinem Alltag erlebt.
Vor zwei Tagen war ich am Bahnschalter, um meine Adressänderung zu melden. Es waren 8 Schalter offen, und etwa 15 Leute waren vor mir dran. Ich bemerkte, dass eine der Bahn-Angestellten eine Handgelenkschiene trug.... hmm....... Etwa 10 Minuten später wurde meine Nummer angerufen. Und ja, ich kam zu ihr an den Schalter. Sie war sehr zackig, gestresst. Kein Wunder, der Raum war VOLL von wartenden Leuten. Dementsprechend war ich auch gehemmt, Gebet anzubieten... aber während sie meine Daten im Computer eintrug, fragte ich sie, ob die Handgelenkschmerzen schlimm seien. Ja, sehr sehr schlimm!!!, sagte sie. Als sie mir meine Karte zurückgab und bereits die nächste Person aufrief, sagte ich ihr: "Ich bete, dass die Schmerzen in Ihrem Handgelenk komplett verschwinden. Jetzt gerade!". Während ich das sagte, spürte ich eine Welle von Gottes Gegenwart kommen... Sie schaute mich überrascht und erstaunt an, und sagte danke. Dann war schon die nächste Person da und ich weg. Ich habe keine Ahnung, ob irgendwas geschah. Aber hätte ich nicht gebetet, würde ich es bereuen. So, wie ich unzählige!! Gelegenheiten bereut habe und bereue. Es ist ein Weg, aber er macht Spass!
Sonntag, Mai 26, 2013
Gemächlich pressieren
Wie fest pressiert es eigentlich? Pressiert es überhaupt?
Vielleicht wenn ich 99 wäre und ich hätte immer noch kein Buch veröffentlicht. Aber jetzt? Was, wenn ich mit 45 ein unglaublich gutes Buch veröffentliche. Denken dann alle "15 Jahre zu spät"? Natürlich nicht. Oder mit 70? Auch das ist noch ein super Alter für solche Sachen. Ausserdem lebe ich ja mindestens 400 Jahre.
Vielleicht muss ich mich gar nicht so gestresst fühlen, wenn alle lieben Leute um mich herum immer nach meinem Buch fragen, ob es denn schon fertig sei. Es könnte in ein paar Wochen fertig sein, oder in ein paar Jahren. Und ich fühle mich geliebt, wenn man fragt, wirklich. Zum Glück hab ich diesen Druck nicht mehr. Lustig eigentlich, dass ich den Druck nur habe, wenn er in meinen Gedanken ist.
Hingegen erlebe ich ausserhalb meiner Gedanken unglaubliche Ermutigung. Kaum denke ich über's Schreiben nach kommt - bäm! - ein prophetisches Wort, dass ich schreiben soll. Oder heute im Gottesdienst, da betete ich für eine random Frau, die ich nicht im Geringsten kannte, und dann sagte sie mir "Ich hab dich vor ein paar Jahren mal da auf dem Kornhausplatz rappen gehört, das war super. Rappst du noch? Du solltest unbedingt weiterfahren". Dieses Konzert fand wirklich vor Jahren statt!!! Wow! Gerade HEUTE Morgen hatte ich urplötzlich das riesige Verlangen, wieder mal einen Raptext zu schreiben. Aber dann dachte ich, "wozu..."....... und dann das.
I love my life.
Vielleicht wenn ich 99 wäre und ich hätte immer noch kein Buch veröffentlicht. Aber jetzt? Was, wenn ich mit 45 ein unglaublich gutes Buch veröffentliche. Denken dann alle "15 Jahre zu spät"? Natürlich nicht. Oder mit 70? Auch das ist noch ein super Alter für solche Sachen. Ausserdem lebe ich ja mindestens 400 Jahre.
Vielleicht muss ich mich gar nicht so gestresst fühlen, wenn alle lieben Leute um mich herum immer nach meinem Buch fragen, ob es denn schon fertig sei. Es könnte in ein paar Wochen fertig sein, oder in ein paar Jahren. Und ich fühle mich geliebt, wenn man fragt, wirklich. Zum Glück hab ich diesen Druck nicht mehr. Lustig eigentlich, dass ich den Druck nur habe, wenn er in meinen Gedanken ist.
Hingegen erlebe ich ausserhalb meiner Gedanken unglaubliche Ermutigung. Kaum denke ich über's Schreiben nach kommt - bäm! - ein prophetisches Wort, dass ich schreiben soll. Oder heute im Gottesdienst, da betete ich für eine random Frau, die ich nicht im Geringsten kannte, und dann sagte sie mir "Ich hab dich vor ein paar Jahren mal da auf dem Kornhausplatz rappen gehört, das war super. Rappst du noch? Du solltest unbedingt weiterfahren". Dieses Konzert fand wirklich vor Jahren statt!!! Wow! Gerade HEUTE Morgen hatte ich urplötzlich das riesige Verlangen, wieder mal einen Raptext zu schreiben. Aber dann dachte ich, "wozu..."....... und dann das.
I love my life.
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Donnerstag, Mai 23, 2013
Luxus-Grenzerfahrungen
Es ist immer gut, Erfahrungen zu machen, die man, wenn man wüsste, wie sie sein werden, nicht wählte. So bewarb ich mich kürzlich telefonisch, eine Doppellektion Musik als Stellvertretung zu unterrichten, zusammen mit Gianni. Wir erhielten den Job ohne Probleme, bereiteten uns gründlich vor (!) und fuhren am nächsten Tag hin.
Die Lehrerin selbst, sowie andere Lehrerinnen im Schulhaus hatten uns voller Begeisterung von dieser Klasse erzählt. Das seien soooo liiiiebe Schülerinnen und Schüler, so herzige, begeisterungsfähige, motivierte... ...und sie hatten Recht. Diese 11-jährigen Kinder waren so motiviert, dass sie voller Energie auf ihre Djembés, Pauken und Xylophone einschlugen, auch wenn ich schon längst mit dem Glöckchen läutete und Ruhe verlangte. Nach zwei Lektionen hatte ich fast keine Stimme mehr, geschweige denn Nerven. Da waren die 8 stillen Mädchen und die vier äusserst lauten, dominierenden Jungs, plus sechs MitläuferInnen, die sich immer an den zwei lautesten Jungen orientierten. Waren diese still, waren sie still, waren diese laut, waren sie laut.
Auf der Rückfahrt musste Gianni einiges erleiden..... ich wolle definitiv NIE MEHR als Stellvertreterin arbeiten und garantiert NIE Lehrerin werden, und wenn ich es mir so überlege, so wolle ich auch nie Kinder auf die Welt stellen, da diese in wenigen Jahren selbst zu "Terroristen" werden würden. Die spielenden Nachbarskinder fand ich nun beim besten Willen nicht mehr herzig.
Mein ohnehin schon grosser Respekt für Lehrerinnen und Lehrer schnellte in Höhen, die man kaum beschreiben kann.
Einige Stunden später fand ich es immerhin gut, einmal im Leben diese Erfahrung gemacht zu haben.
Einen Tag später erfuhr ich, dass es nur drei Jahre Studium braucht, um Primarlehrerin zu werden. Ich will ganz sicher nicht Lehrerin werden. Schon gar nicht Primarlehrerin. Aber nur drei Jahre? Und dann hätte ich ein Berufsdiplom, mein erstes Berufsdiplom??! Ich könnte mir ja dann gut aussuchen, wo und wie viel ich arbeiten würde................ Handkehrum.... warum nicht einfach zwei Jahre anhängen und in 5 Jahren Studium etwas lernen, was ich viel lieber würde...?!
Aber 5 Jahre?? Es bleibt spannend.....
Die Lehrerin selbst, sowie andere Lehrerinnen im Schulhaus hatten uns voller Begeisterung von dieser Klasse erzählt. Das seien soooo liiiiebe Schülerinnen und Schüler, so herzige, begeisterungsfähige, motivierte... ...und sie hatten Recht. Diese 11-jährigen Kinder waren so motiviert, dass sie voller Energie auf ihre Djembés, Pauken und Xylophone einschlugen, auch wenn ich schon längst mit dem Glöckchen läutete und Ruhe verlangte. Nach zwei Lektionen hatte ich fast keine Stimme mehr, geschweige denn Nerven. Da waren die 8 stillen Mädchen und die vier äusserst lauten, dominierenden Jungs, plus sechs MitläuferInnen, die sich immer an den zwei lautesten Jungen orientierten. Waren diese still, waren sie still, waren diese laut, waren sie laut.
