Dienstag, Juni 29, 2010

Der Wolf packt wieder zu


Einen guten Monat vor meiner Ausreise werde ich nochmal mit dem Wolfpack auftreten, und zwar gibt es ein Gratiskonzert am BeJazz-Festival in Bern. Am 6. August. Am besten grad in deine Agenda eintragen.

Montag, Juni 28, 2010

Flucht in die Schlucht

Zehn Minuten mit den Velo durch die Stadt fahren, dann eine halbe Stunde durch eine herrlich kühle Schlucht laufen. Ein Rivella trinken und zurück... eine privilegierte Wohnsituation!

Samstag, Juni 26, 2010

Fremd end

Gestern hatte ich einen 16er Tisch zu bedienen. Während dem 16x Mineralwasser-einschenken, 16x Wein ein- und nachschenken, dem Vorspeisen-, Hauptgang- und Dessertbringen hatte ich ausgiebig Gelegenheit, nebenbei Gespräche der Gruppe mitzukriegen. Zuerst einmal lagen etwa 4 iphones auf dem Tisch und auf allen lief live Schweiz-Honduras (in der ersten Halbzeit schauten alle ständig darauf und die sonstigen Gespräche stockten immer wieder, in der zweiten Halbzeit wurde mehr diskutiert als geschaut, und in der letzten Viertelstunde lagen die iphones mit Bildschirm nach unten da...). Dann tauschten sie sich ziemlich lange über die Vor- und Nachteile ihrer iphone- und ipad-Geräte aus: "Also bei meinem iPad ist der Empfang immer sehr schlecht" - "Echt? Ich habe meinen bei der Gesellschaft XY und das iPhone bei ZK und es läuft beides gut" ...etc. etc.
Einen Rest des Abends lang hab ich mir überlegt, ob ich wohl neidisch bin auf deren Lebensstandard? Aber ich kam zum Schluss: eher nein. Auch Abscheu oder ähnliches fand sich nicht, obwohl natürlich schon Fragen in meinem Kopf kreisten wie "Geben die ebensoviel Geld in gute Projekte wie sie für ihre überflüssigen Spielzeuge ausgeben?". Doch ich kenne ja weder sie noch ihren weiteren Lebensstil. Und lebe zurzeit von Leuten wie ihnen.. Es war halt einfach fremd, zwei total andere Welten.

Donnerstag, Juni 24, 2010

Ich bin jetzt auch ein Bond-Girl

Heute hab ich ein Aston Martin-Auto gestoppt, oder besser gesagt, eines stoppte für mich. Man kennt diese Autos auch aus den James Bond Filmen. Bern Neufeld bis kurz vor Biel. Ich muss zugeben, dass ich nicht eingestiegen wäre für diese Strecke, wenn es irgend ein klappriges Irgendwas-Auto gewesen wäre... Am Steuer sass eine Frau. Die als "Pilot" (sie benutzte selbst die männliche Form) arbeitet, gerade in Paris gelandet ist und jetzt 4 Tage frei hat. Ich fragte sie beim Aussteigen, was dies eigentlich für ein Auto sei?? Sie sagte "Aston Martin. Eines der besten Autos, die man haben kann."

Bevor ich übrigens zur Autobahn lief, sagte ich zu Ernestyna "Wünsch mir Gunst", und sie sagte "you got it" - voilà.

Für diesen Blog-Eintrag wurde das Label "Prahlen" eröffnet.

Montag, Juni 21, 2010

Sprachenhaft

Ich schreibe an einem Theaterstück mit. Heute hatten wir 5 Stunden Probe in einer ungeheizten Halle. Bei diesen Junitemperaturen... Nun stürze ich mich erstmal in die Badewanne.
Theater ist toll, besonders Kindertheater. Da wir in einer zweisprachigen Stadt leben, muss das Stück auch bilingue sein. Ein Publikum, in dem französisch- sowie deutschsprachige Kinder vertreten sind, muss das Stück verstehen können. Deswegen darf das Stück aber nicht holprig rüberkommen, eine langweilige 1:1-Übersetzung in regelmässigen Abständen muss vermieden werden. Stattdessen darf ruhig auch mitten im Satz die Sprachgrenze überschritten werden. Und da sich der Grossteil des Textes reimen muss, dürfen auch sprachenübergreifende Reime gesucht werden. Somit sind zwei Texterinnen angestellt, und zum Schreiben treffe ich mich immer mit der Kollegin französischer Muttersprache. Da ich berndeutsch schreibe, wird es eventuell noch eine Zürideutsche Version geben müssen, da Wörter wie gränne (weinen) ersetzt werden müssen (brüele). I love it.

