Wie fest pressiert es eigentlich? Pressiert es überhaupt?
Vielleicht wenn ich 99 wäre und ich hätte immer noch kein Buch veröffentlicht. Aber jetzt? Was, wenn ich mit 45 ein unglaublich gutes Buch veröffentliche. Denken dann alle "15 Jahre zu spät"? Natürlich nicht. Oder mit 70? Auch das ist noch ein super Alter für solche Sachen. Ausserdem lebe ich ja mindestens 400 Jahre.
Vielleicht muss ich mich gar nicht so gestresst fühlen, wenn alle lieben Leute um mich herum immer nach meinem Buch fragen, ob es denn schon fertig sei. Es könnte in ein paar Wochen fertig sein, oder in ein paar Jahren. Und ich fühle mich geliebt, wenn man fragt, wirklich. Zum Glück hab ich diesen Druck nicht mehr. Lustig eigentlich, dass ich den Druck nur habe, wenn er in meinen Gedanken ist.
Hingegen erlebe ich ausserhalb meiner Gedanken unglaubliche Ermutigung. Kaum denke ich über's Schreiben nach kommt - bäm! - ein prophetisches Wort, dass ich schreiben soll. Oder heute im Gottesdienst, da betete ich für eine random Frau, die ich nicht im Geringsten kannte, und dann sagte sie mir "Ich hab dich vor ein paar Jahren mal da auf dem Kornhausplatz rappen gehört, das war super. Rappst du noch? Du solltest unbedingt weiterfahren". Dieses Konzert fand wirklich vor Jahren statt!!! Wow! Gerade HEUTE Morgen hatte ich urplötzlich das riesige Verlangen, wieder mal einen Raptext zu schreiben. Aber dann dachte ich, "wozu..."....... und dann das.
I love my life.
Posts mit dem Label Frau SAW werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frau SAW werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, Mai 26, 2013
Donnerstag, Mai 23, 2013
Luxus-Grenzerfahrungen
Es ist immer gut, Erfahrungen zu machen, die man, wenn man wüsste, wie sie sein werden, nicht wählte. So bewarb ich mich kürzlich telefonisch, eine Doppellektion Musik als Stellvertretung zu unterrichten, zusammen mit Gianni. Wir erhielten den Job ohne Probleme, bereiteten uns gründlich vor (!) und fuhren am nächsten Tag hin.
Die Lehrerin selbst, sowie andere Lehrerinnen im Schulhaus hatten uns voller Begeisterung von dieser Klasse erzählt. Das seien soooo liiiiebe Schülerinnen und Schüler, so herzige, begeisterungsfähige, motivierte... ...und sie hatten Recht. Diese 11-jährigen Kinder waren so motiviert, dass sie voller Energie auf ihre Djembés, Pauken und Xylophone einschlugen, auch wenn ich schon längst mit dem Glöckchen läutete und Ruhe verlangte. Nach zwei Lektionen hatte ich fast keine Stimme mehr, geschweige denn Nerven. Da waren die 8 stillen Mädchen und die vier äusserst lauten, dominierenden Jungs, plus sechs MitläuferInnen, die sich immer an den zwei lautesten Jungen orientierten. Waren diese still, waren sie still, waren diese laut, waren sie laut.
Auf der Rückfahrt musste Gianni einiges erleiden..... ich wolle definitiv NIE MEHR als Stellvertreterin arbeiten und garantiert NIE Lehrerin werden, und wenn ich es mir so überlege, so wolle ich auch nie Kinder auf die Welt stellen, da diese in wenigen Jahren selbst zu "Terroristen" werden würden. Die spielenden Nachbarskinder fand ich nun beim besten Willen nicht mehr herzig.
Mein ohnehin schon grosser Respekt für Lehrerinnen und Lehrer schnellte in Höhen, die man kaum beschreiben kann.
Einige Stunden später fand ich es immerhin gut, einmal im Leben diese Erfahrung gemacht zu haben.
Einen Tag später erfuhr ich, dass es nur drei Jahre Studium braucht, um Primarlehrerin zu werden. Ich will ganz sicher nicht Lehrerin werden. Schon gar nicht Primarlehrerin. Aber nur drei Jahre? Und dann hätte ich ein Berufsdiplom, mein erstes Berufsdiplom??! Ich könnte mir ja dann gut aussuchen, wo und wie viel ich arbeiten würde................ Handkehrum.... warum nicht einfach zwei Jahre anhängen und in 5 Jahren Studium etwas lernen, was ich viel lieber würde...?!
Aber 5 Jahre?? Es bleibt spannend.....
Die Lehrerin selbst, sowie andere Lehrerinnen im Schulhaus hatten uns voller Begeisterung von dieser Klasse erzählt. Das seien soooo liiiiebe Schülerinnen und Schüler, so herzige, begeisterungsfähige, motivierte... ...und sie hatten Recht. Diese 11-jährigen Kinder waren so motiviert, dass sie voller Energie auf ihre Djembés, Pauken und Xylophone einschlugen, auch wenn ich schon längst mit dem Glöckchen läutete und Ruhe verlangte. Nach zwei Lektionen hatte ich fast keine Stimme mehr, geschweige denn Nerven. Da waren die 8 stillen Mädchen und die vier äusserst lauten, dominierenden Jungs, plus sechs MitläuferInnen, die sich immer an den zwei lautesten Jungen orientierten. Waren diese still, waren sie still, waren diese laut, waren sie laut.
Auf der Rückfahrt musste Gianni einiges erleiden..... ich wolle definitiv NIE MEHR als Stellvertreterin arbeiten und garantiert NIE Lehrerin werden, und wenn ich es mir so überlege, so wolle ich auch nie Kinder auf die Welt stellen, da diese in wenigen Jahren selbst zu "Terroristen" werden würden. Die spielenden Nachbarskinder fand ich nun beim besten Willen nicht mehr herzig.
Mein ohnehin schon grosser Respekt für Lehrerinnen und Lehrer schnellte in Höhen, die man kaum beschreiben kann.
Einige Stunden später fand ich es immerhin gut, einmal im Leben diese Erfahrung gemacht zu haben.
Einen Tag später erfuhr ich, dass es nur drei Jahre Studium braucht, um Primarlehrerin zu werden. Ich will ganz sicher nicht Lehrerin werden. Schon gar nicht Primarlehrerin. Aber nur drei Jahre? Und dann hätte ich ein Berufsdiplom, mein erstes Berufsdiplom??! Ich könnte mir ja dann gut aussuchen, wo und wie viel ich arbeiten würde................ Handkehrum.... warum nicht einfach zwei Jahre anhängen und in 5 Jahren Studium etwas lernen, was ich viel lieber würde...?!
Aber 5 Jahre?? Es bleibt spannend.....
Labels:
Frau SAW,
Ja ich bin eine Vier,
Leben Mit Menschen,
Musik,
Random
Freitag, Mai 17, 2013
Abreisen aus Zuhause und uniformierte Engel
Als ich gestern morgen früh um 06.30 Uhr erwachte, war es herrlich kühl. Man konnte gut in kurzen Hosen und Trägershirt draussen sein um diese Zeit. Später würde es dann zu heiss sein dafür. Heute früh, kurz vor 6 Uhr, ist es KALT und es regnet. Ja, ich bin wieder in der Schweiz. Let's just laugh at that...
Packen in Redding, nach drei Jahren.... alles, was nicht in den Koffer oder ins Handgepäck passt, muss weg. Obwohl ich schon in März unglaublich viele Sachen in die Schweiz brachte, musste ich dennoch gestern einige geliebte Kleidungsstücke, Bücher und Tassen wegwerfen bzw. in die Brockenstube geben.
Zwischendurch noch schnell das Auto verkaufen, das auseinandergeschraubte und in eine Box verpackte Velo abholen (20kg), meine Matratze verkaufen, Nahrungsmittel verteilen,... und ab zum Flughafen.
In Frankfurt gibt es an den Lufthansa-Gates gratis Zugang zu Kaffeemaschinen, Heisswasser und Tee. Ich werde ewig dankbar sein.
In Milano hole ich meine zwei Koffer und die Velobox ab. Die Gepäckwägelchen kosten 2 Euro, aber natürlich habe ich keine Euro-Münzen auf mir. Ein wichtig aussehender Mann in Uniform und mit wichtig aussehendem Badge um den Hals sieht mein Problem. Ich frage ihn: Posso pagare con la carta di credito? Das ist einer der wenigen Sätze, die ich beherrsche. Er verneint, aber schleppt meine Velobox durch die ganze Halle und durch den Zoll hindurch, wo er die Zöllner mit Vornamen begrüsst. UFFFFFF.... ich habe nämlich schon gehört, dass ich eventuell viel Zoll bezahlen müsse fürs Velo. Mein uniformierter Freund übergibt die Box meinem draussen wartenden Verlobten, und alles ist gut.
Zwei Nächte praktisch nichts geschlafen, um 23.30 Uhr ins Bett, ab 04 Uhr hellwach.
Ich fühle mich, als ob mein Zuhause weit weg wäre, nämlich in Redding. Es ist, als würde ich einfach hier in die Ferien kommen und Familie und FreundInnen besuchen. Aber nein. Nächste Woche unterschreibe ich einen Wohnungsvertrag und beginne zu arbeiten. Wann wir das Geld haben werden, wieder nach Redding zu fliegen, ist unklar...... Wie lange dauert es, bis man wieder ein Zuhause hat?
Packen in Redding, nach drei Jahren.... alles, was nicht in den Koffer oder ins Handgepäck passt, muss weg. Obwohl ich schon in März unglaublich viele Sachen in die Schweiz brachte, musste ich dennoch gestern einige geliebte Kleidungsstücke, Bücher und Tassen wegwerfen bzw. in die Brockenstube geben.
Zwischendurch noch schnell das Auto verkaufen, das auseinandergeschraubte und in eine Box verpackte Velo abholen (20kg), meine Matratze verkaufen, Nahrungsmittel verteilen,... und ab zum Flughafen.
In Frankfurt gibt es an den Lufthansa-Gates gratis Zugang zu Kaffeemaschinen, Heisswasser und Tee. Ich werde ewig dankbar sein.
In Milano hole ich meine zwei Koffer und die Velobox ab. Die Gepäckwägelchen kosten 2 Euro, aber natürlich habe ich keine Euro-Münzen auf mir. Ein wichtig aussehender Mann in Uniform und mit wichtig aussehendem Badge um den Hals sieht mein Problem. Ich frage ihn: Posso pagare con la carta di credito? Das ist einer der wenigen Sätze, die ich beherrsche. Er verneint, aber schleppt meine Velobox durch die ganze Halle und durch den Zoll hindurch, wo er die Zöllner mit Vornamen begrüsst. UFFFFFF.... ich habe nämlich schon gehört, dass ich eventuell viel Zoll bezahlen müsse fürs Velo. Mein uniformierter Freund übergibt die Box meinem draussen wartenden Verlobten, und alles ist gut.
Zwei Nächte praktisch nichts geschlafen, um 23.30 Uhr ins Bett, ab 04 Uhr hellwach.
Ich fühle mich, als ob mein Zuhause weit weg wäre, nämlich in Redding. Es ist, als würde ich einfach hier in die Ferien kommen und Familie und FreundInnen besuchen. Aber nein. Nächste Woche unterschreibe ich einen Wohnungsvertrag und beginne zu arbeiten. Wann wir das Geld haben werden, wieder nach Redding zu fliegen, ist unklar...... Wie lange dauert es, bis man wieder ein Zuhause hat?
Dienstag, Mai 07, 2013
Links sein und ganz rechts leben
Die letzten drei Jahre waren für mich nicht nur geistlich eine interessante Erfahrung, sondern auch in politischer Hinsicht. Während Kalifornien eher demokratisch geprägt ist, ist Redding definitiv eine Republikaner-Hochburg. Schon nur das war für mich neu: Dass hier die allermeisten Menschen sich entweder dem einen oder dem andern Lager zugehörig fühlen. Und die jeweils andere Seite total verachten.
Bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen, die ich an einer Hand abzählen kann, waren alle AmerikanerInnen, mit denen ich zu tun hatte, überzeugte RepublikanerInnen. Eine der Ausnahmen ist die Hausbesitzerin, bei der ich die ersten zwei Jahre lebte: Sie ist überzeugte Tea Party Frau, also noch tausendmal rechter als RepublikanerInnen es sind. Das bedeutet: Der Staat ist nicht nur unnötig, sondern eine direkte Bedrohung von Freiheit. Es gilt, ihn in jeder Hinsicht zu bekämpfen. Am besten legt man gleich Nahrungsmittellager an, falls die Sozialisten übernehmen und es kein Essen mehr in den Supermärkten hat. - kein Witz!!!
Und ausgerechnet ich zog in dieses Haus ein. Ich, die ich bei unzähligen Demos von "Linksextremen" dabeigewesen war und mich selbst oft als "linker als links" bezeichnet hatte. Und ich, die ich zu der Zeit extrem politisch interessiert war, und die ich mir jede Woche die WOZ in dieses Haus schicken liess. Ich, die ich eine politische Diskussion sehr schnell emotional und lautstärkenmässig eskalieren lassen kann..... ask my family.
Ich wusste also, dass es überlebensnotwendig für alle Beteiligten war, wenn ich in diesem Haus gar nicht erst zu diskutieren anfange. Dies bedeutete für mich oft: Rückzug in mein Zimmer..... Mit der Zeit konnte ich es besser nehmen, und liess mir auch einige ihrer Standpunkte erklären. Ich verstand ihre Gedankengänge, aber fand sie natürlich realitätsfremd.
Auch in der Schule und in der Gemeinde wurde ich immer wieder schockiert. Ich merkte immer mehr, wie sehr ich Europäerin bin und die AmerikanerInnen AmerikanerInnen. Dinge wie Irakkrieg, Terrorismus, Waffen und Waffengesetze (RepublikanerInnen und Tea Party Leute nennen das "Waffenkontrolle"), Obama, Krankenkasse, Steuern,... Was ich überall und jederzeit sah, auch von Leiterinnen und Leitern, die ich äusserst ehre und liebe: Alles staatliche kann eine sozialistische Bedrohung sein, Gesetze zerstören Eigenverantwortung, obligatorische Krankenkasse ist der Anfang vom Untergang der USA, den freien Waffenzugang einschränken zu wollen sowie jegliche polizeiliche Verkehrskontrollen sind Kontrollstaat und beginnender Kommunismus, und alle Steuern sind vom Teufel.
