Dienstag, August 31, 2010

Das Licht der Welt


oben: Freakstock-Kugelschreiber
unten: Albertus, meine Hausspinne

Ist das Glaube oder was?


Gefunden in den Predigtunterlagen zum Thema Glaube. Ob es in diesem Comic darum geht, weiss ich auch nicht. Es ist etwa 8, 9 Jahre alt oder so. Von den bisherigen 3 Testpersonen hat noch keine verstanden, um was es geht. Aber ich mag es.

Fundstück zur Weltrettung

Bekanntlich räume ich ja mein Zimmer. Beim Durchschauen all der Papiere, die schön sortiert in Schachteln vor sich hin altern, finde ich allerlei. Von Briefen aus Todeszellen über Philosophieaufsätze (Note 6) und Psychologieproben über Intelligenz (Note 3,5) bis hin zu Comics (wird hier später noch publiziert) und Dutzenden von Raptexten. Irgendwo dazwischen fand ich einen Aufsatz aus dem Jahr 2003, den ich aus unerfindlichen Gründen einmal geschrieben habe. Es war auf jeden Fall nicht für die Schule. Da es um die Rettung der Welt geht, fühlte ich mich geradezu verpflichtet, ihn hier dem grossen Publikum vorzustellen:

Weltretten. 13.12.2003
Gehen wir davon aus, dass Kinder im grossen und Ganzen die Lebenseinstellungen und Ansichten ihrer Eltern übernehmen, so bietet sich ein beinahe zu simples Programm zur Rettung unseres Planeten an, ja, es drängt sich geradezu auf. Alle bisherigen Pläne oder sogar Versuche, die Welt zu verbessern, zu ändern oder eben zu retten, sind bisher meist an einem Grund gescheitert. Nämlich daran, dass die Mehrheit der Bevölkerung ziemlich gleichgültig gegenüber dem Weltgeschehen lebt und quasi nur dazu lebt, so viel zu arbeiten wie sie zum Überleben mit einem gewissen Luxus braucht. Revolutionen sind selten und Demonstrationen nur Strohfeuer. Was also kann man tun, um das Bewusstsein der Massen zu wecken bzw. ändern? Es gibt Vorschläge, die vom Einsetzen eines starken Führers über die Nutzung von Massenmedien bis hin zu ständiger „Tropfenarbeit“ reichen. All diese Modelle brauchen sehr viel Geld, Energie und einen starken Willen über längere Zeit. Es ist eine mühselige Arbeit, eine Menschenmasse zu führen, besonders wenn es darum geht, das Gute zu tun. Ghandi hat es einmal geschafft, eine grössere Menge vom Guten zu überzeugen, doch steht er ziemlich einsam da in der Weltgeschichte. Wir sehen also, dass es fast zu mühsam ist, die heutige Gesellschaft zu beeinflussen. Doch schauen wir uns einmal die wahrscheinliche Weltbevölkerungszusammensetzung in etwa 50 Jahren an. Es wird vermutlich viel, viel mehr arme Menschen geben. Sonst aber wird sich kaum etwas verändern. In unserer Kultur wird es vermutlich weniger Kinder pro Familie geben. Doch im Grossen und Ganzen werden reiche, ignorante, arrogante Männer etwa gleichviele Kinder zeugen wie fürsorgliche, nächstenliebende, sorgende und pflegende Frauen gebären werden. Und da setzt mein Programm an. Wenn die Guten zehnmal so viele Kinder zeugen wie die Bösen, so wird das Verhältnis Gut-Böse in 50 Jahren 10 zu 1 sein. Also eine ansehliche Ausgangslage um etwas Positives zu bewirken. Es wird für eine Minderheit von 10% böser Menschen schwierig sein, eine 90%-Masse von aufmerksamen, wachen, positiven und fürsorglichen Menschen zu kontrollieren. Was nun „gut“ und „Böse“ ist, wissen „die Guten“ selbst. Deshalb mein Aufruf an alle Guten: Sucht euch euren Traummann, eure Traumfrau, liebt euch, zeugt Kinder als Frucht eurer Liebe, liebt sie und lasst sie fähig werden, selbst auch zu lieben. Lasst euch nicht einreden, 2 oder 3 Kinder seien genug. Nehmt Pflegekinder auf, adoptiert chancenlose Kinder. Und habt keine Angst, Sex ist doch etwas Schönes!

