Donnerstag, Januar 27, 2011

Eating the chill pill


Pastor Bill



Wir müssen zur Zeit "Culture of Honor" von Danny Silk lesen. Ich unterstreiche jeden zweiten Satz. So gut. So so so gut. Noch bis Freitag. Danach lesen wir "Heavy Rain" von Kris Vallotton. Für Kris sangen wir heute Happy Birthday, obwohl er erst am Montag Geburtstag hat. Danach war er bei uns in der Revivalgroup, im vertrauteren Rahmen als unter 800 StudentInnen.. I just love him so much. Er empowert Frauen mega, er geht zu anderen Churches, weil er als Speaker eingeladen ist, und wenn er wenige (oder gar keine!!) Frauen in Leiterschaft sieht, konfrontiert er die Leiter grad. Kris hat nebst Highschool keine Ausbildung, aber ich habe noch selten einen Leiter gesehen, der sich so differenziert, weise, tiefgründig und gleichzeitig so humorvoll und überraschend ausdrücken kann bzw. etwas kommunizieren kann. Sein Herz ist so gut. Wenn er etwas sagt, wo er grad merkt, dass er sich darüber nicht im Klaren ist, dann entschuldigt er sich grad. Und er hat so viel zu sagen. Ich fühle mich wirklich privilegiert, bei solchen Leuten in die Schule gehen zu können.

Das Traurige an den Geburtstagsballonen ist, dass sie im Gang der benachbarten Grundschule aufgeblasen wurden. Plötzlich platzten drei Ballone. Worauf eine Schulklasse zitternd aus dem Zimmer rannte, weil sie dachten, es wären Schüsse.... hoppla!

Montag, Januar 24, 2011

Und wenn ich auch fahre im finstern Tal, so fürchte ich mich nicht mehr,

denn ich habe die Batterien meines Velolichtes gewechselt.

Ich liebe meinen Spanischkurs. Wir wecken jede Lektion jemanden von den Toten auf, im Rollenspiel.

Twinview Sonntagabend - es gab einen Wechsel, meine Revivalgroup wurde von Freitagabend zu Sonntagabend versetzt. Da beginnt der Gottesdienst um 18 Uhr. Heute hatten wir eine Band, die aus 6 Jungs bestand, und einer davon spielte nebst E-Gitarre und Keyboard auch noch einen Mac: Loops, Geräusche, Beats. Der Leadsänger sang nur ab und zu Texte, oft war es einfach 10 Minuten lang "ooohh aaahhh". Alles in allem entstand so eine Geräuschkulisse, oder vielleicht eher eine Geräuschwolke, die ihresgleichen suchte. Einfach herrlich. Und herrlich auch für meine Ohren, dass ich zufällig Oropax dabei hatte... Sogar mit Oropax war es definitiv zu laut.

Überhaupt gibt es in diesem Land Sitten, die mir Kopfzerbrechen bereiten. Sobald es nicht mehr 1° ist, laufen die Jungs schon in Flipflops und Shorts, die über den Knien aufhören, herum. Und die jungen Frauen in Minirock und Sandalen, wenn nicht sogar barfuss. Während ich, die ich gerade mit dem Velo bergauf gekeucht bin, noch meine Winterjacke trage.

However, zurück zum Twinview. Um 21 Uhr, nach 3 Stunden nonstop Lobpreis, war ich bereits ziemlich verschwitzt. Der Gottesdienst ging offiziell zu Ende, die Lichter gingen an, und während die eine Hälfte der Band zusammenpackte, packte der Mac-Mann seine Technobeats aus und der Schlagzeuger erhielt Unterstützung. Zu zweit trommelten sie auf das Schlagzeug ein, während Beats und giftige Elektrosounds aus den Boxen dröhnten. Wir drehten alle durch! Die Frau an der Beleuchtung machte aus der normalen Deckenbeleuchtung Stroboskope, oder versuchte es. Wir verwandelten den Raum in eine Sauna. Sich anschliessend zu umarmen glich dem Zusammenwerfen von zwei nassen Schwämmen. Einfach herrlich.

