Es ist immer gut, Erfahrungen zu machen, die man, wenn man wüsste, wie sie sein werden, nicht wählte. So bewarb ich mich kürzlich telefonisch, eine Doppellektion Musik als Stellvertretung zu unterrichten, zusammen mit Gianni. Wir erhielten den Job ohne Probleme, bereiteten uns gründlich vor (!) und fuhren am nächsten Tag hin.
Die Lehrerin selbst, sowie andere Lehrerinnen im Schulhaus hatten uns voller Begeisterung von dieser Klasse erzählt. Das seien soooo liiiiebe Schülerinnen und Schüler, so herzige, begeisterungsfähige, motivierte... ...und sie hatten Recht. Diese 11-jährigen Kinder waren so motiviert, dass sie voller Energie auf ihre Djembés, Pauken und Xylophone einschlugen, auch wenn ich schon längst mit dem Glöckchen läutete und Ruhe verlangte. Nach zwei Lektionen hatte ich fast keine Stimme mehr, geschweige denn Nerven. Da waren die 8 stillen Mädchen und die vier äusserst lauten, dominierenden Jungs, plus sechs MitläuferInnen, die sich immer an den zwei lautesten Jungen orientierten. Waren diese still, waren sie still, waren diese laut, waren sie laut.
Auf der Rückfahrt musste Gianni einiges erleiden..... ich wolle definitiv NIE MEHR als Stellvertreterin arbeiten und garantiert NIE Lehrerin werden, und wenn ich es mir so überlege, so wolle ich auch nie Kinder auf die Welt stellen, da diese in wenigen Jahren selbst zu "Terroristen" werden würden. Die spielenden Nachbarskinder fand ich nun beim besten Willen nicht mehr herzig.
Mein ohnehin schon grosser Respekt für Lehrerinnen und Lehrer schnellte in Höhen, die man kaum beschreiben kann.
Einige Stunden später fand ich es immerhin gut, einmal im Leben diese Erfahrung gemacht zu haben.
Einen Tag später erfuhr ich, dass es nur drei Jahre Studium braucht, um Primarlehrerin zu werden. Ich will ganz sicher nicht Lehrerin werden. Schon gar nicht Primarlehrerin. Aber nur drei Jahre? Und dann hätte ich ein Berufsdiplom, mein erstes Berufsdiplom??! Ich könnte mir ja dann gut aussuchen, wo und wie viel ich arbeiten würde................ Handkehrum.... warum nicht einfach zwei Jahre anhängen und in 5 Jahren Studium etwas lernen, was ich viel lieber würde...?!
Aber 5 Jahre?? Es bleibt spannend.....
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Donnerstag, Mai 23, 2013
Samstag, April 27, 2013
In der Hitze die Kühle des Tages umarmen
TRANSITION!!!
Wieder einmal eine Übergangszeit. Von Kalifornien in die Schweiz, aus einer Schule bzw. einem Praktikum zu einer Arbeitsstelle, aus dem Single-Leben-in-Fernbeziehung - schliesslich lebe ich ja nebst skypen ein ziemlich unabhängiges Leben - hin zu Zusammen-Wohnung-einrichten und die letzten drei Monate Hochzeitsvorbereitung. Von 35° Sommer zu 10°-30°-es-wechselt-jeden-Tag-Sommer. Von Wieland zu Guida. Von Freundin zu Frau. Von Ausländerin zu Schweizerin.
Man könnte versuchen, es zu verdrängen, aber das lässt den unbewussten Stresspegel dennoch stetig raufsteigen. Somit bleibt nur das Umarmen. Wie schön, "Umarmen". Embracing the transition. Das drückt sich aus in: Jeden Morgen die Kolibris vor dem Fenster bestaunen und auf dem Weg zum Briefkasten bewusst die Sonne und Wärme geniessen, gleichzeitig jeden Tag etwas mehr erledigen, wie z.B. Wohnung kündigen, Auto-Verkaufspreis errechnen, noch einen letzten Ausflug zum See planen.
Ich möchte gähnen können, aber es geht nicht. Somit bleibe ich im Zustand zwischen genug Luft zum Leben haben aber nicht genug zum Atmen.
Tief Luft holen: Schlafen gehen mitten am Nachmittag. Ein neues Buch zu lesen beginnen. An ein Fussballturnier gehen. Einen Bio-Bison-Burger essen gehen, schon nur wegen der Alliteration. Und jetzt konnte ich auch gähnen.
Etwas abschliessen bedeutet auch, neue Pläne zu schmieden oder Raum für neue Ideen zu haben. Soll ich jetzt eine Vernuftsentscheidung machen, und etwas "Richtiges" studieren gehen, oder soll ich das richtige tun und ein Künstlerleben umarmen? Ich sehe, wie Menschen um mich herum etwas Richtiges lernen und arbeiten, und dennoch keine Sicherheit oder nicht unbedingt daraus folgend einen Lebenssinn erfahren. First world problems, ich weiss. Das gut tun, was vor mir liegt. Träume träumen, die gross genug sind, damit ich sie ohne göttliches Wirken nicht ausleben kann. Der Herr wandelte im Garten, als der Tag kühl war, und ich wandle mit Ihm, bleibe cool und plane, coole Dinge zu tun.
Wieder einmal eine Übergangszeit. Von Kalifornien in die Schweiz, aus einer Schule bzw. einem Praktikum zu einer Arbeitsstelle, aus dem Single-Leben-in-Fernbeziehung - schliesslich lebe ich ja nebst skypen ein ziemlich unabhängiges Leben - hin zu Zusammen-Wohnung-einrichten und die letzten drei Monate Hochzeitsvorbereitung. Von 35° Sommer zu 10°-30°-es-wechselt-jeden-Tag-Sommer. Von Wieland zu Guida. Von Freundin zu Frau. Von Ausländerin zu Schweizerin.
Man könnte versuchen, es zu verdrängen, aber das lässt den unbewussten Stresspegel dennoch stetig raufsteigen. Somit bleibt nur das Umarmen. Wie schön, "Umarmen". Embracing the transition. Das drückt sich aus in: Jeden Morgen die Kolibris vor dem Fenster bestaunen und auf dem Weg zum Briefkasten bewusst die Sonne und Wärme geniessen, gleichzeitig jeden Tag etwas mehr erledigen, wie z.B. Wohnung kündigen, Auto-Verkaufspreis errechnen, noch einen letzten Ausflug zum See planen.
Ich möchte gähnen können, aber es geht nicht. Somit bleibe ich im Zustand zwischen genug Luft zum Leben haben aber nicht genug zum Atmen.
Tief Luft holen: Schlafen gehen mitten am Nachmittag. Ein neues Buch zu lesen beginnen. An ein Fussballturnier gehen. Einen Bio-Bison-Burger essen gehen, schon nur wegen der Alliteration. Und jetzt konnte ich auch gähnen.
Etwas abschliessen bedeutet auch, neue Pläne zu schmieden oder Raum für neue Ideen zu haben. Soll ich jetzt eine Vernuftsentscheidung machen, und etwas "Richtiges" studieren gehen, oder soll ich das richtige tun und ein Künstlerleben umarmen? Ich sehe, wie Menschen um mich herum etwas Richtiges lernen und arbeiten, und dennoch keine Sicherheit oder nicht unbedingt daraus folgend einen Lebenssinn erfahren. First world problems, ich weiss. Das gut tun, was vor mir liegt. Träume träumen, die gross genug sind, damit ich sie ohne göttliches Wirken nicht ausleben kann. Der Herr wandelte im Garten, als der Tag kühl war, und ich wandle mit Ihm, bleibe cool und plane, coole Dinge zu tun.