(Man kann auch bereits das "elitäre Denken" der Enneagramm-4er erkennen!)

Freitag, August 27, 2010

Fort Europa, weisst du was du tust??

Ich bin zutiefst erschrocken und alarmiert über den immer weniger latenten Rassismus in unseren Breitengraden. Überall hängen Plakate, die zur "Volksbefragung" aufrufen, und ein Augenschein auf dieser Seite bringt mich grad in die Lage wo ich nicht weiss, ob ich kotzen oder weinen soll. (Am besten wäre wohl beten).
Dann die europaweite Hetze gegen Fahrende. Von Diskriminierung über Ausschaffung bis hin zu gezielten Ermordungen gibt es in unserem Land oder in den umliegenden Ländern alles. Ohne grossen öffentlichen Aufschrei. Hier ein guter Artikel dazu in der WOZ.
Zum Glück gibt es auch Hoffnungsschimmer wie die Aktion vom SAH, die gekonnt die erstgenannte "Vlksbfragng" (ich mag dieses Wort nicht mal sehen oder aussprechen) kopiert für einen guten Zweck.
Auf jeden Fall befinde ich mich nun wieder einmal in einem Zustand des Aufwachens, und wieder einmal nehme ich wahr, wie unertragbar es ist, die Augen zu schliessen.

Dienstag, August 24, 2010

Abseits vom Weltgeschehen und doch noch darin

Was für ein Leben hier in der sichersten, behütetsten Ecke der Welt! Wo auch immer ich leben werde und was auch immer ich tun werde, es wird immer der sicherste Ort auf Erden sein für mich, solange ich im Willen Gottes lebe.
Und im aktiven Warten bewundere ich eine halbe Stunde lang die Spinnen in der Hecke vor unserem Haus, wie sie ihre Netze bauen. Die eine ist schon fertig und sitzt in der Mitte. Diejenige in der Mitte hat schon die "Sonnenstrahlen" gebaut und läuft nun ständig im Kreis herum, immer die Strahlen miteinander verbindend. Und die Spinne ganz links arbeitet noch an den Strahlen: Sich schwungvoll von der Mitte aus abseilen, den Faden unten am äussersten Kreis befestigen, wieder hochklettern und dann dasselbe ein paar Millimeter weiter rechts.

Action im Vorgebet: Wir liegen alle auf dem Boden/Sofa bei Freunden zuhause, als plötzlich ein Alarm losgeht. Zuerst wird er ignoriert, wir sind ja schliesslich am beten. Dann macht sich doch eine gewisse Unruhe breit. Wir machen die Fenster zu. Aber der Alarm scheint aus unserem Haus zu kommen! Als wir ins Treppenhaus kommen, alarmt es dort ohrenbetäubend. Finger in die Ohren pressend laufen wir im Treppenhaus herum und suchen Zeichen von Feuer. Der Alarmkasten gibt an "3.OG nord". Wir stürzen todesmutig nach oben, bereit, einen ganzen Dachstock zu evakuieren. Der Bewohner vom 3.OG öffnet uns die Tür und sagt, er, wisse auch nicht, warum der Alarm losgehe. Wir zwei Frauen laufen durch seine Wohnung und er öffnet uns die Tür zum Zimmer "nord". Alles voller Rauch! Gleichzeitig steht auch schon die Feuerwehr im Treppenhaus. Der Mann im 3.OG hatte auf dem Balkon, direkt bei der Tür, den Grill angeworfen, die Balkontür offengelassen und die Zimmertür geschlossen und war wohl irgendwo sonst in der Wohnung, während der ganze Rauch, wie üblich, reinkam.

