Samstag, Oktober 30, 2010

Und wenn ihn niemand mehr braucht, steht er heute noch dort.

Gestern hatten wir Bible zum Thema Deism/Theism/Pantheism/Polytheism und anderen -isms. Danach ein Block Zeugnisse, dann Aufnahmen für das neue Bethel Live Album = Worship, und zum Schluss Smallgroups. Aber die Zeugnisse hauten einem wieder mal um! Ich erinnere mich nur noch an zwei:

- Eine junge Kanadierin, das jüngste Mädchen von 8 Kindern, erzählte dass sie ihr Leben lang mit Armut konfrontiert gewesen sei und es schon ein Wunder ist, dass sie die Schule machen kann. Vor einigen Wochen habe sie noch genau 10$ gehabt. Sie war zuhause, und hatte plötzlich den Gedanken, ihrer Mitbewohnerin 2$ zu schenken. Natürlich fragte sie sich sofort "2$?? Das ist ja nichts, das war ja ein komischer Gedanke". In dem Moment hörte sie ihre Mitbewohnerin sagen "Ich muss auf den Bus, aber hab nur noch ein 20$-Schein" - und gab ihr natürlich sofort die zwei Dollar Kleingeld als Geschenk. Im Anschluss suchte sie etwas aus ihrer Tasche, und fand dort 20$. Nun hatte sie 28$. Sie ging einkaufen (Seife), und hatte danach noch 21.50$. Sie ging in den Gottesdienst, und es war der, in dem wir auf Geld herumtanzten. Sie fragte Gott "soll ich die 1.50$ geben oder die 20$?", merkte aber dann, dass es mehr um ihr Herz ging. Sie holte ihr ganzes Geld, rannte nach vorne, warf die 21.50$ hin und sagte gleichzeitig im Tanzen zu Gott, dass sie mehr Ihm als 21 Dollar vertrauen will, und dass sie Ihm ihr ganzes Herz geben will, nicht einfach Geld. Danach ging sie wieder zu ihrem Platz. Kaum dort, kam ein Mann auf sie zu und sagte, er habe den Eindruck, er soll ihr 1000$ schenken. Und gab ihr 1000$!

And I saved the best wine for last:
- Zwei Studentinnen liefen vorgestern Abend nach der ersten *Schatzsuche ihres Lebens, bei der sie ihre Schätze nicht gefunden hatten, nach Hause. Da sahen sie unterwegs eine Frau im Rollstuhl, mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Sie bemerkten, dass die Frau auf eine Beschreibung auf ihrer Schatzkarte passte, erklärten ihr die Schatzsuche und dass sie wahrscheinlich der Schatz sei, und fragten was passiert sei. Die Frau erzählte, sie habe einen Autounfall gehabt und sei seit dem querschnittgelähmt. Die zwei Studentinnen hatten gehofft, es handle sich nur um einen verstauchten Knöchel oder so, aber nun gut, sie boten der Frau trotzdem Gebet an und beteten dann einfach, dass Gott seine Güte über ihr ausschüttet etc. Daraufhin sagte die Frau, sie spüre am ganzen Körper ein Kribbeln. Nun wuchs natürlich der Glaube der Studentinnen, und als sie ein zweites Mal beteten, war es in der Art "Im Namen von Jesus, sei geheilt!". Die Frau sagte, sie habe das Gefühl, dass sie aufstehen könne. Sie hievte sich auf dem Rollstuhl und konnte stehen! Nun sagte sie zu ihrem Mann, er solle ihre Hand halten, sie wolle versuchen zu gehen. Ihr Mann, natürlich total überrumpelt, wollte sie aber nicht halten, er sagte, er wolle nun schauen, ob sie wirklich gehen könne. Die Frau begann, ohne jede Hilfe zu gehen! Die Geschichte endete damit, dass die Frau, ihr Mann und die Tochter zusammen nach Hause spazierten. Den Rollstuhl liessen sie am Strassenrand stehen, denn die Frau sagte "Vielleicht kann ihn ja jemand anderes noch brauchen".

Ah yeeeeeahhhhh!!!

Hier noch der Link zum Video, wo die Studentin die Geschichte erzählt.

*Schatzsuche: Man nimmt sich kurz Zeit, wo man den Heiligen Geist um Hinweise bittet, und schreibt diese dann auf. Zum Beispiel "Walmart", "Peter", "rote, lockige Haare", "Nierenbeschwerden". Dann geht man raus, zum Beispiel an Orte, die auf der "Schatzkarte" stehen, und sucht die Leute, die auf die Beschreibung passen. Siehe auch die Schatzsuchen der JF Remscheid.