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Montag, März 11, 2013
Lieber 10 Jahre bauern als einen Tag lang mauern.
Nebst tausend Fragen, die ich ständig habe, vor allem über Tod/Leben, beschäftigen mich vor allem die verschiedenen Persönlichkeitsstile. Ich liebe es, mich selbst und andere besser kennenzulernen. Es ist die Lösung für alle Probleme! So fühlt es sich an für mich.. Soeben hatten zwei mir nahe stehende Menschen und ich ein etwa dreistündiges Gespräch wegen eines einzelnen Vorfalles gestern, der nur etwa 10 Minuten lang war. Aber schon nur in diesen 10 Minuten schaffte ich es, Gefühle und Herzen zu verletzen, obwohl ich das niemals möchte. Und gleichzeitig fühlte ich mich komplett unverstanden, was die anderen überhaupt nicht wollten. Es brauchte viel viel Zeit, sich einander zu erklären, sich in die andere Person hineinzuversetzen zu versuchen, einander um Vergebung zu bitten. Das ist schon mal super, aber es ist noch nicht alles gelöst damit. Was tun mit der Angst, "was wenn wieder so etwas passiert?". Dann weiss man um die verschiedenen Persönlichkeitsstile. Einigen fällt es sehr schwer, mitzuteilen, dass sie sich verletzt und überfahren fühlen, wenn sie in der Situation sind. Dabei würde das schon so viel helfen. Andere (ich) schaffen es trotz bestem Willen einfach nicht, sich zuerst zu beruhigen und danach zu reden - und verletzen so Herzen, obwohl es 5 Minuten später, wenn die Emotionen runtergekühlt sind, schon anders aussehen würde. Da nützt es nichts, wenn ich meinem Gegenüber sage "sag mir doch einfach im Moment, was es in dir auslöst", oder wenn mir mein Gegenüber rät, "warte mit reden, bis du dich beruhigt hast". Wir sind anders "verdrahtet" innen, funktionieren unterschiedlich.
Gleichzeitig gilt "Ich vermag ALLES durch den, der mich stark macht, Christus". Ich bin mächtig, kraftvoll. Ich bin in Kontrolle. Ich handle, ich reagiere nicht. Ich bin nicht Opfer.
Die Schachtel "Disc-D" oder "introvertiert" gibt es nicht, damit man sich darin einbunkert. Aber zur gleichen Zeit ist man so geschaffen.
Es ist eine wunderbare Spannung, und ohne Spannung wären wir schon längst in uns zusammengefallen und tot.
Das allerallerallerallerallerbeste ist es, kommunizieren zu können, verletzbar zu sein, auch mal vor FreundInnen zu weinen, Schwäche zu zeigen, um Hilfe zu bitten, und positive Dinge über sich auszusprechen wie "I am powerful". Es ist ein Prozess, aber der besteht aus Kommunikation, und daraus dass wir wissen, wir wollen unsere Beziehung beschützen. Wir sind nicht gegeneinander, sondern haben beide dasselbe Ziel. Und ich rede jetzt hier nicht nur von Gianni und mir, sondern auch von Mitbewohnerinnen, Freunden und ArbeitskollegInnen. Ich bin so dankbar, dass ich umgeben bin von Menschen, die auch diese Ziele haben und kommunizieren, und deren Ziel es auch ist, Mauern abzubauen und verletzbar zu sein. Es ist das grösste Geschenk, das ich je bekommen habe!
Gleichzeitig gilt "Ich vermag ALLES durch den, der mich stark macht, Christus". Ich bin mächtig, kraftvoll. Ich bin in Kontrolle. Ich handle, ich reagiere nicht. Ich bin nicht Opfer.
Die Schachtel "Disc-D" oder "introvertiert" gibt es nicht, damit man sich darin einbunkert. Aber zur gleichen Zeit ist man so geschaffen.
Es ist eine wunderbare Spannung, und ohne Spannung wären wir schon längst in uns zusammengefallen und tot.
Das allerallerallerallerallerbeste ist es, kommunizieren zu können, verletzbar zu sein, auch mal vor FreundInnen zu weinen, Schwäche zu zeigen, um Hilfe zu bitten, und positive Dinge über sich auszusprechen wie "I am powerful". Es ist ein Prozess, aber der besteht aus Kommunikation, und daraus dass wir wissen, wir wollen unsere Beziehung beschützen. Wir sind nicht gegeneinander, sondern haben beide dasselbe Ziel. Und ich rede jetzt hier nicht nur von Gianni und mir, sondern auch von Mitbewohnerinnen, Freunden und ArbeitskollegInnen. Ich bin so dankbar, dass ich umgeben bin von Menschen, die auch diese Ziele haben und kommunizieren, und deren Ziel es auch ist, Mauern abzubauen und verletzbar zu sein. Es ist das grösste Geschenk, das ich je bekommen habe!
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Samstag, Dezember 22, 2012
Massnahmen
Manchmal muss das Mass erst voll sein. Bevor es ausgeleert werden kann.
So war es mit den Ameisen: Kurz nach unserem Einzug in die Wohnung krabbelten vereinzelt Ameisen herum: Über unsere Bücher, über den Tisch, aus den Taschen, auf dem Bett. Während meine Mitbewohnerinnen die kleinen Insekten sofort reflexartig zerdrücken wollten, war ich stets reflexartig lieb und schneller, und trug jedes einzelne Tierchen aus der Wohnung heraus. Mit der Zeit wurde es auch mir zuviel. Und als wir Nester im Teppich neben unseren Matratzen entdeckten, war eben das Mass voll: Ich, die tierliebendste Person die ich kenne, griff zum Giftspray und Staubsauger. Dann kam glücklicherweise der Winter.
So ist es mit dem Einbiegen: Neben unserem Wohnblock verläuft eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt. Zwei Spuren in jede Richtung. Immer befahren. Kommt von links nichts, ist bestimmt grad rechts, weiter unten, eine Ampel auf grün gesprungen. Die Autos fahren 70km/h. Ich will links abbiegen und warte. Und warte, und warte, und warte. Meine BeifahrerInnen sagen mit der Zeit: "Du kannst fahren". Ich warte immer noch. Um sicher zu sein. Bis irgendwann das Mass voll ist, und ich in eine Lücke hineinbrause, der vorher mindestens zehn grössere vorausgegangen sind. Dasselbe wenn ich dringend wohin muss. Dann passe ich in jedes Zeitfensterchen, das sich vor mir auf drei Spuren auftut.
