Wie fest pressiert es eigentlich? Pressiert es überhaupt?
Vielleicht wenn ich 99 wäre und ich hätte immer noch kein Buch veröffentlicht. Aber jetzt? Was, wenn ich mit 45 ein unglaublich gutes Buch veröffentliche. Denken dann alle "15 Jahre zu spät"? Natürlich nicht. Oder mit 70? Auch das ist noch ein super Alter für solche Sachen. Ausserdem lebe ich ja mindestens 400 Jahre.
Vielleicht muss ich mich gar nicht so gestresst fühlen, wenn alle lieben Leute um mich herum immer nach meinem Buch fragen, ob es denn schon fertig sei. Es könnte in ein paar Wochen fertig sein, oder in ein paar Jahren. Und ich fühle mich geliebt, wenn man fragt, wirklich. Zum Glück hab ich diesen Druck nicht mehr. Lustig eigentlich, dass ich den Druck nur habe, wenn er in meinen Gedanken ist.
Hingegen erlebe ich ausserhalb meiner Gedanken unglaubliche Ermutigung. Kaum denke ich über's Schreiben nach kommt - bäm! - ein prophetisches Wort, dass ich schreiben soll. Oder heute im Gottesdienst, da betete ich für eine random Frau, die ich nicht im Geringsten kannte, und dann sagte sie mir "Ich hab dich vor ein paar Jahren mal da auf dem Kornhausplatz rappen gehört, das war super. Rappst du noch? Du solltest unbedingt weiterfahren". Dieses Konzert fand wirklich vor Jahren statt!!! Wow! Gerade HEUTE Morgen hatte ich urplötzlich das riesige Verlangen, wieder mal einen Raptext zu schreiben. Aber dann dachte ich, "wozu..."....... und dann das.
I love my life.
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Sonntag, Mai 26, 2013
Freitag, April 29, 2011
Andererseits hängt horizontal auch kein Vorhang mehr
Ich bleib in diesem Prozess, aber ich bestimme was ich einnehme, und das nimmt mich ein. Wenn mich etwas einholt, hole ich aus. Wenn mich etwas überholt, springe ich aus dem Flugzeug und überhole meinerseits, mit 200km/h, weil ich weiss, dass auf meinem Rücken ein Mann mit Fallschirm angebunden ist. Und er heisst nicht Ross. Ha ha ha.
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Über dem Pazifik hängt kein Bleivorhang
Ich würde ja auch lieber über etwas anderes schreiben. Ab morgen wieder.
Sind wir mal die Generation Post-Fukushima? Was sagen 0,2 Millisievert aus, oder 1,7 Mikrosievert? Werden wir uns mal alle damit auskennen und Kopfrechenübungen in der Schule damit gestalten? In den Healingrooms werden Menschen von Krebs geheilt; jede und jeder hat irgendjemanden in der Familie die oder der an Krebs erkrankt ist und gestorben. Werden unsere Kinder einst erstaunt fragen "Wie, du hast jemanden in deiner Familie, der nicht krebskrank ist? Wie alt ist er?". Was bedeutet eine Halbwertszeit von 47'000 Jahren, wenn ich Grossmutter werden möchte von gesunden Grosskindern? Kann ein Smoothie noch gesund sein, wenn er aus Spinatblättern besteht, die mit Regen getränkt, und aus Erdbeeren, die von Wind geschaukelt wurden? Über dem Pazifik hängt kein Bleivorhang.
Was ist die Zukunft von Heilungsgebet? Können wir Menschen durch Handauflegen im Namen von Jesus dekontaminieren? Und wenn ja, müsste man das alle drei Wochen wiederholen, um eine Krebsbildung zu verhindern?
Kann ich heute noch Optimistin sein ohne meine Augen bewusst zu verschliessen? Die einzigen, die nicht verunsichert sind in meinem Umfeld sind die, die keine Zeitung lesen, sich nicht informieren, die das Wort "Fukushima" vielleicht irgendwo schon mal gehört haben. Und eine von ihnen wusste nicht, was "Tschernobyl" ist, als ich ihr von meinen Gedanken erzählte. Sie ist gleich alt wie die Katastrophe, die 25 Jahre lang als "Die Katastrophe" galt, aber pünktlich zum Jubiläum abgelöst wurde. Vom Ostblock zum Fernen Osten.
Ich möchte ja nicht so zynisch schreiben, wirklich nicht, es tut mir einfach. Ich werde da hindurchgehen und anders rauskommen, das ist ein Prozess, ich bin eine verbal processor. Literary processor. Alles wird gut. Schon nur, weil es schriftlich dasteht. I declare I declare.
Wäre die Lösung, sich nicht mit etwas auseinanderzusetzen, was so auseinandergesetzt ist, dass kein Gefäss der Welt seine Einzelteile gemeinsam halten könnte? Ist die Lösung, sich Gott auszusetzen, weil er um ein so Vielfaches grösser und stärker ist, als dass wir es jemals erfassen könnten? Ist meine einzige Option, Sätze zu bilden, die nicht verstanden werden können, um das nicht verstanden werden könnende in Worte zu fassen?