Freitag, Oktober 29, 2010

Some things lift off in airports

Hahaha, was für ein lustiger, abenteuerlicher Abend! Zuerst zu Fuss im Regen von Walmart zu Target zu Trader Joe's zu Bushaltestelle und von Bushaltestelle nach Hause. Der Einkaufssack riss schon kurz nach dem Trader Giotto. Später am Abend fahre ich in einem Auto - ich am Steuer - auf der Interstate 5 zum Flughafen runter. Zwei Frauen aus der CH werden nächstens landen. Als ich fünf Minuten zu spät in den Terminal laufe, ist weit und breit KEIN Mensch zu sehen. Dies bleibt auch während der nächsten fünf Minuten so. Irgendwann gesellt sich der Chauffeur eines Hotels zu mir. Er sagt, er habe das Flugzeug soeben gesehen, oben am Himmel. Ich laufe raus und sehe ein helles Licht am Himmel, das immer näher kommt. Wieder im Terminal treffe ich auf einen Mann und wir smalltalken. Er sagt, er sei hier zur Erholung, er habe eine grosse Operation gehabt. Gerade als er fragt, was ich denn in Redding mache, stellt sich eine andere junge Frau zu uns. Nach meiner Antwort sagt sie lächelnd, sie sei ebenfalls im 1st year. Der Mann fragt, was wir denn so studieren, und als ich unter anderem "Healing" sage, findet er, das sei super, das könne er gut gebrauchen. Er hat fünf metallene Wirbel im Rücken, und starke Schmerzen. Wegen Arthritis. Als wir fragen, ob er Gebet möchte, spüre ich schon die heavy weighty Gegenwart Gottes. Haha. Natürlich möchte er sehr gern Gebet von zwei jungen Frauen. Von den Flugzeugpassagieren ist weit und breit noch nicht zu sehen. Wir setzen uns links und rechts von ihm hin, legen ihm die Hände auf und beten kurz. Er sagt, wow wow wow, jetzt sei er grad "weg" gewesen, und etwas habe sich von ihm "lifted off", und er fühle sich super, danke vielmals. Ich bin inzwischen ziemlich "voll des Geistes". In dem Moment geht die Schiebetüre vom Arrival auf und heraus kommt: Kevin Dedmon! Hahaha!! So lustig, er war die letzten drei Tage grad in der Schweiz. Er sieht sehr, sehr, sehr müde aus, darum halte ich mich zurück von wegen Impartation, und ausserdem kommen auch grad meine zwei Frauen heraus.
I like it!

Mittwoch, Oktober 27, 2010

Aus der Soakingstunde* mit Beni J.

Ein Fussballteam im Cupfinal. Da es ein Cupspiel ist, spielt die beste Mannschaft gegen die schlechteste. Der Schiri hat angepfiffen. Das Team der besten Mannschaft rennt zur Seitenlinie und schart sich um den Trainer.

Der Trainer ruft "Los, jetzt voll Hahnen aufs Tor! Ihr kennt die Strategie. Die haben bis jetzt jeden Match gegen euch verloren. Der Ball liegt direkt hier, LOS!".

Das Team jubelt: "Yeah, Coach, du bist einfach super! Das ist eine so unglaublich tolle Idee von dir. Ball ins Tor, und dann gewinnen. Der Hammer! Was haben wir für ein Glück mit dir!".

Der Trainer "Los jetzt, es hat längst angefangen!".

Das Team: "Jaaa!!! Du hast so recht!!"

Der Trainer: "Hallo?! Ihr seid meine Top-Auswahl! Der Klub hat Rekordsummen bezahlt für euch! Keinen von euch möchte ich auf der Ersatzbank. Wenn ihr losrennt, machen wir im Handumdrehen ein Stängeli"

Das Team: "Coach, we love you! Du bist einfach so toll, das du an uns glaubst!"

Der Trainer: ...

Und die Moral von der Geschicht:
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt: Ich habe euch dazu bestimmt, zu gehen und Frucht zu tragen - Frucht, die Bestand hat. Wenn ihr dann den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben, was immer es auch sei.
(Johannes 15,16)

*Wir bekamen den Auftrag, über obigen Bibelvers zu meditieren. Dabei landete ich irgendwann gedanklich beim Fussballspiel und musste schmunzeln.

