Donnerstag, Juli 28, 2011

Es ist unmöglich dass nichts passiert - alles ist möglich..

Seit zwei drei Jahren beginne ich langsam langsam zu erfassen, wer Gott eigentlich ist... und wer ich eigentlich bin.
Das John G. Lake Buch "His life, his sermons, his boldness of faith" hilft enorm dabei... in den nächsten 6 Wochen muss ich noch gut die Hälfte lesen -> Summer homework.
Ausserdem ist es gut zu wissen, dass es unmöglich ist, dass nichts passiert, wenn man betet.
Das beweist sich mir immer und immer wieder.
Gerade auch wieder in unzähligen wahren Geschichten aus dem Lake-Buch gesehen: Manchmal beteten sie einmal kurz bei einem Tumor, und der Tumor verschwand. Manchmal beschreibt Lake, wie sie während 5 Monaten immer wieder beteten, bis der Tumor ganz verschwunden war. Oder bei einem toten Baby betete der Pastor auch die ganze Nacht lang mit dem Kind in den Armen. Dann wurde es wieder lebendig. Wie oft bete ich einmal, und es scheint "nichts" zu passieren, worauf ich entmutigt denke, dass ich wohl zuwenig Glaube gehabt habe, oder zuwenig Salbung, oder dass es halt "das Mysterium Gottes" sei, etc. Nein, es ist ganz einfach. Jesus hat Tod und Krankheit bereits aus der Welt geschafft und hat diesen Triumph und die Autorität denen gegeben, die ihn in ihr Leben eingeladen haben. Diese Menschen gehören alle zur Familie, haben denselben Familiennamen, und dürfen deshalb auch im Namen von Jesus all das tun, was Jesus getan hat (und noch Grösseres). Voilà. Es ist unmöglich, dass du betest, und nichts passiert. Lake sagt: Sag dir das immer wieder, bis du es weisst, und praktiziere/übe es.

Samstag, Juli 23, 2011

Der Kopf ist nur ein kleines Körperteil, aber es spielt sich überproportional viel von mir dort drin ab

Da sich meine Zukunftspläne vermutlich im Wäutsche abspielen werden (französischsprachige Schweiz), will ich jetzt mein franz ein bisschen pushen. So bin ich heute eine Stunde in die Bibliothek französische Texte über Politik und Weltgeschehen lesen gegangen.
Viel lustiger ist es allerdings, im Supermarkt eine Kassiererin zu haben, die Madame Allemand heisst!! I love it bzw. j'aime ça! Bonjour Madame Allemand!

Ansonsten werde ich irgendwo zwischen Depression und Ekstase umhergeschleudert. Allerdings im Vergleich zu früher deutlich öfter im ekstatischen Bereich, also dort, wo ich Glücksgefühle empfinde. Gestern ging ich aus unerklärlichen Gründen, also ja, auch wegen Norwegen, halbdepressiv ins Bett. Nach drei Stunden Schlaf wachte ich auf und fühlte mich glücklich. Dann merkte ich: Moment, diese dunklen Gefühle waren gar nicht meine! Das bin gar nicht ich! Ich musste schmunzeln und schlief erleichtert weiter.

Freitag, Juli 22, 2011

Magische Momente

Morgens um 1. Es ist ein Wochentag, das Städtchen ist wie ausgestorben, und es regnet in Strömen. Alle Ampeln sind auf rot, aber sobald ich mich mit dem Velo nähere, wird es grün. Ein Taxi fährt mir entgegen, ohne Passagiere, das Innenlicht brennt, der Fahrer telefoniert. Ich biege von der Hauptstrasse ab und fahre auf einem kleinen Weg der Suze entlang. Dann weiter durch eine Pappelallee (dieses Wort enthält übrigens je 3x den Buchstaben P, E und L, sowie zweimal A). Nach der Allee kommt wieder eine Hauptstrasse, in die ich einbiegen will. Da man Autos gut hört, besonders in einer ausgestorbenen, verregneten Stadt, und da ich nichts höre, behalte ich mein Tempo bei. Erst in letzter Sekunde sehe ich den Velofahrer, der auf der Hauptstrasse daherfährt. Er ist schwarzer Hautfarbe, dunkel gekleidet und sein Velo hat kein Vorderlicht. In letzter Sekunde kann ich noch abbremsen, und er, der freihändig dahergefahren kommt, stützt sich auch sofort auf seinen Lenker, bereit, eine Vollbremsung hinzulegen. Wir lächeln uns an und er fährt vorbei, sofort wieder freihändig. Ich biege hinter ihm auf die Strasse ein und hintereinander fahren wir einige hundert Meter durch den Regen, bevor ich in meine Strasse abdrehe.