Sind wir mal die Generation Post-Fukushima? Was sagen 0,2 Millisievert aus, oder 1,7 Mikrosievert? Werden wir uns mal alle damit auskennen und Kopfrechenübungen in der Schule damit gestalten? In den Healingrooms werden Menschen von Krebs geheilt; jede und jeder hat irgendjemanden in der Familie die oder der an Krebs erkrankt ist und gestorben. Werden unsere Kinder einst erstaunt fragen "Wie, du hast jemanden in deiner Familie, der nicht krebskrank ist? Wie alt ist er?". Was bedeutet eine Halbwertszeit von 47'000 Jahren, wenn ich Grossmutter werden möchte von gesunden Grosskindern? Kann ein Smoothie noch gesund sein, wenn er aus Spinatblättern besteht, die mit Regen getränkt, und aus Erdbeeren, die von Wind geschaukelt wurden? Über dem Pazifik hängt kein Bleivorhang.
Was ist die Zukunft von Heilungsgebet? Können wir Menschen durch Handauflegen im Namen von Jesus dekontaminieren? Und wenn ja, müsste man das alle drei Wochen wiederholen, um eine Krebsbildung zu verhindern?
Kann ich heute noch Optimistin sein ohne meine Augen bewusst zu verschliessen? Die einzigen, die nicht verunsichert sind in meinem Umfeld sind die, die keine Zeitung lesen, sich nicht informieren, die das Wort "Fukushima" vielleicht irgendwo schon mal gehört haben. Und eine von ihnen wusste nicht, was "Tschernobyl" ist, als ich ihr von meinen Gedanken erzählte. Sie ist gleich alt wie die Katastrophe, die 25 Jahre lang als "Die Katastrophe" galt, aber pünktlich zum Jubiläum abgelöst wurde. Vom Ostblock zum Fernen Osten.
Ich möchte ja nicht so zynisch schreiben, wirklich nicht, es tut mir einfach. Ich werde da hindurchgehen und anders rauskommen, das ist ein Prozess, ich bin eine verbal processor. Literary processor. Alles wird gut. Schon nur, weil es schriftlich dasteht. I declare I declare.
Wäre die Lösung, sich nicht mit etwas auseinanderzusetzen, was so auseinandergesetzt ist, dass kein Gefäss der Welt seine Einzelteile gemeinsam halten könnte? Ist die Lösung, sich Gott auszusetzen, weil er um ein so Vielfaches grösser und stärker ist, als dass wir es jemals erfassen könnten? Ist meine einzige Option, Sätze zu bilden, die nicht verstanden werden können, um das nicht verstanden werden könnende in Worte zu fassen?
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Montag, April 04, 2011
Futurstalgie
Wie nennt man das Gegenteil von Nostalgie? Eine Sehnsucht nach dem, was in der Zukunft liegt.
Wenn ich den Sonnenuntergang nur sehe, wenn ich über dem Trampolin in der Luft schwebe, ein Bruchteil einer Sekunde lang. Wenn ich einen geheimen Pfad finde, der mich durch die im Boden aufgespiessten Äste führt, die beim letzten Sturm von den Bäumen abgerissen wurden. Andere werden betrunken, wenn man ihnen die Hände auflegt. Ich werde betrunken wenn Gott zu mir spricht. Sprache kommt mir zuhanden, kommt mir abhanden. Worte sind in meinem Mund aber ich weiss noch nicht, welche es sind. Ich will die Welt nicht beschreiben, wenn dies ein überschreiben bedeuten würde. Will ich mich in Worte fassen oder lieber uneingefasst bleiben? Bedeutet sich ausdrücken sich ausdrücken? Kann ich mich ausdrücken wie Zahnpasta? Was bin dann noch ich: Das draussen oder die Hülle? Ich werde nie leer, nie nie nie. Eine plötzliche Nostalgie überfällt mich: Die Zeiten, als ich pro Tag drei Lieder schrieb und morgens um halb sieben in Ramsei im eiskalten Zug mein Tagebuch vollkritzelte. Gott hat eine Deklaration gemacht und dann hat er die Welt in Existenz geschrieben, nur nicht zweidimensional. Ich mag seine Schrift. Ich mag seinen Schreibstil. Ich schreibe während ich freihändig mit dem Velo einen Hoger runterrase.
Wenn ich den Sonnenuntergang nur sehe, wenn ich über dem Trampolin in der Luft schwebe, ein Bruchteil einer Sekunde lang. Wenn ich einen geheimen Pfad finde, der mich durch die im Boden aufgespiessten Äste führt, die beim letzten Sturm von den Bäumen abgerissen wurden. Andere werden betrunken, wenn man ihnen die Hände auflegt. Ich werde betrunken wenn Gott zu mir spricht. Sprache kommt mir zuhanden, kommt mir abhanden. Worte sind in meinem Mund aber ich weiss noch nicht, welche es sind. Ich will die Welt nicht beschreiben, wenn dies ein überschreiben bedeuten würde. Will ich mich in Worte fassen oder lieber uneingefasst bleiben? Bedeutet sich ausdrücken sich ausdrücken? Kann ich mich ausdrücken wie Zahnpasta? Was bin dann noch ich: Das draussen oder die Hülle? Ich werde nie leer, nie nie nie. Eine plötzliche Nostalgie überfällt mich: Die Zeiten, als ich pro Tag drei Lieder schrieb und morgens um halb sieben in Ramsei im eiskalten Zug mein Tagebuch vollkritzelte. Gott hat eine Deklaration gemacht und dann hat er die Welt in Existenz geschrieben, nur nicht zweidimensional. Ich mag seine Schrift. Ich mag seinen Schreibstil. Ich schreibe während ich freihändig mit dem Velo einen Hoger runterrase.
