Einmal pro Woche "müssen" wir alle eine Stunde lang zu einer festgelegten Zeit beten. Somit haben wir dann ein 24-Stunden Gebet. Meine Schicht ist an einem Morgen früh von 5-6. Man sollte wenn immer möglich diese Stunde in der "prayer chapel" beten, auf dem Gelände der Church. Somit komme ich in Genuss, einmal pro Woche die unglaublich tolle Stimmung vor Sonnenaufgang zu erleben. Solange die Regensaison noch nicht angefangen hat, meine ich das ernst, es ist wirklich toll. Gestern zum Beispiel war der Sternenhimmel einfach überwältigend, als ich losfuhr. Dann sah ich unzählige Hasen. Ich konnte Gott Fragen stellen wie "warum gibt es eigentlich die Nacht?" oder "Warum sitzen die Hasen auf dem Sandfeld und nicht in der Wiese?", und er gab so lustige und einleuchtende Antworten.
Im Alabasterhouse war ich die Einzige. Das war der Hammer. Ich konnte singen, rappen, herumhüpfen, und die einzigen die mir zuschauten waren Gott (wobei er wahrscheinlich nicht zuschaute, sondern mitmachte) und die Überwachungskameras.
Apropos Gebet: Ihr wunderbaren Leserinnen und Leser dieses Blogs dürft auch mitmachen. Es gibt da ein Baby, das in Bern in einem Spital liegt und der versammelten Ärzteschaft Rätsel aufgibt, weil er ein schlechtes Blutbild abgibt trotz mehreren Transfusionen. Lasst uns beten, dass er der versammelten Ärzteschaft ein Rätsel aufgibt, weil er plötzlich kerngesund ist. Also: Er braucht viele neue Blutplättchen/Thrombozyten. Oder schlicht und einfach Heilung. Er heisst Emilio. Jetzt alle zusammen, eins zwei drei, los!