Auch lustig: Nach dem Gottesdienst noch ein Bierchen trinken gehen und dann um Mitternacht, auf dem Weg nach Hause über die Aarebrücke fahren und spontan beschliessen, noch kurz in die Aare zu springen. Aber gibt es in der Aare Seeigel? Meine Füsse sind voller schwarzer stechender kleinster Teile.

Montag, August 16, 2010

Fakten des Tages

Das ist mein 700. Beitrag hier. Chisinau ist die Hauptstadt von Moldawien und Moldawien ist erst seit 1991 eine unabhängige Republik. In Redding ist es zurzeit 41°Celsius und ich habe seit 3 Minuten ein Zimmer dort. Es gibt neue Blévita, mit rosa Pfeffer. Ich glaub ich werde von den 20kg Gepäck, die ich mitnehmen kann, 5kg Blévita mitnehmen.

Mein Vandalismus letzte Nacht

Ich war in Burgdorf und wartete auf den Zug. Vor mir waren die Abfahrtszeiten der Züge ausgehängt, hinter einem Kunststofffenster. Auf dieses Fenster schrieb ich zuunterst, unter die Abfahrtszeiten, "Biel/Bienne". Dann setzte ich mich wieder auf die Treppenstufen und wartete. Plötzlich war ich umringt von etwa 8 PolizistInnen. Ich sah es aus den Augenwinkeln und wartete noch einen Moment, bevor ich aufschaute. Als ich dies dann tat, nahmen sie mich mit auf den Posten. Es ging darum, dass ich die Abfahrtszeitentafel verkritzelt hatte. Ich hatte ein schlechtes Gewissen und wünschte mir, dass die Polizisten merkten, dass ich sowas nicht oft tue, sondern nur dieses Mal. Eine Polizistin nahm eine Mappe hervor, sie sah genauso aus wie mein Portemonnaie, nur viel grösser, und es stand - wie auf meinem Portemonnaie - "Jesus saves" darauf. Ich zeigte ihr mein Portemonnaie und sie lächelte. Von da an war die Stimmung viel entspannter. Ich musste 13.- zahlen und war erstaunt, dass es nur so wenig war. Dann brachten sie mich auf den Bus nach Hause (zu meinem Elternhaus); inzwischen war Mitternacht gerade vorbei. In Ramsei musste ich umsteigen und wollte ein Billet lösen, aber ich fand nicht heraus, wie das geht. Der Zug fuhr ohne mich ab. Kein Problem, dachte ich, ich kann ja per Autostopp weiterreisen. Ich schaute in die Unterlagen, die mir die Polizei mitgegeben hat, und fand eine Busse von 180.-, aber unter der Busse lagen 180.-!!! Der Polizist hatte aus seinem privaten Geld mir 180.- hingelegt, damit ich die Busse bezahlen konnte! Ich musste vor Rührung weinen. Dann realisierte ich, dass es taghell war, die Sonne schien, und ausserdem sah man immer noch zwei (!) Monde. Mein Bruder war auch da und erklärte mir, warum man zu dieser Uhrzeit sowohl die Sonne wie auch die beiden Monde sehen konnte.
Dann läutete mein Wecker.

Sibe, die Auslegung bitte!