Wer kennt das nicht: Etwas tut ein bisschen weh. Whatever. Wird schon vorbei gehen. Aber so nach zwei Monaten Ohrenschmerzen reicht es mir, und ich wechsle ab mit beten, Knoblauch ins Ohr stopfen und homöopatische Tropfen hineinzupipettlen. (Es gab NUR homöopatische, ich hab sogar beim Apotheker nachgefragt)
Zu guter letzt: Aufräumen. Ich liebe es, wenn das Zimmer ordentlich aufgeräumt ist und wenn nichts herumliegt. Wie kommt es denn, dass es trotzdem meistens aussieht, als wäre ein Wirbelsturm vorbeigezogen und ich hätte dabei das Fenster offengelassen? ...da war wohl das Mass noch nicht ganz voll. Aber wenn es mal voll ist, dann ist nichts mehr vor mir sicher, und dann sieht das Zimmer so aus wie jetzt, und ich fühle mich wohl wie noch nie und wenn meine Mutter das sehen würde, wäre sie stolz auf mich. Ihr Mass ist nämlich mit grossem Abstand vor mir voll...
So war es mit den Ameisen: Kurz nach unserem Einzug in die Wohnung krabbelten vereinzelt Ameisen herum: Über unsere Bücher, über den Tisch, aus den Taschen, auf dem Bett. Während meine Mitbewohnerinnen die kleinen Insekten sofort reflexartig zerdrücken wollten, war ich stets reflexartig lieb und schneller, und trug jedes einzelne Tierchen aus der Wohnung heraus. Mit der Zeit wurde es auch mir zuviel. Und als wir Nester im Teppich neben unseren Matratzen entdeckten, war eben das Mass voll: Ich, die tierliebendste Person die ich kenne, griff zum Giftspray und Staubsauger. Dann kam glücklicherweise der Winter.
So ist es mit dem Einbiegen: Neben unserem Wohnblock verläuft eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt. Zwei Spuren in jede Richtung. Immer befahren. Kommt von links nichts, ist bestimmt grad rechts, weiter unten, eine Ampel auf grün gesprungen. Die Autos fahren 70km/h. Ich will links abbiegen und warte. Und warte, und warte, und warte. Meine BeifahrerInnen sagen mit der Zeit: "Du kannst fahren". Ich warte immer noch. Um sicher zu sein. Bis irgendwann das Mass voll ist, und ich in eine Lücke hineinbrause, der vorher mindestens zehn grössere vorausgegangen sind. Dasselbe wenn ich dringend wohin muss. Dann passe ich in jedes Zeitfensterchen, das sich vor mir auf drei Spuren auftut.
Wer kennt das nicht: Etwas tut ein bisschen weh. Whatever. Wird schon vorbei gehen. Aber so nach zwei Monaten Ohrenschmerzen reicht es mir, und ich wechsle ab mit beten, Knoblauch ins Ohr stopfen und homöopatische Tropfen hineinzupipettlen. (Es gab NUR homöopatische, ich hab sogar beim Apotheker nachgefragt)
Zu guter letzt: Aufräumen. Ich liebe es, wenn das Zimmer ordentlich aufgeräumt ist und wenn nichts herumliegt. Wie kommt es denn, dass es trotzdem meistens aussieht, als wäre ein Wirbelsturm vorbeigezogen und ich hätte dabei das Fenster offengelassen? ...da war wohl das Mass noch nicht ganz voll. Aber wenn es mal voll ist, dann ist nichts mehr vor mir sicher, und dann sieht das Zimmer so aus wie jetzt, und ich fühle mich wohl wie noch nie und wenn meine Mutter das sehen würde, wäre sie stolz auf mich. Ihr Mass ist nämlich mit grossem Abstand vor mir voll...
Sonntag, Oktober 14, 2012
Beziehungen, lernen, lernen, lernen und staunen
Es sind allgemein intensive Zeiten für mich. Natürlich vermisse ich Gianni, jeden Tag, immer. Zuerst spielte ich mit dem Gedanken, das Vermissen einfach unterdrücken zu versuchen... indem ich beschäftigt bin mit anderen Sachen. Aber dann las ich weiter im "The gift of imperfection" von Dr.Brené Brown, und lernte, dass wenn man negative Gefühle betäubt (mit facebook, Alkohol, Filmeschauen,....), dass dann auch die positiven Gefühle betäubt werden. Dass man dann auch weniger fähig ist, die positiven Gefühle wie z.B. Liebe oder Freude in ihrer Fülle wahrzunehmen. Sie schlägt vor, dass man, anstatt negative Gefühle zu betäuben, sich in sie "hineinlehnt". Das sage ich mir jetzt immer. Leaning into the pain. Und es wäre ja sowieso besorgniserregend, wenn ich ihn nicht vermissen würde.
Anyway, auch sonst. Die ganze Zeit kommt irgendwas hoch, besonders was Beziehungen angeht. Ich, die ich viele viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, mir Unabhängigkeit gross auf die Fahne schrieb, finde mich plötzlich ÜBERALL in Beziehungen. In meinem Zimmer wohnt noch jemand anderes. Im Zimmer gegenüber nochmals zwei. Meine Mentorin hat noch 5 weitere Interns. Ich habe einen Verlobten und bin eine Verlobte. Die Swissmeetings sind Familientreffen. Dann die Beziehungen in die Schweiz, über skype. Beziehungen nach Polen. Beziehungen zu lieben Menschen hier. Und ich lerne, lerne, lerne. Lerne, lerne, lerne. Manchmal verhalte ich mich nicht richtig, und manchmal sogar ziemlich pubertär. Leute um mich herum benutzen "brave communication": Sie sprechen Dinge an, liebevoll, aber ehrlich. Ich werde konfrontiert. Und es ist ein sicherer Ort hier; ich darf Sachen auf den Grund gehen, Wurzeln ausgraben und ausheilen.
Und dann sagt mir Gott, das sei eigentlich der Hauptgrund, warum ich nochmal hier bin. Um noch mehr "whole", ganzheitlich gesund zu werden.
Kaum weiss ich das, bekommt auch die "Nebensache", mein Praktikum, wieder solch eine Wendung, dass es trotzdem die Hauptsache ist, auch wenn mein Herz die Hauptsache ist. Kann nicht auch alles Hauptsache sein?
Plötzlich finde ich, die ich doch schon immer die Welt verändern wollte, mich wieder in einem Treffen von drei Leuten, die alle dazu angestellt sind, die Welt zu verändern. Einer hat mit seinem ca. 20-köpfigen Team einen 40-Jahresplan ausgearbeitet, mit dem global players ihr Wissen und ihre Erfahrung zugänglich machen, und mit dem hunderttausende bis zu Millionen von Leuten sich vernetzen können. Unglaublich. Nächste Woche trifft er sich mit jemandem aus dem engsten Wahlkampfteam des US-Präsidenten. Ein anderer aus dem Treffen hat einen Zehnjahresplan ausgearbeitet, wie eine ganze Generation von Menschen wieder aktiv träumen kann, also wirklich ihre Träume Realität werden lassen kann. -----dass es überhaupt so ein Treffen gibt! Und dass ich Teil davon sein durfte! Wow! Ich denke, ich werde in 40 Jahren mal auf dieses Treffen zurückschauen und staunen.
Daneben Hochzeitsplanung! Und Lesen, lesen, lesen. Es kam auch, wie es kommen musste: Ich habe mir schon ein neues Buch gekauft (ich habe noch X weitere in der Warteliste....). Es ist ein DISC Training Workbook. So kann ich noch mehr lernen, wie und warum Leute reagieren und leben.
