Das ging so: Um 22 Uhr zügeln meine Mitbewohnerin und ich unsere Matratzen auf den Balkon. Noch immer ist es warm, wahrscheinlich über 20 Grad. Man sieht die Sundial Bridge durch die Äste des Baumes leuchten, links und rechts davon die Lichter der Stadt, oben sind Sterne auszumachen. Unten lärmt eine riesen Lüftungsanlage. Die Nachbarin sitzt auf ihrem Balkon in der Sitzhängematte und liest.
Gegen 22.30 Uhr schlafen wir ein. Die Lüftung hat aufgehört zu lärmen. Plötzlich erwache ich, weil eine Frau hysterisch schreit. Sie regt sich unendlich über irgendetwas wegen Auto und 20 Minuten und anderen Leuten auf. Zwischendurch antwortet eine ruhige Männerstimme: "Ich hab's im Griff, Schatz, ich werde mit ihnen reden", "Ich will nicht, dass das zu einer grossen Beziehungssache wird, Honey", etc. Unsere Nachbarn. Ich schaue auf die Uhr: 2.30h. Und gehe mal aufs WC. Als ich zurückkomme, ist die Frau ruhig, und der Mann telefoniert mit einer Mietautofirma, aber das nächste jetzt verfügbare Auto ist am Flughafen Los Angeles. Der Mann bedankt sich trotzdem höflich, und raucht eine Zigarette. Meine Mitbewohnerin und ich rauchen passiv mit.
Als es tagt, erwache ich wieder. Direkt über mir ist trotz der Dämmerung der grosse Wagen und der Mond. Minutenlang starre ich in den Himmel, bevor ich wieder einschlafe. Dann erwache ich wieder, weil Rauch im Hals kratzt. Der Nordwind ist aufgekommen und hat wieder Waldbrandrauch hergeblasen. Ich bin froh, als es 7 Uhr ist, und ich aufstehen kann für die Schule. Trotzdem war es wunderschön.

1 Kommentar:
Hoi Salo, schön deinen Blog zu lesen, da kommen alte Redding-Stimmungen noch. Ich umarme dich ganz fest! E.
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