Und was sind so deine Hobbys? Kürzlich hab ich diese Frage tatsächlich mit "Ernährung" beantwortet. Ich liebe es, in verschiedenen Blogs darüber zu lesen, ob die glutenfreie Ernährung allgemein besser ist, wenn ja warum, oder wenn nein, warum nicht.
Einkaufen wird zum Abenteuerparcours: Mmmh, Reiswaffeln mit Schokolade. Sicher nicht vegan. Oh, doch, tatsächlich: Kakaomasse, Kakaobutter, Rohrohrzucker. Und nebendran gibts noch die fairtrade-zertifizierten. Einmal mit Milchschokolade, und einmal mit Zartbitterschokolade. Fairtrade und bio. Glutenfrei. Voller Freude beginne ich damit, die Zutatenliste abzuchecken: Kakaomasse, Kakaobutter, Rohrohrzucker, MILCHZUCKER. !!! Nein!! Warum???? Warum muss jetzt hier noch Milchzucker rein?
Apropos Zutatenliste. Kürzlich las ich von der "1-ingredient-kitchen". Also dass man mit lauter Sachen kocht, die nur ETWAS in der Zutatenliste haben. Karotte. Enthält: Karotten. Cashew-Kerne. Enthalten: Cashew-Kerne.
Mich fasziniert das. Seit ich ständig die ganze Zeit immer und überall die Zutatenlisten lese, bin ich mir erst bewusst, was überall reingeworfen wird... Konservierungsmittel sind da noch heilig. Geschmacksverstärker, tierische Bindungsmittel, Zucker, Farbstoffe, Aromen,..... bei soooo vielen Dingen, bei denen man es nie erwarten würde, hat es dann noch Sachen wie "Volleipulver (Bodenhaltung, EU)" oder "Speisefettsäure" (oft tierischer Herkunft, muss nicht deklariert werden) drin.
Aber wenn wir am Morgen als erstes einen Fruchtsalat mit mindestens 4 verschiedenen ganzen Früchten pro Person essen, zusammen mit Kernen, Samen, Nüssen, ist das doch ein ganz anderes Erlebnis als "Kellogs Fruit Flakes, fettreduziert". Seit wir vermehrt Rohkost essen und unsere Ernährung mehr und mehr nach der "Thrive Diet Pyramid" richten, haben wir definitiv das "Problem", dass wir uns eine deutlich grössere Salatschüssel kaufen müssen. Heute assen wir zu zweit drei ganze Salatköpfe, 2 Lauch (Läuche?) und einen Bund Frühlingszwiebeln zum Zmittag. Mit Kernen, Sesam und Nüssen. Und einer selbstgemachten Salatsauce.
Klar, immer mal wieder benutzen wir Dinge wie "Reis Cuisine" (Reis-"Sahne") oder glutenfreies Brot, deren Zutatenliste ziemlich lang ist.. aber wir versuchen, so reine Zutaten wie nur möglich zu verwenden.
Jetzt im Frühsommer macht das auch richtig Spass. Heute Vormittag ging ich auf den Gemüsemarkt und praktisch alles, was ich kaufte, war vom Biobauern zwei Dörfer weiter. Seine Angestellten packten es in eine Kiste, ich nahm es von dort direkt in meine Tasche, ohne Plastiksack dazwischen, und trug es nach Hause, zur Weiterverarbeitung. Was für ein Segen, was für ein Privileg!!!!!!
Wir essen so viel Grünzeugs, so viele Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Tessiner Reis, Amaranth oder Kartoffeln, dass uns Pasta gar nicht mehr so fehlt. Aber heute machte ich Bärlauchpesto, und jetzt muss ich schnell die glutenfreien Spaghetti abgiessen. yipppiiiiiehhhhh
Hier noch die Info zur Erwähnten Thrive Diet. Die Pyramide und die Links zum Buch in deutsch und in english. Und wenn wir schon grad dabei sind, ein wunderbares Kochbuch (english): RAW FOOD.

2 Kommentare:
glutenfreie Nahrung ist nur gut für dich, wenn du kein Gluten verträgst. Ansonsten braucht man da nicht drauf zu verzichten.
Hat mir eine erklärt, die gegen Gluten "allergisch" war.
Klar ist der Weizen, Hauptglutenträger, nicht schon im Paradies dabei gewesen, er wurde irgendwann vor 1000 Jahren oder so gezüchtet, aber -- meine Güte ... Sofern der Weizen nicht totgemahlen und -gesiebt wird, ist er nicht ungesund.
Danke für den Kommentar! Stimmt, da wurde viel gezüchtet und Getreide ist nicht mehr so ursprünglich wie es mal war..
Gluten ist halt ein Kleber - und er kann schon mal in den vielen Windungen des Darms kleben bleiben, so dass dann Nährstoffe weniger gut aufgenommen werden können. Ich merke es immer sofort - wenn ich irgendwo Brot, Pizza oder Pasta esse, oder wieder mal ein Bier trinke. Sofort kriege ich einen stark geblähten Bauch und fühle mich "schwer". Vielleicht hab ich aber auch eine Unverträglickeit.. aber Gianni geht es auch so, und anderen, die ich kenne, die anscheinend keine Unverträglichkeit haben... Ich esse es noch ab und zu, versuch es aber zu vermeiden.
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