Samstag, Januar 08, 2011

Von Family zu Familie in wenigen Stunden

Eine Sache, die ich wirklich liebe, ist das Family-Ding. Obwohl wir um die 850 StudentInnen sind, und zwar nur im first year, hat sich doch in drei Monaten ein ziemliches Familiengefühl entwickelt. Interessant, wie man plötzlich einen inneren, mittleren und äusseren Kreis von Leuten hat, mit denen man immer zusammensitzt, oder mit denen man einen Kaffee trinken geht, die man immer mal wieder freudig umarmt, oder denen man von weitem zuwinkt.

Als mein Gottebub krank wurde, begann ich dies mit immer mehr Menschen zu sharen. Und immer mehr begannen, für ihn zu beten. Ich bin so überrascht, dass noch heute immer wieder StudentInnen auf mich zukommen und fragen, wie es dem Baby geht. Wow wow..!

Apropos.. es ist schon verrückt, was in einem abgehen kann, wenn man plötzlich irgendwo drinnen war. Weltweit gehen so viele Sachen ab, aber man ist nie involviert. Seit ich meine Ferien auf der Knochenmarktransplantationsstation (ich musste dieses unglaublich lange Wort einfach mal ausschreiben. Eigentlich ist es ja Kinderknochenmarktransplantationsstation) verbrachte, denke ich immer und immer wieder an die Kinder, die ich dort täglich sah. Hinter den Namen gibt es Geschichten, die einem so nahe gehen. Ich will um jeden Preis Heilung nachjagen. Heute in 10 Jahren, heute in 20, heute in 50 Jahren will ich so viel mehr Heilung gesehen haben!! Wir haben so einen guten Gott, der alles übersteigende Pläne und Ideen hat, und der mit uns zusammenarbeiten will - come on, ich will auch!!

Heute Abend diskutierten meine zwei Mitbewohnerinnen und ich über Entscheidungen, Listen über zukünftige Ehemänner, die Liebe und Männer allgemein. Die eine ist glücklich verheiratet mit einem, der niemals ihrer Liste entsprochen hätte, hätte sie eine Liste gehabt. Die andere hat eine Liste mit etwa 50 Punkten darauf. Ob ich schon wisse, wieviele Kinder ich mal haben wolle? Ich? Kinder? Wenn ich meinen Gottebub auf den Armen halte, dann wünsche ich mir, es wäre mein Baby. Aber andererseits wäre ich auch voll excited, die Welt zu rocken ohne gleichzeitig noch das Glück haben zu müssen, einen Mann zu haben der die Welt auch so rocken will. Sprich: Wie cool wäre es, "Klosterfrau" zu sein. I love the Holy Spirit and not much else. Andererseits wird sowieso alles anders. Anders als alles. Bis dahin bleibe ich so glücklich, wie ich jetzt bin, oder erlebe sogar noch increase. Eine Mann-Liste habe ich mal geschrieben, aber worunter ist sie schon nur gespeichert? Whatever.

4 Kommentare:

die Vorgärtnerin hat gesagt…

Hallöchen...
mit der Zeit wirst Du spürbar amerikanisierter.
Du SHAREST Dinge mit anderen,
Du bist EXCITED, Dinge zu tun....

Ist das dann schwenglisch? Schweizer-Englisch?

Nichtsdestotrotz freu ich mich immer, von den neuesten Entwicklungen (oder auch mal Auswicklungen, Einwicklungen und was da noch so passiert) zu lesen.

Jack hat gesagt…

die liste ist bei mir auf dem kompi gespeichert

cee hat gesagt…

Hey ich hab sie gefunden! Endlich kann ich meine Dates genauer unter die Lupe nehmen und dann ein DTR machen!! Wenn ein DTR gut rauskommt, werden wir ein DRT!

cee hat gesagt…

@juppi: Das ist noch gar nichts! Du solltest mal hören, wie wir BSSM-SchweizerInnen uns unterhalten... mit fast mehr englischen Wörtern als nicht, aber alle so verschweizert, dass auch die Amis uns nicht folgen könnten. It's kinda hard to get rid of that habit..

Mit überschwenglischen Greetings, Sally!