Dies war vorhin. Es gibt einige so magische Momente, die sich in meiner Erinnerung abgespeichert haben. Vor etwa 8 Jahren lief ich einmal, auch spätnachts, einen kleinen Fussweg einen steilen Hügel hinauf. Mitten in der menschenleeren Stadt. Aber etwa auf halber Höhe standen zwei Männer am Wegrand, einer links, einer rechts. Beide waren am pinkeln. Einer links, einer rechts. Ich lief mitten hindurch. Das klingt jetzt vielleicht pretty awkward, aber es hatte etwas magisches. So wie orchestriert. Wie eine Choreographie.

Donnerstag, Juli 21, 2011

Happy am Limit

Ans Limit gehen...

Was früher Ausnahmeabende waren, haben wir in den letzten zwei drei Monaten fast standardmässig. Und mittags auch noch. Wir sind ausgebucht, und dann kommen nochmal vier Leute und nochmal und irgendwie geht es dann immer. So wie heute. Wir sind komplett ausgebucht. Es kommen nochmal zwei. Wir fragen eine 9er Gruppe, ob sie an ihrem Tisch einen Kopf machen würden, damit wir einen Teil ihres langen Tisches wegziehen können und den zwei Neuen geben können. In der Zwischenzeit stehen nochmal zwei da. Sie hätten reserviert. Wir finden in der Agenda nichts. Und selbst wenn - jeder einzelne Tisch ist besetzt. Wir sind voll. Die Leute warten auf ihren Apéro, auf die Speisekarte, wollen bestellen, aus der Küche läutet es. Wir finden die Reservation in der Agenda: Sie wurde eine Woche in der Vergangenheit eingetragen. Die zwei Gäste, die nun tischlos dastehen - was tun mit ihnen? Wir haben sogar bereits den Tisch aus dem Keller raufgeholt und vergeben. Draussen regnet es. Einen Bon geben, dass sie einmal gratis essen können bei uns? Aber nein, sie sind nicht von hier und haben auch nicht vor, bald einmal wieder in unsere Stadt zu kommen. Da hat meine Kollegin eine wunderbare Idee: Wir holen einen Gartentisch rein. Irgendwo quetschen wir den noch rein. Die zwei Gäste aus der Vergangenheit müssen sich nun anschreien, so laut ist es ringsherum... dabei sind wir doch eher bekannt als "die ruhige Oase"...

Irgendwie geht es immer.. wahrscheinlich ist Gott für uns und nicht gegen uns.. trotzdem möchte ich irgendwann einfach mal eine Woche Ruhe und Frieden haben, nichts tun müssen, keine Notfallübungen.

Aber ich liebe unseren Betrieb. Wir stellen gemeinsam etwas Tolles auf die Beine. Fair gehandelte Schokolade, Bio-Ware, frisch vom Markt. Bier mit Solarstrom gebraut. Unser Strom ist von der nahen Schlucht. Die Löhne sind fair. Das Team ist inzwischen super eingespielt, alle helfen einander. Wow wow wow!!!!!!! Und dann ruft plötzlich die Chefin an und sagt "hallo, ich wollte nur sagen: Ihr seid super!"
I must be the happiest woman alive.

Mittwoch, Juli 20, 2011

Begegnungen mit Klischees..