Anyway, auch sonst. Die ganze Zeit kommt irgendwas hoch, besonders was Beziehungen angeht. Ich, die ich viele viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, mir Unabhängigkeit gross auf die Fahne schrieb, finde mich plötzlich ÜBERALL in Beziehungen. In meinem Zimmer wohnt noch jemand anderes. Im Zimmer gegenüber nochmals zwei. Meine Mentorin hat noch 5 weitere Interns. Ich habe einen Verlobten und bin eine Verlobte. Die Swissmeetings sind Familientreffen. Dann die Beziehungen in die Schweiz, über skype. Beziehungen nach Polen. Beziehungen zu lieben Menschen hier. Und ich lerne, lerne, lerne. Lerne, lerne, lerne. Manchmal verhalte ich mich nicht richtig, und manchmal sogar ziemlich pubertär. Leute um mich herum benutzen "brave communication": Sie sprechen Dinge an, liebevoll, aber ehrlich. Ich werde konfrontiert. Und es ist ein sicherer Ort hier; ich darf Sachen auf den Grund gehen, Wurzeln ausgraben und ausheilen.
Und dann sagt mir Gott, das sei eigentlich der Hauptgrund, warum ich nochmal hier bin. Um noch mehr "whole", ganzheitlich gesund zu werden.
Kaum weiss ich das, bekommt auch die "Nebensache", mein Praktikum, wieder solch eine Wendung, dass es trotzdem die Hauptsache ist, auch wenn mein Herz die Hauptsache ist. Kann nicht auch alles Hauptsache sein?
Plötzlich finde ich, die ich doch schon immer die Welt verändern wollte, mich wieder in einem Treffen von drei Leuten, die alle dazu angestellt sind, die Welt zu verändern. Einer hat mit seinem ca. 20-köpfigen Team einen 40-Jahresplan ausgearbeitet, mit dem global players ihr Wissen und ihre Erfahrung zugänglich machen, und mit dem hunderttausende bis zu Millionen von Leuten sich vernetzen können. Unglaublich. Nächste Woche trifft er sich mit jemandem aus dem engsten Wahlkampfteam des US-Präsidenten. Ein anderer aus dem Treffen hat einen Zehnjahresplan ausgearbeitet, wie eine ganze Generation von Menschen wieder aktiv träumen kann, also wirklich ihre Träume Realität werden lassen kann. -----dass es überhaupt so ein Treffen gibt! Und dass ich Teil davon sein durfte! Wow! Ich denke, ich werde in 40 Jahren mal auf dieses Treffen zurückschauen und staunen.
Daneben Hochzeitsplanung! Und Lesen, lesen, lesen. Es kam auch, wie es kommen musste: Ich habe mir schon ein neues Buch gekauft (ich habe noch X weitere in der Warteliste....). Es ist ein DISC Training Workbook. So kann ich noch mehr lernen, wie und warum Leute reagieren und leben.
Freitag, Juli 20, 2012
Von Versuchen, eine unvollkommene Leiche vom Tod auferwecken zu wollen, und konstant daran zu scheitern.
Obwohl Jesus dazumal auch als mich gestorben ist, und als völlig neue Art Mensch wiederauferstand - nämlich als Er, der in mir drin lebt - obwohl also kein Grund für mich besteht, irgendjemandem irgendetwas beweisen zu müssen, versuche ich gerade letzteres immer und immer wieder. Das ist anstrengend. Ich versage wiederholt, weil meine Erwartungen an mich, an die Welt, an alles so hoch sind. Und natürlich: Ich weiss!!!!! weiss!!!!! weiss, dass es alles Unsinn ist. Vielleicht ist es einfach PMS; hoffen wir es.
Anyway, es gibt nichts Spannenderes, als Prozesse, besonders, wenn eh schon klar ist, dass man am Schluss an einem besseren Ort steht als zu Beginn.
Nun gibt es Leute, die haben solche Prozesse und Vorgänge ausgehend studiert und untersucht, und für äusserst wenig Geld kann man von ihren Erkenntnissen profitieren. Somit habe ich mir soeben das Buch "The Gifts of Imperfection: Let go of who you think you're supposed to be and embrace who you are" (Die Gabe der Unvollkommenheit: Lass los, was du denkst wer du sein solltest, und umarme, wer du bist) von Dr.Brené Brown bestellt. Und noch gleich ein anderes über Kommunikation zwischen Mann und Frau: "Love and Respect" von Emerson Eggerichs.
Siehe auch hier ein kurzes Video von Dr.Brown.
Anyway, es gibt nichts Spannenderes, als Prozesse, besonders, wenn eh schon klar ist, dass man am Schluss an einem besseren Ort steht als zu Beginn.
Nun gibt es Leute, die haben solche Prozesse und Vorgänge ausgehend studiert und untersucht, und für äusserst wenig Geld kann man von ihren Erkenntnissen profitieren. Somit habe ich mir soeben das Buch "The Gifts of Imperfection: Let go of who you think you're supposed to be and embrace who you are" (Die Gabe der Unvollkommenheit: Lass los, was du denkst wer du sein solltest, und umarme, wer du bist) von Dr.Brené Brown bestellt. Und noch gleich ein anderes über Kommunikation zwischen Mann und Frau: "Love and Respect" von Emerson Eggerichs.
Siehe auch hier ein kurzes Video von Dr.Brown.
Mittwoch, Januar 04, 2012
Vacation.. für Geist, Körper, Seele.
Plötzlich ist schon die dritte Ferienwoche angebrochen. Und sie befindet sich in einem neuen Jahr. Wir fuhren zu viert nach Santa Cruz. Vor genau 2 Jahren war ich da, sowie vor fünfeinhalb und auch vor gut 29 Jahren (ich bin aber noch nicht 29)...! Wow, was alles passiert ist seit dem.
Anyways, John Crowder sprach am ersten Abend, welcher gleichzeitig der letzte des Jahres war. Am 1. Januar hatten wir am Nachmittag Winnie Banov, am Abend ihr Mann Georgian. Als er sprach, war fast niemand mehr dort. Vielleicht noch 50 Leute. Als er am Schluss betete, rannte ich nach vorne, weil ich möglichst viel aufnehmen wollte. Er zog mich zu sich und hielt mich etwa 10 Minuten lang in den Armen...... habe ich schon jemals so viel Liebe gespürt? Ich habe mich noch jetzt nicht erholt und will mich nie erholen.
Ausserdem hatten wir: Intensive Bibelstunden! It's all in there! Mein Geist wurde von Stunde zu Stunde wärmer und lebendiger. Wellness für den Geist. You don't have to press into God - you're being pressed into Him! He did it! The finished works of the cross. Die Bibel... read and re-read, read and re-read....Wow... Hier Georgian:

Wellness für den Körper... kind of: Viel Sonne, kurz ein bisschen Meer. Ansonsten wenig Schlaf und viel Junkfood. Wie glücklich war ich, downtown Santa Cruz einen vegetarischen Burrito im Spinat-Tortilla zu finden, und dazu einen frisch gepressten Rüeblisaft.

Und die Seele, ja die Seele. Warum bloss so aufgewühlt? Weil ich 24h pro Tag mit Leuten zusammen bin? Und Angst habe, dass ich mich nicht immer zusammenreissen kann, und dann sehen sie, wie ich manchmal bin, und dann ist's vorbei? Ich dachte, ich sei aus dem draussen... ist doch noch Performance da? Ich will nicht mehr performen, ich muss nicht mehr performen.
