Es gibt vieles, was mich ständig beschäftigt. Soll ich darüber schreiben? Ich leben mein Leben sehr offen, aber bezahle dafür manchmal den Preis, dass ich auf viel Unverständnis oder zum Teil auch Kritik stosse. Was dann nicht immer einfach ist, weil ich ja einfach nur mein Herz aufgemacht habe und gar nicht eine Diskussion anstossen wollte. Anyway. Es ist auch bereichernd.
Soll ich nun wirklich über Totenauferweckung sprechen?
Anscheinend ist es in China so, dass wenn jemand nicht innerhalb maximal eines Jahres jemanden von den Toten auferweckt hat, hinterfragt wird, ob er oder sie wirklich Christ ist (Quelle: "In China, they say that if you haven’t raised someone from the dead at
least within a year, they’re going to question whether or not you’re
even a Christian." http://healingisyours.com/new-events/).
Hier ist das ja noch nicht ganz so. Man könnte, wenn man wollte, sogar ganz provokativ sagen, dass wenn jemand es hinterfragt, ob der Tod wirklich so gut ist, weil er uns ja in den Himmel zu Jesus bringt, dieser jemand dann auch gefragt wird, ob er oder sie wirklich Christ sei...
Letzte und diese Woche verbrachte ich einige Zeit in der Aufbahrungshalle. Wir glaubten und beteten für Auferstehung. Gestern war die Beerdigung.
Ich war vor zwei Jahren bei jemandem in einem Wochenend-Training über Totenauferweckung, dessen DRT's (Dead Raising Teams) haben schon 13 Tote gesehen, die wieder zurückkamen. Einer davon war 2 Wochen tot. Ist das das, was Jesus angekündigt hat als er sagte, "ihr werdet grössere Werke vollbringen als ich sie tue"?
Matthäus 10,8: Heilt die Kranken... (das tun wir), ..treibt Dämonen aus.. (tun wir), ..reinigt die Leprakranken.. (tun wir nicht wirklich... aber sollten wir. Heute wären das wohl die Ebola-Kranken. Oder warum nicht auch gleich jede unreine Haut heilen?), ...weckt die Toten auf...
Ja, nach dem Tod ist man im Himmel und alles ist wunderbar, und ich würde wohl auch nicht zurückkommen wollen. Und ja, im Himmel zu sein ist weitaus besser, als krank vor sich hin zu leiden. Aber der Tod ist nicht unser Erlöser. Jesus ist unser Erlöser. Heilung und ganzheitliche Gesundheit, Freiheit und Freisetzung ist das Ziel. Wir sollen den Himmel auf die Erde bringen und nicht uns in den Himmel flüchten. Dein Wille, wie im Himmel, so auf Erden. Im Himmel gibt es keine Gewalt, keine Tränen, keine Krankheit... so auf Erden. Im Himmel gibt es keinen Tod... ...so auf Erden.
Wir müssen nicht mehr durch die Tür des Todes, um in den Himmel zu gelangen. Jesus hat den Weg auch so freigemacht und dem Tod den Stachel gezogen.
Warum die zweifache Mutter nicht aufgewacht ist, ist mir ein Rätsel. Ich werde weiterbeten für jeden Schlafenden, der tot scheint.
Donnerstag, November 27, 2014
Donnerstag, November 13, 2014
Die Politikerin und der nackte Sänger.
1. Mose 1 und so, Paradies, vegan, und verheiratet - ich liebe Nacktheit. Trotzdem habe ich gerade ein Beschwerde-e-mail an unsere grösste Zuganbieterin und an eine Gratis-"Zeitung" geschickt.
Diese Gratis-Papierberge irritieren mich sowieso immer, aber gestern fühlte ich mich richtig belästigt. Auf der Titelseite: eine praktisch nackte Frau. Auf der Rückseite: Eine praktisch nackte Frau. Hallo?? Ich dachte, wir leben im Jahr 2014?! Gestört hat mich dieser Anblick aus mehreren Gründen:
- Wenn man am Kiosk eine Zeitschrift mit nackten Frauen kauft, dann ist das persönliche Entscheidungssache. Ob man sie dann im Zug liest, auch. Aber eine auflagenstarke Gratiszeitung, die viele PendlerInnen aus Gewohnheit und Langeweile mitnehmen, sollte eine Verantwortung wahrnehmen, denn es ist abzusehen, dass diese Zeitung dann tausendfach im öffentlichen Raum herumliegen wird. Kinder werden sie sehen und auch durchblättern. Ich habe das sehr oft mitansehen müssen. Schulreise, 1.Klässler, oder sonst Kinder: Blättern eine Gratiszeitung mit nackten Frauen oder Frauen in sexuell aufreizenden Positionen durch. Solche Sachen lassen mich auf ein Auto hinsparen und mich über homeschooling informieren.