Auf der Rückfahrt musste Gianni einiges erleiden..... ich wolle definitiv NIE MEHR als Stellvertreterin arbeiten und garantiert NIE Lehrerin werden, und wenn ich es mir so überlege, so wolle ich auch nie Kinder auf die Welt stellen, da diese in wenigen Jahren selbst zu "Terroristen" werden würden. Die spielenden Nachbarskinder fand ich nun beim besten Willen nicht mehr herzig.
Mein ohnehin schon grosser Respekt für Lehrerinnen und Lehrer schnellte in Höhen, die man kaum beschreiben kann.
Einige Stunden später fand ich es immerhin gut, einmal im Leben diese Erfahrung gemacht zu haben.
Einen Tag später erfuhr ich, dass es nur drei Jahre Studium braucht, um Primarlehrerin zu werden. Ich will ganz sicher nicht Lehrerin werden. Schon gar nicht Primarlehrerin. Aber nur drei Jahre? Und dann hätte ich ein Berufsdiplom, mein erstes Berufsdiplom??! Ich könnte mir ja dann gut aussuchen, wo und wie viel ich arbeiten würde................ Handkehrum.... warum nicht einfach zwei Jahre anhängen und in 5 Jahren Studium etwas lernen, was ich viel lieber würde...?!
Aber 5 Jahre?? Es bleibt spannend.....
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Freitag, Mai 17, 2013
Abreisen aus Zuhause und uniformierte Engel
Als ich gestern morgen früh um 06.30 Uhr erwachte, war es herrlich kühl. Man konnte gut in kurzen Hosen und Trägershirt draussen sein um diese Zeit. Später würde es dann zu heiss sein dafür. Heute früh, kurz vor 6 Uhr, ist es KALT und es regnet. Ja, ich bin wieder in der Schweiz. Let's just laugh at that...
Packen in Redding, nach drei Jahren.... alles, was nicht in den Koffer oder ins Handgepäck passt, muss weg. Obwohl ich schon in März unglaublich viele Sachen in die Schweiz brachte, musste ich dennoch gestern einige geliebte Kleidungsstücke, Bücher und Tassen wegwerfen bzw. in die Brockenstube geben.
Zwischendurch noch schnell das Auto verkaufen, das auseinandergeschraubte und in eine Box verpackte Velo abholen (20kg), meine Matratze verkaufen, Nahrungsmittel verteilen,... und ab zum Flughafen.
In Frankfurt gibt es an den Lufthansa-Gates gratis Zugang zu Kaffeemaschinen, Heisswasser und Tee. Ich werde ewig dankbar sein.
In Milano hole ich meine zwei Koffer und die Velobox ab. Die Gepäckwägelchen kosten 2 Euro, aber natürlich habe ich keine Euro-Münzen auf mir. Ein wichtig aussehender Mann in Uniform und mit wichtig aussehendem Badge um den Hals sieht mein Problem. Ich frage ihn: Posso pagare con la carta di credito? Das ist einer der wenigen Sätze, die ich beherrsche. Er verneint, aber schleppt meine Velobox durch die ganze Halle und durch den Zoll hindurch, wo er die Zöllner mit Vornamen begrüsst. UFFFFFF.... ich habe nämlich schon gehört, dass ich eventuell viel Zoll bezahlen müsse fürs Velo. Mein uniformierter Freund übergibt die Box meinem draussen wartenden Verlobten, und alles ist gut.
Zwei Nächte praktisch nichts geschlafen, um 23.30 Uhr ins Bett, ab 04 Uhr hellwach.
Ich fühle mich, als ob mein Zuhause weit weg wäre, nämlich in Redding. Es ist, als würde ich einfach hier in die Ferien kommen und Familie und FreundInnen besuchen. Aber nein. Nächste Woche unterschreibe ich einen Wohnungsvertrag und beginne zu arbeiten. Wann wir das Geld haben werden, wieder nach Redding zu fliegen, ist unklar...... Wie lange dauert es, bis man wieder ein Zuhause hat?
Packen in Redding, nach drei Jahren.... alles, was nicht in den Koffer oder ins Handgepäck passt, muss weg. Obwohl ich schon in März unglaublich viele Sachen in die Schweiz brachte, musste ich dennoch gestern einige geliebte Kleidungsstücke, Bücher und Tassen wegwerfen bzw. in die Brockenstube geben.
Zwischendurch noch schnell das Auto verkaufen, das auseinandergeschraubte und in eine Box verpackte Velo abholen (20kg), meine Matratze verkaufen, Nahrungsmittel verteilen,... und ab zum Flughafen.
In Frankfurt gibt es an den Lufthansa-Gates gratis Zugang zu Kaffeemaschinen, Heisswasser und Tee. Ich werde ewig dankbar sein.
In Milano hole ich meine zwei Koffer und die Velobox ab. Die Gepäckwägelchen kosten 2 Euro, aber natürlich habe ich keine Euro-Münzen auf mir. Ein wichtig aussehender Mann in Uniform und mit wichtig aussehendem Badge um den Hals sieht mein Problem. Ich frage ihn: Posso pagare con la carta di credito? Das ist einer der wenigen Sätze, die ich beherrsche. Er verneint, aber schleppt meine Velobox durch die ganze Halle und durch den Zoll hindurch, wo er die Zöllner mit Vornamen begrüsst. UFFFFFF.... ich habe nämlich schon gehört, dass ich eventuell viel Zoll bezahlen müsse fürs Velo. Mein uniformierter Freund übergibt die Box meinem draussen wartenden Verlobten, und alles ist gut.
Zwei Nächte praktisch nichts geschlafen, um 23.30 Uhr ins Bett, ab 04 Uhr hellwach.
Ich fühle mich, als ob mein Zuhause weit weg wäre, nämlich in Redding. Es ist, als würde ich einfach hier in die Ferien kommen und Familie und FreundInnen besuchen. Aber nein. Nächste Woche unterschreibe ich einen Wohnungsvertrag und beginne zu arbeiten. Wann wir das Geld haben werden, wieder nach Redding zu fliegen, ist unklar...... Wie lange dauert es, bis man wieder ein Zuhause hat?
Mittwoch, Mai 08, 2013
Liebe suchen, weil sie einem gefunden hat
Zwei Einträge an einem Tag.
Heute Morgen überlegte ich so, ob ich wohl dieses Jahr meine Zeit gut verwaltet habe. Um 10 Uhr fuhr ich an ein Pastorentreffen, und dort fing eine Frau, dich ich noch nie in meinem Leben gesehen hatte, an, für mich zu beten. Plötzlich hielt sie inne, und sagte dann zu mir: Du bist dieses Jahr sehr gut mit deiner Zeit umgegangen. Ich so: "hmm.. I hope so", worauf sie: "Nein, ich wische jeden Zweifel weg. Du bist gut mit deiner Zeit umgegangen. Punkt".
Nice!
Ein Gedanke, der mich zur Zeit beschäftigt: Wenn wir annehmen, dass Gott Liebe ist (was in der Bibel mehrmals gesagt wird), und dass perfekte Liebe jede Angst vertreibt (ist auch in der Bibel), und wenn wir annehmen, dass es nur zwei Haupt-Emotionen gibt, nämlich Liebe und Angst, und dass alle weiteren Emotionen von diesen zwei abstammen (das hörte ich kürzlich an einer Konferenz), dann verwundert es mich doch sehr, dass so viele Christen versuchen, Leute durch das Mittel Angst zur perfekten Liebe zu bringen: "weisst du, wo du die Ewigkeit verbringst? Es könnte die Hölle sein". etc. Schon nur die weit verbreitete Unart, bei einem Versehen, oder wenn man nach einem Fehlentscheid eine negative Konsequenz hat, sofort zu sagen: "Gott straft sofort". Was für ein Widerspruch!