Freitag, Januar 21, 2011

Ein paar Geschichten von dort und hier

Diese Woche haben wir Sy Rogers in der Schule. Ein sehr beeindruckender Mann, wow wow wow!

Eine aus meiner Klasse flog an Weihnachten nach Hause und sass im Flugzeug neben einem Mann. Sie hatte das Gefühl, sie solle ihm sagen, er sei ein guter Mann. "Nicht gerade ein besonders spezifisches Wort", dachte sie, und las erstmal in ihrem Sexual Revolution-Buch weiter. Irgendwann kamen die beiden ins Gespräch, und sie sagte ihm, sie habe das Gefühl dass Gott ihm sagen möchte, er sei ein guter Mann. Er sagte, er sei Hindu und habe viele Götter, zu denen er jeweils im Tempel bete. Sie erklärte ihm die Grundlagen des christlichen Glaubens. Dann war die Unterhaltung irgendwie zu Ende, er schaute Filme und sie las weiter. Aber sie hatte das Gefühl, sie solle ihn fragen, ob er Christ werden möchte. Es liess ihr keine Ruhe. Also stupste sie ihn an und fragte "Would you like to become a christian?" und er sagte "Yes, I do".

Eine aus meiner Revivalgroup hat wenig bis kein Geld. Ihre Schwägerin wollte sie im Oktober mit 200 US Dollar beschenken, aber sie verlor das Portemonnaie im Mietauto und obwohl die Mietwagengesellschafft das ganze Auto intensiv durchsuchte, wurde es nicht gefunden. Sie lebt in Kanada. Meine Mitstudentin ging an Weihnachten nach Kanada. Plötzlich rief das Mietautobüro die Schwägerin an und sagte, sie hätten ein rotes Portemonnaie gefunden mit ihrem Namen drin. Das Portemonnaie lag AUF dem Beifahrersitz!! Die Schwägerin holte es ab, es war noch alles drin: Alle Karten, die 200 US Dollar, die sie damals extra gewechselt hatte, und darüber hinaus waren 250 Kanadische Dollar drin, die sie vorher noch nicht gehabt hatte!! Hahaha!

Gestern fuhren die ganze Zeit (also etwa 3x) Autos mit stark überhöhter Geschwindigkeit an mir vorbei und ich war den ganzen Tag über viel vorsichtiger und bewusster unterwegs als normal. Ausserdem sprach ich den Schutz Gottes über mir aus, was ich eigentlich nicht jeden Tag so bewusst mache. Am Abend fuhr ich um 21 Uhr 30 nach Hause. Der letzte Abschnitt ist ein steiler Hügel - abwärts. Gleich nach dem Hügel ist unsere Einfahrt. Ich kam nach Hause, stellte das Velo ab, ging hinein, und kurz darauf krachte es draussen: Ein Pick-up war direkt bei unserer Einfahrt in einen Baum gefahren. Er sei den Hügel runtergefahren und dann habe das Steuerrad blockiert. Mann mann mann....

Im Prayerhouse läuft jeden Morgen eine CD, die ich unbedingt haben wollte!! Aber ich wusste nie, von wem sie war. Ich googelte diverse Suchbegriffe um es herauszufinden, nichts. Heute Morgen reichte es mir. Ich sass im Prayerhouse, die CD lief wieder, und ich sagte "Heiliger Geist, bitte zeig mir von wem diese CD ist". Ich fuhr nach Hause, startete den Compi, gab zwei Suchbegriffe ein und voilà! Rita Springer, "Beautiful You".

Mittwoch, Januar 19, 2011

Von Freude und Freunden

Wenn gestern der Schule gegenüber kritisch eingestellte Personen als BesucherInnen da waren, dann sind sie jetzt wohl superkritisch. Es war so laut und lustig!! Mark Brookes, der Leiter vom First Year, sprach über "Joy". Ich war mir gar nicht bewusst, dass dieses Wort so oft in der Bibel vorkommt!