Mittwoch, Dezember 01, 2010
Le cousin-machin
Bernerinnen und Berner aufgepasst! Cousin Ratinet ist in der Stadt! Den Sommer über habe ich ja an einem Theaterstück mitgeschrieben, und das wird dieses Wochenende in Bern aufgeführt. Im Tojo Theater in der Reitschule:
Fr. 3. Dezember 19:00 Uhr und Sa. 4. / So. 5. Dezember je 16:00 Uhr
Drei Musiker-Ratten leben auf einem grossen Schrottplatz. Hier sind sie die Könige, die Gebieter über Röhren und Mülltonnen, spielen Tag und Nacht Musik, wühlen gerne im Schlamm und Schmutz. Sie lieben die Unordnung und leben nach dem Lustprinzip. Einzig am Mittwoch bleiben die drei besser in ihrem sicheren Versteck, denn da streift der grosse Hund über das Gelände. Eines Tages erhalten sie unerwarteten Besuch: Cousin Ratinet bittet um Unterkunft. Wohl oder übel nehmen sie den entfernten Verwandten bei sich auf. Doch Cousin Ratinet macht alles anders. Er isst mit Besteck! Duscht sich! Schrubbt samstags seine Schlafröhre! Und beim Abfall durchwühlen benützt er Handschuhe! Das Trio ist sich einig, so benimmt man sich nicht.
Ein Schauspieler und drei schräge Garbage-Jazz-Rock-Musiker verkörpern diese Fabel über Ausgrenzung, Integration und Rassismus.
Der Link zum Stück
Der Link zum Tojo-Theater
Fr. 3. Dezember 19:00 Uhr und Sa. 4. / So. 5. Dezember je 16:00 Uhr
Drei Musiker-Ratten leben auf einem grossen Schrottplatz. Hier sind sie die Könige, die Gebieter über Röhren und Mülltonnen, spielen Tag und Nacht Musik, wühlen gerne im Schlamm und Schmutz. Sie lieben die Unordnung und leben nach dem Lustprinzip. Einzig am Mittwoch bleiben die drei besser in ihrem sicheren Versteck, denn da streift der grosse Hund über das Gelände. Eines Tages erhalten sie unerwarteten Besuch: Cousin Ratinet bittet um Unterkunft. Wohl oder übel nehmen sie den entfernten Verwandten bei sich auf. Doch Cousin Ratinet macht alles anders. Er isst mit Besteck! Duscht sich! Schrubbt samstags seine Schlafröhre! Und beim Abfall durchwühlen benützt er Handschuhe! Das Trio ist sich einig, so benimmt man sich nicht.
Ein Schauspieler und drei schräge Garbage-Jazz-Rock-Musiker verkörpern diese Fabel über Ausgrenzung, Integration und Rassismus.
Der Link zum Stück
Der Link zum Tojo-Theater
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Montag, November 01, 2010
Ich, mich, meiner mir - Vater segne du uns vier
Heute hat Bill Johnson noch weitere Details der Rollstuhlfrau erzählt. Sie ist vor anderthalb Jahren auf dem Fussgängerstreifen von einem "Semi-Truck" (was auch immer das ist) überfahren worden und war seitdem gelähmt.
Ah, die Geschichte ist einfach sooo schön!
Kürzlich machten wir so ein lustiges prophetisches Spiel. Wir waren etwa 12 Leute, und legten alle unsere Namebadges verkehrt herum auf den Tisch. Dann nahmen wir ein leeres Blatt Papier und einen Stift, und schrieben während den nächsten paar Minuten prophetische Eindrücke darauf, ohne zu wissen, für wen sie sind. Zum Schluss schnappten wir uns einen Namebadge, kehrten ihn um, um den Namen zu sehen, und gaben dann die Eindrücke dieser Person. Und sie passten tatsächlich bei den meisten!! Das Lustigste überhaupt ist aber, dass ich als letzte fertig war, und nur noch ein Name übrig war. Es war meiner. Und die Eindrücke passten total! Während dem Schreiben war mir das gar nicht aufgefallen, ausser als ich schrieb: I keep hearing "writing".
Dasselbe ist mir schon beim letzten Spiel dieser Art passiert. Das nennt man dann wohl Egoprophetie.
Ah, die Geschichte ist einfach sooo schön!