Wenn ich bedingungslose Liebe erfahre, freigesetzt und geheilt werde, dann will ich doch automatisch mit diesem Gott sein, und nicht deshalb, weil ich sonst in irgendeine ominöse Hölle geworfen würde.
Brrrrrr.
Jesus sind ganze Menschenmengen nachgefolgt, oder sie suchten ihn sogar auf, wenn er sich irgendwohin an einen abgelegenen Ort zurückgezogen hatte. Warum? Weil sie Angst hatten vor der Hölle? Nein, sondern weil sie wussten, dass er alle, die krank waren, heilte. Dass er Tote auferweckte und von schlechten Geistern Geplagte befreite. I love him so much!!!
Heute Morgen überlegte ich so, ob ich wohl dieses Jahr meine Zeit gut verwaltet habe. Um 10 Uhr fuhr ich an ein Pastorentreffen, und dort fing eine Frau, dich ich noch nie in meinem Leben gesehen hatte, an, für mich zu beten. Plötzlich hielt sie inne, und sagte dann zu mir: Du bist dieses Jahr sehr gut mit deiner Zeit umgegangen. Ich so: "hmm.. I hope so", worauf sie: "Nein, ich wische jeden Zweifel weg. Du bist gut mit deiner Zeit umgegangen. Punkt".
Nice!
Ein Gedanke, der mich zur Zeit beschäftigt: Wenn wir annehmen, dass Gott Liebe ist (was in der Bibel mehrmals gesagt wird), und dass perfekte Liebe jede Angst vertreibt (ist auch in der Bibel), und wenn wir annehmen, dass es nur zwei Haupt-Emotionen gibt, nämlich Liebe und Angst, und dass alle weiteren Emotionen von diesen zwei abstammen (das hörte ich kürzlich an einer Konferenz), dann verwundert es mich doch sehr, dass so viele Christen versuchen, Leute durch das Mittel Angst zur perfekten Liebe zu bringen: "weisst du, wo du die Ewigkeit verbringst? Es könnte die Hölle sein". etc. Schon nur die weit verbreitete Unart, bei einem Versehen, oder wenn man nach einem Fehlentscheid eine negative Konsequenz hat, sofort zu sagen: "Gott straft sofort". Was für ein Widerspruch!
Wenn ich bedingungslose Liebe erfahre, freigesetzt und geheilt werde, dann will ich doch automatisch mit diesem Gott sein, und nicht deshalb, weil ich sonst in irgendeine ominöse Hölle geworfen würde.
Brrrrrr.
Jesus sind ganze Menschenmengen nachgefolgt, oder sie suchten ihn sogar auf, wenn er sich irgendwohin an einen abgelegenen Ort zurückgezogen hatte. Warum? Weil sie Angst hatten vor der Hölle? Nein, sondern weil sie wussten, dass er alle, die krank waren, heilte. Dass er Tote auferweckte und von schlechten Geistern Geplagte befreite. I love him so much!!!
Dienstag, Mai 07, 2013
Links sein und ganz rechts leben
Die letzten drei Jahre waren für mich nicht nur geistlich eine interessante Erfahrung, sondern auch in politischer Hinsicht. Während Kalifornien eher demokratisch geprägt ist, ist Redding definitiv eine Republikaner-Hochburg. Schon nur das war für mich neu: Dass hier die allermeisten Menschen sich entweder dem einen oder dem andern Lager zugehörig fühlen. Und die jeweils andere Seite total verachten.
Bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen, die ich an einer Hand abzählen kann, waren alle AmerikanerInnen, mit denen ich zu tun hatte, überzeugte RepublikanerInnen. Eine der Ausnahmen ist die Hausbesitzerin, bei der ich die ersten zwei Jahre lebte: Sie ist überzeugte Tea Party Frau, also noch tausendmal rechter als RepublikanerInnen es sind. Das bedeutet: Der Staat ist nicht nur unnötig, sondern eine direkte Bedrohung von Freiheit. Es gilt, ihn in jeder Hinsicht zu bekämpfen. Am besten legt man gleich Nahrungsmittellager an, falls die Sozialisten übernehmen und es kein Essen mehr in den Supermärkten hat. - kein Witz!!!
Und ausgerechnet ich zog in dieses Haus ein. Ich, die ich bei unzähligen Demos von "Linksextremen" dabeigewesen war und mich selbst oft als "linker als links" bezeichnet hatte. Und ich, die ich zu der Zeit extrem politisch interessiert war, und die ich mir jede Woche die WOZ in dieses Haus schicken liess. Ich, die ich eine politische Diskussion sehr schnell emotional und lautstärkenmässig eskalieren lassen kann..... ask my family.
Ich wusste also, dass es überlebensnotwendig für alle Beteiligten war, wenn ich in diesem Haus gar nicht erst zu diskutieren anfange. Dies bedeutete für mich oft: Rückzug in mein Zimmer..... Mit der Zeit konnte ich es besser nehmen, und liess mir auch einige ihrer Standpunkte erklären. Ich verstand ihre Gedankengänge, aber fand sie natürlich realitätsfremd.
Auch in der Schule und in der Gemeinde wurde ich immer wieder schockiert. Ich merkte immer mehr, wie sehr ich Europäerin bin und die AmerikanerInnen AmerikanerInnen. Dinge wie Irakkrieg, Terrorismus, Waffen und Waffengesetze (RepublikanerInnen und Tea Party Leute nennen das "Waffenkontrolle"), Obama, Krankenkasse, Steuern,... Was ich überall und jederzeit sah, auch von Leiterinnen und Leitern, die ich äusserst ehre und liebe: Alles staatliche kann eine sozialistische Bedrohung sein, Gesetze zerstören Eigenverantwortung, obligatorische Krankenkasse ist der Anfang vom Untergang der USA, den freien Waffenzugang einschränken zu wollen sowie jegliche polizeiliche Verkehrskontrollen sind Kontrollstaat und beginnender Kommunismus, und alle Steuern sind vom Teufel.
Ahhh..... jetzt brauche ich 10 Minuten Meditation auf dem See.
...
ok. Ich kann nicht ewig so weiterfahren, weil der Blogeintrag sonst ewig dauert. Aber die gute Nachricht ist: Nach drei Jahren habe ich definitiv ein tieferes Verständnis - ja, Verständnis! - für obige Sichtweisen, auch wenn es nicht meine Sichtweisen sind. Aber ich verstehe, wo sie herkommen, und ich kann sogar eingestehen, dass gewisse (ganz wenige, hahaha) Gedankengänge auch Sinn machen. Mein Horizont ist definitiv erweitert. Alle EuropäerInnen haben jetzt Angst, ich werde zur FDP übertreten. NEIN.
Etwas anderes, was mir gut tut, ist zu wissen, dass Jesus über dem allem steht. Wir können unterschiedliche Meinungen haben und uns trotzdem lieben. Ich bin es noch am lernen, in politischer Hinsicht. Aber ich weiss, dass es geht.
Zum Abschluss drei Höhepunkte:
- Ein Schweizer Student, der auch hier ist, gehört in der Schweiz einer rechts-aussen Partei an. Was mich schockierte, denn er war und ist mir äusserst sympatisch. Er fragte mich nach meinen Ansichten zum Asylwesen. Nachdem ich Auskunft gegeben hatte, fragte ich ihn nach seinen Ansichten, obwohl ich Angst hatte, nicht damit umgehen zu können. Aber dann begann er zu erzählen, und ich merkte, dass sein Herz völlig den Menschen - allen Menschen - zugewandt ist, und dass er alle Menschen liebt. Aber dass er gewisse Dinge anders zu lösen versuchen würde. Wow!
- Kurz vor dem Wahlen erzählte eine Leiterin dieser Gemeinde in einem Kurs, dass sie seit immer und ewig registrierte Republikanerin sei. Aber sie habe über diese Wahlen gebetet und werde am Wahltag selbst zur Urne fahren, dort den Heiligen Geist fragen, wen sie wählen soll, und das dann tun, sogar wenn es Obama wäre. Denn nur Gott wisse, welcher der beiden Männer sein Herz in Zukunft für Jesus öffnen werde.