Darum ist es mein Wunsch, dass Gott, die Quelle aller Hoffnung, euch in eurem Glauben volle Freude und vollen Frieden schenkt,... -Römer 15,13

Deshalb, o Gott, hat dein Gott das Salböl der Freude in solcher Fülle über dich ausgegossen, wie er es bei keinem deiner Freunde getan hat - Hebräer 1,9

Ich sage euch das, damit meine Freude euch erfüllt und eure Freude vollkommen ist. - Johannes 15,11

Seht es als ganz besonderen Grund zur Freude an, meine Geschwister, wenn ihr Prüfungen verschiedenster Art durchmachen müsst... - Jakobus 1,2

Die Fürsten verabreden sich gegen den Herrn (...) Der im Himmel thront, lacht; Der Herr spottet über sie. - Psalm 2,2-4

Wohl dem Volk, das den Jubelschall kennt! O Herr, im Licht deines Angesichts wandeln sie; über deinen Namen frohlocken sie allzeit... -Psalm 89,16-17

Vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, Liebeserweise zu deiner Rechten ewiglich! - Psalm 16,11


Stärke und Freude ist in seiner Wohnstätte. - 1.Chronik 16,27b


Trinkt euch keinen Rausch an, denn übermässiger Weingenuss (...). Lasst euch vielmehr vom Geist Gottes erfüllen, indem ihr einander ermutigt (...) singt und jubelt aus tiefstem Herzen... - Epheser 5,18-19

Ich kann jetzt natürlich nicht alles, was Mark gesagt hat, 1:1 aufschreiben. Aber es hat etwas in mir ausgelöst und ich meditiere Tag und Nacht darüber. Das mit dem meditieren ist natürlich ein Witz. Aber so ähnlich stimmt es.

Ansonsten fahre ich bei Vollmond und eisigen Temperaturen frühmorgens auf dem Velo zur Prayerchapel, und bei Sonnenaufgang wieder nach Hause. Lese ein ewig langes Kapitel über Bibelübersetzungen und vergleiche Matthäus 11,12 aus sieben verschiedenen Übersetzungen miteinander...

Ansonsten hatte ich gestern Autoprüfung und enorme Gunst mit dem Experten. Er ist schon bekannt dafür, dass er sehr gerne redet. Wenn man ihm sehr gerne zuhört, aktiv, dann gehen die 20 Minuten Fahrt schnell herum, und man überlebt es sogar, downtown bei Gegenverkehr auf einer dreispurigen Strasse links abzubiegen (das überlebt man ja sowieso, aber mit einem Experten nebendran kann man schon ins Schwitzen kommen). Es gab einzig einen heiklen Moment, nämlich den, als er plötzlich über "the homosexuals" herzuziehen begann. Ich wollte meine Freundinnen und Freunde nicht verkaufen um den Fahrausweis zu bekommen. Gleichzeitig wollte ich auch nicht ins Hornissennest stechen.. Irgendwie ging es, nach einigem erstaunten Nachfragen ihn aus diesem Thema wegzuholen.. mann mann mann...

Sonntag, Januar 16, 2011

Das Jahr beginnt gut!

Bei Schlechtwetter spielen die Schulkinder der benachbarten Schule in unserem "Klassenzimmer". Dann gehen die Türen erst um 12.40 Uhr auf, und der Unterricht beginnt um 12.45. Stell dir vor: 850 StudentInnen strömen durch 3 Türen rein.... Eine Schweizerin fährt jeweils mit ihren Mitbewohnerinnen mit, und die sind ein bisschen crazy, die sind nämlich immer schon so um 12 Uhr da. Somit sind sie immer bei den vordersten in der Schlange (ja, es gibt noch Leute, die noch vorherer anstehen). Diese Schweizerin rennt dann bei Türöffnung grad rein und reserviert eine halbe Reihe für 6-7 von uns anderen SchweizerInnen. Inzwischen gehört auch eine Amerikanerin zu uns SchweizerInnen. Ich kann also ganz gemütlich um 12.43 eintrudeln und habe immer einen guten Sitzplatz. Awesome. Nichtsdestotrotz habe ich herausgefunden, dass es mega fägt, eine halbe Stunde vor Türöffnung dazusein. Man lernt immer wieder neue Leute kennen beim in-der-Schlange-stehen. Oder kann in aller Ruhe noch einen Kaffee kaufen gehen.

