Montag, Oktober 31, 2005

d sunne het gwunne!

mad telefoniert grad mit paul strait und ich sitze an seinem pc...
es ist so richtig warm und schön!!
hab vom KULTSHOPP lustige sachen wie das hsn-hsn bestellt (frommes tabu-spiel) und warte jetzt darauf dass das ankommt hier...
Morgen Abend haben wir wieder Kneipentour und am Mittwoch dann Eleven-Gottesdienst!
Habe auch News betreffend meinem Job.... mit ziemlicher Sicherheit werde ich ab Dezember jeden Tag nach Biel fahren, dort einen ICN-Zug nehmen und arbeiten, und am Abend wieder in Biel Feierabend haben... mal schauen... so werde ich rund die Hälfte meiner Arbeitszeit Französisch sprechen dürfen - wenn das nicht mal gute Neuigkeiten sind!!

Freitag, Oktober 21, 2005

im lift mit meinem boy!

Heute war ja wieder mal ein ganz aufregender Tag.... musste von 5 Uhr bis 20 Uhr arbeiten.. schlief schlecht, träumte lauter Stress-Zeugs und wartete sehnlichst auf meinen Freund, den Wecker. Dann ging eigentlich alles ganz gut, wenigstens bis Romanshorn. Dort hatte ich kurz Pause, füllte meinen Boy (Railbar) auf mit Mineral, Bier, Kafferahm und was man sonst noch so braucht zum Leben, und stellte ihn anschliessend in den Lift. Der Lift: Das ist so ein kleiner, enger Transportfahrstuhl im Zug, extra dafür konzipiert, eine Railbar nach oben oder unten zu befördern. Man kann ihn nur öffnen und fahren lassen mit dem Vierkant-Dingsda-SBB-Schlüssel. Und wenn er mal geschlossen ist, kriegt man ihn N-U-R von aussen wieder auf. Ich arbeite jetzt seit 11 Monaten und 1 Tag bei elvetino, und heute passierte es endlich auch einmal mir, dass ich ganz kurz nicht aufpasste, und sich die Tür hinter der Railbar und mir schloss. Klack! Tja... der Zugchef war sonstirgendwo, der Zug hat 9 Wagen mit je 2 Etagen... Ich hämmerte wie wild auf alle möglichen Wände und Türen und schrie... nach 10min kam dann der Zugchef, alarmiert von einem Reisenden, angerannt und befreite mich.... Meine Railbar-Kollegin S. zum Beispiel, musste einmal von Bern bis Zürich ausharren... tja...

Jetzt erhole ich mich bei einem Teller Bio-Röschti und einem vegetarischen Cordon Bleu. mmmmmmmhhhhh!!!!!!!

Freitag, Oktober 14, 2005

verantwortung

klingt doch gut, "verantwortung", nicht? was ist es denn genau? Und wie sieht verantwortung praktisch aus... man kann sie wahrnehmen, sich daraus ziehen, sie jemandem übertragen, sie für etwas übernehmen, voll damit sein, sich ihrer bewusst sein,.....
Mein gestriger Post befasste sich eher damit, wie ich vor der verantwortung für mein Leben davonrenne. Andererseits hat mir heute ein Kollege gesagt, dass ich zu fest im Leistungsdenken drin sei. Dieser Kollege kann jeden Tag sterben, er hat Krebszellen überall, überall, überall! Er hat sooo viele Dinge, die er unbedingt machen will, realisieren will. Und muss einfach gehen, wenn kein Wunder geschieht. Und ich? Ich schreibe "life sucks - give me a new one"....! hallo????!!! Ich habe soooo viele Möglichkeiten, die Welt zu prägen, mich aktiv einzubringen, anderen zu helfen und auch einfach für mich selbst zu geniessen. Nur mache ich den ersten Schritt nicht aus lauter Angst, dass ich versagen könnte. Dass ich meine Freiheit verlieren und vielleicht DIE chance meines Lebens (für was auch immer) verpassen könnte. Ich stehe vor dem Berg und will nicht in den Tunnel rein, weil ich nicht sicher bin, ob dieser Tunnel wirklich in das um Welten bessere Land hinter dem Berg führt.
Gott will mich hier und hat mich genau so gewollt wie ich jetzt bin. Verantwortung dazu tragen heisst vielleicht auch, dass ich damit etwas anfange, statt mich von tausend anderen Dingen rumschubsen zu lassen. Ein Segelschiff übernimmt Verantwortung, wenn es seine Segel hisst UND den Wind nutzt, um dorthin zu kommen wo es will. Es soll sich weder einfach von irgendwelchen Wasserströmungen noch vom Wind irgendwohin treiben lassen.
Muss das noch weiterdenken für mich....