Dienstag, Oktober 26, 2010

Die Schweiz - ein Land von Revolverhelden

Kürzlich fragte mich ein Amerikaner ein wenig über die Schweiz aus. Dann sagte er "Ich finde es super, dass ihr in der Schweiz kaum Verbrechen habt, weil ja jeder eine Armeewaffe zu Hause hat". Ich dachte, ich hätte mich verhört. Moment mal: Wir haben wenige Verbrechen - und wenn wir sie haben, geschehen sie häufig mit Armeewaffen! Mein netter Mitstudent dachte doch tatsächlich, wir hätten kaum Verbrechen, weil Verbrecher gar keine Chance hätten, da ja in jedem Schweizer Haushalt ein tapferer Schweizermann nur darauf wartet, ihn mit seinem Armeegewehr zu erschiessen.

Durchschnittlich nimmt sich in der Schweiz eine Person pro Tag mit einer Schusswaffe das Leben. Die Hälfte dieser Suizide geschieht mit einer Armeewaffe.

Montag, Oktober 25, 2010

Der Herbst ist auch hier angekommen!

Glory in the morning:
I've got the joy, joy, joy, joy
Down in my cup (Where?)
Down in my cup (Where?)

Homework. Heute: Die Namen Gottes.

So wie im obigen Foto sah der Creek die ganze Zeit aus...

Und so sieht er jetzt aus, nach zwei Tagen Rekordregen! Das Foto ist von der selben Stelle aus gemacht.

Samstag, Oktober 23, 2010

Noch einmal so lange und beinahe pensioniert

Es ist schon verrückt. Als ich kürzlich auf den Bus wartete, ging ich kurz in den Barnes&Nobles und kaufte mir eine 2011-Agenda. Heute habe ich mal die wichtigsten Sachen reingeschrieben, wie zum Beispiel meinen Geburtstag. Ich stellte mit einer Mischung aus Schrecken, Überraschung und Irritation fest, dass man die Zahl, die ich reinschrieb, nun nicht mehr auf 25 ab- sondern auf 30 aufrunden würde.
Dasselbe Gefühl empfinde ich jeweils, wenn ich hier mit jemandem etwas länger über unsere bisherigen Leben rede. Es dauert! Es ist schon soviel passiert in diesen paar Jahren. Das eine ergab das andere und über irgendwelche unplanbare Pfade bin ich nun hier gelandet. Hätte ich gewisse Entscheidungen nicht gemacht, wo wäre ich jetzt? Ist alles gut so, wie es ist? Kann man von "richtig" sprechen in diesem Zusammenhang?
Es geht nicht mehr darum, den Gymer zu schaffen, ein Praktikum zu finden, sich an einer Hochschule anzumelden und diese abzuschliessen. Auch hatte ich nur letzte Nacht im Traum soeben ein Kind geboren.
Seit etwa zwei Jahren denke ich mindestens einmal pro Monat: Das ist die beste Zeit meines bisherigen Lebens. Wo wäre ich, wenn ich nicht Gott in mir spüren und wissen würde? Ich habe mich richtig in ihn verliebt. Am Morgen erwache ich, und er ist da. Ich werde 28, und er ist da, ich werde 38, und er ist da, irgendwann werde ich 58, und er ist da. hahaha.

Wie wärs mit 09.10.11?


Ich studiere noch an der "if so, when?" Frage herum.

Ich frage mich, ob sie, nachdem alle StudentInnen die Frage beantwortet haben, diejenigen mit passenden Daten zusammenbringen?

Donnerstag, Oktober 21, 2010

Es wachsen auch keine Oliven am Feigenbaum (zum Glück nicht! Yeah Feigen! Buh Oliven!)

Ich möchte bereits seit einiger Zeit einen Eintrag "Was machen wir hier eigentlich die ganze Zeit?" schreiben. Leider bin ich derart zugeladen mit Hausaufgaben und einigen Änderungen am Theatertext (Cousin R.), dass es noch ein paar Tage dauert...

Bis ich die Früchte meiner Arbeit pünktlich zu den Abgabeterminen abliefere, möchte ich gern mal wissen: Was sind denn eigentlich das für Früchte?

