Kaum hat man sich beim Arzt angemeldet, geht's einem schlagartig besser.
In den letzten 36 Stunden stand ich nur etwa fünfmal auf, um aufs Klo zu gehen oder Tee zu kochen. Sonst verbrachte ich die Zeit damit, zu schlafen, zu schwitzen, um die 50 Taschentücher zu füllen und Fieber zu messen. Hab dann mal beim Arzt angerufen, der wollte mich sehen, wegen meiner Vorgeschichte. Und kaum hab ich aufgehängt, gehts mir besser! Ich kann sitzen und mag sogar einen Blogeintrag schreiben! Soll ich jetzt mein Date beim Herrn Doktor wieder absagen?
Weitere Erkenntnisse der letzten Tage:
Immer dann, wenn man meint, sich rechtfertigen zu müssen, müsste man es eben gerade nicht. Und tut es trotzdem.
Wenn man Dinge tut, bei denen man sich plötzlich fragt, warum man sie eigentlich tut, und dann keine Antwort darauf hat, sollte man schleunigst einen Schlussstrich ziehen.
Auch wenn Gespräche, Lebensorganisation, Zeitmanagement und Überwindung der Faulheit viel zu einer besseren Lebensqualität beitragen: Die Leere richtig füllen und die Belastung richtig wegnehmen kann nur Gott, und er kann es auch nur, wenn ich hingehe und es zulasse.
Lebensmuster, die scheisse sind, sind immer änderbar. Selten sofort und meistens mit ungefähr 7182 Rückfällen verbunden. Aber änderbar.
Und zu guter Letzt: Wenn man krank ist, sollte man krank sein.