- Wo bleibt der nackte Mann im String-Tanga auf der Frontseite?
Wie kommt es, dass unzählige Männer so in der Zeitung sind: Als Sportler (angezogen), als Manager und CEO's (angezogen, über 40, übergewichtig), als Politiker (angezogen, über 40, übergewichtig), als Ärzte (angezogen,...you get the picture),...... und daneben halbnackte junge schlange Frauen. Wenn schon möchte ich im gleichen Verhältnis Sportlerinnen, Politikerinnen und Managerinnen und CEO's und Ärztinnen (alle angezogen, über 40, übergewichtig) in der Zeitung sehen, daneben auf der Frontseite und Rückseite einen halbnackten Mann in knappen Unterhosen in unterwürfiger Pose. Bitte!
Bin ich ewiggestrig? Mit 31? Bin ich prüde? Hallo? Nein!!!!!
Gut, hatte ich gestern kein Zündholz dabei. Aber das kann sich ändern.
Diese Gratis-Papierberge irritieren mich sowieso immer, aber gestern fühlte ich mich richtig belästigt. Auf der Titelseite: eine praktisch nackte Frau. Auf der Rückseite: Eine praktisch nackte Frau. Hallo?? Ich dachte, wir leben im Jahr 2014?! Gestört hat mich dieser Anblick aus mehreren Gründen:
- Wenn man am Kiosk eine Zeitschrift mit nackten Frauen kauft, dann ist das persönliche Entscheidungssache. Ob man sie dann im Zug liest, auch. Aber eine auflagenstarke Gratiszeitung, die viele PendlerInnen aus Gewohnheit und Langeweile mitnehmen, sollte eine Verantwortung wahrnehmen, denn es ist abzusehen, dass diese Zeitung dann tausendfach im öffentlichen Raum herumliegen wird. Kinder werden sie sehen und auch durchblättern. Ich habe das sehr oft mitansehen müssen. Schulreise, 1.Klässler, oder sonst Kinder: Blättern eine Gratiszeitung mit nackten Frauen oder Frauen in sexuell aufreizenden Positionen durch. Solche Sachen lassen mich auf ein Auto hinsparen und mich über homeschooling informieren.
- Wo bleibt der nackte Mann im String-Tanga auf der Frontseite?
Wie kommt es, dass unzählige Männer so in der Zeitung sind: Als Sportler (angezogen), als Manager und CEO's (angezogen, über 40, übergewichtig), als Politiker (angezogen, über 40, übergewichtig), als Ärzte (angezogen,...you get the picture),...... und daneben halbnackte junge schlange Frauen. Wenn schon möchte ich im gleichen Verhältnis Sportlerinnen, Politikerinnen und Managerinnen und CEO's und Ärztinnen (alle angezogen, über 40, übergewichtig) in der Zeitung sehen, daneben auf der Frontseite und Rückseite einen halbnackten Mann in knappen Unterhosen in unterwürfiger Pose. Bitte!
Bin ich ewiggestrig? Mit 31? Bin ich prüde? Hallo? Nein!!!!!
Gut, hatte ich gestern kein Zündholz dabei. Aber das kann sich ändern.
Mittwoch, November 12, 2014
Gehorsam
Gehorsam. Damit beschäftige ich mich im Moment gerade. Wenn ich gehorsam bin, bin ich dann automatisch auch ungehorsam gegenüber all dem, was das Gegenteil von dem erwartet, dem ich gehorsam bin?
Erich Fromm schrieb ein ganzes Buch darüber. Es geht auch um Adam und Eva, den ersten Ungehorsam, den den Menschen erst zum unabhängigen Menschen machte, aber ihn dafür der Harmonie mit Gott und Natur entriss. Er schreib über einseitige Abrüstung. Darüber, dass wenn man Menschlichkeit will, aber der Staat verlangt Unmenschlichkeit, dass es dann zum Ungehorsam kommen muss. Sofern man weiterhin Menschlichkeit leben will. MachtträgerInnen, die ja immer in der Minderheit waren und sind, sind auf Gehorsam der Mehrheit angewiesen, um an der Macht zu bleiben. Was wäre passiert, wenn bei gewissen Dikatoren niemand gehorsam gewesen wäre?
