Donnerstag, November 30, 2006

Besuch eines Musicstars



Vorgestern, nachdem ich meine Mitbewohnerin zum Flughafen Zürich gefahren habe, holte ich am Abend mit Noé zusammen Diego am Flughafen Genf ab. Er ist aus Brasilien und auf Weltreise. Whatever, gestern sind wir nach den Freaks noch in die Reithalle gegangen; im Sous le pont war offene Bühne und der Raum brätschvoll. Diego entschied sich spontan, 2 Lieder spielen zu gehen. Alle waren begeistert.. Auf jeden Fall war es wohl zum ersten Mal in der 13jährigen Geschichte des Sousleponts, dass jemand auf der Bühne nach einem brasilianischen noch ein Lobpreislied gespielt hat..

Dienstag, November 28, 2006

Der Traum vom Sehen ohne Rahmen

Es ist 16.30, meine Klasse sitzt in der Kulturgeschichtevorlesung... ich zuhause und betrachte von meinem Zimmer aus den Sonnenuntergang. Schreibe. Lese.
Heute Morgen reinigte ich meine fabrikneuen Kontaktlinsen, setzte sie ein, sah im Spiegel komplett verschwommen mein Gesicht. Wohl vertauscht? Setzte sie andersrum ein, ein bisschen besser, vielleicht auch nicht. Oh, in 5 Minuten muss ich zur Kontrolle in der Innenstadt sein. Im Treppenhaus laufe ich ständig in die Wand. Blinzle, meine Augen tränen. Ich finde mein Fahrrad, rase auf der Hauptstrasse in Richtung Bahnhof, knapp erkenne ich die Fussgänger, die vor mir die Strasse überqueren wollen. Das Rot der Ampel neben dem Blenden der Sonne ist zumindest erahnbar, da alle Autos neben mir anhalten. Letzte 300m durch die belebte Vorweihnachts-Fussgängerzone inklusive benutzten Tramschienen. Dann Kontrolle der Kontaktlinsen. Hmm, sitzen gar nicht gut. Sehtest. Ich seh gar nichts! Ok, dann mal die grösste Schrift. Ich seh nichts! Hm... Haben Sie die Linsen vertauscht? Gut, nochmal die Linke ins Rechte und umgekehrt. Sehtest nr.2: AF3PLE - "AP FIL" ....hmmm... vermutlich haben Sie mir die falschen geliefert.... Noch nie war das Tragen der Brille so angenehm wie nach diesen 2 Stunden...

Dieser Beitrag war aus der Reihe "uninteressante Begebenheiten aus dem Alltag"

Montag, November 27, 2006

Wiich negativity, wiich!


Gestern nach dem Arbeiten hab ich noch ganz kurz bei Monika vorbeigeschaut, die grad ihre Ausstellung am abbauen war. "Les etoiles tombent dans mon jardin".

Hab den letzten Zug knapp erwischt, bin gegen 3 ins Bett gekommen. Heute Morgen um 8 hat jemand ungefähr 50cm von meinem komatös schlafenden Kopf entfernt mit einem Hammer auf Metall eingeschlagen und in die Wand gebohrt. Nebenan wird gebaut.. für die nächsten 3 Wochen.. Nach dem Frühstück hab ich bis jetzt meine nicht vorhandene Zeit auf dem Studententummelplatz verplämperlet, wollte nun grad anfangen, die Aufgaben (siehe Foto unten) für meine Schule (ach ja, zur Schule geh ich ja auch noch) zu erledigen:


Der Ordner erwartete mich offen; er hat über Nacht sämtliche mühsam eingeordneten Blätter freigelassen. In 2 Stunden wieder Vorlesung, danach wieder Arbeiten. Zum Glück gibt's das Album von Knackeboul und so wunderbare Sängerinnen wie Jill Scott!