Montag, Juni 14, 2010

Der Turm von Bibel


1.Mose 1,2: "die Erde aber war wüst und leer". Kann man sich etwas darunter vorstellen? Wie wäre es mit "auf der Erde aber herrschte ein riesen Tohuwabohu". Nun wird das ganze schon viel bildhafter. Und tatsächlich ist "tohu wa bohu" hebräisch und wird im 1.Mose 1,2 mit "wüst und leer" (Schlachter+Luther), "wüst und öde" (Gute Nachricht, Zürcher), "totales Chaos" (Volxbibel) übersetzt.

Überhaupt liebe ich es, in einer Bibel zu lesen. Es ist so lustig: (Vers 22)

Und die Worte werden so lebendig.

Das NGÜ AT kommt in 8 Jahren raus. Dann bin ich 35 und mitten in einer Erweckung.

Sonntag, Juni 13, 2010

Freakstock 2010 - hurra!

Das Line-Up vom diesjährigen Freakstock verspricht einiges!!! Insbesondere das Bandfoto vom Dorfdisko-DJ "Broflowski".
Zuerst schien es ja, dass ich dieses Jahr nicht hingehen kann. Dabei wäre es mein Jubiläum. 10 Jahre S. am Freakstock. Aber jetzt ist alles gut.
Vielleicht verpassen wir ja die Bands durch eine Überdosis HGB (HolyGhostBlows)?! Hehe..

Heute stöppelten E. und ich am Wankdorfplatz. Dann gab es einen WankdorfPlatzregen. Zum Glück fanden wir Unterschlupf am SCHERMENweg. Das war gleich nebenan. Ist Schermen eigentlich auch in Deutschland verständlich? Schärme. So ein schönes Wort. Es gibt keine Übersetzung dafür in meinem Kopf. A Schärme gaa. Chum a Schärme. Naja, jedenfalls begann es gleich wieder zu regnen als wir unsere Pause unterbrachen. Wir sagten zueinander "noch 10 Autos, dann fliehen wir wieder unters Dach". Natürlich hielt das 10. Auto und fuhr uns direkt zu den Velos.

Mittwoch, Juni 09, 2010

Zeit und Zeitlos

Freitagabend, um Mitternacht, ein sms von E.: "Wann wollen wir uns morgen an der Autostop-Stelle treffen?". Ich zurück: "Hmm, frag doch den Heiligen Geist, wann unser Auto fährt! Wollen wir 9.40?" - E: "Haha, er sagte 9.43". --- Am nächsten Morgen sind wir um ca. 9.46 dort... Ich: "Wir haben das .43-Auto verpasst". E: "Er sagte, dass .57 nochmal eins kommt". OK, wir stellen uns an die Strasse, es ist ca. 9.50 Uhr. Viele Autos, niemand hält. Dann hält einer an, wir steigen ein, schauen auf die Uhr: 9.57. Voilà! "Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht..." (Psalm 127,2)

Montagabend, wir fahren zum Wald (wir erinnern uns: Der Findlingswald). Als wir so an den Ringen herumhängen und auf den Bänken herumsitzen, ertönt plötzlich von weitem eine seltsame und wunderschöne Melodie. Eine kleine Waldgeschichte? Wir schliessen unsere Fahrräder ab und laufen in den Wald hinein; es hat schon begonnen, einzudunkeln. Nach einigen Abzweigungen ist die Musik ganz nahe, aber wir können ihre Quelle nicht ausmachen. Auch wollen wir den Musiker, die Musikerin nicht verschrecken oder, noch schlimmer, zum verstummen bringen. Was ist es wohl? Eine Flöte? Ein Saxophon? Eine Oboe? Eine Klarinette? Geduckt schleichen wir uns an. Im ständigen Probieren, nicht auf einen Ast zu treten, huschen wir von Baumstamm zu Baumstamm und unter jungen Tannen durch. Aber wir sehen nichts, das Unterholz ist zu dicht, das Licht zu stark ausgeschlossen von den Baumkronen. Wir schlagen einen Bogen um die Musik herum und versuchen es von der anderen Seite. Nichts zu sehen. Existiert überhaupt ein Musiker, eine Musikerin? Inzwischen hat sich uns ein Päärchen angeschlossen, sie sind forscher drauf, laufen ungeniert zwischen den Tannen hindurch, erblicken den spielenden Mann (aber auch sie erkennen kein Instrument) und schauen ihm zu, während wir noch beim Zuhören geblieben sind. "Da waren wir wie die Träumenden. Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel" (Psalm 126).