Klischees... erfahrungsgemäss geben LehrerInnen sowie SozialpädagogInnen oder SozialarbeiterInnen eher wenig Trinkgeld. Das sage nicht nur ich, das sagen auch meine Mitarbeiterinnen mit zum Teil 40 Jahren Service-erfahrung. Im Moment befinden sich tausende (sic!) Lehrerinnen und Lehrer in unserer Stadt. Somit essen immer auch wieder viele davon bei uns. Was ich wirklich sympatisch finde! Wirklich! Trotzdem unterlief mir kürzlich ein Fauxpas, der seinesgleichen sucht. Das Personal war am Abendessen. Ich sass mit dem Rücken zur Bar. Meine Chefin kam zu mir und fragte, ob wir am Vorabend viel Trinkgeld gemacht hätten. Ich antwortete "Es geht. Wir hatten viele Lehrer. ça va." - worauf meine Chefin mir ins Ohr flüsterte "psst! sag nicht sowas wenn hinter dir eine Lehrerin steht". Ich bemerkte, dass direkt hinter mir eine Lehrerin an der Bar stand, und offenbar hatte sie meine Bemerkung gehört. Aj!

Heute Abend hatten wir einen 6er-Tisch: Zwei Italiener, zwei Deutsche, zwei Schweizer - Westschweizer. Ich switchte zwischen Französisch, Englisch und Deutsch hin- und her. Einer der Italiener suchte wirklich ständig Augenkontakt und lächelte mich dauernd an. Die Westschweizer (französischsprechend) bestellten Wein. Die Deutschen bedankten sich immer und gaben viel Trinkgeld. Der Italiener kam, nach dem alle andern gegangen waren, nochmal zurück und fragte mich nach guten Bars. Dann verabschiedete er sich mit zwei Küsschen auf die Wange. 15 Minuten später, ich war inzwischen ganz allein am aufräumen, kam er nochmal zurück und fragte mich, ob ich mit ihm noch ein Bier trinken wolle....Leider nein..

Dienstag, Juli 19, 2011

Gib mer e Pfanne

Durstig sein, oder Durst haben. Trinken wollen, wissen wollen, reinsaugen wollen. Information. Formation. Sich in Form bringen, sich in eine Form bringen. Wer ist sich? Ich bin durstig, ich bin wissensdurstig. Manchmal bin ich lebenshungrig, heute bin ich wissensdurstig. Früher war ich lebensmüde. Heute werde ich wach, wenn ich gelernt habe.

In einem Alter, in dem die meisten meiner damaligen KollegInnen ein Studium begonnen haben, sass ich mit Mad auf seinem Balkon, rauchte diese indischen gerollten Blätter, wie hiessen sie schon nur?, und wir machten uns Gedanken über alles, während wir über die StudentInnen lachten. Während diese nämlich dem Studieren nachgingen, spielten wir Schach auf der Bundesterrasse. Heute ist eine meiner damaligen Schulkolleginnen Ärztin. Andere sind Mütter. Heute bin ich wissensdurstig. Ich verschlinge Zeitungsartikel über Themen, die niemanden sonst in meinem Umfeld interessieren. Heute ist der interessanteste Abend seit 1999, als ich mit einem Fuss in der Ostsee, mit dem andern in der Nordsee stand. Heute ist ein neuer Gedanke in mir aufgetaucht.

Die Frage ist nicht, ob ich mit 28 nicht zu alt bin, um etwas neues anzufangen. Überhaupt werde ich 29 sein, wenn ich etwas neues anfange. Die Frage ist: Will ich mit 40 immer noch im Service jobben? Oder: Wo möchte ich mit 55 sein, oder wo nicht?

Nicht, dass mir das Jetzt nicht gefallen würde. Ich liebe es. Ich liebe meine letzten 5 Jahre und meine Entwicklung darin. Ich habe mich auszuwickeln begonnen. Heute liege ich da und werde in den nächsten 10 Monaten noch mehr ausgerollt. Das gibt dann ein Panoramabild, aber man kann es nur von oben betrachten, was Gott auch mit Freude tut. Will ich mich der Welt zu erkennen geben oder mich im Spiegel betrachten, so bleibt mir nur, mich aufzustellen. Aber die, die etwas auf die Beine stellt, bin nicht ich. Ich bin einfach mich, denn das bin ich im letzten Jahr tatsächlich geworden.