Ausserdem die Frage: Kann Angst / innere Unruhe überhaupt von mir sein? Jesus lebt ja in mir, und alles, was mich von ihm trennen würde, ist gestorben und weg. Wenn ich so die Bibel lese und darüber nachdenke, und über dem finished work of the cross meditiere, dann kann Angst und Unsicherheit eigentlich gar nicht von mir sein. Ich umarme den Prozess, freue mich schon im Voraus, und stürze mich in das Wort, während ich mich in Gott hineinfallen lasse.
Anyways, John Crowder sprach am ersten Abend, welcher gleichzeitig der letzte des Jahres war. Am 1. Januar hatten wir am Nachmittag Winnie Banov, am Abend ihr Mann Georgian. Als er sprach, war fast niemand mehr dort. Vielleicht noch 50 Leute. Als er am Schluss betete, rannte ich nach vorne, weil ich möglichst viel aufnehmen wollte. Er zog mich zu sich und hielt mich etwa 10 Minuten lang in den Armen...... habe ich schon jemals so viel Liebe gespürt? Ich habe mich noch jetzt nicht erholt und will mich nie erholen.
Ausserdem hatten wir: Intensive Bibelstunden! It's all in there! Mein Geist wurde von Stunde zu Stunde wärmer und lebendiger. Wellness für den Geist. You don't have to press into God - you're being pressed into Him! He did it! The finished works of the cross. Die Bibel... read and re-read, read and re-read....Wow... Hier Georgian:
Wellness für den Körper... kind of: Viel Sonne, kurz ein bisschen Meer. Ansonsten wenig Schlaf und viel Junkfood. Wie glücklich war ich, downtown Santa Cruz einen vegetarischen Burrito im Spinat-Tortilla zu finden, und dazu einen frisch gepressten Rüeblisaft.
Ausserdem die Frage: Kann Angst / innere Unruhe überhaupt von mir sein? Jesus lebt ja in mir, und alles, was mich von ihm trennen würde, ist gestorben und weg. Wenn ich so die Bibel lese und darüber nachdenke, und über dem finished work of the cross meditiere, dann kann Angst und Unsicherheit eigentlich gar nicht von mir sein. Ich umarme den Prozess, freue mich schon im Voraus, und stürze mich in das Wort, während ich mich in Gott hineinfallen lasse.
Samstag, Dezember 31, 2011
900 Posts, 1 Drama, 2 Bilder
Heute war wieder mal ein Drama an der Käsetheke. Drama an der Käsetheke ist ein Lied von Allurarot, glaubich. Jedenfalls bin ich froh, dass es vorbei ist. Jetzt ist alles wieder gut.
Ein Projekt für diese Ferien war und ist: Malen. Da ich ja im Arts-Team schreibe, und zwar explizit nur schreibe, sah sich meine Teamleiterin genötigt, mir anzukünden, ich müsse mindestens einmal während dem Worship malen. OK. Darum übte ich. Hier sind die zwei ALLERersten Acryl-Malereien meines Lebens, abgesehen von Kindergartenmalereien:
"Der Tag, an dem alle das Weite suchten":

und "Der Güterzug aus dem Himmel":

However. An Technik ist noch viel Feilbedarf.. aber es macht auf jeden Fall grossen Spass.
Morgen gehts nach Santa Cruz.
Ein Projekt für diese Ferien war und ist: Malen. Da ich ja im Arts-Team schreibe, und zwar explizit nur schreibe, sah sich meine Teamleiterin genötigt, mir anzukünden, ich müsse mindestens einmal während dem Worship malen. OK. Darum übte ich. Hier sind die zwei ALLERersten Acryl-Malereien meines Lebens, abgesehen von Kindergartenmalereien:
"Der Tag, an dem alle das Weite suchten":
und "Der Güterzug aus dem Himmel":
However. An Technik ist noch viel Feilbedarf.. aber es macht auf jeden Fall grossen Spass.
Morgen gehts nach Santa Cruz.
Montag, Oktober 24, 2011
Strategien für Durchbruch
Wenn ich schon von Krisen und Weinen schreibe, dann möchte ich dem Blog nicht Durchbrüche vorenthalten. Manchmal geht das ja zu und her wie auf einer Achterbahn.
Was mir oft hilft: Velofahren - Autofahren --Bewegung. Nimmt mich raus aus der Wolke und bringt meine Gedanken/Prozesse in Bewegung. Wenn mein Körper sich bewegt können sich auch Seele und Geist eher bewegen.
Ein Glas Wein und dazu eine Flasche Heiliger Geist mit einer Person, die den Heiligen Geist in sich hat und in einer Saison der Klarheit ist, und die in Jesus verankert ist. Es muss auch nicht Wein sein. Aber wir haben grad einen superguten entdeckt. However: Verbal processing. Ich texte die andere Person eine Stunde lang zu, oder zwei, und am Schluss hab ich plötzlich mega die Erkenntnisse, ohne dass die andere Person gross was getan hat. Oder aber: Die Person sagt einen weisen, klaren Satz, und mein Depressionsturm zerbröckelt, als wäre er aus Sand.
Hier das Beste: Ich gehe in die Bibel! Dort steht alles! Es hilft, wenn ich schon vorher viel gelesen habe und super Stellen angestrichen. Dann kann man auch einfach die angestrichenen Stellen lesen und findet Goldschätze.
Eine Person, die grad zufällig anwesend war, und die ich gar nicht wirklich kenne, brachte mir voll Durchbruch. Wir sind Familie, mann, und manchmal kommt mein Durchbruch von jemandem, von der oder dem ich es nicht erwarten würde oder der ich das nicht "zutrauen" würde. However, diese Person sagte mir einfach, wenn ich überfordert sei mit wissen wer ich bin etc, dann soll ich doch mich einfach mal daran festhalten, was ich alles "in Christus sei", sprich: Was ich in Jesus habe: Frieden, Rechtschaffenheit (in der rechten Beziehung zu Gott sein), Liebe, Kraft, Heilung, Fülle, Gerechtigkeit,...
OK, ich mag Zweifel und Überforderung haben, aber es ist nicht alles, was ich habe. Und ich hab jetzt nicht mehr länger Tag der offenen Tür für Zweifel und Überforderungsgedanken.
Was auch hilft: Lachen.
Oder: Beispiel. Mein Alter stresst mich. Dann fragt mich Gott (nachdem es mich schon einige Wochen stresst, höre ich Ihm endlich zu) heute: "Was genau stresst dich daran?", und ich hole aus, ihm die lange Liste vorzutragen. Aber Punkt um Punkt fällt in sich zusammen... Gott hat so tolle Antworten. Und oft erledigt sich ein Punkt sogar, während ich ihn sage. Am Schluss ist alles super für mich.
to be continued. Ich mache jetzt nämlich etwas, was auch gut hilft: Schlafen.
Was mir oft hilft: Velofahren - Autofahren --Bewegung. Nimmt mich raus aus der Wolke und bringt meine Gedanken/Prozesse in Bewegung. Wenn mein Körper sich bewegt können sich auch Seele und Geist eher bewegen.
