Ich dachte ja, ich weine nicht. Beziehungsweise, nur selten. Das ändert sich nach einem Monat Fernbeziehung, wenn man weiss, dass mindestens noch einmal doppelt so lange geht.
Und ich Strategistin - finde keine Strategie, die wirkt. Ablenken gilt nicht mehr, denn ich will nicht mehr abgelenkt leben. So lenke ich den Schmerz in Karten und e-mails und volle Kraft in DTR Hausaufgaben. Aber eben, es hilft vielleicht, aber die Distanz ist immer noch da und fühlbar. Ist ja auch gut - wäre komisch, wenn man sich nicht vermissen würde.
Aber dann kommt meine Freundin nach Hause und sagt: Ja, es tut mega weh, und ich weiss, das hört sich alles irgendwie lächerlich an. Aber ich weiss einfach, dass Gott NUR Gutes für euch parat hat. Und das ist eine Zeit, wo ihr lernt, miteinander verbunden zu sein ohne körperliche Nähe, ohne all das, was man als Paar sonst hat ----wow... wir können herausfinden, wie wir uns sonst verbunden fühlen. Und das Schönste: Wenn wir dann endlich zusammen sind und heiraten und nicht mehr tschüss sagen müssen - wie unglaublich schön wird das sein!! Wie ein riesiger Preis, den man feiern kann! Den wir feiern werden!
Es bleibt spannend. Auch ansonsten. Ich dachte, ich wisse jetzt so ziemlich alles (let's laugh about that!). Und wurde ich dieses Wochenende gerade herausgefordert wie noch selten. Ein zweitägiger Worshop von einem, der schon 10 Auferstehungen erlebt hat und der jahrelang die Bibel zu diesem Thema studiert hat. "Heilt die Kranken, weckt die Toten auf,...." -mit diesem Auftrag bin ich schon seit längerem schwanger und total überzeugt davon. Aber gibt es die Unsterblichkeit? Es gibt ja Berichte davon, auch hier in diesem Tribe. Und einige Bibelstellen, die ich in ganz anderem Licht sehe plötzlich...
Und: Hat vielleicht Gott gar nie getötet? War das gar nicht Er im AT? Wie wäre das, wenn es so wäre? Plötzlich machen Sachen so viel mehr Sinn.... ich muss das definitiv noch durchdenken und verdauen und diskutieren und in der Bibel nachlesen. Aber etwas in mir resoniert wie verrückt.
Ich bin mir bewusst, dass das alles superschräg tönt.. aber vor 50 Jahren war es auch nicht normal, dass es Krankenheilung durch Gebet gibt. Wir sehen ja, wie sich das alles entwickelt.
Sicher ist: Ich bin in Jesus verliebt wie noch nie.
4 Kommentare:
nun werde ich aber auch ein bisschen herausgefordert und möchte zurück-fordern:
Ist es denn heutzutage normal, dass es Krankenheilungen durch Gebet gibt?
Definier mir da mal das Wort NORMAL.
Ich kenne massig Leute, alles Christen, die sich "bekennende Christen" nennen würden, spräche man sie darauf an, die genau das müde belächeln oder dann mit irgendwelchen naturwissenschaftlichen Phänomenen anrücken oder einfach: "Gott wollte das so".
Was dann im Umkehrschluss heißt, wenn einer nicht geheilt wird, will Gott es gerade nicht.
?
Erklär mir, was Du mit NORMAL meinst.
Gute Frage! Wahrscheinlich bin ich schon so viele Jahre in einem Umfeld, wo es "normal" ist, für Kranke zu beten. Darum ist das sehr aus meiner Perspektive. Von der Gemeinde, wo ich aufgewachsen bin (das ist keine grosse Gemeinde, und auf dem Land..), zur Gemeinde, wo ich die letzten 10 Jahre war (Stadt Bern), bis zu den Gemeinden, die ich unterwegs erlebt habe (auch JF Remscheid) und natürlich Bethel. Zudem die ganzen Leute, die von überall auf der Welt in die Healingrooms skypen (ich war 3 Samstage auf Healingroom-skype). Und das sind ja auch alles Orte, wo es vor John Wimber und auch noch zum Teil vor wenigen Jahren deutlich aussergewöhnlicher war, überhaupt für Kranke zu beten und dabei Heilung zu erwarten.
Somit normal = es ist etwas gewohntes an all den Orten, wo ich mich bisher aufgehalten habe und heute aufhalte. Es war aber dort nicht immer so, hat sich also verändert. Darum meine Schlussfolgerung: Die Erwartungshaltung bzw. Einstellung zu Totenauferweckung ändert sich vielleicht auch in den nächsten paar Jahren und Jahrzehnten, nicht nur bei Einzelnen, sondern bei ganzen Gemeinden und Bewegungen.
Macht das Sinn?
es wird normal dadurch, dass man sich dran gewöhnt, weil es öfters vorkommt?
ja, das ist verständlich.
aber, zweitens:
wenn es normal ist, warum erzählen wir es uns voller Begeisterung, "als wäre es ein Wunder"?
Wie geh ich damit um?
Ein Wunder ist es ja, aber kann ein Wunder normal werden? Ist es dann noch ein Wunder?
Ja, es ist doch immer normal für mich, was um mich herum alltäglich ist oder zumindest regelmässig erwartet und praktiziert wird. Jetzt ist es normal, dass jeden Tag die Sonne scheint. Bald wird es normal sein, dass es regnet.
Wenn Wunder normal sind, sind es immer noch Wunder. Ich meinte mehr, es ist normal geworden, dass man Wunder erwartet und dass sie auch passieren. Als ich Kind war, oder vorher, haben doch nur wenige "gesalbte" Leute für Heilung gebetet, und alle sind zu ihnen gegangen. Heute ist es "normal", also es passiert regelmässig, dass man unter Christen sagt "Du hast Schmerzen? Lass uns beten". Nicht? Ich meinte das, nicht unbedingt "es ist normal dass es ständig Wunder gibt". Und für mich ist jede Heilung ein Wunder! Jedesmal! Es ist jedesmal krass und super!
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