- Eine gute Bekannte von mir, ebenfalls seit sie denken kann Republikanerin, war vor den Wahlen intensiv am beten, dass ein Republikaner gewinnt. Als sie von Obamas Sieg erfuhr, begann sie zu weinen und dachte echt, das sei der Anfang vom Untergang!! Aber dann begann sie, mit Gott zu connecten, und ihr Herz veränderte sich radikal, und seit dem habe ich sie schon mehrmals aufrichtig und voller Liebe FÜR Präsident Obama beten hören.
Trotzdem gut, kann ich wieder in ein Land wohnen gehen, wo nicht jeder Zweite eine Pistole auf sich trägt.
Bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen, die ich an einer Hand abzählen kann, waren alle AmerikanerInnen, mit denen ich zu tun hatte, überzeugte RepublikanerInnen. Eine der Ausnahmen ist die Hausbesitzerin, bei der ich die ersten zwei Jahre lebte: Sie ist überzeugte Tea Party Frau, also noch tausendmal rechter als RepublikanerInnen es sind. Das bedeutet: Der Staat ist nicht nur unnötig, sondern eine direkte Bedrohung von Freiheit. Es gilt, ihn in jeder Hinsicht zu bekämpfen. Am besten legt man gleich Nahrungsmittellager an, falls die Sozialisten übernehmen und es kein Essen mehr in den Supermärkten hat. - kein Witz!!!
Und ausgerechnet ich zog in dieses Haus ein. Ich, die ich bei unzähligen Demos von "Linksextremen" dabeigewesen war und mich selbst oft als "linker als links" bezeichnet hatte. Und ich, die ich zu der Zeit extrem politisch interessiert war, und die ich mir jede Woche die WOZ in dieses Haus schicken liess. Ich, die ich eine politische Diskussion sehr schnell emotional und lautstärkenmässig eskalieren lassen kann..... ask my family.
Ich wusste also, dass es überlebensnotwendig für alle Beteiligten war, wenn ich in diesem Haus gar nicht erst zu diskutieren anfange. Dies bedeutete für mich oft: Rückzug in mein Zimmer..... Mit der Zeit konnte ich es besser nehmen, und liess mir auch einige ihrer Standpunkte erklären. Ich verstand ihre Gedankengänge, aber fand sie natürlich realitätsfremd.
Auch in der Schule und in der Gemeinde wurde ich immer wieder schockiert. Ich merkte immer mehr, wie sehr ich Europäerin bin und die AmerikanerInnen AmerikanerInnen. Dinge wie Irakkrieg, Terrorismus, Waffen und Waffengesetze (RepublikanerInnen und Tea Party Leute nennen das "Waffenkontrolle"), Obama, Krankenkasse, Steuern,... Was ich überall und jederzeit sah, auch von Leiterinnen und Leitern, die ich äusserst ehre und liebe: Alles staatliche kann eine sozialistische Bedrohung sein, Gesetze zerstören Eigenverantwortung, obligatorische Krankenkasse ist der Anfang vom Untergang der USA, den freien Waffenzugang einschränken zu wollen sowie jegliche polizeiliche Verkehrskontrollen sind Kontrollstaat und beginnender Kommunismus, und alle Steuern sind vom Teufel.
Ahhh..... jetzt brauche ich 10 Minuten Meditation auf dem See.
...
ok. Ich kann nicht ewig so weiterfahren, weil der Blogeintrag sonst ewig dauert. Aber die gute Nachricht ist: Nach drei Jahren habe ich definitiv ein tieferes Verständnis - ja, Verständnis! - für obige Sichtweisen, auch wenn es nicht meine Sichtweisen sind. Aber ich verstehe, wo sie herkommen, und ich kann sogar eingestehen, dass gewisse (ganz wenige, hahaha) Gedankengänge auch Sinn machen. Mein Horizont ist definitiv erweitert. Alle EuropäerInnen haben jetzt Angst, ich werde zur FDP übertreten. NEIN.
Etwas anderes, was mir gut tut, ist zu wissen, dass Jesus über dem allem steht. Wir können unterschiedliche Meinungen haben und uns trotzdem lieben. Ich bin es noch am lernen, in politischer Hinsicht. Aber ich weiss, dass es geht.
Zum Abschluss drei Höhepunkte:
- Ein Schweizer Student, der auch hier ist, gehört in der Schweiz einer rechts-aussen Partei an. Was mich schockierte, denn er war und ist mir äusserst sympatisch. Er fragte mich nach meinen Ansichten zum Asylwesen. Nachdem ich Auskunft gegeben hatte, fragte ich ihn nach seinen Ansichten, obwohl ich Angst hatte, nicht damit umgehen zu können. Aber dann begann er zu erzählen, und ich merkte, dass sein Herz völlig den Menschen - allen Menschen - zugewandt ist, und dass er alle Menschen liebt. Aber dass er gewisse Dinge anders zu lösen versuchen würde. Wow!
- Kurz vor dem Wahlen erzählte eine Leiterin dieser Gemeinde in einem Kurs, dass sie seit immer und ewig registrierte Republikanerin sei. Aber sie habe über diese Wahlen gebetet und werde am Wahltag selbst zur Urne fahren, dort den Heiligen Geist fragen, wen sie wählen soll, und das dann tun, sogar wenn es Obama wäre. Denn nur Gott wisse, welcher der beiden Männer sein Herz in Zukunft für Jesus öffnen werde.
- Eine gute Bekannte von mir, ebenfalls seit sie denken kann Republikanerin, war vor den Wahlen intensiv am beten, dass ein Republikaner gewinnt. Als sie von Obamas Sieg erfuhr, begann sie zu weinen und dachte echt, das sei der Anfang vom Untergang!! Aber dann begann sie, mit Gott zu connecten, und ihr Herz veränderte sich radikal, und seit dem habe ich sie schon mehrmals aufrichtig und voller Liebe FÜR Präsident Obama beten hören.
Trotzdem gut, kann ich wieder in ein Land wohnen gehen, wo nicht jeder Zweite eine Pistole auf sich trägt.
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Freitag, Mai 03, 2013
Ehre, Herrlichkeit und Fruchtsalat
Paul Manwaring ist das Superhirn schlechthin. Seine Erkenntnisse und Gedankenvernetzungen hauen mich immer wieder um. Manchmal nehme ich einfach einen Satz und studiere während Wochen daran herum. Der mit Abstand prägendste Satz in meiner BSSM Zeit kam auch von Paul. Er sagte nämlich, als ich im 1st year war: How do you trust again? You trust again. - Wie vertraust du wieder? Du vertraust wieder / Indem du wieder vertraust. Wow.
Heute übersetzte ich eine halbe Session seiner Predigt. Unglaublich. Es ging um Ehre und Regierung. Als Jesus Petrus fragte, für wer er Ihn halte, antwortete Petrus: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Worauf Jesus meinte: Auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen. Später schreibt Petrus selbst einen Brief, und dort heisst es: Wir werden zu lebendigen Steinen. Also: Wenn wir Jesus anschauen und erkennen, wer Er ist: Der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes - dann ist diese Erkenntnis der Fels, auf dem Jesus die Gemeinde baut, und wir sind lebendige Steine, die in den Bau eingefügt werden.
Gemeindewachstum und die Vergrösserung des Reich Gottes kommt nicht von Strategien und Plänen und Struktur, sondern davon, dass wir Jesus anschauen und sehen, wer er ist. Dass wir anerkennen, wer Er ist. Und dann baut ER die Gemeinde, basiert auf der Erkenntnis, wer Er ist. Jesus ist das perfekte Abbild des Vaters. Wenn wir Ihn anschauen, dann beginnen wir zu erkennen, was die Natur Gottes ist. Seine Güte, die Liebe, der Reichtum, die Allmacht, die Fülle, die Gnade, die Kraft, die Heilung, die Freisetzung,...
