Vor etwa zwei Wochen bekam die Schwester eines Kollegen ein Baby. Zwei Tage später starb es völlig überraschend.
Es gab dann einige Gespräche und natürlich sehr viel Nachdenken über das Geschehene. Allgemein, seit ich mich intensiver mit Tod/Leben beschäftige, höre ich immer wieder weitverbreitete Haltungen, über die ich dann tage- und wochenlange nachsinniere. "Der Tod gehört halt zum Leben dazu".
Stimmt. Stimmt? Wie geht denn das zusammen, dass Jesus der zweite Adam ist - also von ihm stammen wir ALLE ab, nicht mehr von dem Adam, der mit Eva zusammen war. Und dieser zweite Adam, Jesus, bei dem war es umgekehrt. Das Leben gehörte zum Tod dazu. Der starb, und wenig später war er wieder am Leben. Diesmal für immer. Und er hatte erst noch den Tod besiegt. Seit über 2000 Jahren sucht man den Stachel des Todes vergebens. Oder auch nicht. Aber theoretisch ist er weg. Und ich lese auch gerade ein Buch mit 500 wahren Geschichten von Totenauferstehungen.
"Durch ihren Tod sind ihr jahrelange/lebenslange Leiden erspart geblieben". Stimmt. Stimmt? Wie geht das zusammen mit all den Wundern, den Heilungen, die passieren? Gut, es stimmt natürlich, dass wir alle Kinder oder Erwachsene kennen, die leiden und bis jetzt vergeblich auf ein Wunder plangen. Aber ist das Ziel nicht Heilung? Ich kann sehr gut verstehen, dass niemand vom Himmel zurück auf die Erde gehen und dort leiden will. Aber allgemein finde ich, dass das übergeordnete Hinstreben von uns allen die Heilung von denen, die leiden, sein muss, und nicht deren Tod. Ich glaube, dass jeder Mensch, der gezeugt wird, leben soll. Gott kannte ihn ja bereits, bevor dieser Mensch genauere Formen annahm im Mutterleib. Menschen bringen Freude, Lösungen, Weiterentwicklungen, Schönheit, Diversität, Liebe, Hoffnung, Frieden, und vor allem: Leben auf diesen Planeten. Genau das, was Gott sich wünschte.
Darum leide ich bei jedem Todesfall, über den ich in der Zeitung lese, mit. Wenn irgendwo auf der Welt eine Autobombe explodierte und 70 Menschen in den Tod riss, dann leide ich für 70 Menschen mit.
Ich verabscheue den Tod so sehr, dass ich Fleisch, so sehr ich es früher über alles geliebt habe, nicht einmal mehr vermisse auf meinem Teller. Ich verabscheue den Tod so sehr, dass ich nicht mal mehr eine Mücke totschlagen kann. Wie kann ich schlagen, wenn es den Tod bringt. Ich schlage Leben vor.
Donnerstag, Oktober 31, 2013
Dienstag, Oktober 22, 2013
Komplementär, ungefähr
Ich befinde mich auf einer äusserst interessanten Reise. Phase.
Wenn wir alle gesund wären, keinem würde es an nichts fehlen, und niemand stürbe - - - Krankeit ist überall ein bisschen oder sogar sehr präsent, aber gleichzeitig wird Gesundheit immer präsenter, zumindest in meiner Wahrnehmung.
Beni Johnson befasst sich seit ein paar Jahren intensiv damit; ich lese Bücher und Blogs über Ernährung, befasse mich mit Paläo-, glutenfreier-, veganer-, vegetarischer Ernährung, wäge in Gedanken ständig ab zwischen "was ist jetzt natürlicher? Quinoa aus Südamerika oder Gluten-Weizen aus dem Nachbardorf?" und "wie konnte ich jemals Tiere essen vs. waren Jäger und Sammler nicht die naturverbundensten Leute?"
Basisch- oder saure Ernährung. Der pH des Körpers und von Nahrungsmitteln. Und gestern entdeckte ich die Aromatherapie. Ätherische Öle. Der Apotheker gab mir ein Fläschchen davon als Therapie gegen die Blasenentzündung. Ich auf Internet und recherchiert.
Und dann rettete ich heute morgen einem Vogel das Leben.
Machte gluten- und laktosefreie Bananenpancakes.
Und trank 3 Liter Blasentee.
Wenn wir alle gesund wären, keinem würde es an nichts fehlen, und niemand stürbe - - - Krankeit ist überall ein bisschen oder sogar sehr präsent, aber gleichzeitig wird Gesundheit immer präsenter, zumindest in meiner Wahrnehmung.
Beni Johnson befasst sich seit ein paar Jahren intensiv damit; ich lese Bücher und Blogs über Ernährung, befasse mich mit Paläo-, glutenfreier-, veganer-, vegetarischer Ernährung, wäge in Gedanken ständig ab zwischen "was ist jetzt natürlicher? Quinoa aus Südamerika oder Gluten-Weizen aus dem Nachbardorf?" und "wie konnte ich jemals Tiere essen vs. waren Jäger und Sammler nicht die naturverbundensten Leute?"
Basisch- oder saure Ernährung. Der pH des Körpers und von Nahrungsmitteln. Und gestern entdeckte ich die Aromatherapie. Ätherische Öle. Der Apotheker gab mir ein Fläschchen davon als Therapie gegen die Blasenentzündung. Ich auf Internet und recherchiert.