Ein Glas Wein und dazu eine Flasche Heiliger Geist mit einer Person, die den Heiligen Geist in sich hat und in einer Saison der Klarheit ist, und die in Jesus verankert ist. Es muss auch nicht Wein sein. Aber wir haben grad einen superguten entdeckt. However: Verbal processing. Ich texte die andere Person eine Stunde lang zu, oder zwei, und am Schluss hab ich plötzlich mega die Erkenntnisse, ohne dass die andere Person gross was getan hat. Oder aber: Die Person sagt einen weisen, klaren Satz, und mein Depressionsturm zerbröckelt, als wäre er aus Sand.
Hier das Beste: Ich gehe in die Bibel! Dort steht alles! Es hilft, wenn ich schon vorher viel gelesen habe und super Stellen angestrichen. Dann kann man auch einfach die angestrichenen Stellen lesen und findet Goldschätze.
Eine Person, die grad zufällig anwesend war, und die ich gar nicht wirklich kenne, brachte mir voll Durchbruch. Wir sind Familie, mann, und manchmal kommt mein Durchbruch von jemandem, von der oder dem ich es nicht erwarten würde oder der ich das nicht "zutrauen" würde. However, diese Person sagte mir einfach, wenn ich überfordert sei mit wissen wer ich bin etc, dann soll ich doch mich einfach mal daran festhalten, was ich alles "in Christus sei", sprich: Was ich in Jesus habe: Frieden, Rechtschaffenheit (in der rechten Beziehung zu Gott sein), Liebe, Kraft, Heilung, Fülle, Gerechtigkeit,...
OK, ich mag Zweifel und Überforderung haben, aber es ist nicht alles, was ich habe. Und ich hab jetzt nicht mehr länger Tag der offenen Tür für Zweifel und Überforderungsgedanken.
Was auch hilft: Lachen.
Oder: Beispiel. Mein Alter stresst mich. Dann fragt mich Gott (nachdem es mich schon einige Wochen stresst, höre ich Ihm endlich zu) heute: "Was genau stresst dich daran?", und ich hole aus, ihm die lange Liste vorzutragen. Aber Punkt um Punkt fällt in sich zusammen... Gott hat so tolle Antworten. Und oft erledigt sich ein Punkt sogar, während ich ihn sage. Am Schluss ist alles super für mich.
to be continued. Ich mache jetzt nämlich etwas, was auch gut hilft: Schlafen.
Weinen und Feiern
Midlife Crisis die letzte Woche. Am Freitag hatte ich sturmfrei und konnte so laut weinen wie ich wollte. Ausserdem starb jemand an Krebs, ich hasse es hasse es hasse es. Es ist so nicht richtig! Nicht legal!!
Samstag dann Healingrooms. Ich war mit einem Neuseeländer und einem Winterthurer im Team, und es war super. Die Leute kommen ja mit einem Papier, auf dem ihr Gebetsanliegen steht. Wie so viele Teams beschlossen wir, das Gebetsanliegen (Krankheit) nicht zu lesen, sondern einfach mit beten zu beginnen und zu schauen, wohin uns der Heilige Geist führt. Nach einiger Zeit würden wir dann schon noch schauen, weshalb die Leute eigentlich gekommen sind. Wir hatten einige Worte der Erkenntnis, und Leute wurden von Sachen geheilt, die sie gar nicht auf ihr Papier geschrieben hatten. Ein Guatemaler (Guatemaler??) wurde von Hüftschmerzen komplett geheilt, worauf er abwechslungsweise herumhüpfte und auf dem Boden kniete, immer "Gracias Senor" rufend. Ein Vater und sein etwa zehnjähriger Sohn kamen zusammen für Gebet. Der Sohn betete für die Hörschwäche des Vaters, und sein Hörvermögen verbesserte sich schlagartig massiv! Danach liessen wir den Vater für das Knie des Sohnes beten, und er wurde komplett geheilt.
Dann fuhr ich im Mini-Cooper-Cabriolet eine Stunde auf der I-5 südlich, auf einen Campingplatz direkt am Sacramentoriver. Meine HausmitbewohnerInnen waren bereits dort. Wir campten direkt am Ufer. Es war ein Traum! Meine Midlifecrisis verbesserte sich drastisch. Wir spielten Volleyball, übten für den Notfall - falls Bären und/oder Polizisten auftauchen: Bei Bären muss man die Fötusstellung einnehmen und sich totstellen, bei Polizisten in alle Richtungen davonrennen, und der/die Langsamste wird geschnappt - und brätelten Marshmallows um 22.55 Uhr (um 23 Uhr musste man die Feuerstelle verlassen). Heute Morgen frühstückten wir direkt am Fluss, danach raste ich in den Gottesdienst, wo Bill lustiger als je zuvor war. Danach fiel mir ein, dass ja inzwischen die Wahlresultate halbwegs draussen sein müssten. Und es sieht gar nicht mal so schlecht aus! Ich habe Hoffnung für in 4 Jahren.
Jetzt Aufgaben!!
Samstag dann Healingrooms. Ich war mit einem Neuseeländer und einem Winterthurer im Team, und es war super. Die Leute kommen ja mit einem Papier, auf dem ihr Gebetsanliegen steht. Wie so viele Teams beschlossen wir, das Gebetsanliegen (Krankheit) nicht zu lesen, sondern einfach mit beten zu beginnen und zu schauen, wohin uns der Heilige Geist führt. Nach einiger Zeit würden wir dann schon noch schauen, weshalb die Leute eigentlich gekommen sind. Wir hatten einige Worte der Erkenntnis, und Leute wurden von Sachen geheilt, die sie gar nicht auf ihr Papier geschrieben hatten. Ein Guatemaler (Guatemaler??) wurde von Hüftschmerzen komplett geheilt, worauf er abwechslungsweise herumhüpfte und auf dem Boden kniete, immer "Gracias Senor" rufend. Ein Vater und sein etwa zehnjähriger Sohn kamen zusammen für Gebet. Der Sohn betete für die Hörschwäche des Vaters, und sein Hörvermögen verbesserte sich schlagartig massiv! Danach liessen wir den Vater für das Knie des Sohnes beten, und er wurde komplett geheilt.
Dann fuhr ich im Mini-Cooper-Cabriolet eine Stunde auf der I-5 südlich, auf einen Campingplatz direkt am Sacramentoriver. Meine HausmitbewohnerInnen waren bereits dort. Wir campten direkt am Ufer. Es war ein Traum! Meine Midlifecrisis verbesserte sich drastisch. Wir spielten Volleyball, übten für den Notfall - falls Bären und/oder Polizisten auftauchen: Bei Bären muss man die Fötusstellung einnehmen und sich totstellen, bei Polizisten in alle Richtungen davonrennen, und der/die Langsamste wird geschnappt - und brätelten Marshmallows um 22.55 Uhr (um 23 Uhr musste man die Feuerstelle verlassen). Heute Morgen frühstückten wir direkt am Fluss, danach raste ich in den Gottesdienst, wo Bill lustiger als je zuvor war. Danach fiel mir ein, dass ja inzwischen die Wahlresultate halbwegs draussen sein müssten. Und es sieht gar nicht mal so schlecht aus! Ich habe Hoffnung für in 4 Jahren.
Jetzt Aufgaben!!