Kürzlich machten wir so ein lustiges prophetisches Spiel. Wir waren etwa 12 Leute, und legten alle unsere Namebadges verkehrt herum auf den Tisch. Dann nahmen wir ein leeres Blatt Papier und einen Stift, und schrieben während den nächsten paar Minuten prophetische Eindrücke darauf, ohne zu wissen, für wen sie sind. Zum Schluss schnappten wir uns einen Namebadge, kehrten ihn um, um den Namen zu sehen, und gaben dann die Eindrücke dieser Person. Und sie passten tatsächlich bei den meisten!! Das Lustigste überhaupt ist aber, dass ich als letzte fertig war, und nur noch ein Name übrig war. Es war meiner. Und die Eindrücke passten total! Während dem Schreiben war mir das gar nicht aufgefallen, ausser als ich schrieb: I keep hearing "writing".
Dasselbe ist mir schon beim letzten Spiel dieser Art passiert. Das nennt man dann wohl Egoprophetie.
Donnerstag, Oktober 21, 2010
Es wachsen auch keine Oliven am Feigenbaum (zum Glück nicht! Yeah Feigen! Buh Oliven!)
Ich möchte bereits seit einiger Zeit einen Eintrag "Was machen wir hier eigentlich die ganze Zeit?" schreiben. Leider bin ich derart zugeladen mit Hausaufgaben und einigen Änderungen am Theatertext (Cousin R.), dass es noch ein paar Tage dauert...
Bis ich die Früchte meiner Arbeit pünktlich zu den Abgabeterminen abliefere, möchte ich gern mal wissen: Was sind denn eigentlich das für Früchte?

Bis ich die Früchte meiner Arbeit pünktlich zu den Abgabeterminen abliefere, möchte ich gern mal wissen: Was sind denn eigentlich das für Früchte?

Dienstag, September 07, 2010
atmen auf atmen
What a party! Das war sehr schön gestern. So viele liebe Menschen beisammen.
Pünktlich zur Packacktionsattacke regnet es in Strömen. Ich lege die Bücher beiseite, die ich mitnehmen will nach Redding, aber es sind deren zu viele. Ich finde wieder einmal Notizbücher von damals, als ich noch aus dem Loch herauszukraxeln versuchte. Damals ist gar nicht so lange her, doch das spielt keine Rolle, denn damals liegt in der Vergangenheit, ha.
Ausserdem war ich damals auch noch am Studieren, und da gab es sehr mühsame Pflichtkurse über Literaturkritik. Das schliesse ich jedenfalls aus den Notizen, die ich im Notizbuch gefunden habe:
"Ich möchte darüber reden, was einen Text spannend macht oder was berührt warum oder welche Bilder konnten in mir welche Gefühle oder Bilder auslösen? Und nicht: Welche Erzählebene beinhaltet welchen Metatypus? Impliziert der Diskurs iterativ eine mimetische Valorisierung einer modalen Variation oder konnotiert die temporale Transposition eine kohärente Ambivalenz?"
"Wenn ich jetzt an eine Demo ginge, würde ich auf ein Transparent schreiben 'Lasst die Fremdwörter im Duden'! Oder: 'Macht Beispiele'!"
"Mit meinem Schreiben will ich nicht etwas sagen.
Mein Schreiben ist das, was entsteht, wenn man hört."
Der Liegende hört zu atmen auf
Alle Zuschauer atmen auf
Und gehen.
Pünktlich zur Packacktionsattacke regnet es in Strömen. Ich lege die Bücher beiseite, die ich mitnehmen will nach Redding, aber es sind deren zu viele. Ich finde wieder einmal Notizbücher von damals, als ich noch aus dem Loch herauszukraxeln versuchte. Damals ist gar nicht so lange her, doch das spielt keine Rolle, denn damals liegt in der Vergangenheit, ha.
Ausserdem war ich damals auch noch am Studieren, und da gab es sehr mühsame Pflichtkurse über Literaturkritik. Das schliesse ich jedenfalls aus den Notizen, die ich im Notizbuch gefunden habe:
"Ich möchte darüber reden, was einen Text spannend macht oder was berührt warum oder welche Bilder konnten in mir welche Gefühle oder Bilder auslösen? Und nicht: Welche Erzählebene beinhaltet welchen Metatypus? Impliziert der Diskurs iterativ eine mimetische Valorisierung einer modalen Variation oder konnotiert die temporale Transposition eine kohärente Ambivalenz?"
"Wenn ich jetzt an eine Demo ginge, würde ich auf ein Transparent schreiben 'Lasst die Fremdwörter im Duden'! Oder: 'Macht Beispiele'!"
"Mit meinem Schreiben will ich nicht etwas sagen.
Mein Schreiben ist das, was entsteht, wenn man hört."
Der Liegende hört zu atmen auf
Alle Zuschauer atmen auf
Und gehen.
Dienstag, August 31, 2010
Ist das Glaube oder was?
