Samstag, Oktober 20, 2012

Von Zähnen und im Wind wehenden Mähnen

Wir nähern uns der 1000-Eintrag-Grenze!

Und so wie man 1000 Blogeinträge auch nur erreicht, indem man immer den nächsten Beitrag verfasst, so ist es auch sonst im Leben. Felix, der kürzlich aus der Stratosphäre sprang, sagte, dass er als Jugendlicher nicht wusste, dass er das mal tun würde. Aber er wusste schon immer, dass er fliegen will. Also nahm er immer den nächsten Schritt in Angriff. Wann immer sich ihm eine Gelegenheit ergab, dazuzulernen, oder eine andere Form von Fliegen auszuprobieren, packte er sie beim Schopf.

Und so blickte ich heute Morgen in den Spiegel und sah: Meine Zähne. Und zwar: Die Schaufeln praktisch ganz beieinander. Die untere Zahnreihe nicht mehr wild hinter- und durcheinander, sondern fast perfekt in Reih und Glied. Die beiden Seitenreihen links sind direkt übereinander - fast. ABER: Wenn ich zusammenbeisse, dann passt es noch nicht. Es fühlt sich komisch an, unbefriedigend, ich kann nicht richtig beissen und kauen.
Seit Anfang Februar dieses Jahres trage ich eine Spange. Alle zwei Wochen kommt eine neue Schiene dran, und dann tut es immer am meisten weh. In all den Monaten seit Februar fiel mir nur mehr und mehr auf, dass die Lücke vorne kleiner wurde, und das Beissen schwieriger. Aber ansonsten nahm ich eigentlich nur die mühsamen Begleiterscheinungen der Spange wahr.

Logischerweise gibt es auch hier die Pointe: Durchbrüche sind super - und daneben gibt es auch Umbrüche, deren Effekt nicht weniger toll ist. Aber sie passieren manchmal über so lange Zeit, dass sie einem kaum auffallen. Aber plötzlich stehen Alpen da.

Manchmal ist es auch so: BÄM - Durchbruch: eine Spange auf den Zähnen! Und dann der Prozess der Umsetzung.. das ist der Lebensstil, Gedankenmuster, tägliche Entscheidungen.

Immer wieder geht es auch so: Du schreibst einen Traum auf (ein kleines Flugzeug fliegen - als Pilotin) und denkst dir noch während des Schreibens, ja ja, vielleicht in 25 Jahren mal.. und nichts geschieht, nichts, nichts, nichts, bis 10 Monate später: BÄM:





2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ach wie wunderbar!

rebbie hat gesagt…

I love this...so much!