Freitag, Oktober 21, 2011
Ich bin jetzt auch Automech

Unser Auto ist kaputt. Man muss so viel daran machen... mein Mitbewohner fuhr mit mir zu einer Art Autofriedhof gestern. Dort bezahlt man zwei Dollar Eintritt und kann dann unter den Hunderten von Autos einfach das suchen, was man braucht, es selbst abmontieren und damit zur Kasse. Es war eine herrliche Erfahrung!! Ich hatte pechschwarze Hände am Schluss, aber dafür zwei super Räder gefunden, die heute bereits montiert sind. Bremsen kauften wir aber neue. Mein Mitbewohner montierte sie und rief aus: "Ich kann gar nicht glauben, dass ihr überhaupt noch bremsen konntet. Eure Bremsen sind komplett durch! Metall auf Metall!". Hmm.. Das war erst der Anfang... für eine Weile werden wir noch Vollblutvelofahrerinnen sein.Ja, Goldstaubwolke und so, und ich finde mich schon wieder überfordert wieder. Wie lande ich bloss immer in so Zuständen, wo ich mich überfordert und ausgepumpt fühle? Ziel dieses Jahr: Das ändern. Es gibt Tage wie vorgestern und gestern, wo ich mich total von Gott disconnected fühle und ungeliebt und all das, obwohl mein Kopf genau weiss, dass dem nicht so ist. Dann mag ich nicht mal irgendwas beten oder deklarieren oder was weiss ich. Aber Gott ist tatsächlich auch dann treu, und eine ganze Revivalgroup-Zeit wird extra für mich (wiedermal) so gestaltet, dass ich am Schluss mega refresht und mit einem "heissen Geist" (hahahahahaha, wer hat das schon mal erlebt?) rausgehe. Awesome. Und dann endet der Tag damit, dass ich keine Zeit habe für Abendessen und am Abend halbkomatös ins Bett falle, und jetzt muss ich schon wieder los, aaaah. Aber ja, Gott hat mich ja mit Weisheit ausgerüstet, und die will ich jetzt entdecken und mein Leben dementsprechend um-einrichten.
Morgen Healingrooms und Activation: Feines Essen zu Menschen ohne Obdach bringen. Danach reise ich meinen MitbewohnerInnen hinterher. Wir machen als Haus einen Wochenende-Ausflug. Da unser Auto kaputt ist und ich einen Tag später als sie losfahre, darf ich das Auto meiner Vermieterin fahren. Es ist ein Mini wo man das Dach runterklappen kann, und für morgen ist super Wetter gemeldet. Jupppiiiiii
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Frau SAW,
Gott und Bliss,
Ja ich bin eine Vier,
Krank
Samstag, Juli 23, 2011
Der Kopf ist nur ein kleines Körperteil, aber es spielt sich überproportional viel von mir dort drin ab
Da sich meine Zukunftspläne vermutlich im Wäutsche abspielen werden (französischsprachige Schweiz), will ich jetzt mein franz ein bisschen pushen. So bin ich heute eine Stunde in die Bibliothek französische Texte über Politik und Weltgeschehen lesen gegangen.
Viel lustiger ist es allerdings, im Supermarkt eine Kassiererin zu haben, die Madame Allemand heisst!! I love it bzw. j'aime ça! Bonjour Madame Allemand!
Ansonsten werde ich irgendwo zwischen Depression und Ekstase umhergeschleudert. Allerdings im Vergleich zu früher deutlich öfter im ekstatischen Bereich, also dort, wo ich Glücksgefühle empfinde. Gestern ging ich aus unerklärlichen Gründen, also ja, auch wegen Norwegen, halbdepressiv ins Bett. Nach drei Stunden Schlaf wachte ich auf und fühlte mich glücklich. Dann merkte ich: Moment, diese dunklen Gefühle waren gar nicht meine! Das bin gar nicht ich! Ich musste schmunzeln und schlief erleichtert weiter.
Viel lustiger ist es allerdings, im Supermarkt eine Kassiererin zu haben, die Madame Allemand heisst!! I love it bzw. j'aime ça! Bonjour Madame Allemand!
Ansonsten werde ich irgendwo zwischen Depression und Ekstase umhergeschleudert. Allerdings im Vergleich zu früher deutlich öfter im ekstatischen Bereich, also dort, wo ich Glücksgefühle empfinde. Gestern ging ich aus unerklärlichen Gründen, also ja, auch wegen Norwegen, halbdepressiv ins Bett. Nach drei Stunden Schlaf wachte ich auf und fühlte mich glücklich. Dann merkte ich: Moment, diese dunklen Gefühle waren gar nicht meine! Das bin gar nicht ich! Ich musste schmunzeln und schlief erleichtert weiter.
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Frau SAW,
Ja ich bin eine Vier,
Leben Mit Menschen
Montag, Mai 16, 2011
Solange das Flugzeug nicht mein Zuhause wird (oder nur ein Solarflugzeug) (oder nur eins, aus dem ich fallschirmspringen kann)
Und wenn hunderte von Gedanken, die mich verwirren, mich umschwirren wie Mücken, dann sitzt Gott immer noch gutgelaunt daneben, weil das für ihn ein Leichtes ist. Und wenn die Unsicherheit, die früher mal meine Freundin gewesen ist, einen neuen Bund mit mir schliessen will, sage ich: Weisch was, ich partnere imfall nicht mehr mit dir. Stattdessen freue ich mich, und es ist sogar echt. Ich freue mich auf den Sommer, auf die Schweiz, auf den Flug dorthin, aufs Arbeiten. Und wo ist jetzt mein Zuhause? Ich bin ja 3/4tel des Jahres hier=Redding. Ich fliege bald in die Schweiz und im September komme ich wieder nach Hause. Tönt auch ein bisschen komisch. Vielleicht ist das Zuhause auch gar kein geographischer Ort. Es kann es durchaus sein. Aber ich habe mich schon an so vielen Orten zuhause gefühlt. Zuhause ist der Ort, an dem ich Gott anbete. Indem ich zum Beispiel durch Warschau laufe und die Stadt liebe. Oder indem ich stöppelnd an der Strasse stehe und mit dem Heiligen Geist zusammen Lieder erfinde. Oder wenn ich viel zu früh am Morgen von Gottes prickelnder Gegenwart geweckt werde, dann bin ich zuhause.
Andere Menschen sitzen zuhause und schauen eine ganze Graduation über Internet und können mich einfach nicht finden in all den Menschen. Bis sie am Schluss merken, dass es die Second Year Graduation war. Haha, ein kleiner Seitenhieb. Heute also nochmal die unglaubliche Möglichkeite, live eine echte amerikanische Graduation mitzuverfolgen. Es dauert dreieinhalb Stunden und nach mitteleuropäischer Zeit von Mitternacht an bis nach 3 Uhr. Ich war gestern in diesem Laden namens "Claire's" und hätte mir beinahe so einen grossen runden Pin gekauft auf dem steht "Caution! It's my 21st birthday today", und wäre damit heute über die Bühne geschritten. Leider hab ichs dann sein lassen. Vielleicht fällt mir sonst noch was ein.
Andere Menschen sitzen zuhause und schauen eine ganze Graduation über Internet und können mich einfach nicht finden in all den Menschen. Bis sie am Schluss merken, dass es die Second Year Graduation war. Haha, ein kleiner Seitenhieb. Heute also nochmal die unglaubliche Möglichkeite, live eine echte amerikanische Graduation mitzuverfolgen. Es dauert dreieinhalb Stunden und nach mitteleuropäischer Zeit von Mitternacht an bis nach 3 Uhr. Ich war gestern in diesem Laden namens "Claire's" und hätte mir beinahe so einen grossen runden Pin gekauft auf dem steht "Caution! It's my 21st birthday today", und wäre damit heute über die Bühne geschritten. Leider hab ichs dann sein lassen. Vielleicht fällt mir sonst noch was ein.