Fundstück zur Weltrettung
Bekanntlich räume ich ja mein Zimmer. Beim Durchschauen all der Papiere, die schön sortiert in Schachteln vor sich hin altern, finde ich allerlei. Von Briefen aus Todeszellen über Philosophieaufsätze (Note 6) und Psychologieproben über Intelligenz (Note 3,5) bis hin zu Comics (wird hier später noch publiziert) und Dutzenden von Raptexten. Irgendwo dazwischen fand ich einen Aufsatz aus dem Jahr 2003, den ich aus unerfindlichen Gründen einmal geschrieben habe. Es war auf jeden Fall nicht für die Schule. Da es um die Rettung der Welt geht, fühlte ich mich geradezu verpflichtet, ihn hier dem grossen Publikum vorzustellen:
Weltretten. 13.12.2003
Gehen wir davon aus, dass Kinder im grossen und Ganzen die Lebenseinstellungen und Ansichten ihrer Eltern übernehmen, so bietet sich ein beinahe zu simples Programm zur Rettung unseres Planeten an, ja, es drängt sich geradezu auf. Alle bisherigen Pläne oder sogar Versuche, die Welt zu verbessern, zu ändern oder eben zu retten, sind bisher meist an einem Grund gescheitert. Nämlich daran, dass die Mehrheit der Bevölkerung ziemlich gleichgültig gegenüber dem Weltgeschehen lebt und quasi nur dazu lebt, so viel zu arbeiten wie sie zum Überleben mit einem gewissen Luxus braucht. Revolutionen sind selten und Demonstrationen nur Strohfeuer. Was also kann man tun, um das Bewusstsein der Massen zu wecken bzw. ändern? Es gibt Vorschläge, die vom Einsetzen eines starken Führers über die Nutzung von Massenmedien bis hin zu ständiger „Tropfenarbeit“ reichen. All diese Modelle brauchen sehr viel Geld, Energie und einen starken Willen über längere Zeit. Es ist eine mühselige Arbeit, eine Menschenmasse zu führen, besonders wenn es darum geht, das Gute zu tun. Ghandi hat es einmal geschafft, eine grössere Menge vom Guten zu überzeugen, doch steht er ziemlich einsam da in der Weltgeschichte. Wir sehen also, dass es fast zu mühsam ist, die heutige Gesellschaft zu beeinflussen. Doch schauen wir uns einmal die wahrscheinliche Weltbevölkerungszusammensetzung in etwa 50 Jahren an. Es wird vermutlich viel, viel mehr arme Menschen geben. Sonst aber wird sich kaum etwas verändern. In unserer Kultur wird es vermutlich weniger Kinder pro Familie geben. Doch im Grossen und Ganzen werden reiche, ignorante, arrogante Männer etwa gleichviele Kinder zeugen wie fürsorgliche, nächstenliebende, sorgende und pflegende Frauen gebären werden. Und da setzt mein Programm an. Wenn die Guten zehnmal so viele Kinder zeugen wie die Bösen, so wird das Verhältnis Gut-Böse in 50 Jahren 10 zu 1 sein. Also eine ansehliche Ausgangslage um etwas Positives zu bewirken. Es wird für eine Minderheit von 10% böser Menschen schwierig sein, eine 90%-Masse von aufmerksamen, wachen, positiven und fürsorglichen Menschen zu kontrollieren. Was nun „gut“ und „Böse“ ist, wissen „die Guten“ selbst. Deshalb mein Aufruf an alle Guten: Sucht euch euren Traummann, eure Traumfrau, liebt euch, zeugt Kinder als Frucht eurer Liebe, liebt sie und lasst sie fähig werden, selbst auch zu lieben. Lasst euch nicht einreden, 2 oder 3 Kinder seien genug. Nehmt Pflegekinder auf, adoptiert chancenlose Kinder. Und habt keine Angst, Sex ist doch etwas Schönes!
(Man kann auch bereits das "elitäre Denken" der Enneagramm-4er erkennen!)
Weltretten. 13.12.2003
Gehen wir davon aus, dass Kinder im grossen und Ganzen die Lebenseinstellungen und Ansichten ihrer Eltern übernehmen, so bietet sich ein beinahe zu simples Programm zur Rettung unseres Planeten an, ja, es drängt sich geradezu auf. Alle bisherigen Pläne oder sogar Versuche, die Welt zu verbessern, zu ändern oder eben zu retten, sind bisher meist an einem Grund gescheitert. Nämlich daran, dass die Mehrheit der Bevölkerung ziemlich gleichgültig gegenüber dem Weltgeschehen lebt und quasi nur dazu lebt, so viel zu arbeiten wie sie zum Überleben mit einem gewissen Luxus braucht. Revolutionen sind selten und Demonstrationen nur Strohfeuer. Was also kann man tun, um das Bewusstsein der Massen zu wecken bzw. ändern? Es gibt Vorschläge, die vom Einsetzen eines starken Führers über die Nutzung von Massenmedien bis hin zu ständiger „Tropfenarbeit“ reichen. All diese Modelle brauchen sehr viel Geld, Energie und einen starken Willen über längere Zeit. Es ist eine mühselige Arbeit, eine Menschenmasse zu führen, besonders wenn es darum geht, das Gute zu tun. Ghandi hat es einmal geschafft, eine grössere Menge vom Guten zu überzeugen, doch steht er ziemlich einsam da in der Weltgeschichte. Wir sehen also, dass es fast zu mühsam ist, die heutige Gesellschaft zu beeinflussen. Doch schauen wir uns einmal die wahrscheinliche Weltbevölkerungszusammensetzung in etwa 50 Jahren an. Es wird vermutlich viel, viel mehr arme Menschen geben. Sonst aber wird sich kaum etwas verändern. In unserer Kultur wird es vermutlich weniger Kinder pro Familie geben. Doch im Grossen und Ganzen werden reiche, ignorante, arrogante Männer etwa gleichviele Kinder zeugen wie fürsorgliche, nächstenliebende, sorgende und pflegende Frauen gebären werden. Und da setzt mein Programm an. Wenn die Guten zehnmal so viele Kinder zeugen wie die Bösen, so wird das Verhältnis Gut-Böse in 50 Jahren 10 zu 1 sein. Also eine ansehliche Ausgangslage um etwas Positives zu bewirken. Es wird für eine Minderheit von 10% böser Menschen schwierig sein, eine 90%-Masse von aufmerksamen, wachen, positiven und fürsorglichen Menschen zu kontrollieren. Was nun „gut“ und „Böse“ ist, wissen „die Guten“ selbst. Deshalb mein Aufruf an alle Guten: Sucht euch euren Traummann, eure Traumfrau, liebt euch, zeugt Kinder als Frucht eurer Liebe, liebt sie und lasst sie fähig werden, selbst auch zu lieben. Lasst euch nicht einreden, 2 oder 3 Kinder seien genug. Nehmt Pflegekinder auf, adoptiert chancenlose Kinder. Und habt keine Angst, Sex ist doch etwas Schönes!