Ahhh..... jetzt brauche ich 10 Minuten Meditation auf dem See.
...
ok. Ich kann nicht ewig so weiterfahren, weil der Blogeintrag sonst ewig dauert. Aber die gute Nachricht ist: Nach drei Jahren habe ich definitiv ein tieferes Verständnis - ja, Verständnis! - für obige Sichtweisen, auch wenn es nicht meine Sichtweisen sind. Aber ich verstehe, wo sie herkommen, und ich kann sogar eingestehen, dass gewisse (ganz wenige, hahaha) Gedankengänge auch Sinn machen. Mein Horizont ist definitiv erweitert. Alle EuropäerInnen haben jetzt Angst, ich werde zur FDP übertreten. NEIN.
Etwas anderes, was mir gut tut, ist zu wissen, dass Jesus über dem allem steht. Wir können unterschiedliche Meinungen haben und uns trotzdem lieben. Ich bin es noch am lernen, in politischer Hinsicht. Aber ich weiss, dass es geht.
Zum Abschluss drei Höhepunkte:
- Ein Schweizer Student, der auch hier ist, gehört in der Schweiz einer rechts-aussen Partei an. Was mich schockierte, denn er war und ist mir äusserst sympatisch. Er fragte mich nach meinen Ansichten zum Asylwesen. Nachdem ich Auskunft gegeben hatte, fragte ich ihn nach seinen Ansichten, obwohl ich Angst hatte, nicht damit umgehen zu können. Aber dann begann er zu erzählen, und ich merkte, dass sein Herz völlig den Menschen - allen Menschen - zugewandt ist, und dass er alle Menschen liebt. Aber dass er gewisse Dinge anders zu lösen versuchen würde. Wow!
- Kurz vor dem Wahlen erzählte eine Leiterin dieser Gemeinde in einem Kurs, dass sie seit immer und ewig registrierte Republikanerin sei. Aber sie habe über diese Wahlen gebetet und werde am Wahltag selbst zur Urne fahren, dort den Heiligen Geist fragen, wen sie wählen soll, und das dann tun, sogar wenn es Obama wäre. Denn nur Gott wisse, welcher der beiden Männer sein Herz in Zukunft für Jesus öffnen werde.
- Eine gute Bekannte von mir, ebenfalls seit sie denken kann Republikanerin, war vor den Wahlen intensiv am beten, dass ein Republikaner gewinnt. Als sie von Obamas Sieg erfuhr, begann sie zu weinen und dachte echt, das sei der Anfang vom Untergang!! Aber dann begann sie, mit Gott zu connecten, und ihr Herz veränderte sich radikal, und seit dem habe ich sie schon mehrmals aufrichtig und voller Liebe FÜR Präsident Obama beten hören.
Trotzdem gut, kann ich wieder in ein Land wohnen gehen, wo nicht jeder Zweite eine Pistole auf sich trägt.
Bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen, die ich an einer Hand abzählen kann, waren alle AmerikanerInnen, mit denen ich zu tun hatte, überzeugte RepublikanerInnen. Eine der Ausnahmen ist die Hausbesitzerin, bei der ich die ersten zwei Jahre lebte: Sie ist überzeugte Tea Party Frau, also noch tausendmal rechter als RepublikanerInnen es sind. Das bedeutet: Der Staat ist nicht nur unnötig, sondern eine direkte Bedrohung von Freiheit. Es gilt, ihn in jeder Hinsicht zu bekämpfen. Am besten legt man gleich Nahrungsmittellager an, falls die Sozialisten übernehmen und es kein Essen mehr in den Supermärkten hat. - kein Witz!!!
Und ausgerechnet ich zog in dieses Haus ein. Ich, die ich bei unzähligen Demos von "Linksextremen" dabeigewesen war und mich selbst oft als "linker als links" bezeichnet hatte. Und ich, die ich zu der Zeit extrem politisch interessiert war, und die ich mir jede Woche die WOZ in dieses Haus schicken liess. Ich, die ich eine politische Diskussion sehr schnell emotional und lautstärkenmässig eskalieren lassen kann..... ask my family.
Ich wusste also, dass es überlebensnotwendig für alle Beteiligten war, wenn ich in diesem Haus gar nicht erst zu diskutieren anfange. Dies bedeutete für mich oft: Rückzug in mein Zimmer..... Mit der Zeit konnte ich es besser nehmen, und liess mir auch einige ihrer Standpunkte erklären. Ich verstand ihre Gedankengänge, aber fand sie natürlich realitätsfremd.
Auch in der Schule und in der Gemeinde wurde ich immer wieder schockiert. Ich merkte immer mehr, wie sehr ich Europäerin bin und die AmerikanerInnen AmerikanerInnen. Dinge wie Irakkrieg, Terrorismus, Waffen und Waffengesetze (RepublikanerInnen und Tea Party Leute nennen das "Waffenkontrolle"), Obama, Krankenkasse, Steuern,... Was ich überall und jederzeit sah, auch von Leiterinnen und Leitern, die ich äusserst ehre und liebe: Alles staatliche kann eine sozialistische Bedrohung sein, Gesetze zerstören Eigenverantwortung, obligatorische Krankenkasse ist der Anfang vom Untergang der USA, den freien Waffenzugang einschränken zu wollen sowie jegliche polizeiliche Verkehrskontrollen sind Kontrollstaat und beginnender Kommunismus, und alle Steuern sind vom Teufel.
Ahhh..... jetzt brauche ich 10 Minuten Meditation auf dem See.
...
ok. Ich kann nicht ewig so weiterfahren, weil der Blogeintrag sonst ewig dauert. Aber die gute Nachricht ist: Nach drei Jahren habe ich definitiv ein tieferes Verständnis - ja, Verständnis! - für obige Sichtweisen, auch wenn es nicht meine Sichtweisen sind. Aber ich verstehe, wo sie herkommen, und ich kann sogar eingestehen, dass gewisse (ganz wenige, hahaha) Gedankengänge auch Sinn machen. Mein Horizont ist definitiv erweitert. Alle EuropäerInnen haben jetzt Angst, ich werde zur FDP übertreten. NEIN.
Etwas anderes, was mir gut tut, ist zu wissen, dass Jesus über dem allem steht. Wir können unterschiedliche Meinungen haben und uns trotzdem lieben. Ich bin es noch am lernen, in politischer Hinsicht. Aber ich weiss, dass es geht.
Zum Abschluss drei Höhepunkte:
- Ein Schweizer Student, der auch hier ist, gehört in der Schweiz einer rechts-aussen Partei an. Was mich schockierte, denn er war und ist mir äusserst sympatisch. Er fragte mich nach meinen Ansichten zum Asylwesen. Nachdem ich Auskunft gegeben hatte, fragte ich ihn nach seinen Ansichten, obwohl ich Angst hatte, nicht damit umgehen zu können. Aber dann begann er zu erzählen, und ich merkte, dass sein Herz völlig den Menschen - allen Menschen - zugewandt ist, und dass er alle Menschen liebt. Aber dass er gewisse Dinge anders zu lösen versuchen würde. Wow!
- Kurz vor dem Wahlen erzählte eine Leiterin dieser Gemeinde in einem Kurs, dass sie seit immer und ewig registrierte Republikanerin sei. Aber sie habe über diese Wahlen gebetet und werde am Wahltag selbst zur Urne fahren, dort den Heiligen Geist fragen, wen sie wählen soll, und das dann tun, sogar wenn es Obama wäre. Denn nur Gott wisse, welcher der beiden Männer sein Herz in Zukunft für Jesus öffnen werde.
- Eine gute Bekannte von mir, ebenfalls seit sie denken kann Republikanerin, war vor den Wahlen intensiv am beten, dass ein Republikaner gewinnt. Als sie von Obamas Sieg erfuhr, begann sie zu weinen und dachte echt, das sei der Anfang vom Untergang!! Aber dann begann sie, mit Gott zu connecten, und ihr Herz veränderte sich radikal, und seit dem habe ich sie schon mehrmals aufrichtig und voller Liebe FÜR Präsident Obama beten hören.
Trotzdem gut, kann ich wieder in ein Land wohnen gehen, wo nicht jeder Zweite eine Pistole auf sich trägt.
Labels:
Frau SAW,
Leben Mit Menschen,
Redding,
Reisen,
Weltgeschehen
Samstag, April 27, 2013
In der Hitze die Kühle des Tages umarmen
TRANSITION!!!
Wieder einmal eine Übergangszeit. Von Kalifornien in die Schweiz, aus einer Schule bzw. einem Praktikum zu einer Arbeitsstelle, aus dem Single-Leben-in-Fernbeziehung - schliesslich lebe ich ja nebst skypen ein ziemlich unabhängiges Leben - hin zu Zusammen-Wohnung-einrichten und die letzten drei Monate Hochzeitsvorbereitung. Von 35° Sommer zu 10°-30°-es-wechselt-jeden-Tag-Sommer. Von Wieland zu Guida. Von Freundin zu Frau. Von Ausländerin zu Schweizerin.
Man könnte versuchen, es zu verdrängen, aber das lässt den unbewussten Stresspegel dennoch stetig raufsteigen. Somit bleibt nur das Umarmen. Wie schön, "Umarmen". Embracing the transition. Das drückt sich aus in: Jeden Morgen die Kolibris vor dem Fenster bestaunen und auf dem Weg zum Briefkasten bewusst die Sonne und Wärme geniessen, gleichzeitig jeden Tag etwas mehr erledigen, wie z.B. Wohnung kündigen, Auto-Verkaufspreis errechnen, noch einen letzten Ausflug zum See planen.
Ich möchte gähnen können, aber es geht nicht. Somit bleibe ich im Zustand zwischen genug Luft zum Leben haben aber nicht genug zum Atmen.
Tief Luft holen: Schlafen gehen mitten am Nachmittag. Ein neues Buch zu lesen beginnen. An ein Fussballturnier gehen. Einen Bio-Bison-Burger essen gehen, schon nur wegen der Alliteration. Und jetzt konnte ich auch gähnen.
Etwas abschliessen bedeutet auch, neue Pläne zu schmieden oder Raum für neue Ideen zu haben. Soll ich jetzt eine Vernuftsentscheidung machen, und etwas "Richtiges" studieren gehen, oder soll ich das richtige tun und ein Künstlerleben umarmen? Ich sehe, wie Menschen um mich herum etwas Richtiges lernen und arbeiten, und dennoch keine Sicherheit oder nicht unbedingt daraus folgend einen Lebenssinn erfahren. First world problems, ich weiss. Das gut tun, was vor mir liegt. Träume träumen, die gross genug sind, damit ich sie ohne göttliches Wirken nicht ausleben kann. Der Herr wandelte im Garten, als der Tag kühl war, und ich wandle mit Ihm, bleibe cool und plane, coole Dinge zu tun.
Wieder einmal eine Übergangszeit. Von Kalifornien in die Schweiz, aus einer Schule bzw. einem Praktikum zu einer Arbeitsstelle, aus dem Single-Leben-in-Fernbeziehung - schliesslich lebe ich ja nebst skypen ein ziemlich unabhängiges Leben - hin zu Zusammen-Wohnung-einrichten und die letzten drei Monate Hochzeitsvorbereitung. Von 35° Sommer zu 10°-30°-es-wechselt-jeden-Tag-Sommer. Von Wieland zu Guida. Von Freundin zu Frau. Von Ausländerin zu Schweizerin.
Man könnte versuchen, es zu verdrängen, aber das lässt den unbewussten Stresspegel dennoch stetig raufsteigen. Somit bleibt nur das Umarmen. Wie schön, "Umarmen". Embracing the transition. Das drückt sich aus in: Jeden Morgen die Kolibris vor dem Fenster bestaunen und auf dem Weg zum Briefkasten bewusst die Sonne und Wärme geniessen, gleichzeitig jeden Tag etwas mehr erledigen, wie z.B. Wohnung kündigen, Auto-Verkaufspreis errechnen, noch einen letzten Ausflug zum See planen.
Ich möchte gähnen können, aber es geht nicht. Somit bleibe ich im Zustand zwischen genug Luft zum Leben haben aber nicht genug zum Atmen.
Tief Luft holen: Schlafen gehen mitten am Nachmittag. Ein neues Buch zu lesen beginnen. An ein Fussballturnier gehen. Einen Bio-Bison-Burger essen gehen, schon nur wegen der Alliteration. Und jetzt konnte ich auch gähnen.
Etwas abschliessen bedeutet auch, neue Pläne zu schmieden oder Raum für neue Ideen zu haben. Soll ich jetzt eine Vernuftsentscheidung machen, und etwas "Richtiges" studieren gehen, oder soll ich das richtige tun und ein Künstlerleben umarmen? Ich sehe, wie Menschen um mich herum etwas Richtiges lernen und arbeiten, und dennoch keine Sicherheit oder nicht unbedingt daraus folgend einen Lebenssinn erfahren. First world problems, ich weiss. Das gut tun, was vor mir liegt. Träume träumen, die gross genug sind, damit ich sie ohne göttliches Wirken nicht ausleben kann. Der Herr wandelte im Garten, als der Tag kühl war, und ich wandle mit Ihm, bleibe cool und plane, coole Dinge zu tun.
Labels:
Frau SAW,
Gott und Bliss,
Ja ich bin eine Vier,
Random,
Redding,
Reisen,
Weltgeschehen
Mittwoch, April 17, 2013
Gedanken zur Verhütung, und zum Leben allgemein
In vier Monaten heirate ich. Zeit also, sich ausgiebiger mit der Frage der Verhütung auseinanderzusetzen. Würde ich hormonell verhüten wollen, wäre es sinnvoll, schon einige Monate vorher anzufangen, damit der Körper umstellen und sich daran gewöhnen kann. Bei der natürlichen Verhütung muss sich nicht der Körper an etwas gewöhnen, sondern ich mich an den Körper.