Samstag, August 14, 2010

4 Wochen

Man wird schon etwas nervös. In einem Monat beginnt die Schule, und das einzige, was ich zur Zeit weiss, ist, dass ich heute in vier Wochen abends um ungefähr 20 Uhr auf dem Parkplatz eines Hotels aus einem Shuttlebus aussteigen werde, mit einem (oder zwei?) riesigen Koffer. Ob ich bis dann schon einen Ort zum wohnen haben werde?
Mit FreundInnen kann man zumindest e-mailen und skypen oder Briefe schreiben. Ich sauge meine vertraute Umgebung hier bewusst in mich auf, so fest ich es vermag. Die Graffitis zwischen Grauholz und Bern Bahnhof. Um Mitternacht auf dem Fahrrad durch Biel fahren und die Strassen sind voller Menschen und Velos. Abstigerlis spielen. Meine geliebten Katzen. Die Ruhe zwischen den viertelstündlichen Kirchenglockenschlägen. Die Kirchenglocken. All diese wunderschönen Menschen auf der Strasse, im Supermarkt: Alle Nuancen von Hautfarben, Haarfarben, Kopftücher. Die Peperoni-sauce aus Bosnien-Herzegowina. Suze Tonic. Meine geliebten Vineyard-Gottesdienste (na gut, sie werden glaubich gut vertreten durch die Bethel-Gottesdienste). Meine geliebten Vineyard-FreundInnen. Der Wunderstuhl. Bern, die Altstadt. EMILIO LOUIS! Meine Jesusfreaks. Die Reithalle. Die WOZ wird mir zum Glück nach Redding geschickt.
Ich freue mich auf alles was kommt:

Freitag, August 13, 2010

Freakstock 2010

Gleich nach der Ankunft Zimmerbezug. Ich liebe es! Unser Zimmer liegt im Parterre und verfügt über eine riesige Fensterfront ohne Vorhänge. Die Wand, die uns vom Gang trennt, hat ein Loch, durch das man im Notfall steigen könnte. Später am Abend finden wir noch freie Betten in einem anderen Haus, 1.Stock, mit Vorhängen und 4 FranzösInnen.
Dann Eröffnungsgottesdienst. Mike T aus Brooklyn predigt und redet wie ein Vater zur Bewegung, mit Liebe und ehrlich, ins Gewissen. Super.

Donnerstag: All u can eat-Frühstück, danach erstes Treffen in den HeRo's: Healingrooms. Ich werde gebeten, zu übersetzen. Ein junger Mann, der bei den Amerikanern sitzt und meinem Kollegen Andi aus Bern verblüffend ähnlich aussieht, winkt mir. Ich tue so, als ob ich es nicht bemerken würde, denn ich kenne diesen Amerikaner nicht oder erinnere mich nicht mehr an ihn. Er lächelt die ganze Zeit hinüber und winkt immer wieder, so dass ich, um vernünftig übersetzen zu können, gezielt neben ihm vorbeischauen muss. Nach der Einführung in die HeRo's kommt der junge Mann zu mir rüber und sagt mir auf berndeutsch hallo. Andi???? Der Andi ist doch in Afrika! Aber er ist es tatsächlich, heute Morgen um 6 Uhr in Frankfurt gelandet und um 11 schon auf dem Freakstock.
Dann Workshop: Natürlich übernatürlich. Als wir unseren Raum betreten, ist dort schon jemand anderes und belehrt uns, dass unsere Raumnummer im Programm UNTERHALB der Workshopbeschreibung steht, nicht darüber. Wenn man die ganzen verwirrten Leute anschaut, sind sie wohl die einzigen, die dies begriffen haben. Wir gehen also zu unserem richtigen Raum. Der ist auch schon belegt von Leuten, deren Raum ebenfalls schon belegt war. Plötzlich hat E. uns einen super teppichausgelegten Gottesdienstraum organisiert, und es haben es auch ganze 4 TeilnehmerInnen (später 5) zu uns geschafft. Yeah!
Healingrooms; es hat nur wenig Leute und wir gehen raus und beten für Leute und prophezeien über sie. Es fliessen bereits erste Tränen.