Mittwoch, Oktober 20, 2010

Zwischen Hohl und Hoffnung

5-Uhr-Morgenspaziergang. Im Westen ist es heller als im Osten, denn im Westen liegt die Stadt. Alle paar hundert Meter leuchtet eine Strassenlampe, dazwischen flüstern die Rasensprenkler und stechen Umrisse von Pflanzen bedrohlich in den Himmel. In einer dunklen Kurve begegne ich dem Rentner Gene. Er ist ganz in beige gekleidet, mit einem beigen Hut. Er sieht aus wie auf Safari. Auf seinen Stock gestützt, fragt er mich, den wievielten Tag ich unterwegs zum Ende der Strasse sei? Ich verstehe nicht ganz, worauf er hinaus will. Aber es ist mein zweiter solcher Spaziergang. Das ist sein Stichwort: Seit 556 Tagen läuft er jeden Morgen von einem Ende der Strasse bis zum andern (2km)! Ohne einen einzigen Unterbruch! Er führt auch jeden Tag Buch über seinen Spaziergang. Ich frage mich, was man da notieren kann. Um diese Uhrzeit ist doch nichts los. Ich werde eines besseren belehrt: Zwei Sternschnuppen, eine schwarze Katze, die mir lachläuft, ein streunender Hund, zwei streunende Jogger und ein streunendes Auto sehe ich in der nächsten Stunde. Ausserdem entdecke ich die "Hope"-Strasse.
Warum sagt man eigentlich von einem Ende zum andern? Ich lief heute von einem Anfang der Strasse bis zum andern.

Dienstag, Oktober 19, 2010

OM, eingetauscht für Zucker

Ich traute ja meinen Augen kaum. Nachdem ich geplant hatte, BesucherInnen aus der Schweiz nur dann aufzunehmen, wenn sie mir Ovomaltine mitbringen, fand ich heute im Chinaladen die Ovaltine. Ein Druckfehler? Eine Kopie? Tatsächlich ist es dasselbe wie Ovomaltine, AUSSER dass es im Gegensatz zur Schweizer Rezeptur viel Kristallzucker enthält. Tja, so kommt zu den Pancakes auch noch Kristallzucker hinzu. Weighty weighty!

Samstag, Oktober 16, 2010

Ein gutes Ende nehmen - Che Ahn

Che Ahn, ein Pastor aus der Region Los Angeles, sprach bei uns an der BSSM über "how to finish well". Ein Freund von ihm hat die Biographie von 10'000 christlichen LeiterInnen untersucht, teils von biblischen LeiterInnen, teils aus unserer Zeit, und er sah, dass nur 25% von ihnen ein gutes Ende hatten. Die anderen wurden zu Alkoholikern, hatten Affären, wurden depressiv,.. --> We don't receive that, we are a new generation! Che Ahn jedenfalls hat sich aufgrund dieser Studie Gedanken gemacht, wie man einem Hype und einem anschliessenden Absturz entgegenwirken könnte:

The thing that is hindering us from finishing well is sin. God is for us. He wants to help us. The moment you loose hunger you go into pride, you loose the edge. Grace is not just favor, it's power.

Four important choices we can make:

1. Stay intimate with Jesus Christ.
Die Intimität von "einfach mit Jesus sein, für das, was er ist!"
Nicht Zeit mit Gott verbringen, um unseren Gebetsplan abzuarbeiten. Einfach zusammen sein, weil wir einander lieben. Dafür Zeit schaffen. You cannot finish well unless you're abiding in heaven. Lovers like to be together.

2. Be constantly, continually filled with the Holy Spirit.
Es reicht nicht, zu sagen "1994 hatte ich in Toronto eine Begegnung mit dem Heiligen Geist". So wie man auch Wasser nicht nur vor 12 Jahren gebraucht hat, sondern es dauernd braucht, so ist es auch mit dem Heiligen Geist. Blessed are those who are hungry and thirsty. They will be filled. Bitte jeden Tag darum, neu mit dem Heiligen Geist gefüllt zu werden.

3. Make a choice to walk in holiness and integrity all your days.
Integrity - integer - whole. die Übereinstimmung zwischen idealistischen Werten und der tatsächlichen Lebenspraxis (wikipedia). As a leader, choose being a servant, humility.

4. Do what ever it takes to get inner healing and restoration.
What is the root issue? Have an accountability partner. Constantly learn, research. Learn from counselers, from doing Sozo's (def.sozo /Sozo ministry), even if there's nothing wrong.
Che Ahn erzählt, wie er viele Eheseminare besuchte und mit bekannten Ehetherapeuten Termine abmachte, obwohl sie in der Ehe gar keinen Grund dazu hatten. Er wollte mehr lernen, warum er wie funktioniert etc.