Ich habe früher die Pille genommen, weil ich sehr starke Blutungen und Schmerzen hatte. Ich nahm in wenigen Wochen 8 Kilo zu. Heutzutage sind die Verhütungspillen besser dosiert, was Nebeneffekte angeht, aber noch immer höre oder lese ich von Frauen, die sich über Nebenwirkungen wie Migräne, Gewichtszunahme, abnehmende Libido oder weniger starke Emotionen - sowohl negative wie auch positive - beklagen. Weitere Verhütungsmethoden sind entweder in der Kategorie Barriere: Kondome, oder aber in der anderen, meist hormonellen, Gruppe: Nuva-Ring, Spirale/Kupferspirale, Stäbchen, oder Dreimonatsspritze. Plus noch vereinzelte andere, mit hohem Pearl-Index (hohe "Versagerquote").
Was Gianni und ich im Zuge unserer ausgiebigen (!) Nachforschungen herausgefunden haben, hat uns überrascht und schockiert. Und zwar ist das einerseits, dass anscheinend alle (!) Verhütungsmethoden ausser dem Kondom und der natürlichen Verhütung (z.B. sympto-thermal) nicht nur eine Befruchtung verhindern können, sondern sie verhindern auch das Einnisten eines bereits befruchteten Eis, falls es ein Spermium trotz Hormonen/Kupfer bis zum Ei geschafft hat. Was doch immer mal wieder vorkommt...
Hier kommt die Grundsatzfrage: Wo beginnt das Leben? Ist es bei der Befruchtung, wenn Samen und Ei verschmelzen und zwei verschiedene DNA-Stränge zu einem neuen werden? Oder ist es ein paar Stunden später, oder bei der Einnistung in der Gebärmutter, oder erst 12 Wochen danach, oder gar erst bei der Geburt? Für Gianni und mich ist das ein sogenannter "no-brainer": Bei der Befruchtung ist ein klarer Beginn von neuem Leben, und nicht irgendwo später. Für uns ist auch klar, dass ein Töten (oder "abbrechen") solchen Lebens vielleicht weniger qualvoll für das Kind selbst, aber nicht weniger schlimm insgesamt ist, wenn es in den ersten paar Stunden anstatt in den ersten paar Monaten passiert. Denn diese Kombination von DNA, das Wachstum genau dieses Lebens, wird es nach einem "Abbruch" nie mehr wieder geben. Das ist etwas völlig anderes, als wenn das Spermium daran gehindert wird, zum Ei zu kommen, und dabei abstirbt....
Das andere, das uns überrascht und schockiert hat, ist das weit verbreitete Unwissen darüber oder der Unwille, davon wissen zu wollen. Ich spreche hier hauptsächlich von Christen, weil die ja allermeistens pro-life, gegen Abtreibung, sind. Die meisten wissen nichts davon, oder dann will man es nicht wissen, weil es so ungünstig, unbequem ist.
Mehr ins Thema reinzugehen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, aber ich habe viele Stunden nachgeforscht und Artikel gelesen. Ich habe auch ein äusserst gutes Buch über die Pille und deren abtreibende Wirkung, allerdings nur auf englisch und spanisch.
Ich bin mir bewusst, dass dies Wirken kann wie Johannes der Täufer.... Leuten ein schlechtes Gewissen machen etc.. aber seit ich das weiss, kann ich nicht einfach nichts sagen.... eine Frage, die Randy Alcorn in seinem soeben erwähnten Buch gestellt hat, lautet so: Während früher Kinder dem Götzen Moloch geopfert wurden, opfern wir heute Kinder dem Götzen Bequemlichkeit?
Zum Abschluss noch etwas Hoffnungsvolles: Ich bzw. wir haben festgestellt, dass natürliche Familienplanung, also die sympto-thermale Methode, gar nicht so eine komplizierte und mühsame Sache ist, wie ich angenommen hatte. Wenn man es einmal begriffen hat, ist es sehr einfach. Ausserdem ist es äusserst zuverlässig, und hat sogar einen besseren Pearl-Index als alle anderen Verhütungsmethoden! Nichts also mit "Du bist schwanger? Habt ihr natürlich verhütet, hihihi?"..... das trifft höchstens zu, wenn man sich nicht an die "Regeln" der Methode hält. Man muss nur im Zeitraum von Menstruation bis kurz nach dem Eisprung jeden Morgen als allererstes die Temperatur messen, ausserdem den Ausfluss beobachten und notieren, und dann alle Beobachtungen und Messungen nach einem einfach zu erlernenden Prinzip auswerten. Und natürlich in der fruchtbaren Zeit entweder nicht zusammen schlafen, oder halt Kondome benutzen - dann hat man aber den deutlich höheren Pearl-Index von Kondomen. Aber alles in allem finde ich es eine wunderbare Methode, das Schwangerwerden zu steuern. Und es ist auch die einzige Methode, in der beide Partner zusammen beitragen können, indem beide es lernen, eintragen und auswerten können.
Zudem ist Schwangerschaft meiner Meinung nach nicht eine um alles in der Welt zu vermeidende Krankheit, sondern grundsätzlich ein Segen Gottes...schliesslich wäre ich ohne Schwangerschaft ja auch nicht hier... Und die paar Tage, die man fruchtbar ist, abstinent zu sein bzw. Kondome zu benutzen, ist eine völlig andere Art "Opfer", als in Kauf zu nehmen, einzigartiges Leben zu vernichten.
Ich habe früher die Pille genommen, weil ich sehr starke Blutungen und Schmerzen hatte. Ich nahm in wenigen Wochen 8 Kilo zu. Heutzutage sind die Verhütungspillen besser dosiert, was Nebeneffekte angeht, aber noch immer höre oder lese ich von Frauen, die sich über Nebenwirkungen wie Migräne, Gewichtszunahme, abnehmende Libido oder weniger starke Emotionen - sowohl negative wie auch positive - beklagen. Weitere Verhütungsmethoden sind entweder in der Kategorie Barriere: Kondome, oder aber in der anderen, meist hormonellen, Gruppe: Nuva-Ring, Spirale/Kupferspirale, Stäbchen, oder Dreimonatsspritze. Plus noch vereinzelte andere, mit hohem Pearl-Index (hohe "Versagerquote").
Was Gianni und ich im Zuge unserer ausgiebigen (!) Nachforschungen herausgefunden haben, hat uns überrascht und schockiert. Und zwar ist das einerseits, dass anscheinend alle (!) Verhütungsmethoden ausser dem Kondom und der natürlichen Verhütung (z.B. sympto-thermal) nicht nur eine Befruchtung verhindern können, sondern sie verhindern auch das Einnisten eines bereits befruchteten Eis, falls es ein Spermium trotz Hormonen/Kupfer bis zum Ei geschafft hat. Was doch immer mal wieder vorkommt...
Hier kommt die Grundsatzfrage: Wo beginnt das Leben? Ist es bei der Befruchtung, wenn Samen und Ei verschmelzen und zwei verschiedene DNA-Stränge zu einem neuen werden? Oder ist es ein paar Stunden später, oder bei der Einnistung in der Gebärmutter, oder erst 12 Wochen danach, oder gar erst bei der Geburt? Für Gianni und mich ist das ein sogenannter "no-brainer": Bei der Befruchtung ist ein klarer Beginn von neuem Leben, und nicht irgendwo später. Für uns ist auch klar, dass ein Töten (oder "abbrechen") solchen Lebens vielleicht weniger qualvoll für das Kind selbst, aber nicht weniger schlimm insgesamt ist, wenn es in den ersten paar Stunden anstatt in den ersten paar Monaten passiert. Denn diese Kombination von DNA, das Wachstum genau dieses Lebens, wird es nach einem "Abbruch" nie mehr wieder geben. Das ist etwas völlig anderes, als wenn das Spermium daran gehindert wird, zum Ei zu kommen, und dabei abstirbt....
Das andere, das uns überrascht und schockiert hat, ist das weit verbreitete Unwissen darüber oder der Unwille, davon wissen zu wollen. Ich spreche hier hauptsächlich von Christen, weil die ja allermeistens pro-life, gegen Abtreibung, sind. Die meisten wissen nichts davon, oder dann will man es nicht wissen, weil es so ungünstig, unbequem ist.
Mehr ins Thema reinzugehen würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, aber ich habe viele Stunden nachgeforscht und Artikel gelesen. Ich habe auch ein äusserst gutes Buch über die Pille und deren abtreibende Wirkung, allerdings nur auf englisch und spanisch.
Ich bin mir bewusst, dass dies Wirken kann wie Johannes der Täufer.... Leuten ein schlechtes Gewissen machen etc.. aber seit ich das weiss, kann ich nicht einfach nichts sagen.... eine Frage, die Randy Alcorn in seinem soeben erwähnten Buch gestellt hat, lautet so: Während früher Kinder dem Götzen Moloch geopfert wurden, opfern wir heute Kinder dem Götzen Bequemlichkeit?
Zum Abschluss noch etwas Hoffnungsvolles: Ich bzw. wir haben festgestellt, dass natürliche Familienplanung, also die sympto-thermale Methode, gar nicht so eine komplizierte und mühsame Sache ist, wie ich angenommen hatte. Wenn man es einmal begriffen hat, ist es sehr einfach. Ausserdem ist es äusserst zuverlässig, und hat sogar einen besseren Pearl-Index als alle anderen Verhütungsmethoden! Nichts also mit "Du bist schwanger? Habt ihr natürlich verhütet, hihihi?"..... das trifft höchstens zu, wenn man sich nicht an die "Regeln" der Methode hält. Man muss nur im Zeitraum von Menstruation bis kurz nach dem Eisprung jeden Morgen als allererstes die Temperatur messen, ausserdem den Ausfluss beobachten und notieren, und dann alle Beobachtungen und Messungen nach einem einfach zu erlernenden Prinzip auswerten. Und natürlich in der fruchtbaren Zeit entweder nicht zusammen schlafen, oder halt Kondome benutzen - dann hat man aber den deutlich höheren Pearl-Index von Kondomen. Aber alles in allem finde ich es eine wunderbare Methode, das Schwangerwerden zu steuern. Und es ist auch die einzige Methode, in der beide Partner zusammen beitragen können, indem beide es lernen, eintragen und auswerten können.
Zudem ist Schwangerschaft meiner Meinung nach nicht eine um alles in der Welt zu vermeidende Krankheit, sondern grundsätzlich ein Segen Gottes...schliesslich wäre ich ohne Schwangerschaft ja auch nicht hier... Und die paar Tage, die man fruchtbar ist, abstinent zu sein bzw. Kondome zu benutzen, ist eine völlig andere Art "Opfer", als in Kauf zu nehmen, einzigartiges Leben zu vernichten.
Dienstag, April 09, 2013
Echt und glaubwürdig, wie Kinder, die man ja genau deswegen so liebt
Die Kinder von Jesus, äh, von Juleen sind DIE BESTEN! Oh my goodness! Ich habe mich von der ersten Sekunde an in sie verliebt. Die Mutter erzieht sie tatsächlich nach dem Danny Silk "Wahlmöglichkeiten"-Modell, von Geburt an, und es funktioniert bestens, sagt sie! Ich sah es selbst auch. "Ich will nicht ins Bett!!!!!" - "Möchtest du selbst ins Zimmer laufen, oder getragen werden?" - Kind läuft ins Zimmer. Vorher aber spielten wir tausend lustige Spiele, und tobten uns im Malbuch aus: Grüne Sonne, blaue Bäume, und ab und zu ein bemalter echter Stuhl. Der dann auch gleich wieder geputzt wurde. Es war wunderschön! Ich werde sicher im April noch ein paarmal gehen, und dann ist schon Geld zusammengekommen, so dass ein Babysitter fast einen Monat lang da sein kann. Wow wow wow!! So gut!
Ausserdem besuche ich zur Zeit die dreitägige "Believability School", also Glaubwürdigkeitsschule. Ich hab zwar jetzt fast drei Jahre hier verbracht, aber kämpfe immer noch sehr mit Dingen wie Negativität, verletzenden Aussagen, die aus Unsicherheit heraus kommen, mit schnell gestresst werden und auch ab und zu mit der Angst, was, wenn die Leute, die mich lieben, mich plötzlich nicht mehr lieben? - all dem wollte ich unbedingt noch vor dem Sommer zu Leibe rücken. Nichts besseres also als diese Schule. Es geht nämlich um das, was wir glauben. Und um die Wichtigkeit von dem, was wir glauben. Wenn ich glaube, dass ich nicht liebenswert bin, unsozial und pessimistisch, dann....wie verhalte ich mich dann? Genau, nicht liebenswert, unsozial und pessimistisch. Oder aber, ich versuche mit aller Kraft, mich liebenswert zu verhalten, und tue alles mögliche dafür, nur um zu merken, dass ich nicht genug Kraft habe, dieses Bild aufrechtzuerhalten. Perfektionismus, Angst vor Schwäche oder Fehlern, hohe Erwartungshaltung an mich und andere,... Wie viel besser ist es, das Hirn umzutrainieren. Zum Beispiel, wenn ich abends zu Bett gehe, im Kopf nochmal den Tag durchgehen und bewusst nach Beispielen suchen, die das bestätigen, was die Bibel über mich sagt. Zum Beispiel, dass ich geliebt bin: Oh ja stimmt, heute haben mir bestimmt 7 verschiedene Leute gesagt, sie freuen sich, mich zu sehen! Wenn ich jetzt diese Übung nicht machen würde, dann würde ich mich nicht mehr dran erinnern.
Das sind alles Beispiele! Aus meinem Leben, ja, aber natürlich etwas überzeichnet. Aber echt.