Sonntag, Juli 17, 2011

Etwas einfangen und als etwas eingefangen werden



Es gibt Momente, die man einigermassen einfangen kann mit der Handykamera. Letzte Woche war so eine "Kulturwoche", oder ein "Altstadtfest" hier. Es ist so gut, dass sogar der iPod nach ihm benannt ist. Und obwohl ich seit über fünf Jahren mich in dieser Stadt bewege, war ich noch nie wirklich am Podring. Auch dieses Jahr arbeitete ich wieder jeden Abend. Aber meine Chefin zog mich fast an den Haaren (als ich noch lange hatte) zur "Feuerorgel": Stahlrohre, zu einer Art Orgel verschweisst, und dann macht die Künstlerin, bei der ich letztes Jahr wöchentlich ins Training gegangen war, mit Gas Stichflammen, welche, in die Rohre gehalten, Töne erzeugen. Magisch! Dazu las ein früherer Mitstudent von mir Texte. Auch der Himmel war mit eingespannt. Pünktlich zu Beginn der Show begann es zu blitzen und donnern. Als der Autor einmal ins Mikrofon rief "Mittelland, erwache!", unterstrich ein gewaltiger Donnerschlag diesen Aufruf. Bäm!!!!! Die Menge tobte. Nur Minuten später ergoss sich ein Regen über uns, dass die Show bald abgebrochen werden musste, und wir waren alle kollektiv verschifft worden.

An einem anderen Abend wollte ich grad von der Arbeit nach Hause, es war schon Mitternacht vorbei, als ich hörte, dass Big Zis ein Konzert am geben war. YESSS!!!



Dann gibt es die anderen Momente. Die versuche ich einzusaugen, so fest wie möglich. Die alte Frau, die von Schmerzen geplagt im Garten ein Stück Kuchen bestellt und mich dann aufs Gröbste zusammenstaucht, weil der Kuchen anscheinend nicht gut ist. Wenige Minuten später erzählt sie mir ihr halbes Leben, von der Kinderlosigkeit, dem Tod ihres Mannes vor 17 Jahren und der Einsamkeit, in der sie seit da lebt. Von den Schmerzen in den Beinen. Dann beten die Gästin und die Serviertochter zusammen, und sie schluchzt wie ein kleines Kind, und mir und meiner Mitarbeiterin kommen vor Rührung auch die Tränen. Am Schluss strahlt die Frau übers ganze Gesicht, bedankt sich tausendmal als sie geht.

Oder: Die Coiffeuse hält meine zusammengebundenen Haare in den Händen, streichelt sie, dankt ihnen für ihr jahrelanges Dasein. Dann nimmt sie die Schere und schneidet den ganzen Pferdeschwanz ab.

Oder: Bis 00.30 arbeiten. Es war wieder einmal full house bzw. garden. Der Koch sagt uns zweien noch tschüss, und irgendwie bleibt er hängen, und dann sitzen wir zu dritt noch zwei Stunden vor dem Haus, trinken Bier, erzählen Geschichten und lachen, bis uns die Bäuche weh tun. Dann ist halb 3, ich begleite die Kollegin zu ihrer Wohnung in der Altstadt. Das letzte Konzert dort ist längst vorbei, überall werden Bühnen abgebaut, aber der Platz mitten in der Altstadt ist voller Dreiergrüppchen, die biertrinkend beieinander stehen und plaudern. 02.45 Uhr. Der Crêpe-stand ist noch da! Wir kaufen ein Crêpe, laufen zum Haus der Freundin, setzen uns hinten in den Garten und essen. Unwiederholbare Momente.

Montag, Juli 11, 2011

Hagel vs. Bibel 1:0

aus der heutigen Online-Zeitung...

Letzte Woche starben zwei Menschen in der Schweiz, die während einem Hagelsturm Schutz unter einem Baum suchten. Denn der Baum fiel um und erschlug sie.