Leben, mal so

Ich habe einen sehr guten Blutdruck. Sie haben gleich alles untersucht, Gewicht, Puls, Herz. Dabei habe ich nur eine Zerrung der ROTATORENMANSCHETTE (wie mir mein Wörterbuch sagt. Der Arzt sagte rotator cuff). Jetzt muss ich zweimal täglich eine halbe Gallone Milch im Kreis herumschwingen, ganz sachte natürlich, und mit den Fingern die Wand hochlaufen, und entzündungshemmende Schmerzmedis nehmen.


Ausserdem bin ich gezwungenermassen zur Fussgängerin geworden. Ich, die ich Tempo so liebe. Es ist so ein anderes Vorwärtskommen. Man ist verbunden mit der Welt, durch die man läuft. Man konzentriert sich nicht darauf, eine optimale Bahn in der Kurve zu finden, oder so spät als möglich dass es trotzdem noch früh genug ist zu bremsen. Stattdessen entdeckt man Bäume mit mir unbekannten Früchten daran. Oder sieht Rehe. Oder die Regenwürmer auf dem Trottoir, die frühmorgens von Rasensprenklern ausgeschwemmt werden und dann in den 30° tagsüber vertrocknen. Man lernt die Rentner kennen, die in ihren offenen Garagen herumhandwerkeln.

Donnerstag, Oktober 14, 2010

Fortsetzungsstory: Auslandversicherung

Lustiges Telefonat mit der Krankenkasse, Teil 2:

Bei mir ist es Mittwoch, 23.30 Uhr. Bei Frau W. von der Krankenkasse ist es Donnerstag, 08.30 Uhr.

Sie: Und wann gehen Sie zum Arzt?
Ich: Ich weiss es noch nicht
Sie: Dann schreibe ich, dass Sie morgen gehen
Ich: Nein, schreiben Sie besser "Freitag"
Sie: Eben, das ist ja morgen
Ich: Freitag ist übermorgen
Sie: ... (sagt nichts, tippt nur)
Ich: ... (sage auch nichts, schmunzle nur)


Ich muss jedenfalls die ganzen Kosten selbst bezahlen, und kann erst anschliessend die Rechnung an die KK einschicken. Das kann ja heiter werden! Aber wenn ich sehe, wie hier die Mehrheit der Leute keine KK hat. Meine Mitbewohnerin fuhr vor einem Jahr mit dem Velo bergab und in einen Truck. Sie wurde während den nächsten Tagen immer und immer wieder bewusstlos. Aber weil sie nicht versichert ist, ging sie nicht zum Arzt.. Gott sei Dank geht es ihr heute gut!

Mittwoch, Oktober 13, 2010

Wenn ich eine Grimasse mache ist es nämlich total in der Mitte!

Ich habe nach der Veröffentlichung meiner CD die Kategorie "Komplimente, die keine sind" kennengelernt. Zum Beispiel "Ich hab deine CD gehört. Die Musik ist wunderschön!". Oder alternativ "Mir gefällt deine CD. Besonders die Beats sind super!". Das sind durchaus Komplimente. Für die Beatproduzenten nämlich.
Heute ein neues Kompliment, das keines ist: "Hey, I like your piercing!" - "Oh, thank you!" - "yes, I like that it's not on the side, but also not in the middle. That's very unusual." - "...thank you... (actually it SHOULD be in the middle ?!?!?!)"

Was für ein Tag. Zuerst anderthalb Stunden lang geheult wie ein kleines Kind (nicht wegen dem Piercing-Kompliment), dann Impartationtime von Bill und Beni Johnson und dem ganzen Team, dann fünf Minuten intensiv gelacht (wahrscheinlich weil meine Nachbarin während den anderthalb Stunden, in denen ich geweint habe, so lustig gelacht hat), dann einige interessante Gedankengänge gehabt auf dem Nachhauseweg. Jetzt bin ich müde, gute Nacht.

Man kann nicht ALLES aufschreiben.

Dienstag, Oktober 12, 2010

Whiskeytown Lake



Spontanes Abendessen auf einer Halbinsel am Whiskeytown Lake. Ein Sternenhimmel zum Greifen nah, und die Milchstrasse als ob ich sie eigenhändig hingezeichnet hätte. Bratwurst, Reis, Chips und Bier. Und Freestyle Rap mit den drei Kindern.

Montag, Oktober 11, 2010

Wenn der Rubel rollt, wenn das Rudel tollt

There's a lot going on again..