Ein weiterer Punkt: Jesus wollte nicht Gott gleichgestellt sein, als Er auf die Erde kam, sondern er stellte sich den Menschen gleich. Und DANACH demütigte Er sich nochmehr und nahm den tiefsten Punkt ein, den ein Mensch einnehmen kann: Er liess sich kreuzigen. Warum tat er das? Weil er im Menschen, in dir und in mir, etwas von der Herrlichkeit Gottes sah, die in uns hinein gelegt wurde. Er sah das und erkannte das, somit legte er sein Leben nieder, so dass wir ewiges Leben haben könnte. Was tat Er also am Kreuz? Er EHRTE uns! Er ehrte das, was an Gottes Herrlichkeit in uns ist! Wir sind ja geschaffen im Ebenbild Gottes. Ehren bedeutet, die Herrlichkeit in einander zu erkennen und zu wertschätzen (Paul Manwarings Definition). Und ausserdem nicht über den Dreck zu stolpern, den wir auch ineinander sehen. Jesus ehrte uns also, und im Gegenzug dafür gab es ewiges Leben für alle. Ehre bringt Leben.
Es heisst in Matthäus 25, dass wenn Jesus mit den ganzen himmlischen Heerscharen und seiner gesamten Herrlichkeit zurückkommt, um die Nationen zu richten, dass Er dann sagen wird: Als ich durstig war, habt ihr mir (nicht) zu trinken gegeben, als ich gefangen war, habt ihr mich (nicht) besucht,....... was ihr einem dieser Geringsten getan hab, das habt ihr mir getan. --Also was er hier sagt, ist: Jetzt ist meine ganze Herrlichkeit offenbar, und jetzt ist es einfach, mich zu ehren. Aber als ihr meine Herrlichkeit in einem der Geringsten erkannt habt, und als ihr somit diese Person geehrt habt, somit habt ihr auch mich und meine Herrlichkeit anerkannt und geehrt.
Ich bin so überführt und motiviert. Meine Nächsten sowie die Geringsten in unserer Gesellschaft zu suchen und anzuschauen, und meine Augen zu trainieren, die Herrlichkeit Gottes in ihnen zu sehen und nicht alle Schwächen und Gebrechen. Dies wird zu Herrlichkeit und Leben führen für beide - von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.
Lernen, sich selbst zu regieren, indem man die Früchte des Heiligen Geistes empfängt. Ich will mehr Selbstkontrolle. Mehr Liebe. Mehr Langmütigkeit. Ich verbringe Zeit mit dem Heiligen Geist und lasse mich neu erfrischen und auffüllen damit.
Nationen lehren, zu regieren. Einer Nation lehren, die Geringsten! zu ehren, indem man die Herrlichkeit Gottes in ihnen sieht. Wer sind die Geringsten heute? All die Opfer von Sexsklaverei? Abgewiesene, "illegale" Flüchtlinge? Dämonenbesessene aber von Gott zutiefst geliebte Menschen? Mein nerviger Arbeitskollege? Meine Nächsten? Alle?
Das waren ein paar Auszüge und Gedanken aus Paul Manwarings Predigt von heute Freitagmorgen, an der Leader's Advance Konferenz. Wow!!!
Heute übersetzte ich eine halbe Session seiner Predigt. Unglaublich. Es ging um Ehre und Regierung. Als Jesus Petrus fragte, für wer er Ihn halte, antwortete Petrus: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Worauf Jesus meinte: Auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen. Später schreibt Petrus selbst einen Brief, und dort heisst es: Wir werden zu lebendigen Steinen. Also: Wenn wir Jesus anschauen und erkennen, wer Er ist: Der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes - dann ist diese Erkenntnis der Fels, auf dem Jesus die Gemeinde baut, und wir sind lebendige Steine, die in den Bau eingefügt werden.
Gemeindewachstum und die Vergrösserung des Reich Gottes kommt nicht von Strategien und Plänen und Struktur, sondern davon, dass wir Jesus anschauen und sehen, wer er ist. Dass wir anerkennen, wer Er ist. Und dann baut ER die Gemeinde, basiert auf der Erkenntnis, wer Er ist. Jesus ist das perfekte Abbild des Vaters. Wenn wir Ihn anschauen, dann beginnen wir zu erkennen, was die Natur Gottes ist. Seine Güte, die Liebe, der Reichtum, die Allmacht, die Fülle, die Gnade, die Kraft, die Heilung, die Freisetzung,...
Ein weiterer Punkt: Jesus wollte nicht Gott gleichgestellt sein, als Er auf die Erde kam, sondern er stellte sich den Menschen gleich. Und DANACH demütigte Er sich nochmehr und nahm den tiefsten Punkt ein, den ein Mensch einnehmen kann: Er liess sich kreuzigen. Warum tat er das? Weil er im Menschen, in dir und in mir, etwas von der Herrlichkeit Gottes sah, die in uns hinein gelegt wurde. Er sah das und erkannte das, somit legte er sein Leben nieder, so dass wir ewiges Leben haben könnte. Was tat Er also am Kreuz? Er EHRTE uns! Er ehrte das, was an Gottes Herrlichkeit in uns ist! Wir sind ja geschaffen im Ebenbild Gottes. Ehren bedeutet, die Herrlichkeit in einander zu erkennen und zu wertschätzen (Paul Manwarings Definition). Und ausserdem nicht über den Dreck zu stolpern, den wir auch ineinander sehen. Jesus ehrte uns also, und im Gegenzug dafür gab es ewiges Leben für alle. Ehre bringt Leben.
Es heisst in Matthäus 25, dass wenn Jesus mit den ganzen himmlischen Heerscharen und seiner gesamten Herrlichkeit zurückkommt, um die Nationen zu richten, dass Er dann sagen wird: Als ich durstig war, habt ihr mir (nicht) zu trinken gegeben, als ich gefangen war, habt ihr mich (nicht) besucht,....... was ihr einem dieser Geringsten getan hab, das habt ihr mir getan. --Also was er hier sagt, ist: Jetzt ist meine ganze Herrlichkeit offenbar, und jetzt ist es einfach, mich zu ehren. Aber als ihr meine Herrlichkeit in einem der Geringsten erkannt habt, und als ihr somit diese Person geehrt habt, somit habt ihr auch mich und meine Herrlichkeit anerkannt und geehrt.
Ich bin so überführt und motiviert. Meine Nächsten sowie die Geringsten in unserer Gesellschaft zu suchen und anzuschauen, und meine Augen zu trainieren, die Herrlichkeit Gottes in ihnen zu sehen und nicht alle Schwächen und Gebrechen. Dies wird zu Herrlichkeit und Leben führen für beide - von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.
Lernen, sich selbst zu regieren, indem man die Früchte des Heiligen Geistes empfängt. Ich will mehr Selbstkontrolle. Mehr Liebe. Mehr Langmütigkeit. Ich verbringe Zeit mit dem Heiligen Geist und lasse mich neu erfrischen und auffüllen damit.
Nationen lehren, zu regieren. Einer Nation lehren, die Geringsten! zu ehren, indem man die Herrlichkeit Gottes in ihnen sieht. Wer sind die Geringsten heute? All die Opfer von Sexsklaverei? Abgewiesene, "illegale" Flüchtlinge? Dämonenbesessene aber von Gott zutiefst geliebte Menschen? Mein nerviger Arbeitskollege? Meine Nächsten? Alle?
Das waren ein paar Auszüge und Gedanken aus Paul Manwarings Predigt von heute Freitagmorgen, an der Leader's Advance Konferenz. Wow!!!
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Samstag, April 27, 2013
In der Hitze die Kühle des Tages umarmen
TRANSITION!!!
Wieder einmal eine Übergangszeit. Von Kalifornien in die Schweiz, aus einer Schule bzw. einem Praktikum zu einer Arbeitsstelle, aus dem Single-Leben-in-Fernbeziehung - schliesslich lebe ich ja nebst skypen ein ziemlich unabhängiges Leben - hin zu Zusammen-Wohnung-einrichten und die letzten drei Monate Hochzeitsvorbereitung. Von 35° Sommer zu 10°-30°-es-wechselt-jeden-Tag-Sommer. Von Wieland zu Guida. Von Freundin zu Frau. Von Ausländerin zu Schweizerin.