An dieser Schule liessen sie auch während etwa 15 Minuten Soaking Musik laufen und liessen uns Zeit mit Jesus verbringen, an einem Fantasieort. Ich war zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Einschlafen und ausserdem unter starken Bauchschmerzen leidend, also überhaupt nicht in "Encounter"-Stimmung. Aber ich schaffte es, Jesus zwei Fragen zu stellen, und seine Antworten revolutionierten mein ganzes Leben! Bam!! So einfach ist es! Da kämpfe ich über ein Jahr lang mit der Angst, vielleicht plötzlich nicht mehr geliebt zu werden, und dann erklärt mir Jesus etwas, und innerhalb von zwei Sekunden ist alles komplett anders. So einfach.
Wir wurden auch angeleitet, in dieser Zeit Vater Gott zu fragen, was er über uns denkt. Ich hörte Vater Gott einige wunderbare Dinge sagen. Im Anschluss erhielten wir alle einen Spiegel und einen Marker, und sollten das, was Gott über uns gesagt hatte, auf den Spiegel schreiben. I love it! Bloss, wenn ich jetzt erzählen würde, welches Wort Vater Gott benutzt hat für mich, würde mir das niemand glauben. Hahaha. Es ist auf meinem Spiegel und bereitet mir grosse Freude.
Ausserdem besuche ich zur Zeit die dreitägige "Believability School", also Glaubwürdigkeitsschule. Ich hab zwar jetzt fast drei Jahre hier verbracht, aber kämpfe immer noch sehr mit Dingen wie Negativität, verletzenden Aussagen, die aus Unsicherheit heraus kommen, mit schnell gestresst werden und auch ab und zu mit der Angst, was, wenn die Leute, die mich lieben, mich plötzlich nicht mehr lieben? - all dem wollte ich unbedingt noch vor dem Sommer zu Leibe rücken. Nichts besseres also als diese Schule. Es geht nämlich um das, was wir glauben. Und um die Wichtigkeit von dem, was wir glauben. Wenn ich glaube, dass ich nicht liebenswert bin, unsozial und pessimistisch, dann....wie verhalte ich mich dann? Genau, nicht liebenswert, unsozial und pessimistisch. Oder aber, ich versuche mit aller Kraft, mich liebenswert zu verhalten, und tue alles mögliche dafür, nur um zu merken, dass ich nicht genug Kraft habe, dieses Bild aufrechtzuerhalten. Perfektionismus, Angst vor Schwäche oder Fehlern, hohe Erwartungshaltung an mich und andere,... Wie viel besser ist es, das Hirn umzutrainieren. Zum Beispiel, wenn ich abends zu Bett gehe, im Kopf nochmal den Tag durchgehen und bewusst nach Beispielen suchen, die das bestätigen, was die Bibel über mich sagt. Zum Beispiel, dass ich geliebt bin: Oh ja stimmt, heute haben mir bestimmt 7 verschiedene Leute gesagt, sie freuen sich, mich zu sehen! Wenn ich jetzt diese Übung nicht machen würde, dann würde ich mich nicht mehr dran erinnern.
Das sind alles Beispiele! Aus meinem Leben, ja, aber natürlich etwas überzeichnet. Aber echt.
An dieser Schule liessen sie auch während etwa 15 Minuten Soaking Musik laufen und liessen uns Zeit mit Jesus verbringen, an einem Fantasieort. Ich war zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Einschlafen und ausserdem unter starken Bauchschmerzen leidend, also überhaupt nicht in "Encounter"-Stimmung. Aber ich schaffte es, Jesus zwei Fragen zu stellen, und seine Antworten revolutionierten mein ganzes Leben! Bam!! So einfach ist es! Da kämpfe ich über ein Jahr lang mit der Angst, vielleicht plötzlich nicht mehr geliebt zu werden, und dann erklärt mir Jesus etwas, und innerhalb von zwei Sekunden ist alles komplett anders. So einfach.
Wir wurden auch angeleitet, in dieser Zeit Vater Gott zu fragen, was er über uns denkt. Ich hörte Vater Gott einige wunderbare Dinge sagen. Im Anschluss erhielten wir alle einen Spiegel und einen Marker, und sollten das, was Gott über uns gesagt hatte, auf den Spiegel schreiben. I love it! Bloss, wenn ich jetzt erzählen würde, welches Wort Vater Gott benutzt hat für mich, würde mir das niemand glauben. Hahaha. Es ist auf meinem Spiegel und bereitet mir grosse Freude.
Labels:
Frau SAW,
Gott und Bliss,
Leben Mit Menschen
Mittwoch, April 03, 2013
Das Bauchgefühl und der Geist
Wer kennt das nicht: Du hast so ein Gefühl, dass du etwas tun sollst/ mitnehmen/ diese Route wählen sollst, denkst dann aber, nein nein, das macht keinen Sinn, ich mach's anders. Und dann - ! - merkst du plötzlich, hättest du doch...!
Bei ganz einfachen Dingen, wie zum Beispiel heute: Eine Kollegin fragt mich, ob ich ihr einen Rucksack ausleihen könnte für ihren Missionstrip. Ich besitze zwei, einen grossen Tramperrucksack und einen kleineren, für tagsüber, unterwegs. Ich hatte so ein Gefühl, ich solle den kleinen nehmen, oder beide, aber mein Kopf sagte mir: Das ist ein Missionstrip, bestimmt braucht sie einen grösstmöglichen. Ich fuhr mit dem Auto zu ihr, suchte das Haus, klingelte, und sah ihren entgeisterten Blick auf den Rucksack: "Oh....der ist ein bisschen gross.... ich brauch einfach einen für tagsüber, unterwegs...". OK. Nochmal nach Hause, wechseln, zurück zu ihr. Hätte ich doch...
Ich glaube ja, dass das die feine Stimme des Heiligen Geistes ist. Ich höre ihn ja (to hear)... wieviel einfacher wäre das Leben, wenn ich ihm auch zuhören würde (to listen)?
Einmal fuhr ich meine Mitbewohnerin zu Bethel. Als ich wieder losfuhr, hatte ich das Gefühl, ich solle anhalten. Ich fuhr davon. Unten am Hügel hatte ich das starke Gefühl, ich solle anhalten und auf mein Handy schauen. Ich fuhr weiter und nach Hause. Kaum hatte ich geparkt, schaute ich auf mein Phone, und hatte etwa vier Anrufe meiner Mitbewohnerin darauf. Ich rief sie zurück, und sie entschuldigte sich sehr, aber sagte, sie möchte lieber nach Hause, da sie sich nicht so gut fühle, und sie sei mir bei Bethel noch hinterhergerannt, aber ich habe sie wohl nicht gesehen.
Einmal hingegen war ich im Trader Joe's, und kaufte mir ein Sandwich. Ich hatte das Gefühl, ich solle mir noch ein zweites kaufen, was überhaupt keinen Sinn machte. Aber ich kaufte es. Kaum kam ich nach Hause, kam auch meine Mitbewohnerin nach Hause, seufzte, sie müsse sogleich wieder los, und habe nicht mal Zeit, etwas zu essen. Ob sie ein Sandwich wolle?, fragte ich. Sie fragte nach, "wirklich?", und ob ich denn das Sandwich nicht selbst wolle? - es war perfekt.
Ich kenne zwei Leute, die reich geworden sind, weil sie beim Investieren immer auf dieses "Gefühl", also den Heiligen Geist, hören, und manchmal in Dinge investieren, die überhaupt keinen Sinn machten. Aber kurz danach verdoppelte sich gerade deren Wert!
Manchmal klappte das auch beim arbeiten: Es hat dunkle Regenwolken, aber es ist unsicher. Soll ich zum Mittagessen draussen aufdecken oder drinnen? Ich frage den Heiligen Geist, habe das Gefühl, es regne in 40 Minuten, decke somit für die ersten Gäste draussen auf, für die späteren drinnen. Und tatsächlich - nach etwa 40 Minuten beginnt es zu regnen. Oder ich hasse es, wenn ich die Abendgäste zu früh oder zu spät frage, ob sie noch ein Dessert möchten. Also frage ich manchmal den Heiligen Geist, ob ich sie schon fragen soll. Und ich hatte eine wirklich verblüffende Erfolgsquote: Wenn ich Ihn nicht gefragt hatte und dann die Gäste fragte, antworteten sie oft: "Nein, wir sind zu voll", oder "wir müssen auf den Zug". Wenn ich hingegen auf die feine Stimme hörte, sagten die Gäste oft so etwas wie "oh, ja, das ist eine gute Idee".
Bei ganz einfachen Dingen, wie zum Beispiel heute: Eine Kollegin fragt mich, ob ich ihr einen Rucksack ausleihen könnte für ihren Missionstrip. Ich besitze zwei, einen grossen Tramperrucksack und einen kleineren, für tagsüber, unterwegs. Ich hatte so ein Gefühl, ich solle den kleinen nehmen, oder beide, aber mein Kopf sagte mir: Das ist ein Missionstrip, bestimmt braucht sie einen grösstmöglichen. Ich fuhr mit dem Auto zu ihr, suchte das Haus, klingelte, und sah ihren entgeisterten Blick auf den Rucksack: "Oh....der ist ein bisschen gross.... ich brauch einfach einen für tagsüber, unterwegs...". OK. Nochmal nach Hause, wechseln, zurück zu ihr. Hätte ich doch...
Ich glaube ja, dass das die feine Stimme des Heiligen Geistes ist. Ich höre ihn ja (to hear)... wieviel einfacher wäre das Leben, wenn ich ihm auch zuhören würde (to listen)?
Einmal fuhr ich meine Mitbewohnerin zu Bethel. Als ich wieder losfuhr, hatte ich das Gefühl, ich solle anhalten. Ich fuhr davon. Unten am Hügel hatte ich das starke Gefühl, ich solle anhalten und auf mein Handy schauen. Ich fuhr weiter und nach Hause. Kaum hatte ich geparkt, schaute ich auf mein Phone, und hatte etwa vier Anrufe meiner Mitbewohnerin darauf. Ich rief sie zurück, und sie entschuldigte sich sehr, aber sagte, sie möchte lieber nach Hause, da sie sich nicht so gut fühle, und sie sei mir bei Bethel noch hinterhergerannt, aber ich habe sie wohl nicht gesehen.
Einmal hingegen war ich im Trader Joe's, und kaufte mir ein Sandwich. Ich hatte das Gefühl, ich solle mir noch ein zweites kaufen, was überhaupt keinen Sinn machte. Aber ich kaufte es. Kaum kam ich nach Hause, kam auch meine Mitbewohnerin nach Hause, seufzte, sie müsse sogleich wieder los, und habe nicht mal Zeit, etwas zu essen. Ob sie ein Sandwich wolle?, fragte ich. Sie fragte nach, "wirklich?", und ob ich denn das Sandwich nicht selbst wolle? - es war perfekt.
Ich kenne zwei Leute, die reich geworden sind, weil sie beim Investieren immer auf dieses "Gefühl", also den Heiligen Geist, hören, und manchmal in Dinge investieren, die überhaupt keinen Sinn machten. Aber kurz danach verdoppelte sich gerade deren Wert!
Manchmal klappte das auch beim arbeiten: Es hat dunkle Regenwolken, aber es ist unsicher. Soll ich zum Mittagessen draussen aufdecken oder drinnen? Ich frage den Heiligen Geist, habe das Gefühl, es regne in 40 Minuten, decke somit für die ersten Gäste draussen auf, für die späteren drinnen. Und tatsächlich - nach etwa 40 Minuten beginnt es zu regnen. Oder ich hasse es, wenn ich die Abendgäste zu früh oder zu spät frage, ob sie noch ein Dessert möchten. Also frage ich manchmal den Heiligen Geist, ob ich sie schon fragen soll. Und ich hatte eine wirklich verblüffende Erfolgsquote: Wenn ich Ihn nicht gefragt hatte und dann die Gäste fragte, antworteten sie oft: "Nein, wir sind zu voll", oder "wir müssen auf den Zug". Wenn ich hingegen auf die feine Stimme hörte, sagten die Gäste oft so etwas wie "oh, ja, das ist eine gute Idee".
Montag, März 11, 2013
Lieber 10 Jahre bauern als einen Tag lang mauern.
Nebst tausend Fragen, die ich ständig habe, vor allem über Tod/Leben, beschäftigen mich vor allem die verschiedenen Persönlichkeitsstile. Ich liebe es, mich selbst und andere besser kennenzulernen. Es ist die Lösung für alle Probleme! So fühlt es sich an für mich.. Soeben hatten zwei mir nahe stehende Menschen und ich ein etwa dreistündiges Gespräch wegen eines einzelnen Vorfalles gestern, der nur etwa 10 Minuten lang war. Aber schon nur in diesen 10 Minuten schaffte ich es, Gefühle und Herzen zu verletzen, obwohl ich das niemals möchte. Und gleichzeitig fühlte ich mich komplett unverstanden, was die anderen überhaupt nicht wollten. Es brauchte viel viel Zeit, sich einander zu erklären, sich in die andere Person hineinzuversetzen zu versuchen, einander um Vergebung zu bitten. Das ist schon mal super, aber es ist noch nicht alles gelöst damit. Was tun mit der Angst, "was wenn wieder so etwas passiert?". Dann weiss man um die verschiedenen Persönlichkeitsstile. Einigen fällt es sehr schwer, mitzuteilen, dass sie sich verletzt und überfahren fühlen, wenn sie in der Situation sind. Dabei würde das schon so viel helfen. Andere (ich) schaffen es trotz bestem Willen einfach nicht, sich zuerst zu beruhigen und danach zu reden - und verletzen so Herzen, obwohl es 5 Minuten später, wenn die Emotionen runtergekühlt sind, schon anders aussehen würde. Da nützt es nichts, wenn ich meinem Gegenüber sage "sag mir doch einfach im Moment, was es in dir auslöst", oder wenn mir mein Gegenüber rät, "warte mit reden, bis du dich beruhigt hast". Wir sind anders "verdrahtet" innen, funktionieren unterschiedlich.
Gleichzeitig gilt "Ich vermag ALLES durch den, der mich stark macht, Christus". Ich bin mächtig, kraftvoll. Ich bin in Kontrolle. Ich handle, ich reagiere nicht. Ich bin nicht Opfer.
Die Schachtel "Disc-D" oder "introvertiert" gibt es nicht, damit man sich darin einbunkert. Aber zur gleichen Zeit ist man so geschaffen.