Freitag und Samstag HealingRooms, Workshops der AmerikanerInnen übersetzen. In den HeRo's geht beinahe jedeR weinend raus. Unzählige Leute erfahren Gottes Liebe, körperliche und seelische Heilung, und erhalten unzählige prophetische Eindrücke. Eine mich besonders berührende Geschichte: Eine ca. 45-50jährige Frau möchte Gebet, weil sie sich abgelehnt fühlt. Sie hat Tränen in den Augen und erzählt, dass ihre Mutter sie nie gewollt habe und ihr das auch immer wieder gesagt hatte. Wir bitten sie, dass sie selbst grad Jesus fragt, wo er in ihrer Kindheit war und was die Wahrheit über ihrem Leben ist. Da beginnt die Frau mit geschlossenen Augen richtig zu schluchzen und sie sagt "Ich sehe Jesus! Er steht direkt vor mir und schaut mir in die Augen! Er sagt mir, dass er mich unbedingt gewollt hatte und will und dass er mich liebt". Wow! Danach vergibt sie ihrer Mutter! Und geht strahlend und lachend raus. Zuerst drückt sie aber uns noch voller Freude an sich. Wow!

Und am Sonntag fuhren wir vier Bernerinnen alle gemeinsam nach Hause. Wir wurden nicht zwischen einem weissen Auto und einer Mauer eingeklemmt, trotz 2m-Spur, und als wir über die Grenze fuhren kamen wir noch in Genuss unzähliger 1.August-Feuer und -Feuerwerke.

Mittwoch, August 11, 2010

31

"Sammelt euch keine Reichtümer auf Erden"..... ich weiss schon, warum. Packe deine gesamte Materie, die du während acht Monaten zu brauchen glaubst, in einen Koffer. Hahaha! Spassig!

Nach zwei Pullis, 8 T-Shirts und vier Paar Hosen ist der riesengrosse Koffer schon fast voll. Und der Rest? Soll ich die Kisten über Kisten voller Bücher, Platten, Bücher, CD's, Bücher, Kleider, Bücher, Papiere,... soll ich sie wirklich irgendwo unterstellen? Und danach irgendwo unterstellen? Werde ich es jemals wieder brauchen? Leute, die schon Erfahrung mit solchen Situationen haben, dürfen gerne Tipps geben.


Noch 31 Tage bis Abflug....

Party mit Gott

Quelle: http://kristendarpa.blogspot.com/2010/08/drowned-boy-comes-back-to-life.html

Here’s a sweet testimony that I just got from a fellow Bethel Ministry Schooler

During a Jesus Culture conference in Cleveland, on Saturday they did treasure hunts. One lady went back to her hotel after and went to the pool. An African American family was celebrating a birthday party at the swimming pool. She swam around a little with them, and then she went to get ready for the evening meeting. As she was getting ready to walk out the door, she heard a woman scream from the pool, “Someone call 911! The baby just drowned!” She ran outside and put her hand on the three-year-old, who was all limp and lifeless and said, “In the name of Jesus, I command life to come back into this boy,” and his chest started rippling, and he came back to life. The next morning someone said she could hear a one-sided phone conversation of the child’s grandma. She heard her say, “No, he was dead and all rubbery. CPR wasn’t working.” Then she said, “I don’t know. Just some little white girl flew in from nowhere.”

Übersetzung:
Hier ein nettes Zeugnis, das ich soeben von einer Mitstudentin der Bethel Ministry School erhalten habe.

Während einer Jesus Culture Konferenz in Cleveland machten sie am Samstag Schatzsuche. Eine Frau ging danach zurück zum Hotel und dort zum Pool. Eine afroamerikanische Familie feierte gerade ein Geburtstagsfest am Pool. Die Frau schwamm ein bisschen mit ihnen herum und ging sich dann bereit machen für die Abendveranstaltung. Als sie gerade aus der Tür laufen wollte, hörte sie eine Frau vom Pool her rufen "Ruft 911! Das Baby ist ertrunken!". Sie lief raus und legte ihre Hand auf den Dreijährigen, der schlaff und leblos war, und sagte "Im Namen von Jesus, ich befehle, dass Leben zurück in diesen Jungen kommt", und seine Brust fing an, zu zucken, und er kam zurück ins Leben. Am nächsten Morgen sagte jemand, sie habe ein Telefongespräch der Grossmutter des Jungen hören können. Sie hörte sie sagen: "Nein, er war tot und ganz gummig. CPR (Herz-Lungen-Reanimation) funktionierte nicht." Dann sagte sie "Ich weiss nicht. Es kam einfach irgend ein weisses kleines Mädchen vom nirgendwo reingeflogen".

