Dienstag, Mai 22, 2012

Souvenir


Gestern Abend am Fluss stach mich etwas in den rechten Unterschenkel, aber ich vergass es wieder. Heute erwachte ich, und fuhr zur Chiropraktorin. Mir fiel einfach auf, dass mir schwindlig war. Als ich so mit kurzen Hosen bei der Chiropraktorin lag, rief sie "oh my gooosh!! a spider bite!!". hahaha. Jetzt hab ich eine Paste aus Backnatron darauf, das sollte das Gift rausziehen.
Eine "nette" Ablenkung im Packfieber.

Montag, Mai 21, 2012

Annular Solar Eclipse, NorCal May '12

Heute war es soweit!! Es gab ja tatsächlich Menschen, denen die Sonnenfinsternis egal war, und die drinnen blieben. Mir unverständlich. Ich freute mich schon seit drei Wochen! Man sieht ja sowas normalerweise nur einmal im Leben. 1999 fuhr meine Schulklasse extra nach Stuttgart, nur um dort unter einem wolkenverhangenen Himmel zu stehen. Die Dunkelheit war dennoch eindrücklich. Heute war es keine totale Sonnenfinsternis, und es ist unglaublich, wie hell und warm es noch ist, mit nur 4% Sonnenlicht. Ich hatte eine spezielle Brille, um die Sonne anschauen zu können, und hielt sie für Fotos vor die Kameralinse:



Sonntag, Mai 20, 2012

Von PST zu MEZ

Morgen Sonnenfinsternis! Dann drei Tage Wohnung suchen, Packen, Putzen.
Ausserdem studiere ich gerade am Schlachtplan gegen Jetlag herum. Ich konsultierte verschiedenste Websites, und mein Plan ist nun, früh ins Bett zu gehen und früh aufzustehen, mich die nächsten Tage viel zu bewegen, homöopatische No-Jet-Lag Tabletten zu kaufen, und jeden Tag zu deklarieren: Mein Körper kann sich gut umstellen.

Ich lebte nun schon zum zweiten Mal während neun Monaten in Kalifornien. Ich kann mich in Fahrenheit ausdrücken (ab 85 ist gut, 90 ist super, ab 100 wird es auch für mich schwierig), bekunde hingegen Mühe zu wissen, wie sich 22 Grad Celsius anfühlen. Ich schreibe das Datum "5-19-12" anstatt "19.5.12", und finde es ganz normal. Ich schreibe 1 wie ein I. Ich kann immer problemloser mit Quarters und den restlichen Münzen umgehen (68 cent? 2 Quarters, 1 Dime, 1 Nickel, 3 Pennies), und finde Schweizer Münzen ungewöhnlich gross.

Es wird schön sein, wieder in der Heimat zu sein. Ich werde es merken, wenn ich dort bin. Aber die letzten Monate wurde mir Redding zum Zuhause. Und es wird nicht nur eine Abreise sein, sondern ein Verabschieden von der herrlichen, schweren Hitze, von den Wildgänsen, die frühmorgens laut rufend im Tiefflug über unser Haus fliegen, von den Kolibris, die vor unsern Fenstern Futter suchen, von Circonflexe, meinem Velo, vom Red Fox, unserem Autöchen, vom Kater Phantom, vom Trader Joes, vom homeschoolen jeden Donnerstag. Und hier sind noch nicht mal alle Menschen hier erwähnt! Wobei die meisten schon abgereist sind.. bis auf meine wenigen amerikanischen Freundinnen, die aber sehr nahe an meinem Herzen sind.

Gleichzeitig kann ich die Ankunft in Bern auch kaum erwarten. Offensichtlich natürlich, weil damit meine Fernbeziehung für den Sommer das "Fern" verliert. Und dann ist dort meine Familie, und sind meine Schweizer FreundInnen. Und Ovoglace und Aareschwimmen.

Samstag, Mai 19, 2012

Und doch noch Amerika


Heute im Rodeo kam ich mir dann doch noch sehr als Ausländerin vor.... Redding ist ja sonst nicht unbedingt so stereotyp amerikanisch... Aber es war lustig! Ich schrie und fieberte mit!

Noch ein paar Tage hier.... Wohnung suchen für nächstes Jahr, packen, Sachen regeln, putzen,.... und dann endlich ab in die Schweiz!

Samstag, Mai 12, 2012

Finsterniserhellung

1999 hatten wir in Europa eine totale Sonnenfinsternis. Ich fuhr extra im Car nach Stuttgart, nur um dort unter einem wolkenverhangenen Himmel zu sein. Aber ich erlebte die Dunkelheit und es war aufregend. Und nun habe ich das Glück, am 20.Mai noch in Nordkalifornien zu sein, wenn wir hier eine 96%-ige Sonnenfinsternis erleben werden! So excited!

 Gestern Graduation.. der Abschluss des 2nd years. Wow wow wow. Die zwei letzten Jahre haben mein Leben komplett verändert, und mich auf die Reise von Kontrolle zu Vertrauen, von Unabhängigkeit zu Beziehungen, gebracht. So viel Freiheit, wie ich niemals dachte, dass es möglich wäre. Gottes Güte kennt kein Ende!


                                                                        Mit Bill und Beni Johnson

Sonntag, Mai 06, 2012

Ein Sieg, und noch ein Sieg

Gestern fand das jährliche Highlight des Jahres statt: Der Basketballmatch, wo BSSM-Studenten gegen BSSM-Staff spielen. Und vorher ein ähnliches Frauenspiel... dort hat es einfach weniger Berühmtheiten. Im Staff-Männerteam spielten zum Beispiel Kris Vallotton, Dann Farelly und Kevin Dedmon. Es waren sehr ausgeglichene Teams. Die letzten 12 Minuten war es jede zweite Minute unentschieden.. am Schluss gewannen, zum ersten Mal seit vier Jahren, die Studenten.
 Foto: Hinten auf der Staff-Spielerbank: Trainer, Trainer, Kevin Dedmon, Lloyd, Kris Vallotton,...

Das absolute Highlight des Matches war aber der Moment, wo ein Staff Spieler, den ich gut kenne, Angelo, einen Unfall hatte und sich am Fuss verletzte. Er fiel zu Boden, schrie und hatte ein schmerzverzerrtes Gesicht. Er versuchte aufzustehen: Er stand auf den rechten Fuss, und stellte sachte seinen linken Fuss auf den Boden - um sofort zu Boden zu fallen und sich in Schmerzen zu winden. Er konnte unmöglich Gewicht darauf haben. Nun, inzwischen war Kevin Dedmon dort, legte seine Hand auf den Fuss und betete. Kris Vallotton lag neben dem Angelo am Boden, umarmte ihn und betete auch. Beide Teams standen darum herum und beteten. Und ALLE Zuschauerinnen und Zuschauer - die Sporthalle war plätschvoll - streckten ihre Hände aus und setzten Heilung frei. Dann halfen Kris und ein anderer Angelo auf, und er humpelte, auf sie gestützt, zur Spielerbank. Nach einigen Metern setzte er vorsichtig seinen Fuss auf. Dann machte er ein paar Schritte. Die Halle war am toben! Angelo begann, zu hüpfen. Dann rannte er herum. Ich weiss die abschliessenden Details noch nicht, aber er spielte wieder! Yes yes yes!