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Weltgeschehen
Freitag, April 29, 2011
Andererseits hängt horizontal auch kein Vorhang mehr
Ich bleib in diesem Prozess, aber ich bestimme was ich einnehme, und das nimmt mich ein. Wenn mich etwas einholt, hole ich aus. Wenn mich etwas überholt, springe ich aus dem Flugzeug und überhole meinerseits, mit 200km/h, weil ich weiss, dass auf meinem Rücken ein Mann mit Fallschirm angebunden ist. Und er heisst nicht Ross. Ha ha ha.
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Schreiben
Dienstag, März 29, 2011
Zwei Morgen, einer verborgen
Falscher Tagesbeginn: In einer unpassenden Schlafphase aufwachen und sich trotzdem zwingen, aufzustehen -> an den Compi und sich über Gesundheit und Ernährung informieren, während einem schlecht ist -> sich am Compi intensiv über die superkrasse Atomkatastrophe weiterbilden -> hurti schnell skypen bevor -> Tausend Magenpillen einkaufen gehen -> versuchen, den Berg Hausaufgaben abzutragen.
Richtiger Tagesbeginn: In der falschen Schlafphase erwachen, sich umdrehen und nochmals 20 Minuten schlafen, dann richtig aufwachen -> Bauchmassage und dazu -> Gebet für den Bauch -> aufstehen, Declarations lesen und -> "Blessing your spirit"-kapitel -> heisses Wasser trinken und Müesli essen -> den Berg Hausaufgaben abzutragen beginnen.
Richtiger Tagesbeginn: In der falschen Schlafphase erwachen, sich umdrehen und nochmals 20 Minuten schlafen, dann richtig aufwachen -> Bauchmassage und dazu -> Gebet für den Bauch -> aufstehen, Declarations lesen und -> "Blessing your spirit"-kapitel -> heisses Wasser trinken und Müesli essen -> den Berg Hausaufgaben abzutragen beginnen.
Montag, Januar 24, 2011
Und wenn ich auch fahre im finstern Tal, so fürchte ich mich nicht mehr,
denn ich habe die Batterien meines Velolichtes gewechselt.
Ich liebe meinen Spanischkurs. Wir wecken jede Lektion jemanden von den Toten auf, im Rollenspiel.
Twinview Sonntagabend - es gab einen Wechsel, meine Revivalgroup wurde von Freitagabend zu Sonntagabend versetzt. Da beginnt der Gottesdienst um 18 Uhr. Heute hatten wir eine Band, die aus 6 Jungs bestand, und einer davon spielte nebst E-Gitarre und Keyboard auch noch einen Mac: Loops, Geräusche, Beats. Der Leadsänger sang nur ab und zu Texte, oft war es einfach 10 Minuten lang "ooohh aaahhh". Alles in allem entstand so eine Geräuschkulisse, oder vielleicht eher eine Geräuschwolke, die ihresgleichen suchte. Einfach herrlich. Und herrlich auch für meine Ohren, dass ich zufällig Oropax dabei hatte... Sogar mit Oropax war es definitiv zu laut.
Überhaupt gibt es in diesem Land Sitten, die mir Kopfzerbrechen bereiten. Sobald es nicht mehr 1° ist, laufen die Jungs schon in Flipflops und Shorts, die über den Knien aufhören, herum. Und die jungen Frauen in Minirock und Sandalen, wenn nicht sogar barfuss. Während ich, die ich gerade mit dem Velo bergauf gekeucht bin, noch meine Winterjacke trage.
However, zurück zum Twinview. Um 21 Uhr, nach 3 Stunden nonstop Lobpreis, war ich bereits ziemlich verschwitzt. Der Gottesdienst ging offiziell zu Ende, die Lichter gingen an, und während die eine Hälfte der Band zusammenpackte, packte der Mac-Mann seine Technobeats aus und der Schlagzeuger erhielt Unterstützung. Zu zweit trommelten sie auf das Schlagzeug ein, während Beats und giftige Elektrosounds aus den Boxen dröhnten. Wir drehten alle durch! Die Frau an der Beleuchtung machte aus der normalen Deckenbeleuchtung Stroboskope, oder versuchte es. Wir verwandelten den Raum in eine Sauna. Sich anschliessend zu umarmen glich dem Zusammenwerfen von zwei nassen Schwämmen. Einfach herrlich.
Ich liebe meinen Spanischkurs. Wir wecken jede Lektion jemanden von den Toten auf, im Rollenspiel.
Twinview Sonntagabend - es gab einen Wechsel, meine Revivalgroup wurde von Freitagabend zu Sonntagabend versetzt. Da beginnt der Gottesdienst um 18 Uhr. Heute hatten wir eine Band, die aus 6 Jungs bestand, und einer davon spielte nebst E-Gitarre und Keyboard auch noch einen Mac: Loops, Geräusche, Beats. Der Leadsänger sang nur ab und zu Texte, oft war es einfach 10 Minuten lang "ooohh aaahhh". Alles in allem entstand so eine Geräuschkulisse, oder vielleicht eher eine Geräuschwolke, die ihresgleichen suchte. Einfach herrlich. Und herrlich auch für meine Ohren, dass ich zufällig Oropax dabei hatte... Sogar mit Oropax war es definitiv zu laut.
Überhaupt gibt es in diesem Land Sitten, die mir Kopfzerbrechen bereiten. Sobald es nicht mehr 1° ist, laufen die Jungs schon in Flipflops und Shorts, die über den Knien aufhören, herum. Und die jungen Frauen in Minirock und Sandalen, wenn nicht sogar barfuss. Während ich, die ich gerade mit dem Velo bergauf gekeucht bin, noch meine Winterjacke trage.
However, zurück zum Twinview. Um 21 Uhr, nach 3 Stunden nonstop Lobpreis, war ich bereits ziemlich verschwitzt. Der Gottesdienst ging offiziell zu Ende, die Lichter gingen an, und während die eine Hälfte der Band zusammenpackte, packte der Mac-Mann seine Technobeats aus und der Schlagzeuger erhielt Unterstützung. Zu zweit trommelten sie auf das Schlagzeug ein, während Beats und giftige Elektrosounds aus den Boxen dröhnten. Wir drehten alle durch! Die Frau an der Beleuchtung machte aus der normalen Deckenbeleuchtung Stroboskope, oder versuchte es. Wir verwandelten den Raum in eine Sauna. Sich anschliessend zu umarmen glich dem Zusammenwerfen von zwei nassen Schwämmen. Einfach herrlich.
Donnerstag, Dezember 02, 2010
Ich will willensstark.
Ich möchte ein Buch schreiben, eine CD aufnehmen, in mindestens zwei Bands spielen, Konzerte geben. Ich will stundenlang zu zweit bei Rotwein Kerzenschein betrachten. Ich will eine ganze Tafel Ovoschokolade essen, jetzt gerade. Ich will in ein zentralasiatisches Land in den Bergen und Healingrooms aufmachen. Ich will mit Erne durch die Türkei nach Israel trampen. Ich möchte das Second Year machen. Ich möchte meine Haare anders frisieren.
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