Und doch getraue ich mich fast nicht, über Ungehorsam nachzudenken. Ein feines Unbehagen; darf ich das? Wurde mir nicht mein Leben lang Gehorsam gelehrt? Steht es nicht in der Bibel?
Die Frage ist eben, Gehorsam gegenüber wem oder was.....
Erich Fromm schrieb ein ganzes Buch darüber. Es geht auch um Adam und Eva, den ersten Ungehorsam, den den Menschen erst zum unabhängigen Menschen machte, aber ihn dafür der Harmonie mit Gott und Natur entriss. Er schreib über einseitige Abrüstung. Darüber, dass wenn man Menschlichkeit will, aber der Staat verlangt Unmenschlichkeit, dass es dann zum Ungehorsam kommen muss. Sofern man weiterhin Menschlichkeit leben will. MachtträgerInnen, die ja immer in der Minderheit waren und sind, sind auf Gehorsam der Mehrheit angewiesen, um an der Macht zu bleiben. Was wäre passiert, wenn bei gewissen Dikatoren niemand gehorsam gewesen wäre?
Und doch getraue ich mich fast nicht, über Ungehorsam nachzudenken. Ein feines Unbehagen; darf ich das? Wurde mir nicht mein Leben lang Gehorsam gelehrt? Steht es nicht in der Bibel?
Die Frage ist eben, Gehorsam gegenüber wem oder was.....
Montag, November 03, 2014
Zuhause, dekonstruiert, und blinder Fleck, rekonstruiert
An meinem 25. Geburtstag zog ich in eine mir nun so lieb gewordene kleine Stadt an einem See, weil ich bereits dort arbeitete, und oft nach einer Abendschicht keinen Zug mehr nach Haus hatte. Auch als ich später dreimal für neun Monate in die USA ging, kehrte ich doch immer wieder zurück. Vergangenes Wochenende kam der Moment, an dem ich wegzog. Nur weil ich immer noch dort arbeite, ertrage ich es.
Nun habe ich bereits zwei Nächte hier, auf der anderen Seite von Bern, in Richtung Berner Alpen, geschlafen, und zwar erstaunlich gut. Es ist schön ruhig hier! Wir haben nun extrem viel weniger Platz, dafür wohnen wir mit lieben Menschen zusammen.
Etwa so schnell ging der Umzug - dank der Hilfe meiner und seiner Familie:
Heute in der Schule sprachen wir über die Wahrnehmung. Wird ein Raum erst dann zum Raum, wenn ich mit meinem Leib - der ja räumlich ist - mich darin bewege? Wenn ich das Glas neben mir nicht wahrnehme, dann ist es gar nicht da, für mich. Dort, wo die Sehnerven die Netzhaut verlassen, gibt es keine Rezeptoren. Dass heisst, dass jeder Mensch etwa in der Mitte des Blickfeldes einen buchstäblich blinden Fleck hat. Bloss sehen wir den nicht, weil unser Gehirn blitzschnell den fehlenden Ausschnitt aufgrund der Informationen darum herum rekonstruiert. Wahnsinnig.
Was bedeutet dies für mich? Ist das, was ich wahrnehme, auch wirklich das, was da ist?
Nach dieser Vorlesung ging ich ganz anders durch den Bahnhof und nach Hause.
Nun habe ich bereits zwei Nächte hier, auf der anderen Seite von Bern, in Richtung Berner Alpen, geschlafen, und zwar erstaunlich gut. Es ist schön ruhig hier! Wir haben nun extrem viel weniger Platz, dafür wohnen wir mit lieben Menschen zusammen.
Etwa so schnell ging der Umzug - dank der Hilfe meiner und seiner Familie:
Heute in der Schule sprachen wir über die Wahrnehmung. Wird ein Raum erst dann zum Raum, wenn ich mit meinem Leib - der ja räumlich ist - mich darin bewege? Wenn ich das Glas neben mir nicht wahrnehme, dann ist es gar nicht da, für mich. Dort, wo die Sehnerven die Netzhaut verlassen, gibt es keine Rezeptoren. Dass heisst, dass jeder Mensch etwa in der Mitte des Blickfeldes einen buchstäblich blinden Fleck hat. Bloss sehen wir den nicht, weil unser Gehirn blitzschnell den fehlenden Ausschnitt aufgrund der Informationen darum herum rekonstruiert. Wahnsinnig.
Was bedeutet dies für mich? Ist das, was ich wahrnehme, auch wirklich das, was da ist?
Nach dieser Vorlesung ging ich ganz anders durch den Bahnhof und nach Hause.
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