Bill war zwischen Korea und Dubai kurz bei uns in der Klasse. Ich liebe es, wie entspannt und positiv und glücklich er immer ist. Ich liebe es auch, dass Bill "Kaffee" "The holy plant" nennt. Und das sind Auszüge aus meinem Notizheft:

The world I'm most aware of, will overshadow the place I enter.

Don't become pre-occupied with stuff (anxiety, fear,..). Just become aware of the Lord. Loving Him, enjoying his Presence, just being aware.

Holy Spirit is a living person who responds to affection.

God is the one who leads the dance. We learn the way to respond his lead - that's the whole christian life.

It's not that complicated when you're presence-oriented. It's very complicated when you're principle-oriented.

I've committed myself to not do things that hinder him. I've committed myself to do the things that release him.

When I don't sense this great Presence on my life, I still live as though I do.


Diese Woche hatten wir auch Steve Backlund in der Schule. Aaahh!!! Ich glaub man kann sich ihm nicht auf 50m nähern ohne gutgelaunt zu werden. "Positive thinking" ist nur der Vorname. "I am not anointed enough for that" - "Let's laugh at that!!". "Today is not my day" - "Let's laugh at that!!". hahaha.

Nächste Woche kommt Sy Rogers, dann Ernestyna, dann Georgian Banov. Nicht schlecht, oder?

Fridaynight Soakingtime im Twinview. Hier um ca. 22.15, als der Gottesdienst schon seit einer Stunde offiziell zu Ende war. yeah yeah yeah.

Montag, Januar 10, 2011

mas santo espirito

Eintrag Nummer 777.

Ich bin so verspannt. Ich muss irgendeinen Weg finden, meine Decken am Bett zu befestigen, damit ich nicht jede Nacht verkrampft-verfroren erwache.

Sprachkurs an der BSSM: Da wir im März alle auf Missionstrips gehen, in alle Welt, gibts jetzt die unglaubliche Gelegenheit, einer Sprache in nur 8 Wochen für wahnsinnige 40$ näherzukommen. Mandarin, Französisch, Arabisch, Spanisch, Portugiesisch,... Obwohl mich Polnisch, Portugiesisch oder Arabisch viel mehr gereizt hätten, entschloss ich mich aus Vernunftgründen für Spanisch. Erste Lektion war heute. Zu Beginn machten wir ein kleines Sozo: "I renounce the lie that I'm not able to learn a new language (...). I embrace the truth that the Holy Spirit helps me to learn new words,.. (..)". Ich mag das. Ganz praktisch. Ich sass also im Spanischkurs, neben mir französischsprachige Kanadier, mit denen ich mich in ihrer Muttersprache unterhielt, auf der anderen Seite eine Polin, der ich auf ihre Verständnisfragen mit "nie wiem" oder "nie rozumiem" antwortete, und nebenbei: Me illama Maria. Como estas. mas fuego!

Samstag, Januar 08, 2011

Von Family zu Familie in wenigen Stunden

Eine Sache, die ich wirklich liebe, ist das Family-Ding. Obwohl wir um die 850 StudentInnen sind, und zwar nur im first year, hat sich doch in drei Monaten ein ziemliches Familiengefühl entwickelt. Interessant, wie man plötzlich einen inneren, mittleren und äusseren Kreis von Leuten hat, mit denen man immer zusammensitzt, oder mit denen man einen Kaffee trinken geht, die man immer mal wieder freudig umarmt, oder denen man von weitem zuwinkt.