Es ist eine wunderbare Spannung, und ohne Spannung wären wir schon längst in uns zusammengefallen und tot.
Das allerallerallerallerallerbeste ist es, kommunizieren zu können, verletzbar zu sein, auch mal vor FreundInnen zu weinen, Schwäche zu zeigen, um Hilfe zu bitten, und positive Dinge über sich auszusprechen wie "I am powerful". Es ist ein Prozess, aber der besteht aus Kommunikation, und daraus dass wir wissen, wir wollen unsere Beziehung beschützen. Wir sind nicht gegeneinander, sondern haben beide dasselbe Ziel. Und ich rede jetzt hier nicht nur von Gianni und mir, sondern auch von Mitbewohnerinnen, Freunden und ArbeitskollegInnen. Ich bin so dankbar, dass ich umgeben bin von Menschen, die auch diese Ziele haben und kommunizieren, und deren Ziel es auch ist, Mauern abzubauen und verletzbar zu sein. Es ist das grösste Geschenk, das ich je bekommen habe!
Gleichzeitig gilt "Ich vermag ALLES durch den, der mich stark macht, Christus". Ich bin mächtig, kraftvoll. Ich bin in Kontrolle. Ich handle, ich reagiere nicht. Ich bin nicht Opfer.
Die Schachtel "Disc-D" oder "introvertiert" gibt es nicht, damit man sich darin einbunkert. Aber zur gleichen Zeit ist man so geschaffen.
Es ist eine wunderbare Spannung, und ohne Spannung wären wir schon längst in uns zusammengefallen und tot.
Das allerallerallerallerallerbeste ist es, kommunizieren zu können, verletzbar zu sein, auch mal vor FreundInnen zu weinen, Schwäche zu zeigen, um Hilfe zu bitten, und positive Dinge über sich auszusprechen wie "I am powerful". Es ist ein Prozess, aber der besteht aus Kommunikation, und daraus dass wir wissen, wir wollen unsere Beziehung beschützen. Wir sind nicht gegeneinander, sondern haben beide dasselbe Ziel. Und ich rede jetzt hier nicht nur von Gianni und mir, sondern auch von Mitbewohnerinnen, Freunden und ArbeitskollegInnen. Ich bin so dankbar, dass ich umgeben bin von Menschen, die auch diese Ziele haben und kommunizieren, und deren Ziel es auch ist, Mauern abzubauen und verletzbar zu sein. Es ist das grösste Geschenk, das ich je bekommen habe!
Labels:
Frau SAW,
Ja ich bin eine Vier,
Leben Mit Menschen
Freitag, März 01, 2013
*** !!! 1000 !!! ***
Im Herbst 2004 fing ich mit diesem Blog an. Cee war mein Name, einige KollegInnen kannten mich nur so, und 3000 war die Postleitzahl meiner Stadt. Ich war noch nicht mal 22 und hatte soeben einige Monate Arbeitslosigkeit hinter mir. Ich war gerade daran, aus einer posttraumatischen Depression, oder wie auch immer man das nennen will, zu kommen, hatte aber noch nicht mal meine wunderbare Psychotherapie angefangen. In den zwei Jahren vorher waren zu viele schreckliche Sachen passiert. Es kam soweit, dass ich sogar mitten in der Arbeit einfach so zu weinen begann. Und noch traurigere Sachen.. Ausserdem schaffte ich es nicht, mich arbeitslos zu melden, und somit lebte ich einfach von dem, was gerade da war, manchmal waren das weniger als ein Franken pro Tag... Aber übrigens hatte ich zweimal am 1.Tag des Monats ein Couvert im Briefkasten, von je einer anderen Freundin, mit exakt dem Betrag der fälligen Miete darin. Wow!!! Anyway..
Heute ist Frühling 2013, ich wurde kürzlich 30, bin seit einiger Zeit die glücklichste Frau der Welt, und heirate in 169 Tagen und fünf Stunden den besten, liebsten, und schönsten Mann der ganzen Welt. Ich lebe seit zweieinhalb Jahren in der zweitsonnigsten Stadt der USA, und schreibe an einem Buch.
Was für ein Kontrast. Mich erfüllt eine so grosse Dankbarkeit, dass ich fast nicht mehr schreiben kann.
Was brachte mich an diesen Ort, an dem ich jetzt bin? Ich war auf der Suche nach einer Heimat, und wo anders ist die Heimat als dort, wo man gerne hingeht? Wo die Sonne durchs Fenster scheint und man Brot bäckt? Ist Heimat nicht dort, wo das Wasser fliesst und Leben wächst? Und wächst Leben nicht dort, wo es sicher ist und Freiheit hat?
Wenn ich einfach so wählen könnte, und tun, was ich zutiefst im Herzen am liebsten möchte, dann würde ich gerne einfach sein und schreiben.
Und weil ich dafür Freiheit brauche, liebe ich meinen Gott so sehr, denn es heisst ja: "Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit".-2.Korinther 3,17
Ich will ein Brief sein, der geschrieben wurde und das mit sich bringt, was in ihm geschrieben steht: "Es ist ja offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, (...), geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens." -2.Korinther 3,3 (und die direkte Fortsetzung ist auch super).
Vor circa zwei Jahren fragte ich Gott, was eigentlich mein Lebensvers sei. Ich hörte Psalm 138,3, und schlug den sofort nach: "An dem Tag, da ich rief, hast du mir geantworet, Du hast mir Mut verliehen, In meine Seele kam Kraft".
Jesus kam in die Welt, um den Armen frohe Botschaft zu verkünden; um zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, um den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes, und um zu trösten alle Trauernden; um den Trauernden von Zion zu verleihen, dass ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider satt eines betrübten Geistes, dass sie genannt werden "Bäume der Gerechtigkeit", eine "Pflanzung des Herrn" zu seinem Ruhm. - Jesaja 61,1-3.
Happy 1'000-ster Eintrag!!!
Heute ist Frühling 2013, ich wurde kürzlich 30, bin seit einiger Zeit die glücklichste Frau der Welt, und heirate in 169 Tagen und fünf Stunden den besten, liebsten, und schönsten Mann der ganzen Welt. Ich lebe seit zweieinhalb Jahren in der zweitsonnigsten Stadt der USA, und schreibe an einem Buch.
Was für ein Kontrast. Mich erfüllt eine so grosse Dankbarkeit, dass ich fast nicht mehr schreiben kann.
Was brachte mich an diesen Ort, an dem ich jetzt bin? Ich war auf der Suche nach einer Heimat, und wo anders ist die Heimat als dort, wo man gerne hingeht? Wo die Sonne durchs Fenster scheint und man Brot bäckt? Ist Heimat nicht dort, wo das Wasser fliesst und Leben wächst? Und wächst Leben nicht dort, wo es sicher ist und Freiheit hat?
Wenn ich einfach so wählen könnte, und tun, was ich zutiefst im Herzen am liebsten möchte, dann würde ich gerne einfach sein und schreiben.
Und weil ich dafür Freiheit brauche, liebe ich meinen Gott so sehr, denn es heisst ja: "Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit".-2.Korinther 3,17
Ich will ein Brief sein, der geschrieben wurde und das mit sich bringt, was in ihm geschrieben steht: "Es ist ja offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, (...), geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens." -2.Korinther 3,3 (und die direkte Fortsetzung ist auch super).
Vor circa zwei Jahren fragte ich Gott, was eigentlich mein Lebensvers sei. Ich hörte Psalm 138,3, und schlug den sofort nach: "An dem Tag, da ich rief, hast du mir geantworet, Du hast mir Mut verliehen, In meine Seele kam Kraft".
Jesus kam in die Welt, um den Armen frohe Botschaft zu verkünden; um zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, um den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes, und um zu trösten alle Trauernden; um den Trauernden von Zion zu verleihen, dass ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider satt eines betrübten Geistes, dass sie genannt werden "Bäume der Gerechtigkeit", eine "Pflanzung des Herrn" zu seinem Ruhm. - Jesaja 61,1-3.
Happy 1'000-ster Eintrag!!!
Samstag, Februar 23, 2013
Lektion 1 ist auch Lektion 55 und 8593.
Kürzlich wurde ich gefragt, was ich hier so am meisten lerne dieses Jahr. Eines der Dinge, die in meinem dritten Jahr hervorgehoben wurden, ist Beziehungen/Persönlichkeitsstile. Nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass wir uns Anfang Schuljahr verlobten, ich dieses Jahr das Zimmer teile und in einer WG wohne, die viel mehr ein Zusammenleben ist, als es die letzten zwei Jahre der Fall war. Zudem wurde mein Knie schon in den ersten Monaten verletzt, so dass ich nicht mehr unabhängig mit dem Velo umherfahren kann seit da.
Warum komme ich nach Redding, wo es Goldstaub und Krebsheilungen gibt, und lerne über Beziehungen? Weil sogar Gott mit sich selbst eine Dreierbeziehung lebt. Und weil Er es so eingerichtet hat, dass Mann und Frau eins werden können. Und weil die zweite Hälfte des obersten und wichtigsten Gebotes lautet "liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Und weil das gesamte Neue Testament voll ist mit dem Aufruf, einander zu lieben.
Ich bin also sachorientiert und schnell in Entscheidungen+Handlungen (meistens zu schnell), und plane eine Hochzeit mit drei Leuten, die alle eher easygoing sind, sich weniger stressen, und die mehr personenorientiert sind. Ich glaube, ich muss das Bild gar nicht mehr weiter malen....
Ich wohne zusammen mit drei Frauen, die alles SEHR gerne VIEL Besuch da haben. Ausserdem sind zwei davon 9 und 6 Jahre jünger als ich, und ihre Kollegen (meistens männlich) auch erst so um die 20. Somit gibt es also viele Abende, an denen eine Gruppe sehr nette junge Menschen in unserer nicht isolierten, dünnwandigen Wohnung sind - und ich bin von meiner Persönlichkeit so, dass ich auftanken bzw. abschalten kann, wenn es ruhig ist und ich allein bin. Weil ich die ganze Zeit Gefühle und Atmosphären von anderen Menschen spüre und noch nicht gelernt habe, damit umzugehen. Resultat: Anspannung, Interessenskonflikt,....
Andere, mir nahestehende Menschen, können wochenlang etwas mit sich herumtragen, es im Kopf und Herzen verarbeiten, und danach kommen klare, gefilterte, angenehme Worte heraus. Bei mir gibt es ein Gefühlserdbeben, das einen Geysir an die hübsche Oberfläche sprudeln lässt, und dann komme ich mit verschiedenen Sieben, fahre durch das aufgewühlte Wasser, und versuche herauszufischen, was Sinn macht. Bloss: Die Menschen, die oben in der Blumenwiese sitzen und kontemplieren, die haben das Erdbeben nicht gespürt und sind dann überfordert mit dem Geysir. Was soll ich tun? Auf 10 zählen nützt da nicht viel..... Wir arbeiten daran. Und soooooo schlimm ist es ja hoffentlich auch nicht.
Das wichtigste, was ich bisher gelernt habe, lautet: Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren. Ruhig erklären, SOBALD man etwas merkt. Dinge bis auf den Grund klären. Einander zu verstehen versuchen, um jeden Preis. "Wenn du das tust, dann fühle ich mich so" anstatt "Du machst das falsch". "Was brauchst du jetzt gerade?" fragen.
Das schönste daran: Es gibt verschiedene "normal". Mein "normal" ist nicht sein "normal", aber sein normal ist auch normal. Und: Ich darf meine Bedürfnisse mitteilen. Und: Ich mache Dinge nicht nicht, weil es ungerecht ist, sondern ich mache sie, weil es das Bedürfnis der Person ist, die ich liebe. Sei es meine Mitbewohnerin oder mein Verlobter.
Und dann, am anderen Ende, hat man eine wunderbar tiefere Verbindung.
Zum Glück lebe ich für immer und ewig; somit habe ich genug Zeit, das zu lernen.
Warum komme ich nach Redding, wo es Goldstaub und Krebsheilungen gibt, und lerne über Beziehungen? Weil sogar Gott mit sich selbst eine Dreierbeziehung lebt. Und weil Er es so eingerichtet hat, dass Mann und Frau eins werden können. Und weil die zweite Hälfte des obersten und wichtigsten Gebotes lautet "liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Und weil das gesamte Neue Testament voll ist mit dem Aufruf, einander zu lieben.
Ich bin also sachorientiert und schnell in Entscheidungen+Handlungen (meistens zu schnell), und plane eine Hochzeit mit drei Leuten, die alle eher easygoing sind, sich weniger stressen, und die mehr personenorientiert sind. Ich glaube, ich muss das Bild gar nicht mehr weiter malen....
Ich wohne zusammen mit drei Frauen, die alles SEHR gerne VIEL Besuch da haben. Ausserdem sind zwei davon 9 und 6 Jahre jünger als ich, und ihre Kollegen (meistens männlich) auch erst so um die 20. Somit gibt es also viele Abende, an denen eine Gruppe sehr nette junge Menschen in unserer nicht isolierten, dünnwandigen Wohnung sind - und ich bin von meiner Persönlichkeit so, dass ich auftanken bzw. abschalten kann, wenn es ruhig ist und ich allein bin. Weil ich die ganze Zeit Gefühle und Atmosphären von anderen Menschen spüre und noch nicht gelernt habe, damit umzugehen. Resultat: Anspannung, Interessenskonflikt,....
Andere, mir nahestehende Menschen, können wochenlang etwas mit sich herumtragen, es im Kopf und Herzen verarbeiten, und danach kommen klare, gefilterte, angenehme Worte heraus. Bei mir gibt es ein Gefühlserdbeben, das einen Geysir an die hübsche Oberfläche sprudeln lässt, und dann komme ich mit verschiedenen Sieben, fahre durch das aufgewühlte Wasser, und versuche herauszufischen, was Sinn macht. Bloss: Die Menschen, die oben in der Blumenwiese sitzen und kontemplieren, die haben das Erdbeben nicht gespürt und sind dann überfordert mit dem Geysir. Was soll ich tun? Auf 10 zählen nützt da nicht viel..... Wir arbeiten daran. Und soooooo schlimm ist es ja hoffentlich auch nicht.