Heute waren eine Freundin und ich am wandern, und auf dem Rückweg wurde es plötzlich stockfinster. Wir waren auf einem Uferweg neben einem Bergbach, im Wald. "Was ist das für Lärm da oben?" fragte die Freundin. Wir schauten rauf in die Baumwipfel, und ich sah riesige Regentropfen wie in Zeitlupe runterfallen. Und meine Freundin sprach: "Neiiinnn, das ist Hagel!", und bäm! da war Hagel!! Innert Sekunden sahen wir keine 5 Meter mehr weit; die Luft war voller weisser Hagelkörner, grösser als Maiskörner, zum Teil viel grösser. Ich im ärmellosen T-Shirt, hielt den Rucksack über den Kopf. Wir mussten schreien, um einander zu hören, obwohl wir direkt nebeneinander standen. Ich erinnerte mich natürlich sofort an die Story der zwei Menschen unter dem Baum. Wir standen im Wald, neben uns der Bergbach, den wir aber gar nicht mehr sahen vor lauter Regen und Hagel. Zeitweise hagelte es fast waagrecht wegen dem starken Wind. Wir geboten dem Hagel und beteten in Sprachen. Dann hörte es irgendwann mal auf. Nun waren wir so nass, dass sogar mein schon längst entfernter Blinddarm nass war. Wirklich NASS. Lustigerweise hatte ich meine Regenjacke bis in die Berge geschleppt, aber dann vor der Wanderung aus dem Rucksack genommen, weil der Himmel so blau, die Sonne so warm war.
Bergwetter hat viele Seiten. Noch mehr Seiten allerdings hat meine Bibel, welche auch mit dabeiwar. Und trotz Ledereinband erlitt sie dasselbe Schicksal wie mein oben erwähnter Blinddarm. Schad!!!





Bloss rund 30km entfernt von dort spielte sich aber eine Geschichte ganz anderen Kalibers ab. Ein Kollege von uns, aus unserer Gemeinde, war am Gleitschirmfliegen. Als er noch 200-300 Meter über Boden war, verhedderte er sich irgendwie so in den Leinen, dass diese sich um seinen Hals schlangen und er ohnmächtig wurde. Er konnte als letztes noch den Notschirm auslösen, dieser öffnete sich jedoch nicht richtig. So fiel er, nur durch die unvollkommen geöffneten Schirme gebremst, mitten in die Stadt Interlaken hinein. Er landete in einem Garten, einem Tomatenbeet, nur wenig entfernt von Metallpflöcken, um nicht die Gartenzäune, Häuser, Autos, Strassen, Stromleitungen zu erwähnen, die es in einer Stadt so hat. Sein Gleitschirmlehrer, der alles beobachtete, ging von einem tödlichen Unfall aus. Aber dem jungen Mann war nichts passiert: Kein Knochenbruch, kein gar nichts! wow... und als die Geschichte heute im Gottesdienst erzählt wurde, meldete sich ein Gottesdienstbesucher und sagte, er sei heute morgen - ungefähr zur Unfallzeit - durch Interlaken gefahren, hätte die Gleitschirmflieger am Himmel gesehen und das starke Gefühl gehabt, er solle für sie beten, um Sicherheit und Schutz.

WOW wow wow!!

Samstag, Juli 09, 2011

Der Geist, die Geister und der Heilige Geist

Im Kapitel 15 vom John G. Lake Buch, das wir über die Sommerferien lesen müssen, schreibt John G. über Spiritismus. Lake hatte einige Bekannte, die berichteten, dass sie mit den Geistern von Verstorbenen sprächen. Lake ging dem nach und besuchte einige solche Séancen, und einmal unterhielt er sich selbst mit dem angeblichen Geist einer Verstorbenen - den er dann aber durch Fragenstellen als Lügner entlarvte (es war offenbar ein Dämon, der sich als Geist der Verstorbenen ausgab).
Also, ziemlich abgefahrene Sachen in diesem Kapitel. Jedenfalls sagt Lake, dass wer vom Blut von Jesus gewaschen ist (sich bekehrt hat, nehme ich an), dass deren Geist so stark von Gott angezogen wird, dass er, wenn er in andere Bewusstseinsformen geht, einfach zu Gott geht - zum Beispiel in Trancen, Visionen. Und da alles Wissen in Gott sei, könne es passieren, dass man dann dort im Geist auch Dinge hört, sieht, erfährt, die man eigentlich nicht wissen kann. Oder wenn man im Geist so stark mit Gott vereint ist, dann muss man gar nicht erst in eine Trance gehen, sondern man kann einfach auch so "ansaugen" von diesem allwissenden Gott.