Heute Mittag, im zweiten GD, predigte Bill wieder mal eine unglaublich starke Botschaft, so reveiling! Ich muss das mal in einem anderen Blogeintrag weitergeben. Während der Predigt wurde Bill vom Heiligen Geist so stark berührt, dass er zeitweise richtig Mühe hatte, zu lesen und zu sprechen. Er sagte ständig die falschen Worte. Und am Schluss... lag sogar er selbst am Boden. Nun freue ich mich besonders auf den Abendgottesdienst in anderthalb Stunden...

Am Freitagabend im Twinview-Gottesdienst: Da dort keine Predigt geplant ist, gibt es einfach eine Gottesdienstleitung, die während des Worships ein bisschen schaut, was der Heilige Geist so machen will. Diesen Freitag kam das Thema "Geld" auf, dass Gott uns da in unserem Denken einen Druchbruch schenken will, dass wir freudige GeberInnen sein können und nicht ängstliche Geizkragen. Es war keine Kollekte geplant, aber gab dann spontan eine: Die Leute tanzten nach vorne, und warfen Geld auf die Bühne. Nach einigen Minuten rief die Gottesdienstleiterin uns dazu auf, auf die Bühne tanzen zu kommen. Natürlich war die Bühne sofort plätschvoll von Leuten, die auf den Geldscheinen tanzten. Ab und zu wurde die Menschenmenge ausgetauscht, so dass alle mal konnten. That was fun!! Ich war schon wieder sowas von schweissüberströmt. Es war auch nicht gescheit für meine Schulter. Aber es war es wert!

Mittwoch, Oktober 06, 2010

Heilungsprozesse

Laufe mal mit einem Arm in der Schlinge in eine Klasse von 800 School of Supernatural Ministry StudentInnen. Hahaha! Ich hatte seit dem Unfall Schmerzen in der Schulter und im Handgelenk. Wie ich hinterher vernahm, hatten die zwei jungen Frauen, die mich und mein Velo nach dem Unfall nach Hause fuhren, um Mitternacht noch eine Stunde (sic!) für mich gebetet! Und gestern, als ich nach Hause kam, stand von ihnen ein Blumenstrauss auf meinem Tisch! Wow! Nun, gestern vor der Schule beteten zwei Jungs für mich und danach war mein Handgelenk komplett schmerzfrei! Yes! Die Schulter, die arme, braucht noch ein bisschen mehr Zeit. Das ist ok. Sie darf sich jetzt erholen. Netterweise wohnt eine Schweizer Physiotherapeutin, die auch in meiner Klasse ist, grad in der Nachbarstrasse. Gestern Abend hat sie mich schon fachkundig behandelt und mir gezeigt, wie ich mich ohne Hilfe von aussen, einarmig, an- und ausziehen kann.

Ausserdem fand ich heraus, dass ich nicht nur unfallversichert bin, sondern sogar bei einer ausserordentlich netten Krankenkasse versichert bin: "Oje, sie Arme! Nein also, gehen Sie doch zum Arzt, wenn es bis Freitag nicht besser ist! Haben Sie jemanden, der Ihnen den Arm verbindet? Haben Sie eine Salbe?".

Gestern war mein erstes "Advanced Ministry Training" (AMT). Ich hatte mich für "prophetic singing" angemeldet. Die Studentin neben mir wurde aufgerufen "stand up and sing over her". Sie begann also, prophetisch über einer anderen Studentin zu singen "He puts a crown on your head", und die andere brach in Tränen aus, worauf die Leiterin des AMT's eine dritte Studentin dazu aufrief, um sie zu tanzen. Sie tanzte und es war ersichtlich dass sie darstellte, wie Mauern einbrechen. Die besungene und betanzte Studentin weinte und lachte inzwischen gleichzeitig, und die Leiterin klärte uns auf "Hier wird grad jemand freigesetzt". Yeah God!

Ich möchte mich auch noch bedanken für alle Gebete für meinen Gottebub Emilio. Er braucht noch Durchbruch! Inzwischen wurde bei ihm eine seltene Immunkrankheit diagnostiziert, die jetzt aus schulmedizinischer Sicht eine Chemotherapie erfordert, aber es ist ja eigentlich egal was ihn plagt, nichtmal ein Schnupfen hat Anrecht auf ihn. Und Gott ist der Hort seines Heils (Psalm 95,1, nach Luther)! Weitere Gebete sind also super!