Dienstag, August 03, 2010

Von Biel am Teich bis Borgentreich

"Treffen wir uns um 8 Uhr 30 bei der Autobahn?" - "ja, sagen wir 8 Uhr 30; es wird dann vielleicht 8.45.."

Um 9 Uhr 10 oder so treffen wir gleichzeitig dort ein. Noch eine "kurze" Gebetszeit und los gehts. Nach wenigen Minuten hält ein Mann aus Burkina Faso an und fährt uns in einer unterhaltsamen Fahrt auf die Raststätte Grauholz bei Bern. Nun haben wir schon minus 20km gemacht (Grauholz ist eigentlich in der falschen Richtung - aber auf der besseren Autobahn). Auf der anderen Seite der Raststätte stellen wir uns mit Schild hin. Nach etwa 15 Minuten hält ein Auto mit Basler Kennzeichen an; ein Geschäftsmann. Auf dem Weg zur Raststätte Pratteln erzählt er uns von seiner Firma; ich bin immer noch am staunen.. es geht um eine revolutionäre neue Technik zum desinfizieren.

Als wir in Pratteln ankommen, beginnt es gerade, in Strömen zu regnen. Somit spricht Ernestyna eine deutsche Frau an, und die würde uns gerne bis ca. Frankfurt mitnehmen, aber sie möchte noch ihren Mann fragen. Der Mann antwortet, dass sie dafür nicht versichert seien. Es folgt eine Diskussion mit Worten wie "Gefälligkeit", "mündlicher Vertrag" und einigen anderen in diese Richtung, dann dreht sich die Frau zu uns und entschuldigt sich "wir sind Juristen". Gerade, als es so aussieht, als müssten wir uns andere Chauffeure suchen, sagt die Frau plötzlich zu ihrem Mann "Ach komm! Wir sind doch früher auch getrampt! Waren doch auch froh wenn uns jemand mitgenommen hat! DU bist du durch ganz Europa getrampt!". Der Mann schaut zu Boden und zuckt mit den Schultern. Die Frau holt aus zum letzten Schlag "Das könnten unsere Töchter sein!", worauf ich sofort frage, wie alt ihre Töchter denn seien. Es stellt sich heraus, dass ihre Töchter gleich alt sind wie Ernestyna und ich, was ich natürlich sofort mitteile. Kurz darauf sitzen wir im Auto und fahren die nächsten paar Stunden mit diesem netten Ehepaar, das uns inzwischen sehr zu mögen scheint, bis oberhalb Frankfurts.

Endlich Picknick! Wir treffen auf Dennis, der seit zwei Tagen auf der Raststätte ist, ohne Gepäck, ohne Geld, ohne Perspektive. Als wir abreisen weiss er wenigstens alles über Jesus und dass Gott sein Vater sein möchte, und er hat eine Einladung ans Freakstock. Leider wird er dort nicht auftauchen.
Dann wollen wir mal weiter, aber wir haben keine Lust, Leute anzusprechen. Unterwegs zur Auffahrt sprechen wir dann doch ein Paar an: "Tschuldigung, fahren Sie zufällig in Richtung Kassel?" - "Ja" - "äh, könnten Sie uns eventuell mitnehmen?" - "Ja" - "Wirklich??" - "Ja".
Es stellt sich dann heraus, dass die zwei und ihre drei Töchter (die nur ein Teil ihrer Grossfamilie sind) sogar auf die kleine Autobahn in Richtung Freakstock fahren. Schon ziemlich bald aber fragen sie uns nach der genauen Festivaladresse, und tippen diese ins GPS-Gerät ein..... zwei Stunden später steigen wir direkt vor dem Freakstock aus ihrem Kleinbus aus: Welcome home!