So in der Art habe ich dieses Kapitel verstanden. Ich könnte es wohl noch besser rüberbringen wenn ich es nochmal lesen würde, aber im Moment will ich lieber noch ein wenig darüber meditieren.

Ich liebe freie Tage, die komplett frei sind, weil ich dann komplett frei lustige Sachen machen kann



Donnerstag, Juli 07, 2011

Routine gibt es nicht

Das Restaurant war vollbesetzt, und wir schon ziemlich im Schuss. An die Tische gehen, Bestellung aufnehmen, rein zur Bar, Getränke bereitmachen, zack zack. Plötzlich setzte sich an den noch einzig freien Tisch eine Siebnergruppe. Vermutlich eine Familie. Der Vater bestellte eine AfriCola. Ich antwortete ihm, wir hätten nur normale Coca Cola im Angebot. Er schaute mich erstaunt an und meinte "Ich dachte, ihr hättet ALLES?!", worauf ich meinte, nein, wir seien ein kleiner Betrieb und hätten keine grosse Lagerfläche. Daraufhin bestellte er ein "Schöpfinger". Obwohl ich keine Ahnung hatte, was das ist, sagte ich, das hätten wir auch nicht. Ich pokerte und sagte weiter, wir hätten dafür Eptinger (Mineralwasser). Da wurde er wütend, haute auf den Tisch, stand auf und lief ins Haus. Die andern Familienmitglieder schauten mich etwas peinlich berührt an und bestellten dann ihre Getränke - alles Getränke, die wir im Angebot haben. Zum Beispiel unseren hausgemachten Eistee. Dies alles brauchte enorm viel Zeit, weil ich noch Sachen erklären musste und sich alle Zeit liessen beim sich entscheiden. Als ich alle Bestellungen hatte, kam der Vater zurück. Jemand aus der Familie schaute ihn an und sagte laut "lass uns besser zur XY-Bar gehen". Alle standen auf und gingen. Ich wurde soo wütend, dass ich reinging, den Zettel mit der Bestellung vom Block riss und zu Boden schmetterte - wobei man Papier definitiv nicht gut "schmettern" kann. Alle schauten mich erstaunt an.

Soweit mein Traum von letzter Nacht.

Zum Glück bin ich nie am arbeiten und komme in eine Situation wo ich sagen kann "das ist ja wie im Traum!".......

Die Realität sieht besser aus: Gestern zum Beispiel liess ein Gast nebst 23.- Trinkgeld auch noch die Flasche Tessiner Merlot zurück, die er und seine Begleitung nicht ausgetrunken hatte. Die Flasche kostet 80.-. Der Wein ist eine Wucht! Somit gönnten meine Mitarbeiterin und ich uns nach einigen Stunden herumgerenne ein Glas davon, mit herrlichem Bio-Weichkäse dazu.

Wir hatten gestern tatsächlich eine Familie mit 7 Leuten bei uns als Gäste, und sie waren auch "ein bisschen" kompliziert.

Auch gestern war ich so an einem Tisch am Einschenken, und da höre ich jeweils ein bisschen mit, was die Gäste so plaudern. Die eine Frau sagte also zur andern: "...ich habe ja keine grosse Ahnung vom Christentum. Aber ich hatte einmal einen Freund, der war Christ. Es war schrecklich. Jedesmal, wenn..." - natürlich hatte ich just in dem Moment fertig eingeschenkt und somit keinen Grund mehr, länger am Tisch zu verweilen. Schad!! Meine Mitarbeiterin meinte später, als ich es ihr erzählte, ich hätte einfach etwas fallenlassen sollen.

Also, wenn ihr mal in einem Restaurant sitzt und die Bedienung lässt ständig etwas neben eurem Tisch fallen, dann liegt das an euren interessanten Gesprächen.