Und dann rettete ich heute morgen einem Vogel das Leben.
Machte gluten- und laktosefreie Bananenpancakes.
Und trank 3 Liter Blasentee.
Mittwoch, Oktober 16, 2013
2 Monate später
Die "Flitterwochen" dauerten 5 Tage. Seit dem sind schon fast zwei Monate vergangen. Morgen sind wir zwei Monate verheiratet.
Dass muss ich erst einmal auf mich wirken lassen.
Der Druck für den ersten Blogeintrag nach der Heirat ist gross. Von mir selbst. Schreibe ich etwas wie "10 Weisheiten, die ich nun über die Ehe weiss"? Oder "Unsere Hochzeitsnacht"? Oder "Kommunikation im Konflikt - wie wir unsere date nights verbringen"?
Die Realität ist so: Während an unserer Haustür der Brautstrauss in Wind und Wetter verwittert, eingerahmt von den "just married"-Bändern, renne ich tagein, tagaus, zu ebendieser Tür hinaus zur Arbeit, und komme 8, 9, 10, 11 Stunden später müde zurück.
Zurück finde ich meinen Mann vor. Und das ist eben gerade der Unterschied. Arbeiten macht immer noch müde, und es ist definitiv besser, vor der Klärung von Meinungsunterschieden zuerst wieder mal genug zu schlafen. Aber ich erwache neben meinem Ehemann. Ich gehe einkaufen mit meinem Mann. Wir putzen die Zähne zusammen. Und bereits wird es kitschig.
Ehe rockt. Sie bringt neue Herausforderungen und manchmal scheint es, als gäbe es keinen Ausweg mehr aus dem Konflikt, aber schneller als gedacht ist man wieder zurück beieinander.
Kein Sex vor der Ehe, und danach stellt man fest: Hollywood lügt. Unglaublich, dass ich unzählige verheiratete Freundinnen und Bekannte habe, und niemand hat mich gewarnt. Oder vielleicht war es auch so, dass ich einfach weggehört und ignoriert hatte. Anyway, seit dem sind ja ein paar Wochen vergangen, und jetzt ist es schon lustig, zurückzuschauen.
Der Winter ist eingezogen. Unrasierte Beine. Vulnerability. Verfroren aufwachen und die Decke wieder zurückerobern. Um Mitternacht heimkommen und der Mann hat gekocht. Zusammen ein Bier trinken. Sich gegenseitig Tränen abwischen. Tränen lachen. Ihm meine eiskalte Hand unters T-Shirt schieben. Nicht zusammen duschen weil er geschätzte 20 Grad kälter seine Maximaltemperatur eingestellt hat. Ihn Klavierspielen hören. Krankenkassenprämien vergleichen. Zusammen den Müll raustragen. Stunden vor ihm aufstehen müssen und ihn """unabsichtlich""" wecken.
Nie wollte ich so lange Blogpause machen.
Dass muss ich erst einmal auf mich wirken lassen.
Der Druck für den ersten Blogeintrag nach der Heirat ist gross. Von mir selbst. Schreibe ich etwas wie "10 Weisheiten, die ich nun über die Ehe weiss"? Oder "Unsere Hochzeitsnacht"? Oder "Kommunikation im Konflikt - wie wir unsere date nights verbringen"?
Die Realität ist so: Während an unserer Haustür der Brautstrauss in Wind und Wetter verwittert, eingerahmt von den "just married"-Bändern, renne ich tagein, tagaus, zu ebendieser Tür hinaus zur Arbeit, und komme 8, 9, 10, 11 Stunden später müde zurück.
Zurück finde ich meinen Mann vor. Und das ist eben gerade der Unterschied. Arbeiten macht immer noch müde, und es ist definitiv besser, vor der Klärung von Meinungsunterschieden zuerst wieder mal genug zu schlafen. Aber ich erwache neben meinem Ehemann. Ich gehe einkaufen mit meinem Mann. Wir putzen die Zähne zusammen. Und bereits wird es kitschig.
Ehe rockt. Sie bringt neue Herausforderungen und manchmal scheint es, als gäbe es keinen Ausweg mehr aus dem Konflikt, aber schneller als gedacht ist man wieder zurück beieinander.
Kein Sex vor der Ehe, und danach stellt man fest: Hollywood lügt. Unglaublich, dass ich unzählige verheiratete Freundinnen und Bekannte habe, und niemand hat mich gewarnt. Oder vielleicht war es auch so, dass ich einfach weggehört und ignoriert hatte. Anyway, seit dem sind ja ein paar Wochen vergangen, und jetzt ist es schon lustig, zurückzuschauen.
Der Winter ist eingezogen. Unrasierte Beine. Vulnerability. Verfroren aufwachen und die Decke wieder zurückerobern. Um Mitternacht heimkommen und der Mann hat gekocht. Zusammen ein Bier trinken. Sich gegenseitig Tränen abwischen. Tränen lachen. Ihm meine eiskalte Hand unters T-Shirt schieben. Nicht zusammen duschen weil er geschätzte 20 Grad kälter seine Maximaltemperatur eingestellt hat. Ihn Klavierspielen hören. Krankenkassenprämien vergleichen. Zusammen den Müll raustragen. Stunden vor ihm aufstehen müssen und ihn """unabsichtlich""" wecken.
Nie wollte ich so lange Blogpause machen.
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