Freitag, November 24, 2006

Befreiung muss nicht vom Himmel fallen

Vorhin bin ich mein Velo pumpen gegangen. -> Ich habe es diesmal sogar geschafft, dass Luft REIN und nicht alle verbliebene RAUS ging. Und jetzt: Das Leben ist soo viel einfacher, ich bin plötzlich gar nicht mehr so unsportlich, alles ist so leicht und fliegt einem nur so um die Ohren. Einfach herrlich.
Manchmal zieht man eine Depression, starkes Übergewicht, sehr starker Gegenwind in Betracht oder kommt sogar zum Schluss, dass die ganze Welt sich gegen einen verschwört hat. Dabei ist einfach nur die Luft draussen.

Donnerstag, November 23, 2006

Nach oben tanzen gegen unten

Nächstes Jahr wird meine Schwester für 6 Monate bei mir wohnen! Wär hätte das gedacht.. Gestern war ich am Promoe-Konzert, als erste Vorgruppe spielte Knackeboul, so dass ich natürlich nicht fehlen durfte! Seit Wochen muss ich dringend etwas in der Stadt kaufen, aber immer wenn ich in der Stadt bin oder mich zu erinnern versuche, was es ist, fällt es mir natürlich nicht ein. So wie jetzt zum Beispiel. Es ist wohl besser man geht einfach schlafen bei dieser Dunkelheit. Früher wollt ich mal Bäuerin werden, vielleicht hätte ich das auch besser verwirklicht, jetzt sitz ich ja nur drinnen und mach nichts. Warum schreibe ich eigentlich immer so depressive Texte? Das Leben ist doch eigentlich sehr schön, das heisst, eigentlich gar nicht. Aber man kann es einigermassen schön machen, zum Beispiel mit Big Zis: "Ich wott nur tanze". Enjoy!

Dienstag, November 21, 2006

meine freunde


Während ich in meinem Zimmer sitz und arbeite, legt sich plötzlich Tina, meine Mitbewohnerin, in mein Bett und schläft. Ist das nicht schön? Das nächste Mal wird mir das wahrscheinlich mit meinen Kindern passieren.

Wie kleine Kinder waren Mad und ich heute nach einem Interview über Jesusfreaks. Der Interviewführer wohnt doch tatsächlich in einem der geilsten Häuser von ganz Bern mit einer riesen Dachterasse. Hier der Blick rüber zu meiner Wohnung (grad nach dem rosa Gebäude), im Regen.


Am Sonntagabend gab es ein fröhliches Essen zu einem traurigen Anlass, als Erinnerung an ChrigEl. Im Bild die Frau, dank der ich die Gymnasiumszeit überlebt habe, iriM! Wir haben das Geographiespiel gespielt und ich hab haushoch verloren.


Jetzt sollt ich wohl langsam Tina wecken....

Freitag, November 17, 2006

Nächtlicher Überfall

Es ist 02 Uhr morgens. Man hat den ganzen Abend damit verbracht, sich durch sämtliche Literaturausschreibungen im deutschsprachigen Raum zu lesen, hat nun die Zähne geputzt, das Gesicht gewaschen, und liegt unter einer sich langsam erwärmenden Bettdecke. Wecker gestellt, Licht gelöscht. Der Zustand des wohligen Entspannens tritt ein. Plötzlich zuckt ein Gedanke durch's Hirn. Oh nein, ein Einfall für einen Text. Und noch einer! Eine ganze Kette von Gedanken bildet sich! Aufschreiben! Ach nein, lieber schlaf ich jetzt, ich kanns ja morgen noch aufschreiben. Gott sei Dank oder leider Gottes hat man in diesem Bereich Erfahrung genug um zu wissen, dass auch der brillianteste Gedanke und auch die logischste Folgerung am nächsten Morgen weg sein wird wie Traumfetzen, denen man beim ersten Weckerklingeln nachzuhetzen versucht aber einfach zu schnell wach wird. So seufzt man laut, sucht die Brille, startet den Computer auf, schreibt wie besessen eine halbe Stunde lang, bis man plötzlich den letzen, abschliessenden Satz liest und noch einmal liest und staunend ausruft "wunderbar! herrlich! eifach fantastisch!". Doch auch hier kommt wieder die deutliche Stimme der Erfahrung die jetzt sagt: Morgen beim Erwachen und nochmaligen Durchlesen ist aller Glanz verschwunden, und vor dir liegt nur einer dieser wirren und unnützen Texte, von denen du schon Dutzende irgendwo begraben hast.