Das wichtigste, was ich bisher gelernt habe, lautet: Kommunizieren, kommunizieren, kommunizieren. Ruhig erklären, SOBALD man etwas merkt. Dinge bis auf den Grund klären. Einander zu verstehen versuchen, um jeden Preis. "Wenn du das tust, dann fühle ich mich so" anstatt "Du machst das falsch". "Was brauchst du jetzt gerade?" fragen.
Das schönste daran: Es gibt verschiedene "normal". Mein "normal" ist nicht sein "normal", aber sein normal ist auch normal. Und: Ich darf meine Bedürfnisse mitteilen. Und: Ich mache Dinge nicht nicht, weil es ungerecht ist, sondern ich mache sie, weil es das Bedürfnis der Person ist, die ich liebe. Sei es meine Mitbewohnerin oder mein Verlobter.
Und dann, am anderen Ende, hat man eine wunderbar tiefere Verbindung.
Zum Glück lebe ich für immer und ewig; somit habe ich genug Zeit, das zu lernen.
Mittwoch, Februar 20, 2013
übernatürlich natürlich
Gestern wachte ich auf mit starken Kopfschmerzen und Schwindel. Den Schwindel hab ich ab und zu, aber Kopfweh ist ungewöhnlich.
Es ist kein Problem für mich, Schmerztabletten zu nehmen. Ich bin da ziemlich pragmatisch eingestellt - Kopfweh? -> Tablette. Aber plötzlich habe ich einen Gedanken, der mich zurückhält.. Moment einmal - wäre das Normale nicht, keine Schmerzen zu haben? Vermutlich ist irgendwas aus dem Normalen rausgefallen. Ernährung, zu wenig getrunken, Schlaf,.... hmm. Ich habe das starke Verlangen, meine Chiropraktikerin anzurufen. Und sie kann mich tatsächlich noch in ihre volle Agenda reinschieben. Eine Stunde später liege ich auf ihrem Tisch. Sie untersucht mich und stellt fest: Es gibt drei Stellen an der Nackenwirbelsäule, die Kopfweh verursachen können. Bei dir sind alle drei verschoben. Zack, zack, zack, noch einige weitere Anpassungen im oberen Rückenbereich, und ich laufe wieder nach Hause. Das Kopfweh wird weniger und weniger, und etwa zwei Stunden später ist es ganz weg.
Als ich so bei ihr auf dem Tisch lag, erzählte ich ihr, dass ich nach Redding gekommen sei, um über übernatürliche Heilung zu lernen, aber erstaunlicherweise lerne ich sehr viel über natürliche Heilung. Ja, sagte sie, sie frage sich oft, warum Gott nicht immer einfach so heile. Aber ihre Vermutung sei, dass es gut sei, wenn wir einander brauchen. Ich fand das einen schönen Gedanken. Füreinander beten, einander segnen, ermutigen und erinnern, und einander chiropraktisch und anderweitig heilen.
Und übrigens hat meine Chiropraktikerin zuerst für mich gebetet, und mich danach behandelt. Yes!
Ich bin soooooo ein Fan von Chiropraktik. Ich finde, es ist eine der besten Erfindungen nebst Schlaf, Velos, Pizza und Müesli.
Es folgen weitere Gesundheitsbeiträge.
Es ist kein Problem für mich, Schmerztabletten zu nehmen. Ich bin da ziemlich pragmatisch eingestellt - Kopfweh? -> Tablette. Aber plötzlich habe ich einen Gedanken, der mich zurückhält.. Moment einmal - wäre das Normale nicht, keine Schmerzen zu haben? Vermutlich ist irgendwas aus dem Normalen rausgefallen. Ernährung, zu wenig getrunken, Schlaf,.... hmm. Ich habe das starke Verlangen, meine Chiropraktikerin anzurufen. Und sie kann mich tatsächlich noch in ihre volle Agenda reinschieben. Eine Stunde später liege ich auf ihrem Tisch. Sie untersucht mich und stellt fest: Es gibt drei Stellen an der Nackenwirbelsäule, die Kopfweh verursachen können. Bei dir sind alle drei verschoben. Zack, zack, zack, noch einige weitere Anpassungen im oberen Rückenbereich, und ich laufe wieder nach Hause. Das Kopfweh wird weniger und weniger, und etwa zwei Stunden später ist es ganz weg.
Als ich so bei ihr auf dem Tisch lag, erzählte ich ihr, dass ich nach Redding gekommen sei, um über übernatürliche Heilung zu lernen, aber erstaunlicherweise lerne ich sehr viel über natürliche Heilung. Ja, sagte sie, sie frage sich oft, warum Gott nicht immer einfach so heile. Aber ihre Vermutung sei, dass es gut sei, wenn wir einander brauchen. Ich fand das einen schönen Gedanken. Füreinander beten, einander segnen, ermutigen und erinnern, und einander chiropraktisch und anderweitig heilen.
Und übrigens hat meine Chiropraktikerin zuerst für mich gebetet, und mich danach behandelt. Yes!
Ich bin soooooo ein Fan von Chiropraktik. Ich finde, es ist eine der besten Erfindungen nebst Schlaf, Velos, Pizza und Müesli.
Es folgen weitere Gesundheitsbeiträge.
Donnerstag, Januar 03, 2013
schon wieder ein Gesundheitseintrag
Ein Leben ohne Velofahren. Wer hätte das gedacht. Da macht man Sport wie verrückt, indem man überall hin mit dem Velo fährt, und dann streikt das Knie. Dafür lerne ich u viel. Wie schon in einem früheren Eintrag geschildert. Zum Beispiel begann ich mit gezieltem Muskeltraining zuhause. Besonders die Muskeln, die meinen Körper stabilisieren und somit die Gelenke und Wirbelsäule schonen. Bauchmuskeln - da beginne ich ganz ganz unten... aber hey, wenn ich das regelmässig mache, sieht die Lage in ein paar Monaten ganz anders aus. Die Oberschenkelrückseite zu trainieren ist auch etwas ganz neues..
Und gestern ging ich zum ersten Mal zum Lasertherapeuten. Mein Knie wird jetzt mit Laser behandelt. Es kostet 33.- pro Mal, wird nicht von der Krankenkasse bezahlt, es ist nicht sicher, ob es mein Knie heilen wird, und ich muss sicher bis zu 10x gehen.. aber gemäss der Aussage von zwei ÄrztInnen ist es die einzige Alternative zu einem MRI (2000.-) und Operation. Ich mache nun also freudig Muskeltraining um das Knie herum, lege mir selbst Hände auf und setze göttliche Heilungsenergie frei, und gehe lasern.
Bereits seit ein paar Jahren lebe ich ziemlich gesund. Was neu angefangen hat: Theraband Übungen, Pilates-Übungen, Rohkost, mehr Proteine und weniger Kohlenhydrate/Zucker, und mehr Wasser trinken. Was noch folgen muss: Nicht mehr so viel Schoggi (merci, Besucherinnen aus der CH), und weniger Alkohol (merci, feine kalifornische Weine zu Festtagsessen), sowie mehr schnelle Spaziergänge (adieu, liebes Velo auf dem Balkon).
Meine Chiropraktorin erzähle mir, dass ihre Mutter - ebenfalls eine Chiropraktorin - sie seit Babyalter regelmässig ausgerichtet (adjust) hat, chiropraktorisch. Sie war NIE krank, hatte nie eine Kinderkrankheit, hatte ihr Leben lang nicht ein einziges Mal ein Kopfweh oder eine Grippe. Krass, nicht?! Und sie hat einen Berufskollegen, der hat sich mal in ein Spital "eingeschlichen" (sneak in) zu den Babies, die im Sterben lagen (!), und hat sie schnell chiropraktorisch (ist das überhaupt ein Wort?) ausgerichtet, und die Babies begannen, tiefer zu atmen und wurden innert Kürze völlig gesund. Da stellt sich mir die Frage, ob ich nicht einfach anfangen will, tiefere Krankenkassenprämien zu zahlen und das gesparte Geld auf die Seite zu tun, um in Zukunft regelmässige Chiropraktorbesuche für meine Kinder bezahlen zu können?!
Ich habe heute gebetet, dass der Heilige Geist mir ein tieferes Verständnis für meinen Körper gibt. Hat nicht Gott den Körper erschaffen, und ist nicht Krankheit völlig unnötig? Wäre es evtl. möglich, dass wir vom Heiligen Geist mehr lernen und verstehen können, und dann unseren Lebensstil anpassen, und in Gesundheit leben können?
Und gestern ging ich zum ersten Mal zum Lasertherapeuten. Mein Knie wird jetzt mit Laser behandelt. Es kostet 33.- pro Mal, wird nicht von der Krankenkasse bezahlt, es ist nicht sicher, ob es mein Knie heilen wird, und ich muss sicher bis zu 10x gehen.. aber gemäss der Aussage von zwei ÄrztInnen ist es die einzige Alternative zu einem MRI (2000.-) und Operation. Ich mache nun also freudig Muskeltraining um das Knie herum, lege mir selbst Hände auf und setze göttliche Heilungsenergie frei, und gehe lasern.
Bereits seit ein paar Jahren lebe ich ziemlich gesund. Was neu angefangen hat: Theraband Übungen, Pilates-Übungen, Rohkost, mehr Proteine und weniger Kohlenhydrate/Zucker, und mehr Wasser trinken. Was noch folgen muss: Nicht mehr so viel Schoggi (merci, Besucherinnen aus der CH), und weniger Alkohol (merci, feine kalifornische Weine zu Festtagsessen), sowie mehr schnelle Spaziergänge (adieu, liebes Velo auf dem Balkon).
Meine Chiropraktorin erzähle mir, dass ihre Mutter - ebenfalls eine Chiropraktorin - sie seit Babyalter regelmässig ausgerichtet (adjust) hat, chiropraktorisch. Sie war NIE krank, hatte nie eine Kinderkrankheit, hatte ihr Leben lang nicht ein einziges Mal ein Kopfweh oder eine Grippe. Krass, nicht?! Und sie hat einen Berufskollegen, der hat sich mal in ein Spital "eingeschlichen" (sneak in) zu den Babies, die im Sterben lagen (!), und hat sie schnell chiropraktorisch (ist das überhaupt ein Wort?) ausgerichtet, und die Babies begannen, tiefer zu atmen und wurden innert Kürze völlig gesund. Da stellt sich mir die Frage, ob ich nicht einfach anfangen will, tiefere Krankenkassenprämien zu zahlen und das gesparte Geld auf die Seite zu tun, um in Zukunft regelmässige Chiropraktorbesuche für meine Kinder bezahlen zu können?!
Ich habe heute gebetet, dass der Heilige Geist mir ein tieferes Verständnis für meinen Körper gibt. Hat nicht Gott den Körper erschaffen, und ist nicht Krankheit völlig unnötig? Wäre es evtl. möglich, dass wir vom Heiligen Geist mehr lernen und verstehen können, und dann unseren Lebensstil anpassen, und in Gesundheit leben können?
Montag, Dezember 24, 2012
85 Einträge später...!
Alle sind sie weg. Das ist auf eine Art traurig, aber wer mich kennt, weiss, dass ich die Ruhe liebe. Ahhh!! In Ruhe denken. Sein. Aus dem Fenster schauen. Aber gleichzeitig freue ich mich wie ein kleines Kind auf in 17 Tagen!!!!!! Und das kam so:
31.Dezember 2011 - vor etwa einem Jahr also. Da verfasste ich diesen Blogeintrag und schrieb von einem "Drama", dass sich ereignet habe. Das war auch mein 900. Blogeintrag. Damals ging ich nicht näher auf das Drama ein. Heute kann ich das schmunzelnd tun. Also, ich fuhr nämlich an besagtem Tag mit dem Auto nach Hause, und plötzlich überkam mich das riesig wirkende Gefühl, dass mich NIE ein Mann lieben und heiraten wollen würde. Worauf ich sofort den Heiligen Geist sagen hörte "äähm..nein. Du wirst einen haben". Ok. Wenn du es sagst.
Es folgte, einige Tage darauf, ein neuer Blogeintrag, in dem ich schrieb: "Und ich hatte eine super Zeit mit den Leuten dort, mit Besuchern und Besucherinnen"..... - ja, wer war denn da noch ein Besucher, nebst meinem Pastor und dessen Frau? Ja, wer wohl?! Ja genau, mein zukünftiger Ehemann, den ich in dieser Woche kennenlernte. Das war am 20.1.
Am 23.1. erhielt ich die erste e-mail von diesem Traummann. Und am 27.1. bloggte ich: ""Crazy". Ich weiss nicht, wie oft ich dieses Wort in den vergangenen zwei Wochen benutzt habe... Ich glaub ich komme nicht nur in eine neue Season, sondern in einen neuen Lebensabschnitt hinein. Manches fängt an und wirkt sich auf alles in mir aus, aber es ist noch zu frisch, zu unbekannt, als dass ich es einfach so geniessen könnte, ohne gleichzeitig auch verunsichert zu sein. Je mehr ich weiss, umso mehr Fragen scheine ich zu haben. Und je mehr Fragen, umso besser gelingt es mir, das Jetzt zu geniessen. Alles wird gut, es ist schön."
Crazy town indeed!
Natürlich gab es dieses Jahr auch viele Tränen und viel Schmerz. Ich machte Fehler und richtete "messes" an. Die wieder aufgeräumt werden mussten. Und es passiert auch weiterhin ab und zu. Aber in dem drin zu lernen, dass das nicht bedeuten muss, dass ich jetzt nicht mehr geliebt werde. Oder dass ich mich nicht selbst bestrafen muss und hart sein zu mir. Oder zu andern. Und zu lernen, mich ganz in den Schmerz hineinzulehnen, anstatt zu versuchen, ihn zu betäuben. Und dann mich heilen zu lassen. Im Intimität haben mit einem liebenden Gott. Und die Freude des Moments in dem ich feststelle, dass ich tatsächlich nun in einer ähnlichen Situation anders, weniger impulsiv, weniger stark, weniger verletzend reagiert habe.... Was für ein Prozess!