(Man kann auch bereits das "elitäre Denken" der Enneagramm-4er erkennen!)
Montag, Juni 21, 2010
Sprachenhaft
Ich schreibe an einem Theaterstück mit. Heute hatten wir 5 Stunden Probe in einer ungeheizten Halle. Bei diesen Junitemperaturen... Nun stürze ich mich erstmal in die Badewanne.
Theater ist toll, besonders Kindertheater. Da wir in einer zweisprachigen Stadt leben, muss das Stück auch bilingue sein. Ein Publikum, in dem französisch- sowie deutschsprachige Kinder vertreten sind, muss das Stück verstehen können. Deswegen darf das Stück aber nicht holprig rüberkommen, eine langweilige 1:1-Übersetzung in regelmässigen Abständen muss vermieden werden. Stattdessen darf ruhig auch mitten im Satz die Sprachgrenze überschritten werden. Und da sich der Grossteil des Textes reimen muss, dürfen auch sprachenübergreifende Reime gesucht werden. Somit sind zwei Texterinnen angestellt, und zum Schreiben treffe ich mich immer mit der Kollegin französischer Muttersprache. Da ich berndeutsch schreibe, wird es eventuell noch eine Zürideutsche Version geben müssen, da Wörter wie gränne (weinen) ersetzt werden müssen (brüele). I love it.
Theater ist toll, besonders Kindertheater. Da wir in einer zweisprachigen Stadt leben, muss das Stück auch bilingue sein. Ein Publikum, in dem französisch- sowie deutschsprachige Kinder vertreten sind, muss das Stück verstehen können. Deswegen darf das Stück aber nicht holprig rüberkommen, eine langweilige 1:1-Übersetzung in regelmässigen Abständen muss vermieden werden. Stattdessen darf ruhig auch mitten im Satz die Sprachgrenze überschritten werden. Und da sich der Grossteil des Textes reimen muss, dürfen auch sprachenübergreifende Reime gesucht werden. Somit sind zwei Texterinnen angestellt, und zum Schreiben treffe ich mich immer mit der Kollegin französischer Muttersprache. Da ich berndeutsch schreibe, wird es eventuell noch eine Zürideutsche Version geben müssen, da Wörter wie gränne (weinen) ersetzt werden müssen (brüele). I love it.
Samstag, Februar 13, 2010
Der Nachttisch einer dipl.Schrftst., haha
Das 2209-Foto von unten ist ja von der Radiosendung in der die erste Frage an mich lautete:"Was (a Büecher) ligt im Momänt bi öich ufem Nachttischli?". Meine Antwort ging so: "UI!! eeeehm... Es lige extrem viu Büecher uf mim Nachttischli und i chume gar nie drzue se z läse.. ehm..." während dieser Frage schwitzte ich Blut und das Foto oben zeigt, warum mir nicht einfach auf die Schnelle Buchtitel einfielen, die ich auf diese Frage hätte nennen können, insbesondere da ich als "Schriftstellerin" (haha) interviewt wurde. "Häutungen" von Verena Stefan (liegt hinten), ein fantastisches Werk, wenn es auch eine brutale Abrechnung mit Männern ist, hätte ich gut nennen könne.. aber das viel mir for lauter Ferunsicherung gar nicht ein.
Donnerstag, Februar 11, 2010
Angst vor 2012? Ich freue mich auf 2209!
Was mich am meisten beschäftigt oder sogar fast in Dauerbeschlag nimmt zurzeit, gedanklich und gefühlsmässig, das kann ich hier nicht schreiben. Es bleiben nur Belanglosigkeiten, wie zum Beispiel: Wie bereite ich mich auf die Kälte vor, die mich beim trampen nach Berlin erwartet? Es gibt da die Möglichkeit, jeden Morgen kalt zu duschen und so meinen Körper abzuhärten. Verworfen. Dann gibt es die Möglichkeit, jeden Tag ausgiebig Sport zu machen und so meinen Kreislauf richtig in Schwung zu bringen. Aber nein, dann nehme ich nur ab und mit weniger Fett dringt die Kälte NOCH mehr durch. Also essen, essen und noch mehr Kleider tragen. Zum Beispiel die Handschuhe, die ein netter Besucher heute extra für mich liegengelassen hat...