Dienstag, Oktober 05, 2010

Trag einen Velohelm

Nachdem eine meiner Chefinnen vor gut zwei Jahren einen schrecklichen Velounfall hatte, begann ich, einen Fahrradhelm zu tragen. Mit der Zeit wurde ich etwas nachlässiger, hab ihn aber trotzdem mit in die USA genommen. Hier trug ich ihn mal, mal nicht. Heute überlegte ich noch, soll ich, soll ich nicht? Und trug ihn dann. Und hatte vorhin prompt einen Velounfall, der dank Helm und wahrscheinlich Schutzengeln glimpflich verlaufen ist. Ich raste um 23 Uhr den Hügel von der Bethel Church runter, um die Kurve, und sah in der Dunkelheit nicht, dass dort ein Trottoir ist. Somit raste ich in den Absatz, flog aufs Trottoir, wo ich mit voller Wucht auf Schulter und Kopf fiel und dann in den Sand und die Wiese hineinrutschte. Dort lag ich, unfähig mich zu bewegen, und stellte nur fest, dass ich Erde im Mund habe. Als dann endlich ein Auto kam und der Fahrer rief "are you ok", begann ich endlich zu weinen... Nun, es ist alles ok! Meine rechte Schulter, der Arm und das Handgelenk tun ziemlich weh und ich kann den rechten Arm nicht wirklich benutzen.. schreiben geht grad knapp noch aber tut weh. Mein Kiefer tut weh, und meine Jean sind zerrissen. Aber alles ist noch dran, ist noch ganz, wow! Thank you God for Guardian Angels!

Montag, Oktober 04, 2010

Die Wonne des Festes

Ich glaube, die letztjährigen 2nd yearler haben das Twinview-Gebäude schön mit Glory gefüllt. Gell, Erne. Ich liebe die Twinview-Gottesdienste. Gestern Vormittag wurde das erste Lobpreislied gespielt - und dabei blieb es. Eine Stunde lang hörten sowohl Musik wie auch Tanzen nicht mehr auf. Die Sängerin und der Lobpreisleiter sangen keine Liedtexte mehr, sondern einfach prophetische Sachen wie "There ain't no party like a Jesusparty, cause a Jesusparty don't stop", und das wurde dann von der ganzen Menge x-mal in den Saal geschrieen. Als wir abbrechen mussten (das Singen und Tanzen, nicht aber die Jesusparty) wegen der Predigt, die ja vom Hauptgebäude per live-videostream übertragen wird (auch für DICH: www.ibethel.tv), waren wir alle so verschwitzt dass uns die Kleider nur so am Leib klebten. Zephanja 3,14+15: Jauchze, du Tochter Zion; juble, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der Herr hat die Gerichte von dir abgewendet, er hat deinen Feind weggeräumt. Der Herr, der König Israels, ist in deiner Mitte; du brauchst kein Unheil mehr zu fürchten!

Danach predigte Prof. Kris Vallotton (das war jetzt ein insider-Witz für alle, die es auf ibethel.tv sahen/sehen werden). Die Gesetze sind bloss die Folge eines Mentalitätswandels in der Gesellschaft. Das Frauenstimm- und wahlrecht kam zustande, weil sich die Sicht auf die Frauen änderte. Somit soll es uns nicht nur darum gehen, möglichst Gesetze durchzudrücken. Wir sind dazu berufen, die Gesellschaft zu prägen mit Liebe, mit Werten, mit der Kultur der Ehre, indem wir Gerechtigkeit schaffen. Die Kirche ist oft sehr pastoral: Menschen kommen in die Kirche und werden dort genährt. Jetzt geht es aber darum, apostolische Kirchen zu leben: Menschen kommen zur Kirche, werden dort ausgerüstet, und gehen raus in die dunkelsten Ecken der Welt um das Licht zu bringen, die Gesellschaft zu verändern, die Welt zu prägen. Apostolic church is a cultural transformer! Wir bewegen uns von einem "Teich Bethseda"-Gemeindeleben zu einem "Fluss des Hesekiel"-Gemeindeleben: Im Teich von Bethseda versammelten sich alle Kranken und hofften, dort geheilt zu werden. Im Fluss vom Hesekiel jedoch geht der Wasserstrom vom Allerheiligsten weg in die ganze Welt und bringt Heilung.
We come to church to get equipped. It becomes a Holy Spirit trainingcenter. Jesus commanded us to extend the kingdom. Jesus said: I'll build the church, you extend the kingdom. Then we build the church and wonder who will extend the kingdom. Our destiny is heaven. But our ministry is heaven on earth. We are the answer to the world's problems.