Weiter im Jahresrückblick:
- Ich begann, einen Mann zu lieben. Ich lernte, geliebt zu werden zuzulassen. Ich begann zu vertrauen.
- Ich lernte ganz ganz viel über Beziehungen. Und bin immer noch daran.
- Ich begann, italienisch zu lernen.
- Ich flog ein Flugzeug.
- Ich erhielt einen Heiratsantrag.
- Ich begann, ein Buch zu schreiben.
- Ich durfte mein absolutes Traumpraktikum anfangen.
Und vieles weiteres mehr. Ich bin überaus dankbar und überwältigt.
Was hab ich nun von den drei Jahren hier? Mehr Wissen über Heilung und das Übernatürliche? Eine Goldstaubwolke erlebt? Mehr Bibelkenntnis? Lehre über Leiterschaft verinnerlicht?
Ja.
Aber vor allem, und ich meine VOR ALLEM - vor!!! all dem - durfte ich heil werden. Alleine der Ausdruck "heil werden". Ich könnte einfach mal an einem Morgen sagen "heil werden" und den ganzen restlichen Tag darin schwelgen.
Ich wurde heil an dem Tag, als Jesus am Kreuz starb. Fertig. In genau diesem Moment trat ich in den "Raum des Heil seins" (dieses Bild des Raums habe ich von Eric Johnson gestohlen). Nur wusste ich das eine laaaaange Zeit nicht. Die letzten zweieinhalb Jahre durfte ich an einem wundervollen Ort verbringen, und diesen Raum des Heil seins entdecken, ausprobieren, erleben. Jetzt weiss ich so viel mehr, was Jesus für mich getan hat - für jeden Menschen getan hat. Wow!!!
31.Dezember 2011 - vor etwa einem Jahr also. Da verfasste ich diesen Blogeintrag und schrieb von einem "Drama", dass sich ereignet habe. Das war auch mein 900. Blogeintrag. Damals ging ich nicht näher auf das Drama ein. Heute kann ich das schmunzelnd tun. Also, ich fuhr nämlich an besagtem Tag mit dem Auto nach Hause, und plötzlich überkam mich das riesig wirkende Gefühl, dass mich NIE ein Mann lieben und heiraten wollen würde. Worauf ich sofort den Heiligen Geist sagen hörte "äähm..nein. Du wirst einen haben". Ok. Wenn du es sagst.
Es folgte, einige Tage darauf, ein neuer Blogeintrag, in dem ich schrieb: "Und ich hatte eine super Zeit mit den Leuten dort, mit Besuchern und Besucherinnen"..... - ja, wer war denn da noch ein Besucher, nebst meinem Pastor und dessen Frau? Ja, wer wohl?! Ja genau, mein zukünftiger Ehemann, den ich in dieser Woche kennenlernte. Das war am 20.1.
Am 23.1. erhielt ich die erste e-mail von diesem Traummann. Und am 27.1. bloggte ich: ""Crazy". Ich weiss nicht, wie oft ich dieses Wort in den vergangenen zwei Wochen benutzt habe... Ich glaub ich komme nicht nur in eine neue Season, sondern in einen neuen Lebensabschnitt hinein. Manches fängt an und wirkt sich auf alles in mir aus, aber es ist noch zu frisch, zu unbekannt, als dass ich es einfach so geniessen könnte, ohne gleichzeitig auch verunsichert zu sein. Je mehr ich weiss, umso mehr Fragen scheine ich zu haben. Und je mehr Fragen, umso besser gelingt es mir, das Jetzt zu geniessen. Alles wird gut, es ist schön."
Crazy town indeed!
Natürlich gab es dieses Jahr auch viele Tränen und viel Schmerz. Ich machte Fehler und richtete "messes" an. Die wieder aufgeräumt werden mussten. Und es passiert auch weiterhin ab und zu. Aber in dem drin zu lernen, dass das nicht bedeuten muss, dass ich jetzt nicht mehr geliebt werde. Oder dass ich mich nicht selbst bestrafen muss und hart sein zu mir. Oder zu andern. Und zu lernen, mich ganz in den Schmerz hineinzulehnen, anstatt zu versuchen, ihn zu betäuben. Und dann mich heilen zu lassen. Im Intimität haben mit einem liebenden Gott. Und die Freude des Moments in dem ich feststelle, dass ich tatsächlich nun in einer ähnlichen Situation anders, weniger impulsiv, weniger stark, weniger verletzend reagiert habe.... Was für ein Prozess!
Weiter im Jahresrückblick:
- Ich begann, einen Mann zu lieben. Ich lernte, geliebt zu werden zuzulassen. Ich begann zu vertrauen.
- Ich lernte ganz ganz viel über Beziehungen. Und bin immer noch daran.
- Ich begann, italienisch zu lernen.
- Ich flog ein Flugzeug.
- Ich erhielt einen Heiratsantrag.
- Ich begann, ein Buch zu schreiben.
- Ich durfte mein absolutes Traumpraktikum anfangen.
Und vieles weiteres mehr. Ich bin überaus dankbar und überwältigt.
Was hab ich nun von den drei Jahren hier? Mehr Wissen über Heilung und das Übernatürliche? Eine Goldstaubwolke erlebt? Mehr Bibelkenntnis? Lehre über Leiterschaft verinnerlicht?
Ja.
Aber vor allem, und ich meine VOR ALLEM - vor!!! all dem - durfte ich heil werden. Alleine der Ausdruck "heil werden". Ich könnte einfach mal an einem Morgen sagen "heil werden" und den ganzen restlichen Tag darin schwelgen.
Ich wurde heil an dem Tag, als Jesus am Kreuz starb. Fertig. In genau diesem Moment trat ich in den "Raum des Heil seins" (dieses Bild des Raums habe ich von Eric Johnson gestohlen). Nur wusste ich das eine laaaaange Zeit nicht. Die letzten zweieinhalb Jahre durfte ich an einem wundervollen Ort verbringen, und diesen Raum des Heil seins entdecken, ausprobieren, erleben. Jetzt weiss ich so viel mehr, was Jesus für mich getan hat - für jeden Menschen getan hat. Wow!!!
Labels:
Frau SAW,
Gott und Bliss,
Redding,
Weltgeschehen
Samstag, Dezember 22, 2012
Massnahmen
Manchmal muss das Mass erst voll sein. Bevor es ausgeleert werden kann.
So war es mit den Ameisen: Kurz nach unserem Einzug in die Wohnung krabbelten vereinzelt Ameisen herum: Über unsere Bücher, über den Tisch, aus den Taschen, auf dem Bett. Während meine Mitbewohnerinnen die kleinen Insekten sofort reflexartig zerdrücken wollten, war ich stets reflexartig lieb und schneller, und trug jedes einzelne Tierchen aus der Wohnung heraus. Mit der Zeit wurde es auch mir zuviel. Und als wir Nester im Teppich neben unseren Matratzen entdeckten, war eben das Mass voll: Ich, die tierliebendste Person die ich kenne, griff zum Giftspray und Staubsauger. Dann kam glücklicherweise der Winter.
So ist es mit dem Einbiegen: Neben unserem Wohnblock verläuft eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt. Zwei Spuren in jede Richtung. Immer befahren. Kommt von links nichts, ist bestimmt grad rechts, weiter unten, eine Ampel auf grün gesprungen. Die Autos fahren 70km/h. Ich will links abbiegen und warte. Und warte, und warte, und warte. Meine BeifahrerInnen sagen mit der Zeit: "Du kannst fahren". Ich warte immer noch. Um sicher zu sein. Bis irgendwann das Mass voll ist, und ich in eine Lücke hineinbrause, der vorher mindestens zehn grössere vorausgegangen sind. Dasselbe wenn ich dringend wohin muss. Dann passe ich in jedes Zeitfensterchen, das sich vor mir auf drei Spuren auftut.
Wer kennt das nicht: Etwas tut ein bisschen weh. Whatever. Wird schon vorbei gehen. Aber so nach zwei Monaten Ohrenschmerzen reicht es mir, und ich wechsle ab mit beten, Knoblauch ins Ohr stopfen und homöopatische Tropfen hineinzupipettlen. (Es gab NUR homöopatische, ich hab sogar beim Apotheker nachgefragt)
Zu guter letzt: Aufräumen. Ich liebe es, wenn das Zimmer ordentlich aufgeräumt ist und wenn nichts herumliegt. Wie kommt es denn, dass es trotzdem meistens aussieht, als wäre ein Wirbelsturm vorbeigezogen und ich hätte dabei das Fenster offengelassen? ...da war wohl das Mass noch nicht ganz voll. Aber wenn es mal voll ist, dann ist nichts mehr vor mir sicher, und dann sieht das Zimmer so aus wie jetzt, und ich fühle mich wohl wie noch nie und wenn meine Mutter das sehen würde, wäre sie stolz auf mich. Ihr Mass ist nämlich mit grossem Abstand vor mir voll...
So war es mit den Ameisen: Kurz nach unserem Einzug in die Wohnung krabbelten vereinzelt Ameisen herum: Über unsere Bücher, über den Tisch, aus den Taschen, auf dem Bett. Während meine Mitbewohnerinnen die kleinen Insekten sofort reflexartig zerdrücken wollten, war ich stets reflexartig lieb und schneller, und trug jedes einzelne Tierchen aus der Wohnung heraus. Mit der Zeit wurde es auch mir zuviel. Und als wir Nester im Teppich neben unseren Matratzen entdeckten, war eben das Mass voll: Ich, die tierliebendste Person die ich kenne, griff zum Giftspray und Staubsauger. Dann kam glücklicherweise der Winter.
So ist es mit dem Einbiegen: Neben unserem Wohnblock verläuft eine der Hauptverkehrsachsen der Stadt. Zwei Spuren in jede Richtung. Immer befahren. Kommt von links nichts, ist bestimmt grad rechts, weiter unten, eine Ampel auf grün gesprungen. Die Autos fahren 70km/h. Ich will links abbiegen und warte. Und warte, und warte, und warte. Meine BeifahrerInnen sagen mit der Zeit: "Du kannst fahren". Ich warte immer noch. Um sicher zu sein. Bis irgendwann das Mass voll ist, und ich in eine Lücke hineinbrause, der vorher mindestens zehn grössere vorausgegangen sind. Dasselbe wenn ich dringend wohin muss. Dann passe ich in jedes Zeitfensterchen, das sich vor mir auf drei Spuren auftut.
Wer kennt das nicht: Etwas tut ein bisschen weh. Whatever. Wird schon vorbei gehen. Aber so nach zwei Monaten Ohrenschmerzen reicht es mir, und ich wechsle ab mit beten, Knoblauch ins Ohr stopfen und homöopatische Tropfen hineinzupipettlen. (Es gab NUR homöopatische, ich hab sogar beim Apotheker nachgefragt)
Zu guter letzt: Aufräumen. Ich liebe es, wenn das Zimmer ordentlich aufgeräumt ist und wenn nichts herumliegt. Wie kommt es denn, dass es trotzdem meistens aussieht, als wäre ein Wirbelsturm vorbeigezogen und ich hätte dabei das Fenster offengelassen? ...da war wohl das Mass noch nicht ganz voll. Aber wenn es mal voll ist, dann ist nichts mehr vor mir sicher, und dann sieht das Zimmer so aus wie jetzt, und ich fühle mich wohl wie noch nie und wenn meine Mutter das sehen würde, wäre sie stolz auf mich. Ihr Mass ist nämlich mit grossem Abstand vor mir voll...
Mittwoch, Dezember 19, 2012
Roh und echt
Meine Chiropraktorin machte mich wieder mal darauf aufmerksam, wie gut es wäre, viel rohes Gemüse zu essen. Da ich nicht gern kalte Sachen esse, schon gar nicht im Winter, drücke ich mich immer ein bisschen vor dem. Aber ich weiss, wie gut es wäre. Ich sah mich also schon am Tisch sitzen und an Blumenkohl knabbern. Dann aber fiel mir etwas besseres ein:
Montag, Dezember 17, 2012
Der Körper
Der Körper fasziniert mich. Wie alles funktioniert, bzw. was passiert, wenn etwas nicht mehr in Ordnung - nicht mehr in der richtigen Ordnung - ist. Zusammenhänge. Erkenntnisse. Lange, sehr lange Zeit lebte ich sehr ignorant an meinem Körper vorbei. Ich war mir nicht bewusst, dass unterhalb meines Kopfes auch noch etwas ist. Ich war intellektuell hochschwebend und tiefgehend, aber hatte kein Körperbewusstsein. Schmerzen? Schmerzmedikamente. Dann hatten wir eine Frau in unserer Jesusfreaks Gruppe, die kaufte konsequent bio, fair gehandelt, und lokal ein. Irgendwann machte ich mir Gedanken darüber. Somit änderte sich mein Konsumverhalten und meine Ernährung radikal.
Der männliche Körper und der weibliche Körper. So verschieden!! Schon nur der Monatszyklus und die Hormone! Inzwischen ist mein Körperbewusstsein so gewachsen, dass ich genau spüre, wie sich die Hormone nach dem Eisprung ändern und wie ich mich anders fühle. Der Zyklus meiner Zimmernachbarin und meiner haben sich einander angepasst. Es ist anscheinend erwiesen, so las ich, dass Frauen, die einen unregelmässigen Zyklus haben, einen regelmässigeren bekommen, wenn sie sich auf ihn achten und über eine gewisse Zeit hinweg dessen Symptome notieren.
Schmerzen: So viele Gründe, so viele Behandlungsmöglichkeiten. So hatte ich Schmerzen beim Atmen und wenn ich mich hinlegte, und war überzeugt, dass es sich um ein Lungenproblem handeln musste. Der Arzt machte ein EKG und ein Lungenröntgenbild. Nichts. Schliesslich waren es die Knorpel meiner Rippen. Nun habe ich ein Problem mit dem Knie. Dabei ist es eigentlich gar nicht das Knie. Das eigentliche Problem ist wahrscheinlich, dass die Muskeln auf der Oberseite meiner Oberschenkel trainierter sind als die auf der anderen Seite, und dass somit das Knie nicht ausbalanciert ist. Nebst Hochlagern, nicht mehr velofahren und Eis auflegen ist also gezielter Muskelaufbau angesagt. Faszinierend!!