Nach Redding war unser Küchenboden (links: so wie's immer war) neu beklebt. Ich habe noch nicht rausgefunden, für was das prophetisch steht. Aber wenn ich eine Katze wäre, würde ich definitiv auf der rechten Seite essen wollen.

Ich höre ja immer wieder "Was?? Du hast ein 90er Bett?? Wie kannst du denn darin schlafen? Ich kann prima darin schlafen, sogar wenn unser Sofa=Katzenbett von einer Besucherin besetzt ist und mir als Liegefläche noch das bleibt:

Ob es die Welt 2209 überhaupt noch geben wird? Egal, dann werde ich Party im Himmel feiern, bsoffe wi nie!
Nach Redding war unser Küchenboden (links: so wie's immer war) neu beklebt. Ich habe noch nicht rausgefunden, für was das prophetisch steht. Aber wenn ich eine Katze wäre, würde ich definitiv auf der rechten Seite essen wollen.

Ich höre ja immer wieder "Was?? Du hast ein 90er Bett?? Wie kannst du denn darin schlafen? Ich kann prima darin schlafen, sogar wenn unser Sofa=Katzenbett von einer Besucherin besetzt ist und mir als Liegefläche noch das bleibt:

Ob es die Welt 2209 überhaupt noch geben wird? Egal, dann werde ich Party im Himmel feiern, bsoffe wi nie!
Mittwoch, Dezember 23, 2009
Au bord de la mer - 1. Auflage!

Das Baby ist da! Auflage 48 Stück. Text "Au bord de la mer", mit Illustrationen, Tuschezeichnungen und einem Fotoanhang.
Die Basler Zeitung schreibt über den Text:
"Au bord de la
mer" schliesslich ist ein
fiebriger Bildersturz durch
Europa, Afrika, die Brutalität
der real existierenden Ungerechtigkeit
und die Verunsicherung
der reisenden
Betrachterin. Und obwohl er
gelegentlich etwas flapsig
daherkommt, fährt er einem
in den Leib und macht deutlich,
wie ruhig der Ort der
anderen Texte ist, und wie
gefahrlos betretbar.
Au bord de la mer kann jetzt bestellt werden, der Preis ist CHF 32 oder gerne auch mehr, zuzüglich eventuelle Portokosten. Ich könnte am Montag 28. Dezember einige abschicken, danach erst wieder ab 20. Januar. Herzlichen Dank für alle Bestellungen an swieland (-at-) gmx (-punkt-) ch!
Nach Kalifornien liefere ich persönlich aus :-)
Montag, Dezember 21, 2009
Transition? Übergang!
Seit ich meine CD letzten Januar fertiggestellt habe, mochte ich kaum mehr rappen. Ich hab kein einziges neues Lied geschrieben und hatte null Bock, mich irgendwie um Konzerte zu kümmern oder sonst gross Promotion zu machen. Natürlich äusserst dumm, wenn man bedenkt, dass ich jede Nacht auf 900-sonstwas CD's von mir schlafe. Aber hangkerum verbrachte ich dieses Jahr mehr Zeit denn je mit Gott, und es war sehr, sehr gut.
Seit ich im September mein Studium abgeschlossen habe, habe ich sozusagen keinen neuen Text mehr geschrieben und hatte auch null Bock, zu schreiben. Ich arbeite als Kellnerin und bin glücklich dabei, sehr glücklich, und daneben hänge ich mit Gott herum und werde zur glücklichsten Frau der Welt. Kurz zusammengefasst.
Seit einigen Tagen hat mich eine unbändige Lust begonnen zu überkommen, zu schreiben. Einen Text zu schreiben, der an Au bord de la mer anschliesst. Lieder zu schreiben. Alles zu schreiben. Zu rappen. Ich plane nichts, weil es nichts zu planen gibt. Ich versuche, nah an meinem Gott zu bleiben und bin gespannt, was werden wird!
Seit ich im September mein Studium abgeschlossen habe, habe ich sozusagen keinen neuen Text mehr geschrieben und hatte auch null Bock, zu schreiben. Ich arbeite als Kellnerin und bin glücklich dabei, sehr glücklich, und daneben hänge ich mit Gott herum und werde zur glücklichsten Frau der Welt. Kurz zusammengefasst.
Seit einigen Tagen hat mich eine unbändige Lust begonnen zu überkommen, zu schreiben. Einen Text zu schreiben, der an Au bord de la mer anschliesst. Lieder zu schreiben. Alles zu schreiben. Zu rappen. Ich plane nichts, weil es nichts zu planen gibt. Ich versuche, nah an meinem Gott zu bleiben und bin gespannt, was werden wird!
