Im Fernsehen wird eine Frau gezeigt, die eine Glatze bekam, deshalb das Handwerk des Perückenherstellens erlernte und nun damit anderen Betroffenen das Leben wieder lebenswert macht (und sich reich). Anschliessend interessante Diskussion mit meinem Mitbewohner: Angenommen, ich wüsste, dass ich morgen all meine Haare verlieren würde, und ich könnte das nur verhindern, indem ich einen Finger von mir opferte - für was würde ich mich entscheiden? Ein Finger weniger oder Glatze?
Weiteres kleines Dilemma: Möchte ich lieber:
A) Die nächsten zwei Jahre eine Plättlispange tragen (ja, oben und unten und ja, aussen, und ja, genau, DIE Art von Zahnspange) und dafür erst noch 10'000 Franken bezahlen? oder
B) Das Risiko eingehen, dass meine zwei fehlgeleiteten Zähne irgendwann ganz aneinander vorbei beissen und somit ungehemmt länger werden, und deshalb gezogen werden müssten, und somit Lücken entstehen würden, die zu weiteren Lücken zwischen den Zähnen führen könnten? oder
C) Eine Zahnspange, die unsichtbarer (plus nochmal ein paar 1000 Franken) oder sogar ganz unsichtbar (plus NOCHMAL ein paar 1000 Franken) ist?
Und wo wir schon gerade bei netten kleinen anstehenden Entscheidungen sind:
Bern oder Biel? Umziehen oder bleiben?
Eigentlich ja bleiben. Ich mag Bern und mag meine Wohnung und meine Mitbewohner. Fühle mich ganz wohl. Wenn in Biel Nebel herrscht (Oktober-März), lacht in Bern die hellste Wintersonne vom azurblauen Himmel. Bin in knapp einer Stunde in Zürich oder Basel, ohne Zwischenstopp. Die meisten meiner Freunde wohnen hier.
Aber Biel lockt: Ein billiges Zimmer in einem umgebauten alten wunderschönen Haus, mit riesen Garten auf allen Seiten und netten Mitbewohnerinnen. Von meinem Zimmerfenster aus kann ich im Sommer Pflaumen pflücken. Ausserdem wohnt dort auch ein Fuchs. Im Garten gibts auch Beeren. Und hier das absolute Killerargument: Hannibal und Zora, die beiden jungen Kätzchen!