Einmal, ich vergass den genauen Grund, war ich wütend auf jemanden, und hatte plötzlich starke Kopfschmerzen. Ich vergab der Person, und augenblicklich waren alle Schmerzen weg. Faszinierend!
Ich gehe regelmässig zur Chiropraktorin und komme jeweils aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie bringt alles an die richtige Stelle, und schon werden Organe besser durchblutet, ich fühle mich wacher, aufgeweckter, besser.
Und so gehen die Beobachtungen weiter und ich lerne, lerne, lerne, und staune einfach nur.
Der männliche Körper und der weibliche Körper. So verschieden!! Schon nur der Monatszyklus und die Hormone! Inzwischen ist mein Körperbewusstsein so gewachsen, dass ich genau spüre, wie sich die Hormone nach dem Eisprung ändern und wie ich mich anders fühle. Der Zyklus meiner Zimmernachbarin und meiner haben sich einander angepasst. Es ist anscheinend erwiesen, so las ich, dass Frauen, die einen unregelmässigen Zyklus haben, einen regelmässigeren bekommen, wenn sie sich auf ihn achten und über eine gewisse Zeit hinweg dessen Symptome notieren.
Schmerzen: So viele Gründe, so viele Behandlungsmöglichkeiten. So hatte ich Schmerzen beim Atmen und wenn ich mich hinlegte, und war überzeugt, dass es sich um ein Lungenproblem handeln musste. Der Arzt machte ein EKG und ein Lungenröntgenbild. Nichts. Schliesslich waren es die Knorpel meiner Rippen. Nun habe ich ein Problem mit dem Knie. Dabei ist es eigentlich gar nicht das Knie. Das eigentliche Problem ist wahrscheinlich, dass die Muskeln auf der Oberseite meiner Oberschenkel trainierter sind als die auf der anderen Seite, und dass somit das Knie nicht ausbalanciert ist. Nebst Hochlagern, nicht mehr velofahren und Eis auflegen ist also gezielter Muskelaufbau angesagt. Faszinierend!!
Einmal, ich vergass den genauen Grund, war ich wütend auf jemanden, und hatte plötzlich starke Kopfschmerzen. Ich vergab der Person, und augenblicklich waren alle Schmerzen weg. Faszinierend!
Ich gehe regelmässig zur Chiropraktorin und komme jeweils aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie bringt alles an die richtige Stelle, und schon werden Organe besser durchblutet, ich fühle mich wacher, aufgeweckter, besser.
Und so gehen die Beobachtungen weiter und ich lerne, lerne, lerne, und staune einfach nur.
Mittwoch, Dezember 12, 2012
Dezember
Und weil ich so lange nichts mehr geschrieben habe, hier gleich noch ein zweiter Post. Aber diesmal mit Fotos. Ein kleiner Einblick in mein Leben hier:
| Meine Mentorin und eine ihrer Klassen, in der ich assistieren (haha - vielmehr zuhören, staunen und Notizen nehmen) darf. |
Dienstag, Dezember 11, 2012
Die Einfachheit von allem zusammen
Warum ist die Schweiz hier so stark vertreten?
Die Schweiz ist klein - Sachen reden sich schnell herum in der christlichen Szene. Die meisten Bücher von hier sind oder werden auf deutsch übersetzt. Gott ist definitiv etwas am tun in der CH. Wir sind reich - es ist verhältnismässig einfach, in wenigen Monaten genug zu verdienen, um hier neun Monate zu verbringen. Und weil es sich viele SchweizerInnen leisten können, Bethel zu besuchen, sind viele StudentInnen hier frühere BesucherInnen.
Das ein paar Gründe..
Ansonsten herrscht Hektik und kehrt Ruhe ein, alles zur selben Zeit. Es läuft viel - aber wenn man nicht hingeht, ist es schön ruhig. Auf eine Art liebe ich die Vorweihnachtszeit und möchte mich voll reinwerfen. Parties, Rückblicke, Ausblicke, Einblicke. Gleichzeitig nehme ich den Hauch einer Inspirationswolke wahr, aber wenn ich zu beschäftigt bin, kann sie nicht bis zu mir vordringen. Aber dann springe ich einfach mit Anlauf hinein.
Geld. Soll ich es entspannt angehen im Wissen, dass Versorgung noch immer gekommen ist? Oder soll ich mich stressen und nervös Zahlen zusammenaddieren? Ersteres. Trotzdem denke ich zurzeit, dass ich ja schon äusserst gerne etwas RICHTIGES studieren würde, an einer richtigen Uni, mit einem richtigen Abschluss, damit ich auch mal etwas Richtiges arbeiten könnte. Aber ich mag nicht mehr immer nur das Nötigste einkaufen und mich halb schlecht fühlen, wenn ich mir mal ein Starbucks Kafi gönne (oder nochmal 7 Bücher). Ich möchte am liebsten einfach wieder servieren gehen, und zwar für ein Jahr oder länger, so, dass ich nicht sparen muss. Aber nochmal gleichzeitig möchte ich genau das wieder tun. Für den nächsten Traum. Für das nächste Privileg. Um mehr zu lernen, mehr zu entdecken. Ich will hart arbeiten und an die Uni und in die Mission und eine Grossfamilie gründen und einfach mal das Leben geniessen und shoppen gehen und so richtig sparen um ein Buch schreiben zu können und alles aufgeben und mit einem Rucksack und meinem Ehemann in den Bergen eines "gefährlichen" Landes Leute lieben gehen und ihnen Jesus bringen. Alles zusammen, gleichzeitig.
Die einzige Lösung dafür lautet: Unsterblichkeit. 1.Korinther 15,51: "Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen..." -bäm!!!
Die Schweiz ist klein - Sachen reden sich schnell herum in der christlichen Szene. Die meisten Bücher von hier sind oder werden auf deutsch übersetzt. Gott ist definitiv etwas am tun in der CH. Wir sind reich - es ist verhältnismässig einfach, in wenigen Monaten genug zu verdienen, um hier neun Monate zu verbringen. Und weil es sich viele SchweizerInnen leisten können, Bethel zu besuchen, sind viele StudentInnen hier frühere BesucherInnen.
Das ein paar Gründe..
Ansonsten herrscht Hektik und kehrt Ruhe ein, alles zur selben Zeit. Es läuft viel - aber wenn man nicht hingeht, ist es schön ruhig. Auf eine Art liebe ich die Vorweihnachtszeit und möchte mich voll reinwerfen. Parties, Rückblicke, Ausblicke, Einblicke. Gleichzeitig nehme ich den Hauch einer Inspirationswolke wahr, aber wenn ich zu beschäftigt bin, kann sie nicht bis zu mir vordringen. Aber dann springe ich einfach mit Anlauf hinein.
Geld. Soll ich es entspannt angehen im Wissen, dass Versorgung noch immer gekommen ist? Oder soll ich mich stressen und nervös Zahlen zusammenaddieren? Ersteres. Trotzdem denke ich zurzeit, dass ich ja schon äusserst gerne etwas RICHTIGES studieren würde, an einer richtigen Uni, mit einem richtigen Abschluss, damit ich auch mal etwas Richtiges arbeiten könnte. Aber ich mag nicht mehr immer nur das Nötigste einkaufen und mich halb schlecht fühlen, wenn ich mir mal ein Starbucks Kafi gönne (oder nochmal 7 Bücher). Ich möchte am liebsten einfach wieder servieren gehen, und zwar für ein Jahr oder länger, so, dass ich nicht sparen muss. Aber nochmal gleichzeitig möchte ich genau das wieder tun. Für den nächsten Traum. Für das nächste Privileg. Um mehr zu lernen, mehr zu entdecken. Ich will hart arbeiten und an die Uni und in die Mission und eine Grossfamilie gründen und einfach mal das Leben geniessen und shoppen gehen und so richtig sparen um ein Buch schreiben zu können und alles aufgeben und mit einem Rucksack und meinem Ehemann in den Bergen eines "gefährlichen" Landes Leute lieben gehen und ihnen Jesus bringen. Alles zusammen, gleichzeitig.
Die einzige Lösung dafür lautet: Unsterblichkeit. 1.Korinther 15,51: "Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen..." -bäm!!!
Mittwoch, November 28, 2012
So, so!
Man könnte ja meinen, dass ich für mein Praktikum nochmal ein Jahr nach Redding gekommen bin. Um von meiner Mentorin zu lernen und mich weiterzubilden. Aber nein. Das ist alles ein wunderbarer Nebeneffekt, der bestimmt auch eine Hauptinvestition in mein Leben ist. Aber eigentlich bin ich hier, um NOCH freier und NOCH heiler zu werden.
Ja, das kann man gut auch sonst irgendwo auf der Welt, Gott ist ja nicht auf Redding limitiert, im Gegenteil. Aber ich bin jetzt das dritte Jahr hier, und ich finde, dass Bethel ein unglaublicher Ort ist, um nicht nur wahnsinnig viel zu lernen, sondern auch um heil und ganz und frei zu werden.
Ich machte in den letzten zwei Jahren etwa 4-5 Sozos. Sozo ist griechisch und bedeutet geheilt, gerettet, befreit, und es ist das, was Jesus mit uns gemacht. Gleichzeitig ist es auch der Name einer Art der Inneren Heilung / Seelsorge, und es wurde in Argentinien (?) erfunden und hier in der Bethel Church weiterentwickelt und verfeinert. Grundsätzlich geht es darum, dass man herausfindet, welche Lügen man über sich/ über Gott/ über das Leben glaubt, wo diese Lügen zum ersten Mal reingekommen sind. Dann hört man auf, mit diesen Lügen übereinzustimmen, und bekommt von Gott etwas im Austausch dafür. Oder so. Und natürlich geht es grundsätzlich auch sehr viel um Vergebung, wodurch immens viel Freiheit kommt. Und noch anderes. In alledem ist nicht die Seelsorgerin/ der Seelsorger die Hauptperson - man wird nicht abhängig von ihr oder ihm. Sondern man hört selbst direkt von Gott, und es wird angegangen, was der Heilige Geist heraufbringt, nicht was man meint sei das Problem. Meist braucht es nicht mehr als eine Sitzung. I love it.
All dies als Einleitung zu meinem turnaround letzte Woche. Bekanntlich hatte ich ja SEHR grosse Mühe die letzten zwei Monate, hier zu sein. Ich dachte, es sei wegen der Fernbeziehung. Das ist bestimmt ein Mitgrund. Aber seit dem Sozo letzte Woche liebe ich es, hier zu sein. Ich vermisse Gianni immer noch sehr fest, aber es ist nicht mehr so wie die letzten zwei Monate, als ich jede Minute des Tages (!) nur noch nach Hause wollte. Und ausserdem fühle ich mich seit dem Sozo letzte Woche zum ersten Mal in meinem Leben schön. Sehr oft, wenn mir jemand sagte, dass ich schön sei oder gut aussehe, dachte ich, dass das diese Person nur aus Mitleid sagt, oder um nett zu sein. Das ist jetzt vorbei! Und auch noch viele andere Sachen wurden aus meiner Welt geschafft. Awesome, let's start life. Nicht, dass ich vorher nicht gelebt hätte. Aber jetzt fühle ich mich so viel mehr hier, da, lebendig. I love it.
Ja, das kann man gut auch sonst irgendwo auf der Welt, Gott ist ja nicht auf Redding limitiert, im Gegenteil. Aber ich bin jetzt das dritte Jahr hier, und ich finde, dass Bethel ein unglaublicher Ort ist, um nicht nur wahnsinnig viel zu lernen, sondern auch um heil und ganz und frei zu werden.
Ich machte in den letzten zwei Jahren etwa 4-5 Sozos. Sozo ist griechisch und bedeutet geheilt, gerettet, befreit, und es ist das, was Jesus mit uns gemacht. Gleichzeitig ist es auch der Name einer Art der Inneren Heilung / Seelsorge, und es wurde in Argentinien (?) erfunden und hier in der Bethel Church weiterentwickelt und verfeinert. Grundsätzlich geht es darum, dass man herausfindet, welche Lügen man über sich/ über Gott/ über das Leben glaubt, wo diese Lügen zum ersten Mal reingekommen sind. Dann hört man auf, mit diesen Lügen übereinzustimmen, und bekommt von Gott etwas im Austausch dafür. Oder so. Und natürlich geht es grundsätzlich auch sehr viel um Vergebung, wodurch immens viel Freiheit kommt. Und noch anderes. In alledem ist nicht die Seelsorgerin/ der Seelsorger die Hauptperson - man wird nicht abhängig von ihr oder ihm. Sondern man hört selbst direkt von Gott, und es wird angegangen, was der Heilige Geist heraufbringt, nicht was man meint sei das Problem. Meist braucht es nicht mehr als eine Sitzung. I love it.
All dies als Einleitung zu meinem turnaround letzte Woche. Bekanntlich hatte ich ja SEHR grosse Mühe die letzten zwei Monate, hier zu sein. Ich dachte, es sei wegen der Fernbeziehung. Das ist bestimmt ein Mitgrund. Aber seit dem Sozo letzte Woche liebe ich es, hier zu sein. Ich vermisse Gianni immer noch sehr fest, aber es ist nicht mehr so wie die letzten zwei Monate, als ich jede Minute des Tages (!) nur noch nach Hause wollte. Und ausserdem fühle ich mich seit dem Sozo letzte Woche zum ersten Mal in meinem Leben schön. Sehr oft, wenn mir jemand sagte, dass ich schön sei oder gut aussehe, dachte ich, dass das diese Person nur aus Mitleid sagt, oder um nett zu sein. Das ist jetzt vorbei! Und auch noch viele andere Sachen wurden aus meiner Welt geschafft. Awesome, let's start life. Nicht, dass ich vorher nicht gelebt hätte. Aber jetzt fühle ich mich so viel mehr hier, da, lebendig. I love it.
Abonnieren
Posts (Atom)