Als mein Gottebub krank wurde, begann ich dies mit immer mehr Menschen zu sharen. Und immer mehr begannen, für ihn zu beten. Ich bin so überrascht, dass noch heute immer wieder StudentInnen auf mich zukommen und fragen, wie es dem Baby geht. Wow wow..!

Apropos.. es ist schon verrückt, was in einem abgehen kann, wenn man plötzlich irgendwo drinnen war. Weltweit gehen so viele Sachen ab, aber man ist nie involviert. Seit ich meine Ferien auf der Knochenmarktransplantationsstation (ich musste dieses unglaublich lange Wort einfach mal ausschreiben. Eigentlich ist es ja Kinderknochenmarktransplantationsstation) verbrachte, denke ich immer und immer wieder an die Kinder, die ich dort täglich sah. Hinter den Namen gibt es Geschichten, die einem so nahe gehen. Ich will um jeden Preis Heilung nachjagen. Heute in 10 Jahren, heute in 20, heute in 50 Jahren will ich so viel mehr Heilung gesehen haben!! Wir haben so einen guten Gott, der alles übersteigende Pläne und Ideen hat, und der mit uns zusammenarbeiten will - come on, ich will auch!!

Heute Abend diskutierten meine zwei Mitbewohnerinnen und ich über Entscheidungen, Listen über zukünftige Ehemänner, die Liebe und Männer allgemein. Die eine ist glücklich verheiratet mit einem, der niemals ihrer Liste entsprochen hätte, hätte sie eine Liste gehabt. Die andere hat eine Liste mit etwa 50 Punkten darauf. Ob ich schon wisse, wieviele Kinder ich mal haben wolle? Ich? Kinder? Wenn ich meinen Gottebub auf den Armen halte, dann wünsche ich mir, es wäre mein Baby. Aber andererseits wäre ich auch voll excited, die Welt zu rocken ohne gleichzeitig noch das Glück haben zu müssen, einen Mann zu haben der die Welt auch so rocken will. Sprich: Wie cool wäre es, "Klosterfrau" zu sein. I love the Holy Spirit and not much else. Andererseits wird sowieso alles anders. Anders als alles. Bis dahin bleibe ich so glücklich, wie ich jetzt bin, oder erlebe sogar noch increase. Eine Mann-Liste habe ich mal geschrieben, aber worunter ist sie schon nur gespeichert? Whatever.

Freitag, Januar 07, 2011

Es ist schon noch so cool hier

Wieder neu ankommen. Drei Drei-Königs-Kuchen essen beziehungsweise diesen Brauch hier einführen, immer mit anderen Mit-EsserInnen, jedoch nie König werden, was aber auch gut ist, schliesslich wurde ich es schon in der Schweiz.
Steuern bezahlen. Wie jedes Jahr beim Steuernbezahlen stellt sich wieder die Frage des Kirchenaustrittes.
Die zwei neuen Bücher von John Crowder in der Hand halten. I can't wait to have time to read them!
Heute war Russel Evans von den Planetshakers hier. Wow wow.. Morgen gehen wir mit einem Geburtstagskind ins International House of Pancakes, IHOP, frühstücken. Vielleicht sollte ich als Ausgleich mit dem Velo dahinfahren..

Obwohl man heute sogar tagsüber ohne Jacke an der Sonne sein konnte, ist es bei uns im Haus, sprich: in meinem Zimmer, immer nur so um die 15° herum. Wir haben keine Heizung, abgesehen von einem Feuerofen im Wohnzimmer, aber das Wohnzimmer ist ewig weit weg. Mein Elektro-öfeli heizt, wenn man es einen Abend lang laufen lässt, das Zimmer kurzzeitig auf 18° oder so auf. Aber die Nacht hindurch kann ich das ja nicht laufen lassen.. Somit ist das morgendliche Aufstehen nur durch grosse Willensanstrengung oder eine sehr volle Blase machbar.

Wir Schweizerinnen sind schon wahre Spezialistinnen geworden, die Prayer Chapel schön warm zu überstehen. An mindestens zwei Morgen pro Woche gehört jemand von uns zu den ersten, die dort eintreffen. Wir stellen schnell die Klimaanlage einige grosszügige Grade höher ein und legen Kissen auf die Schächte, aus denen kühle Luft strömt. Ich kann dieses Räume-runterkühlen auch nach drei Monaten nicht verstehen.