Freitag, Dezember 18, 2009
bewegte welt 2
Und weil sich Videos selbst hochladen während man dringendere Sachen erledigt, grad noch so eines. Zur Förderung der Seekrankheit. Mein Beitrag zur Völkerverständigung.
Dienstag, Dezember 15, 2009
Buchproduktion
Ausdrucken, schneiden, falten - während 7 Stunden ohne Pause. Danach: Fülle den grössten Rollkoffer, der dir jemals über den Weg gerollt ist, bis oben hin mit dem sorgsam verpackten Papier, renne in 8 Minuten zum Bahnhof um den letzten Zug noch zu erwischen (wohlgemerkt mit dem Rollkoffer), hieve den Koffer anschliessend zu dritt in ein Taxi und fahre nach Hause. Heute folgt das Zusammensetzen der einzelnen Seiten, morgen eine Fahrt zum Buchbinder. Yippieh!!
Dienstag, Dezember 08, 2009
Von der Faltparty zu dir!
2'000 Blatt Papier bestellt, gerechnet, gerechnet, und nochmal gerechnet, Schriften ausprobiert, korrektur gelesen - AU BORD DE LA MER erscheint endlich als Buch. Vermutlich sogar noch vor Weihnachten. Wenn alles gut geht, drucken wir nächste Woche und falten 2000 Blatt von Hand und zu zweit.... dann gehts zum Buchbinder und heraus kommen 50 schöne Büchlein!
Diesen April waren eine Illustratorin und ich in Marokko, wo wir mit Migranten aus Subsaharaländern gesprochen und ihre illegalen Camps gesehen haben. Der Text der Reise wurde zu meiner Diplomarbeit, und zusammen mit den Illustrationen und Tusche-Zeichnungen kann man bald die Buchform erstehen. An der Abstimmung rechts in der Leiste kann man Interesse bekunden, sofern solches vorhanden ist.
Diesen April waren eine Illustratorin und ich in Marokko, wo wir mit Migranten aus Subsaharaländern gesprochen und ihre illegalen Camps gesehen haben. Der Text der Reise wurde zu meiner Diplomarbeit, und zusammen mit den Illustrationen und Tusche-Zeichnungen kann man bald die Buchform erstehen. An der Abstimmung rechts in der Leiste kann man Interesse bekunden, sofern solches vorhanden ist.
Freitag, November 20, 2009
TräumerInnen
Letzte Nacht träumte ich, dass ich einen Brief an irgendjemanden schreibe, und ich verwendete konsequent immer das Binnen-i, zum Beispiel "So wie alle KünstlerInnen gestern an der Ausstellung über die ÄrztInnen sprachen,..". Der Brief dauerte ewig und als ich aufwachte, war ich so stolz auf mich.
Freitag, November 13, 2009
Die Zukunftstrasse liegt direkt neben der Zentralstrasse
Transition... irgendwas hat sich dieses Jahr zu bewegen begonnen, und ich habe noch keine Ahnung, wohin es geht, but I embrace it. Ich befinde mich zwischen Studienabschluss und 27. Geburtstag. In der Schublade "Ausweise" liegt ein blaues Papier, das mein Diplom darstellt und das ich für nichts brauchen kann. Menschen zeigen sich interessiert an "Au bord de la mer", aber wir finden noch keine Zeit, in die Druckerei zu gehen. Ich sollte weiterschreiben. Unter meinem Bett liegen Kartons mit CD's. Ich sollte die verschicken, an Radiostationen, Zeitungen, Magazine, Konzertveranstalter. Aber es ist mir egal, so egal. Wenn ich dasitze und zurückschaue auf mein Leben, dann sehe ich Gottes Güte so deutlich, dass sie mich durchflutet und ich beinahe das Bewusstsein verliere. Abends gehe ich arbeiten und tagsüber erledige ich Sachen (interessant, wieviele "Sachen" man so zu erledigen hat, ohne es zu wollen), aber ich befinde mich in einem Schwebezustand zwischen hier und dort, oben und unten. Heaven is here now. Ich fahre nachts durch die Stadt und treffe auf leere Blicke oder auf Wut. Und überall stirbt jemand an Krebs oder ist immer noch arbeitslos. Was ist meine Vision, werde ich gefragt. Was will ich im Leben noch machen? (Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?) Nachdem ich aufgehört habe, in der Vergangenheit zu leben, will ich nicht beginnen, mir etwas in der Zukunft zu suchen. Und selbst wenn ich wollte: Es ginge nicht. Ich brauch das Wasser jeden Tag, und jeder Atemzug ist nötig zum leben; Gott ist mir Sauerstoff. Alles was gut ist, nehme ich an. So fliegt mir die Zukunft entgegen während ich stehe. Oder liegt sie schon da und ich laufe hinein?
PS. Die Zukunftstrasse liegt wirklich neben der Zentralstrasse. Als auf der Zentralstrasse Baustelle war, musste ich immer den Umweg über die Zukunftstrasse machen. Aber es war eine nette Abwechslung, eigentlich.
PS. Die Zukunftstrasse liegt wirklich neben der Zentralstrasse. Als auf der Zentralstrasse Baustelle war, musste ich immer den Umweg über die Zukunftstrasse machen. Aber es war eine nette Abwechslung, eigentlich.
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