Tiere sind ja schon etwas komisches. Warum gibt es sie? Sie wurden ja nicht ursprünglich dazu geschaffen, von uns gegessen zu werden. Pflanzen wurden unter anderem zu diesem Zweck in diese Welt gepflanzt. Tiere hingegen.. wozu? Viele halten die Welt und uns am Leben - Bienen bestäuben Pflanzen, so dass wir Früchte und Gemüse essen können. Unzählige Insekten bauen totes Gewebe ab, so dass wir nicht davon umgeben sind, sondern damit nun neues Leben wachsen kann. Aber zum Beispiel ein Zebra? Wozu? Oder Nachtfalter? Vögel? Zu unserer Freude und zur Freude des Schöpfergottes?
Kürzlich war ich im Restaurant am arbeiten, als sich eine Biene hineinverirrte. Sie surrte im Zeugs herum, um die Kaffeemaschine herum, in die Wand, am Boden entlang, der Decke entlang. Ich war am Servietten falten, aber nach ein paar Minuten fand ich es genug, und sagte zur Biene: "Du kannst jetzt wieder zurück in die Veranda fliegen, wo du herkamst. Einfach dem Licht entlang". Sofort flog die Biene in die Veranda. Ich: "Super, nun nach links". Die Biene flog nach rechts. Ich: "Nein, die andere Seite, zur Tür". Die Biene flog nach links, zur Tür, aber prallte knapp daneben ans Glasfenster. Ich: "Sorry, ein bisschen mehr zur Mitte hin, dort ist offen". Die Biene holte noch einmal Anlauf und flog nach draussen.
Hab ich dieses Geschichte nicht schon erzählt? Vielleicht.
Einige Tage darauf war ich zuhause in der Küche. Wir haben im Küchenfenster die Möglichkeit, ein kleines Mittelviereck zu öffnen, ohne dass gleich das ganze Fenster offen sein muss. Dieses Fensterchen war geöffnet, und herein flog eine dieser grossen Brumm-Fliegen, die sich ziemlich blöd anstellen und einen Saulärm veranstalten. Ich war irgendwas am Computer am machen und hatte keine Lust, mich jetzt um die Fliege zu kümmern. Sie war nie in der Nähe des Fensters sondern brummte hinten in der Küche zwischen Kühlschrank und Wand herum. Nach etwa 10 Minuten nervte es mich dennoch. Ich stand auf, ging zur Fliege und sagte: "So, jetzt ist langsam genug. Schau, dort ist das kleine Fensterchen, flieg wieder hinaus". Die Fliege flog anstandslos hinaus.
Heute sass ich auf unserem Balkönchen und war am Tagebuch schreiben (Ich habe vor zwei Wochen wieder angefangen mit Tagebuch schreiben, nach vielen Jahren!). Plötzlich sah ich in meinem Augenwinkel etwas und schaute aufs Geländer gleich neben meiner linken Schulter. Dort sass ein Insekt, wie ich es noch nie gesehen hatte: Grosse schwarze Augen, ein knallpinker "Oberkörper" und ein knallgrünes Hinterteil!! Nach einigem Schmunzeln fiel mir auf, dass ich auch so angezogen war: Pinke Trainerhosen und ein grünes (nicht knallgrün, aber minzgrün) Jäckchen. Das Insekt verbrachte einige Zeit um mich herum, jedoch flog es immer fort, wenn ich ein Foto machen wollte.
Bei den Ameisen im Frühling funktionierte es leider leider nicht so gut. Wir arbeiten noch daran. Ebenfalls mit anderen wilden Tieren. Als Gianni und ich vor ein paar Wochen von einer Alp hinunterliefen, sahen wir plötzlich eine ganze Gämsenfamilie. Vater, Mutter, und etwa vier Kinder. Herrlich. Gianni wollte ihnen noch sagen, dass wir Veganer sind und damit für sie, nicht gegen sie, aber sie eilten schon auf und davon.
Wäre es nicht schön, wenn all die wunderbaren Tiere nicht mehr die Furcht vor uns Menschen bräuchten, die Gott nach dem Landen der Arche auf sie gelegt hat, damit sie überleben können? Ich fände das toll. Bis es soweit ist, versuche ich es schonmal im kleinen Mass in meinem Einflussbereich.
1 Kommentar:
es ist beruhigend zu wissen, dass es auch Bienen gibt, die nicht rechts und links unterscheiden können.
Und zur Frage, warum es Tiere gibt, die nichts nützliches tun:
Gott wollte sie haben, deswegen hat er sie gemacht.
So ein Zebra ist ein tolles Haustier, wenn die Steppe dein Vorgarten ist.
Es sieht einfach total gut aus mit seinen Streifen.
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