Man könnte versuchen, es zu verdrängen, aber das lässt den unbewussten Stresspegel dennoch stetig raufsteigen. Somit bleibt nur das Umarmen. Wie schön, "Umarmen". Embracing the transition. Das drückt sich aus in: Jeden Morgen die Kolibris vor dem Fenster bestaunen und auf dem Weg zum Briefkasten bewusst die Sonne und Wärme geniessen, gleichzeitig jeden Tag etwas mehr erledigen, wie z.B. Wohnung kündigen, Auto-Verkaufspreis errechnen, noch einen letzten Ausflug zum See planen.
Ich möchte gähnen können, aber es geht nicht. Somit bleibe ich im Zustand zwischen genug Luft zum Leben haben aber nicht genug zum Atmen.
Tief Luft holen: Schlafen gehen mitten am Nachmittag. Ein neues Buch zu lesen beginnen. An ein Fussballturnier gehen. Einen Bio-Bison-Burger essen gehen, schon nur wegen der Alliteration. Und jetzt konnte ich auch gähnen.
Etwas abschliessen bedeutet auch, neue Pläne zu schmieden oder Raum für neue Ideen zu haben. Soll ich jetzt eine Vernuftsentscheidung machen, und etwas "Richtiges" studieren gehen, oder soll ich das richtige tun und ein Künstlerleben umarmen? Ich sehe, wie Menschen um mich herum etwas Richtiges lernen und arbeiten, und dennoch keine Sicherheit oder nicht unbedingt daraus folgend einen Lebenssinn erfahren. First world problems, ich weiss. Das gut tun, was vor mir liegt. Träume träumen, die gross genug sind, damit ich sie ohne göttliches Wirken nicht ausleben kann. Der Herr wandelte im Garten, als der Tag kühl war, und ich wandle mit Ihm, bleibe cool und plane, coole Dinge zu tun.
Wieder einmal eine Übergangszeit. Von Kalifornien in die Schweiz, aus einer Schule bzw. einem Praktikum zu einer Arbeitsstelle, aus dem Single-Leben-in-Fernbeziehung - schliesslich lebe ich ja nebst skypen ein ziemlich unabhängiges Leben - hin zu Zusammen-Wohnung-einrichten und die letzten drei Monate Hochzeitsvorbereitung. Von 35° Sommer zu 10°-30°-es-wechselt-jeden-Tag-Sommer. Von Wieland zu Guida. Von Freundin zu Frau. Von Ausländerin zu Schweizerin.
Man könnte versuchen, es zu verdrängen, aber das lässt den unbewussten Stresspegel dennoch stetig raufsteigen. Somit bleibt nur das Umarmen. Wie schön, "Umarmen". Embracing the transition. Das drückt sich aus in: Jeden Morgen die Kolibris vor dem Fenster bestaunen und auf dem Weg zum Briefkasten bewusst die Sonne und Wärme geniessen, gleichzeitig jeden Tag etwas mehr erledigen, wie z.B. Wohnung kündigen, Auto-Verkaufspreis errechnen, noch einen letzten Ausflug zum See planen.
Ich möchte gähnen können, aber es geht nicht. Somit bleibe ich im Zustand zwischen genug Luft zum Leben haben aber nicht genug zum Atmen.
Tief Luft holen: Schlafen gehen mitten am Nachmittag. Ein neues Buch zu lesen beginnen. An ein Fussballturnier gehen. Einen Bio-Bison-Burger essen gehen, schon nur wegen der Alliteration. Und jetzt konnte ich auch gähnen.
Etwas abschliessen bedeutet auch, neue Pläne zu schmieden oder Raum für neue Ideen zu haben. Soll ich jetzt eine Vernuftsentscheidung machen, und etwas "Richtiges" studieren gehen, oder soll ich das richtige tun und ein Künstlerleben umarmen? Ich sehe, wie Menschen um mich herum etwas Richtiges lernen und arbeiten, und dennoch keine Sicherheit oder nicht unbedingt daraus folgend einen Lebenssinn erfahren. First world problems, ich weiss. Das gut tun, was vor mir liegt. Träume träumen, die gross genug sind, damit ich sie ohne göttliches Wirken nicht ausleben kann. Der Herr wandelte im Garten, als der Tag kühl war, und ich wandle mit Ihm, bleibe cool und plane, coole Dinge zu tun.
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Mittwoch, April 17, 2013
Gedanken zur Verhütung, und zum Leben allgemein
In vier Monaten heirate ich. Zeit also, sich ausgiebiger mit der Frage der Verhütung auseinanderzusetzen. Würde ich hormonell verhüten wollen, wäre es sinnvoll, schon einige Monate vorher anzufangen, damit der Körper umstellen und sich daran gewöhnen kann. Bei der natürlichen Verhütung muss sich nicht der Körper an etwas gewöhnen, sondern ich mich an den Körper.
Ich habe früher die Pille genommen, weil ich sehr starke Blutungen und Schmerzen hatte. Ich nahm in wenigen Wochen 8 Kilo zu. Heutzutage sind die Verhütungspillen besser dosiert, was Nebeneffekte angeht, aber noch immer höre oder lese ich von Frauen, die sich über Nebenwirkungen wie Migräne, Gewichtszunahme, abnehmende Libido oder weniger starke Emotionen - sowohl negative wie auch positive - beklagen. Weitere Verhütungsmethoden sind entweder in der Kategorie Barriere: Kondome, oder aber in der anderen, meist hormonellen, Gruppe: Nuva-Ring, Spirale/Kupferspirale, Stäbchen, oder Dreimonatsspritze. Plus noch vereinzelte andere, mit hohem Pearl-Index (hohe "Versagerquote").
Was Gianni und ich im Zuge unserer ausgiebigen (!) Nachforschungen herausgefunden haben, hat uns überrascht und schockiert. Und zwar ist das einerseits, dass anscheinend alle (!) Verhütungsmethoden ausser dem Kondom und der natürlichen Verhütung (z.B. sympto-thermal) nicht nur eine Befruchtung verhindern können, sondern sie verhindern auch das Einnisten eines bereits befruchteten Eis, falls es ein Spermium trotz Hormonen/Kupfer bis zum Ei geschafft hat. Was doch immer mal wieder vorkommt...
Hier kommt die Grundsatzfrage: Wo beginnt das Leben? Ist es bei der Befruchtung, wenn Samen und Ei verschmelzen und zwei verschiedene DNA-Stränge zu einem neuen werden? Oder ist es ein paar Stunden später, oder bei der Einnistung in der Gebärmutter, oder erst 12 Wochen danach, oder gar erst bei der Geburt? Für Gianni und mich ist das ein sogenannter "no-brainer": Bei der Befruchtung ist ein klarer Beginn von neuem Leben, und nicht irgendwo später. Für uns ist auch klar, dass ein Töten (oder "abbrechen") solchen Lebens vielleicht weniger qualvoll für das Kind selbst, aber nicht weniger schlimm insgesamt ist, wenn es in den ersten paar Stunden anstatt in den ersten paar Monaten passiert. Denn diese Kombination von DNA, das Wachstum genau dieses Lebens, wird es nach einem "Abbruch" nie mehr wieder geben. Das ist etwas völlig anderes, als wenn das Spermium daran gehindert wird, zum Ei zu kommen, und dabei abstirbt....
Das andere, das uns überrascht und schockiert hat, ist das weit verbreitete Unwissen darüber oder der Unwille, davon wissen zu wollen. Ich spreche hier hauptsächlich von Christen, weil die ja allermeistens pro-life, gegen Abtreibung, sind. Die meisten wissen nichts davon, oder dann will man es nicht wissen, weil es so ungünstig, unbequem ist.
Mehr ins Thema reinzugehen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, aber ich habe viele Stunden nachgeforscht und Artikel gelesen. Ich habe auch ein äusserst gutes Buch über die Pille und deren abtreibende Wirkung, allerdings nur auf englisch und spanisch.
Ich bin mir bewusst, dass dies Wirken kann wie Johannes der Täufer.... Leuten ein schlechtes Gewissen machen etc.. aber seit ich das weiss, kann ich nicht einfach nichts sagen.... eine Frage, die Randy Alcorn in seinem soeben erwähnten Buch gestellt hat, lautet so: Während früher Kinder dem Götzen Moloch geopfert wurden, opfern wir heute Kinder dem Götzen Bequemlichkeit?