Sonntag, Oktober 03, 2010

Glorytreatedmewell

Gloretreat

Wie kann ich zwei Tage Retreat in einen Text verpacken? Ein altes Hotel samt heisser Quelle in Chico, CA, das heute JMEM gehört. Zwei Revivalgroups vom 1st year, eine Revivalgroup vom 2nd year, das macht insgesamt wohl etwa 150 Leute. An den zwei Abenden gab es jeweils einen gemeinsamen Gottesdienst.
Dieses Foto entstand während dem Soundcheck, etwa 10 Minuten bevor der Gottesdienst anfing. Vorne lagen überall Menschen herum, voll des Geistes, hinten ebenso. Bereits während dem Lobpreis kristallisierte sich ein Schwerpunkt des Abends heraus: Gottes Grösse. Als dann Jason Vallotton sprach, bat er uns eindringlich, in diesem Modus den wir im Worship hatten, zu bleiben: Im Bewusstsein und in Ehrfurcht von Gottes Grösse. God is so much bigger than you. If you feel hopeless, it's because you look at what you can't do. Warum würde der Teenager-Schafhirte David von Hand einen Löwen töten wollen, der eines seiner vielen Schafe reisst? Weil er wusste: Was Gott mir gegeben hat, das wird er beschützen!
Anschliessend rief Jason uns auf, nach vorne zu kommen und ins Mikrofon zu sagen, was wir nicht mehr länger über uns glauben bzw. eben die Wahrheit über uns auszusprechen. "I am not shy", "I don't have to perform to be loved", "I'm gonna be a good dad", "I am beautiful", "I am able to have friendship", etc. Es folgte eine lange Zeit von break off & get free, das heisst wir jubelten alle zusammen alle paar Sekunden über die Freisetzung von jemandem, und am Schluss fanden wir uns alle tanzend und jubelnd wieder.

Am nächsten Tag gabs am Vormittag Revivalgroup-Zeit. Endlich lernten wir uns mal ein bisschen kennen. Nachdem ich in einer kleinen Gruppe von 7 Leuten in einem Spiel in der Kategorie "fun facts" erwähnte, dass ich Rapperin sei, wurde ich den Rest des Tages von allen möglichen Leuten darauf angesprochen und "musste" während dem Mittagessen eine Kostprobe zum Besten geben. Meine US-Karriere ist somit vorgespurt.
Den Nachmittag hatten wir frei. Zuerst lief ich auf den "Mushroom Rock", von wo aus ich das oberste Foto machte. Wohlgemerkt in 35-40°. Danach aber schnell zu den Wasserfällen und samt Kleidern ins Naturbecken.
Am Abend sprach Eric Johnson, der Sohn von Bill. Und auch bei ihm muss ich jeweils Notizen machen wie wild und rufe alle paar Minuten "man, that's a good word!". Hier versuchen zu schreiben, was er sagte, würde den Rahmen sprengen. Aber ich versuch es andeutungsweise:
God is raising up a new company of lovers. We don't wanna camp out in what He has done, we want to go where He is going. --- It is easy to know what God does. Just listen to a couple of testimonies. But WHO is He? We will always be captured by what He does. But we are to be captured by who He is. Luke 9,55: You can walk in signs&wonders and not know Him. Would you allow that this time of your life is about WHO HE IS? --- Desperation is overrated! It works when you believe in an angry God. But we are chosing to be hungry for a good God. Beispiel zur Gottesbeziehung: Desperation/Verzweiflung = Du hast einen vollen Kühlschrank. Du hast Hunger. Du sitzt vor den Kühlschrank, weinst und schreist verzweifelt um Essen.
Hunger = Du hast einen vollen Kühlschrank. Du hast Hunger. Du gehst und nimmst dir was raus und isst.
Did Jesus need revival? (Definition revival: Restoration of life). If Jesus didn't need revival, why do we?
We're no longer under the elements of the world. (Paulus im Galaterbrief). Learn how to find water in the desert. Learn how to drink. We have access to a water that we never need revival again. God is teaching how to heal beyond understanding.
Epheser 4,1ff: walk worthy according to what you have received, not of what you understand!
I make a bold statement: I think it's a mistake to rebuke principalitites and power. This only turns our attention on the enemy. Our job is to show the wisdom of God (Epheser 3,10).