Gute Nacht.

Schön, dass wir's wenigstens versucht haben.

Rückblende oder Flashback



Zur Abwechslung wieder mal eine Reiseimpression. Aus diesem Bild erkennt man mancherlei Dinge:
-Es gab wilde Bären
-Wir haben unseren Food nicht sofort verstaut
-Unser SSS super-Säckli-System übertraf alles bisher Gesehene
-Wir waren mit Toblerone versorgt und ernährten uns dadurch im Land der unbegrenzt vielen, grossen und ungesunden Bigmacs ganz passabel.
-damals waren meine Haare noch kürzer
-Schuhe passen nicht zum T-Shirt

Besten Dank und weiterhin einen schönen Tag!

Donnerstag, November 16, 2006

i ha ke Zit um mini Zit z nutze

ZEIT NUTZEN

Aufstehn statt Liegenbleiben. Müsli statt Bruch. Leseaufgaben statt Zeitung. To-Do List statt listig nichts tun.

Jetzt ist die 4. woche meiner Hochschulzeit fast vorbei, noch immer bzw. immer mehr häufen sich Papier und Bücher.

Arbeiten statt Bloggen....

Sonntag, November 12, 2006

Der Traum blieb hinter dem Gotthard

Es ist kalt heute, brr, nass und neblig. Musste zwei Jacken übereinander anziehen. Umso schöner, dass ich heute Folgendes publik machen darf: Als ich heute Morgen erwachte, aus meinem Hotelbett auf meinen Hotelzimmerbalkon trat (im T-Shirt und barfuss, wohlgemerkt), da erblickten meine verschlafenen Augen dies hier:



Schön, ne? Meine Tante wird morgen 40 und lud ihre Freunde und Verwandten ein. Glücklicherweise führt sie mit ihrem Mann zusammen eine Pension direkt am Lago Maggiore in der Nähe von Locarno/Ascona. Ging leider viel zu schnell vorbei. Ich möchte zu Sibe ziehen.

Meine Eltern haben gerade einen Mann aus Myanmar zu Besuch. Myanmar liegt irgendwo zwischen Bangladesh, China und Thailand.. Er hat echt krasse Dinge erzählt... war without any reason im Gefängnis, wo einer seiner besten Freunde zu Tode gefoltert wurde, er knapp nicht. Da stellt sich dann die Frage: Wo liegt meine Verantwortung für die Welt; ich meine, was kann ich tun um etwas von dem Überfluss, den ich habe, abgeben zu können? Ich meine nicht mal unbedingt Spenden.. Lebensstil, wo man lebt, was man tut,..

Zum Glück kann ich jetzt schlafen gehen und morgen ist alles gut!

Sonntag, November 05, 2006

traurige welt

Reithalle-Fest!! Alle Jahre wieder! Nach monatelangem Arbeiten an Wochenenden wusste ich gar nicht mehr, was Ausgang (ausgehen - für unsere deutschen Freunde) bedeutet. Nun, das war:

Uristier - Toiletcore aus Bern/Thun im Souslepont:


und eine Balkanklezmerrockband im Tojo:


Ausserdem wieder mal frisch-fröhlich-Felsenau-Bier und wieder mal richtig getanzt!
Heute wollt ich mich dann nach Biel verziehen um dort in Ruhe arbeiten zu können. Vor lauter Ruhe inklusive Kälte und Dunkelheit vor dem Fenster bin ich ganz depressiv geworden. Musste wieder in meine Heimat, wo ich zuerst den Schluss von Autobahnraser, eines wirklich GUTEN Films angeschaut habe. Anschliessend in die Spätvorstellung von Little Fish. Wirklich traurig, diese Scheissdrogen!!!

Gestern erzählte mir eine Kollegin von der Fehlgeburt, die sie kürzlich hatte; heute eine andere, dass ihre Mutter sich umgebracht hat als sie (die Kollegin) 10 war..... Was soll man da sagen? Ich kann dieses "es muss" nicht ausstehen. Manchmal geht's einfach nicht mehr. Manchmal bleiben keine Worte und es müssen auch keine gesagt werden.