Zum Abschluss noch etwas Hoffnungsvolles: Ich bzw. wir haben festgestellt, dass natürliche Familienplanung, also die sympto-thermale Methode, gar nicht so eine komplizierte und mühsame Sache ist, wie ich angenommen hatte. Wenn man es einmal begriffen hat, ist es sehr einfach. Ausserdem ist es äusserst zuverlässig, und hat sogar einen besseren Pearl-Index als alle anderen Verhütungsmethoden! Nichts also mit "Du bist schwanger? Habt ihr natürlich verhütet, hihihi?"..... das trifft höchstens zu, wenn man sich nicht an die "Regeln" der Methode hält. Man muss nur im Zeitraum von Menstruation bis kurz nach dem Eisprung jeden Morgen als allererstes die Temperatur messen, ausserdem den Ausfluss beobachten und notieren, und dann alle Beobachtungen und Messungen nach einem einfach zu erlernenden Prinzip auswerten. Und natürlich in der fruchtbaren Zeit entweder nicht zusammen schlafen, oder halt Kondome benutzen - dann hat man aber den deutlich höheren Pearl-Index von Kondomen. Aber alles in allem finde ich es eine wunderbare Methode, das Schwangerwerden zu steuern. Und es ist auch die einzige Methode, in der beide Partner zusammen beitragen können, indem beide es lernen, eintragen und auswerten können.
Zudem ist Schwangerschaft meiner Meinung nach nicht eine um alles in der Welt zu vermeidende Krankheit, sondern grundsätzlich ein Segen Gottes...schliesslich wäre ich ohne Schwangerschaft ja auch nicht hier... Und die paar Tage, die man fruchtbar ist, abstinent zu sein bzw. Kondome zu benutzen, ist eine völlig andere Art "Opfer", als in Kauf zu nehmen, einzigartiges Leben zu vernichten.
Ich habe früher die Pille genommen, weil ich sehr starke Blutungen und Schmerzen hatte. Ich nahm in wenigen Wochen 8 Kilo zu. Heutzutage sind die Verhütungspillen besser dosiert, was Nebeneffekte angeht, aber noch immer höre oder lese ich von Frauen, die sich über Nebenwirkungen wie Migräne, Gewichtszunahme, abnehmende Libido oder weniger starke Emotionen - sowohl negative wie auch positive - beklagen. Weitere Verhütungsmethoden sind entweder in der Kategorie Barriere: Kondome, oder aber in der anderen, meist hormonellen, Gruppe: Nuva-Ring, Spirale/Kupferspirale, Stäbchen, oder Dreimonatsspritze. Plus noch vereinzelte andere, mit hohem Pearl-Index (hohe "Versagerquote").
Was Gianni und ich im Zuge unserer ausgiebigen (!) Nachforschungen herausgefunden haben, hat uns überrascht und schockiert. Und zwar ist das einerseits, dass anscheinend alle (!) Verhütungsmethoden ausser dem Kondom und der natürlichen Verhütung (z.B. sympto-thermal) nicht nur eine Befruchtung verhindern können, sondern sie verhindern auch das Einnisten eines bereits befruchteten Eis, falls es ein Spermium trotz Hormonen/Kupfer bis zum Ei geschafft hat. Was doch immer mal wieder vorkommt...
Hier kommt die Grundsatzfrage: Wo beginnt das Leben? Ist es bei der Befruchtung, wenn Samen und Ei verschmelzen und zwei verschiedene DNA-Stränge zu einem neuen werden? Oder ist es ein paar Stunden später, oder bei der Einnistung in der Gebärmutter, oder erst 12 Wochen danach, oder gar erst bei der Geburt? Für Gianni und mich ist das ein sogenannter "no-brainer": Bei der Befruchtung ist ein klarer Beginn von neuem Leben, und nicht irgendwo später. Für uns ist auch klar, dass ein Töten (oder "abbrechen") solchen Lebens vielleicht weniger qualvoll für das Kind selbst, aber nicht weniger schlimm insgesamt ist, wenn es in den ersten paar Stunden anstatt in den ersten paar Monaten passiert. Denn diese Kombination von DNA, das Wachstum genau dieses Lebens, wird es nach einem "Abbruch" nie mehr wieder geben. Das ist etwas völlig anderes, als wenn das Spermium daran gehindert wird, zum Ei zu kommen, und dabei abstirbt....
Das andere, das uns überrascht und schockiert hat, ist das weit verbreitete Unwissen darüber oder der Unwille, davon wissen zu wollen. Ich spreche hier hauptsächlich von Christen, weil die ja allermeistens pro-life, gegen Abtreibung, sind. Die meisten wissen nichts davon, oder dann will man es nicht wissen, weil es so ungünstig, unbequem ist.
Mehr ins Thema reinzugehen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, aber ich habe viele Stunden nachgeforscht und Artikel gelesen. Ich habe auch ein äusserst gutes Buch über die Pille und deren abtreibende Wirkung, allerdings nur auf englisch und spanisch.
Ich bin mir bewusst, dass dies Wirken kann wie Johannes der Täufer.... Leuten ein schlechtes Gewissen machen etc.. aber seit ich das weiss, kann ich nicht einfach nichts sagen.... eine Frage, die Randy Alcorn in seinem soeben erwähnten Buch gestellt hat, lautet so: Während früher Kinder dem Götzen Moloch geopfert wurden, opfern wir heute Kinder dem Götzen Bequemlichkeit?
Zum Abschluss noch etwas Hoffnungsvolles: Ich bzw. wir haben festgestellt, dass natürliche Familienplanung, also die sympto-thermale Methode, gar nicht so eine komplizierte und mühsame Sache ist, wie ich angenommen hatte. Wenn man es einmal begriffen hat, ist es sehr einfach. Ausserdem ist es äusserst zuverlässig, und hat sogar einen besseren Pearl-Index als alle anderen Verhütungsmethoden! Nichts also mit "Du bist schwanger? Habt ihr natürlich verhütet, hihihi?"..... das trifft höchstens zu, wenn man sich nicht an die "Regeln" der Methode hält. Man muss nur im Zeitraum von Menstruation bis kurz nach dem Eisprung jeden Morgen als allererstes die Temperatur messen, ausserdem den Ausfluss beobachten und notieren, und dann alle Beobachtungen und Messungen nach einem einfach zu erlernenden Prinzip auswerten. Und natürlich in der fruchtbaren Zeit entweder nicht zusammen schlafen, oder halt Kondome benutzen - dann hat man aber den deutlich höheren Pearl-Index von Kondomen. Aber alles in allem finde ich es eine wunderbare Methode, das Schwangerwerden zu steuern. Und es ist auch die einzige Methode, in der beide Partner zusammen beitragen können, indem beide es lernen, eintragen und auswerten können.
Zudem ist Schwangerschaft meiner Meinung nach nicht eine um alles in der Welt zu vermeidende Krankheit, sondern grundsätzlich ein Segen Gottes...schliesslich wäre ich ohne Schwangerschaft ja auch nicht hier... Und die paar Tage, die man fruchtbar ist, abstinent zu sein bzw. Kondome zu benutzen, ist eine völlig andere Art "Opfer", als in Kauf zu nehmen, einzigartiges Leben zu vernichten.
Donnerstag, April 11, 2013
Was, wenn ich nicht gesollt hätte aber müsste sollen um zu können?
Diese Schule, die ich gerade mache (Believability School mit Paul Manwaring und Steve Backlund), ist lebensverändernd. So gut. Ich werde wohl eine ganze Weile damit verbringen, das alles zu verarbeiten....
Hier ein paar Ausschnitte aus der heutigen Nachmittagssession über "Entscheidungen fällen":
Drei Dinge, die uns behindern im Leben und denen wir keinen Raum geben sollen:
- Regret (Bedauern) - auf die Vergangenheit fokussiert
- Distraction (Ablenkung) - nimmt uns weg aus dem Jetzt, dem Hiersein
- Fear (Angst) - auf die Zukunft fokussiert
Alle diese drei nehmen uns weg aus dem Jetzt, aus dem ganz hier sein.
