Fast jeden Dienstag haben wir ein Treffen für alle PraktikantInnen. Meistens spricht dann Paul Manwaring. Ich nenne ihn Paul "the brain" Manwaring. Gosh, die Erkenntnisse die er hat! Anyway, diesen Dienstag begannen wir mit Zeugnissen vom Sommer. Es kamen einige unglaubliche Zeugnisse über Heilungen. Zum Beispiel eine Frau, die eine Herztransplantation bereits geplant hatte für die nächste Woche. Da wurde sie komplett geheilt und brauchte die Operation nicht.
Dann bekam ein Mitstudent das Mikrofon und erzählte unter Tränen eine Geschichte, die sich über den Sommer zugetragen hatte. Wenn ich die jetzt hier aufschreiben würde, dann würde sie völlig belanglos ausschauen. Oder zumindest ist kein krasses Wunder oder so drin. Aber als er die Geschichte, wie Gott ihm seine Liebe gezeigt hatte, erzählte, war so eine krasse Salbung darauf. Er sagte selbst immer wieder: "Es spielt keine Rolle, was du tust, wieviel Gunst du erfährst, oder was für eine Salbung du hast. Gott liebt dich! Das ist alles! Das ist alles was nötig ist! Der Rest ist Zusatz".
Der Leiter des 3rd years und seine Praktikantin griffen das auf und merkten, dass Gott da zu uns als Klasse spricht. Wir sind alle irgendwo in der Church verteilt als PraktikantInnen, arbeiten mit, haben Projekte, sind beschäftigt. Wir sind nicht mehr die Klasse, die jeden Tag zusammenkommt und empfängt. Und doch hat Gott etwas mit uns als Klasse, dieses Jahr, vor. Und das ist im Moment sicher mal seine LIEBE. Nicht "wer erlebt die krasseren Sachen". Unser Leiter sagte auch, dass als Jesus getauft wurde und Vater Gott sagte "Dies ist mein gelieber Sohn", da hätte er auch öffentlich klarmachen können: "Dies ist mein allmächtiger Sohn" oder "Dies ist mein allwissender Sohn", oder irgendein beliebiges, wichtiges Adjektiv, das man braucht, um die Welt zu retten. Aber nein, der GELIEBTE. Und so sind auch wir geliebt. Das reicht. Das ist alles!
Paul Manwaring sprach als nächstes. Über Authentizität. Ist unser Leben fähig, die Botschaft zu tragen, die wir predigen? Ja, Gott gibt uns eine Botschaft, aber es ist viel wichtiger, in ein Leben zu investieren, das fähig ist, diese Botschaft zu leben. Unser allergrösser Auftrag, der uns allen gemeinsam ist: Vater Gott auf der Erde zu repräsentieren. Auch das Mutterherz Gottes. "Ich sage nicht, dass wir die Bibel in Sie-Gott umschreiben sollen. Aber wir sollen die Art umschreiben, wie wir Gott auf der Erde repräsentieren". "Wir sind dazu berufen, einen Ort zu schaffen, wo alle Menschen hinrennen können und die Vaterliebe Gottes erfahren können". DAS ist Evangelisation. "Der Geist der Adoption ist eine Tag-für-Tag, eine Woche-für-Woche, eine Jahr-für-Jahr -Erfahrung, nicht ein einmaliges Erlebnis". Wir sind angenommen, geliebt, wir sind Töcher und Söhne eines liebenden Gottes.
1 Kommentar:
Noch einmal so wohltuend! Danke fürs Schreiben. Das zu lesen ist für mich sehr kostbar. M.
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