Gleich nach der Ankunft Zimmerbezug. Ich liebe es! Unser Zimmer liegt im Parterre und verfügt über eine riesige Fensterfront ohne Vorhänge. Die Wand, die uns vom Gang trennt, hat ein Loch, durch das man im Notfall steigen könnte. Später am Abend finden wir noch freie Betten in einem anderen Haus, 1.Stock, mit Vorhängen und 4 FranzösInnen.
Dann Eröffnungsgottesdienst. Mike T aus Brooklyn predigt und redet wie ein Vater zur Bewegung, mit Liebe und ehrlich, ins Gewissen. Super.
Donnerstag: All u can eat-Frühstück, danach erstes Treffen in den HeRo's: Healingrooms. Ich werde gebeten, zu übersetzen. Ein junger Mann, der bei den Amerikanern sitzt und meinem Kollegen Andi aus Bern verblüffend ähnlich aussieht, winkt mir. Ich tue so, als ob ich es nicht bemerken würde, denn ich kenne diesen Amerikaner nicht oder erinnere mich nicht mehr an ihn. Er lächelt die ganze Zeit hinüber und winkt immer wieder, so dass ich, um vernünftig übersetzen zu können, gezielt neben ihm vorbeischauen muss. Nach der Einführung in die HeRo's kommt der junge Mann zu mir rüber und sagt mir auf berndeutsch hallo. Andi???? Der Andi ist doch in Afrika! Aber er ist es tatsächlich, heute Morgen um 6 Uhr in Frankfurt gelandet und um 11 schon auf dem Freakstock.
Dann Workshop: Natürlich übernatürlich. Als wir unseren Raum betreten, ist dort schon jemand anderes und belehrt uns, dass unsere Raumnummer im Programm UNTERHALB der Workshopbeschreibung steht, nicht darüber. Wenn man die ganzen verwirrten Leute anschaut, sind sie wohl die einzigen, die dies begriffen haben. Wir gehen also zu unserem richtigen Raum. Der ist auch schon belegt von Leuten, deren Raum ebenfalls schon belegt war. Plötzlich hat E. uns einen super teppichausgelegten Gottesdienstraum organisiert, und es haben es auch ganze 4 TeilnehmerInnen (später 5) zu uns geschafft. Yeah!
Healingrooms; es hat nur wenig Leute und wir gehen raus und beten für Leute und prophezeien über sie. Es fliessen bereits erste Tränen.
Freitag und Samstag HealingRooms, Workshops der AmerikanerInnen übersetzen. In den HeRo's geht beinahe jedeR weinend raus. Unzählige Leute erfahren Gottes Liebe, körperliche und seelische Heilung, und erhalten unzählige prophetische Eindrücke. Eine mich besonders berührende Geschichte: Eine ca. 45-50jährige Frau möchte Gebet, weil sie sich abgelehnt fühlt. Sie hat Tränen in den Augen und erzählt, dass ihre Mutter sie nie gewollt habe und ihr das auch immer wieder gesagt hatte. Wir bitten sie, dass sie selbst grad Jesus fragt, wo er in ihrer Kindheit war und was die Wahrheit über ihrem Leben ist. Da beginnt die Frau mit geschlossenen Augen richtig zu schluchzen und sie sagt
"Ich sehe Jesus! Er steht direkt vor mir und schaut mir in die Augen! Er sagt mir, dass er mich unbedingt gewollt hatte und will und dass er mich liebt". Wow! Danach vergibt sie ihrer Mutter! Und geht strahlend und lachend raus. Zuerst drückt sie aber uns noch voller Freude an sich. Wow!
Und am Sonntag fuhren wir vier Bernerinnen alle gemeinsam nach Hause. Wir wurden nicht zwischen einem weissen Auto und einer Mauer eingeklemmt, trotz 2m-Spur, und als wir über die Grenze fuhren kamen wir noch in Genuss unzähliger 1.August-Feuer und -Feuerwerke.