Ansonsten ist es immer noch und immer wieder der Hammer hier. Gestern hatte eine Freundin einen Velounfall, und als wir mit ihr in der Walk-in Clinic darauf warteten, dass der Arzt ihre Wunde am Kinn nähte, wurde sie so betrunken von der Gegenwart Gottes, dass es richtig lustig wurde. Der Arzt verbrachte dann auch die meiste Zeit damit, auf Internet den Ort herauszufinden, an dem jeweils in der Schweiz die Mountainbikemeisterschaften stattfinden.

Mittwoch, Januar 05, 2011

An der Schnur hängen

Am Tag nach dem Abflug gibt es eine totale Mondfinsternis in den USA. Am Tag nach dem Abflug gibt es eine partielle Sonnenfinsternis in Europa.

Auf der anderen Seite der Kugel sein in 24 Stunden. Wie lange fünf Stunden sein können, wenn man sie in einem Flugzeug verbringt und gerade einen 9-einhalb Stunden Flug hinter sich hat. Wenn es keine Filme anzuschauen gibt. Wenn man nicht ausgeschlafen in die Reise gestartet ist. Wie kurz drei Stunden Shuttlebusfahrt sein können, wenn man sie von der ersten bis zur letzten Minute durchpennt.

Das Haselnussjoghurt ist zwar explodiert, aber man konnte es trotzdem noch essen heute Morgen.

Und dann der erste Schultag, 11 Stunden nach Ankunft. Sich umschauen wo Leute sind die man kennt, sie von weitem sehen, hallo sagen wollen. Und dann liegen wir alle zwischen den Reihen am Boden. Man kann sich ja über das streiten, es macht aber mehr Spass, es einfach zu sein.

Zwei Stunden später erzählt Bill über seine Beobachtungen weltweit, dass man wie "geimpft" werden kann gegen das Übernatürliche, gegen Aufbruch. Indem man einfach immer nur eine kleine Portion Jesus zulässt, damit es noch kontrollierbar ist. Oder durch "Familiarity" - ach, schon wieder eine Arthritisheilung, das hatte ich schon 23 Mal dieses Jahr. Es gibt jetzt noch Gebet für die Kranken? Nett, aber ich war schon so oft dabei, ich geh mal draussen Kaffeetrinken. Schmerzen verschwunden? Klatsch klatsch, ok können wir mal eine gehaltvolle Predigt hören?

Die Israeliten vom Exodus lebten 40 Jahre lang in übernatürlicher Versorgung. Sie bekamen Geschenke von Gott, Wasser aus dem Felsen, Manna jeden Morgen. Aber wie wenn man ein Geschenk bekommt, und daran ist eine Schnur befestigt, die zu der Person führt, die das Geschenk gemacht hat - man kann das Geschenk freudig annehmen, und die Schnur abschneiden. Ich will der Schnur entlanglaufen bis ich Gott am andern Ende finde.

Ich finde ihn überall. Das haut mich einfach um. Er ist überall und es gibt immer mehr. Und er ist so GUT!!! Elektrisierend, wegschwemmend, schwer, warm, gut riechend, lachend, schön.

Sonntag, Januar 02, 2011

Züri brännt auch 2011

Eine Stunde vor dem neuen Jahr traf ich dieses Gebilde im Entrée des Kinderspitals Zürich. Dort verbringe ich sehr viel Zeit, morgen leider leider leider zum letzten Mal... Dann sehe ich meinen Gottebub erst wieder im Mai, aber dafür ist er dann gesund!!

Wo man schon mal in Zürich ist, darf man das Feuerwerk zum neuen Jahr nicht verpassen. It's insane!!! Insane! Das Video hier ist nur ein kleiner Ausschnitt vom Anfang.. das Ganze dauerte 20 Minuten...