Entscheidungen:
- Die Angst, etwas falsch zu machen. Behindert einen total im Entscheidungen fällen. Könnte daher kommen, dass man sich nicht ganz vertraut, und das wiederum kann daher kommen, dass man sich nicht ganz liebt. Oder du glaubst Lügen über dich, zum Beispiel "Ich bin ein Sünder, eine Sünderin". Dann ist es ja logisch, dass du dir nicht vertrauen kannst, und Angst hast, Entscheidungen zu fällen.
- Eine schlechte Entscheidung, im Glauben gefällt, hat eine grössere Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein, als eine gute Entscheidung im Zweifel gefällt.
--> Wie immer du dich entscheidest, entscheide dich im Glauben, überzeugt. Nicht: "Ich gehe heute Abend nicht in den Hauskreis, aber bin dann den ganzen Abend mit einem schlechten Gewissen zu Hause".
-Wenn du verflucht bist, kannst du alles richtig machen, und es wird nicht gut herauskommen.
Wenn du gesegnet bist, kannst du alles falsch machen, und es wird gut herauskommen.
--> Jesus ist an meiner Stelle verflucht worden, und ich bin jetzt gesegnet. Römer 8,28: Alles dient denen zum Besten, die Gott lieben; sie sind ja in Übereinstimmung mit seinem Plan berufen.
- Wankelmütigkeit (double-mindedness):
Die ganze Zeit sich fragen: Soll ich? Oder nicht? Hätte ich nicht gesollt? Oder doch?
Meistens tritt das auf bei Fragen über: Geographischer Ort (wo hinziehen/-gehen), Dienste/Aufgaben, Finanzen, Familie/Ehe, Doktrin/Glaubensüberzeugungen.
--> Gott trainiert uns, unglaublich gute EntscheidungsfällerInnen zu sein. Entscheidungen zu fällen ist eine Kunst, die wir lernen können.
2.Tim. 1,7: Klarer Verstand
Jakobus 1,5: Wenn du Weisheit brauchst, frage, und Gott wird sie dir geben.
--> Schreibe alle (oder die wichtigsten) Bereiche auf, in denen du Wankelmütig bist. Frage Gott: Sag mir, wie ich über das denken soll. Bitte um Hilfe (Jakobus 1,5). Wenn du nicht sofort eine Antwort hast - sie wird kommen! (Jakobus 1,5)
Lüge: Wenn ich eine falsche Entscheidung fälle, ist mein Leben ruiniert.
Tipp: Liste alle möglichen Entscheidungen zu einer Frage nebeneinander auf, und schreibe dann darunter, warum du dich wie entscheiden würdest. FÄLLE dann eine Entscheidung! Danach lebe diese Entscheidung für eine Weile (eine Woche?) "im Geist" aus, dh., sie ist noch nicht publik, aber du tust für dich selbst so, als hättest du dich so entschieden. In dieser Zeit hörst du gut auf Gott, und kannst dich von Ihm immer noch umleiten lassen. Danach aber entscheide dich und wisse: Eine schlechte Entscheidung im Glauben ist besser als eine gute im Zweifel. Alles dient dir zum Besten. Eine schlechte Entscheidung ruiniert nicht dein ganzes Leben.
Und sprich über dir selbst aus: Ich bin gut im Entscheidungen fällen!
So oft sehen wir mit Tunnelblick die eine schlechte Entscheidung, aber nehmen gar nicht wahr, wie wir Tag für Tag hunderte gute Entscheidungen fällen, zum Beispiel, wenn wir mit dem Auto durch hektischen Feierabendverkehr fahren und lebendig ankommen. Da waren unzählige gute Entscheidungen im Spiel. Du bist gut im Entscheidungen fällen!
Was, wenn ich Enttäuschung erlebe? Enttäuschung ist normal. Was tun wir danach? Vertrauen. Suche Hilfe, enge Freunde,...
Hier ein paar Ausschnitte aus der heutigen Nachmittagssession über "Entscheidungen fällen":
Drei Dinge, die uns behindern im Leben und denen wir keinen Raum geben sollen:
- Regret (Bedauern) - auf die Vergangenheit fokussiert
- Distraction (Ablenkung) - nimmt uns weg aus dem Jetzt, dem Hiersein
- Fear (Angst) - auf die Zukunft fokussiert
Alle diese drei nehmen uns weg aus dem Jetzt, aus dem ganz hier sein.
Entscheidungen:
- Die Angst, etwas falsch zu machen. Behindert einen total im Entscheidungen fällen. Könnte daher kommen, dass man sich nicht ganz vertraut, und das wiederum kann daher kommen, dass man sich nicht ganz liebt. Oder du glaubst Lügen über dich, zum Beispiel "Ich bin ein Sünder, eine Sünderin". Dann ist es ja logisch, dass du dir nicht vertrauen kannst, und Angst hast, Entscheidungen zu fällen.
- Eine schlechte Entscheidung, im Glauben gefällt, hat eine grössere Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein, als eine gute Entscheidung im Zweifel gefällt.
--> Wie immer du dich entscheidest, entscheide dich im Glauben, überzeugt. Nicht: "Ich gehe heute Abend nicht in den Hauskreis, aber bin dann den ganzen Abend mit einem schlechten Gewissen zu Hause".
-Wenn du verflucht bist, kannst du alles richtig machen, und es wird nicht gut herauskommen.
Wenn du gesegnet bist, kannst du alles falsch machen, und es wird gut herauskommen.
--> Jesus ist an meiner Stelle verflucht worden, und ich bin jetzt gesegnet. Römer 8,28: Alles dient denen zum Besten, die Gott lieben; sie sind ja in Übereinstimmung mit seinem Plan berufen.
- Wankelmütigkeit (double-mindedness):
Die ganze Zeit sich fragen: Soll ich? Oder nicht? Hätte ich nicht gesollt? Oder doch?
Meistens tritt das auf bei Fragen über: Geographischer Ort (wo hinziehen/-gehen), Dienste/Aufgaben, Finanzen, Familie/Ehe, Doktrin/Glaubensüberzeugungen.
--> Gott trainiert uns, unglaublich gute EntscheidungsfällerInnen zu sein. Entscheidungen zu fällen ist eine Kunst, die wir lernen können.
2.Tim. 1,7: Klarer Verstand
Jakobus 1,5: Wenn du Weisheit brauchst, frage, und Gott wird sie dir geben.
--> Schreibe alle (oder die wichtigsten) Bereiche auf, in denen du Wankelmütig bist. Frage Gott: Sag mir, wie ich über das denken soll. Bitte um Hilfe (Jakobus 1,5). Wenn du nicht sofort eine Antwort hast - sie wird kommen! (Jakobus 1,5)
Lüge: Wenn ich eine falsche Entscheidung fälle, ist mein Leben ruiniert.
Tipp: Liste alle möglichen Entscheidungen zu einer Frage nebeneinander auf, und schreibe dann darunter, warum du dich wie entscheiden würdest. FÄLLE dann eine Entscheidung! Danach lebe diese Entscheidung für eine Weile (eine Woche?) "im Geist" aus, dh., sie ist noch nicht publik, aber du tust für dich selbst so, als hättest du dich so entschieden. In dieser Zeit hörst du gut auf Gott, und kannst dich von Ihm immer noch umleiten lassen. Danach aber entscheide dich und wisse: Eine schlechte Entscheidung im Glauben ist besser als eine gute im Zweifel. Alles dient dir zum Besten. Eine schlechte Entscheidung ruiniert nicht dein ganzes Leben.
Und sprich über dir selbst aus: Ich bin gut im Entscheidungen fällen!
So oft sehen wir mit Tunnelblick die eine schlechte Entscheidung, aber nehmen gar nicht wahr, wie wir Tag für Tag hunderte gute Entscheidungen fällen, zum Beispiel, wenn wir mit dem Auto durch hektischen Feierabendverkehr fahren und lebendig ankommen. Da waren unzählige gute Entscheidungen im Spiel. Du bist gut im Entscheidungen fällen!
Was, wenn ich Enttäuschung erlebe? Enttäuschung ist normal. Was tun wir danach? Vertrauen. Suche Hilfe, enge Freunde,...
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