life sucks - give me a new one

mann!!!!!! Bin heute geladen wie nichts, agressiv, traurig, ohnmächtig. Sieht gerade so aus als ob ich mein Job bald verlieren werde, zusammen mit Dutzenden von andern Railbar Stewards. Sie machen Druck und schüren Ängste wo immer es nur möglich ist, wir kriegen komische Briefe und Informationen...! Ich fühle mich als ob ich in einem Netz bin, dass immer mehr und mehr zugezogen wird. Ich war jetzt immer die super-Salome, die verdient hat, gearbeitet hat, zuhause ausgezogen ist, an einem Album arbeitet, yeah yeah yeah. Und plötzlich wache ich auf, merke, dass praktisch alle meine Freundinnen und Freunde (von denen die meisten jünger sind als ich) einen Berufsabschluss haben oder kurz vor dran stehen (oder schon an der Zweitausbildung sind). Und dass ich immer noch keine Ahnung habe was ich soll oder will oder kann. Und mich überall überfordert fühle.... Jaja, diese Phase wird vorübergehen, i know... mein Fatalismus bringt manchmal auch komische Blüten hervor.... viel Agression und Ohnmachtsgefühle....
Vielleicht muss ich auch einfach mal schlafen gehen.
Und vielleicht bin ich auch einfach nur tod-depro, weil mad immer so UNENDLICH viel mehr gepunktet hat beim snowboard rennen auf der ps2. (aber ich hab auch mal gewonnen!)

Dienstag, Oktober 04, 2005


JF Bern represent!!

lauf, nonne, lauf!

Ich stehe nie auf das Trittbrett eines abfahrbereiten Zuges, wenn noch Leute heranrennen. Der Zugchef würde mich sonst umbringen... Wenn der Zug grünes Licht hat, muss er fahren, sonst kommt ein ganz komplexes System durcheinander... Heute aber fuhr der Zug in Goppenstein ein, und schon von weitem sah ich, wie auf der anderen Seite des Bahnhofs eine ältere Nonne die Treppe zur Unterführung runter springt (soweit das geht mit dieser Kleidung und in dem Alter...). Ich wusste, sie würde den Zug nie erwischen. Die Unterführung ist lang, der Zug hält nicht lange, und es steigen praktisch keine Leute aus, ein sowieso niemand. Dann dachte ich aber plötzlich "Die gute Frau betet jetzt bestimmt, dass Gott den Zug aufhält" und wusste, Salome, jetzt musst du handeln. Heldenhaft trat ich auf's Perron, ein Fuss auf dem Trittbrett, versuchte der Zugchefin per Handzeichen klar zu machen, dass sie noch warten musste, und wartete. Endlich keuchte die Nonne die Treppe hinauf und in den Zug, ich auch rein, die Türen gehen zu, der Zug fährt ab. uff!!

Mir wurde wieder mal klar, dass es beides braucht: Beten und handeln. Zu oft tun wir nur eines. Wir beten immer und immer wieder für etwas und warten darauf, dass Gott ein Blitz vom Himmel schickt der irgendwas tut oder ein riesiger Pfeil mit Blinklicht, der uns die Richtung zeigt. Dabei kann er das Schiff ja nicht steuern, wenn es nicht fährt. Andererseits "chnorzen" wir auch viel einfach mal selbst, ohne Gott um Hilfe zu bitten.

Und zu guter letzt müssen wir oft auch einfach handeln, auch wenn wir nicht genau wissen warum und für wen. Vielleicht fühlst du plötzlich, dass du unbedingt einen Blumenstrauss kaufen sollst, keine Ahnung wieso. Du kaufst ihn, und auf dem Nachhauseweg läuft ein Mann an dir vorbei, guckt dich an und ihm fällt ein, dass er seiner Frau schon seit 12 Jahren keine Blumen mehr gebracht hat. Er kehrt um, kauft Blumen, geht nach Hause, und seine Frau beginnt grad zu weinen vor Freude, als sie die Blumen sieht. Denn als ihr Mann am Nachmittag weg war, hatte sie starke Zweifel ob er sie überhaupt noch liebt. Und nun schenkt er ihr Blumen!!! Nun lässt sie sich doch nicht scheiden!
Und DU hast dazu beigetragen, auch wenn du es bis heute noch nicht weisst!
(-:

Montag, Oktober 03, 2005

die sonne scheint für herrn merz

bloggen ist super.... da kann man sich die zeit vertreiben, bis die spinatlasagne bereit ist! Danach schnell essen und noch viel schneller ins Bett! Hab heute von 6 bis 20 Uhr gearbeitet, jetzt ist 20.45 und in weniger als 9 Stunden bin ich schon wieder am arbeiten.... bloggen ist super... da kann man im Selbstmitleid baden und alle müssen es lesen... (-:
Heute hatte ich meine bisher prominenteste Person an Board: Bundesrat Merz, unser Finanzminister. Er war ganz lieb, hat gelächelt und mich gegrüsst, als ich zweimal hingeschaut hab um ganz sicher zu sein. Gekauft hat er leider nicht. Ich bin mir in solchen Fällen immer ganz unschlüssig, wie ich mich verhalten soll. Einerseits hätte ich am liebsten gesagt "Zum Glück haben sie sich damals im Kampf GEGEN das Frauen-stimm-und-wahlrecht nicht durchgesetzt, Herr Merz, sonst hätte die Personenfreizügigkeit meine Stimme gar nicht gekriegt!". Andererseits war er wirklich ganz nett und ist eigentlich auch nur ein Mensch.... Und Gott lässt die Sonne scheinen über gute wie schlechte Menschen....