Samstag, Juni 05, 2010

Nette Überraschung

Heute war full house, bzw. full garden. Meine Freundin und Arbeitskollegin und ich am rumrennen, von Tisch zu Tisch.. Zuhinterst sitzt ein einzelner Mann, und als ich an seinem Tisch vorbeilaufe, fragt er mich: "Kennen Sie mich noch?". Hmm... nein. "Sie sind mal mit mir mitgefahren, beim trampen", sagt er. Und dann dämmert es mir.. Mitte Februar... Von der Grenze bis oberhalb von Frankfurt... der supernette Koch! Nachdem ich ihm damals erzählt hatte, wo ich arbeite, äusserte er den Wunsch, mal hier essen zu kommen. Nun fuhr er tatsächlich bis hierher!

Mittwoch, Juni 02, 2010

Kleine Probleme vs. grosse kleine Wunder

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHH!!

Nachdem ich endlich bei der Fotografin war für ein richtig genormtes Foto und nachdem dieses Foto richtig eingescannt war mit der richtigen Pixelanzahl im Verhältnis zur Grösse und Schwere und Durchmesser und Konsistenz und Bits und RGBs, machte ich mich daran, das Online-Visa Antragsformular auszufüllen. Ich füllte aus, 50 Minuten lang, als plötzlich eine Fehlermeldung erschien, die ich nicht verstand. Ich klickte OK, eine andere Option blieb mir nicht, und befand mich wieder ganz am Anfang des Formulares. Alles verloren. Soll ich nicht besser nach Zentralasien gehen? Ach!

Dafür durfte ich heute Morgen mit meiner Mitbewohnerin zum Ultraschall gehen. Zum ersten Mal sah ich ein ungeborenes Kind (sie sind überall) sich bewegen, sah das Herz pumpen. Uns wurde genaustens erklärt, welche Herzkammer welche ist und hier die Herzklappe, die sich in die Richtung öffnent, und hier die Aorta und hier die Blase und da die Nieren (Psalm 139). Und die Wirbelsäule, perfekt geformt. Der Oberschenkelknochen. Das Kleinhirn. Die Finger, eins zwei drei vier fünf. 22 Wochen alt ist es, und es liegt "nach Lehrbuch", so sagte die Ärztin, im Bauch. Aber eigentlich liegt es gar nicht, es schwebt ja im Wasser und bewegt sich die ganze Zeit. Hach, was für ein Erlebnis! Dieses Kind ist ein Wunder! Als wir dann aus dem Untersuchungszimmer traten schauten uns alle Wartenden komisch an und hielten uns wohl für ein lesbisches Paar :-)

Und kaum draussen, sahen wir schon den Herrn Luzius Explorer auf der Brücke stehen und die Stadt abzeichnen. Schön!

Dienstag, Juni 01, 2010

Unvergleichbare einzige Option

Ganze Tage Zeit!

Nur abends ruft die Arbeit. Aber dann:
Ich möchte Bibel lesen. Gott anbeten. Fürbitten. Jesusculture Buch lesen. Agnes Sanford Bücher studieren. Wigglesworth lesen. ibethel.tv-Predigten hören. Im Garten arbeiten. Velofahren. An den See gehen. Mein Zimmer räumen. Fenchel kochen. Prayer report schreiben. Mein Zimmer zur Untermiete ausschreiben. Larry Randolphs "Spirit talk" lesen. Den Gabentest neu machen. Polnisch lernen. Portugiesisch lernen. Gitarre spielen. Mein US-Visa in Angriff nehmen.

Meine Geschwister in fernen Ländern sind in Schwierigkeiten.. die einzige und die beste Option für mich besteht jetzt darin, diesen mächtigen und schönen Namen von Jesus anzubeten, Raum lassen, geben. Und nebst dem, dass dies das Wichtigste ist, ist es auch das Schönste.

Wenn man mal himmlischen Wein degustiert hat, die Gegenwart von Gott gekostet hat, den Heiligen Geist gerochen hat, dann sind die Reize dieser Welt bestenfalls Haferschleimsuppe oder Fencheltee. "Such a love is this for me!"